Chile: Das Neueste

In Chile haben die Gesundheitsbehörden den Beginn klinischer Studien für Coronavirus-Impfstoffe genehmigt, die von Chinas Pharmaunternehmen Sinansac und Johnson & Johnson Janssen entwickelt werden. Die vom chilenischen Institut für öffentliche Gesundheit (ISP) genehmigten Studien werden von staatlichen Gesundheitsbehörden und Forschern von zwei chilenischen Universitäten durchgeführt.

Brasilien, Chile, Peru und Kolumbien hatten die höchsten Virusinfektionsraten in Südamerika, was sie zu attraktiven Teststandorten für Impfstoffentwickler macht, da es einfacher ist, verlässliche Versuchsergebnisse in Gebieten mit hohen Raten aktiver Übertragung und Infektion zu erhalten.

„Chile kann und muss an diesen klinischen Phase-III-Studien teilnehmen, um die Entwicklung dieser Impfstoffe zu genehmigen, zu untersuchen und hoffentlich voranzutreiben“, sagte Gesundheitsminister Enrique Paris gegenüber Reportern.

Umfangreiche klinische Phase-III-Studien können der letzte Schritt sein, bevor ein Medikament oder Impfstoff zur behördlichen Zulassung eingereicht wird.

Chile ist mit mehr als 462.000 gemeldeten Fällen und 12.741 Toten durch Covid-19 besonders stark vom Virus betroffen. (Quelle: The Guardian, 30.09.20)


Zusammenfassung am Abend

  • Großbritannien hat am zweiten Tag in Folge über 7.000 neue Coronavirus-Fälle registriert. Insgesamt gab es 7.108 neue Fälle, während im Land weitere 71 Todesfälle verzeichnet wurden.
  • In Italien ist der Senat in Quarantäne, nachdem zwei Mitglieder an CoViD-19 erkrankt sind. Die parlamentarische Tätigkeit wurde eingestellt, nachdem Marco Croatti und Francesco Mollame von der regierenden 5-Sterne-Bewegung positiv getestet wurden.
  • Die Tschechische Republik soll in den Ausnahmezustand eintreten, um in bestimmten Fällen einen Anstieg zu kontrollieren. Die Maßnahme ist ab Montag in Kraft und dauert 30 Tage.
  • Ein Impfstoffversuch hat die Hoffnung geweckt, einen gewissen Schutz gegen das Virus zu bieten. Aktuelle Ergebnisse einer klinischen Studie mit dem Pfizer / BioNTech-Coronavirus-Impfstoff haben gezeigt, dass die Impfung eine „robuste“ Immunantwort gegen das Virus auslösen kann, was die Hoffnung weckt, dass er zumindest einen gewissen Schutz gegen Covid-19-Infektionen bietet. (Quelle: The Guardian, 30.09.20)

Frankreich-Zahlen

Frankreich hat am Mittwoch in den letzten 24 Stunden 12.845 neue Covid-19-Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die in Frankreich nach der Ansteckung mit dem Virus gestorben sind, stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörden um 63 auf aktuell 31.956.Die kumulierte Anzahl der seit Beginn der Pandemie verzeichneten Infektionen beträgt jetzt 563.535. (Quelle: The Guardian, 30.09.20)


USA-Zahlen

Die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) meldeten am Mittwoch einen Anstieg von 38.764 Coronavirus-Fällen, wodurch sich die Gesamtzahl der Fälle auf 7.168.077 erhöhte.

Die Zahl der von der Agentur gemeldeten Todesfälle stieg ebenfalls um 774 auf 205.372.

Die CDC-Zahlen spiegeln nicht unbedingt Fälle wider, die von einzelnen Staaten gemeldet wurden. (Quelle: The Guardian, 30.09.20)



Slowakei ruft Ausnahmezustand aus

Die slowakische Regierung ruft im Kampf gegen den Anstieg der Corona-Infektionen den Ausnahmezustand aus. Dieser gelte ab Donnerstag, sagt Ministerpräsident Igor Matovic. Er soll zunächst 45 Tage währen und der Regierung mehr Befugnisse geben, um strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie durchzusetzen. „Dann werden wir entscheiden, ob wir weitermachen oder ob wir zur Normalität zurückkehren können.“ Die Slowakei hat die erste Welle der Pandemie im März und April mit wenige Fällen und einer niedrigen Todesrate überstanden. Doch die Zahl der Infektionen stieg im September sprunghaft und erreichte am Dienstag den Tagesrekord von 567. (Quelle: TSP, 30.09.20)



Niederlande mit hohen Zahlen

Die neuen CoViD-19-Infektionen in den Niederlanden erreichten am Mittwoch mit 3.294 ein neues Tageshoch.

Daten der Gesundheitsbehörden zeigen, dass die Zahl der Neuerkrankungen am Dienstag erstmals die Marke von 3.000 überschritten hat, nachdem sie seit Mitte September fast täglich Rekordhöhen erreicht hatten.

Dies geschah, nachdem die niederländische Regierung am Montag eine Reihe neuer Maßnahmen verhängt hatte, um den Anstieg der Infektionen einzudämmen, darunter eine Ausgangssperre für Bars um 22 Uhr und eingeschränkte Reisen von und nach Amsterdam, Rotterdam und Den Haag.

In den Grenzregionen zu Deutschland warnten Bürgermeister zahlreicher Städte vor Besuchen deutscher Touristen am bevorstehenden Tag der deutschen Einheit, an dem traditionell viele Deutsche zum Shoppen in die Niederlande reisen (Quelle: The Guardian, BN, 30.09.20)


Neandertaler-Gene könnten Risiko für schweren Verlauf erhöhen

Einer Studie zufolge gibt es einen möglichen Zusammenhang zwischen dem uralten Neandertaler-Erbe in unserem Erbgut und schweren Verläufen von Covid-19. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen, die diese Genvariante geerbt haben, bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 künstlich beatmet werden müssen, ist etwa dreimal höher“, erklärte Hugo Zeberg vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig (MPI EVA).

Die Variante ist ein weiterer Risikofaktor zusätzlich zu vielen schon länger bekannten wie Alter und manchen Vorerkrankungen. Eine Studie im Sommer hatte ergeben, dass eine Gruppe von Genen auf Chromosom 3 mit einem höheren Risiko dafür verbunden sein kann, im Falle von Covid-19 im Krankenhaus behandelt und künstlich beatmet werden zu müssen. Die Gefahr für eine schwere Form der Erkrankung sei bei Menschen mit dieser Variante bis zu dreimal höher, hieß es damals.

Zeberg und sein MPI-Kollege Svante Pääbo haben den Gencluster nun analysiert und gezielt mit dem Erbgut von Neandertalern und Denisova-Urmenschen verglichen. Die DNA-Sequenz in der für ein höheres Risiko sorgenden Variante des Clusters sei den DNA-Sequenzen eines etwa 50.000 Jahre alten Neandertalers aus Kroatien sehr ähnlich, erläutern sie im Fachjournal „Nature“. „Es hat sich herausgestellt, dass moderne Menschen diese Genvariante von den Neandertalern geerbt haben, als sie sich vor etwa 60.000 Jahren miteinander vermischten“, so Zeberg, der auch am Karolinska-Institut in Stockholm forscht.

Eine Erklärung dafür, warum Menschen mit der Genvariante ein höheres Risiko haben, gebe es bisher nicht. „Es ist erschreckend, dass das genetische Erbe der Neandertaler während der aktuellen Pandemie so tragische Auswirkungen hat“, sagte Pääbo, Direktor am MPI EVA. „Warum das so ist, muss jetzt so schnell wie möglich erforscht werden.“ (Quelle: TSP, 30.09.20)


Emsland: CoViD-19-Erkrankte, 150 in Quarantäne

In den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Meppen steigen die Coronazahlen an. Zu den bereits bekannten fünf Fällen kommen aktuell zusätzliche neun Erkrankungsfälle hinzu. Etwa hundert Schülerinnen, Schüler und Lehrer befanden sich bereits in Quarantäne, darunter auch die jetzt positiv getesteten Personen. Um das Infektionsgeschehen weiter eindämmen zu können, wird der Landkreis Emsland in Abstimmung mit der Schule ab sofort für den gesamten 11.Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums der BBS in Meppen eine Quarantäneverfügung erlassen.

Insgesamt sind von der Quarantäne über 150 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler betroffen, rund 100 davon befanden sich bereits in häuslicher Quarantäne.

Darüber hinaus wird zum Schutz von Lehrkräften, Schülern und weiteren Mitarbeitern der Schule vom Landkreis Emsland eine generelle Maskenpflicht für den gesamten Schulstandort, d. h. im Schulgebäude, während des Unterrichts und im gesamten Außenbereich, vorerst bis zum Beginn der Herbstferien angeordnet.

In den kommenden Tagen werden vom Gesundheitsamt des Landkreises Emsland weitere Abstriche durchgeführt. (Quelle: PM, 30.09.20)


Indonesien-Zahlen

Indonesien hat 4.284 neue Coronavirus-Fälle gemeldet, womit sich die Gesamtzahl der Infektionen auf 287.008 erhöht hat, wie Daten der Covid-19-Task Force des Landes zeigten.

Es wurden 139 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit Coronaviren gemeldet, wodurch sich die Gesamtzahl der Todesfälle auf 10.740 erhöhte. (Quelle: The Guardian, 30.09.20)


Disney streicht 28.000 Job

Nach Milliardenverlusten in der Corona-Krise streicht der US-Unterhaltungsriese Disney tausende Arbeitsplätze. Insgesamt sollen 28.000 Jobs in den USA wegfallen, wie Disney ankündigte. Kritik äußerte der Konzern an der „Widerwilligkeit“ Kaliforniens; der Westküstenstaat will dem dort ansässigen Freizeitpark Disneyland angesichts hoher Infektionszahlen vorerst weiter die Öffnung untersagen.

Von den Stellenstreichungen betroffen sind nach Unternehmensangaben Mitarbeiter in Freizeitparks und auf Kreuzfahrtschiffen. Die Entscheidung sei durch „die anhaltenden Auswirkungen von Covid-19 auf unser Geschäft“ notwendig geworden, erklärte der Konzern. Hinzu komme die „Ungewissheit über die Dauer der Pandemie“.

Von den durch den Jobabbau betroffenen Mitarbeitern arbeiten laut Disney etwa zwei Drittel in Teilzeit. Stand Ende 2019 hatte das Unternehmen insgesamt 223.000 Mitarbeiter. (Quelle: TSP, 30.09.20)


Russland-Zahlen

Russland hat in den letzten 24 Stunden 8.481 neue Coronavirus-Fälle gemeldet und damit die landesweite Zahl auf 1.176.286 erhöht.

Laut Behörden sind 177 Menschen gestorben, was die offizielle Zahl der Todesopfer auf 20.722 erhöhte. (Quelle: The Guardian, 30.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 20.229 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 30. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 153 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt sind beim NLGA mittlerweile 685 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona-Infektionen registriert. Damit ist die Zahl der Verstorbenen im Vergleich zu gestern um eine Person gestiegen. Als genesen gelten laut NLGA mittlerweile 17.225 der bislang gemeldeten Fälle (etwa 85,2 Prozent aller Fälle). (Quelle: NDR, 30.09.20)


Überblick am Morgen

  • Laut Forschern der Johns-Hopkins-Universität beträgt die weltweite Zahl der CoViD-19-Toten jetzt 1.007.769. Mehr als 33 Millionen Infektionsfälle wurden bestätigt. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer dürfte aufgrund von Zeitverzögerungen, unterschiedlichen Testraten und Definitionen (z. B. eines Todesfalls im Zusammenhang mit Coronaviren) und aufgrund des Verdachts auf falscher Berichterstattung in einigen Ländern höher sein.
  • Die Weltbank hat Pläne für eine Initiative in Höhe von 12 Mrd. USD (9,3 Mrd. GBP) angekündigt, die es armen Ländern ermöglichen soll, CoViD-19-Impfstoffe zur Behandlung von bis zu 2 Milliarden Menschen zu kaufen, sobald wirksame Medikamente verfügbar sind. Um sicherzustellen, dass Länder mit niedrigem Einkommen nicht von reichen Nationen abgehängt werden, fordert die Organisation ihre wichtigsten Teilhaber der reichen Nationen auf, ein Programm zu unterstützen, das in den nächsten 12 bis 18 Monaten di Gelder bereistellt.
  • Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnete den einmillionsten CoViD-19-Toten als „schwierigen Moment für die Welt“. Dr. Tedros Ghebreyesus forderte die Länder auf, „nationale Grenzen zu überbrücken“, um sich gegen das Virus zu wehren, und sagte, es sei nie zu spät, das Blatt gegen die Krankheit zu wenden.
  • Indien könnte bis zu 60 Millionen CoViD-19-Fälle haben, also das Zehnfache der offiziellen Zahl. Am Dienstag zitierte die führende Pandemiebehörde des Landes eine landesweite Studie zur Messung von Antikörpern. Nach offiziellen Angaben ist Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern nach den USA die am zweithäufigsten infizierte Nation der Welt mit offiziell mehr als 6,1 Millionen Fällen. Laut jüngster serologischenr Untersuchung könnte die tatsächliche Zahl jedoch deutlich höher sein – eine Studie, in der Blut auf bestimmte Antikörper untersucht wurde, um den Anteil einer Population abzuschätzen, die das Virus bekämpft hat.
  • New York City wird Geldstrafen gegen Personen verhängen, die sich weigern, eine Maske zu tragen, nachdem die Rate der positiven Tests auf Corona zum ersten Mal seit Monaten über 3% gestiegen ist. Das sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Beamte bieten zunächst kostenlose Masken für diejenigen an, die keine tragen. Wenn die Person sich weigert, droht ihr eine nicht näher bezeichnete Geldstrafe, sagte De Blasio gegenüber Reportern. „Unser Ziel ist es natürlich, jedem eine kostenlose Gesichtsmaske zu geben“, sagte De Blasio. „Wir wollen keine Menschen bestrafen, aber wenn wir müssen, werden wir es tun.“
  • Deutschland steuert täglich fast 20.000 Neuinfektionen an, sofern keine dringenden Maßnahmen ergriffen werden, rechnete Bundeskanzlerin Angela Merkel vor. Merkel sagte, sie wolle „um jeden Preis“ eine weitere landesweite Sperrung vermeiden, aber dass Maßnahmen von Bundesland zu Bundesland notwendig seien. Zu den Einschränkungen gehört eine Begrenzung der Anzahl der Personen auf Partys und Familienfeiern in Gebieten, die am stärksten vom Coronavirus betroffen sind.
  • Die Niederlande sind von einer schnell wachsenden zweiten Welle von Coronaviren betroffen. Das Land meldete am Dienstag 3.011 neue Fälle, ein täglicher Rekord, da es neue Maßnahmen zur Bekämpfung eines erneuten Auftretens von Infektionen auferlegte. (Quelle: The Guardian, 30.09.20)

📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 30.09.2020, 09.30 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland sind in den letzten 24 Stunden stark gestiegen: Insgesamt sind jetzt 71 (+20) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 757, umgerechnet auf 100.000 sind dies 226,7. Die Zahl der als genesen Geltenden stieg um 2 bisher Erkrankte.Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 757, umgerechnet auf 100.000 sind dies 232,9. Ihnen stehen 661 Genesene (+2) gegenüber. Es gibt es keine weiteren CoViD-19-Toten und aktuell befinden sich rund 590 Personen in Quarantäne. An dieser Zahl darf man zweifeln, wenn allein 150 Schülerinnen und Lehrer/innen der BBS sich in Quarantäne befinden.

In Lingen (Ems) gibt es zwei neue Infizierten, deren Gesamtzahl jetzt 129 (+2) beträgt und 114 (+ 1) gelten als genesen Geltende führen zu aktuell 11 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 17 14 1 2
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 22 0 0
Samtgemeinde Freren 55 45 9 1
Einheitsgemeinde Geeste 22 20 0 2
Stadt Haren (Ems) 76 62 1 13
Stadt Haselünne 45 42 0 3
Samtgemeinde Herzlake 16 14 0 2
Samtgemeinde Lathen 19 16 0 3
Samtgemeinde Lengerich 22 21 1 0
Stadt Lingen (Ems) 129 114 4 11
Stadt Meppen 99 89 4 6
Samtgemeinde Nordhümmling 16 15 0 1
Stadt Papenburg 67 56 2 9
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 41 33 0 8
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 28 24 2 2
Samtgemeinde Werlte 50 42 0 8
Gesamt* 757 661 25 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 71

(30.09.20)


In Belgien gibt es mehr als 10.000 Todesfälle

In Belgien, eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen europäischen Länder, hat die Zahl der Todesopfer durch die Pandemie 10.000 überschritten. Das Land mit 11,5 Millionen Einwohnern verzeichnete in den letzten 24 Stunden 14 weitere Todesfälle, was einer Gesamtzahl von 10.001 entspricht.

Die gemeldeten Infektionen stiegen von 115.353 auf 117.115. (Quelle: The Guardian, 30.09.20)




Impfstoff „nächstes Jahr allgemein verfügbar“

Die Geschäftsführerin von GlaxoSmithKline (GSK), dem weltweit größten Hersteller von Impfstoffen, ist optimistisch, dass die Branche im nächsten Jahr eine Impfung gegen Covid-19 allgemein verfügbar machen könne. „Ich teile den Optimismus, dass wir nächstes Jahr Lösungen haben werden. Die Herausforderung besteht darin, das erforderliche Ausmaß zu erreichen “, sagte Emma Walmsley, CEO von GSK, auf einer Online-Veranstaltung des britischen Industrieverbandes.

„Auch bei Therapeutika wurden große Fortschritte erzielt“, fügte sie hinzu. (Quelle: The Guardian, 29.09.20)


Großenkneten: 350 Schüler/innen in Quarantäne

Fast 350 Schüler in Großenkneten (Landkreis Oldenburg) sind wegen eines Corona-Ausbruchs bis zum 7. Oktober in Quarantäne. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Ursache der Massenquarantäne sind Corona-Infizierte innerhalb einer großen Familie mit zehn Kindern. In der Folge müssen jetzt deren Mitschüler der 1. und 4. Grundschuljahrgänge im Ortsteil Ahlhorn sowie der 5., 7. und 10. Oberschuljahrgänge vorerst zu Hause bleiben. Getestet werden die Schüler nicht, wie Kreissprecher Oliver Galeotti in Wildeshausen erklärte. Die hohe Zahl an Quarantäne-Fällen erklärte er damit, dass die Schüler nicht nach Klassen, sondern nach Jahrgängen voneinander getrennt waren. (Quelle:NDR, 29.09.20)


Frankreich-Zahlen

Frankreich hat in den letzten 24 Stunden 8.051 neue Covid-19-Infektionen gemeldet, ein deutlicher Anstieg gegenüber 4.070 am Montag. Die Zahl der Menschen in Frankreich, die an Covid-19-Infektionen gestorben sind, stieg um 85 gegenüber 81 am Montag; die Gesamtzahl der Todesopfer erhöhte sich auf 31.893.

Die kumulierte Anzahl der Infektionsfälle beträgt jetzt 550.690. (Quelle: The Guardian, 29.09.20)


Zahlen in deutschen Großstädten steigen stark

In München stiegen die Corona-Zahlen so stark, dass Maßnahmen ergriffen werden mussten, in Berlin stecken sich zahlreiche junge Menschen an. Andere Großstädte sind noch stärker betroffen.

Am 20. September stiegen die durchschnittlichen Corona-Neuinfektionen in München über die kritische Schwelle von 50 pro 100.000 Einwohner. Oberbürgermeister Dieter Reiter erließ lokale Maßnahmen für die bayerische Landeshauptstadt, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Gleichzeitig verschiebt sich die Altersstruktur der Infizierten. Immer mehr junge Menschen stecken sich an. Besonders in Berlin wächst die Sorge, Jüngere könnten die Pandemie nicht mehr ernst genug nehmen. Droht Städten wie München und Berlin also eine gefährliche Zuspitzung der Lage? t-online blickt in einer Zeitraffer-Animation auf die deutschen Landkreise und wirft dabei ein besonderes Augenmerk auf die Großstädte. (Quelle: t-online.de, 29.09.20)



Bundesregierung plant Verschärfungen

Die Infektionszahlen steigen weiter an. Deshalb verhandeln Bund und Länder am Dienstag erneut über Regelungen, um die Pandemie zu bekämpfen. Erste Vorschläge sind bereits bekannt.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie erwägt die Bundesregierung neue Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen. Unter anderem schlägt der Bund eine Obergrenze von 25 Teilnehmern für Feiern in privaten Räumen vor. In öffentlichen Räumen solle sie bei maximal 50 Teilnehmern liegen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf einer Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Dienstag. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über die Zahlen berichtet.

Außerdem will der Bund den Alkoholausschank in besonders betroffenen Regionen unter bestimmten Bedingungen befristet begrenzen lassen. Um Ansteckungen in der Gastronomie zu minimieren, müssten bei ansteigendem Infektionsgeschehen „zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol erlassen werden“, ist in dem Schreiben festgehalten.

Weiter heißt es in dem Papier, angesichts der Infektionszahlen sollten derzeit keine weiteren Öffnungsschritte zugelassen werden. Um eine korrekte Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, sollen Ordnungsbehörden Bußgelder erheben können, wenn in Restaurants falsche Angaben zu den persönlichen Kontaktdaten gemacht werden. Die Rede ist von einem Mindestbußgeld von 50 Euro für entsprechende Verstöße.

Offen ist, ob die genannten Maximalzahlen für private Feiern nur gelten sollen, wenn bestimmte Grenzwerte bei den Neuinfektionen gerissen werden. Die Länder würden Regelungen zu Teilnehmerzahlen bei Festen erlassen, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen die Zahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten ist, heißt es in dem Entwurf. Dieser Teil ist in dem Schreiben in eckigen Klammern vermerkt. Das bedeutet, dass über die kritische Zahl von Neuinfektionen für diese Regelung in der Konferenz noch verhandelt werden muss.

Eine Festlegung niedrigerer Werte durch ein Land oder eine Kommune bleibt nach dem Entwurf jeweils möglich. Ausnahmen könnten für angemeldete Feierlichkeiten mit vom Gesundheitsamt abgenommenen Hygieneplänen zugelassen werden.

Sollten in einem Landkreis innerhalb von 7 Tagen mehr als 50 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert werden, seien weitere Maßnahmen zu erlassen, heißt es in dem Papier weiter. Insbesondere solle dann die Teilnehmerzahl weiter begrenzt werden: nach den Vorstellungen des Bundes auf höchstens 10 Teilnehmer in privaten Räumen und höchstens 25 Teilnehmer in öffentlichen Räumen.

Merkel hatte bei einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums am Montag nach Angaben aus Teilnehmerkreisen vor einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickelten, werde es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben. Die Kanzlerin habe das hochrechnen lassen, hieß es.

Priorität hätten Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft, sagte Merkel. Man müsse lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich, wo die Lage wieder extrem angespannt ist.

Zuletzt hatten Merkel und die Länderregierungschefs Ende August in einer Videoschalte nötige Maßnahmen in der Pandemie erörtert. Aus Sorge um steigende Covid-19-Infektionszahlen lehnten Bund und Länder damals Lockerungen der Auflagen ab, sie verschärften diese zum Teil noch. Sorgen bereiteten schon damals vor allem Feiern im Privat- und Familienkreis, die als eine der Hauptursachen für die steigenden Infektionszahlen gelten. Hier konnten sich Bund und Länder nicht auf bundesweit geltende Obergrenzen für Teilnehmerzahlen einigen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich vor der Videoschalte, wie zuvor auch schon Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), für eine Art Corona-Warnampel aus. Notwendig sei ein einheitliches, verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk, das dann in ganz Deutschland gelte, sagte Söder.

Bei Überschreiten bestimmter Infektionszahlen würde diese auf Gelb oder Rot springen. Dann würden Maßnahmen in Kraft treten, wie Tests für Risikogruppen, weniger Zuschauer bei Sportveranstaltungen, weniger Teilnehmer bei privaten Veranstaltungen oder eine verschärfte Maskenpflicht etwa auf öffentlichen Plätzen.

(Quelle: t-online, 29.08.20)


Überblick am Tage

  • Die bekannte Anzahl von Infektionen weltweit beträgt laut Johns-Hopkins-Universität jetzt 33 Millionen. Die Zahl der Todesopfer ist fast an 1 Million herangekommen und liegt bei 998.372.
  • Die Gesamtzahl der CoViD-19-Fälle in der Ukraine hat 200.000 überstiegen. Die Zahl der Todesopfer lag laut den Behörden des Landes bei 3.996.
  • In Großbritannien gerät die Regierung unter Druck, ihre Regelung für die Schließung um 22 Uhr abzuschaffen. Der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, forderte eine „dringende Überprüfung der vorliegenden Beweise“ geben, weil die Supermärkte im Stadtzentrum nach Geschäftsschluss „voll“ seien.
  • In Frankreich traten in Paris und 11 anderen französischen Städten neue Regeln in Kraft. Alle Bars müssen um 22 Uhr schließen und bis mindestens 6 Uhr geschlossen bleiben. Restaurants können länger geöffnet bleiben.
  • Kinder haben eine um 44% geringere Wahrscheinlichkeit, Covid-19 zu bekommen als Erwachsene. Laut einer Analyse des britischen Royal College für Kinderheilkunde und Kindergesundheit gibt es vorläufige Beweise dafür, dass Personen unter 10 bis 14 Jahren eine geringere Anfälligkeit aufweisen.
  • In Indien bestätigte Coronavirus-Zahl erreichte am Montag 6 Millionen Fälle, womit das Land in Bezug auf die Anzahl der gemeldeten Fälle seit Beginn der Pandemie nach den USA an zweiter Stelle steht. Das Gesundheitsministerium meldete am Montag 82.170 neue Coronavirus-Fälle in den letzten 24 Stunde, wodurch sich die Gesamtzahl auf 60,74,703 erhöhte. Im gleichen Zeitraum wurden mindestens 1.039 Todesfälle verzeichnet, wobei seit Beginn der Pandemie insgesamt 95.542 Todesfälle zu beklagen waren.
  • Südkorea bestätigt die niedrigsten Fälle seit dem 11. August. Das Land meldete am Montag 50 neue Coronavirus-Fälle, den niedrigsten Wert seit dem 11. August, teilte die Korea Disease Control and Prevention Agency mit. Von den neuen Fällen waren 40 inländische und 10 durch Einreisende. Die Zahlen waren die niedrigsten seit einer neuen Welle von Ausbrüchen in einer Kirche, deren Mitglieder am 15. August an einer großen politischen Kundgebung in Seoul teilnahmen, wie KDCA-Daten zeigten.
  • Nordengland und möglicherweise London stehen vor neuen Lockdown-Maßnahmen. Die Regierung in Großbritannien plant, in den meisten Teilen von Nordengland und möglicherweise in London eine vollständige soziale Sperrung zu verhängen, um eine zweite Coronavirus-Welle zu bekämpfen, berichtet die Times. Danach sollen alle Pubs, Restaurants und Bars zunächst für zwei Wochen geschlossen werden, heißt es in dem Zeitungsbericht unter Berufung auf eine hochrangige Regierungsquelle. Der Bericht fügte hinzu, dass es unterschiedlichen Haushalten auch auf unbestimmte Zeit verboten sei, sich in Innenräumen zu treffen.
    Nach Angaben der Regierung gab es in Großbritannien weitere 5.693 im Labor bestätigte Coronavirus-Fälle, die jetzt 429.277 betragen. Regierungszahlen zeigen, dass weitere 17 Menschen innerhalb von 28 Tagen nach dem positiven Test auf das Virus am Sonntag gestorben sind. Dies bringt die offizielle britische Maut auf 41.988.
  • Reisen zwischen Neuseeland und einigen Bundesstaaten Australiens sind noch vor Jahresende möglich, sagte die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern am Montag. Pläne für einen Reisestopp zwischen Australien und Neuseeland werden seit Monaten diskutiert, derweil beide Nationen die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt haben. Nach dem Wiederaufleben von Covid-19 in Melbourne, Australien, folgte eine zweiten Infektionswelle von Infektionen in Auckland (NZL).
  • Griechenland hat seinen ersten Todesfall mit Coronaviren in einem seiner großen Flüchtlingscamps verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden beschrieben das Opfer als einen 61-jährigen Afghanen; der zweifache Vater sei Covid-19 im Evangelismos-Krankenhaus in Athen erlegen, nachdem er aus Malakassa, einem Flüchtlingslager östlich der Hauptstadt, verlegt worden war. (Quelle: The Guardian, 29.09.20)

Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 20.076 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 29. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 120 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt sind beim NLGA mittlerweile 684 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona-Infektionen registriert. Damit ist die Zahl der Verstorbenen im Vergleich zu gestern um eine Person gestiegen. Als genesen gelten laut NLGA mittlerweile 17.078 der bislang gemeldeten Fälle (etwa 85,1 Prozent aller Fälle). (Quelle: NDR, 29.09.20)


📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 29.09.2020, 09.30 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland haben sich in den letzten 24 Stunden wie folgt verändert: 3 Neuinfektionen kamen hinzu. Die Zahl der als genesen Geltenden stieg um 6 bisher Erkrankte. Insgesamt sind daher 53 (-3) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 737, umgerechnet auf 100.000 sind dies 226,7. Ihnen stehen 659 Genesene (+6) gegenüber. Weiterhin gibt es keine neuen CoViD-19-Toten.

In Lingen (Ems) gibt es keinen weiteren, akut Infizierten, deren Gesamtzahl jetzt 127 beträgt und 113 (+ 2) als genesen Geltende führen zu aktuell 10 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 17 14 1 2
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 22 0 0
Samtgemeinde Freren 54 45 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 74 62 1 11
Stadt Haselünne 44 42 0 2
Samtgemeinde Herzlake 16 14 0 2
Samtgemeinde Lathen 17 16 0 1
Samtgemeinde Lengerich 22 21 1 0
Stadt Lingen (Ems) 127 113 4 10
Stadt Meppen 96 89 4 3
Samtgemeinde Nordhümmling 15 15 0 0
Stadt Papenburg 63 55 2 6
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 41 33 0 8
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 27 24 2 1
Samtgemeinde Werlte 49 42 0 7
Gesamt* 737 (+3) 659 (+6) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 53 (-3)

(29.09.20)


Überblick zur Nacht

  • Die WHO kündigte an, dass weltweit schnelle CoViD-19-Tests eingeführt werden sollen. Das könnte möglicherweise viele tausend Menschenleben retten und die Ausbreitung der Pandemie in armen und reichen Ländern verlangsamen.
  • Die offizielle weltweite Zahl der Todesopfer durch CoViD-19 ist wahrscheinlich deutlich unterschätzt wahrscheinlich die tatsächliche Zahl, weshalb es längst über eine Million Tote gegeben haben sein, sagte Dr. Mike Ryan, der führende Notfall-Experte der WHO.
  • Die positive Covid-19-Testrate in New York steigt, wenn die Fälle in anderen Bundesstaaten steigen. Der Prozentsatz der im Bundesstaat New York durchgeführten Covid-19-Tests, die positiv ausgefallen sind, ist jetzt auf 1,5% gestiegen, ein besorgniserregender Trend für das ehemalige Zentrum der US-Epidemie. Auch 27 andere US-Bundesstaaten haben zwei aufeinanderfolgende Wochen lang einen Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen.
  • Niederlande wird Masken in Geschäften vorschreiben, falls das Virus weiter ansteigt. Die niederländische Regierung hat einige der lockersten Coronavirus-Regeln Europas nach einem Anstieg der Fälle verschärft, Bars werden vorzeitig geschlossen. Bislang hat die Regierung in Den Haag nur empfohlen, in Geschäften Masken zu tragen.
  • In Spanien unternimmt die Regierung alles, um den Aufschwung in Madrid einzudämmen. Die spanische Regierung hat die Madrider Behörden vor drastischen Maßnahmen gewarnt, falls sich die Region nicht entschlossen bewegt, die Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen zu verlangsamen.
  • In Frankreich verlangsamten sich neue Covid-19-Fälle am Sonntag etwas, aber die Krankenhauseinweisungen nehmen zu. Die Zunahme neuer CoViD-19-Fälle hat sich am Montag verlangsamt, wie es aber immer montags der Fall ist, da sonntags weniger Tests durchgeführt werden; trotzdem sind Krankenhausaufenthalte und Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit wieder in die Höhe geschossen.
  • Kinder haben signifikant ein geringeres Risiko, an CoViD-19 zu erkranken als Erwachsene. Laut einer Analyse des Präsidenten des britischen Royal College of Paediatrics and Child Health ist das Risikio für Kinder um 44% geringer, Covid-19 zu bekommen als bei Erwachsenen. (Quelle: The Guardian, 28.08.20)



Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 19.954 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 28. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 116 Fälle mehr als am Vortag. Allerdings sind die Zahlen an Sonn- und Montagen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter die Daten übermitteln. Insgesamt sind dem NLGA mittlerweile 683 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA mittlerweile 16.972 der bislang gemeldeten Fälle (etwa 85,1 Prozent aller Fälle). (Quelle: NDR, 28.09.20)


📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 28.09.2020, 09.30 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland hsind über das Wochenende stark gestiegent: 20 (!) Neuinfektionen kamen hinzu. Die Zahl der als genesen Geltenden stieg allerdings mit +19 ebenfalls deutlich. Insgesamt sind daher 56 (+1) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 734, umgerechnet auf 100.000 sind dies 225,8. Ihnen stehen 634 Genesene gegenüber. Weiterhin gibt es keine neuen CoViD-19-Toten.

In Lingen (Ems) gibt es einen weiteren, akut Infizierten, deren Gesamtzahl jetzt 125 beträgt und weiterhin 105 (+ 5) als genesen Geltende führen zu aktuell 16 Erkrankten.

 

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 17 14 1 2
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 22 0 0
Samtgemeinde Freren 54 45 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 72 62 1 9
Stadt Haselünne 44 42 0 2
Samtgemeinde Herzlake 16 12 0 4
Samtgemeinde Lathen 17 16 0 1
Samtgemeinde Lengerich 22 21 1 0
Stadt Lingen (Ems) 127 111 4 12
Stadt Meppen 96 89 4 3
Samtgemeinde Nordhümmling 15 15 0 0
Stadt Papenburg 62 53 2 7
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 41 33 0 8
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 27 24 2 1
Samtgemeinde Werlte 49 42 0 7
Gesamt* 734 653 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 53

(28.09.20)


Erster Corona-Todesfall in griechischen Flüchtlingslager

In Griechenland ist nach Angaben der Regierung ein erster Bewohner eines Flüchtlingslagers an einer Corona-Infektion gestorben. Ein 61-jähriger Afghane, der im Lager Malakassa nahe Athen untergebracht war, sei in einem Krankenhaus in der griechischen Hauptstadt gestorben, erklärte das Migrationsministerium am Sonntag. Malakassa und die nahegelegenen Lager Schisto und Elaionas waren wegen steigender Infektionszahlen Anfang September unter Quarantäne gesetzt worden.

In den griechischen Flüchtlingslagern hatte sich das Coronavirus zuletzt stark ausgebreitet. Allein in einem umstrittenen Übergangslager auf der Insel Lesbos wurden mehr als 240 Asylsuchende positiv auf den Erreger getestet.

Das Camp war nach der Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria durch ein Feuer eilig errichtet worden. Dort lebten zuvor rund 12.000 Menschen. Bei ihrem Einzug in das neue Camp wurde alle Bewohner auf eine Corona-Infektion getestet.

Wie Migrationsminister Notis Mitarachi am Sonntag sagte, wurden mittlerweile alle unbegleiteten Minderjährigen, die in Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln lebten, aufs Festland gebracht. Deutschland hat zugesagt, bis zu 150 von ihnen aufzunehmen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sollen die ersten 50 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen am Mittwoch in Deutschland eintreffen. (Quelle: TSP, 27.09.20)


Rücktritt in Australien

Die Gesundheitsministerin des australischen Bundesstaates Victoria, Jenny Mikakos, ist nach anhaltender Kritik wegen der starken Zunahme der Coronavirus-Fälle zurückgetreten.

Die Zahl der Toten nach einer Infektion mit dem Coronavirus stieg in Victoria nach Behördenangaben am Samstag auf 782 – das entspricht einem Großteil der insgesamt 870 Todesfälle in dem insgesamt 25 Millionen Einwohner zählenden Land. Der vor Wochen in Victorias Hauptstadt Melbourne angeordnete Lockdown gilt als einer der härtesten der Welt und soll nicht vor Ende Oktober aufgehoben werden. In der Metropolenregion leben rund fünf Millionen Menschen.

Für die hohe Infektionszahl in dem südöstlichen Bundesstaat werden vor allem Pannen bei der Unterbringung von Reiserückkehrern in Quarantäne-Hotels verantwortlich gemacht.

(Quelle: TSP, 27.09.20)


Corona-Fälle nach Feier – weitere Schulen in Bielefeld betroffen

Nach Corona-Infektionen infolge einer Familienfeier in Bielefeld ist die Zahl der betroffenen Schulen auf zehn gestiegen. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen im Zusammenhang mit der privaten Feier gab die Stadt in einer Mitteilung am Sonntagabend wie am Vortag mit 36 an. Betroffen von Quarantäne-Anordnungen waren an den Schulen jeweils einzelne oder mehrere Klassen und Jahrgangsstufen sowie Lehrer. Insgesamt seien knapp 900 Menschen – Schüler und Lehrer – im Zusammenhang mit diesem Fall in Quarantäne, hieß es in der Mitteilung. (Quelle: TSP, 27.09.20)


Frankreich-Zahlen

Frankreich hat am Sonntag 11.123 neue Coronavirus-Fälle registriert, berichtet Reuters.

Die Gesamtzahl der Fälle liegt jetzt bei 538.569, wie Daten des Gesundheitsministeriums zeigten. Die Zahl der an der Infektion verstorbenen Menschen stieg um 27 auf 31.727. (Quelle: The Guardian, 27.09.20)



Großbritannien meldet 5.693 weitere Fälle

Nach Angaben der Regierung gab es in Großbritannien weitere 5.693 im Labor bestätigte Coronavirus-Fälle. Insgesamt erhöhte sich die Zahl auf 429.277 Fälle.

Nach Regierungsangaben sind weitere 17 Menschen innerhalb von 28 Tagen nach dem positiven Test auf das Virus am Sonntag gestorben. Dies lässt die Zahl der Todesopfer in Großbritannien auf 41.988 steigen.

Andere Zahlen, die von den britischen Statistikbehörden veröffentlicht wurden, zeigen, dass in Großbritannien inzwischen 57.600 Todesfälle registriert wurden, bei denen Covid-19 auf der Sterbeurkunde erwähnt wurde. (Quelle: The Guardian, 27.09.20)


30 Infektionen bei polnischem Fußballklub

Beim polnischen Fußball-Erstligisten Pogon Stettin sind 30 Spieler und Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Ekstraklasa-Klub am Sonntag mit. Unter den Betroffenen seien 21 Profis sowie zwei Mitglieder des Trainerstabes. Sie befänden sich in häuslicher Quarantäne. Die Tests waren vorgenommen worden, nachdem mehrere Spieler grippeähnliche Symptome gezeigt hatten.

Auch Polens Fußball-Nationaltrainer Jerzy Brzeczek hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er befinde sich ebenfalls in Quarantäne, teilte der Fußballverband PZPN am Samstagabend mit. Für die polnische Auswahl steht als nächstes am 7. Oktober in Danzig ein Freundschaftsspiel gegen Finnland auf dem Programm, am 11. Oktober trifft sie dort in der Nations League dann auf Italien. ( Quelle: TSP, 27.09.20)


Keine einheitliche Linie vor Bund-Länder-Treffen in Sicht

Kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie haben sich die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Sachsen, Reiner Haseloff und Michael Kretschmer (beide CDU), gegen strengere Regeln ausgesprochen. Haseloff sagte der „Bild am Sonntag“, „in Sachsen-Anhalt verfolgen wir weiter unseren eigenen Weg.“

Die Infektionen in seinem Bundesland würden zwar leicht nach oben gehen, sie seien aber noch nachverfolgbar. Deshalb gebe es keinen Grund für Verschärfungen, so Haseloff. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sagte dem Blatt, er setze auf Freiwilligkeit statt Zwang. „Ich setze auf die Eigenverantwortlichkeit der Menschen, die sich jetzt im Herbst verstärkt disziplinierter verhalten werden und müssen.“

Am Dienstag beraten Landeschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Schon bei der jüngsten Bund-Länder-Runde hatte es nicht in allen Punkten eine einheitliche Linie gegeben; so schloss sich Sachsen-Anhalt als einziges Bundesland nicht dem Mindestbußgeld von 50 Euro bei Verstößen gegen die Maskenpflicht an. (Quelle: Tagesspiegel, 27.09.20)


China testet nicht zugelassenen Impfstoff an Zehntausenden

In China ist Mitarbeitern von Arzneimittelherstellern, Regierungsoffiziellen und weiteren Menschen ein nicht zugelassener Impfstoff gespritzt worden. Das berichtet die „New York Times“. Zehntausende sollen bereits geimpft worden sein. Lehrer, Supermarkt-Mitarbeiter und Menschen, die in Risikogebiete reisen, sollen folgen. Dabei sei noch völlig unklar, welche Nebenwirkungen der Impfstoff haben könnte.

Die Impfungen finden außerhalb des traditionellen Testprozesses statt und sollen möglichst Menschen, die die Regierung als „essentiell“ einstuft, immunisieren. Kein anderes Land hat bislang einen nicht zugelassenen Impfstoff außerhalb des gewöhnlichen Entwicklungsprozesses an einer so großen Zahl an Menschen getestet.

Drei Impfstoff-Kandidaten wurde dabei verwendet, die sich erst in der dritten Phase der Impfstoff-Entwicklung befinden. Normalerweise werden Menschen, an denen in dieser Phase Impfstoffe getestet werden, streng überwacht. Die nicht zugelassenen Impfstoffe können möglicherweise schlimme Nebenwirkungen haben. Außerdem könnten sie ein falsches Gefühl von Sicherheit auslösen, das zu noch mehr Infektionen führt. (Quelle: FR, 27.09.20)


Bund unterstützt Galerien mit 16 Millionen Euro

Galerien für Gegenwartskunst erhalten 16 Millionen Euro Soforthilfe aus dem Corona-Rettungspaket „Neustart Kultur“ der Bundesregierung. „Wir wollen erreichen, dass Künstler aus ganz Deutschland zum Zuge kommen. Die Kunstwerke sollen später in Ausstellungen öffentlich gezeigt und Museen als langfristige Leihgaben angeboten werden“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) der „Welt am Sonntag“.

Die Fördersumme liegt laut Zeitung zwischen 5000 und 35.000 Euro. Zehn Prozent der Fördersumme müssten selbst aufgebracht werden. Eine unabhängige Jury entscheide über die Vergabe. Das Hilfspaket für die Kulturszene in Deutschland in Höhe von rund einer Milliarde Euro hatte der Bund im Juni auf den Weg gebracht, um Kultureinrichtungen in der Corona-Krise zu unterstützen. (Quelle: TSP, 27.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 19.838 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 27. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 82 Fälle mehr als am Vortag. Allerdings sind die Zahlen an Sonn- und Montagen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter die Daten übermitteln. Insgesamt sind dem NLGA mittlerweile 683 Todesfälle gemeldet worden. Als genesengelten laut NLGA mittlerweile 16.896 der bislang gemeldeten Fälle (etwa 85,2 Prozent aller Fälle). (Quelle NDR, 27.09.20)


Städte- und Gemeindebund plädiert für Verschärfung der Maskenpflicht

Der Städte- und Gemeindebund fordert eine Verschärfung der Maskenpflicht in Deutschland. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes solle überall dort vorgeschrieben werden, „wo im öffentlichen Raum der Abstand nicht eingehalten werden kann – etwa bei Weihnachtsmärkten oder belebten Plätzen – und wo das Infektionsgeschehen die kritische Grenze von mehr als 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner erreicht hat oder überschreitet“.

Das sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zugleich bezeichnet er es als sinnvoll, bundeseinheitlich eine Höchstzahl von 50 Teilnehmern bei privaten Festen festzulegen. Diese Einschränkungen seien notwendig, „wenn wir einen größeren Lockdown – auch wenn er nur einzelne Regionen betrifft – vermeiden wollen“. (Quelle: ZEIT, 27.09.20)


Lauterbach fordert kostenlose Grippeimpfung für alle

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert wegen der Corona-Pandemie in diesem Herbst und Winter kostenlose Grippeschutz-Impfungen für bundesweit alle Versicherten. Der Bundestagsabgeordnete sprach in der „Welt am Sonntag“ von einer „sehr sinnvollen Maßnahme mit geringen Kosten“. Wegen der Pandemie raten Ärzte in diesem Jahr besonders zur Impfung gegen Grippe. Allerdings übernehmen viele Anbieter die Kosten nur für Patienten, die zu einer Risikogruppe zählen.

Dass der Impfstoff wegen vieler Impfungen knapp werden könnte, fürchten Gesundheitsexperten im Bundestag eher nicht. „Auch dieses Jahr wird der Impfstoff reichen – wir können es uns leisten, diesen allen Versicherten kostenfrei zur Verfügung zu stellen“, sagte Lauterbach. Ähnlich äußerte sich die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Kordula Schulz-Asche: „Wir müssen mit einer präventiven Strategie in die kalte Jahreszeit gehen, um steigende Grippe- und Covid-19-Infektionen zu verhindern.“ (Foto: CC s. Archiv v. 15.06.; Quelle: TSP, 27.09.20)


1411 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1411 Fälle übermittelt. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2507 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 284.140 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. (Quelle: RKI, 27.09.20)


Überblick am Abend

  • Die weltweite Zahl der Todesopfer könnte sich auf 2 Millionen Menschen verdoppeln, bevor ein erfolgreicher Impfstoff weit verbreitet ist, warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO. Dr. Mike Ryan, der Leiter des WHO-Notfallprogramms, sagte am Samstag, dass di Todeszahlen ohne konzertierte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch höher sein könnte.
    Dr. Maria Van Kerkhove, technische Leiterin des Covid-19-Arbeitskreises, ergänzte, dass die Zahlen in Europa in die falsche Richtung weisen. Sie wies darauf hin, dass der bevorstehende Beginn der Grippesaison das Problem verschlimmern könnte.
  • Für ganz Madrid wurden strenge Lockdown-Regeln beschlossen. Die spanische Regierung sagte, dass die gesamte Hauptstadt durch neue Restriktionen abgedeckt werden sollte. Die Provinzregierung lehnte dies jedoch ab und sagte, dass nur ausgewählte Bezirke gesperrt werden sollten.
  • Südkorea wird während der Herbstferien in Chuseok strengere Beschränkungen praktizieren. Während dieser Zeit kommen die Menschen traditionell wieder mit ihren Familien zusammen, was neue Infektionscluster wahrscheinlich sein lässt.
  • Großbritannien hat im August Kredite in Höhe von 35,9 Mrd. GBP aufgenommen, um die wirtschaftlichen Folgen zu bewältigen. Das zeigen offizielle Zahlen. Damit erreichte die Staatsverschuldung Ende des Monats einen Rekordwert von 2,024 Mrd. GBP – 249,5 Mrd. GBP mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres -, so das Amt für nationale Statistik.
  • Zwei französische Touristen haben in Island zu einem Cluster von etwa 100 neuen Infektionen geführt. Beide hatten sich einer Quarantäne verweigert. Der Chefepidemiologe des Landes, Þórólfur Guðnason, sagte, das Paar sei Mitte August eingetroffen und vergeblich angewiesen worden, nach positiven Tests isoliert zu bleiben.
  • Die weltweite Zahl der Todesopfer lag laut Johns-Hopkins-Universität am Freitag bei 980.000. Da die Anzahl der täglich bestätigten Todesfälle durchschnittlich mehr als 5.000 beträgt, ist es wahrscheinlich, dass die Maut innerhalb von Tagen 1 Million überschreiten wird. Es gibt weltweit 32 Millionen Fälle.
  • Laut neuen Forschungen mutiert das Virus im Verlauf der Pandemie weiter. Experten gehen davon aus, dass es wahrscheinlich ansteckender wird. Die Studie ergab nicht, dass Mutationen des Virus es tödlicher gemacht oder seine Wirkung verändert hatten.
    In Indien sind die Coronavirus-Infektionen auf aktuell 5,82 Millionen, gestiegen nachdem in den letzten 24 Stunden 86.052 Neuinfektionen fstgestellt wurden, wie Daten des Gesundheitsministeriums am Freitag zeigten. Laut Johns-Hopkins-Universität gibt es in Indien seit Ende August regelmäßig tägliche Neuinfektionen von mehr als 80.000 Fälle. Nach Angaben des Ministeriums starben in den letzten 24 Stunden insgesamt 1.141 Menschen an CoViD-19, was zu einer Gesamtsterblichkeit von 92.290 geführt hat, was relativ niedrigen 1,6% aller Fälle entspricht.
  • Brasilien hat seinen Karneval, der normalerweise im Februar stattfindet, zum ersten Mal seit 100 Jahren abgesagt. Die Liga der Samba-Schulen in Rio, LIESA, gab bekannt, dass die Verbreitung des Coronavirus es unmöglich mache, die traditionelle Veranstaltung sicher abzuhalten. Die Behörden von Rio müssen noch eine Entscheidung über die Straßenpartys im Karneval bekannt geben, die auch in der ganzen Stadt stattfinden. Die brasilianische Agentur für Tourismusförderung sagte, dass es ohne einen Coronavirus-Impfstoff ungewiss sei, wann große öffentliche Veranstaltungen wieder aufgenommen werden könnten.
  • In Europa ist die Pandemie jetzt schlimmer als auf dem Höhepunkt im März in mehreren Mitgliedsländern, warnte die Europäische Union. Viele nationale Regierungen führten drastische Maßnahmen ein. Die Neuinfektionen nehmen erneut zu und lassen die Gesundheitsbehörden der EU sieben Länder mit „großer Besorgnis“ zu betrachten. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte in „einigen Mitgliedstaaten, die Situation sei jetzt schlimmer als während des Höhepunkts im März“. (Quelle: The Guardian, 26.09.20)

Zahl der Neuinfektionen in Frankreich bleibt mit 14.412 hoch

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich bleibt hoch. Binnen 24 Stunden gab es 14.412 neue Fälle, nach 15.797 am Freitag und dem Rekordhoch von 16.096 am Donnerstag. Die Gesamtzahl klettert damit auf 527.446. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 39 auf 31.700. (Quelle TSP, 26.09.20)


„Schluss mit lustig!“

Im westfälischen Hamm ist Schluss mit lustig. Nachdem eine Großhochzeit mit mehr als 300 Teilnehmern die Stadt zum Corona-Hotspot gemacht hat, werden dort die Regeln für private Feiern verschärft. Sie müssen angemeldet sein und können – wenn die geplanten Hygienemaßnahmen als nicht ausreichend gelten – verboten werden.

Viele Landkreise in Deutschland fordern, dass der Corona- Krisengipfel am Dienstag eine bundesweite Obergrenze für Privatfeiern festlegt – einen sogenannten „Besucher-Deckel“ –, um einen flächendeckenden Lockdown zu verhindern. Während in Deutschland also versucht wird, einen Anstieg von Neuinfektionen über regionale Maßnahmen zu verhindern, fahren andere Länder bereits zum zweiten Mal komplett runter. (Quelle: TSP, 26.09.20)


Kulturschaffende demonstrieren in Hannover: #kulturverhungert

Freischaffende Künstler, Musiker und Beschäftigte der Veranstaltungsbranche sind am Sonnabend in Hannover auf die Straße gegangen. Die Künstler beklagen fehlende Corona-Hilfen durch die Politik, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Während für viele Wirtschaftszweige Kurzarbeitergeld bezahlt werde, müssten Künstler aber auch Veranstaltungstechniker nun vielfach von Hartz-IV leben, hieß es. Die Polizei zählte etwa 150 Teilnehmer bei der Demonstration auf dem Opernplatz unter dem Titel „#kulturverhungert“.

Für viele freischaffende Künstler sei die momentane Situation existenzbedrohend, sagte Mitorganisatorin Dorothee Palm. Seit April habe die niedersächsische Landesregierung keine ausreichenden finanziellen Mittel in Aussicht gestellt, um die corona-bedingten Verdienstausfälle aufzufangen. Die vom niedersächsischen Kulturminister Björn Thümler (CDU) jüngst versprochenen finanzielle Unterstützung in Höhe von zehn Millionen Eurokäme bei Künstlern und Musikern nicht an. Dies sei „heiße Luft“, sagte Palm. Die Kulturschaffenden fordern direkte Finanzhilfen, um die Corona-Zeit überbrücken zu können.

(Quelle: NDR, 26.09.20)


Osnabrück: Disco dicht

In Osnabrück ist in einer Diskothek massiv gegen Hygienevorschriften verstoßen worden. „Hier wurden die in der niedersächsischen Corona-Verordnung festgeschriebenen Regeln erneut ignoriert“, sagte die Leiterin des städtischen Krisenstabs, Katharina Pötter, am Sonnabend. Die Diskothek ist demnach sofort geschlossen und ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet worden. Dem Betreiber drohe ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro. Statt der erlaubten Schankwirtschaft sei bei einer Kontrolle am Sonnabend eine gut gefüllte Tanzfläche vorgefunden worden. Der Betreiber und die meisten der 250 Gäste hätten Abstandsregeln, Masken- sowie Dokumentationspflicht missachtet. (Quelle: NDR, 26.09.20


Niedersachsen: Lockerungen auf dem Prüfstand

Nach einer leichten Erholung im Sommer nimmt Corona die Welt wieder enger in den Griff. Vielerorts steigen die Zahlen, Deutschland erklärt immer mehr Regionen und Länder zum Risikogebiet. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Freitag im NDR Fernsehen bei Hallo Niedersachsen dazu aufgerufen, in den Herbstferien zu Hause zu bleiben. Gleichzeitig steigen in Niedersachsen ebenfalls die Zahlen – ein Überblick zum aktuellen Geschehen.

„Am besten wir bleiben alle in den Herbstferien zu Hause bei uns in Niedersachsen“, sagte Weil. Am Ende der Sommerferien sei ein nennenswerter Anteil der Infektionen auf Auslandsaufenthalte zurückzuführen gewesen – aus Fehlern könne man lernen. Gleichzeitig gibt es auch in Niedersachsen immer wieder neue Hotspots wie im Landkreis Cloppenburg und in Westertimke bei Tarmstedt im Landkreis Rotenburg. Eine generelle Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen im Land hält Ministerpräsident Weil trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen allerdings nicht für nötig. Bundesweit wird derzeit über eine verschärfte Maskenpflicht diskutiert. Für einzelne Hotspots möchte Weil dies allerdings auch nicht ausschließen.

Unterdessen fordern die Landkreise eine bundesweite Obergrenze für Privatfeiern. Die unterschiedlichen Regelungen irritierten die Menschen, sagte Landkreistag-Präsident Reinhard Sager der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Grenze solle bei 50 Personen liegen, da es ab dieser Anzahl extrem schwierig werde, die Kontakte nachzuverfolgen. Ansonsten sei an der „situationsgerechten Eindämmung“ festzuhalten. Kreisen und Städten sollten nicht die gleichen Maßnahmen aufgezwängt werden. Der dezentrale Ansatz sei „ein Erfolgsmodell und muss beibehalten werden“.

Ob die für den 1. Oktober angedachten Lockerungen für Niedersachsen tatsächlich umgesetzt werden können, ließ Ministerpräsident Weil am Freitag noch offen. Am Dienstag wollen sich beim Corona-Gipfel die Länderchefs erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel austauschen.
(Quelle: NDR, 26.09.20)


Litauen führt wieder Quarantänepflicht für Deutsche ein

Deutsche, die nach Litauen einreisen, müssen sich ab Montag wieder bei Ankunft in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Dies geht aus einer vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Liste von Ländern mit hohen Corona-Ansteckungsraten hervor. Grund dafür ist die hohe Zahl an Neuinfektionen. Es besteht zudem eine Registrierungspflicht.

In Litauen ein Grenzwert von 25 Corona-Neuinfektionen in dem jeweiligen Land pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Dieser Wert liegt in Deutschland bei rund 29. In den beiden anderen Baltenstaaten Estland und Lettland liegt der Grenzwert bei 16 Fällen – auch dort müssen sich Reisende aus Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben. (Quelle: TSP, 26.09.20)


Drosten reagiert auf Vorwürfe

Christian Drosten und sein Team haben zu Beginn der Corona-Pandemie einen Test auf das Virus entwickelt, der von manchen Kritikern angezweifelt wird. Nun reagierte der Virologe auf die Vorwürfe.

„Diese Pandemie ist eine absolute Ausnahmesituation für die ganze Gesellschaft. Wie gut wir diese Herausforderung meistern, hängt in meinen Augen auch davon ab, ob die Bevölkerung gut über das Infektionsgeschehen und die biologischen Hintergründe informiert ist. Mir ist es daher ein persönliches Anliegen, das aktuelle Wissen – und auch seine Grenzen – über das SARS-CoV-2 so schnell und umfassend wie möglich mit der Öffentlichkeit zu teilen“, erklärte der 48-Jährige.

Der Virologe entwickelte gemeinsam mit seiner Forschergruppe den weltweit ersten Diagnostiktest für das Coronavirus SARS-CoV-2 und stellte diesen Mitte Januar 2020 frei zur Verfügung. (Quelle: AP/dpa/Michael Sohn) Drosten berät seit Beginn der Pandemie Politik und Behörden. Auf Pressekonferenzen des Bundesgesundheitsministeriums informierte er auch die Öffentlichkeit über die Ansteckungsgefahr und den Umgang mit dem Coronavirus.
Seit Mitte Januar wird im Kampf gegen das Coronavirus weltweit der PCR-Test eingesetzt, den der deutsche Virologe Christian Drosten mit seinem Team entwickelt hat. Der Test weist nach, ob eine Person das besagte Virus in sich trägt oder nicht. Dadurch können die Infektionszahlen in der Bevölkerung ermittelt werden.

Kritiker wie der umstrittene Lungenarzt Wolfgang Wodarg oder die Virologin Ulrike Kämmerer bemängeln an dem Test, dass er auch auf andere Viren reagieren würde. Ihre Aussage: Ein positiver Corona-Test könne auch auf ein Erkältungsvirus zurückzuführen sein, nicht nur auf das Coronavirus. Zu dieser Kritik nahm Christian Drosten am Samstag auf Twitter Stellung.

Bereits im März betonte Drosten in seinem Podcast beim NDR, dass sein Test auch bei anderen Viren positiv ausfallen würde. Diese existieren jedoch nicht mehr oder träten nur bei Fledermäusen auf. „Dieser Test reagiert gegen kein anderes Coronavirus des Menschen und gegen kein anderes Erkältungsvirus des Menschen“, so Drosten. (Quelle: t-online, 26.09.20)


Grüne rügen auslaufende Nothilfe für Studenten

Die Grünen im Bundestag prangern an, dass Studenten nur noch bis Ende des Monats Corona-Finanzhilfen vom Staat beantragen können. „Es ist unverantwortlich und unsozial, die ohnehin miserabel ausgestattete Überbrückungshilfe für Studierende trotz steigender Infektionszahlen zum Semesterstart einzustellen“, erklärte am Samstag ihr Hochschul-Experte Kai Gehring.

Das Krisenmanagement von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) nannte er ein „Stück aus dem Tollhaus“. „Die soziale Notlage vieler Studierender, die sich pandemiebedingt verschärft hat, ist der Bundesbildungsministerin offenbar schnuppe. Das macht fassungslos und ist zukunftsvergessen“, erklärte Gehring. Eine „Generation Corona“, die ihr Studium abbricht oder sich verschulden muss, dürfe es nicht geben.


Schalke vs. Werder in Corona-Zeiten

as Krisen-Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga muss am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) doch ohne Zuschauer stattfinden, der Anpfiff der Begegnung ist allerdings nicht gefährdet.

Eine Testreihe vom Freitag ergab keine weiteren Corona-Infektionen im Schalke-Kader, teilten die Königsblauen am Samstag mit. Am Donnerstag hatte der Club bekanntgegeben, dass ein Spieler positiv getestet worden war. Seit dem Bekanntwerden des Testergebnisses befindet sich der Profi in häuslicher Quarantäne.

Zuvor hatten die Schalker mitgeteilt, dass sie von den lokalen Behörden die Nachricht bekommen hatten, dass das Spiel ohne Zuschauer stattfinden muss. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Gelsenkirchen lag zum entscheidenden Zeitpunkt am Samstag um 0.00 Uhr wieder über 35. Laut Robert Koch-Institut (RKI) hatten sich 39,5 von 100.000 Menschen in der Stadt infiziert. Damit ist der entscheidende Warnwert überschritten worden.

Weil sie im Wochenverlauf und am Freitag mit 33,4 erstmals unter 35 gesunken war, hatten die Schalker auf die Erlaubnis für etwa 11.000 Zuschauer gehofft und die entsprechende Zahl an Tickets verkauft. Die betreffenden Fans erhalten nun ihr Geld zurück.

Es ist am 2. Spieltag bereits das dritte Spiel, bei dem wenige Stunden vor dem Anpfiff die Erlaubnis für eine bestimmte Zuschauerzahl zurückgezogen wird. In der Vor woche waren die Partien FC Bayern München gegen Schalke (8:0) und 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim (2:3) betroffen. (Quelle. web.de, 26.09.20)


Erstmals mehr als 1000 Neuinfektionen in Tunesien

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat Tunesien mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines einzigen Tages registriert. Binnen 24 Stunden seien 1087 neue Corona-Infektionen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Tunis mit. 11 Menschen seien gestorben. Das Ministerium warnte vor einer „gefährlichen Situation“ im Oktober. Insgesamt registrierten die Behörden in dem nordafrikanischen Land bislang mehr als 14.000 Corona-Fälle und 191 Tote in Verbindung mit Covid-19.

Das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit ist mittlerweile wieder Pflicht. Gesundheitsminister Fausi Mehdi kündigte an, jeder positiv Getestete müsse sich zur Quarantäne in ein Hotel begeben. Für den Anstieg sollen insbesondere auch größere Hochzeitsfeiern verantwortlich sein. Mehdi sagte, auch die Rückkehr zu strikteren Ausgangsregelungen sei denkbar. Im März hatte Tunesien schon einmal strikte Ausgangssperren verhängt, die Grenzen geschlossen und internationale Flüge ausgesetzt.

Ministerpräsident Hichem Mechichi sagte der Nachrichtenagentur TAP zufolge am Samstag: „Wir werden uns bemühen, die Kurve abzuflachen, um das Wiederaufleben des Coronavirus einzudämmen.“ Eine Rückkehr zur allgemeinen Abriegelung komme aber nicht in Frage. Tunesien leidet unter einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Die Corona-Pandemie hat die Lage verschärft. (Quelle: TSP, 26.09.20)


Vorübergehender Einsatz von Heizpilzen? Umweltbundesamt hat nichts dagegen

Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, hat keine Einwände gegen einen vorübergehenden Betrieb elektrischer Heizstrahler in der Gastronomie. „Für eine Übergangszeit – etwa bis es einen Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung gibt – ist der Einsatz von Heizpilzen vertretbar“, sagte Messner den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Wir müssen abwägen: Gehen wir in die Lokale und vergrößern das Risiko einer Ansteckung? Oder bleiben wir länger draußen, als wir das normalerweise könnten, und nehmen die elektrischen Heizstrahler?“ Grundsätzlich sehe das Umweltbundesamt solche Heizpilze allerdings kritisch, betonte Messner. „Ein handelsüblicher Heizpilz verursacht in acht Stunden Betrieb dieselbe Menge CO2 wie ein Benzinauto auf einer Strecke von 145 Kilometern. Daher sollten wir uns grundsätzlich aus dieser Technologie verabschieden.“ Gastronomen blicken in der Corona-Krise mit Sorge auf die kalte Jahreszeit.

Viele hoffen, Außenbereiche mit Heizpilzen länger offen halten zu können. Die Heizstrahler gelten allerdings als Klimasünder, die zu viel Energie verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen. Viele Kommunen, die in der Regel für das Thema zuständig sind, hatten die Geräte daher ganz oder teilweise verboten. ((Quelle: TSP, 26.09.20)


Deutschland-Zahlen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI am Samstag 2507 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das it der höchste Wert seit April. Damit liegt der Wert der neuen registrierten Covid-19-Infektionen erneut deutlich über der Schwelle von 2000 neuen Infektionen binnen 24 Stunden. Zum Vergleich: Am Donnerstag waren 2143 neue Infektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages gemeldet worden. Am Freitag waren es 2153 Fälle gewesen und am Samstag des vergangenen Wochenendes waren 2297 Fälle gemeldet worden.
Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 282.730 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI auf seiner Homepage bekannt gab (Stand Samstag, 26.09.2020, 0 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 283.712 Infizierte.
Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9452. Das sind 9 mehr als am Vortag. Die JHU meldet 9451 Tote.
Genesene: Bis Sonntagmorgen hatten etwa 249.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 26.09.20)


Russland-Zahlen

Russlands tägliche Coronavirus-Fallzahl hat ihren höchsten Stand seit dem 23. Juni erreicht, als Beamte am Freitag 7.212 Infektionen meldeten. Die nationale Gesamtzahl liegt nun bei 1.136.048.

