Schutzmaske Starterset kostenlos

www.mydeals.de berichtet:

Bastler, Handwerker/innen und Näher aufgepasst! Aktuell gibt es einen immer größer werdenden Bedarf an Schutzausrüstung. Da sind kreative Lösungen gefragt! Schon einfache Behelfsmasken tragen dazu bei, andere vor einer Infektion zu schützen. events.johanniter.de/cor…lfe

Da derzeit eine große Knappheit an Schutzmasken in ganz Deutschland herrscht bieten die Johanniter jetzt ein Starter-Set kostenlos an mithilfe dessen man ca 20 Masken selbst nähen kann. Wichtig ist: Die fertig genähten Masken bitte dem Johanniter zurücksenden. Die verteilen sie dann an Kliniken und Praxen. Für den Eigengebrauch darf man natürlich ein paar selbst behalten.

Das Set enthält Material für ca. 20 Masken und einen bereits frankierten Briefumschlag zum Rückversand. Fertige Behelf-Mund-Nasen-Schutzmasken bitte an folgende Anschrift senden oder dort abgeben:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Lützowstr. 94
10785 Berlin

Auf die Plätze, fertig, Nähen! ✂️“

(31.03.20)


Europazahlen

In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten drastisch gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden gab es 499 neue Todesfälle  – mehr als jedem anderen Tag seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im Nachbarland. Insgesamt gab es 3523 Todesopfer. Fast 23.000 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt, mehr als 5000 davon auf Intensivstationen, gut 34 Prozent der Patienten in Intensivbehandlung sind jünger als 60 Jahre seien.
Mit 849 Todesopfern binnen 24 Stunden ist in Spanien ein neuer Höchstwert verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg damit auf 8189, wie die Regierung mitteilte. Weitere 9222 Menschen infizierten sich neu mit dem Virus. Damit verzeichnet das Land jetzt 94.417 offiziell bestätigte Infektionen. Am Tag zuvor war die Zahl der neuen Todesfälle in Spanien leicht zurückgegangen. Die heutigen Zahlen machen die leise Hoffnung auf ein dauerhaftes Absinken vorerst zunichte.
In Belgien ist ein 12jähriges Mädchen in Folge einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. „Das ist ein sehr seltener Fall, aber er erschüttert uns sehr“, sagte der für die Corona-Pandemie zuständige Behördensprecher in Brüssel. Demnach hatte das Kind zuvor drei Tage lang unter Fieber gelitten. Es ist der erste Corona-Todesfall eines Kindes in Belgien.
Die Zahl der offiziell bestätigten Infizierten stieg dort nach offiziellen Angaben auf 12.775, mehr als 700 Menschen starben an den Folgen der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Mehr als 90 Prozent der belgischen Corona-Toten waren älter als 65 Jahre. Knapp 5000 Corona-Patienten mussten bislang im Krankenhaus behandelt werden, jeder Fünfte davon auf der Intensivstation. Besonders in der Hauptstadtregion Brüssel, im an Frankreich grenzenden Hennegau sowie in der Provinz Limburg an der Grenze zu den Niederlanden habe sich die Situation deutlich verschärft, sagte der Behördensprecher.
10.141 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand: 21 Uhr). 52.344 sind neu getestet worden. 128 sind verstorben und 1.095 wieder genesen. 1.110 Erkrankte hospitalisiert, 198 auf Intensivstationen.
In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 381 Menschen am Coronavirus gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 1789. Die Zahl der Infizierten stieg um mehr als 3000 auf 25.150 Menschen an.


Abwasser

Niederländische Wissenschaftler haben neuartige Coronaviren im Abwasser der Stadt Amersfortnachgewiesen. Dies geschah, bevor in der Stadt Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet worden seien, was darauf hindeutet, dass das Abwasser als Frühwarnsystem für die Krankheit Covid-19 dienen könnte, so die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das Coronavirus wird demnach häufig mit dem Stuhl einer infizierten Person ausgeschieden. Es sei unwahrscheinlich, dass Abwasser zu einem wichtigen Übertragungsweg der Krankheit werde, erklärten der Mikrobiologe Gertjan Medema und seine Kollegen vom Wasserforschungsinstitut KWR in Nieuwegein am Montag. Dennoch werde die rasche Verbreitung des Coronavirus auch die Menge des Erregers in Kanalisationen der Gemeinde erhöhen, glauben die Wissenschaftler.

Sie hatten am 5. März in einer Kläranlage in Amersfoort genetisches Material des Coronavirus entdeckt, bevor erste Fälle in der etwa 50 Kilometer südöstlich von Amsterdam gelegenen Stadt gemeldet worden waren. (Quelle: Die Welt, 31.03.20)


Griechenland: Frau aus Flüchtlingslager positiv getestet

In den griechischen Flüchtlingslagern leben die Menschen auf engsten Raum. Nun ist eine Frau aus einem Flüchtlingslager positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Behörden suchen ihre Kontaktpersonen. 

Eine Frau aus einem Flüchtlingslager in Griechenland ist nach der Geburt ihres Kindes positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie das griechische Migrationsministerium m Dienstag mitteilte, lebt die Frau in einem Flüchtlingslager auf der Insel Euböa nördlich von Athen. Getestet wurde sie nach der Geburt in einem Krankenhaus der Hauptstadt. Unklar war zunächst, ob sie sich in der Frauenklinik oder in dem Flüchtlingslager angesteckt hat. (Quelle, 31.03.20)


Der Überblick:

  • Fußball-Proficlubs beschließen Bundesliga-Pause bis zum 30. April.
  • In Hamburg wurde ein Besuchsverbot in Pflegeheimen erlassen, in Schleswig-Holstein zudem auch in Kliniken.
  • Nach zwei Corona-Todesfällen steht ein Altenheim in Tornesch unter Quarantäne.
  • Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim gibt es nun 18 Tote.
  • Rund 8.500 Menschen sind im Norden mit dem Coronavirus infiziert, davon 4348 Covid-19-Fälle (+322 im Vergleich zu gestern) in Niedersachsen, wo  43 Menschen Infizierte verstorben sind (Emsland: 146, 2 Tote; Lingen 26, 1 Toter).
    Die USA hat jetzt mehr Corona-Tote und In
    fizierte als China. Traurige Rekordzahlen melden Frankreich, Großbritannien und Spanien

(31.03.20)


Bayreuther Festspiele abgesagt

Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele mit. Die für diese Saison geplante Neuproduktion „Der Ring des Nibelungen“ könne voraussichtlich erst im Jahr 2022 Premiere feiern. Die bereits für 2020 gekauften Karten blieben für die Festspiele 2021 gültig.

Richard Wagner (1813-1883) organisierte erstmals 1876 Festspiele in Bayreuth. Komplett wurde dabei die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ aufgeführt. Das Festspielhaus wurde eigens nach den Plänen des Komponisten errichtet und gilt noch heute als einzigartig wegen der hervorragenden Akustik. (Quelle, 31.03.20)


Va, pensiero

Aus Italien erreichen uns nicht nur Schreckensnachrichten. Durch die sozialen Medien schwirren viele anrührende, bisweilen mit tiefschwarzem Galgenhumor angereicherte Karikaturen und Videos. Die Welt erlebt eine besondere Spielart italienischer Kreativität. Aus Italien stammt auch die Idee der Ständchen für die Nachbarn auf Balkonen und in Fenstern. So wird in dem am härtesten von der Pandemie getroffenen Land Europas dem Virus in vielfältiger Weise die Stirn geboten.

Am beeindruckendsten geschah dies in Rom. Eine einzigartige Idee hat in Rom der International Opera Choir realisiert: „Va, pensiero“, der Gefangenenchor aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“ als virtuelles Puzzle: Der Dirigent Giovanni Mirabile, ließ jedes Mitglied dieses Chores jeweils bei sich zu Hause, in der staatlich verordneten „Selbstisolation“, die eigene Stimme auf Smartphone aufnehmen. Mit einer ausgefeilten Montagetechnik wurden diese individuellen Beiträge dann zusammengeschnitten und mit der entsprechenden Orchester-Einspielung zu einem Ganzen kombiniert. (31.03.20)


Niederlande beenden Fußballamateur-Saison

Die Saison der Amateurfußballer ist im Nachbarland zu Ende. Heute Abend beschloss der niederländische Fußballverband KNVB die Meisterschaften in allen Ligen abzubrechen. Das betrifft die Männer, die Frauen und den gesamten Jugendfußball.

„‘Es wurde auch entschieden, dass es in dieser Saison keine endgültige Wertung geben wird und daher keine Meister, Auf- oder Absteiger“, verlautbarte der KNVB. „Auch die Pokalwettbewerbe werden nicht mehr ausgetragen. In der nächsten Saison 2020/21 werden alle Teams in derselben Klasse starten wie zu Beginn der aktuellen, jetzt abgebrochenen  Saison.“ (Quelle und mehr, 31.03.20)


Niederlande verlängern Ausgangsbeschränkungen bis zum 28. April

Die Niederlande haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie bis zum 28. April verlängert. „Wir wissen, dass das viel verlangt ist, aber es ist echt nötig“, sagte Ministerpräsident Mark Rutte. Ursprünglich sollten die vor etwa zwei Wochen verhängten Maßnahmen bis zum 6. April gelten. Erste Ergebnisse im Kampf gegen die Pandemie seien zu sehen. „Aber wir haben es noch nicht geschafft“, warnte Rutte.

