FR

5. April 2011

In dieser Woche werde ich nach rund 40 Jahren ein Zeitungsabo kündigen. Das der „Frankfurter Rundschau“. Irgendwann 1970/71, früh im Studium habe ich sie abonniert. Jahrzehnte hat sie mich begleitet und war an vielen schwarzen Tagen in Lingen angesichts der morgendlich-filzkonservativen Lektüre der Region zum freien Lüften wichtig. Deshalb bin ich den FR-Machern dauerhaft dankbar.

Die „Frankfurter Rundschau“ war eine der großen, bundesweiten Qualitätszeitungen. Das ist lange her und seit dem Monatsanfang auch endgültig vorbei.
Die „Eff-Err“ gehörte in den 70er Jahren (nicht nur) zur aufgeklärten Linken „wie der Trenchcoat“ (so die Ruhrbarone und ähnliches schreibt die  Süddeutsche).  Seit Jahren ging ihre Auflage aber zurück. Die FAZ war inzwischen die bessere Frankfurter und die taz die frechere linke Zeitung. Seit 1990 wurde die „Frankfurter Rundschau“ zunehmend überflüssig. Nun wird sie zu einer reinen Frankfurter Regionalzeitung. Verleger Alfred Neven DuMont erklärt es  den Lesern: Die Gesellschafter der Frankfurter Rundschau haben …

Also, ich werde kündigen. Es fällt mir nicht leicht. Ich hoffe, dass die Süddeutsche die morgendliche Lücke schließt. Nur twitter, iPad und PC ist mir allemal zu wenig.

-.-.-.-.-.-.-
aufgefrischt: Hier noch mehr über die alten Zeiten und die FR