In Moskau stiegen die Neuerkrankungen über Nacht von 1.050 am Vortag um fast 50% auf 1.560.

Die Behörden teilten auch mit, weitere 108 Menschen seien gestorben, nachdem sie sich mit dem Virus infiziert hatten, was die offizielle Zahl der Covid-19-Todesopfer des Landes auf 20.056 erhöhte. (Quelle: The Guardian, 25.09.20)


📌Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 25.09.2020, 08.45 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland haben sich in den letzten 24 Stunden wie folgt verändert: 9 Neuinfektionen kamen hinzu. Die Zahl der als genesen Geltenden stieg allerdings um 11. Insgesamt sind daher 55 (-2) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 714, umgerechnet auf 100.000 sind dies 219,7. Ihnen stehen 634 Genesene (+11) gegenüber. Weiterhin gibt es keine neuen CoViD-19-Toten. Aktuell befindet sich nach offiziellen Angaben die Rekordzahl von 610 Emsländer*innen (-60) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es einen weiteren, akut Infizierten, deren Gesamtzahl jetzt 125 beträgt und weiterhin 105 (+ 5) als genesen Geltende führen zu aktuell 16 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 17 14 1 2
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 22 0 0
Samtgemeinde Freren 54 45 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 65 59 1 5
Stadt Haselünne 43 41 0 2
Samtgemeinde Herzlake 14 11 0 3
Samtgemeinde Lathen 17 16 0 1
Samtgemeinde Lengerich 22 18 1 3
Stadt Lingen (Ems) 125 (+1) 105 (+5) 4 16 (-4)
Stadt Meppen 95 89 4 2
Samtgemeinde Nordhümmling 15 13 0 2
Stadt Papenburg 60 52 2 6
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 38 31 0 7
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 26 24 2 0
Samtgemeinde Werlte 48 42 0 6
Gesamt* 714 (+9) 634 (+11) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 55

(25.09.20)


„Narrenfreiheit“

Frank Ulrich Montgomery, der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, hat die Austragung des Supercup-Finales des FC Bayern München gegen den FC Sevilla im Corona-Risikogebiet Budapest scharf kritisiert. „Der Fußball scheint offenbar Narrenfreiheit zu genießen. Das ist kontraproduktiv und ein falsches Signal“, sagte Montgomery der „Passauer Neuen Presse“. (Quelle: PNP, 25.09.20)


Hotspot Hamm: Quarantäne für 2.000

Zur Eindämmung der Corona-Welle in Hamm hat die Stadt schon drei private Feiern untersagt. Es handele sich um zwei Junggesellinnenabschiede und eine Verlobungsfeier, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Grundlage der Untersagung sind die Bestimmungen einer neuen Allgemeinverfügung der Stadt. Sie war nach dem starken Anstieg der Fallzahlen infolge einer Großhochzeit Anfang der Woche in Kraft gesetzt worden. Die Verfügung sieht für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht vor. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden. Laut Hunsteger-Petermann lagen bis Donnerstagmittag bereits mehr als 70 Anträge und Anzeigen vor.

Als Auslöser der dortigen Corona-Welle mit derzeit knapp 200 Infizierten gilt eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten. Laut einem Stadtsprecher war auch das Hochzeitspaar infiziert.

In Hamm befanden sich am Donnerstag nach Angaben des Stadtsprechers knapp 2.000 Menschen in Quarantäne. Deren Einhaltung kontrolliere die Stadt etwa mit Anrufen auf dem Festnetz. „Mir ist bisher nicht bekannt, dass sich jemand nicht daran hält“, so Hunsteger-Petermann. (Quelle: TSP, 25.09.20)


Überblick am Morgen

  • Die weltweite Zahl der CoViD-19-Toten lag laut Johns-Hopkins-Universität am Freitagmorgen bei 980.000. Da die Anzahl der täglich bestätigten Todesfälle durchschnittlich mehr als 5.000 beträgt, ist es wahrscheinlich, dass die Maut innerhalb von wenigen Tagen 1 Million überschreiten wird. Es gibt weltweit 32 Millionen Infektionsfälle.
  • Laut neuer Forschungsergebnisse mutiert das Virus im Verlauf der Pandemie. Experten gehen davon aus, dass es wahrscheinlich ansteckender wird. Die Studie ergab dabei nicht, dass die Mutationen des Virus es tödlicher machen oder seine Wirkung verändert hätten.
  • In Indien sind die Coronavirus-Fallzahlen sind auf 5,82 Millionen gestiegen, nachdem in den letzten 24 Stunden 86.052 Neuinfektionen verzeichnet worden waren, wie Daten des Gesundheitsministeriums am Freitag zeigten. Indien bestätigt seit Ende August regelmäßig tägliche Neuinfektionen von mehr als 80.000. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben in den letzten 24 Stunden insgesamt 1.141 Menschen an Covid-19. Insgesamt sind in Indien 92.290 Menschen an dem Virus gestorben, was relativ niedrigen 1,6% aller Fälle entspricht.
  • Brasilien hat seine Karnevalsparade, die normalerweise im Februar stattfindet, zum ersten Mal seit 100 Jahren abgesagt. Die Liga der Samba-Schulen in Rio, LIESA, gab bekannt, dass die Ausbreitung des Coronavirus es unmöglich mache, die traditionelle Veranstaltung sicher abzuhalten. Die Behörden von Rio müssen noch eine Entscheidung über den Straßenkarneval bekannt geben, der in der ganzen Stadt stattfindet. In einer Erklärung gegenüber der Associated Press vom 17. September erklärte die Agentur für Tourismusförderung, dass es ohne einen Coronavirus-Impfstoff ungewiss sei, wann große öffentliche Veranstaltungen wieder aufgenommen werden könnten.
  • In Europa ist die Pandemie inzwischen schlimmer als auf dem Höhepunkt im März in mehreren Mitgliedsländern, warnt die Europäische Union, während die Regierungen drastische Maßnahmen erneut einführten. Die Neuinfektionen nehmen weiter zu und veranlassen die Seuchenbekämpfungsbehörde der EU, sieben Länder mit „großer Besorgnis“ zu kennzeichnen. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte in „einigen Mitgliedstaaten, sei die Situation sei jetzt schlimmer als während des Höhepunkts im März“.
  • Israel hat seine Sperrmaßnahmen am Donnerstag weiter verschärft, nachdem die bisherigen Beschränkungen die Infektionsrate nicht senken konnten. Das Land hat inzwischen 212.115 Fälle bei einer Bevölkerung von knapp 9 Millionen: Dies entspricht ungefähr einem Fall pro 23 Einwohner. Die neuen Regeln werden die überwiegende Mehrheit der Arbeitsplätze, Verschlussmärkte schließen und Gebete und Demonstrationen weiter einschränken.
  • Frankreich meldet einen neuen Rekord für Infektionen binnen eines Tages. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstag 16.096 neue bestätigte Fälle, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem vorherigen Rekord von 13.498 und ein viertes Allzeithoch an täglichen zusätzlichen Infektionen innerhalb von acht Tagen.
  • In Australien dürften die Lockdown-Maßnahmen im Coronavirus-Hotspot Victoria am Wochenende gelockert werden. Der zweiwöchige Durchschnitt der Neuinfektionen in Melbourne fiel unter 26, weit unter das 30-50-Niveau, das der Staat als Voraussetzung für die Lockerung seiner strengen Beschränkungen festgelegt hat. (Quelle: The Guardian, 25.09.20)

Fridays for Future geht wieder auf die Straße

An vielen Orten in Norddeutschland wollen heute Anhängerinnen und Anhänger der Klimaschutzbewegung Fridays vor Future auf die Straße gehen, unter anderem in Hamburg, wo gestern noch vor Gericht über die Größe der Demonstration gestritten wurde. Es ist das erste Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie, dass die Bewegung wieder weltweit zu Demonstrationen aufruft, nachdem monatelang die Proteste hauptsächlich im Internet stattgefunden haben. In Hannover sind an acht Stellen auf dem Cityring in der Innenstadt Veranstaltungen geplant, auch in Osnabrück, Göttingen, Oldenburg, Braunschweig und Wolfsburg sind Aktionen angekündigt sowie in unsererRegion in Nordhorn und Papenburg. In Schleswig-Holstein soll an 20 Orten demonstriert werden, und auch in Mecklenburg-Vorpommern sind mehrere Demos geplant. (Quelle: NDR, 25.09.20)


Deutschland-Zahlen

Die Zahl der neuen registrierten Corona-Infektionen in Deutschland liegt weiterhin über der Schwelle von 2.000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2.153 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen bekanntgab. Insgesamt haben sich 280.223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle liegt nach RKI-Angaben bei 9.443. Das sind 15 mehr als am Vortag. (Quelle: RKI, 25.09.20)


Brasilien: +32.817

Brasilien hat in den letzten 24 Stunden 32.817 zusätzliche bestätigte Fälle von Covid-19 und 831 Todesfälle aufgrund der Krankheit registriert

Südamerikas größtes Land hat seit Beginn der Pandemie mehr als 4,6 Millionen Infektionen registriert. Fast 140.000 Menschen sind in Brasilien an der Krankheit gestorben, die nach den USA bei den Todesfällen durch Coronaviren an zweiter Stelle steht. (Quelle: The Guardian, 24.09.20)


Frankreich mit traurigem Rekord

Einen Tag nach der weiteren Verschärfung der Corona-Maßnahmen hat Frankreich einen erneuten Rekord bei den neuen Infektionsfällen gemeldet. Binnen 24 Stunden seien weitere 16.096 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Das sind nochmals über 3000 Neuansteckungen mehr als am Vortag. Die Zahl der Corona-Toten stieg binnen eines Tages um 52.
Experten weisen allerdings darauf hin, dass die Infektionszahlen zu Beginn der ersten Corona-Welle im März und April wegen der geringen Testkapazitäten nur einen Bruchteil der tatsächlichen Ansteckungen abgebildet haben. Mit den Zahlen seit Einführung der großflächigen Tests lassen sie sich deshalb nicht vergleichen. Inzwischen werden mehr als 1,2 Millionen Tests wöchentlich gemacht, während im Frühjahr noch kaum Tests zur Verfügung standen.
Gesundheitsminister Olivier Véran räumte Probleme mit den Testkapazitäten ein. Tatsächlich gebe es in einigen Städten Verzögerungen bei den Ergebnissen. Doch sei der Stau bei der Auswertung der Tests „nicht für die neue Welle der Epidemie“ verantwortlich. (Quelle: ARD, 24.09.20)


Spanien mit mehr als 700.000 Fällen

Spanien hat als erstes Land Westeuropas die Marke von 700.000 registrierten Corona-Infektionen überschritten. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Abend 10.653 neue Ansteckungen – damit kletterte die Gesamtzahl der Fälle auf mehr als 704.000. Hinter Spanien folgt mit weitem Abstand Frankreich mit rund 520.000 Infektionen vor Großbritannien (gut 410.000) und Italien (rund 300.000). In Deutschland wurden bisher etwa 280.000 Fälle gezählt. Die Zahl der Bürger, die im Zusammenhang mit Covid-19 starben, liegt in Spanien nach amtlichen Angaben derzeit bei etwa 31.000.
Besonders angespannt bleibt die Lage in der Region um die Hauptstadt Madrid, die heute 4350 Fälle (mehr als 40 Prozent aller Neuinfektionen) verzeichnete. „Madrid hat eine schwere Wochen vor sich“, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. Die konservative Regionalregierung will morgen neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bekanntgeben. (Quelle: ARD, 24.09.20)


Emsdetten: Hotspot in fleischverarbeitenden Betrieb

26 Beschäftigte eines fleischverarbeitenden Betriebs in Emsdetten sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Betrieb steht erstmal still. Betroffen ist die Allfrisch GmbH, ein Zerlegebetrieb für Geflügel. Täglich werden hier 20.000 Puten verarbeitet. In dem Betrieb arbeiten 300 Menschen, vor allem Leiharbeiter aus Osteuropa. Sie sind es auch, die jetzt positiv auf das Corona-Virus getestet wurden.

Mittlerweile hat die Gesundheitsbehörde im Kreis Steinfurt am Donnerstag alle 300 Mitarbeiter vorsorglich in Quarantäne geschickt. Der Kreis schließt nicht aus, dass die Zahl noch steigen könnte. „Unsere Ermittler arbeiten mit Hochdruck“, sagte eine Sprecherin des Kreises. Es gehe nun auch darum, Infektionsketten rasch zu unterbrechen. Wie es zu dem Ausbruch kommen konnte, ist noch unklar. Der Kreis versucht derzeit, durch Befragungen im Betrieb herauszufinden, wie das Corona-Virus in das Unternehmen gekommen ist. Das umgesetzte Hygiene-Konzept der Firma ist -so die Kreisverwaltung- in Ordnung.

Für Emsdettens Bürgermeister Georg Moenikes bestehe kein Grund zur Panik: „Zur Zeit ist es so, dass sich die Coronainfektionen auf die Mitarbeiter des Betriebs beschränkt. Wir können derzeit nicht feststellen, dass es Auswirkungen auf die Gesamtbevölkerung gibt.“ (Quelle: WDR, 24.09.20)


Merkel wirbt für „transparentes Vorgehen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für ein transparentes Vorgehen der Regierungen in der Corona-Krise geworben. „Unser politisches Handeln basiert auf Forschung und auf Fakten, die verständlich und nachvollziehbar vermittelt werden müssen, um Desinformation, Verschwörungstheorien und fatale Rückschlüsse daraus entgegen zu wirken“, sagte Merkel in einer Video-Ansprache bei einem virtuellen Gipfel der „Open Government Partnership“ für transparente Regierungsführung in New York.
Bei jeder staatlichen Maßnahme zum Schutz vor der Pandemie müsse abgewogen werden, ob sie zielführend und verhältnismäßig sei und ob es bessere Maßnahmen gebe. „Und zeitweilige pandemiebedingte Einschränkungen unseres Lebens müssen sehr gut begründet sein“, sagte Merkel weiter.
Die Bundeskanzlerin unterstrich dabei auch die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit. Globale Aufgaben ließen sich nur global lösen. (Quelle: ARD, 24.09.20)


Überblick am Abend

  • Irland hat in einer zweiten Region des Landes aufgrund eines Anstiegs der Fälle strengere Beschränkungen eingeführt. Restaurants in Innenräumen und nicht unbedingt notwendige Reisen in der nordwestlichen Grafschaft Donegal wurden verboten, eine Woche nachdem ähnliche Maßnahmen in Dublin verhängt worden waren. Die Maßnahme werde drei Wochen lang bestehen bleiben, sagte die Regierung.
  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Spanien hat 700.000 überschritten; die Behörden warnten erneut vor härteren Maßnahmen in der Region Madrid, auf die mehr als ein Drittel der Krankenhauseinweisungen entfallen. Die Fallzahl liegt jetzt bei 704.209; das ist die höchste in Westeuropa. „In Madrid kommen harte Wochen. Wir müssen entschlossen handeln, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen “, sagte der Gesundheitsminister Salvador Illa. Die Behörden in Madrid dürften am Freitag weitere Maßnahmen bekannt geben.
  • Großbritannien meldete einen täglichen Rekordanstieg der Anzahl bestätigter Covid-19-Fälle. Weitere 6.634 im Labor bestätigte positive Testergebnisse erhöhten dort am Donnerstag die Gesamtzahl auf 416.363. Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass es derzeit mehr Fälle gibt als während des Höhepunkts im Frühjahr, da zu diesem Zeitpunkt keine Community-Tests durchgeführt wurden. Yvonne Doyle, Ärztliche Direktorin bei Public Health England, sagte, die Zahlen seien „eine starke Warnung für uns alle“ und forderte die Menschen auf, sich an die Beschränkungen zu halten und die NHS Covid-19-App zu verwenden.
  • Dänemark, die Slowakei, Island und Curaçao wurden von der Liste der Reisemöglichkeiten durch die Regierung von Großbritannien gestrichen. Reisende, die am Samstag nach 4 Uhr morgens aus diesen Ländern nach England kommen, müssen sich 14 Tage lang selbst isolieren, sagte der Verkehrsminister Grant Shapps.
  • Portugal hat seine Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie bis mindestens Mitte Oktober verlängert, teilte die Regierung mit. Der Grund ist, dass die Zunahme der täglichen Neuinfektionen im Land die Behörden im In- und Ausland weiterhin beunruhigt. Das Land bleibt bis zum 14. Oktober im bisherigen zustand. Also werden die Versammlungen weiterhin auf 10 Personen begrenzt sein und die gewerblichen Einrichtungen zwischen 20.00 und 23.00 Uhr schließen müssen. Das Verbot von Festivals und ähnlichen Veranstaltungen wurde ebenfalls bis Ende des Jahres verlängert.
  • Die Niederlande verzeichneten mit weiteren 2.544 bestätigten Fällen einen täglichen Rekordanstieg.
  • Der Iran meldet die höchste Anzahl täglicher CoViD-19-Neuinfektionen, was die Befürchtung aufkommen lässt, dass die Zahl der Todesopfer angesichts der erneuten Überlastung der Krankenhäuser bald stark steigen wird. Dies führte zu deutlichen Warnungen des stellv. Gesundheitsministers Iraj Haririchi, der seine Wut darüber zum Ausdruck brachte, dass so viele Iraner den Rat zum Tragen von Gesichtsmasken ignorieren und beschuldigte sie, die Menschenrechte anderer zu verletzen. Präsident Hassan Rouhani forderte heute eine stärkere Überwachung der Vorgaben und warnte, dass erneut Beschränkungen in Betracht gezogen werden müssen, wenn sich die Krankheit ausbreitet.
  • Polen verzeichnete einen täglichen Anstieg der Coronavirus-Fälle, der auf einen verstärkten direkten Kontakt zwischen Menschen nach Aufhebung der Beschränkungen zurückzuführen ist. Das teilte das Gesundheitsministerium in Warschau mit. Reuters berichtete, dass viele im Land inzwischen keine Gesichtsmasken mehr tragen, seit im Mai die meisten im März und April auferlegten Bewegungsbeschränkungen aufgehoben wurden.
  • In Russland haben neue Coronavirus-Fälle in Moskau den höchsten Stand seit Ende Juni erreicht, was die Befürchtung einer neuen Corona-Welle im viertgrößten Land der Welt aufkommen lässt.
  • Die europäischen Aktienmärkte erreichten ihren niedrigsten Stand seit Mitte Juni, da auf dem gesamten Kontinent zunehmend Bedenken hinsichtlich eines Wiederauflebens von CoViD-19 entstanden sind. Der Stoxx 600, der Europas größte sechshundert Unternehmen abbildet, ist im frühen Handel um 1,2% auf 355 Punkte gefallen – ein Dreimonatstief. (Quelle: The Guardian, 24.09.20)

WHO: Soziales und Klima Gründe für Afrikas niedrige Corona-Rate

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist eine Mischung aus sozialen Gründen, Bevölkerungsstruktur und Klimabedingungen für Afrikas vergleichsweise geringe Corona-Rate verantwortlich. Das teilte das kontinentale WHO-Büro in Brazzaville mit. Mit beengten Lebensbedingungen in Slums und einer hohen Belastung durch andere Krankheiten hatten viele Beobachter eine hohe Ansteckungs- und Todeszahl erwartet. Diese blieb bislang aber aus.
Die kontinentale Gesundheitsbehörde „African Centres for Disease Control and Prevention“ verzeichnet etwa 1,4 Millionen Fälle und rund 35.000 Tote. Den WHO-Angaben zufolge seien mehr als 90 Prozent der Corona-Fälle in Afrika bei Menschen unter 60 Jahren aufgetreten. 80 Prozent davon verliefen ohne Symptome. Zudem sei die Ansteckungsrate auf dem Kontinent in den vergangenen vier Wochen um knapp die Hälfte zurückgegangen.
(Quelle: ARD, 24.09.20)


Eishockey: Vier Spieler der Kölner Haie positiv

Bei den Kölner Haien sind zwei Spieler des Profi-Kaders aus der Deutschen Eishockey Liga sowie zwei aus dem U20-Team positiv auf Corona getestet worden. Das gab der Verein bekannt. Bei allen vier Spielern seien keine Symptome festgestellt worden, alle befinden sich in Quarantäne.
Die Testung des weiteren Kaders ergab keine weiteren positiven Fälle. Der Verein steht im Austausch mit dem Gesundheitsamt Köln, um das weitere Vorgehen abzustimmen. (Quelle: WDR, 24.09.20)


Antikörpertest aus Sachsen darf verkauft werden

Dreieinhalb Wochen nach der Vorstellung eines in Leipzig entwickelten Tests auf Coronavirus-Antikörper hat das Landessozialministerium den Verkauf in Apotheken genehmigt.
Es sei eine Bewertung durch die sächsische Landesdirektion nötig gewesen, „damit für medizinische Laien ein sicherer Umgang mit dem Antikörpertest sichergestellt werden kann“, erklärte das Ministerium in Dresden die Verzögerung.
Der Test mit dem Namen „AProof“ ist eine Entwicklung des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Leipziger Pharmaunternehmen Adversis und war Ende August vorgestellt worden. Laut Adversis kostet der Test 49 Euro. (Quelle: MDR, 24.09.20)


Niederlande: Neuer Rekordanstieg

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in den Niederlanden erreichte am Donnerstag mit 2.544 einen Tagesrekord. Das zeigen die Daten der Gesundheitsbehörden.

Die Coronavirus-Infektionen im Land haben seit Mitte September fast täglich Rekordwerte erreicht. Das vorherige Hoch von 2.357 wurde am Mittwoch gemeldet, als die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle 100.000 überschritt. Die Gesundheitsbehörden meldeten 16 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19, wodurch die Zahl der Todesopfer auf 6.312 stieg. (Quelle: The Guardian, 24.09.20)


Bundeskabinett muss nicht in Quarantäne

Das Bundeskabinett muss sich derzeit nicht komplett in Corona-Quarantäne begeben. Das teilte ein Regierungssprecher auf Anfrage mit. Zuvor hatten Außenminister Heiko Maas und Wirtschaftsminister Peter Altmaier bekanntgegeben, dass sie in häuslicher Quarantäne seien, weil sie Kontakt mit infizierten Personen hatten. Dies hatte wegen der Kabinettssitzung die Frage aufgeworfen, ob nun auch andere Minister aus Sicherheitsgründen ihre öffentlichen Termine absagen müssten.
„Das Bundeskabinett tagt unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielen, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die sich später als Covid-positiv herausstellt, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich wird“, teilte der Regierungssprecher mit. (Quelle: Tagesschau, 24.ß9.20)


Polen: Höchstwert bei Neuinfektionen

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Behörden verzeichneten 1.136 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt lag mit 183 Fällen in Kleinpolen im Süden des Landes, aber auch die Region um Warschau (149) und Pommern im Westen (143) waren stark betroffen. Der bisherige Rekordwert wurde am Samstag erfasst, er betrug 1.002 Neuinfektionen.
Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es gebe keine großen lokalen Epidemieherde. „Es geht um kleine Ausbrüche, von denen es viele gibt. Das ist ein Effekt von mehr zwischenmenschlichen Kontakten.“ In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 82.809 Menschen infiziert. 2.369 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. (Quelle: ARD, 24.ß9.20)


Russland-Zahlen

In Russland haben neue Coronavirus-Fälle in Moskau den höchsten Stand seit Ende Juni erreicht, was Befürchtungen einer neuen Corona-Welle im viertgrößten Land der Welt aufkommen lässt.

Die Zunahme der Fälle in der russischen Hauptstadt war mehrere Monate lang mit rund 700 pro Tag relativ stabil geblieben, bis die Zahlen ab dem 15. September wieder zu steigen begannen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Am Donnerstag verzeichnete die Hauptstadt 1.050 neue Fälle, den höchsten Wert seit dem 23. Juni. Russland insgesamt bestätigte 6.595 neue Fälle und damit den höchsten Wert seit dem 12. Juli. (Quelle: The Guardian, 24.ß9.20)


Uni Osnabrück entwickelt Modell für Corona-Prognose

Informatiker der Universität Osnabrück haben ein Modell mitentwickelt, das eine Vorhersage des Corona-Infektionsgeschehens möglich machen soll. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Nach Angaben der Hochschule in Osnabrück ist dadurch eine Fünf-Tages-Prognose für jeden einzelnen Landkreis möglich. Für die Prognose werden Daten des Robert-Koch-Instituts von einem Supercomputer analysiert. Ein ähnliches Daten-Modell hatten die Forscher aus Niedersachsen bereits im vergangenen Jahr eingesetzt, um den Verlauf des Rotavirus und der Borreliose zu beschreiben. (Foto: Uni Osnabrück CC s. Archiv v. 17.02.20; Quelle NDR, 24.09.20)



Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 19.359 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 24. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 161 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern sind zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA mittlerweile 680 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA mittlerweile 16.600 der bislang gemeldeten Fälle; das sind etwa 85,7 Prozent aller Fälle. (Quelle: NDR, 24.09.20)


USA: Trump will strengere Richtlinien genehmigen „oder auch nicht“

US-Präsident Donald Trump erwägt, strengere Richtlinien der US-Gesundheitsbehörde FDA für die Notfall-Genehmigung eines Corona-Impfstoffes nicht zu genehmigen. „Wir schauen uns das an und das Weiße Haus muss dem zustimmen. Wir können es genehmigen oder auch nicht“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz.
Die „Washington Post“ hatte zuvor berichtet, die FDA wolle Leitlinien zur Stärkung der Transparenz und des öffentlichen Vertrauens veröffentlichen. Gesundheitsexperten hatten sich besorgt gezeigt, dass die US-Regierung in das Genehmigungsverfahren für einen Impfstoff eingreifen könnte, um dieses zu beschleunigen.
Trump hatte wiederholt gesagt, dass ein Impfstoff noch vor den Präsidentschaftswahlen am 3. November zur Verfügung stehen könnte. Er sehe keinen Grund, warum ein Impfstoff verzögert werden müsse, und sagte, ein solcher Vorschlag der FDA sei politisch motiviert. Er habe „enormes Vertrauen“ in die Impfstoffhersteller. Allerdings dürften nur wenige Unternehmen ihre Studienergebnisse bereits vor der Wahl vorliegen haben. Bislang haben nur die deutsche Biotechfirma BioNTech und ihr Partner Pfizer angekündigt, schon im Oktober einen Zulassungsantrag bei positiven Daten zu planen. (Quelle: ARD, 24.09.20)


2. Welle: Osnabrück reaktiviert Krisenstab

Die Stadt Osnabrück hat wieder einen Corona-Krisenstab. Wie ein Stadtsprecher mitteilte, habe man sich am Mittwoch in kleiner Runde zu einer vorbereitenden Sitzung getroffen. Das erste Zusammentreffen des Führungsstabs sei für Freitagmorgen geplant. Er soll dann montags bis freitags täglich in kleiner Runde tagen, zweimal pro Woche würden weitere Teilnehmer per Videokonferenz zugeschaltet, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Ob das Fußball-Bundesligaspiel des VfL Osnabrück gegen Hannover 96 am Freitag (18.30 Uhr) mit Zuschauern stattfinden kann, soll am Donnerstagvormittag entschieden werden. Derzeit ist die Stadt von einem erhöhten Infektionsaufkommen betroffen. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei einem Wert von 31 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern – der zweithöchste Wert in Niedersachsen nach dem Landkreis Cloppenburg.

Der Sprecher erklärte auch, dass die Stadt neben den Infektionswerten zuletzt einen erhöhten Informationsbedarf in der Bevölkerung festgestellt habe. (Quelle: NDR, 24.09.20)



📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 24.09.2020, 09.00 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland haben sich in den letzten 24 Stunden wie folgt verändert: Wiederum kamen sieben Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der als genesen Geltenden stieg nur um zwei. Aktuell sind in der Summe daher 57 (+5) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 705, umgerechnet auf 100.000 sind dies 216,9. Ihnen stehen 623 Genesene (+2) gegenüber. Weiterhin gibt es keine weiteren CoViD-19-Toten. Aktuell befindet sich nach offiziellen Angaben die Rekordzahl von 670 Emsländer*innen (-30) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es einen weiteren, akut Infizierte, deren Gesamtzahl jetzt 124 beträgt und weiterhin 100 (+/-0) als genesen Geltende führen zu aktuell 20 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 16 14 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 22 0 0
Samtgemeinde Freren 54 45 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 62 58 1 3
Stadt Haselünne 43 41 0 2
Samtgemeinde Herzlake 14 11 0 3
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 22 18 1 3
Stadt Lingen (Ems) 124 100 4 20 (+1)
Stadt Meppen 95 89 4 2
Samtgemeinde Nordhümmling 15 12 0 3
Stadt Papenburg 59 52 2 5
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 36 28 0 8
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 26 24 2 0
Samtgemeinde Werlte 48 41 0 7
Gesamt* 705 (+7) 623 (+2) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 57 (+5)

Fußballstreit wegen Länderspiel in Risikogebiet

Zwischen Bundestrainer Joachim Löw und den Clubs seiner Nationalspieler droht ein Konflikt um die Abstellung für die Länderspiele im Oktober. Die DFB-Auswahl soll am 10. Oktober in der Nations League in der Ukraine spielen, die als Risikogebiet gilt. „Wir arbeiten an Lösungen, behalten uns aber vor, die Spieler nicht abzustellen, sofern es keine Regel gibt, die es ermöglicht, sie anschließend sofort wieder einzusetzen“, zitierte der „Kicker“ am Donnerstag Sebastian Kehl, den Lizenzspieler-Chef von Borussia Dortmund.
Der Weltverband FIFA hatte es den Vereinen zuletzt selbst überlassen, ob sie ihre Profis für Partien in Risikogebieten abstellen. Wenn diese Lösung auch für Oktober gilt, müssten die Clubs ihre deutschen Nationalspieler nicht für das Ukraine-Spiel freigeben. DFB-Direktor Oliver Bierhoff verwies auf das Hygienekonzept der Nationalmannschaft. Die Reise in die Ukraine werde nur 36 Stunden dauern. „Wir werden uns vor Ort weiter im geschützten Kreis bewegen“, versicherte Bierhoff. (Quelle: Tagesschau, 24.09.20)


Information am Morgen

  • Indonesien meldete am Mittwoch 4.465 neue Coronavirus-Fälle, den größten täglichen Anstieg des Landes, und erhöhte die Gesamtzahl der Infektionen auf 257.388. 140 weitere Menschen starben an CoViD-19, was die Gesamtzahl der Todesfälle auf 9.977 erhöhte – die größte Zahl der Todesopfer in Südostasien.
  • Inzwischen hat in Indien die Zahl der Todesopfer die Marke von 90.000 überschritten. Es gibt 5,6 Millionen Fälle im Land, die zweithöchste Zahl weltweit nach den USA.
  • Frankreich verschärft die Schutzmaßnahmen. Der französische Gesundheitsminister veröffentlichte eine Karte der „Corona-Gefahrenzonen“ im ganzen Land. Die Bars und Restaurants sind ab Samstag in Marseille geschlossen.
  • Bei einem größeren CoViD-19-Ausbruch an der Glasgow University sind 600 Personen in Selbstisolation. Der „signifikanter“ Ausbruch hat seit Beginn der Erstsemesterwoche zu 124 neuen Fällen geführt, und 600 Studenten, die sich auf dem gesamten Campus selbst isolierten, wurden gewarnt, dass Studenten, die gegen die Regeln verstoßen, disziplinarischen Maßnahmen ausgesetzt sind.
    (Quelle: The Guardian, 24.09.20)

Deutschland-Zahlen – 19 weitere Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2143 neue Fälle, in denen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Damit liegt die Gesamtzahl nun bei 278.070. 19 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Die vom RKI errechnete Zahl der Todesfälle steigt damit auf 9.428. (Quelle: RKI, 24.09.20)


Maskengegner: Positiver Coronatest bei Missouris Gouverneur

Der Gouverneur des US-Staats Missouri, Mike Parson, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte das Büro des erklärten Gegners einer Maskenpflicht für Bürger mit. Demnach war zuvor bei Parsons Frau Teresa das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Bei ihr seien nur milde Symptome aufgetreten, etwa Husten und eine verstopfte Nase, ergänzte eine Sprecherin. Ein erster Schnelltest bei Gouverneur Parson verlief positiv, er wartet nun noch auf die Ergebnisse eines Abstrichs. Ihm und seiner Ehefrau gehe es gut, erklärte Parson in einem auf seiner Facebook-Seite geposteten Video. „Keine Symptome irgendeiner Art.“ Doch müssten sie sich nun in Quarantäne begeben, ergänzte der Republikaner. (Quelle: Tagesschau, 24.09.20)


Schweiz 2500 Studierende an größter Hotelfachschule in Quarantäne

Quarantäne für 2500 Studierende an der größten Schweizer Hotelfachschule Lausanne (EHL). Der gesamte Bachelor-Studiengang, etwa drei Viertel der Hochschule, ist von der Quarantäne betroffen, die erst eimal bis zum 28. September gilt, wie die Behörden des betroffenen Scheizer Kantons Waadt am Mittwochabend mitteilten. Offenbar sind die Infektionsherde auf eines oder mehrere Feste und Partys noch vor der Verschärfung der kantonalen Maßnahmen vom 15. September gegen die Ausbreitung des Coronavirus zurückgehen, präzisierte die Waadtländer Regierung in Lausanne.
Nach Angaben von Kantonsarzt Karim Boubaker wurde bei elf Studierenden eine Ansteckung mit dem Coronavirus festgestellt. Die Quarantäne sei am vergangenen Samstag verfügt worden. Man werde die Ansteckungsfälle rigoros verfolgen, sagte Boubaker gegenüber einer Nachrichtenagentur..
In der Schweiz standen nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Mittwoch 3.610 Personen in Isolation, und 7.351 Menschen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 13.115 Reisende aus Risikoländern in Quarantäne. Am Mittwoch wurde 437 Neuinfektionen gemeldet; die Zahlen steigen seit Wochen. (Quelle: BZ, 24.09.20)


Fällt der Herbsturlaub in Dänemark in diesem Jahr für viele aus?

Die Bundesregierung hat gestern auch die Region Hovedstaden um Kopenhagen und Kopenhagen selbst zum Corona-Risikogebiet erklärt. Denn auch in der Hauptstadtregion steigt die Zahl der Corona-Infektionen pro Tag rapide und liegt schon jetzt höher als im Frühjahr. Inzwischen übersteigt sie auch landesweit die in Deutschland geltende Warnschwelle von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche.

Das bedeutet auch, dass das Auswärtige Amt die Region in Dänemark als Risikogebiet einstuft und vor Reisen dorthin warnt. Die Folge ist, dass sich sämtliche Reiserückkehrer testen lassen müssen. Außerdem müssen sie bis zu einem negativen Testergebnis in Quarantäne bleiben. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) appellierte am Mittwoch eindringlich an die Menschen im nördlichsten Bundesland, auf den Herbsturlaub im Ausland zu verzichten.

In Dänemark gibt es regionale Corona-Schwerpunkte – allen voran ist das der Raum Kopenhagen, der nun zum Risikogebiet erklärt wurde. Außerdem zählen Aarhus, Aalborg und die Kommunen Esbjerg, Varde und Ringköbing – mit den großen Ferienhausgebieten an der Nordsee – zu den Gebieten, die derzeit über der Schwelle liegen. Mit Blick auf die dazugehörige Region, also zum Beispiel Süddänemark, wird der Wert allerdings nicht erreicht.

Kritische Verläufe sind in Dänemark zurzeit eher selten. Im ganzen Land gibt es trotz steigender Zahlen aktuell nur 15 Intensidrvpatienten und etwa einen Todesfall mit Corona pro Tag. Im Frühjahr sah das deutlich kritischer aus. Eine mögliche Begründung dafür: In Dänemark wird derzeit so viel getestet wie nie zuvor. (Quelle: NDR, 24.09.20)


Überblick zur Nacht

  • In Großbritannien wurden 6.178 neue Coronavirus-Fälle registriert, was nahezu dem höchsten jemals verzeichneten Tageswert entspricht (6.201 am 1. Mai). Es finden jedoch täglich mehr als doppelt so viele Tests statt wie damals. Obwohl die Fallzahlen jetzt ähnlich sind, bedeutet dies nach Angaben Offizieller nicht, dass die Ausbreitung des Virus gleich ist, da im Frühjahr mehr positive Fälle übersehen wurden.
  • Belgien will die Beschränkungen für Coronaviren trotz eines starken Anstiegs der Fälle lockern. Premierministerin Sophie Wilmes sagte, dass ab dem 1. Oktober Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, nur noch sieben Tage unter Quarantäne gestellt werden müssten und Gesichtsmasken nicht mehr überall im Freien vorgeschrieben seien. Das11 Millionen-Land verzeichnete in der vergangenen Woche durchschnittlich 1.374 Neuerkrankungen pro Tag. Anfang Juli waren es nur etwa 80 pro Tag.
  • Bestätigte tägliche Coronavirus-Fälle in den Niederlanden erreichten mit 2.357 in den letzten 24 Stunden bestätigten ein Rekordhoch, womit sich die niederländische Zahl seit Februar auf 100.597 erhöhte.
  • Die Organisatoren der verschobenen Olympischen Spiele in Tokio benötigenCovid-19-Tests für einreisende nicht japanische Athleten und andere Teilnehme/innen. Dies geht aus einem von den Organisatoren vorgeschlagenen Hygienekonzept hervor. Olympische Athleten aus Japan und dort lebende Teilnehmer/innen werden gemäß den noch abschließend zu beratenden Maßnahmenpakete denselben Maßnahmen unterliegen.
  • Singapur wird einen neuen Reisepass für leitende Angestellte im Stadtstaat erproben, die regelmäßig geschäftlich reisen müssen, teilten die Behörden mit, die zugleich einige Einschränkungen im Zusammenhang mit Coronaviren lockerten. Die Anzahl dieser Pässe wird zunächst begrenzt sein, und Reisende müssen sich an ihre erklärte Reiseroute halten, sagte die Regierung. Bei der Rückkehr müssen sich die Passinhaber selbst isolieren, während sie auf die Ergebnisse eines Tupfertests warten, anstatt sich zu Hause oder in einem Hotel der obligatorischen 14-tägigen Quarantäne zu unterziehen. (Quelle: The Guardian, 24.09.20)

CoViD-19: EU-Vizepräsident erkrankt

Mit EU-Kommissionsmitglied Valdis Dombrovskis hat sich ein weiterer europäischer Spitzenpolitiker wegen einer Covid-19-Infektion in seinem Umfeld in häusliche Quarantäne begeben. Der unter anderem für die EU-Handelspolitik zuständige Vizepräsident der Brüsseler Behörde teilte mit, dass eine seiner Kontaktpersonen positiv getestet worden sei. Er selbst habe allerdings keine Symptome und fühle sich gut. Während des Treffens Anfang der Woche seien auch die Abstandsregeln beachtet worden, teilte der aus Lettland stammende Politiker mit.
Erst am Dienstag war ein eigentlich für diesen Donnerstag und Freitag geplanter EU-Sondergipfel abgesagt worden, weil sich EU-Ratschef Charles Michel wegen der Covid-19-Infektion eines Sicherheitsbeamten in Quarantäne begeben musste. (Quelle: ARD, 23.09.20)


Auswärtiges Amt: Reisewarnung für Regionen in elf EU-Ländern

Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung Regionen in elf Ländern der EU zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Das geht aus der Liste des Robert-Koch-Instituts hervor. DasAuswärtige Amt hat Reisewarnungen herausgegeben.
Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten wieder ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Neu hinzugekommen sind Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien. Zudem wurden weitere Regionen in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn als Risikogebiete ausgewiesen.
Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen. Mit der Reisewarnung können Reisende, Buchungen kostenlos stornieren. (Quelle: Tagesschau, 23.09.20)


Frankreich: Viele Bars und Restaurants müssen schließen

Frankreich schließt im Kampf gegen das Coronavirus Bars und Restaurants in weiten Teilen des Landes. Für die südfranzösische Hafenmetropole und das Überseegebiet Guadeloupe sei die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen worden, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran. Dort müssten ab Samstag alle Bars und Restaurants komplett schließen.
In der Hauptstadt Paris und weiteren Großstädten wie Lille oder Rennes müssten Bars ab Montag um 22.00 Uhr schließen. Dort gelte nun eine „hohe Alarmstufe“, es gebe daher eine Obergrenze von zehn Personen bei Treffen in der Öffentlichkeit, erklärte Véran.
Im stark betroffenen Marseille würden zudem alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen geschlossen, sofern sie kein „strenges Gesundheitsprotokoll“ eingeführt hätten, sagte Véran. Theater und Kinos seien davon nicht betroffen. Ziel sei es, dass die Bars und Restaurants in der Hafenstadt nicht länger als zwei Wochen geschlossen sein müssten.

Frankreich verzeichnet auch heute mehr als 13.000 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 13.072 Corona-Fälle nach 10.008 am Vortag hinzu, teilt das Gesundheitsministerium mit. In den letzten sechs Tagen überschritt die Zahl bereits drei Mal die Marke von 13.000. Insgesamt haben sich 481.141 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 43 auf 31.459.(Quelle: ARD, 23.09.20)


Disney verschiebt „Black Widow“ und Spielbergs „West Side Story“

Wegen der Corona-Pandemie muss Walt Disney den Kinostart mehrerer potenzieller Blockbuster weiter nach hinten schieben. Das Filmstudio gab neue Erscheinungstermine für zehn seiner Filme bekannt. „Black Widow“, der nächste Film aus dem Marvel-Universum mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle soll demnach am 7. Mai 2021 erscheinen und nicht am 6. November wie zuletzt geplant.
Die Adaption des Musicals „West Side Story“ von Starregisseur Steven Spielberg wurde um ein ganzes Jahr auf Dezember 2021 verschoben. Auch „Deep Water“ mit Ben Affleck und Ana de Armas soll statt im November erst im August 2021 erscheinen. Für Disney, das unter anderem mit den Marvel- und Star-Wars-Filmen in den vergangenen Jahren gewaltige Kassenerfolge gefeiert hatte, ist das Corona-Jahr ebenso ein Desaster wie für andere Filmstudios und die Kinoketten. 30 Prozent der Kinos in den USA sind nach wie vor geschlossen. (Quelle: Tagesschau, 23.09.20)


UN-Organisationen warnen vor Corona-Falschmeldeungen

Mehrere UN-Organisationen haben vor fatalen Auswirkungen durch Falschmeldungen in der Corona-Pandemie gewarnt. „Fehlinformationen kosten Leben. Ohne das entsprechende Vertrauen und die richtigen Informationen bleiben diagnostische Tests ungenutzt, Impfkampagnen (oder Kampagnen zur Förderung wirksamer Impfstoffe) werden ihre Ziele nicht erreichen und das Virus wird weiterhin gedeihen“, teilten die Vereinten Nationen und ihr angeschlossene Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO sowie das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bündnis mit.

Zudem erhöhten gefälschte Inhalte unter anderem in den Sozialen Medien das Risiko von Konflikten, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen, so dass auch die Förderung demokratischer Strukturen unter ihnen leide. „Wir fordern die (UN)-Mitgliedstaaten auf, Aktionspläne zur Bekämpfung der Infodemie zu entwickeln und umzusetzen, indem sie die rechtzeitige Verbreitung genauer Informationen auf wissenschaftlicher Grundlage an alle Gemeinschaften und insbesondere an Risikogruppen fördern.“

Auch Medien und Internetplattformen seien zum Handeln aufgerufen. (Quelle: Tagesschau, 23.09.20)


Tschechien mit neuen Einschränkungen

Im Kampf gegen steigende Corona-Infektionszahlen führt Tschechien in Kneipen und Gaststätten eine Sperrstunde um 22 Uhr ein. „Unter dem Einfluss des Alkohols kommt es zu viel häufigeren Kontakten und zur Missachtung elementarer Regeln“, sagte der neue Gesundheitsminister Roman Prymula am Mittwoch. Die Maßnahme ist zunächst auf zwei Wochen begrenzt.

Branchenverbände befürchten einen Umsatzrückgang von bis zu 30 Prozent. In Tschechien gibt es eine ausgeprägte Kneipenkultur. Mit mehr als 140 Litern im Jahr pro Kopf zählen die Tschechen zu den Weltmeistern im Bierkonsum.

Einschränkungen gibt es auch bei sportlichen und kulturellen Großveranstaltungen. Im Freien werden sie auf 2.000 Sitzplätze begrenzt, in Innenräumen auf maximal 1.000. (Quelle: TSP, 23.09.20)



Österreich verabschiedet Coronagesetz

Österreichs Parlament hat einer neuen gesetzlichen Grundlage für Corona-Maßnahmen wie etwa Ausgangssperren zugestimmt. Die Regierungskoalition aus konservativer ÖVP und Grünen sowie die oppositionellen Sozialdemokraten stimmten bei der ersten regulären Sitzung des Nationalrats nach der Sommerpause für das Gesetz.

Das österreichische Verfassungsgericht hatte im Juli festgestellt, dass etwa Verbote für das Betreten öffentlicher Orte im Frühjahr nicht von dem Gesetz gedeckt gewesen waren. Nach dem neuen Gesetz kann ein sogenannter Lockdown nur noch mit Einverständnis von Parlamentariern für höchstens zehn Tage verhängt werden. Er müsste dann gegebenenfalls verlängert werden.

Klar geregelt ist neben Betretungsverboten nun auch, dass etwaige Ausgangssperren unter anderem Ausnahmen wie berufliche Zwecke und den Aufenthalt im Freien zur „körperlichen und psychischen Erholung“ enthalten. Außerdem hat die Anfang des Monats von der Regierung eingeführte Corona-Ampel, die regional unterschiedliche Maßnahmen auslösen soll, jetzt eine rechtliche Basis. (Quelle: DIE ZEIT, 23.09.20)


Großbritannien mitten in der 2. Welle

In Großbritannien wurden am Mittwoch 6.178 neue Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages registriert. Das ist der höchte Stand an Neuinfektionen seit Anfang Mai. Die Zahl hätte bisher lediglich an zwei Tagen seit Beginn der Pandemie höher gelegen, teilte die zuständige Regierungsbehörde mit.

Das Testsystem in Großbritannien geriet in den vergangenen Wochen an seine Grenzen. In vielen Testzentren waren kaum noch Tests verfügbar. Die Bürgerinnen und Bürger mussten teilweise mehrere Hundert Kilometer fahren, um sich testen lassen zu können.

Ab Morgen (Do) gelten wegen der steigenden Zahlen auch wieder schärfere Sicherheitsmaßnahmen. In England müssen Pubs und Restaurants ab 22 Uhr schließen. Die Maskenpflicht wird auf Taxis und weitere Geschäfte ausgeweitet. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen wurden von der Regierung dazu aufgefordert, wenn möglich, wieder von Zuhause aus zu arbeiten.

In Schottland und Nordirland dürfen sich künftig bis auf wenige Ausnahmen keine Menschen aus verschiedenen Haushalte mehr treffen. (Quelle: ZEIT, 23.09.20)


Madrid weitet Ausgangsbeschränkungen aus

Wegen der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat die Regionalregierung von Madrid eine Ausweitung der kürzlich verhängten Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Am Freitag würden weitere Bezirke unter Restriktionen gestellt, sagte am Mittwoch der stellvertretende Leiter der Gesundheitsbehörde, António Zapatero. Der Vize-Präsident der Hauptstadt-Region, Ignacio Aguado, kündigte an, seine Regierung werde „logistische Unterstützung“ durch die Armee anfordern. (Quelle TSP, 23.09.20)


Ryanair streicht Umbuchungsgebühr für weitere Monate

Reisende können neu gebuchte Ryanair-Flüge im Oktober und November kostenfrei umbuchen. Kunden mit Reisen in diesen beiden Monaten können ihre Flüge ohne Gebühr auf ein anderes Datum bis 21. März 2021 umbuchen, wie Ryanair mitteilt.

Das Angebot gilt nach Angaben der Fluggesellschaft für Buchungen, die ab dem 10. Juni getätigt wurden, sowie für Neubuchungen. Änderungen müssten mindestens sieben Tage vor dem ursprünglichen Abflugdatum vorgenommen werden. Bislang galt bei Ryanair wegen der Corona-Pandemie eine Sonderregel bei Umbuchungen bis einschließlich September. (Quelle: TSP, 23.09.20)


Frist für Baukindergeld wegen Corona verlängert

Die Bundesregierung hat die Frist für das Baukindergeld um drei Monate verlängert. Sie gilt jetzt nicht mehr bis Ende dieses Jahres, sondern bis Ende März. Das bedeutet, dass die Leistung beantragen kann, wer bis zum 31. März 2021 eine Baugenehmigung erhält oder eine Immobilie kauft. Hintergrund ist die Corona-Pandemie, durch die sich die Erteilung von Baugenehmigungen und die Unterzeichnung von Kaufverträgen teilweise verzögert hat. Der Antrag auf Förderung kann noch bis Ende 2023 abgegeben werden. Diese Frist bleibt unverändert. (Foto; CC s. Archiv 17.04.2012; Quelle: Tagesspiegel, 23.09.20)



IOC: Testpflicht für Olympia-Teilnehmer

Alle Sportler bei den auf das nächste Jahr verschobenen Olympischen Sommerspielen in Tokio müssen den Plänen der Organisatoren zufolge vor einer Teilnahme einen Corona-Test vorweisen. Dies gelte für alle ausländischen Athleten bei Ankunft und Abreise, und auch bei allen einheimischen und in Japan lebenden Sportlern, heißt es in dem Regelentwurf, den das Internationale Olympische Komitee und das Japanische Olympische Komitee vorlegten. Zudem soll die Bewegungsfreiheit der Sportler auf die Wohnorte und Sportstätten beschränkt werden. (Quelle: TSP, 23.09.20)


Zuschauer in Fußballstadien – Update

Bayer Leverkusen hofft für das Heimspiel am Samstag gegen RB Leipzig auf 6000 Zuschauern im Stadion. Darauf haben sich der Fußball-Bundesligist und die Stadt Leverkusen geeinigt – aber noch steht es unter Vorbehalt. Sollte der kritische Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Freitagvormittag überschritten sein, werde „das Spiel vor leeren Rängen ausgetragen werden müssen“, teilte der Club mit.
Beim VfL Wolfsburg sind dagegen vorerst keine Zuschauer erlaubt. Der Verein bedauert das erneute Fehlen seiner Fans beim zweiten Spiel der Europa-League-Qualifikation. Vor dem Heimspiel gegen den ukrainischen Club Desna Tschernihiw zeigte sich Trainer Oliver Glasner enttäuscht, dass sein Team nur wenige Tage nach der Rückkehr der Fans in die Stadien diesmal schon wieder ohne Zuschauer spielen muss. (Quelle: ARD, 23.09.20)


Spanien: Hotelbuchungen brechen ein

Neue Reisebeschränkungen wegen steigender Corona-Infektionen treffen die spanische Tourismusbranche hart. Die Zahl der Hotel-Übernachtungen fiel im Ferienmonat August um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt mitteilte. In den ersten acht Monaten brachen die Hotelbuchungen insgesamt um 70 Prozent ein. Besonders britische Touristen mieden das beliebte Ferienland. Allein dadurch verlor Spanien rund 1,1 Millionen Besucher. Die Buchungen aus Deutschland gingen um 80 Prozent zurück. Die Balearen mit der beliebten Ferieninsel Mallorca verloren 86 Prozent ihrer Auslandsgäste. Der Tourismus macht etwa zwölf Prozent der spanischen Wirtschaftsleistung aus und steht für mehr als jeden achten Arbeitsplatz. (Quelle: Tagesschau, 23.09.20)


SAP und Telekom: Corona-Warn-App wird ausgebaut

Die deutsche Corona-Warn-App wird um neue Funktionen ergänzt und kann künftig auch in zehn weiteren europäischen Ländern eingesetzt werden. Das kündigten die Hersteller SAP und Deutsche Telekom an. Die App werde künftig auch Krankheitssymptome abfragen, sagte SAP-Technikchef Jürgen Müller. Die Eingabe sei freiwillig. „Diese Daten werden auch nicht geteilt, sondern nur lokal auf dem Smartphone abgespeichert.“ Die Angabe der Symptome helfe bei der Einschätzung, wie kritisch eine Risikobegegnung gewesen sei. Telekom-Chef Tim Höttges kündigte eine europäische Erweiterung der App an. „Wir werden in der kommenden Woche die App übergeben, die dann bis zum Oktober in Europa ausgerollt wird.“ Zusätzlich zu Deutschland seien in der ersten Phase dann zehn weitere Länder dabei: Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Irland, Italien, Litauen, Niederlande, Polen und Spanien. In diesen Ländern kommuniziere die App des Bundes auch mit den jeweiligen nationalen Corona-Warn-Apps. Kanzleramtsminister Helge Braun stellte auch in Aussicht, dass die Schweiz in den Verbund aufgenommen werde. (Quelle: Tagesschau, 23.09.20)


Kanzleramtschef: Kein Anlass für weitere Corona-Lockerungen

Kanzleramtschef Helge Braun sieht momentan keine Möglichkeiten für weitere Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen. Mit Blick auf die nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder kommenden Dienstag, betonte Braun, man habe bereits bei den vergangenen Gesprächen mit den Ministerpräsidenten gesagt, dass momentan kein Anlass dafür gegeben sei, über weitere Lockerungen nachzudenken.
Braun sprach von einer zunehmenden Tendenz bei den Corona-Zahlen und verwies auf eine abnehmende Zahl von Landkreisen ohne Fälle sowie eine steigende Zahl sogenannter Hotspots. „Wir müssen eben sehr darauf dringen, dass wir überall, wo Hotspots entstehen, wo ein diffuses Infektionsgeschehen ist, auch über klare Beschränkungen sprechen, damit sich das Geschehen insgesamt in Deutschland weiter gut eindämmen lässt.“
(Quelle: ARD, 23.09.20)


Corona-Zahlen in Hamm steigen weiter – bundesweit höchster Wert

Im westfälischen Hamm mit den bundesweit höchsten Corona-Neuinfektionszahlen klettert der Wert weiter. Heute wurden 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Am Dienstag hatte die 182.000-Einwohner-Stadt bei der zentralen sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz noch 87,1 genannt. Laut Robert Koch-Institut lag Hamm heute deutschlandweit mit einem gestiegenen Wert von 80,4 an der Spitze. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande.
Seit heute dürfen sich zum Schutz gegen die Pandemie im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Schüler und Lehrer in weiterführenden Schulen müssen auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gesichert ist. Die gestern beschlossenen Auflagen gelten zunächst für zwei Wochen. (Quelle: WDR, 23.09.20)


Umfrage: Mehrheit für Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland könnte sich einer Umfrage zufolge eine Maskenpflicht auch außerhalb von Geschäften und Gebäuden vorstellen. 61 Prozent gaben in einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov an, das verpflichtende Tragen einer Maske auch etwa auf öffentlichen Plätzen und in Innenstädten als „angemessen“ oder „eher angemessen“ zu empfinden.

30 Prozent der Befragten fänden das unangemessen, 8 Prozent machten keine Angabe. Ältere Menschen sprachen sich häufiger für eine solche Beschränkung aus als jüngere. Angesichts steigender Infektionszahlen hatte Bayern zuletzt die Maskenpflicht verschärft: In besonders betroffenen Kommunen muss dort künftig auch auf stark besuchten öffentlichen Plätzen eine Maske getragen werden. (Quelle: TSP, 23.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 19.198 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 23. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 203 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern sind acht weitere Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA mittlerweile 678 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA mittlerweile 16.424 der bislang gemeldeten Fälle (etwa 85,9 Prozent aller Fälle). (Quelle: NDR. 23.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 23.09.2020, 09.00 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland haben sich in den letzten 24 Stunden wie folgt verändert: Sieben Neuinfektionen kam hinzu. Die Zahl der als genesen Geltenden stieg um sechs Personen. Aktuell sind in der Summe 52 (+ 1) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 698, umgerechnet auf 100.000 sind dies 214,8. Ihnen stehen 621 Genesene (+6) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befindet sich nach offiziellen Angaben die Rekordzahl von 700 Emsländer*innen (-300) in häuslicher Quarantäne.

Die Zahlen für Lingen (Ems) entwickeln sich nicht gut: Zwei neu Infizierte führen zur Gesamtzahl von 123 Infektionen seit Beginn der Pandemie und 100 (+2) als genesen Geltende führen zu aktuell 19 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 16 14 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 22 0 0
Samtgemeinde Freren 54 45 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 62 58 1 3
Stadt Haselünne 43 41 0 2
Samtgemeinde Herzlake 14 11 0 3
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 22 18 1 3
Stadt Lingen (Ems) 123 100 4 19
Stadt Meppen 95 89 4 2
Samtgemeinde Nordhümmling 15 12 0 3
Stadt Papenburg 58 51 2 5
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 34 28 0 6
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 26 23 2 1
Samtgemeinde Werlte 45 41 0 4
Gesamt* 698 (+7) 621 (+6) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 52 (+1)

Deutschland-Zahlen

Das Robert Koch-Institut hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Morgen mit 275.927 angegeben – ein Plus von 1769 seit dem Vortag. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 9409 Todesfälle und damit 13 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 245.400. (Quelle: RKI, 23.09.20)



Virologin Eckerle erwartet auch für Deutschland eine neue Corona-Welle.

Die international anerkannte Virologin Isabella Eckerle erwartet auch für Deutschland eine neue Corona-Welle mit einer deutlichen Zunahme schwerer Fälle und wieder mehr Toten. „Wir haben wirklich einen anstrengenden Winter vor uns, wo man nochmal viel nachjustieren muss“, sagte die Leiterin des Zentrums für neu auftretende Viruserkrankungen an der Universität Genf dem Tagesspiegel.

Eckerle warnt immer wieder, das Infektionsrisiko durch Kinder zu unterschätzen. „Das Virus hat sich nicht verändert. Die allermeisten von uns hatten es noch nicht und sind nicht immun“, wies sie den Eindruck zurück, nur weil es aktuell weniger akute Fälle gebe, sei das Virus weniger gefährlich. Die Muster im benachbarten Ausland würden sich mit Verzögerung auch in Deutschland zeigen.

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis in den Krankenhäusern die Zahlen ansteigen“, sagte Eckerle. „Ich habe das zuerst in Florida verfolgt. Wie bei uns auch, ist das Virus dort im Sommer vor allem bei jungen Leuten zirkuliert, aber die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern und der Todesfälle blieb niedrig. Es hat dann aber nachgezogen.“

Von den Jungen sei das Virus weitergewandert in die höheren Altersgruppen. „Die stecken sich an, landen nach wenigen Wochen im Krankenhaus und wieder ein paar Wochen später sterben sie.“ Das gleiche sehe man nun in Spanien, Israel und Frankreich.

Die große Hoffnung, um Infektionsketten schneller zu durchbrechen, seien neue Corona-Schnelltests, die in wenigen Wochen bereit stehen könnten. „Es gibt jetzt Kandidaten, die die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllen könnten. Sie scheinen empfindlich genug zu sein, um Personen mit hoher Viruslast rauszufischen.“

Die Virologin nannte den aktuellen Test mit Zuschauern in Fußball-Stadien in Deutschland akzeptabel. „Wenn es demnächst Schnelltests gibt, können die zusätzlich helfen, das Risiko zu begrenzen“, betonte Eckerle. „Wenn es sie in ausreichender Zahl gibt, könnten sie auch bei Großveranstaltungen Risiken minimieren.“ Sie rechne damit, dass man diese Tests im Winter bereits anwenden könne.
(Quelle: TSP, 22.09.20)


Zahl der Asylbewerber sinkt drastisch

Die Corona-Krise hat zu einem deutlichen Rückgang der Asylbewerberzahlen in der EU geführt. Im zweiten Quartal 2020 sei die Zahl der Erstanträge auf internationalen Schutz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 68 Prozent auf rund 46.500 gefallen, teilte die EU-Statistikagentur Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Dieser starke Rückgang sei auf die Notfallmaßnahmen zurückzuführen, die die EU-Staaten seit Anfang März wegen der Coronavirus-Pandemie ergriffen hätten. Insgesamt habe es innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 196.600 Erstanträge auf Asyl gegeben. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe berichtet.

Die meisten Anträge – fast ein Drittel (14.200) – wurden zwischen April und Juni in Deutschland gestellt. Im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße liegt das kleine EU-Land Zypern jedoch mit 880 Anträgen auf dem ersten Platz. Die meisten Anträge EU-weit stellten Syrer (7.700). (Quelle: TSP, 22.09.20)



Osnabrück: Heinz-Fitschen-Haus bleibt geschlossen

Das Jugend- und Familienzentrum Heinz-Fitschen-Haus in Osnabrück-Schinkel ist wegen mehrerer Corona-Verdachtsfälle bis auf Weiteres geschlossen. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Vier Beschäftigte des Sozialen Dienstes, der in dem Gebäude untergebracht ist, zeigen nach Angaben der Stadt Symptome. Erst wenn negative Testergebnisse vorliegen, werde das Heinz-Fitschen-Haus wieder öffnen, heißt es. (Quelle: NDR, 22.09.20)


Frankreich: Mitten in der zweiten Welle

Frankreich verzeichnet erneut mehr als 10.000 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 10.008 Corona-Fälle nach lediglich 5298 am Vortag hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In zwölf Tagen überschritt die Zahl der Neuinfektionen sechs Mal die Marke von 10.000. Insgesamt haben sich 468.069 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf 31.416. (Quelle: ARD, 22.09.20)


Niedersachsen: Weihnachtsmärkte sollen stattfinden

Glühwein und gebrannte Mandeln auch in Zeiten von Corona? In Niedersachsen können die Weihnachtsmärkte 2020 geplant werden. Bei einem Gipfel einigten sich Vertreter von Wirtschafts- und Sozialministerium, Kommunen und Schaustellern am Dienstag auf grünes Licht für Veranstaltungen vor Weihnachten unter freiem Himmel – allerdings unter Corona-Bedingungen.

„Ich freue mich, dass es einen Konsens mit allen Beteiligten gibt und Weihnachtsmärkte – wenn auch unter anderen Bedingungen als sonst – möglich sein werden. Klar ist, dass der Infektionsschutz oberste Priorität hat, damit alle gesund durch die Vorweihnachtszeit kommen“, sagte Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Hygienekonzepte und Abstandsregelungen müssten eingehalten werden. „Darüber hinaus müssen die Infektionszahlen in den nächsten Wochen stabil bleiben.“

Zuvor hatte sich schon Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) für die Weihnachtsmärkte stark gemacht. Unter Beachtung des Infektionsgeschehens sei die Durchführung derzeit „sinnvoll und verantwortbar“, sagte er am Dienstag. Sie hätten eine lange Tradition und für die Schausteller eine existenzielle Bedeutung. Zugänge werde man lenken müssen. „Sehr eng gedrängte Massen wird es nicht geben“, so Althusmann weiter. Die Kommunen sollen in eigener Verantwortung und in Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden entscheiden, wie die Vorgaben jeweils umgesetzt werden können. Der Alkoholkonsum soll spätestens ab 22.00 Uhr eingeschränkt werden.