Schulen, Restaurants, Cafés, Museen und Friseure bleiben geschlossen, öffentliche Veranstaltungen verboten. Bürger dürfen sich höchstens zu dritt zugleich in der Öffentlichkeit aufhalten. Sie sollen möglichst zu Hause bleiben.

Aktuell sind in den Niederlanden 1039 Menschen an dem Coronavirus gestorben, 12.595 Fälle wurden registriert. Aber einzelne Nachrichten machen auch Mut: In Den Haag ist eine 101-Jährige von einer Corona-Infektion genesen. Die Frau war für knapp zwei Wochen in ein Krankenhaus  gekommen, das sie nun wieder verlassen konnte. Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe, die üblicherweise von einer besonders hohen Sterblichkeit im Falle einer Infektion bedroht ist. (Quelle: Tagesschau 31.03.20)


Bundesliga 1 und 2

In der Bundesliga und 2. Liga wird aufgrund der Corona-Epidemie mindestens bis zum 30. April kein Fußball gespielt. Das haben die 36 Profi-Clubs im Rahmen einer virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga auf Empfehlung des DFL-Präsidiums beschlossen.

Das bislang letzte Bundesliga-Spiel fand am 11. März statt – das ursprünglich geplante Saisonende am 16. Mai ist längst nicht mehr zu halten. (31.03.20)


Lingen (Ems): Erster Corona-Toter in der Stadt

In der Nacht zu heute ist ein 59jähriger Mann in Lingen (Ems) an der COVID-19-Infektion gestorben. Dies teilte der Landkreis Emsland am Morgen mit. Das zweite Todesopfer im Emsland litt -wie viele andere Corona-Toten auch-  unter erheblichen Vorerkrankungen. (31.03.20) 


Euro-Bonds

In Italien könnte die Corona-Krise bald zu einer Staatsschuldenkrise werden. Deshalb fordert Premierminister Conte im ARD-Interview erneut gemeinsame Euro-Bonds. Und versichert: „Die Deutschen müssen nicht für italienische Schulden zahlen.“

Italien sei noch im akuten Notstand, sagt Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Zahl der Toten sei auf mehr als 10.000 gestiegen. Er sei aber zuversichtlich, dass sein Land es schaffe, diese medizinische und wirtschaftliche Herausforderung zu besiegen. „Wir müssen nur aufpassen, auch wenn die Zahl der Infizierten jetzt zurückgeht, dass nicht alle Bemühungen umsonst waren.“ (Quelle und mehr, 31.03.20)


Lingen: Kinder- und Jugendarbeit online

Kinder- und Jugendarbeit online – dieser Herausforderung hat sich jetzt das Team der Lingener Kinder- und Jugendtreffs  gestellt und den YouTube-Chanel „JuZ Tube“ ins Leben gerufen. „Wir wollen weiterhin für die Kinder und Jugendlichen in Lingen Ansprechpartner bleiben und haben uns überlegt, wie wir das bewerkstelligen können“, erklärte Matthias Wels, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Alter Schlachthof und Stadtteiltreffs Stroot. „Deshalb begegnen wir ihnen jetzt virtuell.“ Zudem könne das Team mit dem neuen Angebot sicherlich auch etwas gegen Langeweile zuhause tun, erklärt der Sozialpädagoge.

 

In den nächsten Tagen will das Team verschiedene Playlists zu Themen, wie Kochen, Backen, Tanzen, Gaming, Handwerk und vieles mehr erstellen. Die ersten Videos sind bereits online. Darunter unter anderem ein Home Workout von Tabea und ihrem Bruder. „Doch das soll erst der Anfang sein, es lohnt sich also immer wieder vorbei- und reinzuschauen“, so Matthias Wels. Alle Infos finden sich bei YouTube unter „JuZ Tube“.
(Quelle PM, 31.03.2)


Hamburg: Nur 76 neue Fälle in Hamburg

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Hamburg zwar auf 2.290 gestiegen. Das sagte die Hamburger Gesundheitssenatorin am Dienstag im Hamburger Rathaus. Der Anstieg um 76 Fälle im Vergleich zum Vortag sei aber geringer als an den vergangenen Tagen. Derzeit würden 174 Menschen aus der Stadt aufgrund ihrer Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 40 von ihnen würden intensivmedizinisch versorgt.
(Quelle: NDR, 31.03.20)


Deutsche Produktion von Corona-Schutzmasken

Der Bund will Unternehmen in Deutschland, die wegen der Corona-Krise kurzfristig in die Produktion von Schutzmasken einsteigen, vor finanziellen Risiken schützen. „Wir brauchen hierzulande eigene Produktionen, die wir jedenfalls für diese Zeit auf den Weg bringen müssen“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Es gebe bereits eine ganze Reihe von Herstellern, die zur Maskenproduktion bereit seien. „Das kann jetzt ganz schnell geschehen, und wir sind dabei, das mit großem Nachdruck umzusetzen.“

Im Gegenzug gebe der Bund „Finanzzusagen, die erforderlich sind, damit Unternehmen jetzt gewissermaßen in das Risiko gehen, ihre Produktion umstellen und Dinge herstellen, die sie vielleicht nicht ewig herstellen werden“, so Scholz. Er habe dies bereits mit Gesundheitsminister Jens Spahn besprochen. Darüber hinaus kooperiere die Bundesregierung beim Einkauf von Schutzausrüstungen inzwischen auch mit weltweit agierenden Unternehmen, damit die Beschaffungs verbessert werde. (Quelle: Tagesschau, 31.03.20)


Forscher entwickeln Methode für höhere Testkapazitäten

Ein von Forschern in Frankfurt am Main entwickeltes Verfahren soll die Zahl der Tests auf das Coronavirus um ein Vielfaches erhöhen. Damit könne man in Deutschland 200.000 bis 400.000 Untersuchungen pro Tag durchführen, teilte das hessische Wissenschaftsministerium mit – bislang sind es rund 40.000 am Tag. Mit der Erhöhung sei kein Qualitätsverlust verbunden.

Die neue Methode setzt darauf, mehrere Proben gleichzeitig auf das Virus zu testen. Entwickelt wurde das Verfahren von einem gemeinsamen Team des Blutspendediensts des Deutschen Roten Kreuzes und des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Dies sei eine „großartige Entdeckung, die optimistisch stimmt, in Zukunft viel mehr Menschen testen zu lassen“, erklärte Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn. [Ich bedanke mich mal bei meinem Sohn Bernd, der das Model schon vor 10 Tagen vorgeschlagen hat…] (Quelle: Tagesschau, 31.03.20)


 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag,  31.03.2020, 11 Uhr

Die Fallzahlen im Emsland steigen weiter nicht so stark. Aber es ist ein zweiter COVID19-Todesfall zu beklagen.

149 (+3) Menschen in unserem Landkreis haben sich nach den offiziellen Tests bislang infiziert (=45,8/100.000)*. Aktuell befinden sich 650 Personen im Emsland in Quarantäne; das ist gegenüber gestern ein Zuwachs von 10 Personen.

37 Personen (+8) sind genesen. Die höchste I-Rate besteht weiter in Haselünne mit aktuell (unverändert) 25 Erkrankten (=152,6/100.000).

In Lingen(Ems) beträgt die Zahl der nachweisbar Infizierten weiterhin 25; das sind umgerechnet 45,8/100.000.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 3 1
 Samtgemeinde Freren 4* 1
 Einheitsgemeinde Geeste 5 (+1) 0
 Stadt Haren (Ems) 13 (+1) 3
 Stadt Haselünne 25 6
 Samtgemeinde Herzlake 6 0
 Samtgemeinde Lathen 4 1
 Samtgemeinde Lengerich 8 0
 Stadt Lingen (Ems) 25 4
 Stadt Meppen 11 (+1) 3
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 2
 Stadt Papenburg 20 (+1) 12
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 5 (+1) 0
 Samtgemeinde Sögel 2 0
 Samtgemeinde Spelle 4 1
 Einheitsgemeinde Twist 7* 0
 Samtgemeinde Werlte 2 2
 Gesamt 149 37
Todesfälle 2 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle  

110

*Die Infiziertenzahl in der Samtgemeinde Freren betrug tagelang 5 Personen, in der Gemeinde Twist 8 Personen; sie ist jetzt aus nicht erläuterten Gründen auf 4 bzw. 7 verringert.
Offizielles Update des Landkreises:
*Bei den heute (31.03.2020) aufgeführten Zahlen ist es zu Änderungen zum Vortag gekommen: Bei einem Fall gab es eine Ummeldung des Wohnortes. Außerdem wurde ein zunächst fraglicher positiver Befund aufgrund des nicht ganz eindeutigen Ergebnisses sicherheitshalber als positiver Fall geführt, nach einem negativen Bestätigungstest aber aus der Statistik genommen.
(31.03.20)


Niedersachsen: Infektionen in weiterem Pflegeheim

Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen in niedersächsischen Senioren- und Pflegeheimen nimmt weiter zu. Nach Erkrankungen in Wolfsburg, Wildeshausen und Herzberg (Harz) steckten sich jetzt in einer Einrichtung in Gadenstedt bei Peine mindestens 13 der etwa 90 Bewohner sowie drei Beschäftigte mit dem Erreger an, wie ein Sprecher des Landkreises der „Peiner Allgemeinen Zeitung“ sagte. Weitere Tests seien dort geplant. Zwölf der Infizierten würden isoliert betreut, eine betroffene Person sei zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. (Quelle 31.03.20)


Ootmarsum (NL) : Zweites Todesopfer

In Ootmarsum ist Freitag letzter Woche eine Frau an COVI-19Virus verstorben. Es ist das zweite Todesopfer in der niederländischen Grenzstadt. Die ältere Frau war Anfang der Woche in das Krankenhaus eingeliefert worden. Sie starb vier Tage später. Bereits 10 Tage vorher war ein 81jähriger Mann in Ootmarsum an dem Virus gestorben. Er war damals das erste Corona-Opfer in Twente (Quelle: Tubantia, 31.10.20)


Coronavirus: Erstes Todesopfer in der Grafschaft Bentheim

Das Coronavirus hat ein erstes Opfer im Landkreis Grafschaft Bentheim gefordert: Es handelt sich um einen mehr als 80-jährigen Nordhorner, der unter einer Vorerkrankung litt.

