Rote Schleife

1. Dezember 2012

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Rote Schleife.
1. Dezember.
Weltaidstag

Aidshilfe

5. Oktober 2012

Heute begeht die Aidshilfe Emsland mit dem Sitz in Lingen den 25. Jahrestag ihrer Gründung. Mit einem Tag der offenen Tür. Auf der Internetseite lese ich:

„Vision
Die ehemals Infizierten, die Ehrenamtler und die wenigen hauptamtlichen Mitarbeiter der früheren AIDS-Hilfen treffen sich zu einem gemütlichen Beisammensein. Zur Feier des Jahrestages der Vereinsauflösung. Die Krankheit ist medizinisch besiegt. Und der politische Irrglaube, dies könne ein dauerhafter Erfolg sein, obwohl er nur einem Teil der Weltbevölkerung zuteil wird, konnte genauso überwunden werden.

Die Weltgemeinschaft hat sich ihrer Verantwortung gestellt: Aus Solidarität, Verantwortungsbewusstsein und nicht zuletzt der Einsicht, dass der Kampf gegen das tückische Virus niemals gewonnen werden kann, wenn die sog. „Erste Welt“ zuhause siegt, während das Virus im Rest der Welt weiter mutieren und Resistenzen bilden kann.

Wir werden gewachsen sein. Toleranter, aufmerksamer, weltoffener und solidarischer als zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Bis zu diesen Tagen in der Zukunft bleibt unsere Aufgabe der Einsatz für Aufklärung – Betreuung – Solidarität.“

HIV

16. Juli 2010

Am Sonntag beginnt in Wien die 18. Welt-Aids-Konferenz, zu der mehr als 20.000 Teilnehmer erwartet werden. Weltweit sind nach Angaben der Vereinten Nationen 33,4 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Allein im vorletzten Jahr  starben zwei Millionen Menschen an den Folgen der Immunschwächekrankheit.

Zu beklagen sind seit Ausbruch der Epidemie vor knapp 30 Jahren  25 Millionen Aids-Tote weltweit. Im südlichen Afrika leben 22,4 Millionen Menschen mit HIV oder Aids. Das sind etwa zwei Drittel aller HIV-Infizierten weltweit. In Deutschland leben etwa 67.000 Menschen mit dem HI-Virus, im Emsland geschätzt mehr als 200, derer sich die AIDS-Hilfe Emsland angenommen hat

Dem Berliner Robert-Koch-Institut zufolge sind bundesweit die Neuinfektionen während der vergangenen zehn Jahre  deutlich gestiegen. Steckten sich 2001 insgesamt 1440 Menschen neu mit HIV an, waren es im vergangenen Jahr mehr als 2.850 Menschen.

Die Deutsche Aids-Hilfe sieht trotz dieser Zahlen in der Bundesrepublik keine „neue Sorglosigkeit“. „Wir sind davon überzeugt, dass das sehr, sehr selten ist. Weder Umfragen noch unsere Erfahrungswerte bestätigen das“, sagte die Aids-Hilfe-Geschäftsführerin Silke Klumb am Freitag in Berlin. Man müsse immer die individuellen Lebensumstände der Patienten im Blick haben. „Es gibt Situationen, da sind sie rein psychisch nicht in der Lage, auf sich selbst zu achten und sich zu schützen“, sagte Klumb.

Schwerpunkt der Arbeit der Aids-Hilfe sei im Moment unter anderem die Arbeit mit Prostituierten, sagte Klumb. Viele der Prostituierten aus osteuropäischen Ländern hätten einen „katastrophalen Bildungsstand“ und seien kaum informiert über Krankheiten. Hier versuche die Aids-Hilfe, feste Kontakte zu knüpfen, um alle der beteiligten Frauen zu erreichen. Es sei aber ein Gerücht, dass der  Infektionsgrad unter Prostituierten gestiegen sei.

Nachtrag vom 23.07.: Inzwischen ist die Konferenz zu Ende gegangen. Hier berichtet die NZZ über die Ergebnisse.

Quellen: © afp/ddp/aerzteblatt.de/NZZ