Auch der Niedersächsische Städtetag hatte sich vor wenigen Tagen für die Ausrichtung von Weihnachtsmärkten ausgesprochen. (Quelle: NDR, 22.09.20)


UNO: Weltwirtschaft braucht „kühne, neue Staatsausgaben“

Die Erholung der Weltwirtschaft nach dem Corona-Schock braucht nach einem UN-Bericht kühne neue Staatsausgaben, vor allem in den Industrieländern. Nur so könne in aller Welt eine faire und widerstandsfähige Wirtschaft entstehen, heißt es in dem „Handels- und Entwicklungsbericht 2020“ der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad).
Das Mandat der Unctad innerhalb der UN-Familie ist es, den Handel unter Entwicklungsländern zu fördern. Die ärmeren Länder bräuchten aber erhebliche Unterstützung der reicheren Länder, darunter mehr Entwicklungshilfe und Schuldenerlass. Die Organisation fordert eine Art Marshallplan für Gesundheit, damit ärmere Länder die Notlage durch die Corona-Pandemie besser meistern können. (Quelle: Tagesschau, 22.09.20)


Cubas Präsident: Kapitalismus verschlimmert die Krise

Nach Ansicht des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel verschlimmert der Kapitalismus die Folgen der Corona-Pandemie. „Die multidimensionale Krise, die sie ausgelöst hat, zeigt deutlich den tiefgreifenden Fehler der entmenschlichenden Politik, die um jeden Preis von der Diktatur des Marktes auferlegt wird“, sagte er in einer Videoansprache bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen. Das Virus unterscheide zwar nicht zwischen Armen und Reichen, seine verheerenden wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen bekämen auf der ganzen Welt aber die am meisten gefährdeten Menschen am stärksten zu spüren.
Díaz-Canel betonte die Hilfe, die kubanische Mediziner-Teams in 39 Ländern und Gebieten im Kampf gegen die Pandemie leisteten. Das Gesundheitssystem des sozialistisch regierten Karibikstaates sei auf die Krise gut vorbereitet gewesen – trotz der wirtschaftlichen Blockaden der USA gegen Kuba, die immer aggressiver würden. Kuba hat bislang 5222 Infektionen mit dem Coronavirus und 117 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 offiziell registriert. Mit 59 Ärzten je 100.000 Einwohnern hat Kuba nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die höchste Dichte an Ärzten weltweit. Die medizinische Versorgung ist für die Bürger kostenlos. (Quelle: ARD, 22.09.20)


Überblick am Abend

  • Jordanien meldete die höchste tägliche Zahl seit Beginn der Pandemie im März. Als weitere 634 positive Fälle die Zahl auf 5.679 erhöhten, warnte das Gesundheitsministerium das Coronavirus, das sich schnell im ganzen Land ausbreitete, und forderte die Menschen auf, soziale Distanz zu wahren und Masken zu tragen, um andere zu schützen.
  • Die Zahl der Coronatoten in den USA hat die Zahl von 200.000 überschritten, die meistenauf dem Planeten. Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie im März mindestens 200.005 Amerikaner an CoViD-19 gestorben, was etwa ein Fünftel der weltweiten Zahl der Todesopfer ausmacht.
  • Großbritannien verzeichnete die höchste tägliche Fallzahl seit Anfang Mai.
  • Der EU-Rat wurde verschoben, nachdem Präsident Charles Michel in Quarantäne gegangen war, weil sein Leibwächter positiv getestet wurde. Der Test von Charles Michel fiel zwar negativ aus, er wird jedoch nach belgischen Regeln unter Quarantäne gestellt, und der Rat wird erst am 1. und 2. Oktober stattfinden.
  • Die Niederlande verzeichneten eine wöchentliche Rekordzahl an neu bestätigten Coronavirus-Infektionen. In der Woche bis zum 22. September waren es 13.471 Fälle, ein Anstieg von 60% gegenüber den 8.265 Fällen, die in der Woche zuvor gemeldet wurden.
  • Die wöchentliche Anzahl neu registrierter Coronavirus-Infektionen weltweit war letzte Woche auf dem höchsten Stand seit Begin der Pandemie, gab die WHO bekannt. Mit einem neuen Sieben-Tage-Hoch von knapp zwei Millionen neuen Fällen, die von der WHO registriert wurden, bedeutet die jüngste Bilanz einen Anstieg von 6% gegenüber der Vorwoche sowie „die höchste Anzahl gemeldeter Fälle in einer Woche seit Beginn von die Pandemie “, sagte die WHO. Fast eine Million Menschen sind seit dem ersten Auftreten in China Anfang des Jahres an dem Coronavirus gestorben.
  • Personen, die aus Paris und sieben anderen Gebieten Frankreichs nach Italien kommen, müssen sich nun obligatorischen Corona-Tests unterziehen. Die Regel folgt zunehmenden Infektionen in Frankreich. Sie betrifft Menschen, die aus der Île-de-France – der Region einschließlich Paris – der Provence-Alpes-Côte d’Azur, der Auvergne-Rhône-Alpes, Korsika, Hauts-de-France, Nouvelle-Aquitaine und Occitanie einreisen.
  • Der britische Premierminister Boris Johnson hat neue Beschränkungen für England bekannt gegeben, die voraussichtlich sechs Monate dauern werden, nachdem in den letzten Wochen in positiven Fällen ein Anstieg zu verzeichnen war. Zu den zahlreichen neuen Maßnahmen gehört die Aufforderung an die Öffentlichkeit, weiterhin von zu Hause aus zu arbeiten, eine Ausgangssperre um 22 Uhr für Gaststätten und die Begrenzung von Hochzeiten auf 15 Personen.
  • Der Iran meldete einen täglichen Rekordanstieg an Infektionen. Weitere 3.712 positive Fälle führten zur Gesamtzahl von 429.193. (Quelle: The Guardian, 22.09.20)


Macron lehnt Isolierung älterer Menschen ab

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie lehnt der französische Staatschef Emmanuel Macron eine Isolierung älterer Menschen ab. „Wir werden das Virus nicht besiegen, indem wir unsere Mitbürger isolieren“, sagte der Präsident bei einem kurzfristig angesetzten Besuch eines Altersheims in der zentralfranzösischen Loire-Region in der Nähe von Blois. Der 42-Jährige wies auf soziale und familiäre Bande hin, die für ältere Menschen wichtig seien. In Frankreich gibt es große Sorge, denn die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt seit Wochen an – die tägliche 10.000er-Marke wurde bereits überschritten. (Quelle: Tagesschau, 22.09.20)


Großbritannien verschärft Maßnahmen deutlich

Premierminister Boris Johnson hat unter Hinweis darauf, dass sich Großbritannien an einem „gefährlichen Wendepunkt“ befindet und die Menschen nicht selbstgefällig sein sollten, neue Coronavirus-Beschränkungen angekündigt.

  • Büroangestellte sollten von zu Hause aus arbeiten, aber wenn Menschen an ihren Arbeitsplatz müssen, sollten sie dies trotzdem tun
  • Ab Donnerstag müssen Pubs und Restaurants Tischservice anbieten, außer zum Mitnehmen, und müssen ab 22 Uhr schließen
  • Masken werden für Personal im Einzelhandel und in Innenräumen sowie für Passagiere in Taxis obligatorisch
  • Gaststätten sind gesetzlich verpflichtet, die Sechserregel und die Abstandsregeln durchzusetzen
  • Covid-sichere Arbeitsplätze werden zur gesetzlichen Verpflichtung
  • Hochzeiten sind ab Montag auf 15 Personen (bislang 30) begrenzt
  • Indoor-Mannschaftssportarten werden verboten und ab dem 1. Oktober werden auch die Pläne für eine teilweise Rückkehr von Sportfans in die Stadien ausgesetzt
  • Die Geldstrafe, wenn man keine Maske trägt oder gegen die Sechserregel verstößt, verdoppelt sich auf 200 GBP

Johnson sagte, dass die neuen Beschränkungen wahrscheinlich sechs Monate lang bestehen bleiben werden. (The Guardian, 22.09.20)


Lingen (Ems): Ist Corona-Ausbruch auf Firma im Landkreis CLP zurückzuführen?

Der Corona-Ausbruch in Lingen (Ems) ist wahrscheinlich auf eine Firma im Landkreis Cloppenburg zurückzuführen. Das sagte der Landkreis Emsland auf Nachfrage der Ems-Vechte-Welle mit. In der Folge haben sich insgesamt 19 Personen im Rahmen von Familienfeiern und Treffen mit Corona infiziert. Man könne die bislang positiv getesteten Personen als Mitglieder oder Freunde von drei Lingener Familien zuordnen, so der Landkreis.
(Quelle: EVW, 22.09.20)


Schweden erwägt neue Maßnahmen

Schweden erwägt die Einführung neuer Maßnahmen zur Virus-Eindämmung in der Haupptstadt Stockholm. Hintergrund ist ein Anstieg der Neuerkrankungen. Schweden hat sich bislang in der Virus-Krise weitgehend gegen staatlich verfügte Einschränkungen entschieden und vielmehr an die persönliche Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger appelliert. (Quelle: TSP, 22.09.20)


Hilflos und überfordert: Trump attackiert China und WHO

US-Präsident Donald Trump fordert die Vereinten Nationen auf, China wegen des Umgangs mit der Virus-Krise zur Verantwortung zu ziehen. Die im Weißen Haus aufgezeichnete Rede soll am Dienstag in der Vollversammlung eingespielt werden.

Darin wirft Trump China und auch der Weltgesundheitsorganisation WHO vor, falsch über den Charakter der Ausbreitung des Corona-Virus informiert zu haben. Sie hätten zunächst erklärt, es gebe keine Belege für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. „Später haben sie fälschlicherweise gesagt, Personen ohne Symptome würden die Krankheit nicht verbreiten – Die Vereinten Nationen müssen China für sein Verhalten zur Rechenschaft ziehen“, so Trump.
(Foto: CC s. Archiv c. 28.04.20; Quelle: TSP, 22.09.20)


Hamm (NRW): „Explosionsartige Ausbreitung“

Angesichts des explosionsartigen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen im westfälischen Hamm führt die Stadt neue Beschränkungen und für weiterführende Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht ein. Im öffentlichen Raum dürften nur noch fünf Personen oder Angehörige zweier Haushalte zusammenkommen, kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz an. Dies gelte ab Mittwoch für zunächst zwei Wochen. Gestern waren bereits Beschränkungen vor allem für private Veranstaltungen beschlossen worden.
Die 182.000 Einwohner-Stadt hat derzeit die höchsten Neuinfektionszahlen bundesweit: Nach derzeitigem Stand 87,1 pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Quelle: WDR, 22.09.20)



Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 18.995 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 22. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 73 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern ist ein weiterer Mensch im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA mittlerweile 670 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA mittlerweile 16.424 der bislang gemeldeten Fälle (etwa 86,5 Prozent aller Fälle). (Quelle: NDR, 22.09.20)


📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 22.09.2020, 08.30 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland haben sich in den letzten 24 Stunden nur gering verändert: Eine Neuinfektion kam hinzu. Die Zahl der als genesen Geltenden stieg um 1 Person. Aktuell sind in der Summe 51 (+/-0) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 691, umgerechnet auf 100.000 sind dies 212,6. Ihnen stehen 615 Genesene (+1) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befindet sich nach offiziellen Angaben die Rekordzahl von 730 Emsländer*innen (+100) in häuslicher Quarantäne.

Die Zahlen für Lingen (Ems) sind unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 16 14 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 22 0 0
Samtgemeinde Freren 54 44 9 1
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 62 58 1 3
Stadt Haselünne 42 41 0 1
Samtgemeinde Herzlake 14 11 0 3
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 22 18 1 3
Stadt Lingen (Ems) 121 98 4 19
Stadt Meppen 94 87 4 3
Samtgemeinde Nordhümmling 15 12 0 3
Stadt Papenburg 58 50 2 6
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 33 28 0 5
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 26 23 2 1
Samtgemeinde Werlte 43 41 0 2
Gesamt* 691 615 25
Aktuelle Covid-19-Fälle 51

 



Deutschland-Zahlen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1821 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts mindestens 274.158 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9396. Das sind zehn mehr als am Vortag. Rund 243.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 22.09.20)


Zusammenfassung am Morgen

  • Laut Johns-Hopkins-Universität gibt es weltweit 31,2 Millionen Fälle von Coronainfektionen. 963.068 Menschen sind im Verlauf der Pandemie bisher wegen CoViD-19 gestorben.
  • US-Präsident Donald Trump behauptete bei einer Kundgebung in Ohio fälschlich, die Todesrate des Landes sei „unter den niedrigsten der Welt“. Laut Johns-Hopkins-Universität rangieren die USA auf Platz 53 von 195 Ländern der Welt mit einer Sterblichkeitsrate von 2,9%. Mit 60,98 pro 100.000 Menschen sind die USA das elftschlechteste Land in der entsprechenden Statistik.
  • Laut Johns-Hopkins-Universät, die sich auf offizielle Regierungsdaten stützt, sind seit Beginn der Pandemie mindestens 199.815 Amerikaner gestorben. Mit der weltweit höchsten Gesamtzahl von Todesopfern verzeichnen die USA einer von fünf Todesfällen im Zusammenhang mit Coronaviren weltweit zu verzeichnen. Knapp einer von 1.600 Amerikanern ist gestorben.
  • In Europa verzeichneten die Aktien am Montag den stärksten Rückgang seit drei Monaten, weil Befürchtungen einer zweiten Welle die Reise- und Freizeitaktien trafen, während die Banken aufgrund von Berichten über potenzielle verdächtige Geldwäsche-Überweisungen führender Kreditinstitute im Wert von etwa 2 Mrd. USD fielen.
  • Pubs, Bars und Restaurants in England müssen ab Donnerstag unter neuen landesweiten Beschränkungen bis 22:00 Uhr schließen, um einen „exponentiellen“ Anstieg der Coronavirus-Fälle zu stoppen. Boris Johnson wird voraussichtlich am Dienstag eine Ansprache an die Nation halten, in der die neuen Maßnahmen dargelegt werden.
  • Schottland wird angesichts deutlich gestiegener Infektionsfälle voraussichtlich am Dienstag neue Corona-Beschränkungen bekannt geben.
  • In Tschechien gab Ministerpräsident Andrej Babiš am Montag zu, dass seine Regierung einen Fehler gemacht habe, als sie die Beschränkungen im Sommer lockerte. „Sogar ich wurde vom kommenden Sommer und der allgemeinen Stimmung mitgerissen. Das war ein Fehler, den ich nicht noch einmal machen möchte “, sagte der Politiker in einer Fernsehansprache.
  • Neuseeland verzeichnete am Dienstag keine neuen Fälle von Covid-19; die Corona-Beschränkungen wurden für einen Großteil des Landes vollständig aufgehoben und die Maßnahmen in der größten Stadt Auckland sollen gelockert werden.
  • Mexiko hat am Montag die Zahnk von 700.000 bestätigter Infektionen überschritten; das Gesundheitsministerium meldete 2.917 neue bestätigte Fälle, wodurch sich die Gesamtzahl auf 700.580 sowie 73.697 Tote erhöhte.
    (Quelle: The Guardian, 22.09.20)

China: Nur wenige Fälle

In China meldete die Nationale Gesundheitsbehörde sechs neue Covid-19-Fälle am 21. September, gegenüber 12 am Tag zuvor. Die Nationale Gesundheitskommission sagte in ihrer Erklärung, dass alle neuen Fälle „importierte Infektionen“ waren, an denen Reisende aus Übersee beteiligt waren.

Es wurden auch 15 neue asymptomatische Fälle gemeldet, gegenüber 25 am Tag zuvor, obwohl China diese symptomlosen Patienten nicht als bestätigte Covid-19-Fälle einstuft.

Die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Infektionen auf dem chinesischen Festland liegt nun bei 85.297, während die Gesamtzahl der Todesopfer unverändert bei 4.634 blieb. (The Guardian, 22.09.20)


Weniger Lohnsteuern in der Corona-Krise

Die Virus-Pandemie belastet nach wie vor den deutschen Fiskus. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern lagen im August mit 51,4 Milliarden Euro 2,3 Prozent unter dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte. In den ersten sieben Monaten des Jahres summierte sich der Rückgang auf 7,3 Prozent. „Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise belasteten weiterhin das Steueraufkommen.“ So gab es bei den Lohnsteuern allein im August ein Minus von 6,6 Prozent. Zudem drückten Maßnahmen zur Abfederung der Krise wie Steuerstundungen auf die Einnahmen. (Quelle: Tagesschau, 22,09.20)


GB: Frühere Sperrstunde für Pubs und Restaurants

Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson verschärfte Schutzvorkehrungen angekündigt. Pubs und Restaurants sollen ab Donnerstag um spätestens 22 Uhr schließen, wie die Regierung am Abend mitteilte. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein. Johnson will sich heute mit einer Rede an die Briten wenden, um ihnen den Ernst der Lage bewusst zu machen und an geltende Abstands- und Hygieneregeln zu erinnern. In ganz Großbritannien steigen die Infektionszahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50 000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten. (Quelle: Tagesschau, 22.09.20)


USA-Zahlen

In den USA sind binnen 24 Stunden 37.417 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 6,786 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Die Zahl der Todesopfer sei um 270 auf 199.024 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden. (Quelle: ARD, 21.09.20)


Deutsche Eishockey-Liga schwer getroffen: 60 Mio Euro fehlen

Angesichts ihrer großen wirtschaftlichen Not hat sich die Deutsche Eishockey Liga (DEL) noch nicht auf eine erneute Verschiebung des Saisonstarts durchringen können. Die Entscheidung darüber soll erst Ende kommender Woche getroffen werden. Bis dahin fordert die Liga verbindliche Zusagen der Politik für einen Spielbetrieb mit mehr Zuschauern. „Alle Clubs wollen unbedingt spielen, aber unter den derzeitigen Rahmenbedingungen ist dies wirtschaftlich nicht seriös darstellbar“, sagte DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold nach stundenlangen Beratungen der 14 Clubs. „Uns fehlen für einen verantwortungsvollen Saisonstart rund 60 Millionen Euro, die wir ohne die Hilfe Dritter alleine nicht aufbringen können.“ (Quelle DEL, 21.09.20)


French Open: Tennisspielerin positiv auf Corona getestet

Bei den French Open der Tennisprofis hat es einen weiteren positiven Corona-Fall gegeben. Eine Spielerin, die an der Qualifikation der Damen teilnehmen wollte, sei positiv auf Covid-19 getestet worden, teilten die Veranstalter mit. Bereits am Sonntag hatten die Macher des Grand-Slam-Turniers in Paris zwei positive Fälle bei männlichen Spielern öffentlich gemacht. Zudem waren drei weitere Spieler ausgeschlossen worden, weil sie in engem Kontakt mit einem positiv getesteten Trainer waren. Alle Betroffenen müssen sich nun für sieben Tage in Quarantäne begeben. Namen nannten die Veranstalter nicht. (Quelle: Tagesschau, 21.09.20)


Virologe Christian Drosten im Tagesspiegel-Interview: „Wir müssen vordenken, sonst ist es irgendwann zu spät“

Charité-Virologe Drosten über die Corona-Lage in Deutschland, seine Rolle in den Medien, Restaurantbesuche im Winter – und warum wir alle die Welle sind. Das tagesspiegel-Interview im Wortlaut
(mehr und Quelle: TSP, 21.ß09.20)


Überblick am Abend

  • Insgesamt 156 Staaten haben sich dem globalen Covax-Programm angeschlossen, um eine gerechte Verteilung der Lieferungen zukünftiger Impfstoffe gegen Covid-19 sicherzustellen. Das teilte dier Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag mit. Die Liste macht etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung aus, heißt es in einer Erklärung der Impfstoffallianz der WHO und der GAVI nach einer Frist vom letzten Freitag, um verbindliche Verpflichtungen einzugehen. Unter den Covax-Staaten sind 64 wohlhabendere, sich selbst finanzierende Länder.
  • Die Zahl der Coronavirus-Infektionen im Iran ist in den letzten 24 Stunden um weitere 3.341 gestiegen. Dies ist die höchste tägliche Zahl seit Anfang Juni und erhöht die Gesamtzahl auf 425.481 Fälle, wie die Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag im staatlichen iranischen Fernsehen mitteilte.
  • Der Vorsitzende einer einflussreichen Gruppe im britischen Parlament hat signalisiert, dass die Regierung in Großbritannien auf Widerstand in ihrer eigenen, konservativen Partei stoßen könnte, falls das Kabinett erneut einen, dann zweiten Lockdown einführt, ohne dass eine ordnungsgemäße Kontrolle durch das Parlament erfolgt. Sir Graham Brady, der Vorsitzende des Komitees von 1922, einer starken Gruppe von Abgeordneten der konservativen Partei, sagte, die Minister hätten sich „angewöhnt, per Dekret zu regieren“ und fügte hinzu: „Das britische Volk ist es nicht gewohnt, wie Kinder behandelt zu werden.“
  • Das Taj Mahal wird nach sechsmonatiger Schließung wiedereröffnet. Es wird allerdings einige Einschränkungen geben, wie z. B. das obligatorische Tragen von Masken, das thermische Screening von Besuchern und strenge Abstandsregeln im Bereich des Denkmals.
  • Acht Mönche wurden positiv auf Coronavirus getestet; ihr orthodoxes Kloster in einer abgelegenen auf dem abgelegenen nordgriechischen Berg Athos wurde unter Quarantäne gestellt, bestätigte ein Offizieller der griechisch-orthodoxen Kirche am Montag. Einer der Mönche sei in einem ernsthaften Zustand in ein Krankenhaus in Thessaloniki gebracht worden. Es ist nicht der erste Ausbruch: Bereits im März erkrankten dort vier Mönche nach einer Reise nach Großbritannien , erholten sich jedoch schnell.

(Quelle: The Guardian, 21.09.20)



Nordirland mit strengen Kontaktbeschränkungen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gelten in Nordirland ab morgen Abend wieder stärkere Maßnahmen. So dürfen sich drinnen bis auf wenige Ausnahmen keine Angehörigen verschiedener Haushalte mehr miteinander treffen, wie die Regierung erklärte. Im Freien werden noch Treffen von maximal sechs Menschen aus zwei Haushalten erlaubt sein.
Allein in den vergangenen 48 Stunden hat es in Nordirland fast 400 neue Fälle gegeben. Doch in ganz Großbritannien steigen die Fallzahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen.

Nach mehr als sechsmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie sind gleichzeitig die meisten von insgesamt 7000 Pubs in Irland, also im anderen Teil der irischen Insel, seit heute wieder geöffnet. Nachdem bereits seit Ende Juli wieder Essen serviert werden darf, dürfen die Wirte jetzt auch Getränke ausschenken. Viele Pubs in Dublin bleiben aber noch geschlossen, da die Infektionszahlen in der irischen Hauptstadt zuletzt stark angestiegen waren.
(Quelle: Tagesschau, 21.09.20)



Stuttgart’21: 33 Infektionsfälle in Arbeiterunterkunft

In einer Arbeitersammelunterkunft des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben sich 33 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Infizierten sowie enge Kontaktpersonen sind nun in Quarantäne, wie ein Stadtsprecher sagte.

Die Betroffenen seien in zwei städtische Schutzeinrichtungen gebracht worden. Dort werden sie vom Gesundheitsamt und dem Deutschen Roten Kreuz betreut. Den Angaben nach wurden bislang 66 Menschen getestet. (Quelle: SWR, 21.09.20)


Hotspot: Fast 250 Coronavirus-Fälle auf Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Angaben der Regierung 243 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Regierungssprecher Stelios Petsas teilte mit, das Durchschnittsalter der Infizierten liege bei 24 Jahren und die meisten Fälle seien asymptomatisch. 160 Tests seien negativ gewesen, dabei habe es sich überwiegend um Polizisten und Behördenmitarbeiter gehandelt, die in Kontakt mit Migranten gekommen seien.
Getestet worden seien 7064 Migranten, die aus dem vor zwei Wochen abgebrannten Lager Moria in die neuen Unterkünfte von Kara Tepe gezogen seien, hieß es. Insgesamt waren mehr als 12.000 Menschen in dem überfüllten Lager Moria gewesen. Viele kampieren seit den Bränden am Straßenrand. (Quelle: Tagesschau, 21.09.20)


Frankfurter Messe verzichtet bis April auf Präsenzveranstaltungen

Die Frankfurter Messe verzichtet wegen der Corona-Pandemie bis einschließlich März 2021 auf Präsenzveranstaltungen auf ihrem Heimatgelände. Die große Konsumgütermesse Ambiente wird mit weiteren Veranstaltungen wie der Christmasworld zusammengefasst und einmalig in den April verschoben, wie die Messegesellschaft mitteilte. Auch die Veranstaltung Heimtextil erhält einen neuen Termin im Mai. Ins Internet wurde hingegen die für März geplante Sanitär- und Klimafachmesse ISH verlegt. (Quelle HR, 21.09.20)


Patienten in Münster brauchen Corona-Test

In Münster müssen Patienten, die in einem der Krankenhäuser der Stadt geplant stationär aufgenommen werden, ab Dienstag (25.08.2020) sofort einen negativen Corona-Test vorlegen. Das gilt jedenfalls für geplante Krankenhaus-Aufenthalte. Die Kliniken wollen so ihr Personal angesichts steigender Corona-Zahlen besser schützen. Auf die Vorsichtsmaßnahme hatten sich die Krankenhäuser gemeinsam verständigt. (Quelle: WDR, 21.09.20)


Tschechien: Neuer Gesundheitsminister ist Top-Epidemiologe

Der tschechische Premierminister Andrej Babis hat am Montag Roman Prymula, einen Top-Epidemiologen, zum Gesundheitsminister ernannt, nachdem der vorherige Minister wegen eines starken Anstiegs der Covid-19-Infektionen zurückgetreten war.

Roman Prymula, der die Reaktion des Landes auf den ersten Ausbruch des Coronavirus im März leitete, wird Adam Vojtech ersetzen, der am Montag nach Kritik an der Zunahme neuer Fälle aufgrund der Lockerungen zurücktrat.

„Professor Prymula wird Krisenmanagement als seine Hauptaufgabe haben“, sagte Babis auf einer Pressekonferenz und fügte hinzu, dass dies die Durchsetzung von Systemen zur Bekämpfung der Pandemie bedeutete.

Prymula ist für seine klare Sprache bekannt. So warnte er die Tschechen schon davor, dass das Reisen aufgrund des neuartigen Coronavirus für zwei Jahre unterbrochen werden könnte, und er sagte auch, dass die täglichen Fälle von derzeit etwa 1.000 bis 3.000 auf 6.000 bis 8.000 ansteigen könnten.

Vor Beginn des Sommers hatte die tschechische Regierung nahezu alle Corona-Beschränkungen aufgehoben die während der ersten Welle der Pandemie auferlegt wurden. Jezt aber stieg die Rate neuer Coronavirus-Fälle mit der zweitschnellsten Rate in Europa.

(Quelle The Guardian, 21.09.20)



Indonesien: Die Zahlen steigen

Das indonesische Gesundheitsministerium hat am Montag 4.176 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Dies ist der größte tägliche Anstieg, der die Gesamtzahl des Landes auf 248.852 erhöht.

Die Zahl der Todesfälle stieg um 124 auf 9.677, die höchste Zahl der Todesfälle in Südostasien. (Quelle: The Guardian, 21.09.20)



2. Welle: Merkel berät (erst) nächste Woche mit Länderchefs

Kanzlerin Angela Merkel will kommende Woche mit den Bundesländern über Maßnahmen gegen die weiter steigenden Infektionszahlen beraten. Kanzleramtschef Helge Braun habe in seiner Besprechung mit den Chefs der Staatskanzleien eine Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten für Dienstag, den 29. September um 14.00 Uhr angekündigt, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen.
Hintergrund sei der besorgniserregende Umstand, dass mehrere große Städte den wichtigen Grenzwert von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten hätten. Zudem komme es an mehreren Stellen in Deutschland zu einer diffusen Ausbreitung von Corona, ohne dass ein klarer Ausbruchsort erkennbar sei.
Braun habe demnach auch auf den Beschluss der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz verwiesen, nach dem Öffnungssignale derzeit nicht angebracht seien. Am Sonntag hatten etwa die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner erreicht. (Quelle: ARD, 21.09.20)



Finnland: Für 2021 geplantes Manöver abgesagt

Die finnische Regierung hat am Montag eine für das nächste Jahr geplante, groß angelegte Militärübung aufgrund der Conronavirus-Pandemie abgesagt. An dem Manöver sollten 20.000 Soldaten aus 13 Ländern beteiligt sein. Das finnischen Militär hatte dazu auch Beobachter der Nato und der EU zur Arctic Lock-Übung eingeladen.

„Internationale Übungen sind wichtig, aber in dieser Situation ist es noch wichtiger, das Coronavirus unter Kontrolle zu halten“, sagte Verteidigungsminister Antti Kaikkonen.

Finnland werde später im Jahrzehnt eine groß angelegte internationale Übung organisieren, kündigte das Verteidigungsministerium in Helsinki an.

Finnland und das benachbarte Schweden sind keine Nato-Mitglieder, haben jedoch in den letzten Jahren ihre Zusammenarbeit mit dem Bündnis unter dem Status „Partner mit erweiterten Chancen“ verstärkt. (Quelle: The Guardian, 21.09.20)



Spahn fordert mehr Fieberambulanzen – trotz Schließungen in NRW

Wegen der steigenden Corona-Zahlen fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn laut Medienbericht mehr Fieberambulanzen. Im benachbarten NRW wurden einige aber schon wieder dichtgemacht. Wohin, wenn man sich erkältet fühlt und checken will, ob man sich mit dem Coronavirus infiziert hat? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert jetzt, dass es flächendeckend Fieberambulanzen geben soll, in denen man sich testen und behandeln lassen kann. Allerdings wurden mancherorts in NRW solche Einrichtungen gerade erst wieder dichtgemacht.

„Ich setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche zentralen Anlaufstellen vor Ort anbieten werden“, sagte Spahn der „Rheinischen Post“ für ihre Montagsausgabe. „Konzeptionell gibt es die schon – sie sollten im Herbst idealerweise flächendeckend zugänglich sein.“

Mit „Fieberambulanzen“ sind umgangssprachlich Corona-Behandlungszentren (CBZ) gemeint. Die Einrichtungen sollen Hausarztpraxen und Kliniken entlasten – und dafür sorgen, dass potenziell Infizierte weniger Kontakt mit anderen Patienten haben.
Außerdem seien in Behandlungszentren oder auch Schwerpunktpraxen Ärzte im Einsatz, die auf die Behandlung von Covid-19 spezialisiert seien, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) am Montag auf WDR-Anfrage mit.

Zu Beginn der Epidemie eröffnete zum Beispiel das St.-Antonius-Hospital Kleve eine solche Fieberambulanz. Wegen mangelnder Nachfrage wurde sie jedoch nach eigener Angabe schon Mitte Mai wieder geschlossen. In Hilden und in Ratingen wurden solche Einrichtungen im August wieder dichtgemacht, heißt es vom Kreis Mettmann.
Fieberambulanzen können aber offenbar jederzeit wieder eröffnet werden. „Es gibt konkrete Pläne zur Einrichtung, sobald das nötig wird“, versichert KVNO-Sprecher Heiko Schmitz.

Wer sich krank fühlt, könne trotzdem zunächst seinen Hausarzt kontaktieren: „Grundsätzlich ist immer der Hausarzt der erste und richtige Ansprechpartner.“ (Quelle: WDR, 21.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 18.922 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 21. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 38 Fälle mehr als am Vortag. Allerdings sind die Werte nach einem Wochenende aufgrund von Verzögerungen in den Meldeketten tendenziell niedriger. Seit gestern sind keine weiteren Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA mittlerweile 669 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA mittlerweile 16.310 der bislang gemeldeten Fälle (etwa 86,2 Prozent aller Fälle).
(Quelle: NDR, 21.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 21.09.2020, 09.00 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland steigen weiter: Es gab seit Freitag 18 neue Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden stieg um 17. Aktuell sind in der Summe 51 (+1) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 690, umgerechnet auf 100.000 sind dies 212,3. Ihnen stehen 614 Genesene (+17) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich nach offiziellen Angaben 630 Emsländer*innen (-80) in häuslicher Quarantäne.

Auch die Zahlen für Lingen (Ems) sind wiederum gestiegen. Sieben weitere Neuinfektionen und vier Genesene führen in der Summe zu aktuell 19 Erkrankten, auch das der höchste Wert bisher.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 16 14 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 22 0 0
Samtgemeinde Freren 54 44 9 1
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 62 58 1 3
Stadt Haselünne 42 41 0 1
Samtgemeinde Herzlake 14 11 0 3
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 22 18 1 3
Stadt Lingen (Ems) 121 (+7) 98 (+3) 4 19 (+4)
Stadt Meppen 94 87 4 3
Samtgemeinde Nordhümmling 15 11 0 4
Stadt Papenburg 57 50 2 5
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 33 28 0 5
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 26 23 2 1
Samtgemeinde Werlte 43 41 0 2
Gesamt* 690 (+18) 614 (+17) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 51 (+1)

(21.09.20)


Deutschland-Zahlen

Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut am Morgen eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekannt gab. Es ist die zweithöchste Sonntagszahl seit Ende April, aber minimal niedriger als vor einer Woche. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Am Samstag war mit 2.297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden.
Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 272.337 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt wie am Vortag bei 9.386. Rund 242.200 Menschen hatten die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 21.9.20)


Madrid: Opernaufführungen nach Protesten abgebrochen

Eine Aufführung von Verdis Oper Ein Maskenball im Königlichen Theater Madrid ist am Sonntagabend abgebrochen worden. Zuvor hatten zahlreiche Zuschauer dagegen protestiert, dass im Publikum keine Abstände eingehalten werden könnten – insbesondere für diejenigen Besucher, die billigere Plätze hatten.

Ein Mitglied des Opernhauses Teatro Real bestätigte, es habe Reihen mit mehr als einem Dutzend Menschen ohne Lücken zwischen ihnen gegeben. Die Schriftstellerin und Journalistin Rosa Montero, die im Publikum war, sagte, die Situation auf den Sitzen sei schlecht gewesen. „In den ersten 10 Reihen mit den teuersten Sitzplätzen waren wir alle eingeklemmt, und es gab keinen einzigen freien Platz“, schrieb sie auf Twitter, wo sie auch ein Video der Sitzplätze veröffentlichte. „Es war reine Unfähigkeit.“

Das Teatro Real widersprach und sagte, die Sicherheitsrichtlinien seien befolgt worden. In einer Erklärung heißt es, dass das Haus nur mit 51,5% seiner Gesamtkapazität betrieben worden sei; die Madrider Corona-Richtlinien beschränken die Theaterbelegung auf 75% der Kapazität – und dass 905 Plätze belegt waren.

„Eine Gruppe von Zuschauern klatschte und schrie, um ihren Protest mit ihren Plätzen auszudrücken“, hieß es. „Der Protest wurde auch nach Ankündigungen fortgesetzt, in denen Besuchern angeboten wurde, ihnen neue Karte zu geben oder eine Rückerstattung zu gewähren.“

In der Erklärung des Theaters heißt es, dass viele Demonstranten zwar neue Sitze gefunden hätten, eine kleine Gruppe jedoch ihre Proteste fortgesetzt habe. Nach zwei gescheiterten Versuchen, die Oper zu beginnen, wurde beschlossen, den Vorhang gegen 21.10 Uhr zu schließen.

Seit Montagmorgen sind Menschen in den 37 am stärksten betroffenen Gebieten rund um Madrid deutlichen Bewegungsbeschränkungen ausgesetzt. Einwohner in den Gebieten, in denen mehr als 1.000 Fälle pro 100.000 Menschen auftreten, dürfen die Zonen nur aus beruflichen, erzieherischen, rechtlichen oder medizinischen Gründen betreten und verlassen. Öffentliche und private Versammlungen waren auf sechs Personen beschränkt und Parks wurden geschlossen. (Quelle: The Guardian, 21.09.20)


Virtuell: Staatschefs kommen zusammen

Die Staats- und Regierungschefs der Welt wollen heute aus Anlass des 75. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen virtuell zusammenkommen, da die tödliche Coronavirus-Pandemie die Wirksamkeit und Solidarität des 193-köpfigen Weltgremiums in Frage stellt.

Als sich Covid-19, das Ende letzten Jahres in China auftrat, auf der ganzen Welt ausbreitete und Millionen von Menschen dazu zwang, zu Hause Schutz zu suchen und einen verheerenden wirtschaftlichen Schlag zu erleiden, haben sich die Staaten nach innen gewandt. Diplomaten sagen, die Vereinten Nationen hätten große Mühe, sich zu behaupten.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Pandemie die Fragilitäten der Welt aufgedeckt habe. Er plant, den führenden Politikern der Welt am Montag nachdrücklich zu sagen, dass sie in dieser Zeit zusammenarbeiten müssen, in der es einen Überschuss an multilateralen Herausforderungen aber ein Defizit an Lösungen gibt.

Der 15-köpfige Sicherheitsrat brauchte bekanntlich Monate, um einen Aufruf von Guterres zu einem globalen Waffenstillstand zu unterstützen, damit sich die Länder auf den Kampf gegen Covid-19 konzentrieren können, weil es zu Streitigkeiten zwischen den größten Mächten der Welt kam: China und den Vereinigten Staaten.

Die 193-köpfige Generalversammlung hat Anfang dieses Monats nur eine Sammelentschließung zu einer „umfassenden und koordinierten Reaktion“ auf die Pandemie verabschiedet, die nicht einmal einvernehmlich war. Die Vereinigten Staaten und Israel stimmten mit Nein.

Ein UN-Appell in Höhe von 10,3 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung der Bekämpfung der Pandemie in gefährdeten Ländern mit niedrigem Einkommen wird nur zu einem Viertel finanziert. Guterres hat jetzt eine Vorreiterrolle übernommen, um sicherzustellen, dass jeder Impfstoff gegen das Coronavirus weltweit für alle verfügbar ist.

Ein hochrangiger europäischer Diplomat, der anonym bleiben wollte, sagte, die Generalversammlung hätte vor Monaten handeln sollen, aber „wir wurden alle von den Covid-19 behindert und getroffen.“ (Quelle: The Guardian, 21.09.20)


Stammzellenspender fehlen wegen Corona

Die Zahl der Stammzellenspender in Bayern sinkt wegen der Corona-Pandemie. „Die Situation ist ernst: Durch Corona fehlen uns in diesem Jahr 20 000 neue Spender“, erklärte Hans Knabe von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) zum Tag der Knochenmarkspende am Samstag. „Corona hat schwerwiegende Konsequenzen für das Leben vieler gesunder Menschen, aber für Tausende Leukämiepatienten ist Corona eine ganz besondere zusätzliche Bedrohung.“ Denn in der Pandemie seien sogenannte Typisierungsaktionen, bei denen sich potenzielle Spender registrieren können, aufgrund der verhängten Kontaktverbote abgesagt worden. Dadurch hätten viele Menschen nicht die Möglichkeit, sich so für den Kampf gegen Leukämie einzusetzen, wie sie es in der vergangenen Jahren machen konnten. Deshalb sollten sich Interessierte nun online registrieren. Dies sei, so Knabe, „ein für jeden gangbarer Ausweg aus dem Dilemma“.

Laut AKB, die ihren Sitz in Gauting hat, erkranken jährlich 13 000 Menschen deutschlandweit an Blutkrebs. Oft stellt eine Transplantation von gesunden Stammzellen für Leukämiepatienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung die einzige Überlebenschance dar. Mit Registrierungssets für zuhause und zusätzlichen Online-Aktionen sollen die Ausfälle nun kompensiert werden. Auch die Spender-Organisation DKMS, die ihre Zentrale in Tübingen hat, sagte ihre deutschlandweiten Veranstaltungen ab, bei denen sie eigenen Angaben nach jeden Monat etwa 25 000 neue potenzielle Spender aufnehme. „Diese Spender fehlen jetzt“, sagte Konstanze Burkard, Direktorin für Spenderneugewinnung. Zwar registrierten sich monatlich 30 000 Spender online und damit 5000 Personen mehr als vor der Coronakrise, allerdings reiche das nicht aus. (Quelle: SZ, 21.09.20)


Zusammenfassung zur Nacht

  • In den USA haben die Zentren für Kontrolle und Prävention von Krankheiten CDC haben weitere 42.561 Fälle des Coronavirus gemeldet, wodurch sich die Gesamtzahl auf 6.748.935 erhöht hat. Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat sich um 655 auf 198.754 erhöht.
  • Der Libanon gab am Sonntag bekannt, dass er l1.006 neue Coronavirus-Fälle und weitere 11 Todesfälle aufgrund CoViD-19 innerhalb von 24 Stunden ermittelt hat. Dies ist laut AFP ein neuer Tagesrekord für das von der Krise betroffene Land.
  • Tausende Demonstranten, die den Rücktritt von Benjamin Netanjahu fordern, haben sich in Jerusalem versammelt, trotz des am Freitag in Kraft getretenen Lockdown in Israel.
  • Das Gesundheitsministerium in Frankreich hat innerhalb von 24 Stunden 10.569 neue CoViD-19-Fälle gemeldet, verglichen mit dem Rekordanstieg vom Vortag von 13.498. In den letzten 24 Stunden wurden 12 weitere Todesfälle registriert, wodurch die Zahl der Todesopfer auf 31.585 stieg. Laut Reuters könnte der jüngste Anstieg der Todesfälledie verspätet eintreffenden Daten für frühere Todesfälle widerspiegeln.
  • Die USA haben am Samstag einen Rekord von einer Million Tests durchgeführt – Experten sagen jedoch, dass das Land Ziele zwischen sechs und zehn Millionen pro Tag erreichen muss, um den Corona-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen.
  • Myanmar hat ab Montag einen Lockdown für seine größte Stadt, Yangon, angekündigt, nachdem am Sonntag ein Rekordanstieg an neuen Coronavirus-Fällen zu verzeichnen war.
  • Großbritannien hat weitere 3.899 bestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Gesamtzhl beläuft sich jetzt auf 394.257. Die Zahl der Todesopfer ist nach Angaben der Regierung um 18 auf 41.777 gestiegen.
  • Behörden in der nordöstlichen Provinz Jilin in China haben das Coronavirus auf der Verpackung von importiertem Tintenfisch gefunden, teilten die Gesundheitsbehörden in der Stadt Fuyu am Sonntag mit und forderten jeden auf, der es gekauft hat, sich testen zu lassen.
  • Russland meldete am Sonntag 6.148 neue Fälle. Es war der zweite Tag in Folge, an dem die tägliche Zahl der Fälle 6.000 überstieg und dadurch die nationale Infektionszahl auf insgesamt 1.103.399 stieg.
  • Indonesien meldete am Sonntag 3.989 neue Fälle, insgesamt sind es jetzt dort 244.676. Daten des Gesundheitsministeriums des Landes zeigten außerdem 105 neue Todesfälle, womit sich die Zahl der Todesopfer in dem südostasiatischen Land auf 9.553 erhöht. (Quelle: The Guardian, 20.09.20)

Frankreich-Zahlen

Frankreich verzeichnet erneut mehr als 10.000 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 10.569 Corona-Fälle nach einem Rekordanstieg von 13.498 am Vortag hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Insgesamt haben sich 453.763 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf 31.585. (Quelle: ARD, 20.9.20)


Harte Regelungen in Madrid

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen führt Madrid in Teilen der spanischen Hauptstadt ab Montag strenge Corona-Beschränkungen ein. In Madrid seien die registrierten Fälle „doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt und die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist dreimal so hoch wie der nationale Durchschnitt“, sagte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez in einem Fernsehinterview. Die Maßnahmen gelten für zwei Wochen und betreffen vor allem Menschen im Süden der Stadt.
Mit dem Inkrafttreten der Regeln dürfen rund 850.000 Einwohner ihre Bezirke nicht mehr verlassen, wie die Regionalregierung von Madrid mitteilte. Ausnahmen sind demnach Wege zur Arbeit, zur medizinischen Versorgung und um Kinder zur Schule zu bringen. Zudem werden Parks in den Orten geschlossen. Geschäfte, Bars und Restaurants dürfen geöffnet bleiben, wenn sie 50 Prozent weniger Gäste aufnehmen. Außerdem werden Versammlungen von mehr als sechs Personen verboten.
Da sich die Maßnahmen vor allem gegen dicht besiedelte und einkommensschwache Viertel richten, kam es in mehreren Bezirken Madrids zu Protesten. Die Menschen hielten Plakate hoch, auf denen zu lesen war: „Nein zu einer klassenbasierten Abriegelung“ und „Sie zerstören unsere Nachbarschaft und jetzt sperren sie uns ein“. Einige der Bezirke im Süden der Metropole hatten zuletzt mehr als 1000 Corona-Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet – das ist etwa das Fünffache des nationalen Durchschnitts, der für sich bereits der höchste in der Europäischen Union ist. (Quelle ARD, 20.09.20)


Tausende Gegner der Corona-Maßnahmen protestieren in Düsseldorf

Tausende Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen von Bund und Ländern sind vor den Düsseldorfer Landtag gezogen. Der Veranstalter sprach von 5000 bis 6000 Teilnehmern. Die Polizei nannte keine Zahlen, sprach aber von erheblich weniger Teilnehmern als angemeldet. Eine Maskenpflicht war den Demonstranten nicht auferlegt worden, sie sollten aber einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten.
An einer Gegendemonstration der Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ beteiligten sich einige Hundert Menschen. Unter ihnen waren der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) und sein Herausforderer bei der Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus am kommenden Sonntag, Stephan Keller (CDU). Sie formierte sich am Johannes-Rau-Platz in der Nähe des Landtags.
Heinrich Fucks, Sprecher des Düsseldorfer Appells und Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf, kritisierte, dass ein Teil der Bürger, die den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie skeptisch gegenüber stehen, undifferenziert gemeinsam mit Rechtsradikalen und Nazis demonstrierten. „Das wertet die Motive von Nazis und Rechtsradikalen auf, die bewusst diese Demonstrationen für ihre Zwecke nutzen wollen“, sagte der Theologe. „Ihr Ziel ist die Abschaffung des Rechtsstaates und der Demokratie.“
Beide Kundgebungen verliefen nach Angaben der Polizei bis zum Nachmittag friedlich. Es kam lediglich zu Rangeleien. (Quelle: Tagesschau, 20.09.20)


Kritik an Bonus für Pflegekräfte mit Corona-Patienten

Mehrere Arbeitnehmervertreter großer Kliniken wollen bei der Umsetzung der geplanten Corona-Prämien in der Pflege nicht mitmachen. „Das von der Deutschen Krankenhausgesellschaft und den Gesetzlichen Krankenkassen vorgelegte Konzept stellt uns als Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen vor Probleme“, heißt es in einem Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn, der von der Gewerkschaft ver.di veröffentlicht wurde.
Konkret wird kritisiert, dass der Bonus nur an Beschäftigte mit Covid-19-Patienten ausgezahlt werden soll. „Das schafft Unfrieden in der Belegschaft. Dafür übernehmen wir keine Verantwortung“, heißt es in dem von rund 40 Vertreterinnen und Vertretern auch diverser Unikliniken unterschriebenen Schreiben. Den Angaben zufolge sollen bei der derzeitigen Ausgestaltung rund 100.000 von 440.000 Pflegekräften von dem Corona-Bonus profitieren. Alle Beschäftigten seien für die Krankenversorgung wichtig. „Die Anerkennung ausschließlich Beschäftigten zu zollen, die Covid-19-Patientinnen und -Patienten gepflegt haben, wird der besonderen Situation nicht gerecht“, so die Arbeitnehmervertreter.
Das derzeit vorgesehene Prämien-System sieht vor, dass Kliniken mit vielen Corona-Patienten 100 Millionen Euro für Prämienzahlungen bekommen. Die Krankenhäuser sollen selbst die Entscheidung über die begünstigten Beschäftigten treffen. Die Prämienhöhe soll bis zu 1000 Euro betragen können. Auch die pflegepolitische Sprecherin der Grünen, Kordula Schulz-Asche, kritisierte die Ausgestaltung der Prämien für einen Teil der Pflegerinnen und Pfleger. Diese sei nur widerwillig und auf Kosten der Krankenkassen erfolgt, sagte die Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“. (Quelle: Tagesschau, 20.09.20)


Meyer Werft: „Alle Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel“

Der Meyer-Werft-Geschäftsführer Jan Meyer verkündet zu Beginn einer Videobotschaft auf dem Youtube-Kanal der Werft: ,,Es stehen alle Arbeitsplätze auf dem Spiel“. Damit meine er sowohl die 5.500 Meyer-Mitarbeiter als auch die Mitarbeiter von Partnerfirmen und Zulieferern, die auf die Aufträge der Werft angewiesen seien.

Außerdem betonte der Geschäftsführer, dass die Kreuzfahrtschiffe ihrer Kunden aufgrund der Corona-Pandemie noch immer still stehen. Deshalb würden sich bei ihnen die Verluste anhäufen und zu keine neuen Bestellungen eingehen.

Das Auftragsbuch der Reederei wurde in Abstimmung mit den Kunden gestreckt. Somit werden anstatt drei Schiffen jährlich bis 2023, nun 2 Schiffe jährlich bis 2025 fertig gestellt.

Daraus entsteht laut Meyer ein enormer Kostendruck, welcher sich in den nächsten 5 Jahren auf 1,25 Milliarden, 12 Prozent des Umsatzes, belaufe.

Abschließend betonte Meyer, dass es wichtig sei, dass alle Beteiligten erkennen würden, dass es wichtig sei, aufeinander zuzugehen und Maßnahmen intelligent und abgestimmt zu finden. (Quelle: EmsTV, 20.09.20)


Lingen-Damaschke: Grundschulklasse in Quarantäne – Erstkommunionfeier ausgefallen


Starker Anstieg der Coronafälle in weiteren nordrhein-westfälischen Städten

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen nordrhein-westfälischen Städten steigt weiterhin stark an. Am Sonntag überschritten auch die Städte Hamm und Remscheid die sogenannte Vorwarnstufe. Das heißt, die Menschen dort müssen sich jetzt womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Bei der entscheidenden Kennzahl – den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – lag Gelsenkirchen am Sonntag weiterhin an der Spitze der großen Städte und Kreise in NRW. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) wie am Vortag mit 44,1 angegeben – eine Woche zuvor waren es 10,7. Hamm kam am Sonntag auf einen Wert von 43,0 – eine Woche zuvor betrug die Sieben-Tages-Inzidenz dort noch 10,1. In Remscheid infizierten sich laut RKI in den vergangenen sieben Tagen 36,9 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus – eine Woche zuvor waren es noch 20,7.

Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. Zudem sind ab diesem Wert keine Zuschauer etwa bei Fußball-Bundesligaspielen mehr erlaubt, was in Gelsenkirchen ein Thema werden könnte. Der FC Schalke 04 hat am nächsten Samstag sein erstes Heimspiel der Saison.

In der Nähe der Vorwarnstufe sind außerdem die Stadt Köln mit einem Wert von 34,2 sowie der Oberbergische Kreis mit einem Wert von 33,0.

Überschreitet eine große Stadt oder ein Kreis die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, sind gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen“. (Quelle: TSP, 20.09.20)


Positives Fazit nach Reeperbahn-Festival

Der Chef des Hamburger Reeperbahn-Festivals zieht nach vier Tagen Live-Musik in Clubs unter Corona-Bedingungen ein positives Fazit. „Ich bin schon zufrieden. Das meiste hat ganz gut geklappt“, sagte Alexander Schulz am Sonntag. Das pandemiegerechte Festival habe zudem weitgehend mit dem Vorurteil aufräumen können, dass solche Veranstaltungen per se Superspreader-Events sind.

„Live-Musik-Veranstaltungen sind nicht gefährlicher als Bahnfahren“, so Schulz weiter. Auf dem pandemiegerechten Reeperbahn-Festival sollte zudem an den vier Tagen getestet werden, wie die Atmosphäre bei den Konzerten unter Corona-Bedingungen ist. „Da muss man sagen, das war sehr unterschiedlich. Das hängt stark vom Genre, der Zielgruppe und dem Veranstaltungsort ab“, so Schulz.

Natürlich fühle es sich dünner an, wenn man in einem Raum mit nur 20 Prozent Auslastung spiele, so Schulz. Dennoch sei bei vielen Orten atmosphärisch „genug drin“ gewesen, damit es sich weiterhin lohne. Er hoffe nun darauf, dass die Politik das auch so sehe und dann die coronabedingt geringeren Einnahmen der Veranstalter gegenfinanziere.

Das Festival hatten wie zuvor erwartet fast 8000 Menschen besucht. Die kompakte Corona-Edition des Reeperbahn-Festivals hatte an 20 Spielorten rund 300 Veranstaltungen für Konzertbesucher und Fachpublikum geboten. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 50.000 Besucher und etwa 1000 Veranstaltungen. (Quelle: TSP, 20.09.20)


Lingen: Cluster nach Geburtstagsfeier

Nach einer Geburtstagsfeier in einer Gaststätte im Lingener Stadtteil Brögbern, die bereits vor einigen Tagen stattfand, sind inzwischen vier Teilnehmer/innen an CoViD-19 erkrankt. Nicht betroffen ist die 90jährige Jubilarin, jedoch sind allein drei Mitglieder einer eingeladenen Familie aus dem Stadtteil Damaschke infiziert.
Die lokale „Lingener Tagespost“, der NDR, ein lokales Radio sowie der Kabelsender EmsTV verschweigen den Ausbruch bisher. (Quelle: BN, 20.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 18.884 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 20. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 109 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern sind keine weiteren Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA inzwischen 669 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 16.288 der bislang gemeldeten Fälle (86,3 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 20.09.20)


Deutschland-Zahlen

Nachdem am Samstag mit 2.297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden war, haben die Gesundheitsämter am Sonntag nur 1.345 Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Dieser vergleichsweise niedrige Wert ist üblich an Sonntagen wie an Montagen, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

„Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, hatte das RKI in seinem Lagebericht am Samstag geschrieben.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März, Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und ab Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2.000 (2.034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 271.415 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.386. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,27 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. (Quelle: RKI, 20.09.20)


Bayern: Söder für Weihnachtsmärkte mit weniger Alkohol

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich trotz der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen für die Öffnung der Weihnachtsmärkte ausgesprochen. „Für die Weihnachtsmärkte muss man sich kluge Konzepte überlegen“, sagte Söder der „Welt am Sonntag“. So könnten beispielsweise Laufwege mit Eingang und Ausgang definiert werden, es müsse eine Maskenpflicht geben, „und man wird den Alkoholkonsum stark reduzieren müssen“.

Dann könne er sich „die Christkindlmärkte vorstellen, die allerdings anders sind als die normalen – und nur, wenn es das regionale Infektionsgeschehen zulässt“, erklärte Söder. Der CSU-Chef warnte davor, die errungenen Erfolge im Kampf gegen die Pandemie durch Leichtsinn aufs Spiel zu setzen und rief weiterhin zu Disziplin und Achtsamkeit auf. „Natürlich ist das anstrengend. Corona nervt alle. Aber wenn wir jetzt nicht klug und vorsichtig bleiben, gefährden wir alles, was wir bisher erreicht haben.“

Der Ministerpräsident kritisierte zudem die Vielstimmigkeit der Virologen in der Bundesrepublik. Deutschland „bräuchte mehr breit organisierte wissenschaftliche Prozesse anstatt Einzelbeiträge. Ein Gremium wie die Leopoldina, die Wissen bündelt und qualifiziert, sollte dauerhafte Beratung leisten“, forderte er. (Quelle: TSP, 20.09.20)


München feiert und erreicht Inzidenzwert von 54,7

Während CSU-Ministerpräsident Söder öffentlich über Weihnachtsmärkte nachdenkt, wird in der bayerischen Landeshauptstadt kräftig die soh. Wirtshaus-Wiesn gefeiert. Wirte, Geschäftsleute und Polizei haben nach dem ersten Tag der sogenannten Wirtshaus-Wiesn die erwartete positive Bilanz gezogen. In sozialen Netzwerken mehrt sich allerdings auch Kritik an dem Konzept, eine Art Ersatz für das ausgefallene Oktoberfest in mehr als 50 Gaststätten zu veranstalten.

Auch ohne richtige Wiesn sind am Samstag viele Menschen in Tracht in die Stadt gekommen – bei perfektem Wiesnwetter. Vielerorts waren die Biergärten voll, mancher bekam keinen Platz mehr oder musste warten. Die Gäste hätten sich an Corona-Regeln gehalten und friedlich gefeiert, sagte der zufriedene Sprecher der Innenstadtwirte und Chef des „Augustiner Klosterwirt“, Gregor Lemke. Es habe „eine entspannte, gute Stimmung geherrscht, aber keine ausufernde Partylaune“.

Laut Polizei seien zwar durchaus Feiernde in der Stadt unterwegs gewesen, einen direkten Bezug zum Oktoberfest und den Ersatzfeiern habe man aber nicht feststellen können, sagte ein Sprecher. Es sei auch in der Nacht verhältnismäßig ruhig gewesen.

In sozialen Medien gibt es jedoch Kritik. Auf zahlreichen Bildern ist zu sehen, wie Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Derweil erreicht der sog. Inzidenzwert in der bayerischen Ladeshauptstadt aktuell 54,7. (Quelle: SZ, 20.9.20)


Corona gab den Ausschlag:
Westfleisch will 3.000 Werkvertragsarbeiter/innen übernehmen

Beim Unternehmen Westfleisch sollen ab Januar alle Mitarbeiter in der Schlachtung und Zerlegung dem Stammbetrieb angehören – nicht mehr externen Werkvertragsfirmen. Grundlage ist ein Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), teilte Westfleisch am Donnerstag in Münster mit. Demnach will Westfleisch rund 3.000 Beschäftigte eingliedern, die bisher bei externen Werkvertragsunternehmen angestellt waren. Ebenso sollen rund 1.000 Menschen in die Stammbelegschaft wechseln, die bislang noch bei „konzerneigenen Dienstleistungsgesellschaften“ angestellt waren.

Bezahlt werden sollen die Beschäftigen laut Tarifvertrag auf der Grundlage von sechs Lohnstufen, dabei liege die niedrigste oberhalb des gesetzlichen Mindestlohnes, teilte der Fleischkonzern weiter mit. In dieser niedrigsten Kategorie arbeiteten demnächst weniger als 20 Prozent aller 7.000 Beschäftigen, die ab Januar „dem Mutterhaus angehören“.

Der Abschied von den umstrittenen Werkverträgen wurde ausgelöst durch zahlreiche Corona-Infektionen unter den meist ausländischen Werkvertrag-Mitarbeitern. Betroffen war vor allem der Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld. Durch die zahlreichen Neuinfektionen wurden die Werkverträge und auch die Art, wie die Arbeiter untergebracht wurden, heftig kritisiert. Im Juni hatte Westfleisch daraufhin angekündigt, sich von den Werkverträgen verabschieden zu wollen. (Quelle: WDR, 20.09.20)


Russland-Zahlen

Russland verzeichnet den zweiten Tag in Folge wieder mehr als 6000 Corona-Neuinfektionen. Die Behörden melden einen Anstieg der nachgewiesenen Ansteckungen binnen 24 Stunden um 6148 auf mehr als 1,1 Millionen.
Gestern wurden erstmals seit zwei Monaten wieder mehr 6000 Fälle verzeichnet. 79 weitere Menschen starben den Angaben in Verbindung mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 19.418. Russland weist nach den USA, Indien und Brasilien die meisten Infektionen weltweit auf. (Quelle: ARD, 20.09.20)


ONE gegen Impfnationalismus

Die Entwicklungsorganisation ONE hat die Weltgemeinschaft aufgefordert, gemeinsam für eine gerechte Verteilung von künftigen Corona-Impfstoffen zu sorgen. „Impf-Nationalismus ist wie ein Gift – und das ist das letzte, was wir gerade brauchen“, sagte der deutsche One-Direktor Stephan Exo-Kreischer mit Blick auf die Dienstag in New York beginnende Generaldebatte zum 75-jährigen Bestehen der Vereinten Nationen.
Im Schnitt seien neue Medikamente bisher mit sieben Jahren Verzögerung in Entwicklungsländern angekommen. Die reichen Industrieländer müssten „Geld in die Hand nehmen und es in die Covax-Initiative investieren“, so Exo-Kreischer. In diesem Vorhaben arbeiten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die globalen Allianzen Gavi und Cepi daran, einen Impfstoff zu entwickeln und diesen auch den Ländern zur Verfügung zu stellen, die am stärksten von Armut betroffen sind – und das zu einem bezahlbaren Preis.

ONE ist eine amerikanische überparteiliche und international agierende Lobby- und Kampagnenorganisation, die sich für die Bekämpfung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten einsetzt. Schwerpunkt der Arbeit ist Afrika südlich der Sahara.

Anders als die überwiegende Mehrzahl entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen konzentriert sich ONE ausschließlich auf politische Arbeit. Sie setzt sich insbesondere gegenüber den G8-Staaten dafür ein, die strukturellen Entwicklungshemmnisse ärmerer Länder abzubauen. (Quelle: Tagesschau, 20.09.20)


Tschechien: Rekord-Infektionszahlen

Die tägliche Zahl der Neuerkrankungen in der Tschechischen Republik ging am Samstag auf 2.046 zurück. Dies ist immer noch ein Rekordwert für einen Wochenendtag, an dem weniger Tests durchgeführt wurden, wie Daten des Gesundheitsministeriums zeigen.

Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle stieg in dem 10,7-Millionen-Land auf 48.306.

Tschechien meldete in den letzten Wochen neue Infektionsflle mit einer der höchsten Steigerungen in Europa, und die Behörden haben wie im Frühjahr zu Lockdown-Maßnahmen gegriffen, als die Pandemie das Land zum ersten Mal erreichte. (Quelle: The Guardian, 20.09.20)


England: Empfindliche Geldstrafen für Verstöße gegen Quarantänepflicht

Als Reaktion auf die drastisch zunehmenden Infektionen mit dem Coronavirus in England führt die Regierung hohe Geldstrafen für Verstöße gegen die Quarantäneregeln ein. Wer positiv auf das Virus getestet wird oder nach Kontakt zu Infizierten von den Gesundheitsbehörden zur Selbstisolierung angehalten wird, muss sich künftig zwingend in Quarantäne begeben.

Wird diese Pflicht missachtet, drohen Geldstrafen von mehreren Tausend Euro. Die neue Vorschrift tritt in England am 28. September in Kraft und soll möglicherweise auf ganz Großbritannien – also auch Schottland, Wales und Nordirland – ausgedehnt werden. Die Mindeststrafe für Verstöße soll bei umgerechnet 1.100 Euro liegen, Wiederholungstätern drohen Geldbußen bis zu 11.000 Euro. Der Höchstbetrag wird auch für Unternehmen fällig, die Beschäftigte an den Arbeitsplatz zwingen, obwohl diese eigentlich in Quarantäne bleiben müssten. Geringverdiener, die aus Infektionsschutzgründen zu Hause bleiben müssen und nicht im Homeoffice arbeiten können, sollen zur Entschädigung eine Einmalzahlung von umgerechnet 550 Euro bekommen. (Quelle: DIE ZEIT, 20.09.20)



Zahl der Corona-Infizierten in Indien steigt auf 5,4 Millionen

Indien meldete am Sonntag weitere 92.605 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen binnen 24 Stunden auf 5,4 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. In keinem anderen Land steigen die Infektionszahlen seit Anfang August schneller.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 1.113 auf 86.752. Die offizielle Sterberate von 1,6 Prozent ist allerdings vergleichsweise niedrig. Nach den USA ist Indien am schwersten von der Pandemie betroffen. (Quelle: ARD, 20.09.20)


Überblick zur Nacht

  • Frankreich meldete am Samstag 13.498 neue bestätigte Coronavirus-Fälle und stellte damit einen weiteren Rekord bei den täglichen zusätzlichen Infektionen auf, seit sich die Krankheit im Land ausbreitete.
  • Großbritannien meldete am Samstag täglich 4.422 neue Fälle von Coronavirus, 100 mehr neue Fälle als am Freitag und die höchste tägliche Gesamtzahl seit dem 8. Mai.
  • Brasilien verzeichnete in den letzten 24 Stunden 33.057 zusätzliche bestätigte Fälle von Coronavirus und 739 Todesfälle aufgrund der Krankheit.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein Protokoll zum Testen afrikanischer Kräutermedizin als potenzielle Behandlung für Coronavirus und andere Epidemien gebilligt.
  • Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat gewarnt, dass die englische Hauptstadt bis Montag neue Covid-Beschränkungen benötigt, um einen starken Anstieg der Infektionen zu vermeiden, derweil die Ärzte die britische Regierung aufforderten, in England strengere Coronavirus-Maßnahmen einzuführen, um die Fallzahlen zu senken und einen zweiten nationalen Lockdown zu vermeiden.
  • Die Philippinen meldeten 3.962 neue Coronavirus-Infektionen und 100 zusätzliche Todesfälle, wobei beide Zahlen die höchsten seit fünf Tagen waren.
  • Ontario, die bevölkerungsreichste Provinz in Kanada, geht gegen private gesellschaftliche Zusammenkünfte und Feiern vor, weil die Fälle von Coronaviren stark zunehmen.
  • Nachdem Polen am Samstag einen neue täglichen Coronavirus-Rekord gemeldet hatte, verzeichneten auch das benachbarte Litauen und die Slowakei ihre größten täglichen Zahlen seit Beginn der Pandemie.
  • Einige der ärmeren Bezirke Madrids sollen nächste Woche teilweise gesperrt werden, aber die Bewohner eines des am stärksten betroffenen Stadtteils sagten heute, sie bezweifelten, dass die neuen Maßnahmen funktionieren.
    (Quelle: The Guardian, 20.09.20)

Bericht: Deutsche Krankenhäuser reduzieren Corona-Betten

Die deutschen Krankenhäuser halten einem Medienbericht zufolge trotz steigender Infektionszahlen immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen für Patienten frei, die schwer am neuartigen Coronavirus erkrankt sind. Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet, hat die baden-württembergische Landesregierung in dieser Woche entschieden, dass künftig statt 35 Prozent nur noch zehn Prozent der Betten für diese Patienten reserviert werden sollen. Sie folgte damit der Entwicklung in anderen Bundesländern. In Berlin sind bereits seit Juni nur noch zehn Prozent der Betten für Covid-Patienten reserviert, Niedersachsen folgte Mitte Juli.