Zu den bisherigen 84 Fällen sind am Montag (Stand: 13 Uhr) drei neue Fälle hinzugekommen. Die Gesamtzahl liegt damit bei 87 (= 63,9/100.000). In häuslicher Absonderung bzw. Quarantäne sind ca. 470 Personen. Die Grafschafter Gemeinden im einzelnen:

Nordhorn: 27 Infektionen
Bad Bentheim: 12
Schüttorf: 11
Neuenhaus 6
Uelsen: 6
Emlichheim: 14
Wietmarschen: 11


Spanien: Keine Beisetzungszeremonien mehr

Spanien hat wegen der COVID19-Pandemie alle Beisetzungszeremonien vorerst untersagt. Beerdigung finden zwar weiter statt, die Teilnehmerzahl ist aber bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem am Montag veröffentlichten Regierungsdekret heißt. Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist.

Ähnliche Restriktionen für Beisetzungen gelten bereits in Italien. Spanien ist nach Italien das Land mit den weltweit meisten Todesopfern der Pandemie. Am Montag waren in Spanien 7340 Todesopfer verzeichnet, in Italien waren es 11.591.(Quelle: DER SPIEGEL, 31.03.20)


Plácido Domingo aus Krankenhaus entlassen

Nach seiner COVID19-Infektion ist der spanische Opernstar Plácido Domingo aus dem Krankenhaus entlassen. Er habe seinen Klinikaufenthalt im mexikanischen Acapulco beendet, sei nun wieder zu Hause und fühle sich gut, teilt der 79-jährige Tenor mit. Da er wegen seines Alters und anderer Erkrankungen ständig ärztlich betreut werde, sei die Infektion früh festgestellt worden – „und das hat mir sehr geholfen“, so Domingo. In seinem Haus im Badeort Acapulco werde er nun weiter behandelt.

Seine Fans ruft der Spanier erneut auf, die Empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus zu beachten und so viel wie möglich zu Hause zu bleiben. Domingo hat seine Infektion am 22. März öffentlich gemacht. (Quelle, 31.03.20)


US Bundesstaat New York: Immer höhere Zahlen

Aus dem US-amerikanischen Bundesstaat New York, dr etwa so bevölkerungsreich ist wie NRW,  gibt es aktuell diese Zahlen:

  • New York reported almost 7,000 new cases of the virus, bringing the total to nearly 66,500. Most of the cases were in New York City, where, officials reported later on Monday, 38,087 people been infected.

  • The number of virus-related deaths in New York City rose to 914 Monday afternoon, up 138 from around the same time Sunday, officials said.

  • Gov. Philip D. Murphy of New Jersey announced 3,347 new positive coronavirus cases in the state, bringing the total to 16,636. There were 37 new deaths, for a total of 198.

  • Gov. Ned Lamont of Connecticut announced 578 new coronavirus cases in the state, bringing the total to 2,571. There were two new deaths, for a total of 36 in the state.

  • In New York, the number of people hospitalized was 9,517, up 12 % from yesterday. Of those, 2,352 are in ventilator-equipped intensive care rooms.

  • In a hopeful note, Gov. Andrew M. Cuomo said that while the number of hospitalizations continues to grow, the rate which it is growing was tapering off. “We had a doubling of cases every two days, then a doubling every three days and a doubling every four days, then every five,” Mr. Cuomo said. “We now have a doubling of cases every six days. So while the overall number is going up, the rate of doubling is actually down.”

  • More than 4,200 people have been discharged from hospitals.

  • New York has tested more than 186,000 people in March, about one percent of the state’s population. But while New York’s testing capacity far outpaces that of other states, it has not reached the critical-mass level public health experts say is necessary to more precisely identify the spread of the virus. (Quelle, 31.03.20)


Jena will Masken vorschreiben: Selbst nähen… – WHO warnt

Als erste deutsche Stadt will das thüringische Jena (Wappen lks.) mit gestern Abend 119 gemeldeten COVID19-Infektionen das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in einer Woche verpflichtend machen. Es werde für Jenaer Verkaufsstellen, den öffentlichen Nahverkehr und Gebäude mit Publikumsverkehr gelten, heißt es auf der Webseite der Kommune unter der Rubrik „Abendlage„.

„Diese Maßnahme wurde vom Fachdienst Gesundheit angemahnt. Dadurch wird die Sicherheit von Personal im öffentlichen Leben erhöht. Neben Masken werden auch Tücher oder Schals als Schutz anerkannt. Diese müssen aber auch die Nase und den Mund abdecken.“

In Jena leben 110.000 Menschen. Woher die vielen Masken kommen sollen, hat die Stadt auch mitgeteilt. Man setze in der Umsetzung bevorzugt auf die Jenaerinnen und Jenaer. Die Stadt habe eine Grundausstattung an Masken, mit der Pflegekräfte, Ärzte, Fahrer im ÖPNV und andere in systemrelevanter Infrastruktur versorgt werden könnten.

Alle anderen Einwohner bittet die Stadt, den Nasen-Mund-Schutz selbst zu nähen – oder nähen zu lassen. „Jede Maske ist besser als gar keine Maske“, heißt es abschließend.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan.

Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnähmen und sich dabei womöglich infizierten. „Unser Rat: Wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist“, sagte Ryan.

(Quelle, 31.03.20)


📌 Überblick:

  • Die Infektionszahlen in Deutschland steigen weiter an, ebenso sterben immer mehr Menschen an Covid-19. Die Johns-Hopkins-Universität meldet für Deutschland: 62.435 Infizierte und 541 Tote. Die offiziellen RKI-Zahlen für Deutschland: 57.298 Infizierte, 455 Tote.
  • Fast 8.000 Menschen sind im Norden mit dem Coronavirus infiziert. In Niedersachsen kamen am Montag 243 Fälle (Emsland +6, davon eine Person in Lingen(Ems)) dazu, in SH 46, in MV 10 und in Hamburg 136.
  • Auch der dritte Corona-Test bei Kanzlerin Merkel ist negativ ausgefallen. Vorerst nimmt sie ihre Amtsgeschäfte aber weiter aus der häuslichen Isolation wahr.
  • Brandenburg verlängert die COVID19-Einschränkungen bis zum 19. April verlängert – zudem soll es einen neuen Bußgeldkatalog geben.

(30.03.20; Grafik via SZ)


Kanada unterstützt Ureinwohner


Ukraine-Krieg und OSZE-Monitoring

Deutschland und Frankreich zeigen sich besorgt über die Beschränkungen der OSZE-Beobachtermission in der Ostukraine im Zuge der Corona-Krise. „Der Ausbruch der Corona-Pandemie darf nicht als Vorwand dienen“, die Bewegungsfreiheit der Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE/OSCE) und die Umsetzung ihres Mandats zu behindern“, erklärte das Auswärtige Amt. Die Beobachter müssten einen „sicheren, geschützten und ungehinderten Zugang auf dem gesamten Territorium der Ukraine haben, einschließlich der nicht von der Regierung kontrollierten Gebiete“, forderten das deutsche und das französischen Außenministerium. Russland müsse „seinen Einfluss geltend machen“, um dies sicherzustellen. (Quelle; NTV, 31.03.20)


Nebenwirkungen bei medikamentösen COVID19-Behandlungen

Frankreichs Arzneimittelbehörde ANSM stellt mögliche gefährliche Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen bei neuen Methoden zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 fest. Bei mit COVID-19 infizierten Patienten, die mit Plaquenil oder anderen Medikamenten wie Kaletra behandelt wurden, seien rund 30 verschiedene unerwünschte schwere Nebenwirkungen aufgetreten, sagt ANSM-Direktor Dominique Martin der Nachrichtenagentur AFP. So habe es auch drei Todesfälle gegeben. Plaquenil enthält den Wirkstoff Hydroxychloroquin, der in der Malaria-Prophylaxe Anwendung findet. Kaletra enthält eine Kombination aus den Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir, die üblicherweise zur Behandlung von HIV-Patienten eingesetzt werden. (Quelle, 31.03.20)


Twitter löscht Bolsonaro-Tweets

Twitter hat zwei Tweets des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gelöscht, auf denen er Maßnahmen zum Eindämmen der Corona-Pandemie herunterspielte. Es handelte sich um zwei Videos von seiner Tour durch den Hauptstadtdistrikt Brasília, die er trotz der Pandemie unternahm – entgegen der Empfehlungen seines Gesundheitsministers Luiz Henrique Mandetta. Es bildeten sich Menschenansammlungen.

Twitter erklärte in einer Mitteilung, die Nutzerregeln seien geändert worden: Inhalte, die Gesundheitsinformationen der offiziellen Stellen widersprechen und die Menschen einem größeren Risiko der Übertragung aussetzen, seien nicht erlaubt. Mandetta hatte der Bevölkerung am Samstag empfohlen, im Kampf gegen das Coronavirus zu Hause zu bleiben.

