Echtzeit

12. April 2020

Wie haben die Häftlinge die letzten Tage im Konzentrationslager Bergen-Belsen erlebt? Wie reagierten die britischen Soldaten auf das unfassbare Grauen, als sie die Tore des Lagers nach der Übergabe passierten? In drei Tagen – am kommenden Mittwoch, 15. April – jährt sich die Befreiung von Tausenden Gefangenen zum 75. Mal. NDR.de/Niedersachsen nimmt diesen Jahrestag zum Anlass, zurück in die Zeit kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zu schauen. Ab heute um 16 Uhr können Sie auf dem Twitter-Account von NDR Niedersachsen unter dem Hashtag #bergenbelsen75 die Ereignisse der letzten Tage im Lager verfolgen.

In Echtzeit gegen das Vergessen

Bergen-Belsen ist ein Symbol für die Gräuel des Nationalsozialismus. Bei uns in Niedersachsen – aber auch besonders in der angelsächsischen Welt. Denn das Konzentrationslager am Rande der Lüneburger Heide wird nicht, wie viele andere, von der SS geräumt, bevor die Alliierten einrücken. Wehrmacht und britische Armee handeln eine Übergabe vor Kriegsende aus. Die Briten ahnen zu diesem Zeitpunkt nicht, was…

[…weiter beim NDR]

(Foto gemeinfrei)

Das Kriegsende in Lingen 1945
Fotos, Dokumente, Erinnerungen
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 30a
vom 15.03.2020 bis 26.07.2020
Di.-So. 14.30 Uhr – 17.30 Uhr
Eintrittspreis: Erwachsene 4,00 €, Kinder 2,00 €, Familienticket 10,00 €

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Die Niederlage Deutschlands markierte gleichzeitig das Ende der Schrecken des Nationalsozialismus. Die Ausstellung schildert anhand von zahlreichen Fotos, Dokumenten und Erinnerungsstücken die Kampfhandlungen im Raum Lingen und das Kriegsende in der Stadt. Filmszenen und Zeitzeugenberichte von Soldaten und Zivilisten, Männer, Frauen und Kindern machen den Ausstellungsbesuch zu einer nachhaltigen Erfahrung.
Die Ausstellung schildert nicht nur die Kämpfe um Lingen Anfang April 1945, sondern berichtet auch vom Luftkrieg und den schweren Luftangriffen auf Lingen im Verlauf des Krieges. Dokumentiert wird der Einsatz von Jugendlichen aus Lingen als Kindersoldaten bei der Heimatflak, im Volkssturm und beim Kriegshilfsdienst. Auch das Schicksal der ausländischen Kriegsgefangenen in Lingen und der Lingener Kriegsdgefangenen im Ausland werden erläutert.
Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Kämpfe um die Brücken über Ems und Kanal. Durch die Einnahme der Wachendorfer Brücke  konnten die englischen Panzer rasch in das Stadtzentrum vorrücken. Die deutschen Truppen wurden dadurch überrascht und konnten keine systematischen Kampfhandlungen mehr organisieren. So wurde Lingen schneller als erwartet von den Alliierten eingenommen. Dadurch blieb der Stadt ein großer Bombenangriff in der letzten Phase des Krieges erspart.