In Bayern und Brandenburg müssen die Krankenhäuser seit dem Sommer gar keine Intensivbetten mehr für Covid-Patienten freihalten, Hamburg schaffte die Quote im August ab. Anfang September kippte auch Sachsen-Anhalt die Regelung ganz. Allein in Rheinland-Pfalz sind Krankenhäuser seit dem Frühjahr unverändert dazu angehalten, 20 Prozent ihrer Intensivbetten wegen Corona freizuhalten. Es sei nicht geplant, daran etwas zu ändern, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Mainz dem Blatt.(Quelle: T-online, 20.09.20)



Brasilien überschreitet 4,5 Millionen Infektionsfälle

Brasilien verzeichnete in den letzten 24 Stunden 33.057 zusätzliche bestätigte Fälle von Coronavirus und 739 Todesfälle aufgrund der Krankheit, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit.

Südamerikas größtes Land hat seit Beginn der Pandemie mehr als 4,5 Millionen Fälle des Virus registriert. Nach Angaben des Ministeriums ist dies nach den USA und Indien der dritthöchste Corona-Bilanz.

In Brasilien sind mehr als 136.000 Menschen an der Krankheit gestorben. Das ist nach den USA Platz zwei weltweit. (Quelle: The Guardian, 19.09.20)


Großbritannien in 2. Welle

Großbritannien meldete am Samstag 4.422 neue Fälle von Coronavirus binnen 24 Stunden, 100 mehr als am Freitag und die höchste tägliche Gesamtzahl seit dem 8. Mai. Insgesamt wurden landesweit damit 390.358 Fälle des Virus bestätigt.

Die Regierung von Premier Johnson sagte, weitere 27 Menschen seien innerhalb von 28 Tagen nach dem positiven Test auf Covid-19 am Samstag gestorben, was die Zahl der offiziellen Todesfälle in Großbritannien auf 41.759 erhöhte.

Separate Zahlen, die von den britischen Statistikbehörden veröffentlicht wurden, zeigen aber, dass in Großbritannien inzwischen 57.500 Todesfälle registriert wurden, bei denen CoViD-19 auf der Sterbeurkunde erwähnt wurde. (Quelle: The Guardian, 19.09.20)


Neuinfektionen in Polen erreichen Rekordhoch

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Behörden verzeichneten 1.002 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden (bei rund 38,5 Millionen Einwohnern).

„Die Werte, die wir jetzt sehen, sind ein Ergebnis davon, dass die Menschen zum normalen Alltagsleben und zur Arbeit zurückgekehrt sind“, teilte das polnische Gesundheitsministerium mit. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 78.330 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. (Quelle: TSP, 19.09.20)


CoViD-19: Rasante Ausbreitung in Südostasien

In Indonesien und auf den Philippinen breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Indonesien meldet mit 4.168 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen stieg damit auf 240.687, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 112 auf 9.448. Es ist höchste Totenzahl in Südostasien.

Die Philippinen verzeichnen einen Anstieg bei den Ansteckungen binnen 24 Stunden um 3.962 auf 283.460 und damit die kräftigste Zunahme seit fünf Tagen. Der Inselstaat weist die meisten Infektionen in der Region auf. Die Zahl der Todesfälle wuchs dem Gesundheitsministerium zufolge um 100 auf 4.930. (Quelle: TSP, 19.09.20)


Dänemark: Höchster Tageswert

Dänemark hat den höchsten Tageswert an Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie registriert. Wie aus Zahlen des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit dem Vortag 589 neue Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt – das ist der höchste Tageswert, seit das Virus Ende Februar erstmals im nördlichsten deutschen Nachbarland nachgewiesen worden war. Die heutigen Zahlen lassen sich allerdings nur schwer mit denjenigen der ersten Hochphase der Corona-Krise im Frühjahr vergleichen, weil in Dänemark wie in zahlreichen anderen Ländern heute viel mehr auf Corona getestet wird.
Dennoch sind die dänischen Behörden und die Regierung in Kopenhagen besorgt über den Anstieg der vergangenen Wochen, der vor allem mit einigen lokalen Ausbrüchen zusammenhängt. Zuletzt sind die Fallzahlen vor allem in der Hauptstadtregion angestiegen. (Quelle: ARD, 19.09.20)


Slowakei erneuter Höchststand bei Neuinfektionen

Die Slowakei hat zum zweiten Mal in zwei Tagen einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der innerhalb von 24 Stunden registrierten Fälle lag bei 290, teilte das Nationale Gesundheits-Informationszentrum mit. Dies war der höchste Wert sei dem Ausbruch der Pandemie im März. Der bisherige Höchstwert wurde einen Tag zuvor erfasst, er betrug 235 Fälle. (Quelle: Tagesschau, 19.09.20)


Lesbos: Inzwischen 214 positive Tests bei Flüchtlingen

Auf der griechischen Insel Lesbos sind knapp drei Viertel der mehr als 12.000 Migranten aus dem abgebrannten Camp Moria in ein neues, provisorisches Zeltlager gezogen. Die rund 9.000 Menschen seien alle registriert worden, damit die Asylverfahren weiterlaufen könnten, berichtete die griechische Nachrichten-Agentur ANA-MPA am Samstag.

Das provisorische Lager ist nahezu voll belegt – es ist für maximal 10.000 Menschen ausgelegt. Die Menschen werden nach offiziellen Angaben außerdem auf das Coronavirus getestet. Bisher seien die Tests bei 214 Menschen positiv ausgefallen. Die Infizierten würden in einem abgetrennten Teil des Lagers isoliert. Anfang September wurde im Lager Moria bereits ein Ansteckungsherd von 35 Infizierten entdeckt – bevor die Feuer ausbrachen.

Alle in Moria internierte Migranten waren nach dem Brand im Camp Moria vom 8. auf den 9. September obdachlos geworden und mussten auf der Straße und in umliegenden Olivenhainen schlafen – ohne jegliche Infrastruktur wie fließendes Wasser und Toiletten.

Am Donnerstag hatte die griechische Polizei damit begonnen, die Flüchtlinge in das neue Zeltlager zu zwingen. Dabei ging sie außergewöhnlich brutal vor. So wurde auch mit Tränengas auf Zelte geschossen, in denen sich Frauen und Kinder befanden.

Die Behörden drohten gleichzeitig, die Asylanträge derjenigen nicht zu bearbeiten, die nicht in das neue Lager ziehen wollten.

Wegen der desolaten Situation gab es im Lager Moria in den vergangenen Jahren immer wieder Unruhen, Aufstände und Brandstiftungen. Auch am vergangenen Mittwoch wurde das Feuer mutmaßlich von Migranten verursacht, die bei starkem Wind zeitgleich an verschiedenen Stellen Brände entfacht haben sollen. Sechs Männer wurden deshalb festgenommen; vier der mutmaßlichen Brandstifter im Alter von 19 und 20 sollen sich an diesem Samstag auf Lesbos einer ersten Anhörung stellen, zwei weitere verdächtige 17-Jährige sollen am Montag gehört werden.

(Foto: Lesbosküste CC s. Archiv 07.03.20; Quelle: TSP, 19.09.20)


Iran-Zahlen

Der Iran meldete am Samstag 166 neue Corona-Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Toten auf 24.118, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Neuinfektionen um 2.845 auf 419.043. Zehn bis zwölf Prozent der Patienten, die im Iran mit CoViD-19 ins Krankenhaus kämen, überlebten nicht, sagte Masoud Mardani, Spezialist für Infektionskrankheiten und Mitglied einer sog. Task Force der iranischen Regierung. Rund die Hälfte der Erkrankten auf Intensivstationen sterbe. Die Todesrate bei den beatmeten Personen betrage 90 Prozent. (Quelle: TSP, 19.09.20)


Deutschland: Corona-Tests auf Rekordhoch

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Tests in der vergangenen Woche auf ein Rekordhoch gestiegen. Es seien 1,12 Millionen Tests durchgeführt worden, teilt das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage mit. (Quelle: Tagesschau, 19.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 18.775 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 19. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 153 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern sind keine weiteren Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA inzwischen 669 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 16.236 der bislang gemeldeten Fälle (86,5 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 19.09.20)


Supercup: FCB-Trainer Flick kritisiert Austragungsort Budapest

Bayern-Trainer Hansi Flick hat die Austragung des europäischen Fußball-Supercups im Corona-Risikogebiet Budapest scharf kritisiert: „Das ist eine Sache, die man nicht ganz so versteht. Aber wir sind nicht die, die die Entscheidung treffen, die haben andere getroffen“, sagte der 55-Jährige.
Die Münchner sollen als Champions-League-Sieger nach dem Willen der UEFA am Donnerstag in der ungarischen Hauptstadt gegen den Europa-League-Gewinner FC Sevilla antreten. Das RKI hatte Budapest am Mittwochabend wegen steigender Infektionszahlen in die Liste der Risikogebiete aufgenommen. Das Auswärtige Amt folgte mit der Reisewarnung, die natürlich auch für die Bayern-Fans gilt. (Quelle: Tagesschau, 19.09.20)


Spahn will Impfstoffverteilung bis Oktober regeln

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Verteilung künftiger Corona-Impfstoffe in Deutschland laut einem Medienbericht bis Ende Oktober regeln. Dazu sollten Ärzte, Ethikexperten und Sozialwissenschaftler Grundsätze erarbeiten, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise. Die Expertengruppe soll neben Mitgliedern der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut auch Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Mitglieder des deutschen Ethikrates umfassen.

Begründet werde der Schritt damit, dass die Frage der Verteilung angesichts zunächst knapper Impfdosen nicht nur eine medizinische, sondern auch eine ethische und sozialpolitische Dimension habe, heißt es in dem Bericht. Das Verteilungskonzept soll im Detail festgelegt werden, wenn ein konkreter Impfstoff zugelassen ist und dessen möglicherweise spezifische Wirkung bei einzelnen Bevölkerungsgruppen bekannt ist.

Spahn hatte sich mehrfach dafür ausgesprochen, grundsätzlich zuerst Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege zum Zuge kommen zu lassen. Der Bund hat angekündigt, die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs durch deutsche Unternehmen mit 750 Millionen Euro zu fördern. Weltweit befinden sich derzeit neun Impfstoffkandidaten gegen das neuartige Coronavirus in der dritten und letzten Testphase. In dieser Phase wird das Mittel an tausenden Menschen erprobt. (Quelle: TSP, 19.09.20)


Iran: Dritte Welle?

Der Iran scheint sich in einer „dritten Welle“ des Coronavirus-Ausbruchs zu befinden. Gemeldet werden neue Infektionszahlen von über 3.000 pro Tag – so hoch wie beim ersten Auftreten des Virus im Februar.

Der Iran war eines der ersten Länder außerhalb Chinas, das vom Virus betroffen war. Die Behörden brachten die Krankheit Anfang Mai unter Kontrolle, erlebten jedoch Anfang Juni einen Anstieg, der Ende August auf weniger als 1.600 neue Fälle pro Tag zurückging.

Nach den neuesten Zahlen, die am Freitag vom iranischen Gesundheitsamt veröffentlicht wurden, waren in den vergangenen 24 Stunden 144 Menschen gestorben und 3.049 neue Fälle registriert worden. Die Gesamtzahl der bestätigten Todesfälle durch Covid-19 beträgt 23.952, und 28 Provinzen des Landes, einschließlich der Hauptstadt Teheran, werden auf einer Skala, die die Schwere der Ausbrüche angibt, als rot oder gelb eingestuft. (Quelle: The Guardian, 19.09.20)


Überblick am Morgen

  • Laut Johns-Hopkins-Universität hat die Zahl der Coronavirus-Fälle weltweit 30 Millionen überschritten. Die weltweite Zahl der Corona-Toten liegt bei 947.919 Menschen und wird voraussichtlich bis zum 1. Oktober 1 Million überschreiten. Die USA sind mit 6,69 Mio. und mehr als 200.000 Todesfällen für mehr als 22% der weltweiten Fälle verantwortlich.
  • US-Präsident Donald Trump sagte, er rechne damit, bis April für jeden US-Amerikaner genügend Dosen eines Coronavirus-Impfstoffs zur Verfügung zu haben.
  • In Australien meldet der Bundesstaat Victoria 21 neue Fälle von Covid-19 und sieben Todesfälle, während der Bundesstaat New South Wales drei neue Fälle verzeichnete.
  • Der Gesundheitschef von Victoria Prof. Brett Sutton hat sich für seine Kommentare zum Ausbruch von Fällen in Melbourne-Casey entschuldigt. Er hatte sie mit der afghanischen Gemeinschaft dort in Verbindung gebracht hat.
  • Mexiko meldete 4.841 neue Fälle von Covid-19 und 624 Todesfälle
  • Indien meldete 93.337 neue Fälle von Covid-19 und 1.247 weitere Todesfälle. (Quelle: The Guardian, 19.09.20)

Deutschland: Zahlen steigen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut deutlich die Schwelle von 2000 übersprungen und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland laut Robert Koch-Institut 2.297 neue Corona-Infektionen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 270.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert.
Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.384. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet.
Bis zum Morgen hatten rund 239.800 Menschen die Infektion überstanden. (Quelle: RKI, 19.09.20)


Belgien: Mehr Corona-Tote als in Deutschland

Mit 1625 neuen Fällen verzeichnete Belgien am Donnerstag nur rund 300 Fälle weniger als Deutschland. In den vergangenen Wochen gab es täglich durchschnittlich rund 1000 Neuinfizierte. Das ist die Hälfte des derzeitigen deutschen Durschnitts – dabei hat Deutschland knapp siebenmal so viele Einwohner. Belgien steht derzeit bei rund 98.000 Gesamtfällen seit Beginn der Pandemie. Mehr als 10.000 Menschen sind schon an Corona gestorben – das sind ein paar Hundert mehr als in Deutschland.

Die absoluten Zahlen bei den Neuinfektionen liegen nicht ganz auf dem Niveau von Tschechien, allerdings liegt die Positivrate der Tests konstant bei 3,5 Prozent und damit nur knapp hinter dem östlichen deutschen Nachbarn. Auch die Anzahl der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, ist mit 371 ähnlich hoch. Weitere 69 Infizierte liegen in Belgien derzeit auf der Intensivstation, 39 werden beamtet. (Quelle: TSP, 19.09.20)


Österreich: Deutlich höhere Positivrate als in Deutschland

In Wien spricht man von einer „Katastrophe“. Diese hat allerdings nur indirekt mit den Infiziertenzahlen zu tun. Wien wurde vom RKI zum Risikogebiet erklärt, weshalb Österreich einen Tourismuseinbruch befürchtet.

725 neue Fälle wurden am Donnerstag in Österreich registriert. Das sind verteilt auf die 8,9 Millionen Einwohner deutlich weniger als in Belgien und natürlich noch deutlich weniger als in Spanien, Frankreich oder Tschechien. Die Positivrate der Tests liegt trotzdem über dem einen Prozent, bei der sie in Deutschland liegt. 2,6 Prozent der Corona-Tests waren in den vergangenen Tagen positiv. In Österreich werden 334 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, 62 auf der Intensivstation. (Quelle: TSP, 19.09.20)



Niederlande verschärfen Corona-Maßnahmen in großen Städten

Viele Menschen, die in den Herbstferien in die Niederlande fahren wollten, mussten diese Woche ihre Pläne ändern. Am Mittwoch sprach die Bundesregierung eine Reisewarnung für die Provinzen Nord- und Südholland aus, weil dort die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen über 50 pro 100.000 Einwohner lag.
Ausschlaggebend dafür ist vor allem der Anstieg der Covid-19-Infizierten in den dortigen großen Städten wie Amsterdam und Rotterdam.

Die Reisewarnung gilt auch für Urlaubsregionen wie Zandvoort, Texel, Egmond aan Zee, Bergen, Scheveningen, Delft und Noordwijk.

Die niederländische Regierung hat ebenfalls reagiert und in sechs besonders betroffenen Regionen die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. Unter anderem dürfen Gaststätten dort ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schließen. Zudem werden Feiern mit mehr als 50 Personen verboten. Die Regelungen gelten ab Sonntagabend.

Was in die Niederlande reisende Urlauber wissen müssen…

(Grafik und Quelle: WDR, 19.09.20)


CDU unterstützt Scholz‘ Haushaltspläne

Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg (CDU), hat die Haushaltspläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) für 2021 unterstützt. „Herr Scholz hat hier gar keinen Spielraum. Die Corona-Krise endet nicht dieses Jahr, sondern wird bis ins nächste Jahr fortdauern“, sagte Rehberg der „Passauer Neuen Presse“. „Man kann in der Krise nicht dagegen ansparen.“ Scholz setze im Haushalt um, „was wir gemeinsam in der Koalition beschlossen haben“. Im Kampf gegen die Corona-Krise will Scholz auch 2021 neue Schulden in Milliardenhöhe aufnehmen. Geplant ist eine Nettokreditaufnahme von rund 96 Milliarden Euro. Auch im kommenden Jahr soll die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ausgesetzt werden, wie es aus Kreisen des Finanzministeriums hieß. Im laufenden Jahr liegt die Neuverschuldung auf einem Rekordniveau von rund 218 Milliarden Euro. (Quelle: Tagesschau, 19.09.20)


Frankreich: Wirtschafts- und Finanzminister Le Maire ist infiziert

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er sei am Freitagabend positiv auf das Virus getestet worden, erklärte Le Maire im Onlinedienst Twitter. Er habe sich wie vorgeschrieben umgehend zu Hause isoliert und werde sieben Tage in Quarantäne bleiben. Da er keine Symptome habe, könne er zu Hause arbeiten und sein Amt weiter ausüben.

Le Maire ist nicht das erste Mitglied des Kabinetts von Präsident Emmanuel Macron, das sich angesteckt hat. Im März wurde bereits der damalige Kulturminister Franck Riester, der inzwischen für Außenhandel zuständig ist, positiv getestet.

Anfang September musste Premierminister Jean Castex in Quarantäne, weil er engen Kontakt zum positiv getesteten Direktor der Tour de France, Christian Prudhomme, hatte. Weil seine zwei Virus-Tests negativ waren, wurde er vergangene Woche aus der Quarantäne entlassen.

In Frankreich wurden zuletzt auch mehrere Prominente positiv getestet, darunter Fußballstars wie Kylian Mbappé und der Brasilianer Neymar. (Quelle: Spiegel, 18.09.20)


Trump: „Hunderte Millionen Dosen“ ab April 2021

US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben damit, dass bis April 2021 genug Dosen eines Corona-Impfstoffs für alle Amerikaner verfügbar sind. „In Kürze werden wir einen sicheren und effektiven Impfstoff haben, um das Virus zu besiegen“, sagte Trump auf einer Nachrichtenkonferenz. „Hunderte Millionen Dosen werden jeden Monat zur Verfügung stehen.“ Innerhalb von 24 Stunden nach Zulassung durch die Gesundheitsbehörden könne der Impfstoff laut Trump verteilt werden.

Zuvor hatte Trump behauptet, der potenzielle Impfstoff könne schon im Oktober zugelassen werden. Experten hielten das aber für unrealistisch. (Foto: CC s. Archiv v. 26.04.; Quelle: Tagesschau, 18.09.20)


Heizpilz-Debatte bei den Grünen

Die angekündigte Zulassung sog. Heizpilze in der Hamburger Außengastronomie wegen der Corona-Pandemie sorgt für Streit bei den Hamburger Grünen. „Die Heizpilze spielen eine verhältnismäßig kleine Rolle im Klimaschutz, aber sie stehen sinnbildlich für eine Corona-Politik, die wir gerade nicht machen wollen“, sagte der Sprecher der Grünen Jugend, Leon Alam, am Freitag beim Kleinen Parteitag in Wilhelmsburg. Das 1,5-Grad-Ziel beim Klimaschutz könne nicht eingehalten werden, wenn die Grünen auf den Zug der SPD aufsprängen.

Dem widersprach die Zweite Bürgermeisterin und für die Bezirke zuständige Senatorin Katharina Fegebank. „Wir haben jeden Tag die Verantwortung zu tragen für alle Menschen in dieser Stadt“, betonte Fegebank. Auch sie finde Heizpilze „ätzend und klimaschädlich“. Aber es gehe bei der Gastronomie und den kleinen Läden ums Überleben. (Foto: Harald_Landsrath via pixabay; Quelle: NDR, 18.09.20)


Bundesliga-Auftakt des 1.FC Köln doch ein Geisterspiel

Statt der erhofften 9200 Zuschauer muss auch Fußball-Bundesligist 1. FC Köln am Samstag gegen die TSG Hoffenheim ohne Fans auskommen.

„Die Experten erwarten, dass die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Köln am Samstag einen Wert nahe an 35 bzw. über 35 erreicht“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Laut Beschluss der Bundesländer ist 35 der Grenzwert, bis zu dem Zuschauer ins Stadion gelassen werden dürfen. Deshalb haben sich der Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, und die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, am Freitag gegen eine Teilöffnung des Stadions entschieden. (Quelle: Sportschau, 18.09.20)


Scholz stellt Bundeshaushalt 2021 vor: Sehr hohe Kreditaufnahme

Finanzminister Scholz plant für 2021 eine Neuverschuldung von 96,2 Milliarden Euro. Für den Etat, den das Kabinett am Mittwoch beschließen will, ist eine erneute Ausnahmegenehmigung von der Schuldenbremse notwendig.

Die Zeit der „schwarzen Nullen“, also der ausgeglichenen Haushalte, scheint nur noch eine zarte Erinnerung zu sein. Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie heißt es auch für den Etat 2021: Ohne sehr hohe Neuverschuldung geht es nicht.
96,2 Milliarden Euro werden es nach Angaben aus Regierungskreisen sein. Das ist höher als der Bund laut Regeln der sog. Schuldenbremse eigentlich darf. Nur 10 Milliarden Euro neue Schulden wären nach der im Grundgesetz festgelegten Regel an Staatsfinanzierung 2021 auf Pump möglich. Für den Haushalt muss der Bundestag also eine erneute Ausnahmegenehmigung erteilen. (Foto CC s. Archiv v. 16.05.; Quelle NDR, 18.09.20)


Cloppenburg: CoViD-19-Infektionszahlen überschreiten Grenzwert deutlich

Angesichts drastisch gestiegener Corona-Infektionen gibt es in Teilen des Landkreises Cloppenburg durch eine Allgemeinverfügung der Kreisverwaltung neue Einschränkungen. Dieser Schritt ist notwendig, nachdem es in dem Landkreis mittlerweile 61,5 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage gibt. Der von Bund und de Bundesländern festgelegte Grenzwert liegt bei 50.

Besonders betroffen ist nach wie vor der Bereich Löningen, wie Landrat Johann Wimberg (CDU) auf einer Pressekonferenz sagte. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, verhängt der Landkreis für die Stadt Löningen und die Gemeinden Lastrup, Essen und Lindern Beschränkungen für Zusammenkünfte.

Danach sind dort jegliche Versammlungen in Vereinseinrichtungen verboten. Restaurants müssen um 22 Uhr schließen. Auch soziale Kontakte sollen deutlich reduziert werden. So dürfen sich nur noch maximal sechs Personen treffen. Treffen sich Menschen aus lediglich zwei Haushalten, dürfen es auch mehr als sechs Personen sein. Die Allgemeinverfügung des Landkreises gilt zunächst bis zum 4. Oktober. Ziel sei es, das wirtschaftliche und soziale Leben nicht im gesamten Landkreis zum Erliegen zu bringen, sagte Wimberg. Die Abwägung zwischen Freiheitsrechten und Infektionsschutz sei oft keine einfache Aufgabe. Der Landkreis bemühe sich, in diesem Spannungsfeld einen Weg zu finden, der dem Infektionsschutz diene, aber die Freiheit der Bürger und das wirtschaftliche Leben nicht zu sehr strapaziere.

Der Landkreis „beobachtet das Infektionsgeschehen in den kommenden Tagen weiter sehr genau“, sagte Wimberg. Schon zuvor habe man beobachtet, dass sich das Virus im Bereich Freizeit und Sport ausbreitet. Deshalb habe man Mannschaftssport im gesamten Landkreis bereits zu Beginn der Woche verboten. Ziel sei es, zu verhindern, dass das Infektionsgeschehen in weitere Teile des Landkreises verschleppt wird, so Wimberg. Auch das Copernicus-Gymnasium in Löningen und eine Außenstelle der Berufsbildenden Schule wurden geschlossen. Außerdem seien Schüler aus anderen Schulen in Kohorten in Quarantäne geschickt worden. „Nun müssen wir schauen, wie sich die Maßnahmen auswirken und ob wir möglicherweise weitere Maßnahmen ergreifen müssen“, sagte der Landrat.

Der Landkreis weist seine Bewohner auch auch mögliche Probleme bei Fahrten in andere Regionen hin. „Das Überschreiten dieser kritischen Marke kann zu Einschränkungen bei privaten oder beruflichen Reisen in Gebiete außerhalb des Landkreises Cloppenburg führen“, sagte der CDU-Landrat. „Auch die Ausübung des Berufs außerhalb des Landkreises könnte für Pendler ein Problem darstellen.“ Ob die Menschen aus dem Landkreis Cloppenburg noch in anderen Ländern oder Bundesländern Urlaub machen oder übernachten dürfen, ist laut Wimberg von den dortigen Auflagen abhängig. So dürften etwa in Schleswig-Holstein keine Menschen beherbergt werden, die aus einem Gebiet kommen, in dem die Sieben-Tage-Inzidenz über 50 liegt. Über die geltenden Bestimmungen sollten sich die Bürger am Zielort oder gegebenenfalls beim Reiseveranstalter erkundigen.

Am Freitag gab es laut Wimberg noch einmal 30 neue Corona-Fälle. Insgesamt gibt es damit 145 aktuelle Infektionen im Landkreis. „Das ist für uns sehr ungewöhnlich“, sagte der Landrat. Denn der Landkreis Cloppenburg sei bis dahin sehr gut durch die Pandemie gekommen. „Bis heute gibt es keinen einzigen Todesfall“, so Wimberg. Auch sei die Zahl der Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müsse bisher sehr überschaubar. Dass es nun vermehrt Infektionen gebe, hat laut Wimberg wohl auch mit einem laxeren Umgang in der Bevölkerung zu tun. So würden das Tragen der Alltagsmaske sowie die Abstands- und Hygieneregeln nicht mehr ganz so ernst genommen wie zu Beginn der Pandemie. „Die Gesellschaft selbst hat in der Hand, wie es sich mit der Pandemie weiterentwickelt“, so Wimberg. (Quelle: NDR, 18.09.20)


Münsterland: Infektionszahlen gestiegen

Im Münsterland ist die Zahl der amtlich bestätigten akut Corona-Infizierten wieder gestiegen (Stand 18.09.2020, 12.35 Uhr). Derzeit sind 183 Menschen akut infiziert, das sind 13 mehr als am Donnerstag.
Seit dem Ausbruch der Pandemie sind im Münsterland insgesamt 5.890 Corona-Infektionen durch Tests nachgewiesen worden, das sind 14 mehr als am Donnerstag. Davon sind 5.519 Infizierte inzwischen wieder genesen. 187 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. (Quelle: WDR, 18.09.20)


Niederlande: Justizminister verstößt gegen eigene Corona-Regeln

In den Niederlanden ist Justizminister Ferdinand Grapperhaus (CDA) wegen eines Verstoßes gegen seine eigenen Corona-Regeln belangt worden. „Die Staatsanwaltschaft setzte gegen Minister Grapperhaus eine Geldstrafe von 390 Euro fest, weil er bei seiner Hochzeit am 22. August gegen die Regeln gegen das Coronavirus verstoßen hat“, erklärte die Behörde.
Auf Fotos war der Jurist, Anwalt und Politiker des CDA Ferdinand Grapperhaus dicht gedrängt mit Dutzenden Hochzeitsgästen zu sehen. Grapperhaus entschuldigte sich seinerzeit öffentlich, lehnte einen Rücktritt jedoch ab. (Quelle: SPIEGEL, 18.09.20)


Madrid verschärft

In Madrid und Umland werden die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft. Betroffen sind nach Angaben der Behörden 850.000 Menschen. Konkret darf man sich zwischen und innerhalb besonders betroffener Gebiete, in denen die Infektionen stark steigen, nur noch begrenzt bewegen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters betreffen die verschäften Maßnahmen vor allem ärmere Stadtviertel.

Auch der Zugang zu Parks und öffentlichen Bereichen wird eingeschränkt. Außerdem werden nur noch Zusammenkünfte von maximal sechs Personen erlaubt. Ausnahmen gelten allerdings für Menschen, die zur Arbeit müssen. „Wir müssen einen Lockdown vermeiden, wir müssen eine wirtschaftliche Katastrophe vermeiden“, sagte Madrids Regionalpräsidentin Isabel Diaz Ayuso. (Quelle: SPIEGEL, 18.09.20)


Frankreich-Zahlen

Die französische Regierung hat innerhalb der vergangenen 24 Stunden 13.215 neue Corona-Infektionen registriert. Dies ist die höchste Zahl in dem Land seit dem Beginn der Pandemie. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Tage: Zuletzt waren über 10.000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer steigt damit von 31.095 auf 31.249.(Quelle: ARD 18.09.20)


Italien: Zahlen steigen

In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf über 1900 und damit auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Rom vermeldete 1907 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Zuletzt hatte es am 1. Mai mit 1965 Fällen höhere Zahlen bei den Neuinfektionen gegeben.
Seit Beginn der Pandemie zählt Italien insgesamt 294 932 Infizierte und 35 668 Todesfälle nach einer Infektion. Die Infiziertenzahlen sind in Italien laut Ministerium in den letzten sechs Wochen im Durchschnitt kontinuierlich gestiegen, auch wenn das Land derzeit nicht so hohe Fallzahlen wie beispielsweise Spanien oder Frankreich verzeichnet. (Quelle: Tagesschau 18.09.20)


Köln: Oberbürgermeisterin will verschärfte Regeln

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Köln schließt Oberbürgermeisterin Henriette Reker eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen nicht aus. Es müsse „alles getan werden, um einen zweiten Lockdown zu vermeiden“, sagte sie. „Wir beobachten – wie viele andere Städte auch – seit einigen Tagen einen Anstieg der Infektionszahlen“, sagte Reker. Am Donnerstag waren es 372 Infizierte. Bei einem Viertel der Neuinfizierten handle es sich um Reiserückkehrer. Deswegen sollen die kostenlosen Corona-Tests an Flughäfen ab sofort auch für Reisende aus Nichtrisikogebieten zur Verfügung stehen.
Entscheidend für die nächsten Schritte sei die Entwicklung der sogenannten Siebentageinzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wiedergibt. Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden bundesweit ab einem Wert von 50 empfohlen. In Köln lag die Inzidenzzahl am Freitag bei 31,04. Das entspricht 31 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. (Foto: CC 19.07. im Archiv; Quelle: WDR, 18.09.20)


Bayern: München, Würzburg und andere Kommunen überschreiten Grenzwert

Die bayerische Landeshauptstadt München hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten. Dies geht aus der täglich aktualisierten Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervor.
Der Wert gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen die Corona-Pandemie; wird er überschritten, sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen. München erreichte den Wert von 50,7. Der Grenzwert wurde aber auch in anderen Regionen überschritten. So sind in Bayern die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11) besonders betroffen. (Quelle: ARD 18.09.20)



Niedersachsen im Überblick

Insgesamt 18.622 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 18. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 194 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern sind zwei Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA inzwischen 669 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 16.167 der bislang gemeldeten Fälle (86,8 Prozent aller Infektionen). (Quelle und Grafik: NDR, 18.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 18.09.2020, 09.00 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland steigen weiter: Es gab seit gestern aber nur drei neue Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden stieg um zwei. Aktuell sind in der Summe 50 (+1) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 672, umgerechnet auf 100.000 sind dies 207,1. Ihnen stehen 597 Genesene (+2) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befindet sich nach offiziellen Angaben die Rekordzahl von 720 Emsländer*innen (+210) in häuslicher Quarantäne; das ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie.

Auch die Zahlen für Lingen (Ems) sind wiederum gestiegen. Zwei weitere Neuinfektion führen zu aktuell 15 Erkrankten, auch das der höchste Wert bisher.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 16 14 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 19 0 3
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 60 54 1 5
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 13 10 0 3
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 22 17 1 4
Stadt Lingen (Ems) 114 (+2) 95 4 15 (+2)
Stadt Meppen 94 86 4 4
Samtgemeinde Nordhümmling 15 11 0 4
Stadt Papenburg 54 48 2 4
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 16 0 0
Samtgemeinde Sögel 32 28 0 4
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 42 39 0 3
Gesamt* 672 (+3) 597 (+2) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 50 (+1)

Noch was Schräges vom Fußball:
Südamerikanische Fußballer sind verpflichtet, zu Länderspielen zu reisen

Neymar, Lionel Messi und alle weiteren südamerikanischen Nationalspieler müssen ihren Nationalteams bei der WM-Qualifikation im Oktober zur Verfügung stehen. Der südamerikanische Fußballverband Conmebol habe entsprechende Zusicherungen der FIFA erhalten, berichtete die US-Nachrichtenagentur AP am Donnerstag (Ortszeit).

Die Klubs müssen ihre Nationalspieler demnach auch dann freistellen, wenn die Heimatländer oder Länderspielorte in den Ländern ihrer Vereine als Corona-Risikogebiet gelten und bei der Rückkehr nach Europa eine Quarantäne droht. Der Start für die WM-Qualifikations-Partien in Südamerika ist für den 8. und 13. Oktober vorgesehen.
(Foto: Pixabay; Quelle: TSP, 18.09.20)


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Die SG Ripdorf/Molzen II trifft besondere „Vorsichtsmaßnahmen“ in der Corona-Krise und hat das Spiel gegen SV Holdenstedt II daher verloren.

„Aus Angst“, titeln viele Medien, ich sage „aus Vorsicht“ vor einer Corona-Infektion haben die Fußballer der SG Ripdorf/Molzen II in der 3. Kreisklasse im niedersächsischen Uelzen absichtlich ein Spiel verloren – und wie. 0:37 hieß es am Ende gegen den SV Holdenstedt II, nachdem die SG in der Partie ganz bewusst Abstand gehalten hatte.

Wie der Ripdorfer 2. Vorsitzende Patrick Ristow gegenüber dem NDR sagte, habe die Holdenstedter Mannschaft zuvor Kontakt zu einem Corona-Infizierten gehabt. Die gegnerischen Spieler seien vor dem Aufeinandertreffen zwar alle negativ auf COVID-19 getestet worden, allerdings waren seitdem noch keine 14 Tage vergangen. Daher agierten die Ripdorfer lieber vorsichtig. Die Bitte, die Partie aus Sicherheitsgründen zu verlegen, habe der Gegner abgelehnt, berichteten die SG-Verantwortlichen weiter. Die Gastgeber seien daher nur aufgelaufen, um einer Strafe für Nichtantreten aus dem Weg zu gehen. (Quelle: t-online, 18.09.20)


Deutschland-Zahlen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist einen Tag nach dem Erreichen des höchsten Wertes seit April unter der Marke von 2000 geblieben. Innerhalb eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 1916 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 267.773 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9378. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 238.700 Menschen die Infektion überstanden. (Quelle: RKI, 18.09.20)


Drosten: Corona-Lage könnte sich auch hierzulande zuspitzen

Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, „dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England“, sagte der Leiter der Charité-Virologie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er betonte, „dass wir uns aber auch nicht vormachen sollten, dass sich das bei uns alles ganz anders entwickelt. Wir machen auch jetzt nicht sehr viele Sachen sehr anders.“ (Quelle: RKI, 18.09.20)


Kunze warnt vor Coronafolgen für die Musikerszene

Heinz Rudolf Kunze ist einer der deutschen Musiker, der noch nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. Auch jetzt, in Corona-Zeiten, meldet er sich mit eindringlichen Worten.

So rechnet er damit, dass die Hälfte der Musiker in Deutschland das nächste Jahr ohne Live-Musik nicht mehr durchhalten wird. Im Gespräch mit NDR Info Kulturchef Stephan Fritzsche forderte er mehr Aufmerksamkeit seitens der Politik für die desolate Lage der Musiker und Musikerinnen in Deutschland. Sonst müssten viele auf Kellnern oder Taxifahren umsteigen. (Mehr und Quelle: NDR, 18.09.20)


Pflicht zum Insolvenzantrag wird weiter ausgesetzt

Angesichts der weiter angespannten Lage vieler Unternehmen in der Corona-Krise wird das Insolvenzrecht weiter gelockert. In Fällen der Überschuldung wird die Antragspflicht bis Jahresende ausgesetzt. Das beschloss der Bundestag am Donnerstagabend. Das soll in Bedrängnis geratenen Firmen weiterhin Luft verschaffen, um staatliche Hilfen zu beantragen und Sanierungsbemühungen voranzutreiben.

Die weitere Aussetzung gilt für Unternehmen, die pandemiebedingt überschuldet, aber nicht zahlungsunfähig sind. Im März war die Insolvenzantragspflicht bis Ende September ausgesetzt worden – für Fälle, in denen eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung von Firmen auf den Folgen der Corona-Pandemie beruht. Die Koalition hatte Ende August eine Verlängerung beschlossen, für Fälle der Überschuldung. Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrundes gestellt werden. (Quelle: TSP, 18.09.20)


Bundestag beschließt Entlastung der Kommunen

Der Bundestag hat angesichts der Corona-Krise eine milliardenschwere Entlastung der Kommunen beschlossen. Zum einen kompensiert der Bund in diesem Jahr Gewerbesteuerausfälle in Milliardenhöhe. Zum anderen beteiligt er sich dauerhaft stärker an den Kosten für Unterkunft und Heizung bei Hartz-IV-Empfängern.

Für beide Maßnahmen wurde am Donnerstagabend eine Änderung des Grundgesetzes beschlossen. Dafür waren eine Zweidrittel-Mehrheit und damit Stimmen aus der Opposition notwendig. Der Bundesrat muss noch zustimmen, geplant ist dies an diesem Freitag. (Quelle: TSP, 18.09.20)


Hotspot Landkreis Cloppenburg

Im Landkreis Cloppenburg ist Zahl der Corona-infizierten Menschen in den vergangenen Tagen weiter stark angestiegen. Am Donnerstagnachmittag vermeldete der Landkreis 117 aktuell Infizierte. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Pandemie im Landkreis. Damit nähert sich die Region dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einem Zeitraum von sieben Tagen. Im Landkreis Cloppenburg lag der Wert am Donnerstag laut Landesgesundheitsamt bei 46,9. Landesweit ist der Kreis damit bei der sogenannten Sieben-Tages-Inzidenz deutlich an der Spitze – gefolgt vom Landkreis Wesermarsch (23,7) sowie der Region Hannover und dem Landkreis Peine (jeweils 22,3).

Sollten im Landkreis Cloppenburg weitere neue Corona-Fälle gemeldet werden, könnte die Region ab Freitag laut der zuvor von Bund und Ländern definierten Regelung als Risikogebiet gelten. Das hieße: In neun Bundesländern würde ein Beherbergungsverbot für Menschen aus dem Landkreis Cloppenburg gelten. Es sei denn, sie können einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen.

Der Landkreis Cloppenburg plant im Fall eines Überschreitens des 50er-Grenzwertes keinen Shutdown. Es werde weiterhin auf punktuelle Einschränkungen gesetzt, sagte Kreissprecher Frank Beumke. Der Landkreis hat dafür eine Allgemeinverfügung vom Dienstag verschärft: Bis Monatsende sind die Schwimmbäder geschlossen, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Auch Sportunterricht an den Schulen findet nicht mehr statt. Wegen zahlreicher Verstöße gegen die Maskenpflicht in Schulbussen will der Landkreis zudem seine Kontrollen verstärken. Schülern, die bewusst fahrlässig die Maskenpflicht verletzen, drohen demnach Bußgelder statt Ermahnungen.

Im Landkreis Cloppenburg besonders betroffen ist die Stadt Löningen. Dort haben sich zehn Spieler und ein Trainer des Fußballvereins SV Evenkamp infiziert. Darüber hinaus gibt es Corona-Fälle an zwei Schulen und in einem Handwerksbetrieb. (Quelle: NDR, 18.09.20)


Frankreich-Zahlen

Frankreich hat in den letzten 24 Stunden 10.593 neue bestätigte Coronavirus-Fälle registriert, damit einen neuen Tagesrekord aufgestellt und die Gesamtzahl hat sich auf 415.481 erhöht, berichtete das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Paris.

Das bisherige Hoch lag am 10. September bei 10.561 Neuerkrankungen an einem Tag. Der starke Anstieg ist das Ergebnis einer höheren Infektionsrate, aber auch eines massiven Anstiegs der Tests, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Regierung hat Covid-19-Tests kostenlos gemacht, was zu langen Warteschlangen in Testzentren in Städten in ganz Frankreich führte.

Die Zahl der Menschen, die in Frankreich an dem CoViD-19-Virus gestorben sind, stieg um 50 auf 31.095, die zweithöchste Zahl seit zwei Monaten nach den 80 am 11. September gemeldeten Todesfällen. (Quelle: The Guardian, 17.09.20)


Israel: Netanyahu kündigt weitere Verschärfungen an

Kurz vor Beginn eines zweiten Corona-Lockdowns in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eine mögliche weitere Verschärfung der vorgesehenen Einschränkungen angekündigt. Netanyahu sagte, angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen könnte dies notwendig sein. „Ich denke, dass wir angesichts der Infektionslage möglicherweise keine andere Wahl haben werden, als die Beschränkungen zu verschärfen“, sagte Netanyahu.
Am Freitagnachmittag beginnt in Israel ein Corona-Lockdown, der mindestens drei Wochen andauern soll. Die Maßnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen – die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen.
(Quelle ARD, 17.09.20)


New York: Museum verkauft Werke, um seine restliche Sammlung zu retten

Das New Yorker Brooklyn Museum hat in der Corona-Krise zahlreiche Werke zur Auktion freigegeben, um die Instandhaltung der restlichen Sammlung gewährleisten zu können. „Das ist etwas, was für uns sehr schwer ist“, sagte Direktorin Anne Pasternak der „New York Times“. „Aber es ist das Beste für unsere Institution und die Langlebigkeit und Pflege unserer Sammlungen.“
Zu den zwölf Werken, die im Oktober beim Auktionshaus Christie’s versteigert werden sollen, gehören Stücke von Lucas Cranach dem Älteren und Gustave Courbet. Zuvor hatte der US-Verband der Museumsdirektoren aufgrund der Corona-Krise eine Regelung für zwei Jahre ausgesetzt, nach der Werke aus dem Bestand nur zum Ankauf neuer Werke verkauft werden dürfen. (Foto: pixabay; Quelle: ARD, 17.09.20)


Opernsängerin Anna Netrebko infiziert

Die russische Operndiva Anna Netrebko befindet sich nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. „Sie helfen mir. Alles wird gut“, schrieb die 48-jährige Sopranistin bei Instagram. Sie befinde sich bereits seit fünf Tagen mit einer Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. „Ich werde mich bald erholen“, hieß es weiter. Ihr Manager sagte der „New York Times“, es gehe ihr bereits besser.
Die Auftritte Netrebkos in der Oper „Don Carlos“ im Bolschoi-Theater am 6. und 8. September waren die ersten Vorführungen nach der Schließung des Hauses wegen der Corona-Pandemie. Weitere Vorführungen wurden abgesagt, nachdem auch der russische Bass-Sänger Ildar Abdrasakow positiv auf das Coronavirus getestet wurde.
(Quelle: Tagesschau, 17.09.20)


Überblick am Abend

  • Frankreich hat Lyon und Nizza zu „roten Zonen“ des Virus erklärt, in denen zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, um die Ausbreitung von CoViD-19 zu kontrollieren. Später berichtete Reuters, dass die französische Regierung nicht am internationalen Impfprogramm der WHO teilnehmen will. Ds wäre ein Schlag gegen die Bemühungen der UN-Organisation, den „Impfstoff-Nationalismus“ zu unterbinden.
  • Kanada könnte aufgrund eines besorgniserregenden Anstiegs der Covid-19-Fälle in jüngster Zeit seine Fähigkeit zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verlieren, sagte der oberste Arzt des Landes. Die Warnung der Chief Public Health Officer, Theresa Tam, ist der bisher deutlichste Hinweis darauf, wie besorgt die Behörden des Landes sind, dass der Ausbruch möglicherweise außer Kontrolle geraten könnte.
  • Facebook hat erklärt, dass es in seinen Empfehlungen keine Gesundheitsgruppen mehr anzeigen wird. So will das Unternehmen sicherstellen, dass FB-Benutzer Gesundheitsinformationen aus maßgeblichen, seriösen Quellen erhalten. Der Schritt spiegelt wider, dass solche Informationsquellen „entscheidend“ seien.
  • In den USA verzögert New York City erneut die Rückkehr der meisten der mehr als eine Million Schüler an seinen öffentlichen Schulen. Bürgermeister Bill de Blasio sagte, die meisten Grundschüler würden bis zum 29. September nur im Homeschooling unterrichtet.
  • Wuhan, Ground Zero für den Ausbruch des Coronavirus, ist mit internationalen Flügen wieder erreichbar. Damit endet ein achtmonatiges Moratorium seit dem ersten Auftreten der Krankheit. China stoppte internationale Flüge im März, als die weltweite Besorgnis über die Ausbreitung von Covid-19 zunahm, hat die Krankheit nun jedoch weitgehend unter Kontrolle gebracht.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte vor „alarmierenden Übertragungsraten“ von Covid-19 in ganz Europa und warnte die Länder vor einer Verkürzung der Quarantänezeiten. Die Organisation erklärte, die Anzahl der Coronavirus-Fälle im September „sollte als Weckruf für uns alle dienen“. (Quelle: The Guardian, 17.09.20)

Niedersachsen soll „erhebliche Lockerungen“ planen

Niedersachsen will Privatfeiern von Oktober an wieder mit bis zu 500 Menschen erlauben, wenn alle Teilnehmer die ganze Zeit sitzen. Findet die Party vor allem im Stehen statt, sind in Innenräumen bis zu 50 und draußen bis zu 100 Teilnehmer erlaubt. Das geht aus dem neuen Entwurf für die Corona-Verordnung hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Entwurf für die neue Verordnung sei derzeit noch in der Abstimmung zwischen den Ministerien. Auch andere Veranstaltungen sollen mit bis zu 500 Teilnehmern zulässig sein, wenn alle sitzen und Abstand gehalten wird. Discos und Clubs sollen wieder öffnen dürfen – draußen mit bis zu 200 Menschen, in Innenräumen mit maximal 100 und einem Alkoholverbot ab 18 Uhr, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.
Man darf zweifeln, ob dies die richtige Botschaft in einer Zeit ist, in der die CoViD-19-Fälle so stark steigen wie im Frühjahr…

(Quelle: NDR, 17.09.20)


Ausstellung in Bremen über Berührungen

Berührungen sind in Corona-Zeiten teilweise verpönt, aber sie fehlen vielen Menschen. Deshalb widmet das Paula-Modersohn-Becker-Museum in Bremen ihnen eine Ausstellung: Die Schau „Berührend – Annäherung an ein wesentliches Bedürfnis“ mit etwa 60 Kunstwerken öffnet am Sonnabend (19. September) und wird bis zum 24. Januar 2021 gezeigt. „Gerade im Verzicht wird uns mit einem Mal die besondere, geradezu lebensnotwendige Bedeutung von Berührungen bewusst“, sagte der Direktor des Museums und Kurator der Ausstellung, Frank Schmidt. (Quelle: NDR, 17.09.20)


Paris: Nur noch 5000 Zuschauer pro Tag bei French Open

Anderthalb Wochen vor Beginn der French Open ist die Anzahl der zugelassenen Zuschauer einem Medienbericht zufolge erneut reduziert worden. Statt der zuletzt geplanten 11.500 Menschen pro Tag dürfen bei dem Grand-Slam-Turnier vom 27. September bis 11. Oktober nun nur noch 5000 Zuschauer auf die Anlage, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Pariser Polizei berichtete. Vom französischen Tennisverband gab es demnach zunächst keinen Kommentar dazu.
Anfang Juli hatten die Organisatoren mit der Ankündigung überrascht, dass trotz der Coronavirus-Pandemie 20.000 Menschen pro Tag auf die Anlage dürfen. Bei Vorstellung des Hygienekonzepts vor anderthalb Wochen war diese Zahl bereits deutlich reduziert worden. Die US Open hatten zuletzt ohne Zuschauer stattgefunden. (Quelle: ARD, 17.09.20)


Supercup: Spielort Budapest ist Risikogebiet

Nach der Einstufung des Spielortes Budapest als Risikogebiet prüft die Europäische Fußball-Union die Auswirkungen auf die Supercup-Partie zwischen dem FC Bayern und dem FC Sevilla.
Das Robert Koch-Institut hatte Budapest am Mittwochabend in die Liste der für touristische Reisen zu stark von der Corona-Pandemie betroffenen Gebiete aufgenommen. Entsprechend wurde eine Reisewarnung ausgesprochen.
Die UEFA hatte geplant, das Spiel des deutschen Triple-Gewinners gegen den Europa-League-Sieger am 24. September vor Zuschauern auszutragen. In die Puskás Arena sollten bis zu 30 Prozent der Stadionkapazität von 67.000 Menschen eingelassen werden.
Rund 3000 Tickets stehen dem FC Bayern für Fans zur Verfügung. Der Verein hat sogar im Vorfeld des Spiels eine Möglichkeit für kostenlose Corona-Tests der mitreisenden Anhänger organisiert. Wie jetzt weiter verfahren wird, ist offen. (Quelle: ARD, 17.09.20)


WHO nennt Infektionszahlen in Europa ein „Alarmsignal“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als alarmierend an. „Die Zahlen vom September sollten ein Alarmsignal für uns alle sein“, sagte Hans Kluge, der Europadirektor der Organisation, am Donnerstag auf einer Onlinepressekonferenz in Kopenhagen.

WHO-Krisenkoordinatorin Catherine Smallwood sprach sich gegen eine Verkürzung der Quarantänezeiten im Corona-Verdachtsfall aus, wie sie unter anderem in Deutschland diskutiert wird. Die WHO empfiehlt in ihren Corona-Richtlinien eine zweiwöchige Quarantäne für alle, die mit dem Virus in Kontakt waren. Daran solle weiter festgehalten werden, sagte Smallwood. „Unsere Empfehlung … basiert auf unserem Verständnis der Inkubationsperiode und Übertragung der Krankheit. Wir würden sie nur ändern, wenn es eine Änderung unseres Verständnisses der Wissenschaft gibt und das ist bisher nicht der Fall.“

In Europa – wozu die WHO 53 Länder einschließlich Russland zählt – wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden derzeit der WHO zufolge zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt. Am Freitag vergangener Woche wurde die bisher höchste Zahl von 54.000 Neuinfektionen verzeichnet, was aber auch an der europaweiten Zunahme der Tests liegt. (Quelle: ZEIT, 17.09.20)


Bundesligaauftakt: Spiel in München doch ohne Zuschauer

Das Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 dürfen nun doch keine Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort ansehen. Das entschied die Stadt München mit Verweis auf die gestiegenen und steigenden Corona-Infektionszahlen in der Landeshauptstadt. Davor war noch auf 7.500 Fans in der Allianz Arena gehofft worden.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach in einer Mitteilung von einem „falschen Signal“ und verwies auf aktualisierte Corona-Werte des Robert Koch-Instituts (RKI). Demnach ist die Inzidenzzahl in München über Nacht von unter 34 auf 47,6 gestiegen. „Für mich bedeutet dieser hohe, jetzt auch vom RKI bestätigte Inzidenzwert, dass wir über deutlich einschneidendere Einschränkungen im öffentlichen Leben zumindest nachdenken müssen. Und da kann ich nicht zeitgleich Tausende Fans in die Stadien lassen“, teilte Reiter mit. (Quelle: ZeiT, 17.09.20)


Niedersachsen-Zahlen: 219 neue Corona-Fälle

Das Land Niedersachsen hat 219 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 registriert. Die meisten (123) wurden in der Region Hannover gemeldet. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz weist der Kreis Cloppenburg mit 46,9 Fällen je 100.000 Einwohner auf. Betroffen war hier vor allem die Stadt Löningen. Dort gab es Fälle in einem Fußballverein, zwei Schulen und einem Handwerksbetrieb. Die Schutzmaßnahmen wurden regional bereits verschärft. (Quelle NDR; 17.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 17.09.2020, 09.00 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland steigen weiter deutlich: Es gab seit gestern 10 neue Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden stieg um 3. Aktuell sind in der Summe 49 (+7) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 669, umgerechnet auf 100.000 sind dies 206,8. Ihnen stehen 595 Genesene (+5) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich nach offiziellen Angaben 510 Emsländer*innen (+ 80) in häuslicher Quarantäne; das ist mW die höchste Zahl seit Beginn der Krise.

Auch die Zahlen für Lingen (Ems) sind wiederum gestiegen. Gleich 3 weitere Neuinfektion führen zu aktuell 13 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 16 14 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 19 0 3
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 60 54 1 5
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 12 10 0 2
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 22 17 1 4
Stadt Lingen (Ems) 112 (+3) 95 (+1) 4 13 (+2)
Stadt Meppen 94 86 4 4
Samtgemeinde Nordhümmling 15 11 0 4
Stadt Papenburg 54 48 2 4
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 15 0 1
Samtgemeinde Sögel 32 27 0 5
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 42 39 0 3
Gesamt* 669 595 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 49

(17.09.20)


Zusammenfassung am Morgen

  • Indien meldet mit 97.894 Fällen in den letzten 24 Stunden einen weiteren weltweiten Rekord bei den täglichen Coronavirus-Infektionen, wie Daten des Gesundheitsministeriums am Donnerstag zeigten. Die Coronavirus-Infektionen in Indien stiegen am Mittwoch auf über 5 Millionen und erhöhten den Druck auf Krankenhäuser, die mit fehlenden Sauerstoffvorräten zu kämpfen haben, die sie zur Behandlung von Zehntausenden kritischer Patienten benötigen.
  • China hat eine Stadt an der Grenze zu Myanmar gesperrt und eine Kampagne gestartet, um die Gesamtbevölkerung der Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern zu testen. Beamte in Ruili in der Provinz Yunnan sagten, die Stadt sei in einen Zustand der „Kriegsverteidigung“ gegen Covid-19, nachdem zwei neue Fälle unter Reisenden aus Myanmar aufgetreten waren. Die Bewohner wurden angewiesen, zu Hause zu bleiben, und die Behörden haben Kontrollpunkte eingerichtet, um zu verhindern, dass jemand Ruili betritt oder verlässt und den Zugang zu Grenzgebieten in der Nähe einschränkt. Die meisten Geschäfte wurden geschlossen.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte die lateinamerikanischen Länder davor, die Corona-Restriktionen zu schnell wieder zu lockern. Die Regionaldirektorin der WHO, Carissa Etienne, sagte am Mittwoch, Lateinamerika habe begonnen, das normale soziale und öffentliche Leben wieder aufzunehmen, obwohl die Pandemie noch größere Kontrollmaßnahmen erforderte.
  • In Neuseeland sank das BIP im 2. Quartal des Jahres um 12,2%. Dies war der größte Quartalsrückgang seit Beginn dieser Aufzeichnungen im Jahr 1987, so Stats NZ heute.
  • Die Zahl der bestätigten Fälle in Deutschland stieg am Donnerstag um 2.194 auf 265.857, die zweithöchste tägliche Gesamtzahl seit April.
  • Der Direktor der US-amerikanischen CDC sagte, es werde ein Jahr dauern, bis ein Coronavirus-Impfstoff „der amerikanischen Öffentlichkeit allgemein zugänglich“ sei. Diese Einschätzung steht im Gegensatz zu den jüngsten Aussagen von Donald Trump, der am Dienstag seine Behauptung wiederholte, dass „wir in wenigen Wochen einen Impfstoff haben werden“, obwohl ein erfolgreicher Impfstoff aus laufenden US-Studien noch nicht enthüllt und angegriffen wurde der CDC-Direktor am Mittwoch als „verwirrt“ über die Zeitachse.
  • Der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, soll sich und seine Mitarbeiter eine Woche lang beurlauben, um einen durch die Pandemie verursachten Haushaltsdefizit von 7 Mrd. USD zu verringern.
  • Laut einer Expertin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Dr. Maria van Kerkhove, sinkt das Durchschnittsalter der mit Covid-19 infizierten Menschen. Danach nimmt die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten bei Personen im Alter von 15 bis 49 Jahren zu. Sie bestätigte auch, dass es möglich sei, dass dieselbe Person mit Influenza und Covid-19 infiziert wird.
  • Südafrika werde im nächsten Monat seine Grenzen für die meisten Länder wieder öffnen, sagte Staatspräsident Cyril Ramaphosa am Mittwoch. Dies sei Teil einer umfassenderen Lockerung der angekündigten Maßnahmen, da sich die Infektionszahlen weiter verbessern. (Quelle: The Guardian, 17.09.20)

Deutschland-Zahlen

Deutschland verzeichnet 2.194 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 265.857. Zudem habe es drei weitere Todesfälle gegeben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9,371. (Quelle: RKI, 17.09.20)


Trump verunglimpft Chef der US-Gesundheitsbehörde als „verwirrt“

US-Präsident Donald Trump hat in einem ungewöhnlichen Vorstoß den Amerikanern viel schneller eine breite Verfügbarkeit von Coronavirus-Impfstoffen versprochen als seine eigene Gesundheitsbehörde. Auf die Frage, wann jeder in den USA Zugang zu einer Impfung bekommen könne, sagte Trump am Mittwoch: „Ich denke, das wird sehr bald sein.“ Einer seiner medizinischen Berater, der Radiologe Scott Atlas, stellte 700 Millionen verfügbare Impfstoff-Dosen bis Ende März in Aussicht.

Zuvor hatte der Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, die für die Versorgung mit Impfstoffen zuständig ist, Mitte kommenden Jahres als Zeithorizont genannt. „Wenn Sie mich fragen, wann das allgemein für die amerikanische Bevölkerung verfügbar sein wird, damit wir die Impfung nutzen und zu unserem normalen Leben zurückkehren können, dann schauen wir, denke ich, in Richtung des späten zweiten oder des dritten Quartals 2021“, sagte Robert Redfield bei einer Anhörung im US-Senat. Er stand dabei unter Eid.

„Ich denke, er hat vermutlich die Frage falsch verstanden“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus zu Redfields Worten. „Ich denke, er war verwirrt.“ Man werde die Impfung viel schneller verteilen. „Vielleicht kennt er sich nicht mit dem Verteilungsprozess aus.“

Der renommierte Immunologe Anthony Fauci bekräftigte wenig später in einem Live-Interview mit dem „Wall Street Journal“, dass er mit einer Rückkehr zur Normalität durch eine breite Impf-Kampagne erst Mitte bis Ende kommenden Jahres rechne. Man werde zwar viele Menschen aus besonders gefährdeten Gruppen vermutlich bereits Anfang 2021 impfen können. „Aber die Idee, dass man die gesamte Bevölkerung, die sich impfen lassen will, binnen eines oder zwei Monaten impfen kann – das wird sehr, sehr schwer zu machen sein“, sagte Fauci.

Zugleich schränkte er ein, dass man immer noch keine Gewissheit habe, dass es einen effizienten und sicheren Impfstoff geben werde – auch wenn er „vorsichtig optimistisch“ sei. Fauci hatte bereits vergangene Woche gesagt, dass er mit einer Effizienz von 70 bis 75 Prozent bei einem Corona-Impfstoff rechne. (Foto CC s. Archiv v. 26.04.; Quelle TSP, 17.09.20)


Brasilien-Zahlen

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldete 36.820 Neuinfektionen, damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,419 Millionen. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 987 auf 134.106. Brasilien weist in der Coronakrise nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf. (Quelle: Spiegel, 17.09.20)



Deutschland erklärt etliche Regionen in Europa zu Corona-Risikogebiet

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung neben der österreichischen Hauptstadt Wien etliche weitere Regionen in mehreren europäischen Ländern zum Risikogebiet erklärt – und entsprechende Reisewarnungen ausgesprochen. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, auf der diese Gebiete als Risikogebiete aufgeführt sind.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Die Warnung des Auswärtigen Amtes vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ dorthin folgt in der Regel nach kurzer Zeit.

Für deutsche Urlauber bedeutet die Rückkehr aus einem Risikogebiet einen Corona-Pflichttest und gegebenenfalls auch Quarantäne, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Eine Reisewarnung ist zwar kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen für Pauschalreisen kostenlos zu stornieren.

Im einzelnen gelten folgende neuen Reisewarnungen:

FRANKREICH: Die Reisewarnung wurde die Region Hauts-de-France ganz im Norden der französischen Republik sowie das Überseegebiet La Réunion ausgedehnt. Als Risikogebiete galten zuvor bereits die Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, die Mittelmeerinsel Korsika sowie weitere Überseegebiete

NIEDERLANDE: Reisewarnung für die Provinzen Nord- und Südholland.

SCHWEIZ: Ausweitung der Reisewarnung auf den Kanton Freiburg. Zuvor galt das bereits für die Kantone Genf und Waadt.

KROATIEN: Ausweitung der Reisewarnung auf die Gespanschaften Brod-Posavina und Virovitica-Podravina, nachdem bereits fünf weitere Regionen als Risikogebiete galten.

ÖSTERREICH: Reisewarnung für die Hauptstadt Wien

TSCHECHIEN: Eine Reisewarnung gilt nun auch für die Mittelböhmische Region rings um die Hauptstadt Prag, die bereits seit rund einer Woche als Risikogebiet gilt.

UNGARN: Reisewarnung für die Hauptstadt Budapest.

– Auch für weitere Regionen in RUMÄNIEN wurden Reisewarnungen ausgesprochen, zudem die Warnungen vor Reisen in zwei Regionen aufgehoben.

In Deutschland müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen, sofern sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen können. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich für 14 Tage in Selbstisolation begeben. (Quelle: TSP, 16.09.20)


Überblick am Abend

  • Laut einem Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sinkt das Durchschnittsalter der mit Covid-19 infizierten Menschen. Dr. Maria Van Kerkhove berichtete in einem Q & A, dass die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten bei Personen im Alter von 15 bis 49 Jahren zunimmt.
  • Frankreich meldet die dritthöchste Anzahl täglicher zusätzlicher Infektionen. Die Gesundheitsbehörden meldeten 9.784 neu bestätigteCoViD-19-Fälle und 46 weitere Todesfälle.
  • Ungarn erwartet, dass eine zweite Welle der Pandemie im Dezember oder Januar ihren Höhepunkt erreicht, sagte Premierminister Viktor Orbán. Das Land wird daher die Grenzschließungen aufrechterhalten und das Tragen von Gesichtsmasken in Kinos, Theatern und sozialen Einrichtungen obligatorisch machen.
  • Zum zweiten Mal in Folge verzeichneten die Niederlande den stärksten Anstieg der Zahl der Neuinfektionen. Das Land verzeichnete am Mittwoch 1.542 weitere nach einem Anstieg von 1.379 am Vortag.
  • Die Region Madrid führt gezielte Sperren und andere Bewegungsbeschränkungen ein. Die Maßnahmen werden am Freitag in einem der am stärksten betroffenen Gebiete Spaniens in Kraft treten.
  • Die Regierung der USA plant, innerhalb eines Tages nach einer behördlichen Genehmigung mit der Verteilung eines Impfstoffs zu beginnen. Die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten CDC sollen dann entscheiden, wie anfängliche, begrenzte Impfstoffdosen zugeteilt und verteilt werden. (Quelle: The Guardian, 16.09.20)

GB-Zahlen steigen stark

Großbritannien verzeichnet 3991 Neuinfektionen binnen eines Tages – fast 900 mehr als am Dienstag und so viele an einem Tag wie seit Anfang Mai nicht mehr. Premierminister Boris Johnson beteuert vor einem Parlamentsausschuss, er wolle „keinen zweiten Lockdown“. Das wäre für das Land vollkommen falsch. Die finanziellen Konsequenzen wären katastrophal.