Bolsonaro stimmte in den Videos Kritiken zur Isolation zu und warnte vor Folgen wie Arbeitslosigkeit. Außerdem erwähnte er in beiden Videos das Malaria-Medikament Hydroxychloroquin als mögliches Heilmittel.

Der Präsident hat das Coronavirus wiederholt als „kleine Grippe“ verharmlost, die restriktiven Maßnahmen einzelner Bundesstaaten und Städte kritisiert – und dazu aufgefordert, zur Normalität zurückzukehren. Die Regierung hatte in der vergangenen Woche eine Kampagne zur Weiterführung der wirtschaftlichen Aktivitäten lanciert, die ein Gericht aber am Wochenende stoppte. (Quelle, 30.03.20)


Enschede: Demcon liefert 500 Beatmungsgeräte

Schon binnen etwa zwei Wochen will die Fa Demcon aus Enschede 500 Beatmungsgeräte an die niederländischen Gesundheitsbehörden ausliefern. Das Medizintechnik-Unternehmen aus Twente hat dies mit dem niederländischen Wirtschaftsministerium vereinbart. Die Niederlande wollen kurzfristig zusätzliche Kapazitäten an Intensivbetten geschaffen werden. (Quelle und mehr in niederl., 30.03.20)


Uni-Klinik Kiel testet Medikament gegen Covid-19

Als eine von 50 Kliniken weltweit ist das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) ausgewählt worden, um im Kampf gegen das Coronavirus an einer Studie mit dem Wirkstoff Remdesivir teilzunehmen. Der auch gegen das Ebola-Virus eingesetzte Wirkstoff soll mit der Vergabe per Infusion an Patienten eingesetzt werden. „Mit dieser Substanz haben wir wahrscheinlich die einzige Substanz momentan, die ganz gezielt auf das Virus und seine Vermehrung wirkt. Deshalb sind die Hoffnungen auch so groß“, sagte Professor Stefan Schreiber, Direktor der Klinik für Innere Medizin am UKSH. Neben Kiel sind noch drei weitere Kliniken in Hamburg (UKE), München und Düsseldorf an der Studie beteiligt. Ergebnisse erwarten die Mediziner in drei Monaten – eine Zulassung vielleicht schon im Herbst. (Quelle: NDR, 30.03.20)


Bundeswehr

Die Zahl der Corona-Infektionen in der Bundeswehr ist deutlich angestiegen. Der Sanitätsdienst gehe von 187 bestätigten Infizierungen und 767 begründeten Verdachtsfällen aus, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Gegenüber dem vergangenen Freitag habe es einen Anstieg von 36 Infektionen und 41 Verdachtsfällen gegeben. Den ersten bestätigten Fall eines infizierten Soldaten hatte es Ende Februar gegeben. (Quelle: Tagesschau, 30.03.20)


Twente (NL): Altenheime mit Infektionen

Corona-Infektionen in Altenheimen in Wierden, Denekamp und Hengel festgestellt. Das Coronavirius infiltriert jenseits der deutsch-niederländischen Grenze  langsam aber sicher Pflegeheime für ältere Menschen. Der Pflegekonzern Carintreggeland berichtet, dass sich seine Bewohner an vier Orten infiziert haben. (Quelle Tubantia, 30.03.20)


Bundesärztekammer. Mehr testen!

Die Bundesärztekammer will für solche Personen die Kontaktsperre lockern, die eine Corona-Ansteckung schon überwunden haben. Dafür wäre es gut, möglichst viele Bundesbürger auf Antikörper zu testen. „Alle, die immun sind, weil sie die Infektion schon hinter sich haben, könnten dann wieder zur Arbeit gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen“, sagte Ärztekammerpräsident Klaus Reinhardt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Der große Vorteil ist ja: Sie sind weder gefährdet noch gefährden sie andere“, fügte er hinzu. 3(Quelle: FAZ, 0.10.20)


Türkei: Fast 11.000 gemeldete COVID19-Fälle

Die offizielle Zahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei ist auf mehr als 10.000 gestiegen. An einem Tag seien 1610 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte der Gesundheitsminister mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten auf 10.827 – ein Plus von 18 Prozent.

In 24 Stunden seien zudem 37 Infizierte gestorben, damit stieg die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 in der Türkei auf 168 (plus 28 Prozent). Die Türkei hatte am 11. März ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. (Quelle: Tagesschau, 30.10.20)


Schoki für Boni

Die Lingener Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ sammelt „Nervennahrung“ für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im örtlichen Bonifatius-Hospital. Zur Erläuterung der Aktion „Schoki für Boni“ schrieben sie an die „lieben Lingenerinnen und Lingener“:

„…wir sammeln für das Pflegepersonal im Bonifatius Hospital. Macht mit! Wir sammeln kein Geld und wir klatschen auch nicht am Fenster – wir sammeln Süßigkeiten und Obst. Nervennahrung!
Damit das Ganze möglichst kontaktlos funktioniert, machen wir das so: An folgenden Stellen steht eine gekennzeichnete Kiste, in die ihr eure Spenden legen könnt:

Am Dallgraben 14, Lingen Bramsche, im Carport,
Am Wollenkamp 4, Lingen Laxten, unter der Hausnummer,
Barenkamp 2, Baccum Münnigbüren, vor der Haustür,
Falkenstr. 23, Lingen Heukamps Tannen, vor dem Garagentor,
Raydtstr. 15, Lingen Innenstadt, in der Auffahrt,
Seerosenweg 12, Lingen Biene, Weiße Siedlung, vor der Haustür.

Wir sammeln das dann ein und stellen es vor die Notaufnahme. Dort wird es entgegengenommen und an die Stationen verteilt.

Gesammelt wird verpacktes Obst, Schokolade, Schokoriegel, Pralinenpackungen, Bonbons in Einzelverpackungen, andere Kleinsnacks. Bitte keine Schüttware wie große Bonbontüten oder unverpacktes Obst wie Äpfel oder Erdbeeren. Mandarinen, Orangen oder Bananen mit “eigener Packung” gehen!

Bitte klingelt nicht an den Haustüren oder fahrt selber zum Boni. Einfach in die Kisten legen und sich freuen! Von einer Mitarbeiterin aus dem Boni dazu:

„Wir brauchen dringend Hustenbonbons mit Honig oder Salbei… die Luft unter dem Mundschutz wird soooo trocken, wir können alle kaum noch sprechen.“

Fragen oder Ideen dazu gerne an unsere Kontaktmöglichkeiten hier. Viele Grüße und Danke fürs Mitmachen! Bleibt gesund! Die BürgerNahen“
(Quelle, 30.03.20)


Iran: Keine gedruckten Zeitungen mehr

In dem von der Pandemie besonders hart betroffenen Iran sollen vorerst keine gedruckten Zeitungen und Zeitschriften mehr erscheinen. „Zur effektiven Umsetzung des vom Gesundheitsministerium verabschiedeten Plans zur Reduzierung sozialer Kontakte“ sollten Zeitungen bis zum 8. April nur noch online erscheinen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur IRNA einen Sprecher des Corona-Krisenstabs im Innenministerium.

Derzeit erscheinen etwa 65 Zeitungen und Zeitschriften im Land, einschließlich der bei den Iranern sehr beliebten Sportzeitungen. Der Iran leidet schon seit Februar unter der Corona-Krise. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bisher mehr als 40.000 Infektionen und 2757 Covid-19-Tote registriert.(Quelle:Tagesschau, 30.10.20)


La France: Über 3.000 Tote

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind in Frankreich inzwischen 3024 Menschen Covid-19 erlegen. Am Vortag hatte die Zahl der Toten noch bei 2606 gelegen. Frankreich ist damit das vierte Land weltweit mit mehr als 3000 Toten. Die Zahl der Infektionen stieg auf 44.550 von 40.174 am Vortag. 5107 Menschen befinden sich den Angaben zufolge auf Intensivstationen. (Quelle:Tagesschau, 30.10.20)


Statt ESC

Dort, wo eigentlich Sänger um das beste europäische Lied wetteifern sollten, werden nun erst einmal Corona-Patienten versorgt. Das Rotterdamer Veranstaltungszentrum Ahoy richtet einige Hallen als Not-Klinik ein. In den Ahoy-Hallen können auch andere Patienten versorgt werden, für die wegen der Corona-Epidemie kein Platz mehr in den Krankenhäusern ist.

Der Eurovision Song Contest sollte im Mai im Ahoy stattfinden, war aber wegen der Corona-Epidemie abgesagt worden. Es ist noch nicht entschieden, ob der Wettbewerb im nächsten Jahr in der Hafenstadt ausgetragen wird. (Quelle  Tagesschau, 30.10.20)



Niedersachsen: Aufnahmestopp für Pflegeheime

Nach mehreren Todesfällen in einem Wolfsburger Pflegeheim hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) einen generellen Aufnahmestopp für neue Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen des Landes verhängt. Ausnahmen sind nur erlaubt, wenn in einem Heim für Neubewohner eine 14-tägige Quaratäne möglich ist.

Zuvor berichtete die Landesgesundheitsministerin von zahlreichen Verstößen gegen das Besuchs- und Betretungsverbot in Heimen. Auch in Wolfsburg, wo die Zahl der Toten am Mittag auf 17 gestiegen ist.