Johnson kündigt an, die Zahl der Corona-Tests erheblich heraufzuschrauben. „Wir werden bis Ende Oktober auf 500.000 pro Tag hochkommen.“ Auch bekräftigt er vor dem Ausschuss, dass die Regierung eine Untersuchung zu ihrem Umgang mit der Pandemie einleiten werde. Einen konkreten Zeitraum dafür nennt er aber nicht. (Quelle: ARD, 16.09.20)


USA-Zahlen

Die USA haben am Mittwoch 34.240 neue Fälle bestätigt sowie 961 weitere CoViD-19-Tote , so die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC). Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Infizierten auf 6.571.867. 195.053 sind gestorben (Quelle: The Guardian, 16.09.20)


Bundesliga: FC Bayern startet mit 7.500 Fans

Am Freitag startet der FC Bayern im heimischen Stadion in die neue Bundesliga-Saison. Es geht gegen den FC Schalke 04. Das Spiel werden voraussichtlich 7500 Fans der Bayern im Stadion verfolgen können.
So viele Zuschauer sollen nach Angaben von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zugelassen werden. Das entspreche zehn Prozent der Stadion-Kapazität.
Gestern hatten sich die Bundesländer eigentlich auf die Grenze von 20 Prozent der Kapazität an Zuschauern pro Stadion geeinigt. Allerdings nur, wenn die Corona-Infektionen in der betreffenden Region maximal 35 bei Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt. München überschreitet diesen Richtwert aber derzeit.
Die Karten für das Spiel am Freitag sollen unter Dauerkarten-Besitzern vergeben werden. (Quelle: Tagesschau, 16.09.20)


Südafrika kündigt Lockerungen an

Am Wochenende sollen in Südafrika zahlreiche Corona-Auflagen gelockert werden. Das kündigte Präsident Cyril Ramaphosa in einem Statement an, dass auf der Internetseite des Präsidialamtes veröffentlicht wurde.
So will das Land wieder Ein- und Ausreisen erlauben, sowohl für Geschäftsreisen als auch für Freizeiturlaube. Allerdings gelten für die Reisenden strikte Auflagen. So müssen Staatsangehörige aus anderen Ländern einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.
Außerdem sollen Versammlungen zu religiösen, politischen oder sozialen Zwecken wieder gestattet werden, an denen in Innenräumen maximal 250 Personen und im Freien bis zu 500 Personen teilnehmen können. Theater und Fitness-Center sollen wieder öffnen dürfen, allerdings mit sehr eingeschränkter Zahl an zugelassenen Besuchern. Sportliche Veranstaltungen bleiben aber weiterhin verboten.
Ramaphosa warnte, dass die Gefahr durch das Virus noch nicht überstanden sei. Allerdings habe man das Schlimmste hinter sich. Vor zwei Monaten hätten die Behörden noch bis zu 12.000 neue Infektionen pro Tag gemeldet. Jetzt seien es weniger als 2000. Die Genesungsrate sei auf 89 Prozent gestiegen. (Quelle: Tagesschau, 16.09.20)



Opel schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus

Wegen bisher niedriger Akzeptanz eines freiwilligen Programms zum Abbau von Arbeitsplätzen schließt der Autobauer Opel betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Bis Ende kommenden Jahres sollten 2100 Arbeitsplätze in Deutschland über sozial verträgliche beziehungsweise freiwillige Alters- und Abfindungsprogramme abgebaut werden.

Bisher hätten sich aber nur 500 Beschäftigte dafür entschieden, erklärte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Rüsselsheim auf Anfrage. In Gesprächen mit dem Betriebsrat und der IG Metall sei vereinbart worden, schnell weitere Alternativen zu untersuchen.

„Wenn wir dieses Ziel nicht durch freiwillige Maßnahmen erreichen sollten, werden wir eine Überprüfung des Zukunftstarifvertrages vornehmen, insbesondere der Verpflichtung zur Beschäftigungssicherung“, erklärte der Sprecher. Begründet wurde das Vorgehen auch mit der Corona-Krise. Betroffen ist vor allem der Stammsitz Rüsselsheim. (Quelle: TSP, 16.09.20)


Heftige Kritik nach Veröffentlichung zu Corona-Impfstoff aus Russland

Nach der Veröffentlichung einer Studie zu dem neuen russischen Corona-Impfstoff im medizinischen Fachblatt „The Lancet“ hagelt es international Kritik von Forschern. Wegen der vielen Fragen hat die Zeitschrift nun die Autoren der russischen Impfstudie zu einer Stellungnahme aufgerufen.
Hintergrund ist ein offener Brief von rund 40 internationalen Wissenschaftlern. Sie äußern darin erhebliche Zweifel an der Studie. Nach ihrer Ansicht wirft „die Darstellung der Daten einige Bedenken auf“. Die Forscher um den Molekularbiologen Enrico Bucci fordern von Moskau den Zugriff auf die Originaldaten für eine vollständige Untersuchung. (Quelle: Tagesschau, 16.09.20)


Jerusalem: Tempelberg für drei weitere Wochen geschlossen

Der Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt wird am Freitag für weitere drei Wochen geschlossen. Das teilte die islamische Wakf-Behörde laut örtlichen Medien mit. Hintergrund seien weiterhin steigende Corona-Infektionszahlen im Land und insbesondere in Jerusalem. Die Zahl der erfassten aktiven Fälle in Ostjerusalem stieg demnach am Dienstag um 207 auf knapp 2000. 43 CoViD-19Infizierte aus Ostjerusalem starben seit Beginn der Pandemie. (Foto: Pixabay; Quelle: ARD, 16.09.20)


JadeWeserPort: Reederei Maersk stellt Indien-Route ein

Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven muss in der Corona-Krise einen weiteren Tiefschlag hinnehmen. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, streicht die Reederei Maersk ihren Liniendienst von und nach Indien. Experten schätzen, dass dadurch bis zu 40.000 Container weniger pro Jahr transportiert werden.
Damit sinkt der Umschlag auf einen neuen Tiefpunkt, nachdem er im ersten Halbjahr 2020 bereits um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist. Mikkel Andersen, Chef des Terminalbetreibers Eurogate in Wilhelmshaven, sagte auf Anfrage von NDR 1 Niedersachsen, er erwarte von Maersk, dass die Reederei für einen Ausgleich sorge. (Quelle: NDR, 16.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 18.209 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 16. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 109 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern ist keine weitere Person im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA inzwischen 667 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 15.943 der bislang gemeldeten Fälle (87,6 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 16.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 16.09.2020, 09.00 Uhr

Die Corona-Zahlen im Landkreis Emsland steigen deutlich: Es gab seit gestern 13 neue Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden stieg um 2. Akjtuell sind in der Summe 42 (+11) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt 659, umgerechnet auf 100.000 sind dies 202,8. Ihnen stehen 590 Genesene (+5) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich nach offiziellen Angaben 430 Emsländer*innen (+212) in häuslicher Quarantäne; die Zahl hat sich seit gestern nahezu verdoppelt

Auch die Zahlen für Lingen (Ems) sind gestiegen. Gleich 5 weitere Neuinfektion führen zu aktuell 11 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 19 0 3
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 60 53 1 6
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 12 10 0 2
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 19 17 1 1
Stadt Lingen (Ems) 109 (+5) 94 (+2) 4 11 (+3)
Stadt Meppen 94 86 4 4
Samtgemeinde Nordhümmling 14 11 0 3
Stadt Papenburg 53 47 2 4
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 15 0 1
Samtgemeinde Sögel 31 27 0 4
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 42 39 0 3
Gesamt* 659 (+13) 592 (+2) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 42 (+11)

(16.09.20)


Überblick am Morgen

  • In Indien haben die Coronavirus-Infektionen 5 Millionen Fälle überschritten und das schwache Gesundheitssystem des Landes in Zehntausenden verarmter Städte und Dörfer wird überlastet. Das Gesundheitsministerium meldete in den letzten 24 Stunden 90.123 neue Fälle. Dadurch erhöhte sich die bestätigte Gesamtzahl auf 5.020.359, was etwa 0,35% der Bevölkerung. Das Land hat fast 1,4 Milliarden Einwohner. In den letzten 24 Stunden starben 1.290 Menschen an CoViD-19, insgesamt 82.066. Indiens Gesamtlast an Infektionen nähert sich der höchsten Zahl der Vereinigten Staaten von Amerika von mehr als 6,6 Millionen Fällen und wird diese voraussichtlich innerhalb der nächsten Wochen übertreffen.
  • In den USA sind mindestens sieben Menschen im Zusammenhang mit einem Ausbruch in Maine gestorben, nachdem dort im Sommer ein Hochzeitsempfang stattgefunden hatte, der gegen die Corona-Richtlinien verstieß.
  • US-Präsident Donald Trump sagte, dass Covid-19 ohne Impfstoff verschwinden würde. Dies würde aufgrund der „Herdenmentalität“ geschehen, sagte er am Dienstag. Den Satz wiederholte er mehrmals: „Es würde ohne den Impfstoff George verschwinden“, sagte er im Gespräch mit dem ABC-Journalisten George Stephanopoulos. „Mit der Zeit geht es weg. Und du wirst dich wie eine Herdenmentalität entwickeln. Es wird eine Herdenentwicklung sein, und das wird passieren. Das wird alles passieren. “
  • Neuseeland meldete am Mittwoch einen zweiten Tag in Folge ohne neue Fälle von Covid-19 in der Gemeinschaft.
  • Die Hälfte der Schulkinder der Welt kann aufgrund der Pandemie immer noch keine Klassenzimmer besuchen. Rund 872 Millionen – von denen mehr als die Hälfte nicht in der Lage waren, aus der Ferne zu lernen – dürfen laut Henrietta Fore, Chefin von UNICEF, nicht persönlich zur Schule gehen.
  • In Irland hat Gesundheitsminister Stephen Donnelly mitgeteilt, dass sein Covid-19-Test negativ ausgefallen ist. Früher am Tag war den irischen Kabinettsministern vorsichtshalber geraten worden, sie sollten ihre Bewegungen einschränken; Donnelly hatte seinen Hausarzt kontaktiert für einen Corona-Test, nachdem er sich „unwohl gefühlt“ hatte.
  • Fast ein Fünftel der Bevölkerung in Südafrika hat sich möglicherweise mit Coronavirus infiziert, sagte der Gesundheitsminister des Landes. Südafrika hat 650.749 Fälle registriert, aber die tatsächliche Anzahl der Infektionen könnte „ungefähr 12 Millionen“ betragen, sagte Zweli Mkhize.
  • Schweden verzeichnet die wenigsten täglichen CoViD-19-Fälle seit März. Der 7-Tage-Durchschnitt der Neuerkrankungen des Landes lag am Dienstag bei 108, dem niedrigsten Stand seit dem 13. März.
  • Die Niederlande verzeichnen täglich steigende Coronavirus-Fälle. Am Dienstag wurden im Land insgesamt 1.379 Neuinfektionen registriert – die meisten davon in Amsterdam und Den Haag. (Quelle: The Guardian, 16.09.20)

Deutschland-Zahlen

Innerhalb eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter in Deutschland nach RKI-Angaben 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 266.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 236.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 16.09.20)


Lingen (Ems): E-Mail heute Nacht

Guten Abend,
aufgrund eines Corona-Falles in der CDU-Fraktion beantrage ich im Namen der CDU-Stadtratsfraktion die Verschiebung der für Donnerstag, dem 17.09.2020 vorgesehenen VA-Sitzung. Es ist nicht möglich, eine ausreichende Anzahl an CDU-Vertretern zu entsenden, damit die Beschlussfähigkeit gewährleistet ist.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Hilling
CDU-Fraktionsvorsitzender

(Quelle: BN, 16.09.20)


RKI rechnet mit mehreren Impfstoffen in Deutschland

Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut erwartet, dass es in Deutschland mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus geben wird. Dies sei angesichts der großen Zahl von Impfstoffkandidaten „wahrscheinlich“, sagte die Stiko-Vizevorsitzende Sabine Wicker den Zeitungen der Funke Mediengruppe . Dabei könne es sein, dass einzelne Impfstoffe besonders für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie etwa ältere Menschen geeignet seien.

Die Impfkommission hat den Auftrag, Prioritäten festzulegen für den erwarteten Fall, dass ein Impfstoff zunächst nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht. Dafür müsse geprüft werden, bei welchen Bevölkerungsgruppen das höchste Infektionsrisiko bestehe und „wer am meisten von einer Impfung profitieren würde“, sagte Wicker. Eine solche Nutzen-Risiko-Analyse sei ein zentrales Element der standardisierten Vorgehensweise der Stiko.

Im Fall des Coronavirus gehörten zu den besonders schutzbedürftigen Gruppen unter anderem das medizinische Personal sowie die chronisch Kranken und die Älteren, erläuterte die Medizinerin. Die Stiko habe bereits im Frühjahr eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um Impfempfehlungen in der Corona-Pandemie zu erarbeiten. Damit könne die Kommission nicht warten, bis ein konkreter Impfstoff zugelassen sei. Sie müsse vielmehr bereits vorher „einen Rahmen für Empfehlungen“ festlegen.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) hatten sich am Dienstag zuversichtlich gezeigt, dass im kommenden Jahr ein Corona-Impfstoff zur Verfügung steht. Karliczek sagte allerdings auch: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es erst Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff geben wird“. Bei der Entwicklung des Serums habe Sicherheit „absolute Priorität“.

Die beiden Minister gaben bekannt, dass der Bund die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs durch deutsche Firmen im Rahmen eines Sonderprogramms mit 750 Millionen Euro unterstützen wird. An das Mainzer Unternehmen Biontech sollen 375 Millionen Euro fließen, an den Tübinger Hersteller Curevac 230 Millionen Euro. Ferner soll die Firma IDT Biologika aus Dessau-Rosslau unterstützt werden. (Quelle: TSP, 16.09.20)


Keimfreie Rolltreppen in der Elphi

UV-Technik aus Köln soll die Rolltreppen der Hamburger Elbphilharmonie künftig keimfrei machen. „Alle organischen Keime werden mit dieser Technik unschädlich gemacht, was etwaige Schmierinfektionen auf ein absolutes Minimum reduziert“, sagte Philharmonie-Sprecher Tom R. Schulz der Deutschen Presse-Agentur. Mitte August seien UVC-Module auf allen vier Rolltreppen der „Elphi“ verbaut worden. „Diese Technik soll unsere Besucher dazu ermutigen, die Handläufe zu nutzen, denn das erhöht ihre Sicherheit“, so Schulz. Die Module stammen von einem Kölner Startup. (Foto: pixabay; Quelle: Tagesschau, 16.09.20)


Kingsley Coman (FCB) ist in häuslicher Quarantäne

Fußballspieler Kingsley Coman ist in häuslicher Quarantäne, nachdem er mit einem Corona-Infizierten in Kontat gekommen ist. dDas hat heute der FC Bayern München mitgeteilt.

In einer Erklärung des FC Bayern hieß es, dass der französische Stürmerstar Coman, der beim letzten Sieg der Champions League in der vergangenen Saison das Siegtor erzielt hatte, am Sonntag negativ auf Covid-19 getestet wurde.

Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass der FCB nicht sagte, wie lange der 24-Jährige isoliert sein werde und wann er sich einem neuen Test für das Virus unterzöge. Der Verein gab auch nicht bekannt, ob Coman am Freitagabend das Eröffnungsspiel der Bundesliga-Saison gegen Schalke 04 verpassen werde. (Quelle: The Guardian, 15.09.20)


Dänemark verschärft Auflagen in Kopenhagen

Die dänische Regierung hat angeordnet, die Vorsichtsmaßnahmen in der Hauptstadt Kopenhagen und ihren Vororten wieder zu verschärfen. Bars und Restaurants müssen wieder um 22 Uhr schließen, jeder Gast sowie das Personal müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wer sich Gäste nach Hause einlädt, muss diese ebenfalls um 22 Uhr nach Hause schicken.
Im übrigen Dänemark dürfen Bars und Restaurants bis 2 Uhr geöffnet bleiben, außer in der Stadt Odense. Hier ist um Mitternacht Schluss. Die neuen Regelungen sollen vorerst bis Anfang Oktober gelten. (Quelle: NDR, 15.09.20)


Überblick am Abend

  • Die Welt stehe noch am Anfang der Pandemie, hat ein Sonderbeauftragter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewarnt. Dr. David Nabarro sprach am Dienstag in einem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten vor britischen Abgeordneten und bezeichnete die Situation als „grotesk“.
  • Die Hälfte der Schulkinder der Welt kann aufgrund der Pandemie immer noch keine Klassenzimmer besuchen. Rund 872 Millionen – von denen mehr als die Hälfte nicht in der Lage waren, aus der Ferne zu lernen – dürfen laut Henrietta Fore, Geschäftsführerin von UNICEF, nicht persönlich zur Schule gehen.
  • Fast ein Fünftel der Südafrikaner hat sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert, sagte der Gesundheitsminister des Landes. Südafrika hat offiziell 650.749 Fälle registriert, aber die tatsächliche Anzahl der Infektionen könnte „ungefähr 12 Millionen“ betragen, sagte Minister Zweli Mkhize.
  • Schweden hat die wenigsten täglichen Covid-19-Fälle seit März verzeichnet. Der 7-Tage-Durchschnitt der Neuerkrankungen des Landes lag am Dienstag bei 108, dem niedrigsten Stand seit dem 13. März.
  • Die Niederlande haben weitere neue Coronavirus-Fälle verzeichnet. Am Dienstag wurden im Land insgesamt 1.379 Neuinfektionen registriert – die meisten davon in Amsterdam und Den Haag. (Quelle: The Guardian, 15.09.20)

Hotspot Landkreis Cloppenburg

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen hat der Landkreis Cloppenburg Lam Dienstag entschieden, das öffentliche Leben weiter einzuschränken. Dies berichtet NDR 1 Niedersachsen. Seit Sonntag hate sich die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Cloppenburg auf 92 aktive Fälle mehr als verdoppelt. Auf 100.000 Einwohner gerechnet sei die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen auf 30 gestiegen.

lle Sportplätze und Sporthallen sollen bis Ende des Monats gesperrt bleiben. Außerdem hat der Landrat dazu aufgerufen, Kontakte zu Menschen aus anderen Haushalten auf ein notwendiges Minimum zu beschränken. In zwei betroffenen Schulen gilt jetzt auch im Unterricht eine Maskenpflicht.

Besonders betroffen ist die Stadt Löningen. Dort haben sich zehn Spieler und der Trainer des Fußballvereins SV Evenkamp infiziert. Darüber hinaus gibt es Corona-Fälle an zwei Schulen und in einem Handwerksbetrieb im Landkreis Cloppenburg. (Quelle: NDR, 15.09.20)


Virologe Drosten betont Rolle von Corona-Schnelltests

Der Virologe Christian Drosten hat mit Blick auf den Winter die Bedeutung von Corona-Schnelltests betont. Man müsse jetzt bei den sogenannten Antigen-Tests weiterkommen, sagte der Virologe der Berliner Charité am Dienstag im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“. Im Fall einer Infektionswelle im Winter werde man diese Tests brauchen. Diese seien zwar nicht perfekt. Drosten verwies aber trotz Abstrichen bei der Zuverlässigkeit auf Vorteile wie Schnelligkeit und Verfügbarkeit vor Ort.

Was nütze ein sehr empfindlicher PCR-Test, wenn man auf das Ergebnis wegen überlasteter Labore drei, vier Tage warten müsse, fragte der Experte. Zum Beispiel an der Eingangstür eines Seniorenwohnheims könnten solche Tests „unglaublich viel Gutes“ tun, sagte Drosten mit Blick auf Besuchsmöglichkeiten bei Älteren. Wichtig sei allerdings, nicht irgendwelche Quatschtests zu nutzen, weil daran eine Verantwortung hänge: Im Fall einer nicht angezeigten Infektion, zum Beispiel im Altenheim, könne sonst ein Ausbruch mit entsprechender späterer Sterblichkeit die Folge sein. Bei den Tests sei nun etwa zu klären, wer sie durchführen darf.

Zahlreiche solcher Tests befinden sich derzeit in Entwicklung, einige sind bereits erhältlich. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat angekündigt, noch im September einen Antigen-Test auf den Markt zu bringen, der laut Hersteller-Angaben mit hoher Genauigkeit eine Infektion erkennt. Die Zahlen für diese Tests hörten sich gut an, sagte kürzlich Matthias Orth, Chefarzt des Instituts für Laboratoriumsmedizin im Marienhospital in Stuttgart. Grundsätzlich seien solche Schnelltests aber mit Bedacht zu bewerten. „Ein Antigen-Test ist nie so genau wie ein PCR-Test.“ Schnelltests seien in manchen Bereichen eine sinnvolle Ergänzung, könnten aber die PCR-Testung nicht ersetzen. (Quelle: TSP, 15.09.20)


Corona: Fast 400 Milliarden Euro Verlust für internationalen Tourismus

Die internationale Tourismusbranche ist infolge der Corona-Krise in eine noch nie dagewesene Krise gestürzt. Wie die UN mitteilten, verzeichneten Unternehmen und Anbieter weltweit im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang um mindestens 388 Milliarden Euro. Der Verlust war demnach fünf Mal höher als während der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Die Zahl der Urlauber ging in diesem Zeitraum weltweit um 65 Prozent zurück. (Foto: CC s. Archiv vom 17.02.12; Quelle: Tagesschau, 15.09.20)


Bund will höhere Krankenkassen-Zusatzbeiträge

Der Bund will die Milliardenlasten der Corona-Pandemie für die gesetzlichen Krankenkassen durch höhere Zusatzbeiträge und mehr Bundesmittel in den Griff bekommen. Geplant ist eine Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um 0,2 Punkte auf dann 1,3 Prozent, wie aus einem Maßnahmenpaket von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Der Bundeszuschuss an die Kassen soll um fünf Milliarden Euro auf 19,5 Milliarden Euro angehoben werden. (Quelle: TSP, 15.09.20)


Mehr als 30.000 Corona-Tote in Spanien

In Spanien haben sich seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in dem Land nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 603.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Allein in den vergangenen 24 Stunden seit mehr als 9400 weitere bestätigte Fälle hinzugekommen.
Die Zahl der Todesopfer, die infolge einer Infektion starben, stieg binnen einer Woche um knapp 300 weitere Opfer. Damit starben seit dem Beginn der Pandemie mehr als 30.000 Menschen in Spanien, die an Covid-19 erkrankt waren. (Quelle: Tagesschau, 15.09.20)


Irland-Zahlen

Irland hat am Dienstag 357 neue Fälle von Covid-19 gemeldet, die höchste tägliche Zahl seit Mitte Mai; nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren es in den letzten sieben Tagen durchschnittlich 203 Fälle pro Tag.

Das irische Kabinett muss sich derweil in eine einwöchige Quarantäne begeben. Die Minister sollen auf unnötige Kontakte verzichten. Der Grund: Der irische Gesundheitsminister Stephen Donnelly hat angegeben, sich mit coViD-19 infiziert zu haben. Er klagte übertypische Symptome und fühle sich nicht wohl, teilte ein Sprecher mit. (Quelle: The Guardian/Tagesschau, 15.09.20)


Garmisch-Spreaderin: Staaatsanwaltschaft ermittelt

Nach de, schweren Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen -heute wurden drei weitere Infizierte bekannt- ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen die mutmaßliche Superspreaderin. Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Mayer. „Was im Raum steht, ist ein mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften.“ Der „Münchner Merkur“ hatte zuerst darüber berichtet.
Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitsanzeichen durch verschiedene Kneipen gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben des Landratsamts hatte sie sich testen lassen. Bis zum Ergebnis hätte sie in Quarantäne bleiben müssen.
Die Frau arbeitete in einem Hotel für US-Streitkräfte und deren Familien. Die Ferienunterkunft wurde am Montag für zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrere Beschäftigte positiv getestet wurden, wie das Hotel auf seiner Website mitteilte. (Quelle: BR24, 15.09.20)


Misstrauen in Corona-Maßnahme auch von Parteipräferenz abhängig

Bei der Frage, ob Menschen in der Corona-Krise dem Gesundheitssystem und der Politik der Bundesregierung vertrauen, spielt laut einer Studie der Universität Konstanz auch die Parteinähe eine entscheidende Rolle. Generell schätzt die Bevölkerung die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems als hoch ein. 67,6 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ein „sehr hohes“ oder „hohes“ Vertrauen haben, im Falle einer eigenen Corona-Erkrankung die notwendige Versorgung zu bekommen, wie der Politikwissenschaftler Marius Busemeyer mitteilte.
Die Zustimmungswerte unterscheiden sich laut Studie aber stark zwischen den Anhängern der Parteien. Während diejenigen, die die Grünen unterstützen, zu 80,4 Prozent dem Gesundheitssystem vertrauen, tun dies nur 44,1 Prozent der AfD-Unterstützer. Bei CDU/CSU beträgt die Quote 79,5 Prozent, SPD 73,8 Prozent, FDP 76,1 Prozent und Linke 75,8 Prozent.
Die Konstanzer Forscher befragten für ihre repräsentative Untersuchung von April bis Mai dieses Jahres 3200 Menschen in Deutschland. Über die Informationspolitik der Bundesregierung herrsche demnach eine größere Unzufriedenheit. Im Bevölkerungsdurchschnitt seien lediglich 48,2 Prozent der Meinung, dass die Bundesregierung „ziemlich“ oder „sehr wahrheitsgetreu“ informiert habe. Auch bei diesem Thema seien AfD-Anhänger besonders misstrauisch. Nur 11,9 Prozent von ihnen glaubt an „ziemlich“ oder „sehr“ wahrheitsgetreue Informationslage. Im Gegensatz dazu bringen diejenigen, die den Grünen (69,4 Prozent) oder der CDU/CSU (66 Prozent) nahestehen, der Informationspolitik der Regierung viel Vertrauen entgegen. Bei der SPD sind es 61,1 Prozent, bei der FDP 54,3 und bei den Linken 53,1 Prozent. (Quelle: ARD, 15.09.20)


Französische Städte sagen Großveranstaltungen ab

Wegen der massiv gestiegenen Corona-Infektionszahlen haben Paris, Marseille, Bordeaux und andere franzöische Städte eine Reihe von Großveranstaltungen und Messen mit mehr als tausend Teilnehmern abgesagt.
In Paris fällt die internationale Kunstmesse FIAC im Grand Palais (22.-25.10.) aus, wie die Organisatoren mitteilten. Der Verwaltungsbezirk Nord mit den Städten Dünkirchen und Lille sagte wegen der „brutalen Beschleunigung“ der Infektionszahlen geplante Nachbarschaftsfeste sowie die Europäischen Tage des Kulturerbes (19./20.9.) ab. Bordeaux verbot zudem Tanzveranstaltungen, Marseille will unter anderem Versammlungen an Stränden oder in Parks von mehr als zehn Menschen auflösen.
In den betroffenen Gebieten überschreitet die Zahl der Neuinfektionen den Wert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche deutlich. In Marseille stieg er zuletzt auf mehr als 300. Ausgangsbeschränkungen will die französische Regierung möglichst vermeiden. (Quelle: ARD, 15.09.20)


Britische Kliniken warnen vor Engpässen bei Coronavirus-Tests

Britische Krankenhäuser haben vor Engpässen bei Coronavirus-Tests gewarnt. Zu wenige Testmöglichkeiten träfen auch Angestellte im Gesundheitsdienst NHS, teilte die Organisation NHS Providers mit. Diese müssten bei Infektionsverdacht mit ihren Familien so lange in Quarantäne, bis ein Testergebnis vorliege. Das könne zu größeren Fehlzeiten beim Krankenhauspersonal führen. Am Wochenende hätten Krankenhäuser in London, Leeds und Bristol Alarm geschlagen. (Quelle: Tagesschau, 15.09.20)


Deutsche Wirtschaft hat sich in Sommermonaten weiter erholt

Finanzexperten sehen die deutsche Wirtschaft auf klarem Erholungskurs. Der überraschend starke Anstieg des ZEW-Index deutet darauf hin, dass sich die Lage schneller verbessert als bisher erwartet.

Im September klettern die ZEW-Konjunkturerwartungen auf 77,4 Punkte. Das ist das höchste Niveau seit Mai 2000. Fachleute hatten nur mit einem Wert von 69,5 Punkten gerechnet. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich ebenfalls verbessert: Der Lageindikator beträgt im September minus 66,2 Punkte – ein Anstieg um 15,1 Punkte verglichen mit dem August. Auch diese Daten fielen besser aus als Experten prognostiziert hatten.

Das ZEW befragt allmonatlich rund 200 Analysten und institutionelle Anleger zu ihrer Einschätzung zur gegenwärtigen Wirtschaftslage und zur erwarteten Entwicklung.

Die deutsche Wirtschaft kommt auch nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes zusehends aus dem Corona-Tief. Nach dem tiefen Einbruch im zweiten Quartal „konnte sich die deutsche Wirtschaft in den Sommermonaten Juli und August wieder etwas erholen“, fassten die Wiesbadener Statistiker am Dienstag jüngste Konjunkturdaten zusammen. „Frühindikatoren (…) deuten eine weitere Erholung an“, sagte Albert Braakmann, Leiter der Abteilung „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Preise“. (mehr und Quelle: ARD, 15.09.20)


Fans wieder in Stadien

Wenige Tage vor Beginn der neuen Fußball-Bundesligasaison haben sich die Bundesländer auf einheitliche Regeln für Publikum in den Stadien geeinigt. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) unterrichtete den Niedersächsischen Landtag am Dienstagabend darüber, dass es für Zuschauer bei Sportgroßveranstaltungen einen sechswöchigen Probebetrieb geben wird. „Das regionale Pandemiegeschehen muss die Grundlage des Ganzen sein“, sagte Weil.

Der Sozialdemokrat betonte, dass diese Entscheidung nicht ausschließlich für den Fußball, sondern auch für andere Sportarten gelte, und „dass diese Maßstäbe Blaupausen für die Beurteilung aller anderer Großveranstaltungen dieser Art sein könnten. „Das gilt dann insbesondere auch im Kulturbereich“, sagte er weiter. „Wir werden uns Mühe geben, die Entscheidung schnellstmöglich in die Praxis umzusetzen.“

Fans dürfen wieder in größerer Zahl in die Stadien und Hallen des Profisports, bis zu 20 Prozent (Schleswig-Holstein 25%) der Kapazitäten können von den Vereinen in einer sechswöchigen Testphase genutzt werden.

Die Länder haben in diesem Zusammenhang beschlossen, dass der Test von diversen Maßnahmen flankiert und wissenschaftlich begleitet wird. Zunächst ist eine Auslastung von höchstens 20 Prozent der Kapazitäten erlaubt. „Eine Zulassung von Zuschauern erfolgt in der Regel nicht mehr, wenn in der Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern am Austragungsort der Wert von größer 35 worden ist“, berichtete Weil. Dazu seien die Zahlen des Robert-Koch-Instituts maßgeblich. Eintrittskarten dürfen ausschließlich personalisiert verkauft werden. Alkoholkonsum ist untersagt. (Quelle: NDR, 15.09.20)


Schweden öffnet Altenheime für Besucher

In Schweden dürfen Bewohner von Altersheimen bald wieder von ihren Angehörigen besucht werden. Ein entsprechendes und seit fast sechs Monaten geltendes Besuchsverbot für die Heime werde zum 1. Oktober aufgehoben, gab Sozialministerin Lena Hallengren in Stockholm bekannt.
Das Verbot sei für viele Ältere und ihre Angehörige die wohl weitreichendste Beschränkung der Corona-Krise gewesen, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus aber notwendig gewesen, sagte Hallengren. Der Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten, Johan Carlson, mahnte jedoch an, dass es jetzt zu keinem Besucheransturm auf die Heime kommen dürfe. (Quelle: Tagesschau, 15.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 18.100 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 15. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 143 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern ist keine weitere Person im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA inzwischen 667 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 15.824 der bislang gemeldeten Fälle (87,4 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 15.09.20)


📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 15.09.2020, 09.00 Uhr

Es gibt 3 neue Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden steigt um 5. Folglich sind aktuell in der Summe 31 (-2) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt 646, umgerechnet auf 100.000 sind dies 198,6. Ihnen stehen 590 Genesene (+5) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich nach offiziellen Angaben 218 Emsländer*innen (+58) in häuslicher Quarantäne.

Auch die Zahlen für Lingen (Ems) sind verändert. 1 weitere Neuinfektion führt zu aktuell 8 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 19 0 3
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 59 53 1 5
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 11 10 0 1
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 19 17 1 1
Stadt Lingen (Ems) 104 (+1) 92 4 8 (+1)
Stadt Meppen 93 86 4 3
Samtgemeinde Nordhümmling 13 11 0 2
Stadt Papenburg 53 47 2 4
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 15 0 1
Samtgemeinde Sögel 28 27 0 1
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 41 39 0 2
Gesamt* 646 (+3) 590 (+5) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 31 (-2)

 


Mal reinhören, bitte!


Zusammenfassung am Morgen

  • Laut Johns-Hopkins- Universität gibt es weltweit fast 30 Millionen Coronavirus-Fälle, von denen 29.136.553 bisher bestätigt wurden. Die Zahl der Todesfälle hat 925.000 überschritten.
  • China erwartet, dass bereits im November ein Corona-Impfstoff fertig sein wird. Wu Guizhen, Leiterin der biologischen Sicherheit am chinesischen Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten, sagte, sie erwarte, dass chinesische Impfstoffe gegen Covid-19 im November oder Dezember der Öffentlichkeit zugänglich sein würden. Auf China, den weltweit größten Hersteller von Impfstoffen, entfallen neun der 30 Impfstoffe, die derzeit an Menschen getestet werden. Letzte Woche sagte die Universität von Hongkong in Zusammenarbeit mit chinesischen Forschern auf dem Festland, dass ein Nasenspray-Impfstoff in klinische Studien eintrete.
  • Die Zahl der CoViD-19-Todesopfer in Indien hat am Dienstag 80.000 überschritten, nachdem 1.054 Menschen innerhalb der letzten 24 Stunden gestorben waren. Indien meldete außerdem 83.809 neue Coronavirus-Infektionen – den niedrigsten täglichen Sprung seit einer Woche, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.
  • Südkorea wird 30 Millionen Menschen oder 60% seiner Bevölkerung frühzeitig mit den neuartigen Coronavirus-Impfstoffen versorgen, sagte Premierminister Chung Sye-kyun am Dienstag auf einer Kabinettssitzung.
  • Innerhalb weniger Wochen könnte in Wales eine neuer Lockdown verhängt werden, sofern die Menschen nicht die aktualisierten Regeln für gesellschaftliche Zusammenkünfte befolgen, sagte der Gesundheitsminister des Landes. (Quelle: The Guardian, 15.09.20)

Gates: Millionen in Armut zurückgefallen

Microsoftgründer Bill Gates (64) erwartet Millionen Todesfälle durch Covid-19. Die Pandemie habe viele Erfolge bei der Bekämpfung von Armut und Krankheiten zunichte gemacht, erklärte Gates im „Spiegel“-Gespräch. 37 Millionen Menschen seien in extreme Armut zurückgefallen,weil Covid-19 die Räder der Weltwirtschaft verlangsamt habe. Für die katastrophalen Corona-Fallzahlen in den USA machte er US-Präsident Donald Trump verantwortlich.
Gates, der mit der Bill & Melinda Gates Foundation in den vergangenen zehn Jahren mehr als 20 Milliarden US-Dollar in Impfstoffe investiert hat, wies den Vorwurf zurück, seine Stiftung habe zu wenig für die Pandemievorbereitung getan. Er sagte, seine Stiftung könne nicht die Lücken füllen, die der Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation gerissen habe.
In einem Gespräch mit der BILD-Zeitung sagte der US-Milliardär, dass er in den ersten Monaten des kommenden Jahres mit der Zulassung von drei oder vier Impfstoffen rechne. „Um den Impfstoff sieben Milliarden Menschen zur Verfügung zu stellen, brauchen wir fast 14 Milliarden Dosen“, sagte der US-Unternehmer. „Das wurde noch nie gemacht.“ Das erfordere ganz neue Strategien. (Foto: CC s. Archiv v. 27.04.20; Quelle: ARD, 15.09.20)


Deutschland-Zahlen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach RKI-Angaben 1.407 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 15.09.20)


Stephan Weil: „Das war die Pandemie, das war nicht die Politik“
Weitere Lockerungen ab Oktober

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Montag in einer Regierungserklärung das Vorgehen gegen die Corona-Pandemie verteidigt. „Wir haben erkennbar manches richtig gemacht“, sagte er zum Auftakt der Plenarwoche im Landtag in Hannover. Niedersachsen schneide im nationalen Vergleich überdurchschnittlich gut ab. Das sei vor allem auch der anhaltend hohen Zustimmung der Bevölkerung zu verdanken. Die gute Entwicklung zeige sich im Gesundheitswesen, das nach wie vor nur mäßig belastet sei.

Weil stellte in seiner Rede weitere Lockerungen zum 1. Oktober in Aussicht. „Es geht darum, künftig mehr auf der Grundlage von allgemeinen Geboten als auf der Basis von Einzelregelungen für einzelne Bereiche vorzugehen“, sagte er. Fundament einer solchen Strategie seinen die AHA-Regeln – also Abstand, Hygiene und Alltagsmaske. Unter Wahrung dieser Vorgaben sollen beispielsweise Kinos und der Saalbetrieb in Gaststätten erweiterte Möglichkeiten bekommen. Zudem wird laut Weil geprüft, unter welchen Bedingungen in diesem Jahr Weihnachtsmärkte stattfinden können. Sobald der Inhalt der neuen Verordnung regierungsintern und abschließend beraten sei, erfolge die Unterrichtung des Landtages, sagte Weil. Er erteilte damit der Forderung der Opposition nach einer Beratung der Beschränkungen im Landtag eine Absage.

Von einer Rückkehr zu normalen Zeiten könne man aber trotz der geplanten Lockerungen noch nicht ausgehen, betonte der Ministerpräsident. Mit Beginn der nassen und kalten Jahreszeit werde das Risiko von weiteren Infektionen wieder steigen. Je nach Lage seien dann auch Verschärfungen der Corona-Regeln ausdrücklich denkbar. Weil forderte die Bürger zur Grippeschutzimpfung auf und kündigte eine Änderung der Strategie bei den Corona-Tests an. Anlasslose Tests ohne das Vorliegen von Symptomen oder besondere Risiko-Lagen sollen künftig die Ausnahme sein. Lehrkräfte bekommen allerdings wie angekündigt die Möglichkeit, sich bis zu den Herbstferien zwei Mal kostenlos testen zu lassen.

Die Opposition im Landtag übte heftige Kritik an der Regierungserklärung von Weil. Der Ministerpräsident beschreibe viele Probleme, sage aber nicht, was er konkret tun will, beklagte Grünen-Politiker Helge Limburg. Er kritisierte insbesondere die Landeshilfen für die Papenburger Meyer Werft als rückwärtsgewandt. Das Reisen mit Kreuzfahrtschiffen führe zu Klimaproblemen und begünstige, dass sich Viren ausbreiten, so Limburg. Die FDP forderte, der Ministerpräsident müsse seine Corona-Politik besser erklären. Es sei oft nicht nachvollziehbar, nach welchem Maßnahmen das Land handelt.

Bereits am Sonntagabend hatte Weil ein halbes Jahr nach dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Niedersachsen im NDR Regionalmagazin „Hallo Niedersachsen“ eine positive Zwischenbilanz gezogen.Trotz der derzeit steigenden Infektionszahlen gehe er davon aus, dass es nicht zu einem zweiten Shutdown kommen werde. Lokal könne das passieren, aber nicht flächendeckend. „Das ist ein ständiges Abwägen“, sagte der Ministerpräsident. „Keiner kann behaupten, dass er die hundertprozentige Lösung hat.“

Unstrittig ist nach Ansicht des Ministerpräsidenten, dass durch den Shutdown auch in Niedersachsen Existenzen ruiniert wurden. Weil betonte aber: „Das war die Pandemie, das war nicht die Politik.“ Die Landesregierung gebe sich größte Mühe, die betroffenen Unternehmen und Selbständigen durch die Krise zu führen. Das gelinge aber natürlich nicht in allen Fällen. „Das Thema wird uns auch im Herbst noch viel Arbeit und Sorgen bereiten“, so Weil. (Quelle: NDR, 14.09.20)


Lockdown in Jordanien

Im Kampf gegen das Coronavirus werden in Jordanien Restaurants, Moscheen, Straßenmärkte und die meisten Schulen für zwei Wochen geschlossen bleiben. Diese „präventiven Maßnahmen“ sollen ab Donnerstag gelten und dazu beitragen, eine totale Abriegelung zu vermeiden, wie ein Regierungssprecher sagte.
Die meisten Schülerinnen und Schüler sollen dann online unterrichtet werden, Cafés und Restaurants dürfen nur noch liefern oder Essen zur Mitnahme zubereiten. Die Regierung werde außerdem diejenigen bestrafen, die große Versammlungen abhielten, sagte der Sprecher in einer Fernsehansprache. Das gelte auch für Hochzeiten und Beerdigungen, die für den Anstieg der Coronavirus-Fälle mitverantwortlich sein sollen. Wer gegen die neuen Regeln verstoße, müsse daher mit einer 14-tägigen Haftstrafe rechnen.
In den vergangenen Tagen hatte Jordanien jeweils mehr als 200 neue Infektionen und mehrere Todesfälle gemeldet. In dem Königreich sind insgesamt mehr als 5300 Corona-Fälle registriert. Mindestens 26 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. (Quelle: ARD, 14.09.20)


Airbus-Chef warnt Belegschaft vor Entlassungen

Airbus-Chef Guillaume Faury hat die Belegschaft Berichten zufolge vor einer schwereren und länger als erwartet andauernden Krise gewarnt. Es sei „unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen“ ausreiche, um 15.000 Arbeitsplätze abzubauen, zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung „La Tribune“ aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Airbus bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass am Freitag ein entsprechender Brief Faurys an die Belegschaft gegangen sei – machte aber keinerlei Angaben zum Inhalt. Der Brief sei Teil des ständigen Dialogs zwischen Management und Mitarbeitern, hieß es lediglich. Airbus hatte wegen der Corona-Krise die Produktionspläne gekappt und den Abbau von weltweit 15.000 der rund 90.000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte angekündigt. Auch mehrere Tausend Stellen in Deutschland sind von dem Sparplan betroffen. (Quelle: NDR, 14.09.20)


Russland hat deutlich mehr Corona-Tote als offiziell angegeben

Experten zweifeln an der Zählweise der russischen Behörden bei den Corona-Toten. Der Bevölkerungswissenschaftler Alexej Rakscha verweist dazu auf Daten des staatlichen Statistikinstituts Rosstat, für das er bis vor kurzem gearbeitet hat. Demnach starben in Russland zwischen Mai und Juli 57.800 Menschen mehr als im Durchschnitt des jeweils gleichen Zeitraums in den Jahren zwischen 2015 und 2019. Die Zahl übertrifft die offiziell genannte Zahl der Corona-Toten für die Monate Mai bis Juli (15.955) um mehr als das Dreifache. Rakscha schließt daraus, dass die Behörden nur einen Teil der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stehen, offiziell gemeldet haben. Er weist die vom russischen Corona-Krisenstab erhobene Behauptung zurück, wonach in Russland die Corona-Sterberate erheblich geringer als in anderen Ländern sein soll. (Quelle: TSP, 14.09.20)


Kein Karnevalsumzug in Damme

  • Die Karnevalisten in Damme (Landkreis Vechta) haben am Montagabend entschieden, dass der traditionsreiche Carneval wegen der Corona-Pandemie ausfällt. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Nach Angaben der Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614 hat sich der sogenannte Elferrat entschieden, die Session abzusagen. Karneval lebe vom Kontakt der Menschen. Dies sei in Corona-Zeiten unmöglich, sagte der Präsident der Dammer Carnevalsgesellschaft, Benno Goda. Stattdessen solle es kleinere Feiern geben. Schon vor gut einem Monat hatte Goda gemutmaßt, dass die Session abgesagt werden muss.
    In Nordhorn, Osnabrück und Emsbüren wird es 2021 wegen Corona ebenfalls keine Karnevalsumzüge geben. (Quelle: NDR, 14.09.20)

Überblick am Abend

  • Mindestens 14 Flüchtlinge wurden nach Angaben von Beamten auf Lesbos positiv auf Covid-19 getestet, wo derzeit Anstrengungen unternommen werden, um Tausende von Menschen in eine neue Einrichtung zu bringen, die durch verheerende Brände in Moria, dem ehemals größten Migrantenlager Europas, obdachlos geworden sind.
  • US-Präsident Donald Trump veranstaltete am Sonntag eine Kundgebung in Nevada in einer Halle, obwohl die Angehörigen der Gesundheitsberufe vor großen Versammlungen in Innenräumen während der Coronavirus-Pandemie gewarnt hatten. Die Menschen in der Menge saßen eng beieinander und viele trugen keine Masken.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete am Sonntag einen Rekordanstieg der weltweiten Coronavirus-Fälle binnen eines Tages, als die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von nur 24 Stunden um 307.930 stieg.
  • Einer zweiter Lockdown bringt Israel ins Wanken, mit der Befürchtung, dass drei Wochen geschlossener Geschäfte und die Beschränkung der Menschen auf ihre Häuser den Lebensunterhalt zerstören könnten.
  • Am Montag bildeten sich außerhalb der Schulen in ganz Italien Warteschlangen, als 5,6 Millionen Schüler zum ersten Mal seit über sechs Monaten wieder in die Klassenzimmer zurückkehrten. Die Schulen in 12 italienischen Regionen wurden wiedereröffnet. Premierminister Giuseppe Conte sagte, dies sei ein „großer Test für den Staat“.
  • In Frankreich hat Premierminister Jean Castex die Behörden in den Hotspots Marseille, Bordeaux und der französischen Karibikinsel Guadeloupe angewiesen, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung von Covid-19 bis Ende des Monats zu stoppen.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass in Europa die tägliche Zahl der Todesfälle durch Covid-19 im Oktober und November steigen wird. Das sagte der Leiter der europäischen Zweigstelle der WHO gegenüber AFP.
  • Public Health England teilte mit, dass es am Montag um 9 Uhr morgens weitere 2.621 im Labor bestätigte Fälle von Coronavirus in Großbritannien gegeben habe. Insgesamt wurden in England inzwischen 371.125 Fälle bestätigt. Laut der Gesundheitsbehörde waren weitere 9 Personen innerhalb von 28 Tagen nach dem positiven Test auf Covid-19 am Montag gestorben. Damit liegt in Großbritannien die Zahl der CoViD-19-Toten bei insgesamt 41.637.
  • Russland hat heute 5.509 neue Coronavirus-Fälle gemeldet und damit seine nationale Zahl auf 1.068.320 erhöht, die viertgrößte der Welt. Laut Behörden starben in den letzten 24 Stunden 57 Menschen, was die offizielle Zahl der Todesopfer auf 18.635 erhöhte.
  • Einer US-Amerikanerin wurde vorgeworfen, Coronavirus im bayerischen Garmisch verbreitet zu haben, indem sie Pubs und Bars besuchte, obwohl sie nach Auftreten von Coronavirus-Symptomen unter Quarantäne gestellt worden war.
  • Die Behörden in der indonesischen Hauptstadt Jakarta haben am Montag eine teilweise Sperrung wieder eingeführt und versprochen, jeden, der positiv auf Covid-19 getestet wurde, streng zu isolieren, da die Infektionen in der Metropole stark angestiegen sind.
  • In Spanien sind die CoViD-19-Fällen sehr stark gestiegen: Seit dem vergangenen Freitag wurden 27.4o4 Neuinfektionen gemeldet, was die Gesamtzahl auf 593.730 erhöhte.
    Nach den aktuellen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den letzten zwei Wochen 116.464 Neuinfektionen diagnostiziert, und in den letzten sieben Tagen gab es 207 Todesfälle. (Quelle: The Guardian, 14.09.20)

Traditionelle Thanksgiving-Parade in New York nur online

Die traditionelle Thanksgiving-Parade in New York wird in diesem Jahr nur online stattfinden. Das Spektakel solle diesmal „neu gedacht“ werden, teilten die Organis, 14.09.20atoren der Kaufhauskette Macy’s mit. „Es wird nicht dieselbe Parade werden, die wir kennen“, sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Aber auch bei der Online-Version würden die Menschen „den Geist und die Freude dieses Tags spüren“ können.
Normalerweise werden zum Feiertag Thanksgiving im November jedes Jahr riesige Heliumballons mehr als drei Kilometer durch die Straßen der Millionenmetropole getragen. Rund 8000 Tänzer, Fahnenträger, Musiker und Verkleidete nehmen an der Parade teil. Mehr als drei Millionen Zuschauer stehen am Streckenrand, etwa 50 Millionen Menschen schauen das seit mehr als 90 Jahren stattfindende Spektakel im Fernsehen an. (Quelle: Tagesschau, 14.09.20)


Frankreich-Zahlen

Die französischen Gesundheitsbehörden haben in den letzten 24 Stunden 6.158 neue Covid-19-Infektionen gemeldet. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Rekordhoch am Samstag seit Beginn der groß angelegten Tests von 10.561 und der Zahl am Sonntag von 7.183. Allerdings sinkt die Montagszahl immer, da sonntags weniger Tests durchgeführt werden.

Der gleitende Durchschnitt von sieben Tagen für Neuinfektionen, der die Meldung von Unregelmäßigkeiten glättet, lag bei 8.324, mit einem Rekord für den 28. Tag in Folge, gegenüber einem Tief von 272 am 27. Mai, zwei Wochen nach dem Ende des Zweimonatszeitraums des Landes.

Die Zahl der Verstorbenen in Frankreich stieg in den letzten 24 Stunden um 34 auf 30.950. Die kumulierte Anzahl der Fälle beträgt jetzt 387.252. (Quelle: The Guardian, 14.09.20)


CDU verkürzt ihren Bundesparteitag, Die Linke nicht

Die CDU will ihren anstehenden Bundesparteitag zur Wahl der neuen Spitze wegen der Corona-Pandemie auf wenige Stunden verkürzen. Die Delegierten sollen sich am 4. Dezember „unter strengen Auflagen mit umfassendem Hygienekonzept“ in Stuttgart treffen, um den Nachfolger der scheidenden CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zu wählen, kündigte Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag in Berlin an. Weitere Beschlüsse – wie etwa die ursprünglich geplante Einführung einer Frauenquote – müssten verschoben werde

Trotz der Corona-Pandemie hält die Linkspartei hingegen an ihrem Bundesparteitag Ende Oktober fest. Das Delegiertentreffen in Erfurt solle unter erhöhten Schutzvorkehrungen über die Bühne gehen, sagte Parteichefin Katja Kipping. „Wir gehen bisher davon aus, dass der Parteitag stattfinden kann“, sagte die scheidende Vorsitzende.

Sie verwies darauf, dass auf dem dreitägigen Delegiertentreffen, das vom 30. Oktober bis 1. November dauert, der Parteivorstand der Linken gewählt werden soll. Es gebe keine Alternative zu einer Präsenzveranstaltung. Eine Briefwahl sei zu kompliziert, bei einer Online-Abstimmung sei das Wahlgeheimnis nicht abgesichert. Eine Verkürzung des Parteitages auf einen Tag, wie es die CDU beschlossen hatte, lehnte Kipping ab.(Quelle: Tagesschau, 14.09.20)


Bayern: Zahl der coronainfizierten Schüler übers Wochenende verdoppelt

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern über das vergangene Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach am Montag von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen – einen Fall weniger. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

„Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Dem Ministerium zufolge sind momentan rund 2.490 Schüler sowie knapp 400 Lehrer in Quarantäne. Oft wurden ganze Klassen heimgeschickt. Es kam aber auch schon zu Schulschließungen. So findet etwa an der Mittelschule in Furth im Wald kein Präsenzunterricht statt. Corona-Fälle gibt es auch an Kindertagesstätten: Rund 50 Einrichtungen sind ganz oder teilweise geschlossen.

Noch bis Ende der Woche laufen freiwillige Reihentests für Lehrer. Rund 60 Prozent wollen dem Kultusministerium zufolge teilnehmen. Nach den Herbstferien sollen die Tests wiederholt werden. In Rosenheim müssen nun auch Grundschüler im Unterricht Masken tragen, weil der kritische Warnwert von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wurde. (Quelle: TSP, 14.09.20)


Sportministerin kritisiert Fanverhalten bei Pokalspiel in Rostock

Baden-Württembergs Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat die Zuschauersituation beim Pokalspiel des VfB Stuttgart bei Hansa Rostock kritisiert. „Die Fotos vom DFB-Pokalspiel in Rostock von Fans Schulter an Schulter und ohne Abstand und ohne Maske lösen in mir ein ziemliches Unbehagen aus“, sagte die 55-Jährige der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Bei der Partie am Sonntag waren im Ostseestadion 7500 Zuschauer zugelassen und damit so viele wie noch nie bei einem Fußballspiel in Deutschland seit Beginn der Pandemie. „Was wir uns definitiv nicht leisten können, ist, dass ein Fußballspiel zu einem Superspreader-Event wird und infolgedessen Schulen geschlossen werden müssen“, sagte Eisenmann. Kurz zuvor hatte Mecklenburg-Vorpommerns Sportministerin Stefanie Drese (SPD) dem Testlauf mit 7500 Zuschauern das Prädikat „erfolgreich bestanden“ bescheinigt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) war im Stadion und sah „einen großen Schritt in Corona-Zeiten“.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wollen die Chefs der Staatskanzleien der Bundesländer am Dienstag erneut über Zuschauer auch in Sporthallen beraten. (Quelle: SPIEGEL, 14.09.20)


Experten: Welt schlecht auf nächste Pandemie vorbereitet

Während die Welt derzeit gegen das Coronavirus kämpft, tut sie nach Ansicht eines internationalen Expertengremiums zu wenig, um sich auf die nächste Pandemie vorzubereiten. Die nächste Pandemie werde „auf jeden Fall“ kommen und womöglich noch gefährlicher sein, heißt es in einem Bericht des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) – einem von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank ins Leben gerufenen internationalen Expertengremium.
„Die Coronavirus-Pandemie stellt einen harten Test für die Bereitschaftsplanung der Welt dar“, heißt es in dem Bericht, an dem unter anderem die ehemalige WHO-Chefin Gro Harlem Brundtland mitarbeitete. Sollten nicht die richtigen Lehren daraus gezogen und entsprechend gehandelt werden, „dann wird die nächste Pandemie, die auf jeden Fall kommt, noch verheerender sein“. (Quelle: Tagesschau, 14.09.20)


Gratis-Coronatests für alle Urlauber enden am Dienstag

Die Möglichkeiten zu kostenlosen Corona-Tests für alle Reiserückkehrer nach Deutschland werden zum Ende der Ferienzeit eingeschränkt. Reisende, die nicht aus einem Risikogebiet mit hohen Infektionszahlen kommen, haben ab diesem Dienstag keinen Anspruch mehr auf kostenlose Tests. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Montag: „Für die Urlaubszeit war es wichtig, möglichst alle Reisende auf das Corona-Virus zu testen. Mit Blick auf Herbst und Winter konzentrieren wir die Tests jetzt wieder stärker aufs Inland.“

Welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten, legt die Bundesregierung regelmäßig fest – sie sind auf der Internetseite des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) aufgelistet. Bund und Länder hatten die Änderungen bei den Tests Ende August vereinbart. „Für Einreisende aus Risikogebieten gilt vorerst weiterhin die Testpflicht sowie die Erfordernis der Quarantäne bis zum negativen Testergebnis“, sagte Spahn. Tests für sie bleiben vorerst kostenlos. (Quelle: TSP, 14.09.20)


Branchenverband will mit Politik über Club-Öffnung reden

Der Bundesverband deutscher Diskotheken- und Tanzbetriebe will mit einem speziellen Konzept die Wiedereröffnung von Clubs in Corona-Zeiten ermöglichen. Darin sind Abstands- und Hygieneregeln, Kapazitätsbeschränkungen und angepasste Lüftungen inklusive spezieller Filter vorgesehen, um eine Übertragung von Covid-19 zu verhindern.

Als weitere Punkte schlägt der BDT die Erfassung von Gästedaten, berührungslose Temperaturmessungen und eine Maskenpflicht überall dort vor, wo die Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich ist. Wer selbst Covid-19-Symptome zeigt oder innerhalb der vergangenen zwei Wochen Kontakt zu Erkrankten hatte, müsste nach dem Konzept draußen bleiben. Die Umsetzung könnten demnach die Security-Mitarbeiter in den Diskotheken und Clubs übernehmen. (Quelle: TSP, 14.09.20)


Berlusconi aus Krankenhaus entlassen

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi ist nach seiner Corona-Infektion aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Danke, dass ich hier sein darf. Es war die gefährlichste Prüfung meines Lebens“, sagte der 83-Jährige nach dem Verlassen der Klinik San Raffaele in Mailand am Montag. Berlusconi trug Anzug und Krawatte und einen Mund-Nasen-Schutz, winkte seinen Anhängern zu und gab eine kurze Erklärung ab. „Auch dieses Mal bin ich davongekommen“, sagte der Oppositionspolitiker. Berlusconi wurde wegen seiner Infektion mit dem Virus insgesamt zehn Tage im Krankenhaus behandelt.

„Die Anteilnahme, die ich gespürt habe, hat mir geholfen auch die schwierigen Momente zu überstehen, von denen es in den ersten drei Tagen viele gab“, sagte ehemalige Regierungschef. Er rief dazu auf, sich an alle Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Covid-19 sei eine „schwere und tückische Krankheit“ warnte Berlusconi, der wegen seines Alters und seiner Vorerkrankungen als Risikopatient gilt. Ob der Unternehmer vollständig von seiner Erkrankung genesen ist oder zu Hause weiter behandelt werden soll, blieb zunächst offen. (Quelle: TSP, 14.09.20)



Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 17.957 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 14. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 64 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern ist keine weitere Person im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA inzwischen 667 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 15.754 der bislang gemeldeten Fälle (87,7 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 14.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 14.09.2020, 09.00 Uhr

Es gibt 20 (!) neue Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden steigt um 5. Folglich sind aktuell in der Summe 33 (+15) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt 643, umgerechnet auf 100.000 sind dies 197,78. Ihnen stehen 585 Genesene (+5) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich nach offiziellen Angaben nur 160 Emsländer*innen (-110) in häuslicher Quarantäne.

Erstmals äußere ich hiermit massive Zweifel an dieser offiziellen Zahl. Der Grund für meine Skepsis ist eine einfache Rechenaufgabe: Wenn insgesamt 33 Personen an CoViD-19 erkrankt sind, davon mindestens in zwei Kindergärten und der Lingener Marienschule, können schon angesichts der betroffenen Schüler- und Kitagruppen kaum pro Erkranktem lediglich 5 Personen in Quarantäne sein. Doch diese Zahl behauptet der Landkreis.

Auch die Zahlen für Lingen (Ems) sind deutlich verändert. 7 Neuinfektionen führen bei einer genesenen Person zu aktuell 7 Erkrankten.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 19 0 3
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 59 51 1 7
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 11 10 0 1
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 103 (+7) 92 (+1) 4 7 (+6)
Stadt Meppen 93 85 4 4
Samtgemeinde Nordhümmling 13 11 0 2
Stadt Papenburg 52 45 2 5
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 15 0 1
Samtgemeinde Sögel 28 27 0 1
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 41 39 0 2
Gesamt* 643 (+20) 585 (+5) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 33 (+15)

(14.09.20)


USA: Trump macht weiter, was er will

Entgegen der Vorschriften des US-Bundesstaats Nevada und seiner eigenen Regierung im Kampf gegen das Coronavirus hat US-Präsident Donald Trump eine Wahlkampfveranstaltung in einer Halle abgehalten. Der dicht gedrängten Menge in Henderson, südlich von Las Vegas, sagte Trump am Sonntag, die USA seien kurz davor, das Virus zu besiegen. Bei jedem Besucher wurde die Temperatur gemessen, das Tragen von Masken war nicht verpflichtend. Dass durch die Pandemie beinahe 200.000 US-Bürger gestorben sind und noch immer etwa 1000 am Tag ums Leben kommen, erwähnte Trump nicht. (Quelle: Tagesschau, 14.09.20)


Deutschland-Zahlen

Deutschland verzeichnet -wegen des Wochenendes, an dem zahlreiche Gesundheitsämter keine neuinfektionen melden – 927 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 260.355. Zudem habe es einen weiteren Todesfall gegeben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9.350. (Quelle: RKI, 14.09.20)


Israels Regierung beschließt erneuten landesweiten Lockdown

Israel hat angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Corona-Virus die Verhängung eines zweiten landesweiten Lockdowns beschlossen. Das Kabinett stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für neue drastische Ausgangsbeschränkungen. Diese sollen am Freitagnachmittag um 13.00 Uhr (MESZ) in Kraft treten, vor Beginn der jüdischen Feiertage, und zunächst für drei Wochen gelten.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, angesichts steigender Infektionszahlen hätten Klinikleiter „die rote Fahne erhoben“. Es seien sofortige Maßnahmen notwendig. „Unser Ziel ist es, den Anstieg zu stoppen.“

Schulen und Kindergärten sollen den Angaben zufolge geschlossen werden. Die Menschen dürfen sich außer in Ausnahmefällen nur bis zu 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Auch Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Behörden und Privatunternehmen sollen unter Einschränkungen arbeiten. Außerdem gelten Versammlungsbeschränkungen: Bis zu 20 Menschen dürfen sich im Freien und bis zu zehn Menschen in Innenräumen versammeln.

Der streng religiöse Wohnungsminister und frühere Gesundheitsminister Jakov Litzman von der Partei Vereinigtes Tora-Judentum hatte zuvor aus Protest gegen die Maßnahmen seinen Rücktritt erklärt. Litzman ist ein wichtiger Koalitionspartner Netanjahus.

Die Anzahl der Neuinfektionen in Israel ist zuletzt dramatisch gestiegen. An vier Tagen in Folge wurden in der abgelaufenen Woche jeweils Rekordwerte verzeichnet. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie hat inzwischen 150 000 überschritten, 1108 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

Es gab aus wirtschaftlichen Gründen starken Widerstand gegen neue Corona-Beschränkungen. Denn die Corona-Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt. Die Arbeitslosigkeit lag im Sommer bei mehr als 20 Prozent.
(Quelle: ARD, 13.09.20)


USA-Zahlen

Die Zahl der täglichen neuen Virus-Opfer in den USA schwächt sich im Vergleich zum Vortag ab. Binnen 24 Stunden gab es nach Angaben der Seuchenschutzbehörde CDC 40.423 Neuinfektionen, nach 46.047 am Vortag. Damit stieg deren Zahl auf insgesamt knapp 6,47 Millionen. Es gab zudem 807 neue Tote, nach 1035 am Samstag. Die Gesamtzahl der CoViD-19-Opfer steigt damit auf 193.195. (Quelle: TSP, 13.09.20)


Frankreich-Zahlen bleiben hoch

Die französischen Gesundheitsbehörden haben am Sonntag 7.183 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in den letzten 24 Stunden gemeldet. Am Samstag hatte die Zahl der neuen täglichen Fälle einen Rekordwert von 10.561 erreicht, wobei die Infektionsraten in allen Altersgruppen stiegen.

In seinem täglichenBericht berichtete das französische Gesundheitsministerium auch, dass die Zahl der wegen in CoViD-19 in den Krankenhäusern aufgenommenen Personen auf 2.464 gestiegen sei, verglichen mit 2.432 am Samstag.

Dazu gehörten 427 Einweisungen auf Intensivstationen in den letzten sieben Tagen, gegenüber 417 am Samstag. (Quelle: The Guardian, 13.09.20)


Adidas profitiert von Homeoffice: Jogginghose statt Anzug

Der Sportartikelhersteller Adidas profitiert in der Coronakrise nach eigenen Angaben vom Trend zu legerer Kleidung im Homeoffice. „Wer nicht raus geht, sitzt in Adiletten und T-Shirt im Homeoffice“, sagte Unternehmenschef Kasper Rorsted der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Dort seien „die Leute sehr viel lockerer bekleidet als in den Büros, sogar in den Banken“. „In Amerika hat zumindest ein Anzughersteller schon zu gemacht, eben weil die Arbeitskleidung auch auf lange Sicht legerer wird – das kommt uns zupass“, sagte Rorsted.

Nach den coronabedingt härtesten Monaten in der Firmengeschichte habe sich der Konzern aus der Verlustzone herausgekämpft. „Im Juli und August lagen unsere Umsätze in Deutschland über dem Vorjahr – und das trotz Maskenpflicht und Einschränkungen beim Einkaufen“, sagte Rorsted. Im dritten Quartal rechne der Konzern „wieder mit 600 bis 700 Millionen Euro Gewinn – das macht Hoffnung“. (Quelle: TSP, 13.09.20)


KLM/Air France weiterhin mit großen Problemen

Das Überleben der Air France-KLM-Gruppe ist nicht garantiert, wenn die durch die Coronavirus-Pandemie verursachte Wirtschaftskrise anhält, warnte der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra am Sonntag.

Frankreich und die Niederlande mit jeweils 14%igem Anteil an dem Konzern haben mit Milliarden von Euro versucht, dem Luftfahrtunternehmen zu helfen. Im ersten Halbjahr 2020 war die Gesellschaft praktisch zum Stillstand gekommen.