Gleichzeitig erklärte die Ministerin, dass 22 Reha-Kliniken angewiesen wurden, die notwendige Kurzzeitpflege zu übernehmen. Damit seien rund 2.000 Betten geschaffen worden. Weitere Kliniken sollen folgen. (Quelle, 30.03.20)


Tiefe Rezession

Der Internationale Währungsfonds (IWF) kalkuliert mit „gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen“ der Corona-Pandemie in Europa. Das Virus habe Europa „mit atemberaubender Heftigkeit“ getroffen, schreibt der IWF in einem Blog. In den großen Volkswirtschaften falle wegen der landesweit angeordneten Schließungen ganzer Branchen rund ein Drittel der Produktion aus. „Das bedeutet, dass in jedem Monat, in dem diese Sektoren geschlossen bleiben, das jährliche Bruttoinlandsprodukt um drei Prozent sinkt.“ Hinzu kämen die Störungen und Auswirkungen auf die übrige Wirtschaft. Europa werde in eine „tiefe Rezession stürzen“. Niemand könne wissen, wie lange sie anhalten werde. (30.03.20)


Cyber-Sicherheit beeinträchtigt

In Zeiten allgemeiner Verunsicherung haben es Cyberkriminelle leichter. Die Coronakrise macht nicht nur die Internetnutzer nervös, im Home-Office fehlt vielen Menschen auch eine Firewall oder ein Virenschutz. Darüber informiert die SZ heute.

IT-Sicherheits-Experten warnen deshalb vor einer Cyberkriminalitäts-Welle ungekannten Ausmaßes. Um dieser Welle etwas entgegenzusetzen, schließen sich Hunderte dieser Experten in informellen Foren zusammen, um schnell wichtige Informationen auszutauschen.
(Quelle und mehr, 30.03.20)


Niederlande: 864 Tote

In den letzten 24 Stunden sind in den Niederlanden weitere 93 Menchen infolge dessen Coronarvirus gestorben. Die Gesamtzahl der Opfer beläuft sich damit auf 864. Positiv getestert sind insgesamt 11.750., also 884 Personen mehr als Sontagmittag. 3990 Covid-19-Patienten sind bzw. waren in stationärer Behandlung. (Quelle 30.03.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag,  30.03.2020, 10 Uhr

Die Fallzahlen im Emsland steigen heute nicht so stark. 146 (+ 6) Menschen in unserem Landkreis haben sich nach den offiziellen Tests bislang infiziert (=44,9/100.000). Es bleibt bei einem Todesfall infolge COVID-19. Aktuell befinden sich 640 Personen im Emsland in Quarantäne; das ist gegenüber gestern ein Zuwachs von 30 Personen.

29 Personen (+5) sind genesen. Die höchste I-Rate besteht weiterhin in Haselünne mit aktuell (unverändert) 25 Erkrankten (=152,6/100.000).

In Lingen(Ems) steigt die Zahl der nachweisbar Infizierten auf 25 (+1); das sind umgerechnet 45,8/100.000.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 3 (+1) 1
 Samtgemeinde Freren 5 1
 Einheitsgemeinde Geeste 4 0
 Stadt Haren (Ems) 12 3
 Stadt Haselünne 25 3
 Samtgemeinde Herzlake 6 (+1) 0
 Samtgemeinde Lathen 4 1
 Samtgemeinde Lengerich 8 0
 Stadt Lingen (Ems) 25 (+1) 3
 Stadt Meppen 10 (+1) 0
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 2
 Stadt Papenburg 19 10
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 4 0
 Samtgemeinde Sögel 2 0
 Samtgemeinde Spelle 4 (+2) 1
 Einheitsgemeinde Twist 8 1
 Samtgemeinde Werlte 2 2
 Gesamt 146 (+6) 29 (+5)
Todesfälle 1
Aktuelle Covid-19-Fälle  

116 (+1)

(30.03.20)


Grundrechte aussetzen

Das Aussetzen von Freiheits- und Persönlichkeitsrechten zur Eindämmung der Corona-Pandemie besorgt den Leiter der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Jens-Christian Wagner. Die Maßnahmen seien angesichts der Gefahren durch eine Ausbreitung des Virus sicher berechtigt, sagte er der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Was ihn aber erstaunt habe und mit Sorge erfülle, sei die Tatsache, „wie schnell und wie weitgehend ohne Diskussion der vorübergehende Entzug von Freiheitsrechten gelaufen ist“. (Quelle und weiter hier, 30.03.20


Feldlazarett im Central Park, NYC

Im New Yorker Central Park wird ein Feldlazarett für Coronapatienten gebaut. Das berichten Korrespondenten, die auf einen Dericht des Newssender Spectrum News NY1 verweisen.  

Der Sender berichtet, dass entlang der 5th Avenue Lkws mit umfangreichen Krankenhausapparaturen und -vorräten geparkt sind und Arbeiter der christlichen Organisation Samaritan’s Purse mit der Errichtung des Feldlazaretts  beginnen haben. Es soll 68 Betten groß sein und gegenüber des Mount Sinai Hospital entstehen. (Quelle, 29.03.20)


Wildeshausen: Mehr als 40 Corona-Fälle in Altenheim

Jetzt sind nun auch in einem Altenheim in Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) Dutzende  Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Behördenangaben zufolge sind in der Einrichtung Almavito  („In Würde umsorgt“) 23 Bewohner und 18 Mitarbeiter betroffen. Das ist fast die Hälfte aller Personen der Einrichtung. Das Gesundheitsamt des Landkreises Oldenburg hatte am Freitag einen Massentest durchgeführt, nachdem bei einem kurz zuvor verstorbenen Bewohner mit Vorerkrankungen das Virus nachgewiesen worden war.  (Quelle, 29.03.20)


Österreich: Newsroom des ORF als Isolationsbereich

Wegen Corona wohnen 68 Angestellte des ORF in den Redaktionsräumen. So soll der Sendebetrieb aufrechterhalten bleiben.

„Und das ist für die nächsten 14 Tage mein Bett“, sagt Armin Wolf. Der bekannteste Anchorman des ORF lässt seine 437.292 Follower auf Twitter an seinem Alltag in der SperrzoneAnteil nehmen. Denn seit vergangenem Dienstag lebt ein Teil der Fernsehangestellten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Österreichs in einer Art Dschungelcamp am Küniglberg, dem Sitz des ORF-Zentrums im 13. Wiener Bezirk.

An der Glastür, die den isolierten Bereich abtrennt, klebt ein von Sicherheitschef Pius Strobl gezeichneter Hinweis. „Betriebsisolation Newsroom“, warnt er in roten Blockbuchstaben: „Zutritt zum Newsroom nur Personen im sendungskritischen Tätigkeitsbereich gestattet“. Es wäre eine Frage der Zeit gewesen, bis sich der Erste im ORF ansteckt, sagt Wirtschaftsredakteur Dieter Bornemann: „Wir hatten große Sorge, dass es zu einer behördlichen Schließung des Newsrooms kommt“. Bornemann ist Teil des 68-köpfigen Teams, das einen isolierten Bereich im ORF-Zentrum zwei Wochen nicht verlassen wird. Neben Journalisten und Moderatorinnen sind das Techniker, Cutter, Grafiker, Kameraleute, das Team von der Maske und andere unentbehrliche Mitarbeiterinnen.

Urheber der WG ist Pius Strobl, der den Sendebetrieb unter allen Umständen aufrechterhalten will. „Wir haben unsere Notfallpläne den heute maßgeblichen Szenarien angepasst“, sagt Strobl und meint Blackout, Terror, Geiselnahme oder Naturkatastrophen, „aber ganz ehrlich – an ein Virus haben wir nicht gedacht“.

Natürlich habe es auch im ORF „Verdachtsfälle“ gegeben, von denen einige später als Corona-positiv getestet wurden. Es sei aber, so Strobl zur taz, sehr schnell „die Erkenntnis gewachsen, dass Infektionen nichts mit den Betriebsstätten oder der journalistischen Arbeit zu tun haben, sondern im ‚privaten Bereich‘ passieren“, also durch die Familie oder Freizeitverhalten.

Die Konsequenz: „Wenn wir unsere Kernmannschaften schützen wollen, wenn wir die Sende-, Produktions- und breite Betriebsfähigkeit erhalten wollen, dann geht das auf Sicht nur mit Isolierung vor allen ‚Fremdkontakten‘“. Von dieser Erkenntnis weg sei der Weg zur Umsetzung nur mehr eine Frage der Zeit gewesen. Konsequenterweise sind 13- bis 20-köpfige Teams auch in Isolationsbereiche der neun Landesstudios und bei Radio Ö3 eingezogen. Mehr als 2.000 MitarbeiterInnen arbeiten vom Homeoffice zu. (Quelle und mehr, 29.03.20)


Doch Marathon in Dubai (VAR)

Das südafrikanische Ehepaar Hilda und Collin Allin ist in Dubai wie geplant die Marathondistanz von 42,2 Kilometern gelaufen – auf dem Dach ihres Appartements.

Der Lauf auf dem 20 Meter langen Bauwerk vor ihrem Appartment übertrugen die beiden live im Internet. Insgesamt liefen sie 2.100 Runden. Laut ihrer Stoppuhr bewältigten sie den Marathon in fünf Stunden, neun Minuten und 39 Sekunden. Auch die zehnjährige Tochter des Paares, Geena, war während des Marathons im Einsatz: Sie hielt Schilder mit „Start“ und „Wenden“ hoch und versorgte ihre Eltern mit Wasser, Snacks und anfeuernder Musik. 

Die Vereinigten Arabischen Emirate, zu denen Dubai gehört, haben wegen der Coronavirus-Pandemie strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt. Zwischen Donnerstag und Sonntag galt eine nächtliche Ausgangssperre. In den Emiraten wurden bislang knapp 470 Infektions- und zwei Todesfälle gezählt. (Quelle, 29.03.20)


Wolfsburg: Jetzt 15 Corona-Opfer – WOB-Krankenhaus mit Aufnahmsstopp

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim des Diakonischen Werk, in dem überwiegend Demenzkranke leben, ,sind drei weitere Menschen in Folge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte die Stadt Wolfsburg mit. Damit sind innerhalb von knapp einer Woche 15 Menschen in dem Alters- und Pflegeheim, in dem viele demenzkranke Menschen leben, nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. In dem Heim gibt es 165 Bewohner von denen nach Angaben vom Sonnabend 72 infiziert sind.

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern bis auf wenige Ausnahmen keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt mitteilte. Davon ausgenommen seien die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal, wie eine erste „intensive Analyse der Situation“ ergeben habe. Zuvor hieß es zudem, dass ab sofort keine Besuche mehr erlaubt seien, „auch nicht die bisherigen Ausnahmen“.

Das gesamte Klinikpersonal arbeite „ab sofort im Vollschutz“, hieß es von der Stadt Wolfsburg: „Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt.“ Über das weitere Vorgehen soll entschieden werden, wenn die Testergebnisse von Personal und Patienten vorliegen, die für Montagabend erwartet werden.

Auch in Würzburger Altenheim ist inzwischen ein weiterer Bewohner des dortigen Altenheims verstorben. Insgesamt dort jetzt 13 Todesopfer zu beklagen.

(Quellen Tagesschau, NDR, W-AZ, 29.03.20)


(29.03.20)


Hotspot New York (USA) 

Innerhalb 24 Stunden, von Freitag auf Samstag, sind allein in New York City 222 Menschen an dem Corona-Virus gestorben; insgesamt sind dort 672 Todesfälle zu beklagen. Im gleichnamigen US-Bundesstaat New York sind 52.000 Menschen infiziert, von denen sich 7300 in stationärer Krankenhausbehandlung befinden. Dort reicht die medizinische Ausstattung noch rund eine Woche, und es fehlen schon jetzt rund 4000 Krankenhausbetten. Das Notrufsystem ist völlig überlastet.

„A lawsuit seeks the release of more than 500 federal inmates. About 540 prisoners at the federal jail in Brooklyn could develop serious illnesses related to the coronavirus because of their age or underlying health conditions and should be released immediately, according to a lawsuit.

The jail’s warden has identified 537 prisoners as “particularly vulnerable” to the virus under federal health guidelines, says the suit, which was filed late Friday. Those prisoners, the suit argues, should be released “with appropriate precautionary public health measures.

Several inmates and staff members at the Brooklyn jail, the Metropolitan Detention Center, have already been infected, according to the federal Bureau of Prisons.

Risks to inmates have been heightened by a failure to take proper precautions, the suit says. Doctors have not checked on inmates in their units, staff members have not worn protective gear and the jail only has nine nasal swab test kits, according to a legal filing by Deirdre D. von Dornum, a lawyer with the federal defender’s office.”

Meine Meinung: Das particularly vulnerable ist ein erster, guter Maßstab auch für deutsche Gefängnisse. Die deutschen JVAs haben zwar besser als die in NYC vorgesorgt, Wie diese haben si durchweg hohe Mauern, die allerdings nur das Weglaufen von drinnen nach draußen verhindern, doch nicht den Virus von draußen nach drinnen stoppen werden. Grundsätzlich sollten daher alle älteren und nicht gesunden Gefangenen sowie die entlassen werden, die nur noch wenige Wochen und Monate, also einen geringen Teil ihrer Strafe zu verbüßen haben. Über denkbare, wenige Ausnahmen mag man nachdenken.

Noch vor 30 Jahren wäre dies genau so, schnell und überparteilich geregelt worden. Schwieriger ist das in heutigen Zeiten, in denen verantwortliche Minister vor allem erst einmal an „das System“ denken, das funktionieren muss und nicht an die Folgen dieses Rigorismus. (29.10.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Sonntag,  29.03.2020, 11 Uhr

Die Fallzahlen im Emsland steigen heute mit +4 nur leicht. 140 (+ 4) Menschen in unserem Landkreis haben sich nach den offiziellen Tests bislang infiziert (=43,1/100.000). Es bleibt bei einem Todesfall infolge COVID-19.

24  Personen (+8) sind genesen – erstmals mehr als neu infiziert sind. In   Lingen(Ems) steigt die Zahl der nachweisbar Infizierten auf 24 (+2); das sind umgerechnet 44,4/100.000. Die höchste I-Rate besteht weiterhin in Haselünne mit aktuell (unverändert) 25 Erkrankten (=152,6/100.000).

Aktuell befinden sich 610 Personen im Emsland in Quarantäne; das ist gegenüber gestern ein Rückgang von 20 Personen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2 1
 Samtgemeinde Freren 5 0
 Einheitsgemeinde Geeste 4 (+1) 0
 Stadt Haren (Ems) 12 3
 Stadt Haselünne 25 2
 Samtgemeinde Herzlake 5 0
 Samtgemeinde Lathen 4 0
 Samtgemeinde Lengerich 8 (+1) 0
 Stadt Lingen (Ems) 24 (+2) 2
 Stadt Meppen 9 0
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 2
 Stadt Papenburg 19 10
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 4 0
 Samtgemeinde Sögel 2 0
 Samtgemeinde Spelle 2 0
 Einheitsgemeinde Twist 8 1
 Samtgemeinde Werlte 2 2
 Gesamt 140 (+4) 24 (+8)
Todesfälle 1
Aktuelle Covid-19-Fälle  

115

(29.03.20)


Niedersachsen: Zahl der Infektionen steigt auf 3.783 Fälle

In Niedersachsen ist die Zahl der an Covid-19-Erkrankten im Vergleich zu gestern um 300 Fälle auf 3.783 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich von 21 auf 27, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte. (29.10.20)


Corona-Patienten aus Zwolle (NL) nach Münster(Westf) verlegt

Twee coronapatiënten zijn vandaag overgebracht van de Zwolse Isala Ziekenhuizen naar een ziekenhuis in Münster in Duitsland. Dit meldt woordvoerder Monique de Haan van Isala. Hoewel er op dit moment nog geen concrete plannen zijn om meer patiënten te verplaatsen, sluit ze dat ook niet uit.

Isala heeft in overleg met het Ministerie van VWS 2 COVID-19 patiënten overgebracht naar het ziekenhuis in Münster. ,,Wij zijn blij dat wij in overleg met internationale collega’s de druk op de zorg kunnen spreiden. Wij verzorgen op dit moment 117 COVID-19 patiënten en werken inmiddels in een opgeschaalde situatie. We verwachten de komende dagen een verdere stijging van het aantal patiënten. Daarnaast is Isala ook traumacentrum in de regio. Ook daarvoor moeten we IC-bedden beschikbaar houden. Onderling contact en landelijke coördinatie zal ook de komende tijd heel belangrijk zijn“, licht woordvoerder De Haan toe.

Isala heeft de twee patiënten naar het Duitse ziekenhuis overgebracht om de verwachte piek voor te zijn, hoewel de grens van de capaciteit op de intensive care nog niet is bereikt. Waarom het specifiek om twee patiënten gaat, dat kan De Haan niet zeggen. ,,Daar zullen de medici goede reden voor hebben“, zo liet ze gisteren aan de Stentor weten. (Quelle, 29.03.20)


Portugal Menschlichkeit trifft Gesundheitsvorsorge

(29.03.20)


Bitte der Apotheken: Nicht erkältet in die Apotheke kommen!

Wegen der Corona-Pandemie haben viele Apotheken in Norddeutschland besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. An vielen Verkaufstresen wurden Plexiglasscheiben eingesetzt, zudem lassen die Mitarbeiter nur wenige Kunden gleichzeitig in den Verkaufsraum. „Die Bevölkerung macht das geduldig und großartig mit“, sagte die Präsidentin der niedersächsischen Apothekerkammer, Cathrin Burs. Die Patienten respektierten die Beschränkungen, die auch ihrem eigenen Schutz dienten. Burs appellierte an Menschen mit Erkältungssymptomen, möglichst nicht persönlich in die Apotheke zu gehen. Die Hilfe von Angehörigen oder Nachbarn funktioniere vielerorts. Den Apotheken komme in der Corona-Krise eine „Schlüsselrolle“ zu, betonte die Kammerpräsidentin. Es gehe um Beratung, Beruhigung und Unterstützung der Patienten. (29.03.20)


Waffenruhe in Syrien?

Die Europäische Union unterstützt den Aufruf der Vereinten Nationen zu einer sofortigen landesweiten Waffenruhe in Syrien wegen der Corona-Pandemie. Die EU sei führend bei humanitärer Hilfe für Syrien und bereit, die UN bei ihren Bemühungen zum Stopp der Kampfhandlungen und der Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen, erklärte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell.

Die Vereinten Nationen hatten am Samstag zur Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland aufgerufen. Es gelte, eine weitere Katastrophe zu verhindern, sagte der Chef der UN-Untersuchungskommission für Syrien, Paulo Pinheiro.