Im Frühjahr gewährte Paris Air France Darlehen in Höhe von 7 Mrd. EUR (8,3 Mrd. USD), und Den Haag gewährte KLM eine ähnliche Beihilfe in Höhe von 3,4 Mrd. EUR. Air France-KLM gab Ende Juli einen Nettoverlust von 2,6 Mrd. Euro bekannt, nachdem im April und Mai aufgrund der Pandemie fast keine Aktivitäten stattgefunden hatten. Es folgte einem Verlust von 1,8 Mrd. Euro im ersten Quartal.

Das Rettungspaket für KLM muss von einem „umfassenden Umstrukturierungsplan“ sowie von Verpflichtungen zur Wiederherstellung von Leistung und Wettbewerbsfähigkeit begleitet sein. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Hoekstra in einem TV-Interview und wies auf die Notwendigkeit hin, die Betriebskosten zu senken. (Quelle: The Guardian, 13.09.20)


16 Boxer aus deutschem Nationalteam infiziert

Von den 18 Boxern der deutschen Nationalmannschaft im österreichischen Trainingslager sind 16 mit dem Corona-Virus infiziert. Diese aktuelle Zahl gab der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) am Sonntag bekannt. Tags zuvor gab es die Information, dass alle Sportler betroffen seien. Das Team bereitet sich im Längenfeld im Ötztal auf den internationalen Cologne Cup in Köln (14. bis 18. Oktober) vor. Die Sportler sind derzeit in ihren Zimmern isoliert. (Quelle: DBV, 13.09.20)


Indien: Mehr als 94.000 Neuinfizierte und über 1000 Todesfälle

In Indien breitet sich das Coronavirus weiter rasch aus, während in einigen Bundesstaaten die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden. Binnen 24 Stunden seien 94.372 nachgewiesene Neuinfektionen verzeichnet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Mit über 8200 entfallen die meisten davon auf den größten und reichsten Bundesstaat Maharashtra. Dort gibt es mittlerweile mehr als eine Million Infizierte – etwa so viele wie in Russland. In ganz Indien sind über 4,7 Millionen Infektionsfälle registriert – das ist weltweit die höchste Zahl nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 1114 auf 78.586.
(Quelle: TSP, 13.09.20)


Tschechien: 1541 Neuinfektionen

Tschechiens Gesundheitsministerium meldet mit 1541 Coronavirus-Neuinfektionen binnen binnen 24 Stunden den dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert. Zum Vergleich: In Deutschland wurden Ende der Woche ähnlich hohe Zahlen bei den Neuinfektionen gemeldet, Tschechien hat dabei rund elf Millionen Einwohner, Deutschland rund 83 Millionen. Es ist zugleich der fünfte Tag in Folge mit mehr als 1000 Neuinfektionen. Tschechien gehört zu den EU-Ländern, in denen sich die Krankheit derzeit wieder besonders stark verbreitet.

Angesichts der steigenden Ansteckungszahlen hatte die Regierung in Prag zuletzt die Maskenregelungen verschärft, umfangreiche Beschränkungen des öffentlichen Lebens will sie aber vermeiden. (Quelle: TSP, 13.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 17.893 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 13. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 67 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern ist keine weitere Person im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA inzwischen 667 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 15.723 der bislang gemeldeten Fälle (87,9 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 13.09.20)


Deutschland-Zahlen am Wochenende

Innerhalb eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter laut Robert Koch-Institut 948 neue Corona-Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig – an Sonntagen sind die gemeldeten Fallzahlen nämlich erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 259.428 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9349. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten 231.400 Menschen die Infektion überstanden. (Quelle: RKI, 13.09.20)


Überblick zur Nacht

  • Die französischen Gesundheitsbehörden meldeten in den letzten 24 Stunden 10.561 neue bestätigte Coronavirus-Fälle, ein neuer Tagesrekord; die Zahl der Neuinfektionen überstieg zum allerersten Mal 10.000-Fälle. Die jüngste tägliche Zählung beweist das Wiederauftreten der Krankheit in Frankreich.
  • In Australien hat der Bundesstaat Victoria am Sonntag 41 neue Fälle und sieben Todesfälle registriert. Voctoria mit der Millionenstadt Melbourne befindet sich trotz nächtlicher Ausgangssperre weiterhin in einer schwierigen Situation.
  • Die Universität Oxford hat mitgeteilt, dass die klinischen Studien mit ihrem Impfstoff in Großbritannien wieder aufgenommen werden sollen. Die Versuche der in Entwicklung befindlichen Behandlung mit dem Pharmagiganten AstraZeneca waren am vergangenen Sonntag abgebrochen worden, als ein Teilnehmer ernsthaft erkrankte.
  • Die täglichen Coronavirus-Fälle in Schottland haben ein Viermonatshoch erreicht, nachdem insgesamt 221 Personen in den letzten 24 Stunden positiv auf das Virus getestet wurden.
  • Die Sauerstoffversorgung ist in Teilen Indiens, die besonders stark vom Coronavirus betroffen sind, knapp geworden.
  • Die Niederlande haben 1.231 neue Fälle von Coronavirus sowie einen weiteren Todesfall gemeldet.
  • Athen ist zum Zentrum dessen geworden, was hochrangige Regierungsbeamte in Fällen in Griechenland als „beunruhigenden“ Anstieg bezeichnen.
  • In England wurde die Bevölkerung aufgefordert, kein „Partywochenende“ zu veranstalten, bevor die „Sechs-Regeln-Beschränkungen“ der Regierung am Montag in Kraft treten.
  • Russland meldete am Samstag 5.488 neue Coronavirus-Fälle und erreichte damit 1.057.362, den viertgrößten der Welt. (Quelle: The Guardian, 13.09.20)

Frankreich: Mehr als 10.000 Neuinfektionen in 24 Stunden

In Frankreich steigt die Zahl der Neuinfektionen erstmals überhaupt auf mehr als 10.000. Binnen 24 Stunden habe es 10.561 neue Fälle gegeben, teilen die Behörden mit. Die höchste Zahl bislang hatte es am Donnerstag mit 9843 gegeben. Der Anstieg hatte die Regierung dazu veranlasst, weitere Beschränkungen zu verhängen. Die Zahl der Toten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen steigt um 17 auf 30.910. (Quelle: ARD, 12.09.20)


AstraZeneca setzt Impfstoff-Test fort

Wenige Tage nach der Unterbrechung der klinischen Tests seines Corona-Impfstoffs hat der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca die Versuche wieder aufgenommen. Nachdem die zuständige Aufsichtsbehörde die Sicherheit bestätigt habe, seien die Tests des Impfstoffs AZD1222 am Menschen in Großbritannien wieder angelaufen, teilte das Unternehmen mit.

Am Mittwoch hatte AstraZeneca mitgeteilt, dass es die klinischen Tests „freiwillig ausgesetzt“ habe, nachdem ein Proband krank geworden sei. Woran der Patient erkrankte, wurde nicht mitgeteilt.

Ein unabhängiges Expertengremium prüfte den Fall daraufhin. Ebenso wie AstraZeneca erklärte auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass eine solche Unterbrechung einer Testreihe eine Routinemaßnahme sei. In seiner Erklärung vom Samstag versicherte der Pharmakonzern, dass er sich der „Sicherheit von Testteilnehmern und den höchsten Standards bei klinischen Tests verpflichtet“ fühle. (Quelle: TSP, 12.09.20)


Mallorca mit falschen Zahlen

Wegen einer fehlerhaften Übertragung von Corona-Daten der Balearen an das spanische Gesundheitsministerium in Madrid sind die Infektionszahlen einem Pressebericht zufolge tagelang zu niedrig ausgewiesen worden. So wurde die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage aufgrund der Übertragungsfehler mit deutlich unter 50 angegeben, obwohl sie tatsächlich wesentlich höher lag, wie die „Mallorca Zeitung“ unter Berufung auf Eugenia Carandell, Direktorin im balearischen Gesundheitsministerium, berichtete.
Nach den Daten der lokalen Gesundheitsbehörde ergebe sich eine Zahl von 120 bis 170 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Für ganz Spanien wird der Wert derzeit mit etwa 113 angegeben. Die Grenze von 50 ist ein entscheidendes Kriterium für die Bundesregierung, eine Region oder ein Land als Risikogebiet einzustufen oder die Einschätzung auch wieder aufzuheben. Die Balearen mit der beliebten Urlauberinsel Mallorca sind seit Mitte August Risikogebiet und das Auswärtige Amt warnt vor Reisen dorthin wie auch in den Rest Spaniens. (Quelle: Tagesschau, 12.09.20)


Österreich-Zahlen

In Österreich hat es erneut einen drastischen Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Innerhalb von 24 Stunden seien 869 neue Fälle registriert worden, teilte die Regierung laut einem Bericht der Nachrichtenagentur APA mit. 444 Fälle traten in Wien auf und erreichten damit einen neuen Höchstwert von täglichen Fällen in der Hauptstadt.
In ganz Österreich infizierten sich seit Ausbruch der Pandemie 32.696 Menschen mit dem Coronavirus, 754 starben. Österreichs Regierung hatte angesichts der steigenden Infektionszahlen am Freitag eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen angekündigt. (Quelle: ARD, 12.09.20)


UN verabschiedet Resolution gegen Widerstand der USA

Gegen den Widerstand der USA haben die Vereinten Nationen eine Resolution zur Corona-Pandemie verabschiedet, mit der die führende Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Bekämpfung des Coronavirus bestätigt wird. Für die Entschließung stimmten am Freitag 169 der 193 Mitgliedstaaten, dagegen votierte außer den USA nur noch Israel. US-Präsident Donald Trump, der der WHO schwere Fehler in der Corona-Krise vorwirft, hatte Anfang Juli den Austritt seines Landes aus der Organisation eingeleitet. An dem Resolutionstext, der mehrere Aspekte der Pandemie umfasst, wurde seit Mai gefeilt. (Quelle: ARD, 12.09.20)


Demonstrationen gegen Corona-Auflagen in Neuseeland

Im neuseeländischen Auckland sind Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Maßnahmen der Regierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu protestieren. Auf Fernsehbildern waren dicht gedrängt Demonstranten zu sehen, von denen viele keinen Mund-Nase-Schutz trugen.

In Neuseelands größter Stadt waren die Auflagen verschärft worden, als es im August zu einem neuen Ausbruch der Krankheit kam. Versammlungen von mehr als zehn Personen sind seitdem verboten. Vor August hatte das Land die Infektionswelle gut eindämmen können. Am Samstag meldeten die Behörden zwei neue Fälle, womit seit Jahresbeginn insgesamt 1444 Infektionen bekanntgeworden sind. (Quelle: Tagesschau, 12.09.20)


Garmisch: Touristin als Superspreaderin identifiziert

Eine US-Amerikanerin war im Nachtleben von Garmisch-Partenkirchen vermutlich ein sogenannter „Superspreader“ und hat zahlreiche weitere Menschen mit Covid-19 angesteckt. Die Frau hatte trotz Corona-Symptomen die Nacht durchgefeiert. Nach bisherigem Stand steckte sie mindestens 33 weitere Menschen an.
Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wird nun der Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten, wie das Landratsamt mitteilte. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 54.*
Beschränkungen wurden erlassen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes versuchen, weitere Infizierte und Erkrankte aufzuspüren. Vermutlich sind noch weitere Personen infiziert – vor allem Partygänger im Alter zwischen 18 und 35 Jahren könnten betroffen sein.
💡 Superspreader und Superspreading-Events: Von solchen Situationen hört und liest man in letzter Zeit häufiger. Als „Superspreader“ werden Menschen bezeichnet, die jeweils gleich eine ganze Gruppe weiterer Menschen anstecken. Die Zahl der von ihnen direkt Infizieren übersteigt dabei deutlich die sogenannte Reproduktionszahl. Der Virologe Christian Drosten verweist immer wieder darauf, dass ein Superspreader für Infektionscluster sorgt, aus denen dann schnell neue Infektionsketten entstehen können. Gerade bei Sars-CoV-2 ist das gut möglich, da Infizierte schon vor dem ersten Auftreten von Symptomen andere anstecken und die Viren verteilen können.

Mit Hochdruck versucht das Corona-Ermittlungsteam, Infektionsketten nachzuvollziehen. Wie Landrat Anton Speer dem Bayerischen Rundfunk sagte, gestaltet sich das jedoch äußerst schwierig. Die hoch infektiöse 26-jährige US-Amerikanerin war in mehreren Lokalitäten in Garmisch-Partenkirchen unterwegs. Sie und weitere Infizierte seien gleich mehrmals rund um das vergangene Wochenende sowie am vergangenen Dienstag vermutlich in einer Cocktailbar am Marienplatz und in einer irischen Kneipe am Rathausplatz mit zahlreichen weiteren Personen in Kontakt gewesen.

Die 26-Jährige war laut Landratsamt vor kurzem von einem Urlaub im europäischen Ausland nach Garmisch zurückgekehrt. Vorherige Angaben, wonach es sich um eine aus den USA eingereiste Touristin handle, korrigierte die Behörde. Allein in einer Unterkunft auf dem Gelände von US-Streitkräften, in der sie übernachtet hatte, wurden demnach bisher 24 Menschen positiv getestet. (Quelle: BR24, 12.09.20)


Fauci: Rückkehr zur Normalität erst Ende 2021

Der renommierte Immunologe Anthony Fauci erwartet für die USA eine Rückkehr zu normalen Lebensumständen erst Ende 2021 – selbst wenn es bereits in wenigen Monaten eine Coronavirus-Impfung geben sollte. So lange dürfte es dauern, bis genug Menschen für einen „Schutzschirm der Immunität“ geimpft sind, sagte Fauci am Freitag zur Begründung. Zugleich rechnet er bei Corona-Impfstoffen lediglich mit einer Effizienz von 70 bis 75 Prozent.

„Ich wäre überrascht, wenn wir eine Impfung wie gegen Masern bekämen, die in 97 bis 98 Prozent der Fälle wirkt – und bei der man nur die Bevölkerung zu impfen braucht, um Masern verschwinden zu lassen“, sagte Fauci dem Nachrichtensender CNN. „Ich denke nicht, dass das passieren wird. Ich würde eine zu 70 oder 75 Prozent effiziente Impfung akzeptieren.“ Das mache dann aber auch weiterhin zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich. (Foto: CC s. Archiv v. 19.06.20; Quelle: TSP, 12.09.20)


Tschechien mit zunehmenden Zahlen

Der Trend zunehmender Corona-Infektionszahlen in Tschechien hält ungebrochen an. Gestern kamen 1447 bestätigte Fälle hinzu, mehr als je zuvor an einem Tag. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag heute bekannt. Seit Beginn der Pandemie starben 450 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.
Prags Oberbürgermeister Zdenek Hrib übte im tschechischen Fernsehen CT scharfe Kritik an der Krisenpolitik der Regierung. Sie habe verschlafen, dass es mit dem Schulbeginn nach den Sommerferien zu einer Infektionswelle kommen werde, sagte der studierte Mediziner. Die Schulen seien zu „Covid-Tauschbörsen“ geworden. Gesundheitsminister Adam Vojtech erwiderte dagegen, niemand habe erwartet, dass der Anstieg so schnell und so massiv ausfallen werde wie in den zurücklegenden 14 Tagen. (Quelle: Tagesschau, 12.09.20)


Russland: Zahl der Infektionen und Toten steigt weiter

In Russland hat sich die Zahl der Corona-Toten binnen eines Tages um 119 auf 18.484 erhöht. Die Behörden bestätigten zugleich 5488 Neuinfektionen, womit insgesamt 1.057.362 Fälle bekannt sind. Damit folgt Russland weltweit auf die USA mit über 6,4 Millionen sowie Indien und Brasilien mit jeweils mehr als vier Millionen Fällen. (Quelle: ARD, 12.09.20)


Corona-Fälle in deutscher Box-Olympiamannschaft

Mehrere Sportler und Betreuer der deutschen Box-Olympiamannschaft haben sich offensichtlich bei einem Trainingslager im österreichischen Sölden mit dem Coronavirus infiziert. Wie der „Spiegel“ berichtete, bestätigte der Generalsekretär des Deutschen Boxsportverbands, Michael Müller, dies dem Magazin. Die Infektionen seien bereits am Mittwoch festgestellt worden.
Wie viele Betroffene es gibt, wollte Müller laut „Spiegel“ nicht sagen. Unter Berufung auf Angaben von Teilnehmern des Trainingslagers berichtete das Magazin, möglicherweise seien alle 18 Sportler sowie mehrere ihrer Betreuer infiziert. Die Mannschaft wurde dem Bericht zufolge vom Gesundheitsamt des Bundeslands Tirol komplett unter Quarantäne gestellt und muss vorerst in Sölden bleiben. (Quelle: Tagesschau, 12.09.20)


Lingen: Drei Neuinfektionen – Dutzende in Quarantäne

Drei Neuinfektionen gibt es in Lingen. Der Infektionsfall eines Schülers der 6. Klasse der Marienschule führt zu häuslicher Quarantäne seiner Klasse und mehrerer Lehrkräfte. Bei der Stadtverwaltung ist im Ausländeramt ein Mitarbeiter an CoViD-19 erkrankt; über die Ursache wird nicht berichtet. Ein Fußballer der 2. Mannschaft des Fußballvereins ASV Altenlingen ist ebenfalls infiziert. (Quelle: BN, 12.09.20)


Erneut Rekordanstieg in Indien

Mit 97.570 neuen Corona-Fällen binnen 24 Stunden meldet Indien den zweiten Tag in Folge einen Rekordanstieg. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich auf 4,65 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. In keinem anderen Land steigen die Fallzahlen derzeit stärker als in Indien. Bei der Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen folgt Indien direkt auf die USA, die mit mehr als 6,4 Millionen Fällen weltweit an der Spitze liegen. (Quelle: ARD, 12.09.20)


Mehr als 70.000 Corona-Tote in Mexiko

Mexiko hat die Marke von 70.000 Corona-Toten überschritten. Am Freitag wurden weitere 534 Todesfälle gemeldet, womit die Gesamtzahl der Toten auf 70.183 stieg, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Damit wurden auch die pessimistischsten Prognosen übertroffen. Die Behörde hatte die Zahl der durch die Pandemie verursachten Todesfälle anfangs auf 8000 geschätzt, bevor sie in einem „Katastrophen“-Szenario von bis zu 60.000 Toten ausgegangen war.
Mexiko ist das Land mit der vierthöchsten Todeszahl weltweit, nach den USA, Brasilien und Indien. Infiziert haben sich in dem lateinamerikanischen Land bislang insgesamt mehr als 658.000 Menschen. (Quelle: ARD, 12.09.20)


RKI: 1630 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1630 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 258.480 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9347 – fünf mehr als noch am Vortag. Bis zum Morgen hatten etwa 231.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 12.09.20)


Gericht reglementiert Demo gegen Corona-Maßnahmen

Die für heute in München geplante Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen darf nicht so stattfinden wie von den Veranstaltern geplant. Das entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am frühen Morgen – und bestätigte damit in Teilen das erstinstanzliche Urteil und die Vorgaben der Stadt. Allerdings wurde ein bislang verbotener Aufzug mit bis zu 500 Teilnehmern vom Odeonsplatz zur Theresienwiese erlaubt. Im Übrigen wurde die Beschwerde der Organisatoren aber zurückgewiesen. Damit darf die Demo nicht wie vom Veranstalter geplant auf dem Odeonsplatz, sondern kann nur auf der Theresienwiese mit nur 1000 Teilnehmern stattfinden.

Die Organisatoren der Demo hatten zuvor gegen Beschlüsse des Verwaltungsgerichts München Beschwerde eingelegt. Gegen die Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs sind eigenen Angaben zufolge keine Rechtsmittel gegeben. „Querdenken 089“ hatte eine Demonstration mit 5000 Teilnehmern auf dem Odeonsplatz unter dem Motto „Frieden, Freiheit und Gesundheit“ angemeldet. Die Stadt untersagte diese. Stattdessen erlaubte sie die Demo unter strikten Auflagen auf der Theresienwiese – allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1000 Teilnehmern. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt.

Auch in anderen deutschen Städten, unter anderem in Hannover und Wiesbaden, sollen heute Corona-Demos stattfinden. (Quelle: BR24, 12.09.20)


Spanien-Zahlen

In Spanien steigt die Zahl der Positiv-Tests nach offiziellen Angaben um 4708 auf 566.326. Sechs weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle liegt damit nun bei 29.747.

Spanien kommt inzwischen auf so viele Corona-Infektionen wie kein anderes westeuropäisches Land. Es gelten zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen wie im privaten Bereich. So sind in Madrid nur Treffen von höchstens zehn Personen erlaubt, wenn diese nicht demselben Haushalt angehören. Zudem ist die zugelassene Höchstzahl der Teilnehmer bei Hochzeiten, Beerdigungen und anderen Veranstaltungen reduziert worden. Das Nachtleben ist in ganz Spanien stark eingeschränkt. Überall gilt Maskenpflicht – auch im Freien. Besonders betroffene Gebiete wurden abgeriegelt, so etwa ein Arbeiterstadtteil von Palma de Mallorca. (Quelle: ARD, 11.09.20)


Niedersachsen rechnet mit 10 % weniger Steuereinnahmen

Niedersachsen stellt sich wegen der Corona-Krise weiter auf einen drastischen Einbruch der Steuereinnahmen ein. Für dieses Jahr wird mit rund zehn Prozent weniger Einkünften gerechnet als vor Beginn der Pandemie geschätzt worden war. Insgesamt erwartet das Finanzministerium 2020 Einnahmen von 27,1 Milliarden Euro. Kurz nach Beginn der Corona-Krise im Mai war noch mit wesentlichen größeren Rückgängen für das laufende Jahr gerechnet worden. Dafür müssen die Erwartungen für die kommenden Jahre weiter nach unten korrigiert werden, vor allem für 2021. (Quelle: NDR, 11.09.20)


Niedersachsen: Land sagt Meyer Werft Hilfe zu

Die Meyer Werft ist wegen des Stillstands der Kreuzfahrtbranche in der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten. Das Land Niedersachsen will den Kreuzfahrtschiffbauer nun bei den Sachkosten für die teuren Überführungen seiner Schiffe auf der Ems entlasten. Das sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Freitag in Papenburg. Dort tagte zum zweiten Mal ein Runder Tisch mit Werft, Gewerkschaften und Regionalpolitikern zur Zukunft des Betriebs. Außerdem wolle das Land den Schiffbauer mit sieben Millionen Euro dabei unterstützen, Bundesfördermittel zu beantragen. Er forderte, trotz der Krise „möglichst viele Arbeitsplätze auf der Werft zu erhalten und den Menschen in der Region weiterhin eine Perspektive zu geben.“ Die Werft ihrerseits geht von Jobverlusten bei ihrer 3.600 Beschäftigte zählenden Stammbelegschaft aus. (Quelle: NDR, 11.09.20)


Mehr Schulbusse – jedenfalls im Landkreis Leer

Der Landkreis Leer setzt zehn zusätzliche Schulbusse ein. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Die Busse sollen außerhalb des Fahrplans zu den stark frequentierten Zeiten am Morgen und am Mittag fahren. Der Grund: Die Busse werden in der Corona-Pandemie von den Schülern stark genutzt, heißt es vom Landkreis Leer. Da die Abstandsregeln in den Bussen nicht eingehalten werden können, weist der Landkreis nochmals auf die Pflicht hin, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sowohl im Bus selbst als auch an den Haltestellen. (Quelle: NDR, 11.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 11.09.2020, 09.00 Uhr

Es gibt drei neue Infektionen, aber die Zahl der als genesen Geltenden steigt deutlich um 12. Folglich sind aktuell in der Summe 18 (-9) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt 623, umgerechnet auf 100.000 sind dies 191,7. Ihnen stehen 580 Genesene (+12) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich 270 Emsländer*innen (-10) in häuslicher Quarantäne.

Die Zahlen für Lingen (Ems) sind unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 15 13 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 22 19 0 3
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 54 50 1 3
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 97 92 4 1
Stadt Meppen 91 85 4 2
Samtgemeinde Nordhümmling 11 11 0 0
Stadt Papenburg 50 43 2 5
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 15 0 1
Samtgemeinde Sögel 28 26 0 2
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 39 39 0 0
Gesamt* 623 (+3) 580 (+12) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 18 (-9)

 


Berlin: Wachtmeister verzichten auf „Heldenprämie“

Die Wachtmeister am Amtsgericht Tiergarten bekommen keine sog. Corona-Heldenprämie. Das wurde nach Informationen der Berliner Morgenpost vom Personalrat, der Frauenvertretung und der Verwaltung so entscheiden. Betroffen sind rund 220 Frauen und Männer. Als Grund wird die geringere Arbeitsbelastung während der Corona-Pandemie genannt. „Wir hatten an manchen Tagen 15 statt 300 Hauptverhandlungen“, sagte die Sprecherin der Berliner Strafgerichte, Lisa Jani, auf Nachfrage. Alle seien voll bezahlt worden, hätte aber weniger gearbeitet. Wenn es trotz dessen noch eine Heldenprämie obendrauf gäbe, sei das dem Steuerzahler nicht vermittelbar, hieß es. (Quelle: Morgenpost, 11.09.20)


Diskussion um Millionen-Hilfen für Meyer Werft

Das Land Niedersachsen will die wirtschaftlich angeschlagene Meyer Werft in Papenburg mit einem millionenschweren Hilfspaket entlasten. So will das Land dem Unternehmen bei den Kosten für Schiffs-Überführungen auf der Ems und für Lotsendienste „entgegenkommen“. Konkrete Summen wurden nicht genannt. Das Maßnahmenpaket soll heute Thema eines zweiten Runden Tisches in Papenburg sein. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) diskutiert dann mit Geschäftsleitung, Betriebsräten Gewerkschaften, Europa-, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern über die Zukunft der in der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Meyer Werft.

Welche Positionen die Landesregierung in den Gesprächen vertritt, hat Althusmann vorab deutlich gemacht. „Die Menschen in der Region müssen weiterhin eine Perspektive haben – das ist die klare Erwartung, die ich habe“, sagte Althusmann gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Heißt: Betriebsbedingte Kündigungen dürfe es nicht geben, wenn das Land mit Millionen hilft. Und: „Die Werft muss sich zu dem Standort bekennen.

Laut Werft-Sprecher Paul Bloem sind die Forderungen nicht erfüllbar. „Es wird nicht ohne Personalabbau funktionieren“, sagte Bloem der NOZ. In der Vergangenheit sei das Personal aufgrund guter Auftragslage aufgestockt worden. Die Voraussetzungen hätten sich in der Corona-Krise umgekehrt. Bloem, der auch zur Geschäftsführung gehört, rechnet nicht vor 2023 mit einer Erholung auf dem Kreuzfahrt-Markt. „Wir befürchten einen Rekordverlust in der Geschichte der Werft“, sagte er.

Die Meyer Werft steckt in der Corona-Klemme. Bis zum 31. Dezember des Jahres sind 3.600 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Zeitweise herrschte Produktionsstopp. Und durch den Einbruch in der Kreuzschifffahrt-Branche reduzierte sich das ursprünglich gesteigerte Schiffbau-Aufkommen von vier auf zwei Kreuzfahrtschiffe im Jahr. (Quelle: NDR, NOZ, 11.09.20)


Kassenärzte plädieren für weitere Lockerungen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) plädiert für eine weitere Lockerung der Corona-Regeln in Deutschland. „Man kann den Panikmodus ausschalten“, sagte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“. Bei genauerem Blick auf das Infektionsgeschehen gebe es derzeit keine explosionsartigen Corona-Hotspots. Auch gebe es auf den Intensivstationen erhebliche freie Kapazitäten. Die Zahl der Intensivpatienten und Sterbefälle sei weiterhin auf niedrigem Niveau. (Quelle: NDR, 11.09.20)



Indien mit erschreckenden Zahlen

Indien hat einen neuen Rekord an Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Infizierten um 96.551 auf knapp 4,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 1209 auf 76.271 Tote.
In keinem anderen Land der Welt steigen die Infektionszahlen schneller als in Indien, das nach den USA die meisten Fälle aufweist. Die Zahl der Todesfälle in Indien ist zwar vergleichsweise niedrig, aber seit 10 Tagen wurden immer mehr als tausend Tote gemeldet. (Quelle: ARD, 11.09.20)


Niedersachsen: Neue Regeln zur Prostitution

Das niedersächsische Sozialministerium will heute neue Regeln zur Prostitution während der Corona-Pandemie vorstellen. Die Rechtsverordnung werde überarbeitet, kündigte ein Sprecher in Hannover an. Das seit Ausbruch der Pandemie im März geltende Verbot der Prostitution in Niedersachsen war Ende August vom Oberverwaltungsgericht in Lüneburg gekippt worden. Damit war das Anbieten sexueller Dienstleistungen faktisch wieder legal, ohne dass Anordnungen zu Hygieneregeln getroffen wurden. (Quelle: NDR. 11.09.20)


Corona-Hilfen für Privatradios starten

Die angekündigten staatlichen Corona-Hilfen für Privatradios in Deutschland sollen rasch ausgezahlt werden. Das teilte das Haus der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), der Nachrichtenagentur dpa mit. Im Juni hatte der Bund das Hilfspaket „Neustart Kultur“ in Höhe von rund einer Milliarde Euro auf den Weg gebracht. Dazu zählt auch die Unterstützung der privaten Hörfunkveranstalter mit bis zu 20 Millionen Euro.
In der Krise kämpfen Medienhäuser mit ausbleibenden Werbeerlösen, die eine wichtige Ertragssäule sind. Private Hörfunkveranstalter sind davon teils stark betroffen gewesen. Kleine lokale Anbieter etwa sahen sich demnach mit Umsatzrückgängen von bis zu 90 Prozent konfrontiert. In Deutschland gibt es nach Verbandszahlen rund 270 private Radiosender, darunter etwa 160 Lokalradios. (Quelle: Tagesschau, 11.09.20)


Deutschland-Zahlen

1484 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages habennach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die deutschen Gesundheitsämter gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 256.850 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9342. Das ist einer mehr als noch am Vortag. Bis zum Morgen hatten etwa 230.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 11.09.20)


Überblick zur Nacht

  • Die weltweite Zahl der Todesopfer bei Coronaviren beträgt inzwischen 900.000 – etwas mehr als 10 Wochen seit dem Tod von 500.000 Menschen. Wenn die weltweiten Todesfälle weiterhin so hoch bleiben, wird die Opferzahl voraussichtlich noch vor dem 1. Oktober 1 Million betragen. Die weltweite Infektionszahl nähert sich 28 Millionen.
  • Donald Trump hat zugegeben, dass er die Bedrohung durch das Coronavirus heruntergespielt ha; er behauptet, er wolle keine Panik erzeugen. Am 7. Februar teilte er dem Journalisten Bob Woodward in einem Telefonanruf mit, dass das Coronavirus „tödlicher sei als eine heftige Grippe“, aber die Botschaft, die er der Öffentlichkeit übermittelte, war ganz anders und sagte nur drei Wochen später: „Eines Tages – es ist wie ein Wunder – wird es verschwinden. “
  • Die Vereinten Nationen haben einen sofortigen „Quantensprung“ bei der Finanzierung globaler Programme zur Entwicklung von Coronavirus-Behandlungen und Impfstoffkandidaten gefordert. Eine Finanzierungslücke von 15 Mrd. USD müsse in den nächsten drei Monaten geschlossen werden, sagte der UN-Generalsekretär.
  • Frankreich verzeichnete am Donnerstag fast 10.000 neue Covid-19-Infektionen, die höchste Zahl an einem einzigen Tag. Das Land meldete 9.843 neue bestätigte Fälle, ein Anstieg von fast 900 am Vortag. Die französische Regierung bereitet sich darauf vor, am Wochenende neue Sperrmaßnahmen zu beschließen.
  • Großbritannien verzeichnet fast 3.000 neue Fälle von Coronavirus. Damit ist Donnerstag der fünfte Tag in Folge, an dem mehr als 2.000 Infektionen festgestellt wurden. Nach Regierungsdaten wurden am Donnerstag 2.919 Fälle gemeldet wurden.
  • Indien bestätigte eine neue Rekordzahl an täglichen Coronavirus-Infektionen. Der Subkontinent verzeichnete 95.735 neue Fälle in den letzten 24 Stunden. Diese Woche gab es tägliche Neuinfektionen von jeweils über 90.000. Indien hat mit 4,4 Millionen registrierten Infektionen nach den USA die zweithöchste Anzahl von CoViD-19 weltweit.
  • Mexiko hat eine Vereinbarung über den Kauf von 32 Millionen Dosen des russischen Sputnik V-Coronavirus-Impfstoffs unterzeichnet, mit der Absicht, die Verbreitung im November zu beginnen. (Quelle: The Guardian, 10.09.20)

Israel mit neuen Höchstzahlen

Erstmals haben die täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel die Marke von 4.000 überschritten. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass am Vortag 4.013 neue Fälle registriert worden seien. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert seit Beginn der Pandemie verzeichnet.
Am Dienstag hatte es 3.554 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor, am Mittwoch waren es 44.969. Durchschnittlich ist jeder elfte Test in Israel positiv. Im Vergleich zu Deutschland hat Israel gegenwärtig doppelt so viele Corona-Neuinfektionen – wobei Deutschland neunmal so viel Einwohner hat.
Das israelische Corona-Kabinett wollte am Donnerstag angesichts der immer weiter in die Höhe schnellenden Zahlen über das weitere Vorgehen entscheiden. Im Raum stehen härtere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus bis hin zu einem Lockdown über die jüdischen Feiertage. Diese beginnen in gut einer Woche. In 40 besonders betroffenen Ortschaften gelten bereits nächtliche Ausgangssperren. Nach Medienberichten gibt es jedoch viele Verstöße gegen die Vorschriften.
Betroffen von den hohen Corona-Infektionszahlen sind vor allem arabische und strengreligiöse jüdische Wohnorte. Die meisten Corona-Kranken gibt es in Jerusalem. Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe. Der Erreger Sars-CoV-2 ist seit Beginn der Pandemie bei 145.673 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 1.075 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben. Das Land hat rund neun Millionen Einwohner. (Quelle: ARD, 10.09.20)



Wegen Corona-Überlastung: Ärzte in Madrid wollen streiken

Wegen einer Corona-Überlastung wollen die Ärzte in Madrid die Arbeit niederlegen. Die größte Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt hat zu einem „unbefristeten und kompletten“ Streik ab dem 28. September aufgerufen. Der Ausstand sei bereits für die Arbeiter des Bereichs der medizinischen Grundversorgung angemeldet worden, weitere Sektoren würden sich aber in den kommenden Wochen anschließen, hieß es.
Schon seit Jahren leide man an einem Mangel an personellen und wirtschaftlichen Ressourcen, beklagte die Gewerkschaft in einer Mitteilung. „Die Pandemie hat in den vergangenen Monaten aber zu einer für uns inakzeptablen Verschlimmerung der Lage geführt.“ Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sei der mehrfach geäußerten Bitte um ein Treffen zur Besprechung der Probleme nicht nachgekommen.

Madrid war im Frühjahr von der Pandemie im Corona-Hotspot Spanien besonders schwer getroffen worden – und ist jetzt wieder die von den Neuausbrüchen am stärksten betroffene Region des Landes. Von den 4.137 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, die das spanische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend für ganz Spanien meldete, entfielen 1509 auf Madrid – das sind mehr als 35 Prozent.
Spanien kommt insgesamt bereits auf mehr als 550.000 Corona-Infektionen, so viele wie kein Land anderes westeuropäisches Land. Daher gelten zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen wie im privaten Bereich. So sind in Madrid seit Montag nur noch Treffen von höchstens zehn Personen erlaubt, wenn diese nicht demselben Haushalt angehören. Zudem ist unter anderem die zugelassene Höchstzahl der Teilnehmer an Hochzeiten, Beerdigungen und anderen Veranstaltungen deutlich reduziert worden. Das Nachtleben ist in ganz Spanien stark eingeschränkt. Überall gilt eine Maskenpflicht – auch im Freien.
(Quelle: Tagesschau, 10.09.20)


Zahl der Neuinfektionen in Frankreich auf Rekordhoch

Das französische Gesundheitsministerium hat 9843 neue Corona-Fälle an einem Tag registriert. Es handelt sich um den höchsten Wert täglicher Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie. Erst vor sechs Tagen war mit 8.975 Fällen ein neuer Rekord aufgestellt worden.
Die Zahl der Menschen in Frankreich, die mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben sind, stieg binnen 24 Stunden um 19 auf 30.813. Insgesamt haben sich in Frankreich seit Beginn der Pandemie 353.944 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
(Quelle: ARD, 10.09.20)


Schottland: Strafprozesse in Kinos

Um unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln Gerichtsprozesse mit Geschworenen abhalten zu können, werden in Schottland künftig auch Kinosäle genutzt. Wie der Scottish Courts and Tribunals Service (SCTS) mitteilte, sollen Geschworene am 28. September und 12. Oktober die Verhandlungen aus zwei Kinosälen in Edinburgh und Glasgow verfolgen. Wegen der Corona-Pandemie waren zuletzt viele Strafverfahren in Großbritannien unterbrochen worden.
Es handele sich um eine „Premiere im Vereinigten Königreich“, erklärte SCTS. Auch Ronnie Renucci, Präsident der schottischen Kriminalanwaltskammer, begrüßte die Entscheidung der Behörden. Renucci nannte die Initiative „eine innovative und einzigartige Lösung“, um weitere Verzögerungen zu verhindern.


Steinmeier: Debatte um Corona-Regeln ist kultureller Fortschritt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht die Diskussion um die Corona-Maßnahmen in Deutschland als „kulturellen Fortschritt“. Die Debatten der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass Politik und Wissenschaft lernfähig seien. „Wir haben nicht mehr einen Virologen oder zwei Virologen, die die Marschrichtung angeben, sondern wir haben einen sehr transparenten Diskussionsprozess“, sagte Steinmeier im Gespräch mit dem peruanischen Autor Mario Vargas Llosa auf dem Internationalen Literaturfestival in Berlin.
Die Corona-Debatten hätten gezeigt, dass Wahrheit „sehr fragil sei“ und solange gelte, bis sie durch eine neue Wahrheit widerlegt werde. Die Bürger hätten der Politik zugestanden, aus den Erfahrungen mit der Pandemie zu lernen und Vertrauen in die Entscheidungen der Politik gehabt. „Dieser Lernprozess ist ein kultureller Fortschritt“, sagte der Bundespräsident.
(Foto: CC s. Archiv vom 3.5.20; Quelle: ARD, 10.09.20)


Dräger stoppt vorzeitig Lieferung von Beatmungsgeräten

Der Lübecker Medizintechnik-Hersteller Dräger hat einen Großauftrag des Bundes zur Lieferung von 10.000 Beatmungsgeräten einvernehmlich gestoppt. Unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der Entwicklung der Pandemie hätten Dräger und die Bundesregierung im Grundsatz vereinbart, dass über die bereits gelieferten 1557 hinaus keine weiteren Geräte mehr geliefert werden, teilte das Unternehmen mit. Die Kosten für die Bereitstellung der Fertigungskapazität übernehme die Bundesregierung.
(Quelle: NDR, 10.09.20)


München untersagt Querdenker-Demo auf dem Odeonsplatz

Die Stadt München hat eine für Samstag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit 5000 angemeldeten Teilnehmern auf dem Odeonsplatz untersagt. Stattdessen dürfe sie unter strikten Auflagen auf der Theresienwiese stattfinden – allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1000 Teilnehmern, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) am Donnerstag mitteilte. (Quelle: BR24, 10.09.20


Würzburg mit mehr als 50 Infektionen/100.000

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für Würzburg einen Inzidenzwert von 52,4. Damit überschreitet die bayerische Stadt die bundesweite Obergrenze an Corona-Neuinfektionen und könnte theoretisch sofort wieder Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen anordnen.

Damit ist Würzburg aktuell eine von drei bayerischen Städten, die die kritische Zahl von 50 übersteigen – neben Memmingen (63,9) und Rosenheim (69,5). In Landshut lag der Wert zwischenzeitlich auch bei über 50, aktuell ist er auf 38,7 gesunken.

Noch allerdings können oder wollen die Stadt und ihr Gesundheitsamt die Zahl nicht bestätigen. „Die Zahl verhält sich wohl anders, als das Robert-Koch-Institut meldet“, heißt es von Seiten der Stadt. Und eine Sprecherin des Gesundheitsamtes für Stadt und Landkreis Würzburg weist auf Nachfrage des BR darauf hin, dass es am Wochenende eine bayernweite Panne bei Datenübertragung gegeben habe. Sie vermutet, die Zahl könnte ein Ausläufer davon sein. Das Gesundheitsamt will am frühen Nachmittag den offiziellen Inzidenzwert bekannt geben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist für die Stadt Würzburg in den letzten Tagen stetig gestiegen und lag gestern bei 48,46. „Diese Werte kommen zum Ende der Urlaubszeit und der Reiserückkehrer-Welle nicht überraschend“, so der zuständige Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. Da nach Auskunft eines Sprechers der Stadt vor allem Reiserückkehrer sowie deren Kontaktpersonen Grund für den Anstieg der Neuinfektionen sind, hat die Stadt Würzburg mit sofortiger Wirkung eine Allgemeinverfügung erlassen: Bei allen Reiserückkehrern, die aus einem Risikogebiet kommen, wird die häusliche Quarantäne erst aufgehoben, wenn innerhalb von fünf bis sieben Tage. (Quelle: BR24, 10.09.20)


Corona: Hinweise auf Betrug bei Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat in der Corona-Krise bislang 2100 Hinweise auf Verdachtsfälle zu Missbrauch des Kurzarbeitergeldes erhalten. Damit ist die Zahl zuletzt stark gestiegen: Ende Juli war noch von 900 Hinweisen die Rede. Seit Anfang September hat die Agentur außerdem ein Formular auf ihrer Homepage, über das Hinweise zu Verdachtsfällen gemeldet werden können. „Wir gehen jedem Hinweis nach“, sagte die Sprecherin. In 345 Fällen leitete die Agentur Hinweise an das jeweilige Hauptzollamt weiter, das bei Schwarzarbeit und Nichteinhaltung des Mindestlohns zuständig ist. Seit Beginn der Coronakrise meldeten rund 900.000 Unternehmen Kurzarbeit an. (Quelle: Tagesschau, 10.09.20)


Deutsche verzichten auf Teilnahme an der Kanuslalom-EM in Prag

Nach der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes fahren die deutschen Slalomkanuten nicht zur Europameisterschaft nach Prag. Das teilte der Deutsche Kanu-Verband mit. Die kontinentalen Titelkämpfe sollten vom 18. bis 20. September in der tschechischen Hauptstadt stattfinden. Der europäische Verband ECA hat die EM noch nicht abgesagt. (Quelle: Tagesschau, 10.09.20)


AstraZeneca sieht sich trotz Stopp bei Impfstoffstudie auf Kurs

Der Pharmakonzern AstraZeneca zeigt sich trotz der Unterbrechung seiner vielbeachteten Corona-Impfstoffstudie zuversichtlich. Ein solcher Stopp sei nicht ungewöhnlich, betonte Vorstandschef Pascal Soriot. Wenn die Studie fortgesetzt werden könne, sollte man noch vor Jahresende wissen, ob der Impfstoff vor dem Virus schütze, sagte er in einer Online-Konferenz. AstraZeneca hatte die Studien mit dem Corona-Impfstoffkandidaten wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Studienteilnehmer unterbrechen müssen und damit Sorgen vor einer Verzögerung bei der Zulassung geschürt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht den Impfstoff als vielversprechend an. (Quelle: ARD, 10.09.20)


Assange-Anhörung wegen Corona-Verdacht unterbrochen

Aus Sorge vor Corona-Infektionen ist die Anhörung des Wikileaks-Gründers Julian Assange vor einem Gericht in London unterbrochen worden. Im Umfeld der Anwälte gebe es möglicherweise eine Infektion, berichteten britische Medien am Donnerstag. „Solange die Situation unsicher ist, sollte die Anhörung vertagt werden, bis das Ergebnis da ist“, sagte die zuständige Richterin. Auch eine Fortsetzung des Verfahrens per Video wird diskutiert.

Die Anhörung zum US-Antrag auf Auslieferung des gebürtigen Australiers läuft nach monatelanger Pause seit dieser Woche wieder. Die US-Justiz wirft dem 49-Jährigen vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 175 Jahre Haft. Die Wikileaks-Enthüllungen hatten zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch amerikanische Soldaten geführt.

Assange war 2012 aus Angst vor einer Auslieferung an die USA in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Die Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt. Die britische Polizei verhaftete Assange im April 2019, da er mit der Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen hatte. Er wurde zu einem knappen Jahr Haft verurteilt. (Quelle: TSP, 10.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 10.09.2020, 09.30 Uhr

Es gibt zwei neue Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden steigt um vier. Aktuell sind folglich in der Summe 27 (-2) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt 620, umgerechnet auf 100.000 sind dies 190,7. Ihnen stehen 568 Genesene (+4) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich 280 Emsländer*innen (-40) in häuslicher Quarantäne.

Die Zahlen für Lingen (Ems) sind unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 15 13 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 20 19 0 1
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 54 45 1 8
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 97 92 4 1
Stadt Meppen 90 83 4 3
Samtgemeinde Nordhümmling 11 11 0 0
Stadt Papenburg 50 40 2 8
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 15 0 1
Samtgemeinde Sögel 28 25 0 3
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 39 38 0 1
Gesamt* 620 (+2) 568 (+4) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 27 (-2)

(10.09.20)


Mallorca: Ganzes Wohnviertel in Palma abgeriegelt

Wegen hoher Infektionszahlen hat die Regionalregierung der Balearen die Abriegelung eines Wohnviertels der Stadt Palma angeordnet. Die etwa 23.000 betroffenen Menschen im Arbeiterviertel Son Gotleu und in einigen angrenzenden Straßenzügen dürften ihr Wohnviertel ab Freitag nur noch verlassen, um zur Arbeit, zu einem Arzt oder einem Krankenhaus sowie zur Schule oder einer anderen Bildungseinrichtung zu gehen oder um sich um Pflegebedürftige zu kümmern, berichtete die deutschsprachige „Mallorca Zeitung“ am Donnerstag. Geschäfte und Cafés dürften mit der halben Zahl der üblichen Plätze weiter geöffnet bleiben. Bars müssen spätestens um 22.00 Uhr schließen. Die Einschränkungen gelten zunächst für zwei Wochen.

Son Gotleu im Norden der Stadt, wo viele Menschen aus Lateinamerika, Osteuropa und Afrika leben, leidet seit langem unter sozialen Problemen, die sich durch Corona noch verschärft haben. Urlauber, die für die Wirtschaft der Inseln von enormer Bedeutung sind, kommen nur selten dorthin. Allerdings gibt es kaum noch Urlauber auf den Inseln, seit das Robert Koch-Institut ganz Spanien einschließlich der bei Deutschen beliebten Balearen zum Risikogebiet erklärt hat und das Auswärtige Amt vor Reisen in das Land warnt.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auf den Balearen liegt diese Zahl derzeit bei etwas mehr als 35. Nach Angaben der lokalen Gesundheitsbehörden vom Mittwoch wurden auf den Inseln mit 1,15 Millionen Einwohnern in den vergangenen 24 Stunden 329 Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert. (Foto s. CC im Archiv v. 14.08.20; Quelle TSP, 10.09.20)


(10.09.20)


Indien mit neuem Höchstwert

Mit 95.735 Corona-Neuinfektionen meldet Indien einen neuen Höchstwert. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt binnen 24 Stunden auf über 4,4 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 1172 auf mehr als 75.000. Indien ist nach den USA am schwersten von der Pandemie betroffen. (Quelle: ARD, 10.09.20)


Deutschland-Zahlen

Deutschland verzeichnet 1892 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle insgesamt auf 255.366.

Weitere drei Menschen sind demnach an den Folgen oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9341.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 0,88 (Vortag: 1,10). Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen. (Quelle: RKI, 10.09.20)


USA-Zahlen

Seit Beginn der Corona-Pandemie in den USA mehr als 190.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervor. Insgesamt verzeichneten die USA demnach mehr als 6,3 Millionen Infektionen. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen, lag zuletzt aber weiterhin bei mehr als 25.000.

In absoluten Zahlen haben die USA weltweit die meisten Corona-Toten zu beklagen, nicht aber relativ zur Einwohnerzahl. In dieser Kategorie liegen die USA laut JHU hinter Peru, Spanien, Bolivien, Chile, Ecuador und Brasilien an siebter Stelle.

Wissenschaftler des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle befürchten einem viel beachteten Modell zufolge bis zum Jahresende mehr als 410.000 Corona-Tote in den USA. Als Grund führen sie geringere Vorsicht sowie den Beginn der kalten Jahreszeit und der Grippesaison an. (Quelle: ARD, 10.09.20)


USA lockern Kontrollen bei Flugzeugpassagieren

Die US-Regierung wird laut Berichten vom Verantwortlichen und einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Regierungsdokument die verstärkten Kontrollen internationaler Flugzeugpassagiere auf CoViD-19 beenden und die entsprechenden Vorgaben fallen lassen.

Die Änderungen sollen laut dem Reuters vorliegenden Entwurf eines Rollout-Plans bereits am Montag wirksam werden, aber die Umsetzung könnte sich noch verzögern, sagten US-Offizielle.(Quelle: The Guardian, 09.09.20)


US-Wahlkampf wird durch Corona-Debatte geprägt

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat den amtierenden Präsidenten Donald Trump beschuldigt, das amerikanische Volk betrogen zu haben; Trump habe wissentlich über die Tödlichkeit des Coronavirus gelogen, was einer „Verfehlung“ seiner Pflicht gleichkam.

In einem Interview mit Journalist Bob Woodward gab Trump zu, dass er wusste, wie tödlich und ansteckend das Coronavirus war; er habe es jedoch heruntergespielt, weil er keine Panik auslösen wollte.

In den verbleibenden Wochen bis zu den Präsidentschaftswahlen am 3. November konzentrierten sich die Nachrichten über Trumps Kommentare erneut auf die Bemühungen des republikanischen Präsidenten, CoViD-19 mit Maßnahmen zu bekämpfen, die nach Ansicht der US-Demokraten zu spät kamen und zu wenig waren.

„Er wusste es und spielte es absichtlich herunter. Schlimmer noch, er hat das amerikanische Volk angelogen “, sagte Biden in einer Rede in Michigan. Er besuchte den Battlefieldstate, in dem die US-Autoindustrie beheimatet ist.

Die USA verzeichnen die weltweit höchste Anzahl an Todesfällen durch Coronaviren. Die Zahl der Todesfälle lag am Mittwoch bei über 190.000, zusammen mit einer Zunahme neuer Fälle im Mittleren Westen, wobei Staaten wie Iowa und South Dakota in jüngster Zeit als neue Hotspots aufgetaucht sind. (Quelle: The Guardian,SPIEGEL, 09.09.20)


Russland-Zahlen

In Russland sind innerhalb eines Tages offiziell 142 neue Coronavirus-Todesfälle registriert worden. Damit sind in dem Land insgesamt 18.135 Menschen infolge einer Corona-Infektion gestorben. Zudem wurden 5.218 Neuinfektionen bestätigt, womit die Gesamtzahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie nun bei 1.041.007 Menschen liegt. Das ist nach den USA, Indien und Brasilien die vierthöchste Zahl weltweit.
Das im Land entwickelte Impfmittel „Sputnik V“ hat jetzt die dritte Stufe der Zulassungstests begonnen. (Quelle: DIE ZEIT, 09.09.20)



Zusammenfassung am Abend

  • Die Coronavirus-Impfstoffstudie der Universität Oxford wurde aufgrund einer möglichen Nebenwirkung eines Teilnehmers unterbrochen. Bei der erkrankung des Teilnehmers soll es sich um eine transversale Myelitis handeln; AstraZeneca, das Pharmaunternehmen, das zusammen mit der Universität den CoVD-19-Impfstoff entwickelt hat dies allerdings nicht bestätigt. Experten betonten, dass solche Rückschläge in Studien nicht ungewöhnlich seien und dass es zu früh sei, um über die Ursache zu spekulieren.
  • Ein Rückgang der täglichen globalen CO2-Emissionen um 17% im April gegenüber 2019 hat die Klimakrise nicht aufgehalten, so ein UN-Bericht. Es heißt, dass die atmosphärischen CO2-Konzentrationen 2020 Rekordwerte erreicht haben. Anfang Juni, als Fabriken und Büros wiedereröffnet wurden, lagen die Emissionen wieder auf 95% des Niveaus von 2019, heißt es in dem Bericht.
  • Die Gesundheitsbehörden in Frankreich meldeten am Mittwoch 8.577 neue bestätigte Coronavirus-Fälle, die zweithöchste Anzahl täglicher zusätzlicher Infektionen. Die kumulierte Anzahl der Fälle beträgt jetzt 344.101.
  • Die Tschechische Republik hat zum ersten Mal an einem einzigen Tag mehr als 1.000 neue Coronavirus-Fälle registriert. Während der ersten Infektionswelle lag der vorherige tägliche Höchststand im März bei 377, aber die täglichen Fallzahlen lagen diesen Monat regelmäßig über 500. Als Reaktion darauf kündigte die Regierung an, dass das Tragen von Gesichtsmasken in Gebäuden ab Donnerstag obligatorisch sein wird.
  • Die Zahl der in den Niederlanden registrierten neuen Coronavirus-Fälle hat ihren höchsten Tageswert seit April erreicht. Gesundheitsminister Hugo de Jonge sagte, in den letzten 24 Stunden seien 1.140 Fälle registriert worden.
  • Portugal verzeichnete heute 646 neue Coronavirus-Fälle, die höchste tägliche Zahl seit dem 20. April. Die Gesundheitsministerin des Landes, Jamila Madeira, berichtete in einer Pressekonferenz, dass die Neuinfektionen hauptsächlich in Familienhaushalten übertragen wurde.
  • In die USA sind Aufzeichnungen veröffentlicht worden, aus denen hervorgeht, dass US-Präsident Donald Trump das Risiko des Coronavirus wissentlich heruntergespielt hat. Trump sagte gegenüber dem Journalisten Bob Woodward in der von CNN veröffentlichten Aufnahme: „Ich wollte es immer herunterspielen. Ich spiele es immer noch gerne herunter, weil ich keine Panik erzeugen möchte. “ Der Pressesprecher des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, bestritt anschließend, dass Trump die Menschen in den USA absichtlich irregeführt habe.
  • In England hat der Premierminister Boris Johnson Pläne für „Massentests“ angekündigt, um Menschen, die negativ getestet wurden, ein „normaleres Leben“ zu ermöglichen. Das Land ist von einem Anstieg der Fälle betroffen und hat daraufhin neue Beschränkungen angekündigt. (Quelle: The Guardian, 09.09.20)


Portugal-Zahlen

Portugal hat 646 neue Coronavirus-Fälle gemeldet, die höchste tägliche Zahl seit dem 20. April. Die Gesundheitsministerin des Landes, Jamila Madeira, berichtete in einer Pressekonferenz, die Infektionen würden hauptsächlich in Familienhaushalten übertragen.

Die Zahl der Neuerkrankungen ging Anfang August auf etwa 100 pro Tag zurück, hat sich jedoch seitdem wieder erhöht und die Tourismusbranche beunruhigt, die darauf wartet, ob sie von der britischen Liste sicherer Länder gestrichen wird. Portugal rechnet in diesem Fall mit einem erheblichen Besucherrückgang, weil Besucher aus dem Vereinigten Königreich nach Rückkehr in ihr Heimatland dann in eine 14tägige Quarantäne müssten.

Ab Mitte September werden in ganz Portugal erneut strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt, wenn die Schüler in die Schulen zurückkehren und viele Arbeitnehmer wieder ins Büro zurückkehren; Einzelheiten müssen noch bekannt gegeben werden.

Die meisten neuen Fälle wurden zwischen der nördlichen Region und dem Großraum Lissabon gemeldet, wie Daten des Gesundheitsministeriums zeigten. (Quelle: The Guardian, 09.09.20)


Scholz erwartet Wirtschaft erst 2022 wieder auf Vorkrisenniveau

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) erwartet, dass Deutschland wirtschaftlich erst 2022 wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise kommt. „Tatsächlich sind wir noch nicht da angelangt, wo wir sein wollen“, sagte der Vizekanzler im Bundestag. „Die Prognosen, die wir heute haben, sagen, dass wir Anfang 2022 möglicherweise erst an das Vorkrisenniveau anknüpfen können.“ Die Bundesregierung werde deshalb auch im kommenden Jahr mit Maßnahmen zur Konjunkturstabilisierung „noch stark gefordert sein“.

Es sei wichtig, dass Maßnahmen wie die Kurzarbeit verlängert worden seien, betonte Scholz. „Alles das hilft, damit wir Arbeitsplätze erhalten können und wirtschaftlich diese Krise auch meistern können.“ Es deute sich an, dass Deutschland „gemeinsam vorsichtig optimistisch sein“ könne. (Foto: CC s. Archiv vom 16.05.20; Quelle: Tagesspiegel)


Corona-Experten in Frankreich rufen zum Handeln auf

Frankreichs führende Corona-Experten drängen angesichts der massiv steigenden Infektionszahlen zum Handeln. Die Regierung müsse „eine Reihe schwieriger Entscheidungen“ zum Schutz von Risikogruppen treffen, betonte der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats, Jean-François Delfraissy. Er nannte die Lage im Land „beunruhigend“.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat für Freitag eine Kabinetts-Sondersitzung einberufen, um über verschärfte Corona-Maßnahmen zu beraten. Delfraissy sagte dazu, die Lage in Frankreich sei „nicht mehr weit“ von der in Spanien entfernt. (Quelle: KStA, 09.09.20)


TUI ebnet Weg für weitere Milliarden-Hilfen

Der Hannoversche Reisekonzern TUI hat die Voraussetzung für eine weitere staatliche Milliarden-Hilfe zur Überbrückung des coronabedingten Geschäftseinbruchs geschaffen. Die Inhaber einer Anleihe hätten der Aussetzung einer vertraglichen Bedingung zugestimmt, die eine künftige Verschuldungsbegrenzung vorgesehen habe, teilte der Konzern mit. An die Aussetzung war eine zusätzliche Kreditlinie der Förderbank KfW von rund 1,2 Milliarden Euro gebunden. Der weltgrößte Reisekonzern kämpft wegen der Auswirkungen der Corona-Krise mit tiefroten Zahlen.

Nun hat sich TUI Staatshilfen im Umfang von drei Milliarden Euro gesichert: Ein im April gewährter KfW-Kredit über 1,8 Milliarden Euro soll um 1,05 Milliarden Euro aufgestockt werden. Zudem sollen 150 Millionen Euro über eine Wandelanleihe an TUI gehen, die der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes zeichnet. (Quelle: NDR, 09.09.20)


Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Der erste Corona-Hotspot in Niedersachsen sorgte im Frühjahr bundesweit für Schlagzeilen: Nach einer Wiedereröffnungsfeier in einem Restaurant in Jheringsfehn in der Gemeinde Moormerland (Landkreis Leer) war es zu einem massenhaften Corona-Ausbruch gekommen. Zwei Menschen starben an den Folgen der CoViD-19-Infektion, einer davon der Vater des Wirtes.

Jetzt ermittelt die Polizei Leer wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt. Die Fahnder gehen der Frage nach, ob eine oder mehrere Personen trotz Corona-Symptomen an der Feier teilgenommen haben. Es steht wohl auch der Verdacht im Raum, dass zwei Personen das Restaurant besucht hatten, obwohl häusliche Quarantäne verordnet war, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Die Polizei werde alle Gäste der Veranstaltung als Zeugen vernehmen, um den Abend rekonstruieren zu können, sagte eine Behördensprecherin.

50 Gäste waren zu der Eröffnung der „Alten Scheune“ gekommen. 38 Besucher und Kontaktpersonen hatten sich in der Folge mit Covid-19 angesteckt. 281 Menschen mussten sich in Quarantäne begeben. Der Landkreis Leer hatte daraufhin geprüft, ob an dem Abend grundsätzlich gegen Corona-Regeln verstoßen wurde. Dem Betreiber war vorgeworfen worden, dass Abstände nicht eingehalten, Mundschutzpflicht vernachlässigt und Dokumentation vernachlässigt worden seien. Diese Ermittlungen seien weitestgehend abgeschlossen, Informationen dazu würden aber aufgrund der neuen Entwicklung nicht bekannt gegeben.

Der Wirt und seine Anwälte hatten die Vorwürfe dementiert und mehrfach darauf hingewiesen, dass die Hygieneregeln eingehalten worden seien. Nach der Feier am 15. Mai war der Betrieb noch drei Tage geöffnet, wurde dann dicht gemacht. Der Gastronom hatte schließlich seine vorläufige Lizenz zurückgegeben. Damit soll er der Gemeinde zuvorgekommen sein, die dem Unternehmer die Schankerlaubnis entziehen wollte. Seit einigen Wochen ist das Restaurant wieder geöffnet. Laut NDR 1 Niedersachsen soll der Wirt weiterhin dort arbeiten, das Restaurant liefe nicht mehr unter seinem Namen. (Quelle: NDR, 09.09.20)


Bahn: Studie zeigt kein höheres Risiko für Personal in IC und ICE

Das Personal in DB-Fernzügen ist einer Studie zufolge keinem erhöhten Corona-Risiko ausgesetzt. Bei einer Untersuchung von Zugbegleitern mit häufigem Kundenkontakt und einem Vergleich zu anderen Bahn-Berufsgruppen sei dies nachgewiesen worden, teilten Deutsche Bahn und die Berliner Charité am Mittwoch mit.

In der Studie wurden 600 Zugbegleiter für IC und ICE getestet und die Ergebnisse mit denen von etwa genauso vielen Lok-Führern und Werkstatt-Mitarbeitern mit deutlich weniger Kontakten verglichen. Bei allen Getesteten sei lediglich ein Corona-Fall eines Werksmitarbeiters registriert worden. Bei den Zugbegleitern hatten 1,3 Prozent Antikörper im Blut – hatten also schon einmal eine Infektion mit dem Virus. In der Vergleichsgruppe war der Anteil gut doppelt so hoch.

„Ich kann voller Überzeugung sagen, dass Bahnfahren sicher ist“, sagte Personenverkehrs-Vorstand Berthold Huber. Die Studie soll im Herbst und auch im Winter fortgesetzt werden. Neben der Maskenpflicht in den Zügen wirken laut Huber auch die Klimaanlagen gegen die Ansteckungsgefahr. Diese seien keineswegs eine Gefahr. Durch die Klimaanlagen werde die Luft alle sieben Minuten in den Waggons ausgetauscht.

Die Auslastung der Fernverkehrszüge steige langsam und liege derzeit im Schnitt bei etwa 40 Prozent, sagte Huber. Vor einem Jahr betrug sie knapp 60 Prozent. (Quelle: ARD, 09.09.20)


Berlin: Veranstaltungsbranche demonstriert

Wummernde Bässe, ausgelassene Stimmung und tanzende Menschen in einem Club – zuletzt gab es das Mitte März. Seitdem sind Diskotheken in Schleswig-Holstein und allen anderen Bundesländern geschlossen, wenn sie sich nicht alternativ aufgestellt haben. Tanzen ist wegen der Corona-Pandemie und der Ansteckungsgefahr tabu. Seit einem halben Jahr haben die Betreiber bundesweit keine Einnahmen mehr und können ihre Angestellten nicht beschäftigen. Darauf haben sie am Mittwoch in Berlin aufmerksam gemacht – zusammen mit anderen Menschen aus der Veranstaltungsbranche, wie Technikverleihern, Messe- und Zeltbauern. Die Veranstalter sprachen von mehr als 15.000 Demonstranten, die Polizei von etwa 6.500.

Die Veranstaltungswirtschaft stehe vor einer „gigantischen Pleitewelle“, erklärte das Bündnis #AlarmstufeRot. Wegen der Corona-Krise fänden Tagungen, Messen, Festivals, Konzerte oder Discos praktisch nicht mehr statt, Deutschlands sechsgrößter Wirtschaftszweig stehe vor dem Kollaps. „Wir schaffen das nicht“, hieß es seitens des Bündnisses in Richtung von Bund und Ländern.

Hunderttausende Jobs von Tontechnikern, Verleihern, Servicepersonal, Beleuchtern, Eventfirmen, Caterern, Security-Firmen und Schaustellern seien bedroht. Seit März sei ein Verlust von mehr als 50 Milliarden Euro entstanden, so das Bündnis. Gefordert wurden unter anderem mehr Flexibilität beim Kurzarbeitergeld und finanzielle Überbrückungsprogramme.

(Quelle: NDR, 09.09.20)


Italien: Ski-WM 2021 soll mit Zuschauern stattfinden

Die alpine Ski-WM in Cortina d’Ampezzo vom 8. bis 21. Februar 2021 soll zumindest vor einer bestimmten Anzahl von Zuschauerinnen und Zuschauern ausgetragen werden.

Auf konkrete Zahlen wollte sich WM-Chef Valerio Giacobbi nicht festlegen. „Für den Moment rechnen wir – im Vergleich zu den eigentlich erwarteten 120.000 Zuschauern – mit einer maximalen Kapazität, die in etwa halb so groß ist: 50.000 bis 60.000 Zuschauer insgesamt, also etwa 5.000 pro Tag.“

Damit gehen die Italiener einen anderen Weg als die Organisatoren in Österreich, wo der Auftakt der Weltcup-Saison am 17. und 18. Oktober gänzlich ohne Zuschauerinnen und Zuschauer stattfindet. Stattdessen soll es in Sölden vier Personenkreise geben, die in sich geschlossen bleiben: Rennläufer und Betreuer, Organisation, Medien und eine geringe Anzahl geladener Gäste. (Quelle: FIS, 09.09.20)


Belgien: Corona-Infektion verzögert Regierungsbildung

Einer der wichtigsten Verhandlungspartner für die Bildung einer neuen belgischen Regierung, der Parteichef der flämischen liberalen Partei, Egbert Lachaert, hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Lachaert twitterte, nach den intensiven Verhandlungstagen sei es ihm zuerst normal vorgekommen, müde zu sein. Aber er sei nun fiebrig und fühle sich träge, das wünsche er niemandem. Er hoffe, bald könnten alle mit dem normalen Leben weitermachen.

Belgien wird derzeit von einer Minderheitsregierung unter Regierungschefin Sophie Wilmès geführt. Seit den Wahlen im Mai 2019 sind alle Versuche gescheitert, eine Mehrheitsregierung zu bilden. Die weiteren Gespräche sollen nun bis zum 18. September ausgesetzt werden. (Quelle: DIE ZEIT, 09.09.20)


Berlusconi: „Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen.“

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich erstmals nach seiner Infektion mit dem Coronavirus zu Wort gemeldet und Parteikollegen vom Kampf gegen die „höllische Krankheit“ berichtet. „Ich gebe alles und hoffe, dass ich bald wieder zurück bin“, sagte am Dienstagabend bei einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern seiner Partei Forza Italia. „Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen.“

Der 83-Jährige wird seit vergangenem Freitag wegen einer Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt. Am Mittwoch nahm Berlusconi erneut an einer Telefonschalte seiner Partei teil. „Es ist die schlimmste Erfahrung meines Lebens“, sagte er laut der Nachrichtenagentur Ansa seinen Parteikollegen über die Covid-19-Erkrankung. „Es ist ein entsetzliches Virus, das ich niemandem wünsche. Seid vorsichtig und tragt Masken.“ Es gehe ihm nach „schwierigen Tagen“ inzwischen erstmals wieder besser. (Quelle: TSP, 09.09.20)

Es ist ein entsetzliches Virus, das ich niemandem wünsche. Seid vorsichtig und tragt Masken!
Silvio Berlusconi


Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Prag und Korsika

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen touristischen Reisen in die tschechische Hauptstadt Prag und die Schweizer Kantone Genf und Waadt (Vaud). Das gilt ebenso für die französische Mittelmeerinsel Korsika, die französischen Regionen Auvergne-Rhones-Alpes (um Lyon), Nouvelle-Aquitaine (um Bordeaux) und Occitanie (um Toulouse) sowie weitere kroatische Adria-Gebiete, etwa die Stadt Dubrovnik.

Das Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter aus. Das Gesundheitsministerium registriert am Mittwoch 8.577 Neuinfektionen nach 6.544 Neuinfektionen am Vortag. Das ist der zweitgrößte Zuwachs seit Ausbreitung des Virus in dem Land. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich um 30 auf 30.794. (Quelle: DIE ZEIT, 09.09.20)


Münsterland-Zahlen

Im Münsterland ist die Zahl der amtlich bestätigten akut Corona-Infizierten leicht gestiegen (Stand 09.09.2020, 11.55Uhr). Derzeit sind 124 Menschen akut infiziert, das sind 6 mehr als gestern.
Seit dem Ausbruch der Pandemie sind im Münsterland insgesamt 5.715 Corona-Infektionen durch Tests nachgewiesen worden, das sind 6 mehr als am Vortag. Davon sind 5.412 Infizierte inzwischen wieder genesen. Die Zahl der Menschen, die in Verbindung mit Covid-19 gestorben sind, liegt bei 186. (Quelle: WDR, 09.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 17.491 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 9. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 93 Fälle mehr als am Vortag. Seit Sonnabend ist keine weitere Person im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA damit inzwischen 665 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 15.409 der bislang gemeldeten Fälle (88,1 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 09.09.20)


Langer Applaus im Bundestag für couragierte Polizisten

Der Bundestag hat am Mittwoch Polizisten gedankt, die sich dem Vordringen von Demonstranten zum Reichstagsgebäude in Berlin entgegengestellt hatten. Für die Beamten, die auf der Tribüne des Plenarsaals saßen, gab es langen Applaus – außer von der AfD. „Die Polizei braucht unsere Unterstützung und sie verdient sie“, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

Demonstranten hatten vor anderthalb Wochen zunächst Absperrgitter am Reichstagsgebäude überwunden. Sie stürmten anschließend die Treppe hoch. Dabei waren die auch von den sogenannten Reichsbürgern verwendeten schwarz-weiß-roten Reichsflaggen zu sehen, aber auch andere Fahnen. An der Aktion waren nach Polizeiangaben etwa 300 bis 400 Menschen beteiligt. Anfangs standen nur wenige Polizisten der grölenden Menge entgegen – drei waren am Mittwoch zu Gast im Bundestag. Nach einer Weile kam Verstärkung, und die Polizei drängte die Menschen auch mit Hilfe von Pfefferspray zurück.

Schäuble sagte mit Blick auf die Demonstration, es gebe „Grenzen des Anstands“, wie weit man sich von Extremisten instrumentalisieren lasse. Solche Szenen dürften sich nicht wiederholen. Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut, es müsse aber verantwortlich genutzt werden. Das Gewaltmonopol des Staates dürfe nicht in Frage gestellt werden, sagte Schäuble auch mit Blick auf linksextreme Ausschreitungen in Leipzig.
(Foto: CC s. Archiv 22.07.19; Quelle: t-online, 09.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 09.09.2020, 08.30 Uhr

Es gibt eine neue Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden steigt um zwei. Aktuell sind folglich in der Summe 29 (-1) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt weiterhin 618, umgerechnet auf 100.000 sind dies 190,1. Ihnen stehen 5642 Genesene (+2) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich 320 Emsländer*innen (-10) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen(Ems) sind die Corona-Zahlen unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 15 12 1 2
Einheitsgemeinde Emsbüren 19 19 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 54 43 1 10
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 97 92 4 1
Stadt Meppen 90 82 4 4
Samtgemeinde Nordhümmling 11 11 0 0
Stadt Papenburg 50 41 2 7
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 16 15 0 1
Samtgemeinde Sögel 27 24 0 3
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 39 38 0 1
Gesamt* 618 (+1) 564 (+2) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 29 (-1)

(09.09.20)


Grippe oder Covid-19? Diagnose anfangs schwierig

Die üblicherweise zum Winteranfang beginnende Grippesaison und die gleichzeitig andauernde Corona-Pandemie werden die Ärzte nach Ansicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek vor besondere Herausforderungen stellen. Es lasse sich anfangs nicht leicht beantworten, ob eine Grippe oder eine Infektion mit der vom Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Krankheit Covid-19 vorliege, sagte Ciesek der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Symptomatik kann insbesondere in der Frühphase der Infektion sehr ähnlich sein“, erklärte die Professorin für Medizinische Virologie an der Frankfurter Goethe-Universität. „Bei beiden Erkrankungen sind Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen und abdominelle Beschwerden wie Bauchschmerzen und Erbrechen häufige Symptome.“ Ohne einen Test könnten die Symptome nicht sicher unterschieden werden.

Ob eine Grippe oder Covid-19 für den Einzelnen gefährlicher sei, lasse sich nur sehr schwer sagen. „Die Gefahr, an Covid-19 zu sterben, ist nämlich sehr stark altersabhängig“, sagte Ciesek. „Insgesamt kann man festhalten, dass bei älteren Menschen Covid-19 noch viel gefährlicher ist als Influenza.“ Die Corona-Pandemie müsse ernstgenommen werden und sei nicht mit einer Grippewelle zu vergleichen. (Quelle: TSP, 09.09.0)


Kanada mit Sorgen

Kanada verzeichnet einen besorgniserregenden Anstieg der Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen, während zugleich die Schulen im ganzen Land wieder geöffnet werden.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die Chief Public Health Officer Theresa Tam mitteilte, in der vergangenen Woche seien täglich durchschnittlich 545 neue Fälle gemeldet worden, gegenüber etwa 300 im Juli. „Dies ist besorgniserregend und ich möchte unterstreichen, dass Fälle, auch in Schulen, eine Reflexion darüber sind, was in der Gemeinde passiert“, sagte sie in einer Pressekonferenz.

Mehrere der 10 Provinzen haben diese Woche zum ersten Mal seit März damit begonnen, Schulen für persönliches Lernen wieder zu eröffnen, nachdem Millionen in zusätzlichen Schutz investiert wurden. Quebec, das im vergangenen Monat wieder Schüler aufgenommen hat, hat bereits eine Reihe von Fällen in Schulen gemeldet.

Die Coronavirus-Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen jemand mit Covid-19 infiziert, ist auf knapp über eins gestiegen, ein Hinweis darauf, dass sich das Virus verbreitet.

Kanada hat insgesamt 132.142 Covid-19-Fälle und 9.146 Todesfälle verzeichnet. (Quelle The Guardian, 09.09.02)


Israel: Zahl der Infektionen steigt stetig

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt immer weiter. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden am Vortag 3496 neue Fälle registriert. Den zweiten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Montag hatte es 3425 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor, am Dienstag waren es 43.199.

Am Dienstagabend teilte das Gesundheitsministerium mit, der Corona-Beauftragte Ronni Gamzu, Gesundheitsminister Juli Edelstein sowie sechs weitere ranghohe Mitarbeiter müssten sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie seien mit einem Corona-Kranken in Kontakt gewesen.

Am Dienstagabend waren in 40 besonders betroffenen Ortschaften nächtliche Ausgangssperren in Kraft getreten. Die Menschen dürfen sich dort von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr (Ortszeit) nicht mehr als 500 Meter weit entfernt von ihrem Zuhause aufhalten. Erlaubt sind lediglich der Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten sowie Arztbesuche. Nicht essentieller Handel ist in der Zeit verboten.

Auch die Schulen in den 40 Ortschaften sind geschlossen worden. Betroffen von den hohen Corona-Infektionszahlen sind vor allem arabische und strengreligiöse jüdische Wohnorte. Dort leben oft Familien mit vielen Kindern, die sich häufig auf engem Raum in kleinen Wohnungen aufhalten. Daher ist es in den Gegenden besonders schwer, Abstand zu halten oder sich zu isolieren. (Quelle: TSP, 09.09.20)


Mexiko-Zahlen

Mexiko meldete am Dienstag 5.351 neue Fälle von Coronavirus-Infektionen sowie 703 zusätzliche Todesfälle, was laut aktualisierten Daten des Gesundheitsministeriums einer Gesamtzahl von 642.860 Infektionen und 68.484 Todesfällen entspricht.

Die Regierung hat angegeben, dass die tatsächliche Zahl der Infizierten wahrscheinlich erheblich höher ist als die bestätigten Fälle. (Quelle: The Guardian, 09.09.20)


Großbritannien verschärft Corona-Regeln

Als Reaktion auf die zunehmenden Corona-Infektionen in England werden dort Versammlungen mit mehr als sechs Menschen bis auf Weiteres untersagt. Die neue Obergrenze soll ab kommendem Montag gelten und betrifft sowohl Treffen in den eigenen vier Wänden als auch im öffentlichen Raum, wie die britische Regierung laut übereinstimmenden Medienberichten am Mittwoch offiziell verkünden wird. Bislang gilt hier eine Grenze von 30 Personen.

Ausnahmen werden den Berichten zufolge für Haushalte mit mehr als sechs Personen wie auch für Treffen mit beruflichem Hintergrund oder zu Ausbildungszwecken gelten, also etwa in Schulen. Auch Hochzeiten, Beerdigungen und bestimmte Sportarten sollen von den verschärften Regeln ausgenommen sein. Premierminister Boris Johnson wird sich dem Vernehmen nach auf einer Pressekonferenz am Mittwoch äußern.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Großbritannien stieg zuletzt wieder deutlich an. In den vergangenen Tagen gab es jeweils fast 3000 bestätigte Neuinfektionen pro Tag, wie aus den offiziellen Zahlen der Regierung von Dienstag hervorgeht. Das ist der höchste Stand seit Ende Mai.

Derzeit stecken sich vor allem junge Menschen mit dem Virus an. Das erklärt auch den bislang niedrigen Anstieg der Todesfälle, da Covid-19 bei Jüngeren oft glimpflicher verläuft. Experten sehen die Zahlen mit Sorge und warnen vor einer zweiten Welle. Auch ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO sagte dem Sender Sky News, er rechne mit weiteren Spitzen der Fallzahlen in Großbritannien.

Zuletzt hatte die Regierung die steigende Zahl der Infektionen häufig mit der hohen Anzahl an Tests erklärt, die mittlerweile durchgeführt werden. Zuletzt waren es mehr als 175 000 pro Tag. So können mehr Infektionen tatsächlich als solche erkannt werden als noch im Frühjahr. Allerdings gab es zuletzt auch immer wieder Corona-Ausbrüche, etwa bei illegalen Partys, Fußballspielen und in einer Schule. (Quelle: TSP, 09.09.20)


RKI meldet 1176 neue Infektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 253.474 angegeben – ein Plus von 1176 seit dem Vortag.

Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 254.957 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9.338 Todesfälle und damit neun mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9.336 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 228.000. (Quelle: RKI, TSP, 09.09.20)



Brasilien: Früherer Präsident greift Bolsonaro an

Der frühere Präsident von Brasilien Luiz Inácio Lula da Silva, hat den amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro beschuldigt, die Coronavirus-Pandemie in eine „Massenvernichtungswaffe“ verwandelt zu haben.

In einem weitreichenden Video-Manifest, das Verbündete, Gegner und Analysten als Signal verstanden, dass Lula versuchen werde, Brasiliens rechtsextremen Führer bei den nächsten Präsidentschaftswahlen herauszufordern, verurteilte der Linke Bolsonaros Umgang mit der Corona-Krise, bei der mehr als 127.000 Brasilianer getötet wurden. „Ja, so viele Todesfälle hätten vermieden werden können“, sagte der 74-Jährige, der von 2003 bis 2011 Brasilien regierte.

„Wir sind in den Händen einer Regierung, die dem Leben keinen Wert beimisst und den Tod trivialisiert. Eine unempfindliche, verantwortungslose und inkompetente Regierung, die gegen die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation verstieß und das Coronavirus zu einer Massenvernichtungswaffe machte.

„Die überwiegende Mehrheit der von Coronaviren Getöteten sind arme, schwarze, schutzbedürftige Menschen, die vom Staat allein gelassen wurden“, fügte er hinzu. (Quelle: The Guardian, 08.09.20)


Autogipfel: Offenbar keine Kaufprämie für Diesel und Benziner geplant

Politik und Wirtschaft wollen zusätzliche Hilfen für die angeschlagene deutsche Autoindustrie prüfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf ein „Ergebnispapier des Autogipfels“, der heute mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stattfand. Es gehe darum, ob und gegebenenfalls wie ein „marktwirtschaftliches Konzept“ zur Stärkung des Eigenkapitals vor allem von Zulieferunternehmen entwickelt werden könnte. Von staatlichen Kaufprämien auch für Autos mit Verbrennungsmotoren sei in dem Papier nicht die Rede. (Quelle: NDR, 08.09.20)



Überblick am Abend

  • Präsident Xi Jinping sagt, China habe „einen außergewöhnlichen und historischen Test“ bestanden und sei „weltweit führend in der wirtschaftlichen Erholung und im Kampf gegen Covid-19“.
  • Der Direktor der Tour de France, Christian Prudhomme, ist positiv auf CoViD-19 getestet worden und muss in Quarantäne gehen. Der französische Fußballer Kylian Mbappé – ebenfalls positiv getestet – ist am Dienstag aus dem französischen Aufgebot für das Länderspiel der Equipe Tricolore gegen Kroatien gestrichen worden.
  • Ashleigh Barty aus Australien, die Weötranglisten Erste der World Tennis-Frauen, hat anhgekündigt, dass sie ihren French Open-Titel nicht verteidigen wird. U.a. berief sie sich auf die Angst vor dem Coronavirus.
  • Die Pandemie hat seit Ende letzten Jahres weltweit mindestens 893.524 Menschen getötet. Dies geht aus einer AFP-Zählung hervor (Stand: Dienstag 11.00 Uhr GMT) hervor, die auf offiziellen Quellen basiert. Mehr als 27,3 Millionen Fälle wurden bestätigt. Die Vereinigten Staaten haben mit 189.221 die meisten Toten, gefolgt von Brasilien mit 126.960, Indien mit 72.775, Mexiko mit 67.781 und Großbritannien mit 41.554.
  • Das Europäische Parlament gibt seinen Plan auf, nächste Woche eine Plenarsitzung in Straßburg abzuhalten. Die Sitzung ist nach Brüssel verlegt worden, weil die französische Stadt als „rote Zone“ gesperrt wurde. Der kostspielige und zeitaufwändige Weg der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter zwischen Brüssel und Straßburg wurde schon oft kritisiert, aber Frankreich besteht auf seinem im EU-Vertrag verankerten Recht, Parlamentssitz zu sein
  • Das Bruttoinlandsprodukt in Südafrika ist im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 51% (!) geschrumpft, was den Auswirkungen des Coronavirus-Lockdown geschuldet ist, so die Statistikbehörde des Landes.
  • Indiens größte Touristenattraktion, das Taj Mahal, soll am 21. September, mehr als sechs Monate nach seiner Schließung, wiedereröffnet werden, kündigten Offizielle an, obwohl der Subkontinent weltweit die zweithöchste Anzahl von Corona-Fällen aufzuweisen hat.
  • Das Gesundheitsministerium in Spanien meldete am Dienstag 8.964 neue Covid-Fälle, davon 3.168 in den letzten 24 Stunden diagnostiziert; Verzögerungen beim Empfang und der Verarbeitung von Informationen aus den 17 autonomen Regionen Spaniens führen häufig zu Verzögerungen bei der Aktualisierung der Zahlen.

(Quelle: The Guardian, 08.09.20)



Südafrika: Neues

Südafrika hat weniger als 1.000 neue Coronavirus-Infektionen innerhab der letzten 24 Stundn gemeldet, den niedrigsten täglichen Anstieg seit drei Monaten. Aber die Gesundheitsbehörden warnen, dass eine zweite Welle weiterhin ein Risiko darstellt.

Das Land ist das am stärksten betroffene in Afrika und hat rund die Hälfte der mehr als 1,3 Millionen Coronavirus-Fälle auf dem Kontinent registriert. Nach einem durchschnittlichen Tageshöchstwert von rund 12.000 im Juli ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch stetig zurückgegangen.

Südafrika verzeichnete am Montag nur noch 845 neue Fälle, was die Gesamtzahl auf 639.362 erhöhte. Dies geht aus einem am Morgen veröffentlichten Bericht des Gesundheitsministeriums hervor.

Darüber hinaus wurden 115 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit CoViD-19 registriert, wodurch sich die Gesamtzahl der Opfer auf 15.004 erhöhte.
(Quelle: The Guardian, 08.09.20)


Corona-Zeiten: Bordelle und Prostitution im Norden

In den Nordländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen ist Prostitution vom 15. September an unter strengen Auflagen wieder erlaubt. Dies teilte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) heute auf der Landespressekonferenz mit. Ausschlaggebend für die Wiederzulassung sei gewesen, dass sie im Einklang mit den benachbarten Bundesländern erfolge, um Abwanderungen zu vermeiden. In Niedersachsen durften Bordelle nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg bereits seit Ende August wieder Kunden empfangen. (Quelle: NDR, 08.09.20)


Frankreich verzeichnet 6.544 neue Fälle in 24 Stunden

Die Zahl der neuen, bestätigten Fälle von CoViD-19-Infektionen in Frankreich ist in den letzten 24 Stunden um 6.544 auf insgesamt 335.524 gestiegen, teilte das französische Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Die Zahl der Todesfälle stieg in demselben Zeitraum um 39 auf insgesamt 30.764.
Frankreich hat die insgesamt siebthöchste Zahl der CoviD-19-Toten weltweit.
(Quelle: The Guardian, 08.09.20)


Irland-Zahlen

Irland meldet 307 Corona-Neuinfektionen – das ist der höchste Stand seit Mitte Mai. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden des Landes wurden allein aus der Hauptstadt Dublin 182 Fälle gemeldet. Wegen der Zunahme sind bald restriktivere Schutzmaßnahmen zu erwarteb

In den vergangenen sieben Tagen waren durchschnittlich 139 Corona-Infektionen registriert worden. In Irland leben ungefähr 4,9 Millionen Menschen. (Quelle: Tagesschau, 08.09.20)


Grünen-Parteitag online

Die Grünen halten ihren Bundesparteitag wegen der Corona-Pandemie in diesem Herbst digital ab. Eigentlich wollten die Grünen von 20. bis 22. November in Karlsruhe tagen, wo die Partei 1980 gegründet worden war. Nun solle der digitale Parteitag aus Karlsruhe übertragen werden, sagte der Politische Bundesgeschäftsführer Michael Kellner der Nachrichtenagentur dpa.

Personalentscheidungen stehen bei den Grünen nicht an. Das macht es ihnen einfacher, denn so stellen sich wohl auch keine Satzungsfragen, wenn die Delegierten nun nicht persönlich zusammenkommen. Zum 40. Geburtstag wollen sie vor allem ein neues Grundsatzprogramm beschließen. Im Mai hatten die Grünen bereits einen kleineren Parteitag mit rund 100 Delegierten digital abgehalten und dabei auch Beschlüsse gefasst. (Quelle: ARD, 08.09.20)


NRW: Oberverwaltungsgericht stoppt Prostitutionsverbot

Bordellbetreiber und Prostituierte können in NRW ihre Dienstleistungen in der Corona-Krise vorläufig wieder anbieten. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden. Die vom Land erlassene Coronaschutzverordnung ist damit im Bezug auf das Verbot von sexuellen Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten und Bordellen außer Vollzug gesetzt (Beschl. v. 08.09.20, Az.: 13 B 902/20.NE, nicht anfechtbar).
Die vollständige Untersagung aller sexuellen Dienstleistungen sei derzeit nicht mehr verhältnismäßig, heißt es in der Begründung des OVG.Das Land habe mittlerweile weitgehende Lockerungen in nahezu allen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen zugelassen. Aus diesem Grund sei nicht ersichtlich, warum dies nicht auch für sexuelle Dienstleistungen gelten solle. Ähnlich wie beim Sex werde auch beim Sport oder im Fitnessstudio heftig geatmet und vermehrt virushaltiges Aerosol verteilt. Auch sei nicht ersichtlich, warum die Gefahr bei sexuellen Dienstleistungen höher als bei privaten Feiern mit bis zu 150 Personen sein soll. (Quelle: TSP, 08.09.20)


Moria: 35 Menschen im Flüchtlingslager infiziert

Im Flüchtlingslager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind inzwischen 35 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Migrationsministerium in Athen mit. Vorausgegangen waren 2000 Tests, seit das Virus vergangene Woche bei einem der Lagerbewohner entdeckt worden war. Die Betroffenen seien isoliert worden, nur einer von ihnen zeige Symptome, so das Ministerium weiter. Das gesamte Lager bleibe bis zum 15. September unter Quarantäne.

Ein 40-jähriger Mann soll das Coronavirus eingeschleppt haben. Er sei zwischenzeitlich von Moria nach Athen gereist und sich vermutlich in der Hauptstadt oder während der Rückreise angesteckt.
In Moria leben derzeit etwa 12.600 geflüchtete Menschen bei einer Kapazität von 2800 Plätzen. (Quelle: ARD, 08.09.20)


Wegen Hygiene-Regeln könnten im Winter auch andere Infektionskrankheiten zurückgehen

Masken, Handhygiene und Hustenetikette könnten in diesem Herbst und Winter neben dem Schutz vor Corona auch dafür sorgen, dass bestimmte andere Infektionskrankheiten zurückgehen. Eine schon ältere Studie aus Hongkong mache ihr da „ein bisschen Hoffnung“, sagte die neue Gesprächspartnerin im vielbeachteten NDR-Podcast „Coronavirus-Update“, die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek.

Die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt wechselt sich mit dem Berliner Virologen Christian Drosten künftig wochenweise ab. Am Dienstag gab die Frankfurterin ihren Einstand als Interviewpartnerin.

Die Hongkonger Wissenschaftler hatten im Jahr 2003, als Sars – ebenfalls ein Coronavirus – grassierte, die Zahl von Atemwegsinfektionen mit der in den Vorjahren verglichen. Aus Angst, sich anzustecken, hätten in Asien damals die meisten Menschen die sogenannten AHA-Regeln befolgt, sagte Ciesek. Die Frage war: „Was hatte das für einen Einfluss auf andere Viren?“

Verglichen wurden die Daten für vier Erreger, darunter den der Grippe. „Man hat gesehen, dass das Verhalten dazu geführt hat, dass diese Infektionen alle deutlich zurückgingen in den Monaten“, sagte Ciesek. Es habe sogar ein Kontrollvirus gegeben: Hepatitis B. Hier gingen die Zahlen nicht zurück – das Virus wird nicht über die Luft, sondern über Sexualkontakte übertragen. „Die Studie gibt mir ein bisschen Hoffnung für den Herbst/Winter“, sagte Ciesek. „Ich denke schon, dass man sicherlich durch die AHA-Regeln auch andere Virusinfektionen seltener sehen wird“.

(Quelle: TSP, 08.09.20)


Schweden sieht Kurs bestätigt

Schweden meldet einen Etappenerfolg in der Bewältigung der Corona-Pandemie: Die Quote der Positiv-Tests ist auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch des Virus gefallen. In der vergangenen Woche wurden die Tests nach offiziellen Angaben auf den Rekordwert von mehr als 120.000 hochgefahren. Nur 1,3 Prozent fielen positiv aus. Im Frühjahr hatte das Niveau noch über Wochen um die 19 Prozent gelegen. Nach Ansicht mancher Experten zahlt sich nun die heimische Strategie aus, durch die sich die Ansteckungsrisiken mittlerweile verringert hätten.

„Unsere Strategie war konsequent und nachhaltig. Wir haben wahrscheinlich ein geringeres Ausbreitungsrisiko als andere Länder“, sagte Epidemiologie-Professor Jonas Ludvigsson vom Karolinska Institutet. Schweden dürfte seinen Worten zufolge nun eine höhere Immunität in der Bevölkerung haben als die meisten anderen Länder. „Ich glaube, wir profitieren jetzt viel davon“, betonte Ludvigsson.

Schweden fährt in der Krise einen eigenen Kurs, der auch im Ausland unter scharfer Beobachtung steht und mitunter heftige Kritik auslöst. Die Regierung hat auf einen Lockdown verzichtet und setzt stattdessen auf die Eigenverantwortung der Bürger sowie auf Abstandsregeln und ein gutes Hygieneverhalten. Die Idee dahinter ist, sich auf eine Verlangsamung der Virus-Ausbreitung zu konzentrieren, da sich der Krankheitserreger ohnehin nicht ausrotten lasse.

In Schweden sind bislang mehr als 5800 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Pro-Kopf-Totenzahl liegt damit deutlich höher als in anderen nordeuropäischen Ländern. Sie ist zugleich aber niedriger als in Italien, Spanien und Großbritannien, wo es Lockdowns gab. Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben das schwedische Modell als nachhaltig gelobt.

(Quelle: Tagesschau, 08.09.20)


Billigairline Easyjet dünnt Flugplan wieder aus

Wegen weiterer Reisebeschränkungen dünnt der britische Billigflieger Easyjet seinen Flugplan aus. „Wir gehen davon aus, im laufenden Quartal etwas weniger als 40 Prozent unseres geplanten Flugplans zu fliegen“, sagte Konzernchef Johan Lundgren am Dienstag. Er begründete dies mit der Ausweitung der Quarantäne-Beschränkungen durch die britische Regierung auf sieben griechische Inseln. Dies sorge für anhaltende Unsicherheit bei Passagieren und dürfte die Nachfrage weiter beeinträchtigen. „Wir wissen, dass unsere Kunden über die unvorhersehbaren Reise- und Quarantänebeschränkungen ebenso frustriert sind wie wir.“ Eine Prognose für dieses Geschäftsjahr und 2021 sei derzeit nicht möglich, erklärte die Airline.

Easyjet hatte erst im vorigen Monat von besseren Buchungen als erwartet berichtet und als Folge daraus den Flugplan ausgeweitet. England hat allerdings eine 14-tägige Quarantäne für Rückkehrer aus Ländern wie Frankreich und Spanien verhängt und fügte am Montag sieben griechische Inseln hinzu, darunter Kreta, Lesbos und Mykonos. (Foto: CC s. Archiv v. 17.08.20; Quelle TSP, 08.09.20)


WHO: Entwicklung in Tschechien besorgniserregend

Die jüngste Entwicklung bei den Corona-Infektionen in Tschechien ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „besorgniserregend“. Das teilte die WHO-Vertretung in Prag bei Facebook mit. „Es gibt keine Alternative zum Testen, Nachverfolgen und Isolieren, um Covid-19 zu beherrschen – weder hier noch andernorts“, betonten die Experten.

Die UN-Gesundheitsorganisation widersprach damit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis. Dieser hatte erklärt, dass möglicherweise nur noch bei ernsten Erkrankungsfällen die Infektionsketten zurückverfolgt werden sollen. Eine Entscheidung darüber könne bereits Ende der Woche fallen. Auf die jetzige Kritik der internationalen Experten reagierte Babis gereizt. „Das ist die WHO, die anfangs weder einen Mundschutz empfohlen noch gewusst hat, dass eine Pandemie im Gang ist – nach meiner Ansicht sollte sie schweigen“, schrieb der Multimilliardär bei Twitter.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat in dem nur knapp elf Millionen Einwohner zählenden Land in den letzten zwei Wochen neue Rekordwerte erreicht. Am Montag kamen 563 weitere Fälle hinzu, womit die Gesamtzahl der aktiven Infektionen auf 8424 stieg, wie das tschechische Gesundheitsministerium am Dienstag bekanntgab. 214 Patienten waren demnach im Krankenhaus. 437 Menschen starben bisher. (Quelle: TSP, 08.09.20)


Dutzende Infektionen unter UN-Mitarbeiter in Syrien

Ein Corona-Ausbruch unter Mitarbeitern der Vereinten Nationen in Syrien hat die Sorge um eine unkontrollierte Virusausbreitung in dem Bürgerkriegsland geweckt. Es gebe 42 Infektionsfälle unter UN-Mitarbeitern und deren Verwandten, sagte ein Sprecher des UN-Büros für humanitäre Hilfe (Ocha) am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Jedoch zeigten etwa 200 Menschen – darunter UN-Mitarbeiter und Angehörige – Symptome der Viruserkrankung, weshalb die Organisation von weitaus mehr Fällen als den offiziell registrierten ausgeht.

In Syrien waren nach Angaben des Sprechers zuletzt deutlich mehr Corona-Infektionen verzeichnet worden. Laut dem Gesundheitsministerium gab es bislang 3229 Corona-Fälle, 137 Menschen starben in den von der Regierung kontrollierten Gebieten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch beklagte Anfang September Mängel beim Schutz der am Kampf gegen das Coronavirus in Syrien beteiligten Gesundheitsfachkräfte und erklärte, dass „die offiziellen Zahlen“ nicht „der Realität vor Ort“ entsprächen. Das Gesundheitsministerium räumte kürzlich ein, dass es nicht immer „die Kapazität besitzt, um in den verschiedenen Provinzen groß angelegte Untersuchungen auszuführen“. Wie viele andere Bereiche in Syrien wurde auch der Gesundheitssektor durch den seit 2011 andauernden Krieg stark beeinträchtigt. (Quelle: UNO, 08.09.20)


Spanien-Zahlen

Das spanische Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 8.964 neue Covid-Fälle, von denen 3.168 in den letzten 24 Stunden diagnostiziert wurden (Verzögerungen beim Empfang und der Verarbeitung von Informationen aus den 17 autonomen Regionen Spaniens führen häufig zu Verzögerungen bei der Aktualisierung der Zahlen).

Die neuesten Zahlen des Ministeriums bringen die Gesamtzahl der Fälle in Spanien auf 534.513. Bis heute hat das Land 29.594 Todesfälle verzeichnet.
Die Region in und um Madrid ist für fast ein Drittel der 52.138 Fälle verantwortlich, die in den letzten sieben Tagen entdeckt wurden, und für 87 der 261 Todesfälle im selben Zeitraum.

Spanien verzeichnete am Montag als erstes westeuropäisches Land mehr als 500.000 Coronavirus-Infektionen. (Quelle: TSP, 08.09.20)


Staatsanwaltschaft ermitelt nicht gegen Esken wegen „Covidioten“-Aussage

Die Tübinger Staatsanwaltschaft betrachtet die Bezeichnung „Covidioten“ von SPD-Parteichefin Saskia Esken nicht als strafbare Beleidigung. Man sehe von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ab, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Nach einer Demo gegen Corona-Maßnahmen Anfang August in Berlin hatte Esken die Demoteilnehmer auf Twitter als „Covidioten“ bezeichnet. In der Folge gingen Hunderte Strafanzeigen von Demonstrationsteilnehmern bei der Staatsanwaltschaft Tübingen ein, die sich durch die Äußerung beleidigt fühlten.

Aus der Sicht der Staatsanwaltschaft liegt keine strafbare Beleidigung vor. Die Äußerung von Esken stelle eine kritische Reaktion auf das Verhalten der Personen dar, die bei der Veranstaltung bewusst Schutzmaßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos missachteten, betonte die Behörde. „Es handelt sich um eine politische Äußerung im Rahmen einer Auseinandersetzung in der Sache, die als solche vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt ist.“

(Quelle: TSP, 08.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 17.398 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 8. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 104 Fälle mehr als am Vortag. Seit Sonnabend ist keine weitere Personen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA damit inzwischen 665 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 15.295 der bislang gemeldeten Fälle (87,9 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 08.09.20)


📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 08.09.2020, 09.00 Uhr

Es gibt keine neuen Infektionen, die Zahl der als genesen Geltenden steigt um 4. Aktuell sind folglich in der Summe 30 (-4) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt weiterhin 617, umgerechnet auf 100.000 sind dies 189,8. Ihnen stehen 562 Genesene (+4) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich 330 Emsländer*innen (+10) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen(Ems) sind die Corona-Zahlen fast unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 15 12 1 2
Einheitsgemeinde Emsbüren 19 19 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 54 43 1 10
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 97 92 4 1
Stadt Meppen 90 82 4 4
Samtgemeinde Nordhümmling 11 11 0 0
Stadt Papenburg 50 39 2 9
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 27 24 0 3
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 39 38 0 1
Gesamt* 617 (+/-0) 562 25
Aktuelle Covid-19-Fälle 30 (-4)

(08.09.20)


Überblick am Morgen

  • Die weltweite Zahl der Todesopfer bei Coronaviren nähert sich einem weiteren düsteren Meilenstein. 890.260 CoViD-19-Tote wurden von Forschern der Johns-Hopkins-Universität bestätigt. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer dürfte aufgrund unterschiedlicher Testraten und Definitionen, Zeitverzögerungen und vermuteter Unterberichterstattung in einigen Ländern höher sein .
  • Bis zu 60.000 Menschen in Großbritannien leiden möglicherweise seit mehr als drei Monaten an „langem Covid“ und können nicht die Pflege erhalten, die sie benötigen, um sich von anhaltenden und schwächenden Symptomen zu erholen.
  • Spanien hat als erstes westeuropäisches Land mehr als eine halbe Million Covid-19-Fälle registriert und insgesamt 525.549 Infektionen verzeichnet.
  • Ashleigh Barty wird ihren French Open-Titel in diesem Jahr nicht verteidigen. Die Weltranglistenerste im Tennis hat entschieden, nicht am Turnier in Paris teilzunehmen, weil sie Bedenken wegen des Coronavirus hat und nicht genügend Zeit für das Training mit ihrem Trainer hat.
  • Frankreich könnte im Winter mit einer „kritischen Situation“ konfrontiert sein, sofern die CoViD-19-Fälle weiter zunehmen. Ein führender Epidemiologe in Frankreich hat gewarnt, dass das Land im Dezember in mehreren Regionen mit einer „kritischen Situation“ konfrontiert sein könnte, wenn die Zahl der Covid-19-Fälle mit der derzeitigen Rate weiter steigt.
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber sind die häufigsten Symptome des Coronavirus bei Kindern. Nur wenige entwickeln einen Husten oder verlieren ihren Geschmacks- oder Geruchssinn, wie Forscher herausgefunden haben. Dies führt zu Forderungen nach altersspezifischen Symptomchecklisten.
  • Frankreichs Fußballer Kylian Mbappé wurde positiv auf Covid-19 getestet und wird daher das Länderspiel der Nations League gegen Kroatien verpassen, sagte der französische Fußballverband.
  • Sieben griechische Inseln sollen in die Quarantäneliste von England aufgenommen werden. Lesbos, Tinos, Serifos, Mykonos, Kreta, Santorini und Zakynthos werden von der Liste der Standorte in England gestrichen, die von der 14-tägigen Covid-Quarantäne ausgenommen sind, was die Reisekorridorpolitik der Regierung erheblich verändert.
  • Franzosen, die das Tragen von Masken ablehnen, sind eher ältere, gebildete Frauen, die die Protestbewegung der Gilets Jauns (gelbe Westen) und den umstrittenen Virenspezialisten Didier Raoult unterstützen und sich einer Coronavirus-Impfung widersetzen würden, wenn eine verfügbar wäre. Das sagt eine neue Studie in Frankreich… [Tatsächlich – da steht „gebildet“]
    (Quelle The Guardian 08.09.20)

AOK fordert geringere Testkosten: 20 € statt 40 €

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen die Kosten für Corona-Tests drücken. Der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, appellierte deshalb jetzt in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den Krankenkassen die gesetzliche Möglichkeit für Preisverhandlungen einzuräumen. Es sei unangemessen, dass die Kassen für jeden Test auf das neuartige Coronavirus knapp 40 Euro bezahlen müssten. „Die Labore machen damit inzwischen dicke Gewinne“, sagte Litsch. Laborbetreiber hätten ihm bestätigt, dass sie mit der Hälfte des Preises gut leben könnten. Ein Preis von 20 Euro wäre also durchaus angemessen. (Quelle: Tagesschau, 08.09.20)



Bayern ??!!


Deutschland-Zahlen

Deutschland verzeichnet 1499 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 252.298. Weitere vier Menschen sind an den Folgen oder mit dem Virus verstorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9329.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,12 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag bei 0,95 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen. (Quelle: RKI, 08.09.20)


Japan-Nachrichten

Die japanische Regierung hat umgerechnet 6,32 Milliarden Dollar aus Notfall-Budgetreserven genehmigt, um Coronavirus-Impfstoffe zu sichern. Die Regierung hofft, bis Mitte 2021 genügend Impfdosen zur Verfügung zu haben, um sie kostenlos an die Bevölkerung weiterzugeben.

Japans Wirtschaft muss derweil infolge der Corona-Krise einen Rekordeinbruch hinnehmen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal dieses Jahres stärker als erwartet gesunken. Von April bis Juni schrumpfte die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt auf Jahresbasis um 28,1 Prozent, wie Regierungsdaten zeigten. Der vorläufige Wert lag bei 27,8 Prozent. Die Haushaltsausgaben im Juli gingen im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent zurück, Analysten hatten mit einem Rückgang von 3,7 Prozent gerechnet. Die Löhne fielen im Juli zum fünften Mal in Folge, was auf einen anhaltenden Rückgang der Verbraucherausgaben hindeutet. (Quelle: ARD, 08.09.20)


Datenpanne: Österreicher bekommen Corona-Schecks von Trump

Von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind nun bei etlichen Österreichern gelandet. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1200 Dollar (rund 1000 Euro) sind nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst worden.

Zu den Empfängern zählt auch ein Rentner aus Linz in Oberösterreich, der einst für kurze Zeit in den USA gearbeitet hatte. Er habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt, schilderte der Mann in der ORF-Nachrichtensendung „ZiB2“ am Montagabend. Die Bank habe die Echtheit des Schecks aber überprüft, und wenig später habe er das Geld auf dem Konto gehabt.

Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein. Die US-Regierung hatte Schecks an zahllose Menschen geschickt, gedacht als Hilfe in der Coronavirus-Krise.

US-Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150 000 Dollar entsprechend 2400 Dollar. Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote. Offenbar hatten das Finanzministerium und die Steuerbehörde vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen. (Quelle: TSP, 08.09.20)


Lesbos: Moria wird Hotspot

Griechenland hat bisher mindestens 17 Fälle von Coronavirus im überfüllten Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos registriert. Das bestätigte jetzt ein Beamter des Migrationsministeriums.

Letzte Woche wurde die Einrichtung unter Quarantäne gestellt, nachdem die Behörden bestätigt hatten, dass ein 40-jähriger Asylbewerber positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Bisher wurden in Moria 1.600 Tests durchgeführt, erklärte Migrationsminister Notis Mitarachi.

Seit dem 1. März werden alle Migranten, die Lesbos erreichen, aus den Lagern der Insel unter Quarantäne gestellt. (Quelle: The Guardian, 07.09.20)


Corona in Fleischbetrieb: Zehn weitere Infizierte

Nach dem Corona-Ausbruch in dem fleischverarbeitenden Betrieb Kurant in Hatten ist die Zahl der positiv getesteten Menschen weiter angestiegen. Nach Angaben des Landkreises sind zehn weitere Beschäftigte infiziert. Insgesamt wurden damit 24 Mitarbeiter des Unternehmens positiv auf das Coronavirus getestet. 16 Betroffene leben demnach im Landkreis Oldenburg, acht in der Stadt Oldenburg. (Quelle: NDR, 07.09.20)


Gaza: CoViD-19-Infektionen steigen stark

Die Zahl der Coronavirus-Fälle im Gazastreifen hat sich in den vergangenen zwei Wochen verzehnfacht und ist auf mehr als 1000 Infektionen angestiegen. In dem Palästinensergebiet wurden allein in den vergangenen 24 Stunden 182 Infektionen verzeichnet, wie palästinensische Beamte bekannt gaben.

Nach offiziellen Angaben starben bislang acht Menschen an den Folgen der Viruserkrankung. Bislang hatte der isolierte Gazastreifen nur wenige Infektionen verzeichnet. Das schmale Territorium ist durch eine massive Sicherheitsbarriere auf der Landseite abgeschottet und besitzt nur zwei Grenzübergänge: einen nach Israel und einen nach Ägypten. Beide Übergänge wurden im März mit wenigen Ausnahmen blockiert. Menschen, die nach Gaza zurückkehrten, mussten sich drei Wochen in Quarantäne begeben. (Quelle: Tagesschau, 07.09.20)


Trump streitet mit US-Demokraten über Corona-Impfung

US-Präsident Donald Trump hat den Demokraten vorgeworfen, sich aus politischen Gründen gegen eine baldige Corona-Impfung auszusprechen. Die Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, lege „sorglose Anti-Impf-Rhetorik“ an den Tag, kritisierte Trump. Die Demokraten wollten eine Impfung wegen der Wahl am 3. November als etwas Negatives darstellen, behauptete er weiter. Ihnen missfalle, dass der Impfstoff in „Rekordzeit“ entwickelt werde. Er könne vielleicht sogar noch vor der Wahl verfügbar sein, sagte Trump. Harris hatte in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender CNN vor einer Einmischung der Regierung bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff gewarnt. Unter Trump würden unabhängige wissenschaftliche Experten „mundtot gemacht“, sagte die Senatorin. (Foto: s CC Archiv v. 28.04.20; Quelle: ARD, 07.09.20)


Fußball: Frankreichs Stürmer Mbappé positiv auf CoViD-19 getestet

Der französische Fußballer Kylian Mbappé ist positiv auf Covid-19 getestet worden und wird daher nicht am Länderspiel der Franzosen in der Nations League gegen Kroatien teilnehmen. Das bestätigte am Montag der französische Fußballverband (FFF).

Der französische Fußballverband sagte auf seiner Website:

Da das Ergebnis seines am Montagmorgen von der UEFA durchgeführten Covid-19-Tests positiv ausfiel, wurde er nach dem Training aus dem Rest des Kaders entfernt und kehrte später am Abend in seine Heimat zurück.

Mbappé, Star des französischen Weltmeisterteams 2018, erzielte am Samstag den Siegtreffer, als Frankreich Schweden mit 1:0 besiegte.

Der 21-Jährige ist das jüngste Mitglied des Teams von Paris Saint Germain (PSG), das positiv auf Covid-19 getestet wurde. (Foto: Kylian Mbappé CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported license, .https://www.soccer.ru/galery/1058179/photo/737087; Quelle: FFF; 07.09.20)


Frankreich-Zahlen

In Frankreich sind 25 weitere Menschen gestorben, die positiv auf das CoViD-19 getestet wurden. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesfälle nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 30.726. Das ist das siebthöchste Niveau weltweit.
Die Zahl der positiven Corona-Tests in Frankreich legte in den vergangenen 24 Stunden um 4203 auf 328.980 zu. (Quelle: ARD, 07.09.20)


Spanien-Zahlen

In Spanien ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf mehr als eine halbe Million gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldet seit Freitag 26.560 neue Fälle, womit die Gesamtzahl nun 525.549 beträgt. 29.516 Infizierte sind demnach mittlerweile gestorben. Die Schwelle von 500.000 bekannten Infektionen hatte bisher kein Land in Westeuropa überschritten.

Spanien ist mit seinen rund 47 Millionen Einwohnern eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen wieder stark angestiegen. Das Auswärtige Amt warnt deshalb vor „nicht notwendigen, touristischen“ Reisen nach Spanien. (Quelle: ARD, 07.09.20)




Dänemark senkt

Dänemarks Teilnehmergrenze bei öffentlichen Versammlungen wird in der Hauptstadt Kopenhagen sowie in der Großstadt Odense von 100 auf 50 Personen gesenkt, nachdem die Zahl der Covid-19-Infektionen dort in jüngster Zeit gestiegen ist. Das teilte der Gesundheitsminister des Landes am Montag mit. (Quelle: The Guardian, 07.09.20)



Frankreich unterstützt seine Museen mit mehr als 600 Mio Euro

Frankreich unterstützt seine großen Museen, Denkmäler und Kathedralen in der Corona-Pandemie mit 614 Millionen Euro Direkthilfe. Davon soll mehr als die Hälfte den international bekannten Museen wie dem Louvre, Versailles, dem Orsay-Museum und dem Centre Pompidou zugute kommen, bestätigte das Kulturministerium.

Wie die französische Kulturministerin Roselyne Bachelot erklärte, will man so den Rückgang der Besucherzahlen überwinden. Laut Angaben des Ministeriums verzeichnen die staatlichen Museen einen Besucherrückgang von bis zu 80 Prozent. Der Direktor des Louvre, Jean-Luc Martinez, hat bereits vor Wochen den Einnahmeverlust auf über 40 Millionen Euro beziffert. (Quelle: ARD, 07.09.20)


(07.09.20)


Berlin: Hohe Infektionszahlen bei Jungen

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat vor den deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen bei jüngeren Menschen in der Hauptstadt gewarnt. „Wir haben noch nie so hohe Zahlen gehabt wie jetzt in der Altersgruppe 20 bis 24“, sagte Kalayci (SPD) vor dem Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liege bei dieser Gruppe bei 43,1.

„In Berlin ist der Durchschnitt bei 13,7“, sagte die SPD-Politikerin. Die hohen Werte bei den jungen Erwachsenen machten ihr schon Sorgen. „Auch wenn sie die Krankheit gut überstehen, ist die Gefahr groß, dass sie als Superspreader andere anstecken“, so die Gesundheitssenatorin. (Quelle: ARD, 07.09.20)


Slowakische Corona-Kommission in Quarantäne

Die gesamte Corona-Kommission der slowakischen Regierung hat sich in Quarantäne begeben, weil ein Mitglied am Wochenende positiv auf Covid-19 getestet wurde. Sowohl Gesundheitsminister Marek Krajci als auch der staatliche Hygiene-Beauftragte Jan Mikas bestätigten dies. Es handle sich um eine Präventivmaßnahme, schrieb Krajci auf Facebook.

Das Gremium habe am vergangenen Donnerstag mehrere Stunden gemeinsam mit dem später positiv getesteten Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums eine Beratung über weitere Maßnahmen abgehalten. Dabei hätten aber alle Anwesenden einen Mund-Nasen-Schutz getragen, betonte der Gesundheitsminister. Alle Mitglieder der Kommission würden sich im Laufe der nächsten Tage einem Corona-Test unterziehen und bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses in Quarantäne bleiben. (Quelle: Tagesschau, 07.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 07.09.2020, 09.00 Uhr

Acht neue Infektionen im Emsland gab es über das Wochenende, die Zahl der als genesen Geltenden steigt um 13. Aktuell sind daher in der Summe 34 (-5) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 617, umgerechnet auf 100.000 sind dies 189,8. Ihnen stehen 558 Genesene (+13) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich 320 Emsländer*innen (-50) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen(Ems) sind die Corona-Zahlen unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 14 12 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 19 19 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 53 41 1 11
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 96 91 4 1
Stadt Meppen 92 82 4 6
Samtgemeinde Nordhümmling 11 11 0 0
Stadt Papenburg 51 38 2 11
Gemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 27 24 0 3
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 39 38 0 1
Gesamt 617 (+8) 558 (+13) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 34 (-5)

 



Wirtschaftsverbände fordern Kurswechsel bei Reisen

Für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union gilt noch bis zum 14. September eine Reisewarnung. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft schlagen nun Alarm. Die verlängerten und ausgeweiteten Einschränkungen hätten vielfältige negative wirtschaftliche Auswirkungen, die weit über den Tourismus hinausgingen, heißt es in einem gemeinsamen Papier, das der Deutsche Industrie und Handelstag (DIHK), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband ( Dehoga), die Deutsche Rentenversicherung (DRV), der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) herausgegeben haben.

Die Spitzenverbände fordern die Bundesregierung zu einem Kurswechsel bei Beschränkungen von Auslandsreisen auf. So könnten exportorientierte Unternehmen aufgrund vieler Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen oftmals ihre Manager, Techniker, Monteure oder Vertriebsmitarbeiter nicht zu ihren ausländischen Kunden oder Lieferanten entsenden. Außerdem fielen internationale Fachmessen aus. Dadurch fehlten neue Aufträge. (Quelle: ARD, 07.09.20)



Deutschland-Zahlen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 814 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die gemeldeten Fallzahlen an Sonntagen und Montagen sind allerdings erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 250.799 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9325. Seit dem Vortag wurde kein weiterer Todesfall gemeldet. Etwa 225.000 Menschen hatten die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,10 (Vortag: 1,0). (Quelle: RKI, 07.09.20)


Indien jetzt mit den zweitmeisten Corona-Infektionen weltweit

Indien hat nach übereinstimmenden Medienberichten am Montag Brasilien von Platz zwei der Länder mit den meisten Corona-Infektionen verdrängt. Mehr Infektionen gibt es nur in den USA. Experten sagen allerdings, dass Indien auch die USA (6,2 Millionen) überholen wird. Am Montag bestätigten die indischen Behörden 90.632 Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden, ein weltweiter Höchststand der an einem einzigen Tag registrierten Infektionen. Offiziell gibt es in Indien 4.113.811 Fälle und 70.626 Todesfälle.

Laut Johns-Hopkins-Universität, der sich auf offizielle Regierungszahlen stützt, ist die Zahl der Coronavirus-Fälle weltweit über 27 Millionen gestiegen. Die tatsächliche Anzahl der Fälle weltweit dürfte aufgrund unterschiedlicher Testraten und Definitionen, Verzögerungen und vermuteter Unterberichterstattung erheblich höher sein.

(Quelle: The Guardian, 07.09.20)


Türkei-Zahlen

Die Türkei hat am Sonntag 1.578 neue Coronavirus-Fälle registriert, so das Gesundheitsministerium 279.806. Weitere 53 Menschen starben in den letzten 24 Stunden an CoViD-19, teilte das Ministerium mit. Die offizielle Zahl der Todesopfer des Landes liegt jetzt bei 6.673

Mehr als 251.105 Menschen haben sich inzwischen von Covid-19 erholt, teilte das Gesundheitsministerium mit. (Quelle: The Guardian, 06.09.20)


USA: In 22 Bundesstaaten nehmen neue Coronavirus-Infektionen zu

Laut Analyse der Nachrichtenagentur Reuters nehmen in 22 der 50 US-Bundesstaaten die Coronavirus-Fälle zu – eine besorgniserregende Feststellung an diesem Labor Day-Wochenende; Montag ist in den USA der Feiertag, der normalerweise mit Partys am Ende des Sommers gefeiert wird.

Die meisten der 22 Staaten, in denen die Fälle zugenommen haben, befinden sich im Mittleren Westen und im Süden. In Prozenten gerechnet hat South Dakota mit 126 % den größten Anstieg in den letzten zwei Wochen verzeichnet – über 3.700 neue Fälle.

Die Zunahme in verschiedenen Bundesstaaten wird landesweit jedoch durch eine sinkende Anzahl von Neuinfektionen in den bevölkerungsreichsten Bundesstaaten Kalifornien, Florida und Texas ausgeglichen.

In den USA gibt es weiterhin im Durchschnitt rund 1.000 neue Todesfälle pro Tag. Die Gesamtzahl der CoViD-19-Toten nähert sich aktuell der Zahl von 190.000 – die weltweit höchste Zahl. (Quelle: The Guardian, 06.09.20)


Laschet will Heizpilze

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, der Gastronomie in der kälteren Jahreszeit das Aufstellen von Heizpilzen zu erlauben. Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte er, mit Blick auf die Ausnahmesituation und den Gesundheitsschutz halte er das für richtig: „So kann ganz praktisch geholfen werden.“ Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hatte zuletzt wegen der Corona-Abstandsregeln für eine Rückkehr der Heizpilze plädiert, um auch in der kühleren Jahreszeit mehr Gäste in den Außenbereichen bewirten zu können.

Bei Umweltschützern stößt die Forderung aber auf scharfe Kritik. Vielerorts sind die Gas-Heizstrahler aus Klimaschutzgründen verboten. (Quelle: Tagesschau, 06.09.20)


Hubschrauber auf Mallorca

Zur Durchsetzung der Corona-Maßnahmen setzt die Polizei auf Mallorca nun einen Hubschrauber gegen renitente Badegäste ein. Die Maschine flog am Wochenende abends im Tiefflug über Strände, um die angeordnete nächtliche Schließung ab 21 Uhr durchzusetzen, wie die Zeitung „Diario de Mallorca“ berichtete. „Räumen sie die Strände“, forderte die Polizei über Lautsprecher die Menschen auf. In Videoaufnahmen war zu sehen, wie Badegäste angesichts der Lautstärke und der heftigen Winde unter dem Rotor des Hubschraubers vom Strand Richtung Promenade flohen. (Quelle: TSP, 06.09.20)


USA: Die Universitätsstädte als neues Problem in der Pandemie:

Das Coronavirus spitzt sich in den Campus-Städten von Texas über Iowa bis North Carolina zu; denn die Studenten sind zurück. Im vergangenen Monat begrüßte die Universität von Iowa Tausende von Studenten auf ihrem Campus – und in der umliegenden Stadt Iowa City. Dort machte sich bereit, vorsichtiger Optimismus mischte sich mit zunehmender Sorge. Die Universität hatte Vorkehrungen getroffen, und nur etwa ein Viertel der Kurse wurde persönlich abgehalten. Aber jedes neue Gesicht in der Stadt könnte auch das Virus tragen, und mehr als 26.000 Einwohner waren Universitätsangestellte.

„Covid hat immer eine Möglichkeit, hereinzukommen“, sagte Bruce Teague, der Bürgermeister der Stadt, „selbst wenn Sie die richtigen Dinge tun.“ Innerhalb weniger Tage beschwerten sich die Studierende darüber, dass sie keine Coronavirus-Tests erhalten konnten oder auf Menschen stießen, die eigentlich in Quarantäne sein sollten. Viele Studierende blockierten Bürgersteige und Bars in der Innenstadt, Masken hingen unter ihren Kinn, egal was die Kommune vorgeschrieben hatte

Inzwischen ist Iowa City ein ausgewachsener Pandemie-Hotspot – einer von rund 100 College-Städten in den ganzen USA, in denen die Infektionen in den letzten Wochen zugenommen haben, als die Studenten für das Herbstsemester zurückkehrten. Obwohl die Infektionsrate im Nordosten der USA, wo das Virus seinen ersten Höhepunkt erreichte, deutlich gesunken ist, bleibt sie in vielen Bundesstaaten des Mittleren Westens und Südens weiterhin hoch – und es gibt Hinweise darauf, dass Studenten, die an große Standorte zurückkehren, dafür ein wichtiger Faktor sind.

In einer New York Times-Studie über 203 Bezirke in dem Land, in dem mindestens 10 Prozent der Bevölkerung aus Studenten besteht, erlebt etwa die Hälfte die schlimmsten Wochen der Pandemie seit dem 1. August. … (mehr (in engl.) und Quelle: NYTimes, 06.09.20)


Landkreis Oldenburg: Ausbruch in fleischverarbeitendem Betrieb

Nach einem Corona-Ausbruch des fleischverarbeitenden Betriebs Kurant in Munderloh (Gemeinde Hatten im Landkreis Oldenburg) hat der Landkreis alle Beschäftigten in Quarantäne geschickt. Bei insgesamt 113 Tests seien 14 Infektionen mit dem Virus festgestellt worden, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Sieben Betroffene leben demnach im Landkreis Oldenburg, sieben weitere in der Stadt Oldenburg. „Die Anzahl der Infektionen ist gemessen an der gesamten Belegschaft von rund 140 Personen hoch“, betonte Landrat Carsten Harings (parteilos).

Man habe für alle Mitarbeiter eine 14-tägige Quarantäne verhängt, weil keine Trennung der Beschäftigten wegen sich überschneidender Arbeitszeiten und den räumlichen Bedingungen möglich sei, so der Landrat. Dies bedeute, dass der Betrieb für diese Zeit ruhe. Nur die noch im Produktionsverlauf vorrätigen Fleischwaren dürften bis Montag in einer Schicht verarbeitet werden.

Wie genau die Infektionswege waren, habe noch nicht abschließend ermittelt werden können. Es gebe Hinweise auf Reiserückkehrer, dieser Ansatz werde derzeit nachverfolgt. „Dann wird auch klarer werden, warum so viele Mitarbeiter gleichzeitig positiv getestet wurden“, heißt es weiter. (Quelle: NDR, Kreiszeitung, 06.09.20)



Überblick am Abend

  • Fast 3.000 weitere Personen in Großbritannien haben Covid-19-positiv. Am Sonntag wurden 2.988 neue Fälle gemeldet – ein starker Anstieg und die höchste Anzahl neuer Fälle seit dem 23. Mai. E gibt jedoch nur wenige weitere Tüte; die Zahlen bleiben gering. Innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Test in den letzten 24 Stunden wurden zwei neue Todesfälle verzeichnet.
  • Israel wird in mehreren Städte Sperrungen einführen, nachdem es an diesem Wochenende den Meilenstein von 1.000 Tote durch Coronaviren überschritten hat. Die Regierung wird morgen über die erneuten Sperren festlegen.
  • Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Schottland ist nach Angaben der schottischen Regierung in den letzten 24 Stunden um 208 auf 21.397 gestiegen. Es wurden keine neuen Todesfälle bei Personen gemeldet, die in den letzten 28 Tagen positiv getestet wurden.
  • Die Labour Party und Wohltätigkeitsorganisationen fordern die Regierung in Großbritannien auf, den Pflegeheimen in England zu helfen, mehr Besucher zu empfangen, und zwar unter den weit verbreiteten Warnungen, dass die Isolation dazu führt, dass e immer mehr Bewohnern rapide schlechter geht.
  • Wales hat 98 neue Coronavirus-Fälle registriert, womit sich die Gesamtzahl der Nation auf 18.381 erhöht. Es gab keine neuen Todesfälle.
  • Die australische Regierung hat Covid-Impfstoffabkommen angekündigt, um 84,8 Mio. Dosen bereitzustellen. Das Land wird 84,8 Millionen Impfstoffdosen für 1,7 Milliarden US-Dollar kaufen, wenn sich zwei vielversprechende Covid-19-Impfstoffkandidaten als erfolgreich erweisen. (Quelle: The Guardian, 06.09.20)


Quakenbrück: Gymnasium nach Infektionen für zwei Tage geschlossen

Am Artland-Gymnasium in Quakenbrück haben sich nach Angaben des Landkreises Osnabrück vier Schülerinnen und Schüler mit dem Virus infiziert. Es wurde entschieden, den Schulbetrieb zunächst für zwei Tage – Montag und Dienstag – einzustellen. Zuvor hatte das Gesundheitsamt des Landkreises Celle an drei Schulen Beschränkungen verhängt, ein Verdachtsfall an einer Schule in Empelde in der Region Hannover bestätigte sich zudem. Schulschließungen gebe es im Raum Celle aber nicht. (Quelle: NDR, 06.09.20)


Italien verlängert Corona-Maßnahmen

Die italienische Regierung verlängert laut Medienberichten die zentralen Coronaschutz-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln. Viele bisherige Vorschriften galten offiziell nur bis Montag. Wie die Zeitung „Corriere della Sera“ schrieb, verlängert Ministerpräsident Giuseppe Conte die Vorschriften zur Bekämpfung der Virus-Pandemie in einem neuen Dekret bis 30. September.

Demnach gilt in Italien in öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Busse dürfen künftig bis zu 80 Prozent besetzt sein. Menschen sollen überall einen Abstand von mindestens einem Meter halten. Größere Ansammlungen sind weiter verboten.

Nach Angaben von „La Repubblica“ bleiben auch die Beschränkungen für Einreisende aus Kroatien, Griechenland, Spanien und Malta in Kraft. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorweisen. Außerdem werde das Verbot von Tanzveranstaltungen und Konzerten aufrecht erhalten. Auf Plätzen und an anderen Orten, wo sich abends oft viele Menschen draußen treffen, muss von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr ebenfalls ein Atemschutz getragen werden. Fußballspiele mit Fans bleiben verboten. (Quelle: Tagesschau, 06.09.20)


Katholische Kirche sammelt für Corona-Opfer

Die katholische Kirche hat zur Unterstützung von Menschen in Armut aufgerufen. In Deutschland hatten die Bischöfe gemeinsam mit Hilfswerken und Orden zu Solidarität mit Corona-Betroffenen in aller Welt und zu einer Sonderkollekte und Spenden aufgerufen.

Es gehe um ein Zeichen der Solidarität mit armen Menschen weltweit, „die von der Pandemie und ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen schwer gebeutelt werden“, schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, in einem Brief an die Pfarrgemeinden anlässlich des „Weltkirchlichen Sonntags des Gebets und der Solidarität“.

Corona treffe vor allem die Ärmsten mit aller Wucht, so Bätzing. „Nur schwer können sie sich vor dem Virus schützen, sie haben kaum Zugang zu Gesundheitseinrichtungen. Millionen und Abermillionen droht Hunger, weil sie nicht mehr für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa brauchen Hilfe.“

(Quelle: ARD, 06.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 17.266 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 6. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 48 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern ist keine weitere Personen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA damit inzwischen 665 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 15.147 der bislang gemeldeten Fälle (87,9 Prozent aller Infektionen). (Quelle: NDR, 06.09.20)



Umfrage: Knapp ein Drittel hat Hang zu Verschwörungstheorien

Knapp ein Drittel der Deutschen hat einer Umfrage zufolge einen Hang zu Verschwörungstheorien. Die Aussage „Es gibt geheime Mächte, die die Welt steuern“ fanden elf Prozent der Befragten richtig; 19 Prozent hielten sie für wahrscheinlich richtig. Das geht aus einer repräsentativen Befragung der Konrad-Adenauer-Stiftung hervor, aus der die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ zitiert.