Papst Franziskus verlangte angesichts der Pandemie gar eine weltweite Waffenruhe. Alle Konfliktparteien müssten Kampfhandlungen einstellen und so die Schaffung von Korridoren für humanitäre Hilfe, Diplomatie und Aufmerksamkeit für besonders Schutzbedürftige ermöglichen, forderte das Oberhaupt der katholischen Kirche per Video bei seinem Mittagsgebet im Vatikan. (Quelle: tagesschau, 29.03.20)


Schutzmasken

Angesichts des akuten Engpasses bei Schutzmasken und -kitteln will die Bundesregierung diese beschleunigt beschaffen und hat dafür das bisherige Beschaffungsverfahren geändert, durch das unlautere Beschaffungen verhindert werden soll. Das Gesundheitsministerium habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet, berichtet heute die „Welt am Sonntag“. Da bei dieser Vorgehensweise keine Verhandlungen stattfinden, können Geschäfte schneller abgewickelt werden. Unternehmen, die auf das Angebot eingehen, müssen dem Bericht zufolge mindestens 25.000 Stück eines der beiden Produkte liefern, einen Mindeststandard garantieren und die Lieferung verantworten.

In den Niederlanden wurden unterdessen zehntausende aus China importierte Atemschutzmasken zurückgerufen. Die Masken entsprächen nicht den geforderten Qualitätsstandards, teilte das niederländische Gesundheitsministerium mit. Ein Teil der Lieferung sei an Krankenhäuser verteilt worden. Wegen der festgestellten Mängel sollen sie aber nicht zum Einsatz kommen. (29.03.20)


58 Einsätze für Oldenburger Polizei

Zwar halten sich die Menschen in Niedersachsen – so die Polizei – überwiegend an die wegen der Coronavirus-Pandemie erlassenen Auflagen. Aber es gibt Ausnahmen: Am Wochenende hat die Polizei in Oldenburg und im Landkreis Ammerland 15 Ermittlungsverfahren gegen Menschen eingeleitet, die sich nicht an die Regelungen hielten. Es habe abends unerlaubte Zusammenkünfte gegeben und damit Verstöße gegen das bestehende Kontaktverbot, teilte die Polizei mit. Einige Zusammenkünfte seien aufgelöst worden. Insgesamt habe es von Freitagmittag bis Sonntag früh 58 Einsätze im Zusammenhang mit Auflagen wegen der Coronavirus-Ausbreitung gegeben. (Quelle, 29.03.20)


Berlin: Keine spontanen Demonstrationen

Die Polizei hat nach Angaben einer Sprecherin Teilnehmer einer Kundgebung in Berlin-Mitte unter dem Motto «Grundrechte verteidigen – Sag Nein zur Diktatur!» „zurecht gewiesen“.

Beamte erklärten, dass die Veranstaltung nicht erlaubt sei, sie hätten von einigen die Personalien aufgenommen. Wie viele Menschen vor Ort waren, war der Sprecherin nicht bekannt. Anders als geplant sei bei der Kundgebung aber auf Redebeiträge verzichtet worden, sagte Demo-Mitinitiator Anselm Lenz. Ihm zufolge war ein Ziel der Kundgebung, angesichts der Corona-Krise auf die Bedeutung der ersten 20 Artikel des Grundgesetzes aufmerksam zu machen.

Auch die Hamburger Polizei löste eine verbotene Demonstration für das Bleiberecht von Flüchtlingen auf. Die etwa 30 Demonstranten hatten sich mit Plakaten auf dem Platz beim Hamburger Hauptbahnhof aufgestellt. Die Demonstranten hätten gemäß der behördlichen Vorgaben zwar ausreichend Abstand zueinander eingehalten, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings sei die Versammlung unangemeldet gewesen und wegen der allgemeinen Kontaktsperre ohnehin verboten. Daher nahmen Beamte die Personalien der Demonstranten auf und erteilten ihnen Platzverweise. Zu Zwischenfällen kam es den Angaben nach nicht. (Quelle, 29.03.20)


Unterfranken: „Ankerzentrum“ unter Quarantäne

Im unterfränkischen Geldersheim ist das dortige „Ankerzentrum“ unter Quarantäne gestellt worden. Dort sind sieben Bewohner und ein externer Beschäftigter mit dem Virus infiziert, teilte die Regierung von Unterfranken mit. Insgesamt hielten sich im Zentrum bei Schweinfurt momentan rund 600 Asylbewerber auf. Es gilt nun ein Aufnahmestopp.

„Ankerzentren“ wurden eingerichtet, um das komplette Asylverfahren an einem Ort abzuwickeln. „Anker“ ist die gekünstelt-euphemistische Kurzform für „Ankunft, Entscheidung, Rückführung“. (29.03.20)


Katze

Eine Katze hat sich in Belgien bei einem Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Von dem Fall berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA auf ihrer Webseite. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.

Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzige bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt.

Die AFSCA betonte: „Das Risiko einer Übertragung des Virus von Haustieren auf den Menschen ist im Vergleich zum Übertragsrisiko durch direkten Kontakt von Menschen untereinander zu vernachlässigen.“ Trotzdem wird dringend empfohlen, die üblichen Hygieneregeln zu befolgen. (29.03.20)


Post Notfallplan

Weiterhin stellt die Post Briefen und Pakete im Normalbetrieb zu. Doch sollte der Krankenstand in Höhe schnellen, wird der Briefträger künftig wohl seltener oder sogar nur noch zu bevorrechtigten Kunden kommen.

Die Deutsche Post hat einen Notfallplan erarbeitet, sofern es im Zuge der Corona-Krise zu weiteren Einschränkungen kommt. Die „Notfall Planung Betrieb Covid-19“ listet auf 20 Seiten auf, welche Zustellarbeit in Quarantäne-Gebieten erfolgen kann, berichtet WELT AM SONNTAG. [Quelle und mehr, 29.01.20]


Die Bundeseinschränkungsübersicht in der taz

 (29.03.20)



Paris: 16jährige stirbt an COVID19-Virus

Es fing mit leichtem Husten an, doch die Symptome verschlimmerten sich dramatisch. In Paris ist eine 16-jährige an der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben.

Wie die französische Tageszeitung „Le Parisien“ berichtet, ist die Schülerin in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Necker Kinderkrankenhaus in Paris verstorben. Die 16-jährige habe keinerlei Vorerkrankungen gehabt, wie die Eltern der Zeitung bestätigten. Sie wäre damit die jüngste Europäerin, die an der Lungenkrankheit COVD-19 gestorben ist.

Das Mädchen hatte am Sonntag zuvor zum ersten Mal einen Arzt wegen starkem Husten aufgesucht. Wie die Schwester der Toten gegenüber der Zeitung äußerte, habe sich die Krankheit vor ihrem Tod „heftig“ beschleunigt. Sie sagte ebenfalls, der Tod ihrer Schwester zeige deutlich, dass wir „aufhören müssen zu denken, dass dies nur ältere Menschen betrifft.“ Niemand sei vor dem Virus sicher. (29.03.20; Foto: Eiffelturm, pixabay)


Zwangsbriefwahl

Es will rechtlich so ganz und gar nicht rund laufen mit den Zwangsbriefwahlen heute in Bayern: Für die erforderliche Änderung des Wahlgesetzes waren nicht genug Abgeordnete anwesend.

Die Stichwahlen zur Kommunalwahl in Bayern bleiben interessant: Am Sonntag sollen in einer Stichwahl in zahlreichen bayerischen Kommunen und Landkreisen Bürgermeister und Landräte bestimmt werden. Diese Stichwahlen sollen aus Gründen des Infektionsschutzes ausschließlich als Briefwahlen durchgeführt werden.

Schon bei der entsprechenden Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums war mehr als fraglich, ob diese ausreicht, um umfassende Briefwahlen anzuordnen. Der Landtag wollte am Mittwoch nachbessern, um eine Rechtsgrundlage für die ausschließlichen Briefwahlen zu schaffen. Notwendig für die Zwangsbriefwahl ist lediglich eine befristete Änderung des bayerischen Wahlgesetzes.

Es bestehen allerdings auch Zweifel an der Beschlussfähigkeit des Landtages in der Plenarsitzung von Mittwoch; denn es war nur ein Bruchteil der Abgeordneten erschienen. Der Verfassungsrechtler Walther Michl von der Ludwig-Maximilians-Universität München legte zuerst auf dem Verfassungsblog dar, dass Art. 23 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung die Anwesenheit der Mehrheit der Abgeordneten vorschreibt. Anders als das Grundgesetz für den Bundestag enthalte die Bayerische Verfassung damit für den dortigen Landtag ein eindeutiges Anwesenheitsquorum, von dem er nicht ohne weiteres durch eine Geschäftsordnungsregelung abweichen könne. Diese Zwangsbriefwahl dürfte also unwirksam sein.

(Quelle, 29.03.20)


Mehr als 30.000 Tote

Johns Hopkins Universität teilt mit: Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Johns Hopkins Universität in den USA registrierte bis gestern 30.438 Todesfälle. Den Angaben zufolge haben sich 657.691 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 115.500 Infektionen nachgewiesen worden, in China mehr als 81.990. In Italien starben seit Beginn der Pandemie 10.02. Das ist die höchste Zahl weltweit.