Jeder Sechste konnte demnach die Frage nicht beantworten, um welche geheimen Mächte es sich dabei handele. 13 Prozent der Befragten dachten an Wirtschaftsunternehmen, Banken oder „das Finanzkapital“. Insgesamt zwölf Prozent nannten Geheimdienste wie die CIA, den Mossad oder den inzwischen aufgelösten KGB. Elf Prozent sprachen von „reichen Menschen“, „reichen Familien“ oder nannten einzelne Familien wie die Rockefellers oder die jüdische Familie der Rothschilds.

Der Glaube an Verschwörungstheorien ist offenbar nicht auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe beschränkt: „Wir finden dies in Ost und West, bei Alt und Jung, Männern und Frauen“, heißt es in der Umfrage. Weit verbreitet sei der Glaube an eine Weltverschwörung unter Anhängern der AfD: Unter ihnen hielt demnach eine Mehrheit von 56 Prozent den Verweis auf „geheime Mächte, die die Welt steuern“, für sicher oder wahrscheinlich richtig.

Unterdessen geht dem Bericht zufolge aus den vorläufigen Ergebnissen einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung hervor, dass etwa ein Drittel der Deutschen Verständnis für die Corona-Proteste aufbringen. Dazu seien zwischen Juni und Juli mehr als 2.000 Menschen befragt worden; die Ergebnisse lägen der Zeitung vor. Demnach sind zehn Prozent der Befragten bereit, sich an den Protesten zu beteiligen. 20 Prozent gaben an, Verständnis für die Demonstrationen aufzubringen. (Quelle: FAS, 06.09.20)


Israel: Mehr als 1.000 Tote

Die Zahl der Todesfälle in Israel im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat die Marke von 1000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sind 1007 Menschen gestorben. Am Samstag seien 1482 neue Infektionsfälle registriert worden. Die Zahl der Tests war allerdings an dem Ruhetag mit rund 15.000 etwa halb so groß wie an normalen Wochentagen. Am Mittwoch war mit 3168 Fällen ein neuer Rekordwert verzeichnet worden.

Der Anteil der positiven Tests steigt weiter. Er lag am Sonntag bei zehn Prozent. Angesichts der steigenden Fallzahlen will die israelische Regierung mit Lockdown-Maßnahmen in besonders betroffenen Orten die weitere Ausbreitung des Virus eindämmen. Das sogenannte Coronavirus-Kabinett entschied am Donnerstag, dass die schärferen Regeln von Montag an in 30 Orten mit hohen Infektionszahlen gelten sollten. (Quelle: ARD, 06.09.20)


Deutschland-Zahlen

In Deutschland wurden 988 Neuinfektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig – an Sonntagen sind die gemeldeten Fallzahlen nämlich erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das Robert Koch-Institut übermitteln. Damit steigt dem RKI zufolge die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 249.985. Es gab einen weiteren Todesfall, insgesamt starben bislang 9.325 Menschen an den Folgen des CoViD-19-Virus.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Samstag bei 1,0 (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,97 (Vortag: 0,94). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen
(Quelle: RKI, 06.09.20)


Südkorea: Neuinfektionen auf niedrigstem Stand seit drei Wochen

In Südkorea liegen die Neuinfektionen auf dem niedrigsten Stand seit drei Wochen. Das Zentrum für Seuchenkontrolle meldet 167 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Damit blieb die Zahl den vierten Tag in Folge unter 200. Südkorea hatte Ende August die Maßnahmen verschärft, um eine zweite Welle einzudämmen. Insgesamt wurden 21.177 Infektionen registriert, 334 Personen starben. (Quelle: Tagesschau, 06.09.20)


Impfstoff laut Sanofi für unter zehn Euro

Der künftige Corona-Impfstoff der Pharmakonzerne Sanofi und GSK soll weniger als zehn Euro pro Impfdosis kosten. Da Staaten bereit seien, die finanziellen Risiken der Impfstoff-Hersteller mitzutragen, sei es möglich, die Preise „so niedrig wie möglich“ zu halten, sagte der Präsident von Sanofi in Frankreich, Olivier Bogillot, dem Sender France Inter. Sanofi arbeitet bei der Corona-Impfstoff-Entwicklung mit dem britischen Unternehmen GSK zusammen.

Der britisch-schwedische Konkurrent AstraZeneca hatte für seinen potenziellen Impfstoff einen Preis von rund 2,50 Euro pro Dosis angekündigt. Bogillot erklärte den Unterschied damit, dass AstraZeneca die Produktion weitgehend ausgelagert habe, während Sanofi den Impfstoff nur mit eigenen Forschern und an eigenen Standorten entwickele und produziere.

Frankreich und Europa sollen Bogillot zufolge den Impfstoff zur gleichen Zeit wie die USA und Großbritannien erhalten. Für die USA seien etwa 100 Millionen Dosen vorgesehen, für Europa 300 Millionen und für Großbritannien 60 Millionen. (Quelle: TSP, 06.09.20)


Antisemitismus-Beauftragter fordert Bannmeile

Nach den Corona-Protesten von mitunter rechtsextremen Demonstranten auf der Treppe des Reichstagsgebäudes hat der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sich für einen besseren Schutz des Berliner Regierungsviertels ausgesprochen.

Die Einrichtung einer Bannmeile wie einst in Bonn bedeute nicht, sich zu verbarrikadieren, sagte Klein der „Welt am Sonntag. „Hier geht es um die Achtung der wichtigsten demokratischen Institution.“

Der Sitz des Bundestages sollte nach Kleins Ansicht „auch geschützt werden, wenn das Parlament keine Sitzungswoche hat“. Das gebiete „der Respekt vor der Institution“. Da rechtsextreme Kräfte die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen vereinnahmten, müsse die Politik außerdem „über höhere Auflagen und auch über Verbote nachdenken“. (Quelle: Tagesschau, 06.09.20)


Brasilien meldet mehr als 30.000 Neuinfektionen

Brasilien meldet 30.168 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. 682 weitere Personen seien an der durch das Virus ausgelösten Krankheit gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt zählt Brasilien 4,1 Millionen Infizierte und 126.203 Todesfälle. Das Land ist nach den USA weltweit am zweitstärksten von der Pandemie betroffen. (Quelle: Tagesschau, 06.09.20)



Frankreich-Zahlen

Das Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter stark aus. Das Gesundheitsministerium registrierte am Samstag 8550 Neuinfektionen nach 8975 Neuinfektionen am Vortag. Insgesamt haben sich nachweislich 317.706 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um zwölf auf 30.698. (Quelle: ARD, 05.09.20)


USA-Zahlen

Fast 50.000 Neuinfektionen In den USA sind binnen 24 Stunden 49.400 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt steckten sich damit 6,181 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus an, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Die Zahl der Todesopfer sei um 986 auf 187.159 gestiegen. Allerdings: Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden. (Quelle: CDC, 05.09.20)


Portugal: Höchste Neuinfektionszahl seit vier Monaten

Portugal meldet 486 neue Coronavirus-Infektionen an einem Tag. Es handelt sich um den höchsten Anstieg der Fallzahlen seit dem Ende der strengen Ausgangsbeschränkungen im Mai. Mittlerweile beträgt die Gesamtzahl der Infektionen 59.943 bei einer Bevölkerungszahl von etwa zehn Millionen, wie die portugiesische Gesundheitsbehörde mitteilte. Die Zahl der Todesfälle bezifferte die Behörde auf 1838. Die Mehrheit der neuen Corona-Infektionen sei in der Hauptstadt Lissabon registriert worden.

Ab Mitte September sind in Portugal wieder strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie geplant, da die Schule beginnt und viele Angestellte in ihre Büros zurückkehren. (Quelle: ARD, 05.09.20)


Laschet verteidigt Teilnahme an Feier in Sachsen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat seine Teilnahme an einer 30-Jahr-Feier des Landes Sachsen mit 2000 Gästen verteidigt. „Die Regeln in Sachsen sind andere als in Nordrhein-Westfalen“, sagte der CDU-Politiker vor dem Festkonzert im Stadion von Erzgebirge Aue. In Sachsen seien die Infektionszahlen sehr viel geringer, deshalb könne man dort ein solches Konzert im Freien zulassen. „Bei uns ist es derzeit noch nicht möglich“, fügte Laschet hinzu. „Das ist gelebter Föderalismus.“

Laschets Teilnahme an der Feier hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt, weil in Nordrhein-Westfalen noch sehr viel strengere Corona-Regeln für Großveranstaltungen gelten. „Wie glaubwürdig ist ein Ministerpräsident, der in seinem Bundesland Wasser predigt und Großveranstaltungen untersagt, aber selbst auf einer Party mit 2000 Gästen in Sachsen Geburtstagswein trinkt?“, fragte der nordrhein-westfälische SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty. (Quelle: WDR, 05.09.20)


Nirgendwo steigen die Fallzahlen so schnell wie in Indien

In Indien ist die Zahl der Corona-Infektionsfälle auf über vier Millionen gestiegen. Am Samstag wurde nach Behördenangaben mit 86.432 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ein neuer Rekordanstieg gemeldet. Insgesamt haben sich dort nun 4.023.179 Menschen mit dem Virus infiziert. Damit ist Indien das dritte Land weltweit, in dem die Infektionsfälle die Vier-Millionen-Marke überschritten haben. Mehr als 69.500 Patienten sind an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben.

Am schwersten betroffen weltweit sind die USA mit mehr als 6,3 Millionen Fällen und Brasilien mit 4,1 Millionen Infizierten. Experten gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer bei den Infektionsfällen in Indien sehr hoch ist, da verhältnismäßig wenig getestet wird.

Die Zahl der Infizierten in Indien stieg binnen nur 13 Tagen von drei auf vier Millionen – so schnell wie in keinem anderen Land. Dennoch hat die indische Regierung die wegen der Corona-Krise verhängten Beschränkungen inzwischen gelockert, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. (Quelle: TSP, 05.09.20)


Bund und Länder wollen 5000 neue Stellen im Gesundheitsdienst

Bund und Länder wollen als Konsequenz aus der anhaltenden Corona-Pandemie bis Ende 2022 mindestens 5000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) schaffen. In einem ersten Schritt solle es bis zum 31. Dezember 2021 mindestens 1500 Stellen für Ärzte, weiteres Fachpersonal und Verwaltungsmitarbeiter geben, teilten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD), in Berlin mit.

Neben den neuen Stellen geht es um eine bessere Digitalisierung der Gesundheitsämter und -behörden sowie darum, die Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiver zu machen und zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Die 375 Gesundheitsämter spielen etwa beim Verfolgen von Infektionsketten sowie bei Anordnungen von Tests und Quarantäne eine wesentliche Rolle.

Der schwarz-rote Koalitionsausschuss hatte sich am 22. Juni darauf geeinigt, für die Umsetzung eines „Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ insgesamt vier Milliarden Euro bis zum Jahr 2026 zur Verfügung zu stellen. Im Bund-Länder-Beschluss heißt es nun, die an dem Pakt Beteiligten seien sich einig, dass für dessen Umsetzung die Mitwirkung der kreisfreien Städte und Landkreise wesentlich sei.

„Wir wollen deutlich mehr Stellen im Gesundheitsdienst schaffen und die technische Ausstattung weiter verbessern“, sagte Bundeskanlerin Angela Merkel (CDU) dazu in ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft. Zugleich würdigte die Kanzlerin den „großartigen Beitrag“ der Gesundheitsämter vor Ort bei der Bekämpfung der Pandemie.(Quelle: TSP, 05.09.20)


Fußball-Nationsleague: Tschechien stellt Ersatzteam auf

Tschechien wird eine Ersatzmannschaft für das Heimspiel in der Nations League am kommenden Montag nominieren. Die ursprünglich vorgesehenen Spieler dürfen wegen zweier Corona-Fälle im Betreuerteam nicht antreten. Noch am Samstagmittag war eine Absage des Spiels befürchtet worden.

Am Nachmittag gab der tschechische Fußballverband jedoch zunächst über Twitter eine erste Entwarnung und konkretisierte dann auf seiner Internetseite: „Nach Gesprächen mit der UEFA wurde entschieden, dass das Spiel am Montag gegen Schottland zum ursprünglich geplanten Termin stattfinden kann. Der tschechische Fußballverband steht nun in enger Kommunikation mit den Clubs, um zu klären, welche Spieler für das Nationalteam antreten können.“ (Quelle: TSP, 05.09.20)


Russland verzeichnet vierthöchste Zahl an Corona-Fällen weltweit

Die russischen Behörden melden einen Anstieg der bestätigten Corona-Infektionen um 5.205 auf nunmehr 1.020.310. Das ist die vierthöchste Zahl an Corona-Fällen weltweit. Die Zahl der Toten ist den Angaben zufolge binnen 24 Stunden um 110 auf 17.759 gestiegen. (Quelle: ARD, 05.09.20)


Bundespräsident Steinmeier regt Gedenkfeier für Corona-Opfer an

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine offizielle Gedenkstunde für die Corona-Opfer in Deutschland ins Gespräch gebracht. „Der Corona-Tod ist ein einsamer Tod“, sagte Steinmeier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Viele Patienten in Krankenhäusern und Altenheimen seien ohne den Beistand ihrer Angehörigen gestorben, die Hinterbliebenen hätten nicht Abschied nehmen können. „Wir müssen den Menschen in ihrer Trauer helfen – und darüber nachdenken, wie wir unser Mitgefühl ausdrücken können.“

Wann dafür der richtige Zeitpunkt sei und ob etwa eine Gedenkstunde der richtige Rahmen sei, werde er mit den Vertretern der anderen Verfassungsorgane besprechen, sagte Steinmeier. Man dürfe die Trauer der Angehörigen nicht vergessen. „Wir haben 9300 Tote zu beklagen.“ Das seien zwar niedrigere Todeszahlen als anderswo. „Aber es sind in sechs Monaten dreimal so viel wie die jährlichen Verkehrstoten. Das sollten wir nicht übersehen.“ Ohnehin würden die Zahlen jene nicht trösten, die gerade einen geliebten Menschen verloren hätten.

Update:
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sieht die Zeit für ein staatliches Gedenken an die Corona-Toten noch nicht gekommen. „Es ist zu früh, jetzt über eine Gedenkstunde für die Opfer der Corona-Pandemie zu sprechen. Schließlich ist Deutschland noch mitten in der Krise“, sagte Vorstand Eugen Brysch.(Foto CC s. Archiv vom 03.05.20; Quelle: TSP, 05.09.20; ARD, 07.09.20)


Gemeinsame Sicherheits-Verpflichtung von Pharmafirmen bei Corona-Impfstoff

Mehrere Pharmafirmen bereiten einem Zeitungsbericht zufolge eine gemeinsame öffentliche Verpflichtung zu hohen Sicherheitsstandards bei Corona-Impfstoffen vor. Für die Impfstoffkandidaten solle erst eine Zulassung beantragt werden, wenn sie sicher und wirkungsvoll seien, berichtete das „Wall Street Journal“. Bei den klinischen Studien und der Herstellung sollten hohe wissenschaftliche und ethische Standards zugrunde liegen, zitierte die Zeitung aus einem Entwurf für die Erklärung. Die Konzerne, darunter Pfizer, Johnson & Johnson sowie Moderna, könnten ihr Versprechen bereits in der kommenden Woche veröffentlichen, hieß es unter Berufung auf zwei mit den Überlegungen vertraute Personen. (Quelle: KStA, 05.09.20)


Hongkong wählt nicht, sondern testet

In Hongkong war eigentlich für Sonntag die Wahl eines neuen Parlaments angesetzt – doch diese wurde verschoben, aus Angst vor der Verbreitung des Coronavirus. Stattdessen sollen die Hongkonger zu einem Massentest in eins von 140 Testzentren kommen. Das pro-demokratische Lager zu hat zum Testboykott aufgerufen – es fürchtet einen Missbrauch der Daten durch Chinas kommunistische Führung.

Eigentlich sollten die Hongkonger am Sonntag ein neues Parlament wählen – doch das wurde verschoben. (Quelle: ARD, 05.09.20)


Neuinfektionen in Ukraine auf Höchststand

Die Ukraine verzeichnet einen Rekordanstieg bei neuen Infektionen mit dem Coronavirus. Binnen 24 Stunden seien 2836 Fälle hinzugekommen, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. In dem Land gilt bis zum 28. September ein Einreiseverbot für die meisten Ausländer, außerdem wurden die Corona-Einschränkungen bis Ende Oktober verlängert, um das Virus einzudämmen. (Quelle: Tagesschau, 05.09.20)


Deutschland will Textilindustrie in Dritte-Welt-Ländern helfen

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat Corona-Hilfen in allerdings niedriger Höhe für die Textilindustrie in Entwicklungsländern angekündigt. „In dieser schwierigen Lage unterstützen wir sieben besonders betroffene Länder bei der Stabilisierung des wirtschaftlich wichtigen Textilsektors mit 14,5 Millionen Euro und helfen so zwei Millionen Menschen“, sagte der Politiker in einem Interview.

„Junge Mütter und besonders armutsgefährdete Beschäftigte erhalten beispielsweise einmalige Unterstützungszahlungen.“ Außerdem würden die Kapazitäten für Corona-Tests ausgebaut. (Quelle: Tagesschau, 05.09.20)


Niedersachsen prüft Verlängerung der Regelstudienzeit

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler prüft, den etwa 210.000 Studierenden im Land wegen der Corona-Pandemie mit einem Freisemester entgegenzukommen. „Ich halte eine Verlängerung der Regelstudienzeit für denkbar“, sagte der CDU-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Unabhängig davon, wann die Hochschulen in den Regelbetrieb zurückkehren werden, würde es in jedem Fall nur eine einmalige Verlängerung um ein Semester geben, stellte Thümler klar. (Quelle: NOZ, 05.09.20)


Deutschland-Zahlen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Samstagmorgen 1.378 neue Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 248.997 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert (Datenstand 5.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.324. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet.

Bis Samstagmorgen hatten etwa 222.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Freitag bei 0,85 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. (Quelle: RKI, 05.09.20)


Indien überschreitet Vier-Millionen-Marke

In Indien ist die Zahl der Corona-Infizierten auf mehr als vier Millionen gestiegen. Laut Johns-Hopkins-Unversität wurden 4.023.179 Fälle registriert. Damit rückt Indien näher an Brasilien, das derzeit das Land mit den zweitmeisten Infektionsfällen der Welt ist.

Brasilien registriert derzeit 4.091.801 Fälle. An der Spitze liegen die USA mit mehr als 6,2 Millionen Infizierten. Das indische Gesundheitsministerium meldete mehr als 1000 neue Todesfälle. Verbreitete sich das Coronavirus zunächst meist in großen Städten, ist inzwischen das ganze Land betroffen. (Quelle: Tagesschau, 05.09.20)


Überblick am Freitagabend

  • Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte, die UN-Organisation würde niemals einen Impfstoff befürworten, der sich angesichts der Besorgnis über die Eile, ein Gegenmittel für CoViD-19 zu entwickeln, nicht zuvor als sicher und wirksam erwiesen hat. Ghebreyesus forderte erneut die Länder auf der ganzen Welt auf, sich zusammenzuschließen, um das Coronavirus zu bekämpfen, und sagte, dass der „Impfstoff-Nationalismus“ die Reaktion auf die Pandemie nur verlangsamen würde.
  • Der US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden gab zum ersten Mal öffentlich bekannt, dass er mindestens einmal auf CoViD-19 getestet wurde, und versprach, dass er sich während seines Wahlkampfs gegen US-Präsident Donald Trump regelmäßig wird testen lassen. Der demokratische Präsidentschaftskandidat sagte dies zu Reportern während einer Pressekonferenz, in der er Trump für das Bagatellisieren des Coronavirus kritisierte.
  • Italien verzeichnete am Freitag 1.733 neue Coronavirus-Fälle, den höchsten täglichen Anstieg seit dem 2. Mai, sowie 11 Todesfälle.
  • In Spanien hat das Gesundheitsministerium seit gestern 10.476 neue Fälle gemeldet, was die Gesamtzahl auf 498.989 erhöhte. In der vergangenen Woche gab es 256 weitere Corona-Tote, wodurch sich die Zahl der Todesopfer auf 24.918 erhöht. Die Region Madrid ist nach wie vor am stärksten betroffen und macht 31.538 der 101.962 Fälle aus, die in den letzten zwei Wochen neu festgestellt wurden.
  • Die Gesundheitsbehörden in Frankreich meldeten am Freitag 8.975 neue bestätigte Coronavirus-Fälle. Das ist ein 24-Stunden-Allzeithoch an eNuinfektionen, seit sich die Pandemie am Ende des Winters in dem Land ausbreitete. Die Zahl der Menschen, die wegen der Krankheit ins Krankenhaus eingeliefert wurden, stieg den sechsten Tag in Folge auf 4.671 gestiegen, obwohl sie aber immer noch deutlich unter dem Höchststand vom 14. April von 32.292 liegt.
  • Der Irak meldet am Freitag den höchsten eintägigen Anstieg an CoViD-19-Fällen seit Beginn der Pandemie, was die Behörden dazu veranlasste, Krankenhäuser zu warnen, dass sie in den kommenden Tagen möglicherweise die Kontrolle verlieren. Nach Angaben des irakischen Gesundheitsministeriums wurden am Freitag 5.036 neue Coronavirus-Infektionen bestätigt, wodurch sich die Gesamtzahl der Fälle im ganzen Land auf 252.075 erhöhte. 191.368 gelten als genesen, aber 7.359 Menschen sind an dem Virus gestorben.
  • In Australien ist die Polizei im Bundesstaat Victoria weiter gegen die am Samstag in Melbourne geplanten Anti-Lockdown-Proteste vorgegangen, während Premierminister Daniel Andrews die Menschen davor warnte, an den Kundgebungen teilzunehmen. Der Staat, der einen heftigen Ausbruch der zweiten Welle durchgemacht hat, meldete am Samstag 76 neue Fälle und 11 Todesfälle. (Quelle: The Guardian, 04.09.20)

Mosambik lockert

Mosambik wird nächste Woche den im April verhängten Ausnahmezustand aufheben. er war angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Die Aufhebung kündigte Präsident Filipe Nyusi in einer Fernsehansprache an. Nyusi sagte, der Ausnahmezustand werde am Sonntagabend enden, da die Infektionen im Vergleich zu den Nachbarländern in der Region kaum zugenommen hätten.

„Wir sind stolz auf die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen“, sagte Präsident Nyusi.

Insgesamt 4.265 Coronavirus-Fälle wurden in Mosambik diagnostiziert, darunter 26 Tote – also viel weniger als im benachbarten Südafrika, wo 635.000 Infektionen aufgetreten sind.

Das Land im südöstlichen Afrika will am Montag auch seine Grenzen wieder öffnen und internationale Flüge ermöglichen. Die Strände werden ebenfalls wieder geöffnet und Gottesdienste sind mit bis zu 250 Personen erlaubt. (Quelle: The Guardian, 04.09.20)


(04.09.20)


Neues von Sputnik V

Russlands „Sputnik-V“ Covid-19-Impfstoff erzeugte nach Angaben der Fachzeitschrift Lancet Medical Journal bei allen Teilnehmern an Studien im Frühstadium eine Antikörperreaktio. Die Ergebnisse der beiden Studien, die von Juni bis Juli dieses Jahres durchgeführt wurden und an denen 76 Teilnehmer teilnahmen, zeigten, dass 100% der Teilnehmer Antikörper gegen das neue Coronavirus entwickelten und keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auftraten, schreibt der Lancet.

„Die beiden 42-Tage-Studien mit jeweils 38 gesunden Erwachsenen ergaben bei den Teilnehmern keine schwerwiegenden Nebenwirkungen und bestätigten, dass die Impfstoffkandidaten eine Antikörperantwort entwickelten“, heißt es im Lancet. Aber: „Große Langzeitstudien, einschließlich eines Placebo-Vergleichs und weiterer Überwachung, sind erforderlich, um die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs zur Verhinderung einer Covid-19-Infektion festzustellen.“

Der Name des russischen Impfstoffs („Sputnik-V“) ist eine Hommage an Sputnik, den weltweit ersten Satelliten aus der Sowjetunion. Russland hatte den „Two-Shot-Jab“ im August als erstes Land als Impfstoff zugelassen, bevor dazu valide Daten veröffentlicht oder ein Großversuch begonnen worden war. Dies war weltweit heftig kritisiert worden Zahlreiche Experten und die WHO hatten vor seiner Verwendung gewarnt, bis alle international anerkannten Tests und behördlichen Maßnahmen durchgeführt seien.

Mit den zum ersten Mal in einer internationalen Fachzeitschrift veröffentlichten Ergebnissen und einem 40.000-köpfigen späteren Großversuch, der letzte Woche gestartet wurde, sagte ein hochrangiger russischer Beamter, habe man sich seinen Kritikern im Ausland gestellt:

„Mit dieser (Veröffentlichung) beantworten wir alle Fragen des Westens, die in den letzten drei Wochen fleißig gestellt wurden, offen gesagt mit dem klaren Ziel, den russischen Impfstoff zu trüben“, sagte Kirill Dmitriev, der Leiter des russischen Direktinvestitionsfonds ( RDIF), Russlands Staatsfonds, der den Impfstoff unterstützt hat. „Alle Fragen sind abgehakt“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. „Jetzt … fangen wir an, Fragen zu einigen der westlichen Impfstoffe zu stellen.“ (Quelle: The Guardian, 04.09.20)


WHO: Keine allgemeine Impfung bis Mitte 2021

Die Weltgesundheitsorganisation hat erklärt, erst Mitte nächsten Jahres mit weit verbreiteten Impfungen gegen Coronaviren zu rechnen. Zugleich betonte die UN-Organisation, wie wichtig strenge Kontrollen der Wirksamkeit und Sicherheit von neuen Impfstoffen seien.

„Wir erwarten erst Mitte nächsten Jahres eine umfassende Impfung“, sagte Sprecherin Margaret Harris bei einem Briefing in Genf gegenüber Journalisten. „Die Phase 3 muss länger dauern, da wir sehen müssen, wie wirklich schützend der neue Impfstoff ist und wie sicher er ist“, fügte sie unter Hinweis auf notwendige klinische Impfstoffstudien hinzu. (Quelle: The Guardian, 04.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 04.09.2020, 09.30 Uhr

Drei neue Infektionen im Emsland seit gestern, die Zahl der als genesen Geltenden steigt um sieben. Aktuell sind daher in der Summe 39 (-4) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 609, umgerechnet auf 100.000 sind dies 187,4. Ihnen stehen 545 Genesene (+ 7) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich 370 Emsländer*innen (+20) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen(Ems) sind die Corona-Zahlen unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 14 12 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 19 19 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 52 39 1 12
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 95 88 4 3
Stadt Meppen 90 80 4 6
Samtgemeinde Nordhümmling 11 11 0 0
Stadt Papenburg 47 36 2 9
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 27 21 0 6
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 23 2 0
Samtgemeinde Werlte 39 37 0 2
Gesamt* 609 (+3) 545 (+7) 25 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 39

(04.09.20)


Zusammenfassung am Morgen

  • Brasilien hat jetzt mehr als 4 Millionen bestätigte Fälle von Coronavirus, wovon 43.773 neue Fälle und 834 Todesfälle aufgrund der durch das Virus verursachten Krankheit in den letzten 24 Stunden gemeldet wurden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.
  • Israel kündigte am Donnerstag neue Lockdow-Maßnahmen an, die 30 Gebiete betreffen, da das 9-Millionen-Einwohner-Land mit einer der weltweit höchsten pro Kopf festgestellten Infektionsraten und einer Zahl von fast 1.000 Todesopfern zu kämpfen hat. Ab Montag sind Reisen aus 30 als „rot“ eingestuften Gebieten begrenzt und alle „nicht wesentlichen Unternehmen“ werden geschlossen.
  • In Australien sind im Bundesstaat Victoria in den letzten 24 Stunden 81 neue Coronavirus-Fälle und 9 Todesfälle registriert worden. Es kamen allerdings 50 Todesfälle von Menschen hinzu, die bereits im Juli und August in Altenpflegeeinrichtungen verstorben sind.
  • Neuseeland behält die derzeitigen Corona-Beschränkungen bis Mitte September bei. Premierministerin Jacinda Ardern sagte dies am Freitag. Die größte Stadt, Auckland, wird „in Alarmstufe 2.5“ bleiben, während der Rest des Landes „in Alarmstufe 2.0“ sein wird, sagte Ardern auf einer Pressekonferenz. Diese Einstufungen würden am 14. September überprüft, sagte sie.
  • Frankreich registriert zum zweiten Mal innerhalb von dreieinhalb Wochen innerhalb von 24 Stunden mehr als 7.000 neue Coronavirus-Infektionen, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit, während die Krankenhauseinweisungen für das Virus ebenfalls wieder zunahmen.
  • Der Schauspieler Robert Pattinson ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Die die Produktion des Warner Bros-Films The Batman in Großbritannien wurde unterbrochen, berichten US-Medien.
  • Die Gesundheitsbehörden der USA bereiten sich auf die Einführung des Impfstoffs „bereits Ende Oktober“ vor. Der potenzielle Coronavirus-Impfstoff soll zuerst an Hochrisikopersonen verteilt werden.
  • Kontaktverfolgungs-Apps können die Verbreitung von Covid-19 stark reduzieren, selbst wenn nur wenige Menschen sie verwenden. Dies ergab eine am Donnerstag von Forschern von Google und der Universität Oxford veröffentlichte Studie. Eine App, die von 15% der Bevölkerung zusammen mit einer gut besetzten Belegschaft zur Kontaktverfolgung verwendet wird, kann laut statistischer Modellierung zu einem Rückgang der Infektionsraten um 15% und der Covid-19-Todesfälle um 11% führen.
  • Mexiko ist weltweit führend bei CoViD-19-Todesfällen von Beschäftigten im Gesundheitswesen, sagte Amnesty International in einem neuen Bericht. Dem Bericht zufolge hat Mexiko bisher 1.320 bestätigte Todesfälle bei Gesundheitspersonal aus Covid-19 gemeldet und die USA mit 1.077, Großbritannien mit 649 und Brasilien mit 634 übertroffen.
  • Thailand meldet den ersten örtlich übertragenen Fall seit 100 Tagen, nachdem bestätigt wurde, dass ein Gefängnisinsasse CoViD-19 hat. Dutzende von Kontakten werden derzeit getestet, darunter seine Familienmitglieder, Personen, die er vor Gericht getroffen hat, und andere Insassen. Er war am 26. August wegen eines Drogendelikts festgenommen worden.
  • Griechenland und Portugal bleiben auf Englands Liste der quarantänefreien Reisen. Englischen Touristen in Griechenland und Portugal wurden die Kosten und das Chaos erspart, nach Großbritannien zurückzukehren, nachdem die britische Regierung den Erwartungen widersprochen und vorerst quarantänefreie Reisen aus beiden Ländern aufrechterhalten hatte. (Quelle: The Guardian, 04.09.20)

Corona: Weltweit Tausende Mitarbeiter im Gesundheitswesen gestorben

Die Coronavirus-Pandemie hat weltweit auch das Leben Tausender Ärzte, Pfleger und medizinischer Mitarbeiter gefordert. Zu diesem Schluss kommt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Sie spricht von mindestens 7000 Todesopfern in diesen Berufsgruppen.

Die meisten Opfer im Gesundheitswesen habe es mit mehr als 1300 Toten in Mexiko gegeben, hieß es von der Organisation weiter. In dem Land seien vor allem Reinigungskräfte in Krankenhäusern gefährdet, weil sie nicht mit der notwendigen Schutzkleidung ausgestattet würden.

Aber auch der Gesundheitssektor in den USA und in Großbritannien habe viele Todesopfer durch das Virus verzeichnet: In den USA seien nachweislich mehr als 1000 Ärzte oder medizinische Mitarbeiter an Covid-19 gestorben, in Großbritannien seien es fast 650 gewesen. (Quelle: AI, 04.09.20)



Gesundheitspolitiker debattieren Verkürzung von Corona-Quarantänezeit

Gesundheitspolitiker aus mehreren Fraktionen haben sich dafür ausgesprochen, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen. „Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen“, sagte der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach der „Welt“. „Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist.“

Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte für eine Verkürzung plädiert, um die Akzeptanz der Maßnahmen in der Gesellschaft zu erhalten. Mit diesem Vorschlag gehe er „bis an die Schmerzgrenze der Epidemiologie“, sagte er am Dienstag dem NDR. Drosten regte zudem an, die fünf Tage nicht für Tests zu „verschwenden“, sondern erst nach Ablauf zu testen, ob die Betroffenen infiziert wurden und noch infektiös sind. (Quelle: NDR, 04.09.20)


Deutschland-Zahlen

Im Vergleich zu den Fallzahlen der vergangenen Tage meldete das Robert Koch-Institut heute eine vergleichsweise niedrige Zahl an Neuinfektionen. Demnach hätten die Gesundheitsämter in den vergangenen 24 Stunden 782 bestätigte Corona-Fälle verzeichnet. Gestern hatte das RKI noch mehr als 1300 Neuinfektionen gemeldet, am Mittwoch wurden rund 1250 neue Corona-Fälle erfasst.

Damit haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie in Deutschland fast 246.950 Menschen mit dem Erreger angesteckt. Mehr als 9300 Betroffene starben, nachdem sie sich infiziert hatten. (Quelle: RKI, 04.09.20)


Indien-Zahlen

Indien meldet am Freitag einen täglichen Anstieg von 83.341 Coronavirus-Infektionen. Es ist der zweite Tag in Folge mit mehr als 80.000 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl steigt damit auf 3,94 Millionen, wie Daten des Gesundheitsministeriums zeigen, und näher sich damit dem wektweit am zweitstärksten betroffenen Brasilient.

Das Ministerium sagte, 1.096 Menschen starben an Covid-19, was den Tribut auf 68.472 erhöhte. (Quelle: The Guardian, 04.09.20)


Nrasilien: Mehr als 4 Millionen

Die Zahl der verzeichneten Coronavirus-Infektionen in Brasilien hat die Schwelle von vier Millionen Fällen überschritten. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden fast 44.000 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl stieg damit auf 4,04 Millionen.

Allerdings gibt es leichte Hoffnungen, dass der Höhepunkt der Virus-Ausbreitung vorerst überschritten sein könnte. Dem Ministerium zufolge gingen die täglichen Infektionsraten zuletzt etwas zurück. Auch sanken im größten lateinamerikanischen Land seit Ende August die Zahlen der täglich neu registrierten Corona-Toten. Monatelang hatten diese bei jeweils mehr als 1000 Fällen gelegen. In der vergangenen Woche betrug der tägliche Schnitt laut Gesundheitsministerium dann 869. (Quelle: ARD, 03.09.20)



#GERESP: Symbolbild


Zusammenfassung am Abend

  • Laut Johns-Hopkins-Universität sind inzwischen weltweit 860.000 Todesfälle verzeichnet, zurzeit sind es 864.415. Die höchste Todeszahl ist in den USA zu verzeichnen, wo 186.185 Menschen gestorben sind. Es gibt weltweit 26.112.402 Infektionen.
  • Die Zahl der Todesopfer in Covid-19 in Asien liegt bei 100.667 (Donnerstag: 9.00 Uhr GMT) bei 5.420.803 offiziell gemeldeten Fällen, wovon 4.255.760 ehemals Infizierte als geheilt gelten.
  • Indien meldete am Donnerstag einen täglichen Anstieg von 83.883 Coronavirus-Infektionen auf jetzt insgesamt3,85 Millionen, nur 100.000 nach Brasilien, der am zweithäufigsten betroffenen Nation der Welt. Das ergibt sich aus Daten des Gesundheitsministeriums. Laut Johns-Hopkins-Universität ist dies die zweithöchste Gesamtzahl, die jemals auf der Welt gemeldet wurde.
  • Die Gesundheitsbehörden der USA sollen die Verteilung der Impfstoffe im November vorbereiten. Berichten zufolge wurde Gesundheitsbeamten in den USA mitgeteilt, dass sie bis November einen Coronavirus-Impfstoff erwarten sollten, der Gesundheitspersonal und Risikogruppen zur Verfügung steht. Von kritikern wird angenommen, dass der beschleunigte Impfstoffentwicklungsprozess politisiert worden ist.
  • Frankreich plant, 100 Mrd. EUR (118 Mrd. USD) auszugeben, um seine Wirtschaft aus dem tiefen, durch Coronaviren verursachten Einbruch herauszuholen. Die staatlichen Gelder entsprechen 4% des Bruttoinlandsprodukts; damit stckt Frankreich mehr öffentliches Geld in seine Wirtschaft als jedes andere große europäische Land.
  • Thailand meldete seinen ersten lokal übertragenen Coronavirus-Fall seit 100 Tagen. Ein Gefängnisinsasse hat sich mit Covid-19 infiziert. Der 37-Jährige wurde am Mittwoch in einem Gesundheitszentrum im Gefängnis positiv getestet. Dutzende seiner Kontakten werden derzeit getestet, darunter seine Familie, Personen, die er vor Gericht getroffen hat, und andere Insassen.
  • Das französische Pharmaunternehmen Sanofi startet nach vielversprechenden Vorversuchen Versuche am Menschen mit einem potenziellen Coronavirus-Impfstoff, den es in Zusammenarbeit mit GlaxoSmithKline entwickelt hat. Ein Impfstoff auf Proteinbasis von Sanofi zur Behandlung von Influenza wurde mit einem von GSK entwickelten Add-On kombiniert, das als Adjuvans bekannt ist und die Immunantwort des Empfängers stärkt.
  • Mexiko ist weltweit vorn bei Todesfällen durch Coronaviren unter den Beschäftigten im Gesundheitswesen, berichtet Amnesty International in einem neuen Bericht. Dem Bericht zufolge hat Mexiko bisher 1.320 bestätigte Todesfälle bei Gesundheitspersonal aus Covid-19 verzeichnet und übertrifft die USA mit 1.077, das Vereinigte Königreich mit 649 und Brasilien mit 634.
  • Frankreich registrierte innerhalb von 24 Stunden erneut innerhalb von zwei Tagen mehr als 7.000 neue Coronavirus-Infektionen, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit, während die Krankenhauseinweisungen für das Virus ebenfalls zunahmen. Auch die Zahl der Menschen auf der Intensivstation mit der Krankheit stieg am fünften Tag in Folge erneut um 18 auf 464. (Quelle: The Guardian, 03.09.20)

Im Bus ohne Maske – Das ist teuer

Weil keiner der 14 Reisenden in einem Bus einen Mund-Nasen-Schutz trug, werden nun voraussichtlich Bußgelder in Höhe von 8500 Euro fällig. Bayerische Fahnder hatten an der Raststätte Mitterteich an der A93 den Bus eines Berliner Unternehmens kontrolliert, der Urlauber von einer Kreuzfahrt in Passau abgeholt hatte und auf dem Weg zurück in die Hauptstadt war. Die Fahrgäste erwartet nun ein Bußgeld von je 250 Euro, das Busunternehmen ein solches von 5000 Euro. Nach der Kontrolle konnte die Gruppe weiterfahren – mit Maske. (Foto: CC Archiv 12.04.20; Quelle: Tagesschau, 03.09.20)



Norwegen: Kreuzfahrtschiffe dürfen Spitzbergen nicht mehr anlaufen

Norwegen schränkt im Zuge der Corona-Pandemie den Kreuzfahrttourismus weiter ein. Auf der Inselgruppe Spitzbergen (nrwg. Svalbard) in der Arktis dürfen See-Touristen fortan nicht mehr an Land gehen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Die Entscheidung gelte vorerst bis zum 1. November. Tagesausflüge mit Booten, die von Svalbard aus starten, seien davon ausgenommen.

Seit einem Corona-Ausbruch auf einem Hurtigruten-Schiff im Juli erlaubt Norwegen den Kreuzfahrtverkehr entlang seiner Küste nur noch nach strengen Auflagen. Die Schiffe dürfen nur die Hälfte an Passagieren aufnehmen, maximal aber 200 Personen inklusive Besatzung. Landgänge sind nur möglich, wenn die Schiffe in norwegischen Häfen gestartet sind. Kommt ein Schiff aus einem ausländischen Hafen, sind Landgänge generell nicht möglich. Einreisende aus Deutschland müssen in Norwegen für zehn Tage in Quarantäne. (Quelle: ARD; 03.09.20)


Coronazis drohen Pflegeheim

Das private Pflegeheim Haus Itzstedt im Kreis Segeberg hat einer Mitarbeiterin außerordentlich gekündigt, die an der Berliner Coronademo teilnahm, danach erkrankt war, aber einen Test ablehnte. Nun wird das Heim bedroht. Die Frau hatte sich wegen einer Erkältung krank gemeldet. Vorher war sie auf der großen Demonstration gegen die Coronamaßnahmen am vergangenen Wochenende in Berlin gewesen, bei der Demonstrant*innen sich nicht an die Auflagen zum Infektionsschutz gehalten hatten.
Die Frau hatte extra ihre Schicht getauscht, heißt es von der Leitung. Durch einen Mitarbeiter des Heims habe man davon erfahren. Das Pflegeheim hat daraufhin von der erkrankten Mitarbeiterin einen Coronatest gefordert, welchen sie laut der stellvertretenden Heimleiterin Christiane Warneke ohne Grund verweigerte.

„Wenn man sich mit den Leuten auf der Demo beschäftigt, versteht man schnell, wieso sie keinen wollte“, sagt Warneke. Die Leitung hat kurzerhand mit einer Kündigung reagiert. „Das war eine Massenveranstaltung. Wir sind ein Pflegeheim. Das geht nicht.“ (mehr und Quelle, taz 03.09.20)


Bayerische Testergevnisse wieder mit großen Verzögerungen

(03.09.20)


Mehr als 1000 neue Fälle an US-Universität

An der Universität von South Carolina ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Mehr als 1000 Studenten wurden laut Angaben der US-amerikanischen Universität positiv getestet, die Positivrate der Tests betrug zwischen dem 28. und 31. August fast 28 Prozent. Dort studieren derzeit mehr als 35.000 Studenten.

Grund für den Ausbruch sollen Partys, unter anderem von Studentenverbindungen, sein, auf denen sich Studenten nicht an die geltenden Corona-Regeln gehalten haben. 15 Studenten sollen bereits vorübergehend suspendiert worden sein. Neun der 20 Häuser der Studentenverbindungen wurden der „New York Times“ zufolge unter 14-tägige Quarantäne gestellt. (Quelle: TSP, 03.09.20)


Emsland: 40 Schüler und Lehrer in Quarantäne

Im Landkreis Emsland sind zwei Schulklassen nach positiven Corona-Tests in Quarantäne. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, sind an der Oberschule Haren und der Berufsbildenden Schule Meppen insgesamt 40 Schüler und Lehrkräfte betroffen. Sie befinden sich im Homeoffice beziehungsweise werden zu Hause unterrichtet, teilte die Landesschulbehörde mit. Nach Angaben des Landkreises waren Schüler nach Osteuropa-Reisen positiv getestet worden. Die Ergebnisse hätten aber erst nach Beginn des Schuljahres vorgelegen. (Quelle: NDR. 03.09.20)



Dänemark öffnet Grenzübergänge zu Deutschland

Dänemark will alle Grenzübergänge zu Deutschland und Schweden so schnell wie möglich wieder öffnen. Das teilte die Reichspolizei mit. Kontrollen sollen nur noch stichprobenartig erfolgen.

Dänemark hatte Mitte März seine Landesgrenzen nahezu geschlossen und Mitte Juni lediglich drei der 13 Grenzübergänge wieder geöffnet. Deshalb kam es immer wieder zu Staus an den Kontrollstationen. Mit den Maßnahmen sollen die Wartezeiten für Einreisende verkürzt werden. Auf den internationalen Flughäfen in Dänemark werde die Polizei weiterhin fest stationiert sein, sagte die Polizei. (Quelle: NDR, 03.09.20)



Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 03.09.2020, 12.00 Uhr

Die Neuinfektionen im Emsland steigen weiter, die Zahl der als genesen Geltenden ist konstant: vier neue Infizierte sind seit Mittwoch im Landkreis hinzugekommen, und es sind keine weiteren Erkrankten genesen. Aktuell sind daher in der Summe 43 (+4) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt – die höchste Summe seit Mai. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 606, umgerechnet auf 100.000 sind dies 186,5. Ihnen stehen unverändert 538 Genesene (+/-0) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich 350 Emsländer*innen (+20) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen(Ems) sind die Corona-Zahlen fast unverändert. Ein Positivtest ist aber abgezogen worden. Die infizierte Person war offenbar nicht aus Lingen

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 14 12 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 19 19 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 51 38 1 12
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 95 (-1) 88 4 3
Stadt Meppen 90 77 4 9
Samtgemeinde Nordhümmling 11 11 0 0
Stadt Papenburg 46 34 2 10
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 26 21 0 5
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 25 22 2 1
Samtgemeinde Werlte 39 37 0 2
Gesamt* 606 (+4) 538 (+/-0) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 43 (+4)

(03.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 17.043 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 3. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 115 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern ist eine weitere Personen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA damit inzwischen 665 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 14.970 der bislang gemeldeten Fälle (87,8 Prozent aller Infektionen).
(Quelle: NDR, 03.09.20)


RKI meldet 1311 neue Infektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Donnerstagmorgen mit 246.166 angegeben – ein Plus von 1311 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 247.411 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9321 Todesfälle und damit acht mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9322 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 220.500. (Quelle: RKI, 03.09.20)


Indien-Zahlen

Den indischem Gesundheitsamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 83.883 neue Corona-Fälle gemeldet, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Laut der Johns-Hopkins-Universität in den USA haben sich damit seit dem Ausbruch der Pandemie in Indien mehr als 3,7 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.

Die Zahl der Todesfälle nahm laut Landesbehörden um 1043 zu, womit Indien mittlerweile mehr als 67.000 Corona-Tote verzeichne. Die Johns-Hopkins-Universität spricht bislang In Indien von mehr als 66.300 Todesopfern infolge einer Covid-19-Erkrankung. (Quelle: ARD, 03.09.20)


Zusammenfassung zur Nacht

  • Die Trump-Administration plant, die Mitgliedsbeiträge der USA für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu kürzen. Dies ist ein rechtlich umstrittener Schritt, den der US-Kongress angefochten wird.
  • Laut Gesundheitsminister hat die Türkei den zweiten Höhepunkt des Covid-19-Ausbruchs. Die Türkei erlebet eine zweite Welle ihres Coronavirus-Ausbruchs aufgrund von „Nachlässigkeit“ bei Hochzeiten und anderen gesellschaftlichen Zusammenkünften, sagte ihr Gesundheitsminister angesichts eines raschen Anstiegs der täglichen Fälle und Todesfälle.
  • Frankreichs neue Covid-19-Infektionen erreicht nahezu ein „Allzeithoch“. Die täglichen Neuinfektionen mit Covid-19 in Frankreich näherten sich am Mittwoch einem Allzeithoch, und die Zahl der Menschen, die wegen der Krankheit auf Intensivstationen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, steigt am schnellsten seit fast zwei Monaten.
  • Nancy Pelosi behauptet, „reingelegt“ worden zu sein, nachdem sie in einem Friseursalon in San Francisco ohne Gesichtsbedeckung fotografiert worden war. „Ich übernehme die Verantwortung dafür, dem Wort des Nachbarschaftssalons zu vertrauen, in dem ich schon oft war“, sagte der Sprecher des Hauses. „Es war eine abgekartete Sache, und ich übernehme die Verantwortung dafür, darauf hereingefallen zu sein.“
  • Der Regionalpräsident von Madrid erwatet, dass die meisten zurückkehrenden Schulkinder Covid-19 bekommen. Die Region Madrid, das vom Coronavirus am stärksten betroffene spanische Gebiet, sagte, dass „praktisch alle Kinder“, die kurz vor der Rückkehr in die Schule in der Region stehen, das Virus in den kommenden Monaten wahrscheinlich aufgreifen werden.
  • Eine große Studie ergab, dass Steroide die Sterblichkeitsrate bei Covid-19-Patienten senken. Die Behandlung kritisch kranker Covid-19-Patienten mit Kortikosteroid-Medikamenten reduziert das Sterberisiko um 20%. Eine Analyse von sieben internationalen Studien hat ergeben, dass die Weltgesundheitsorganisation ihre Empfehlungen zur Behandlung aktualisiert.
    (Quelle: The Guardian, 03.09.20)

Kieler Woche anders als sonst

Normalerweise liegt wenige Tage vor der Kieler Woche in der Landeshauptstadt eine ganz besondere Stimmung in der Luft. Die Menschen sind hibbelig, freuen sich auf das jährliche Ereignis und sprechen tagelang vorher von nichts anderem. Davon ist in diesem Jahr nicht viel zu spüren. In diesem Jahr, in dem wegen Corona alles anders ist, ist auch das anders. Trotzdem gibt es eine Kieler Woche. Diese wird für die Kieler sein, sagt der Leiter des Kieler Woche Büros, Philipp Dornberger. „Wir besinnen uns in vielen Sachen auf die Wurzeln zurück: Segeln im Fokus, kleinere Areale, regionale Bands. Alles ein bisschen kleiner. Ich bin mal gespannt, wie das angenommen wird.“ Hinter den Kulissen, im Rathaus, laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Seit vergangenem Donnerstag können online Tickets für die geplanten Konzerte reserviert werden. Die Nachfrage war so groß, dass zwischenzeitlich der Server zusammenbrach.

Die Kieler Woche startet offiziell am 5. September und geht bis zum 13. September. (mehr und Quelle: NDR, 02.09.20)


Italien: Berlusconi mit Corona-Virus infiziert

Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und in häuslicher Quarantäne. In einer Erklärung am Mittwoch sagte seine politische Partei Forza Italia, ein Test habe bei Berlusconi, der diesen Monat 83 Jahre alt wird, bestätigt, dass dieser sich mit dem Virus infiziert habe. Er würde in seinem Haus in Arcore nahe Mailand unter Quarantäne stellen.

Berlusconi, der zwischen Anfang 1994 und 2011 drei italienische Regierungen leitete, wurde vor dem Hintergrund seines jüngsten Aufenthalts auf Sardinien getestet, wo es in den letzten Wochen mehrere Coronavirus-Cluster gab. Der populistische Politiker war jüngst in seiner Villa an der Costa Smeralda neben Flavio Briatore fotografiert, dem ehemaligen Formel-1-Teamchef und Eigentümer des Billionaire-Nachtclubs der Insel, wo es zu einem Corona-Ausbruch gekommen war. Bis Ende August gab es mehr als 60 Coronavirus-Fälle im Zusammenhang mit Gästen des exklusiven Clubs.

Sardinien war eine der am wenigsten von der Pandemie betroffenen italienischen Regionen, verzeichnete jedoch im August einen starken Anstieg der Fälle, als Touristen die Insel besuchten. Am Mittwoch stiegen die Fälle in ganz Italien um 1.326, während sechs weitere Todesfälle bestätigt wurden. (Quelle: The Guardian, 02.09.20)



Nach Klassenfahrt: 20 Schüler*innen infiziert

Nach einer Klassenfahrt sind 20 Schüler einer Düsseldorfer Realschule positiv auf Corona getestet worden. Die Schüler der Freiherr-vom-Stein-Realschule waren für vier Tage in Aschau im Chiemgau in Bayern. Bei der Rückkehr habe zunächst ein Schüler Symptome gezeigt, wie die Stadt Düsseldorf auf WDR-Anfrage erklärte

Dieser Schüler und andere seien dann nach und nach positiv getestet worden – insgesamt habe es 20 positive Testergebnisse gegeben. Bei der Reise waren insgesamt 55 Schüler aus der 10. Klasse und vier Lehrer dabei. Die Schüler und andere Kontaktpersonen sind seitdem in Quarantäne. Die Realschule im Stadtteil Düsseldorf-Oberbilk haben die Schüler seit der Klassenfahrt nicht mehr besucht, so die Stadt.

NRW erlaubt Klassenfahrten innerhalb von Deutschland, solange der Infektionsschutz eingehalten wird. Die Schüler sollten unter anderem während der Fahrt im Reisebus Masken tragen. (Quelle: WDR. 02.09.20)



Auch Kanaren sind jetzt Risikogebiet

Der Corona-Sonderstatus der Kanaren ist passé. Das RKI nahm die Atlantikinseln – wie zuvor bereits den Rest Spaniens – auf die Liste der Risikogebiete. Zuletzt gab es auf Teneriffa, Lanzarote und Co. viele Neuinfektionen.

Wegen der gestiegenen Zahl von Neuinfektionen auf den Kanarischen Inseln stuft die Bundesregierung auch die Region im Atlantik als Corona-Risikogebiet ein. Das Robert Koch-Institut veröffentlichte eine aktualisierte Liste der betroffenen Länder und Regionen.

Die Inselgruppe vor der Westküste Afrikas war die letzte Region Spaniens, die noch nicht als Risikogebiet galt. Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt nun eine Reisewarnung für die Kanaren ausspricht.

Kommt sie, dürfte die Tourismusbranche erneut wirtschaftlich schwer getroffen werden. Denn durch die Quarantänepflicht für Urlauber nach ihrer Rückkehr dürfte die Zahl der Reisenden noch weiter zurückgehen. Die Tourismusbranche ist für etwa 35 Prozent des Regionaleinkommens verantwortlich. Keine andere Region Spaniens ist so sehr vom Reisegeschäft abhängig. (Quelle: RKI, 02.09.20)


Belgische Provinz Antwerpen kein Risikogebiet mehr

Die Bundesregierung hat ihre Reisewarnung für die belgische Provinz Antwerpen aufgehoben. Aus Sicht des Bundes ist die Region kein Corona-Risikogebiet mehr. Daher wurde es von der entsprechenden und fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institut (RKI) fortlaufend aktualisiert.

Die zuständigen Bundesministerien für Innen, Außen und Gesundheit hatten wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Fällen die Region Antwerpen Anfang August zum Risikogebiet erklärt, das Auswärtige Amt hatte zudem die Reisewarnung ausgesprochen. Damit gilt in Belgien aus deutscher Sicht jetzt nur noch die Region Brüssel als Corona-Risikogebiet. (Quelle: RKI, 02.09.20)


Corona: Niedersachsen fördert sieben kommunale Theater

Die niedersächsische Landesregierung hat den kommunalen Theatern bis Ende 2023 finanzielle Unterstützung zugesagt. Sieben Theater werden in dem Zeitraum mit knapp 29 Millionen Euro gefördert, wie das Kulturministerium in Hannover mitteilte. Demnach profitieren das Schlosstheater Celle, das Deutsche Theater Göttingen, das Göttinger Symphonie Orchester, die Landesbühne Niedersachsen Nord, die Städtischen Bühnen Osnabrück, das Theater Lüneburg und das Theater für Niedersachsen in Hildesheim. „Gerade in einer Zeit, in der Corona kulturelle Einrichtungen vor große Herausforderungen stellt, kommt es mehr denn je darauf an, auch den kommunalen Theatern eine langfristige Planungssicherheit und Perspektive zu bieten“, sagte Kulturminister Björn Thümler (CDU) einer Mitteilung zufolge. Teil der Zielvereinbarung der Theater mit dem Ministerium sei der Wunsch, die künstlerische Ausstrahlung und die wirtschaftliche Effizienz der Einrichtungen zu steigern. (Quelle: NDR, 02.09.20)


Flughafen Heathrow (GB): Pandemie kostet mehr als 1,1 Milliarden Euro

Der Ausfall von Fluggästen in der Corona-Krise hat den Londoner Flughafen Heathrow nach eigenen Angaben seit März mehr als eine Milliarde Britische Pfund gekostet. Das entspricht etwa 1,13 Milliarden Euro. In seit Monaten laufenden Gesprächen mit Gewerkschaften will der größte britische Flughafen Lohnkürzungen der Angestellten und weitere Sparmaßnahmen durchsetzen. Bislang gibt es keine Einigung. Sollten die Verhandlungen scheitern, wären Berichten britischer Medien zufolge mehr als 1000 Jobs von Ingenieuren, Sicherheitskräften und Bodenpersonal bedroht. (Quelle: ARD, 02.09.20)


Niedersachsen verschiebt Lockerungen um einen Monat

Niedersachsen hat weitere Lockerungen der Corona-Regeln erneut verschoben. Hintergrund sind die zuletzt wieder gestiegenen Infektionszahlen. Das Kabinett habe entschieden, dass die nächste Corona-Verordnung am 1. Oktober herauskommt, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei. Ob es dann weitere Lockerungen geben wird oder nicht, „wird dann zu gegebener Zeit entschieden, wenn man die Infektionslage ein bisschen besser einschätzen kann“, sagte die Sprecherin.

Weitere Lockerungen betreffen Veranstaltungen – sowohl im sportlichen als auch im kulturellen Bereich. Zum Beispiel gehe es darum, ob Stadien für Zuschauer öffnen. Auch private Feiern und die Anzahl der Teilnehmer dabei sei ein Thema. „Das ist alles in der Diskussion, was da am Ende drinstehen wird, ist aber noch unklar“, so die Sprecherin. Basis der Entscheidungen sei, ob die Infektionslage stabil bleibt. Messen bleiben der Sprecherin zufolge laut der aktuellen Corona-Verordnung weiterhin verboten.

Ursprünglich hatte die Landesregierung den 1. September für weitere Lockerungen angepeilt. Doch bereits vor zwei Wochen hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) angekündigt, dass der Termin auf Mitte September verschoben wird. Dieses Datum wurde nun erneut korrigiert. (Quelle: NDR, 02.09.20)


Niedersachsen-Zahlen

Insgesamt 16.928 Infektionen mit dem Coronavirus sind bis heute, 2. September (Stand 9 Uhr), in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Das sind 91 Fälle mehr als am Vortag. Seit gestern sind vier weitere Personen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben. Insgesamt sind dem NLGA damit inzwischen 664 Todesfälle gemeldet worden. Als genesen gelten laut NLGA 14.823 der bislang gemeldeten Fälle (87,6 Prozent aller Infektionen).
(Quelle: NDR, 02.09.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 02.09.2020, 09.00 Uhr

Die Neuinfektionen im Emsland steigen deutlich, die Zahl der als genesen Geltenden ist konstant: 12 neue Infizierte sind seit Dienstag im Landkreis hinzugekommen, aber keine Erkrankten sind genesen. Aktuell sind daher in der Summe 39 (+39) Menschen im Emsland an CoViD-19 erkrankt – die höchste Summe seit Mai. Die Gesamtzahl aller Infektionen beträgt jetzt 602, umgerechnet auf 100.000 sind dies 185,2. Ihnen stehen unverändert 538 Genesene (+/-0) gegenüber. Weiterhin gibt es keine zusätzlichen CoViD-19-Toten. Aktuell befinden sich 330 Emsländer*innen (+100) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen(Ems) sind die Corona-Zahlen unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 14 12 1 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 19 19 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 20 20 0 0
Stadt Haren (Ems) 48 36 1 11
Stadt Haselünne 41 41 0 0
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 16 16 0 0
Samtgemeinde Lengerich 18 17 1 0
Stadt Lingen (Ems) 96 88 4 4
Stadt Meppen 89 77 4 8
Samtgemeinde Nordhümmling 12 11 0 1
Stadt Papenburg 43 34 2 7
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 26 23 0 3
Samtgemeinde Spelle 16 15 1 0
Einheitsgemeinde Twist 27 22 2 3
Samtgemeinde Werlte 38 37 0 1
Gesamt* 602 (+9) 538 (+/-0) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 39 (+9)

(02.09.20)


Vor Spiel gegen DFB-Auswahl: Positiver Corona-Test im Schweizer Team

Die Schweiz soll am Sonntag gegen Deutschland spielen. Beim Schweizer Team gibt es allerdings einen positiven Corona-Befund.
Fünf Tage vor dem geplantenSpiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Schweiz ist der Torwarttrainer der Schweizer, Patrick Foletti, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Schweizerischen Fußballverband am Dienstag mit. Alle weiteren Testresultate der Schweizer Delegation seien negativ ausgefallen.

Foletti sei bei der Anreise zum Teamhotel am Montag telefonisch alarmiert worden, dass es in seinem Umfeld einen Verdachtsfall gebe, teilte der Verband mit. Er sei deshalb bei der Ankunft im Teamhotel sofort isoliert und getestet worden. (Quelle: WAZ, 02.09.20)



Südkorea-Zahlen

Südkorea hat am Dienstag ab Mitternacht 267 neue Fälle registriert, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vortag. Insgesamt hat Südkorea jetzt 20.449 bestätigte Fälle und 326 Todesfälle.

Beamte sagten am Mittwoch, dass mehr als 40% der neuen Fälle bei Menschen über 60 Jahren gefunden werden, was die Zahl der Menschen, die mit Covid schwer krank sind, auf 124 erhöht, verglichen mit 9 vor drei Wochen. (Quelle: The Guardian, 02.09.20)


Mostra in Venedig als erstes großes internationales Filmfestival in Corona-Zeiten

In Venedig beginnt heute das erste große internationale Filmfestival in Corona-Zeiten, das nicht nur virtuell stattfindet. Wegen der Corona-Pandemie gibt es allerdings keine Fans am Roten Teppich, deutlich weniger Hollywood-Prominenz und Zuschauer in den Kinosälen. Eröffnet wird die 77. Ausgabe des Festivals mit dem außer Konkurrenz laufenden neapolitanischen Ehedrama „Lacci“ von Daniele Luchetti.(Quelle: ARD, 02.09.20)


RKI: 1256 Neuinfektionen und elf weitere Todesfälle

In Deutschland sind elf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt gab, stieg die Zahl der Todesfälle damit auf 9313. Die Zahl der Positiv-Tests legt um 1256 auf 244.855 zu. (Quelle: RKI, 02.09.20)


Kuba riegelt Havanna ab

In Kubas Hauptstadt Havanna ist ein 15-tägiger strikter Lockdown in Kraft getreten. Polizisten sollten an allen Zufahrtsstraßen postiert sein und kontrollieren, dass nur Personen mit Sondererlaubnis nach Havanna kommen oder die Stadt verlassen dürfen. Zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 19 Uhr bis 5 Uhr früh. Die meisten Läden dürfen nur an direkte Anwohner Waren verkaufen und Tankstellen kein Benzin an private Autobesitzer, um die Mobilität weiter einzuschränken.

Mit aggressiven Maßnahmen wie dem Stopp aller Flugverbindungen hat Kuba die Pandemie weitgehend unter Kontrolle bringen können. Doch im Lauf des vergangenen Monats ist die Zahl der bestätigten Infektionen in Havanna wieder nach oben gegangen. Auch andere Provinzen meldeten wieder mehr Fälle, die meisten von ihnen eingeschleppt durch Reisende aus Havanna. Die vergangene Woche angekündigten Maßnahmen sind die bisher schärfsten Corona-Beschränkungen in Havanna. Wer sie missachtet, muss mit einer Strafe von umgerechnet mehr als 65 Euro rechnen. Das ist mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Monatslohns. (Quelle: Tagesschau, 02.09.20)



Überblick zur Nacht

  • Die Trump-Regierung will nicht mit anderen Ländern zusammenarbeiten, um einen Covid-19-Impfstoff zu entwickeln und zu vertreiben. Sie sagte, die USA wolle nicht von „multilateralen Organisationen, die von der korrupten Weltgesundheitsorganisation und China beeinflusst werden“, eingeschränkt werden.
  • Ungarn hat seine Grenze wieder geschlossen, nachdem die Infektionen in ganz Europa weiter zunehmen. Das Land hat strengere Beschränkungen beschlossen als im Frühjah. Jetzt und bis mindestens nächsten Monat ist die Einreise für fast alle unmöglich – ausgenommen ungarische Staatsbürgern und Einwohnern. Diese müssen bei der Ankunft in Quarantäne.
  • Die Schulen in (fast) ganz Europa sind seit Dienstag wieder geöffnet, nachdem sie monatelang geschlossen waren. Viele Millionen Schüler, die meisten mit Gesichtsmasken, sind in England, Frankreich, Belgien, Polen und Russland in den Unterricht zurückgekehrt. Griechenland hat die Wiedereröffnung der Schulen allerdings wegen des Anstiegs der Infektionen um eine Woche bis zum 14. September verschoben.
  • Brasilien meldet fast 4 Millionen Fälle. Am Dienstag wurden 42.659 neue Fälle des Coronavirus und 1.215 Todesfälle in den letzten 24 Stunden registriert, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend mit und hat jetzt insgesamt 3.950.931 Fälle.
  • In Australien will der Bundesstaat Victoria seinen Ausnahmezustand bei Bedarf um weitere sechs Monate verlängert. Am Dienstag wurden 90 Fälle und sechs Todesfälle registriert.
  • Die Vereinigten Arabischen Emirate haben zum zweiten Mal in Folge über 500 neue Covid-19-Infektionen verzeichnet, nachdem die Zahl der Fälle im Finanzzentrum des Nahen Ostens gestiegen war. (Quelle: The Guardian, 02.09.20)

Bundeskabinett beschließt Investitionspaket für Krankenhäuser