Gestern früh 0.00 Uhr waren in Deutschland etwa 50.000 Menschen infiziert. Das sind ca.6300 Fälle mehr als am Vortag. Gestorben sind in Deutschland am Coronavirus bisher 325 Menschen. (29.03.20)


„Zugang zum Recht gefährdet.“

Berliner dürfen derzeit nur bei einem „dringend erforderlichen“ Termin zu ihrem Anwalt. Ein Asylrechtler klagt wegen Verletzung seiner Berufsfreiheit. Und weil seine Mandanten der Polizei nun erklären müssen, dass ihnen Abschiebehaft droht.

Der Berliner Migrationsrechtler Dr. Matthias Lehnert* hat am heutigen Freitag einen Normenkontrollantrag beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg eingereicht. Der Rechtsanwalt will die Corona-Beschränkungen in der Hauptstadt vorläufig außer Kraft setzen lassen, soweit die Berliner ihre Wohnung für den Gang zum Anwalt nur dann verlassen dürfen, wenn sie einen „dringend erforderlichen Termin“ bei diesem nachweisen.

Aus Sicht von Lehnert wird es seinen Mandanten durch diese Regelung erheblich erschwert, ihn aufzusuchen und um Rechtsrat zu bitten. Er sieht dadurch deren Zugang zum Recht gefährdet und moniert zudem einen Eingriff in seine Berufsfreiheit ohne ausreichende Ermächtigungsgrundlage. [mehr und Quelle, 28.03.20]


160.000 Deutsche zurück gebracht

Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte auf Twitter allen Beteiligten, die daran „unfassbar hart“ gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: „Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten.“

Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. „Wir machen weiter“, twitterte Maas. Zunächst hatten alle EU-Länder versucht, angesichts der im Zuge der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen ihre Bürger in Eigenregie zurück nach Hause zu holen. Mittlerweile gibt es eine Koordination. (Quelle, 28.03.20)


Küstenorte machen dicht.

Niedersachsens Küstenorte machen dicht: Die Stadt Cuxhaven hat ihre Strände bis auf Weiteres für auswärtige Besucher gesperrt. Die Einhaltung des Verbots werde konsequent kontrolliert, sagte Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD). Dies diene dem Schutz sowohl der Einheimischen als auch der Gäste. Auch Inhaber von Zweitwohnungen an der Küste dürfen nicht in ihren Ferienwohnungen bleiben. Der Schutz der Menschen vor dem Coronavirus habe Vorrang, entschied das VG Oldenburg (Az. 7 B 721/20).

Die Parkplätze am Südstrand von Wilhelmshaven sind seit Donnerstag gesperrt. Dort hatten sich Gruppen gebildet, die das Kontaktverbot nicht eingehalten haben. Zwar könne der Südstrand noch betreten werden, mit Blick auf das schöne Wetter sollte besser jeder in seinem Stadtteil spazieren gehen und nicht die Flaniermeilen besuchen, rät eine Stadtsprecherin.
In Cuxhaven dürfen seit Freitag nur noch Einheimische die Strände betreten. Wegen der Corona-Pandemie ist der Küstenort für Touristen und Tagesgäste tabu.

Im Landkreis Friesland sollen die Strände im Wangerland und der Kurort Dangast auf Wunsch der Kommunen ebenfalls nicht mehr besucht werden. Die meisten Parkplätze entlang der Bäderstraße im Wangerland werden zum Wochenende geschlossen. Das Deichschart in Hooksiel, riegelt den Weg vom Ort zum Strand für Fahrzeuge ab. Es ist seit Freitagmittag geschlossen. Auch in Ostfriesland sind Strände und Deiche als beliebte Ausflugsziele verstärkt im Blick der Ordnungshüter. Kurdirektoren und Bürgermeister bitten deshalb um Verständnis.

Zuvor hatten bereits die letzten Urlauber die Ostfriesischen Inseln wegen der Corona-Pandemie verlassen. Seit Donnerstag halten sich auf allen Ostfriesischen Inseln sowie an der Küste nur noch Menschen auf, die dort ihren Hauptwohnsitz haben oder dort arbeiten. Auch Bauarbeiter und Handwerker dürfen nur für Notfälle auf die Inseln kommen. (Quelle und mehr: NDR, 28.03.20)


Prinzip Pferdeklappe

Leonardo, Relevant und Royal Diamond Junior stehen auf der weitläufigen Wiese direkt am Wald und erkunden neugierig ihre Umgebung. Die drei Pferde sind die Neuen in der Pferdeklappe in Norderbrarup im Kreis Schleswig-Flensburg – ehemalige Turnierpferde. Sie kamen vergangenen Donnerstag. „Ihr Besitzer ist gestorben. Normalerweise nehmen die Reitbetriebe dann schon mal Pferde auf und setzen die Tiere im Reitunterricht ein“, sagt die Betreiberin der Pferdeklappe, Petra Teegen.

Doch Reitunterricht findet momentan durch das Corona-Virus nicht statt. Den Reitbetrieben fehlt jetzt das Geld. „Die Auffangstation ist manchmal die letzte Station vor dem Schlachter“, sagt Teegen. 

Vor 32 Jahren hat Petra Teegen das erste Pferd in Not aufgenommen. 2013 gründete sie dann den Verein „Pferdeklappe“. Hier können Besitzer ihre Tiere auch anonym abgeben. „Morgens zählen wir auf der Weide die Pferde durch, um zu gucken, ob es mehr geworden sind“, sagt Petra Teegen. Etwa 20 Prozent…[weiter beim NDR, 28.03.20)]


NRW  hilft

Die Bundeswehr hat sechs schwerstkranke Covid-19-Patienten aus Norditalien nach Deutschland geflogen. Inzwischen bereitet sich die Bundeswehr auf weitere Transporte von Patienten vor.

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Corona-Krise hat die Bundeswehr Patienten zur Behandlung nach Deutschland gebracht. Mit dem Airbus A310 MedEvac, der fliegenden Intensivstation der Luftwaffe, wurden sechs beatmete Menschen von Bergamo nach Köln geflogen. Sie sollen in Nordrhein-Westfalen eine Intensivbehandlung erhalten. (28.03.20)


Überblick im Norden

Niedersachsen meldete am Samstag insgesamt 3.482 bestätigte Infektionen, das sind 308 mehr im Vergleich zu Freitag. 21 Menschen sind inzwischen gestorben; darunter sind allein 12 Opfer in einem Wolfsburger Pflegeheim. Das Emsland meldete dabei eine überdurchschnittliche Zunahme um 22 auf 136 Infizierte (Lingen: +2 auf 22). In Hamburg stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle seit gestern um 176 auf 1.935. Vier Menschen starben bislang in der Hansestadt an COVID-19. In Schleswig-Holstein kamen 96 Fälle hinzu. Dort sind bislang insgesamt 917 Fälle gemeldet, fünf Menschen starben. Für Mecklenburg-Vorpommern und Bremen wurden heute noch keine neuen Infektionen gemeldet. (Quelle NDR, 28.03.20)


Wird HSG Nordhorn-Lingen Gewinner?

Der Profi-Handball ist wie alle Sportarten hart von der Corona-Krise betroffen. Der Bundesliga-Handballverein HSG Nordhorn-Lingen hat inzwischen Kurzarbeit beantragt. Gespielt wird in der Handballliga nicht mehr und nach einer langen Niederlagenserie plante die HSG für die zweite Liga. Jetzt könnte alles ganz anders kommen und die HSG zum Gewinner werden, spekuliert der NDR:

„Mit der Schlusssirene ging eine Erkenntnis einher: „Das war’s!“ Diesen Gedanken sprach Matthias Stroot nach dem 19:21 im Heimspiel gegen Die Eulen Ludwigshafen auch bald darauf in die Mikrofone: „Die HSG Nordhorn-Lingen plant für die zweite Handball-Bundesliga.“ Die Aussage des HSG-Geschäftsführers ergab sich durch einen schonungslosen Blick auf die Fakten. Der Aufsteiger stand mit 2:40 Punkten in der Tabelle abgeschlagen auf dem letzten Rang. Es war der Abend des 1. Februar.

Die Tagesschau hatte zwei Stunden zuvor berichtet, dass in China das Coronavirus grassiert, dass sich dort mehr als 14.300 Menschen angesteckt hatten. An jenem Abend war dies von der Grafschaft Bentheim aber noch weit weg….

[Quelle und weiter beim NDR, 28.03.20)]


TÜV-Frist verlängert

Um Autofahrer in der Corona-Krise zu entlasten, bekommen sie für die Erneuerung der TÜV-Plakette nach den Worten von Verkehrsminister Andreas Scheuer vorübergehend mehr Zeit. Die Frist für die Überziehung sei von zwei auf vier Monate verlängert worden, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung. (28.03.20)


Portugal hilft Migranten

Portugal will Migranten während der Krise als Ansässige ansehen. Voraussetzung seien Anträge auf Aufenthaltsgenehmigungen wie Asylanträge, teilen die Behörden mit. Damit solle sichergestellt werden, dass auch Migranten der Zugang zum Gesundheitssystem, Sozialleistungen, Bankkonten und Mietverträgen gewährleistet werden könne. Die Bestimmungen sollen ab Montag bis zunächst zum 1. Juli gelten. Im vergangenen Jahr erhielten laut Regierungsdaten von 580.000 im Land lebenden Immigranten 135.000 eine Aufenthaltsgenehmigung.

Auch in Deutschland leben zahlreiche Migranten ohne offizielle Erlaubnis, ohne Papiere und Versicherungen. Sie sind besonders von der Corona-Krise  betroffen.


📌  Wolfsburg: 12 Corona-Tote in Pflegeheim

Nach einem Coronavirus-Ausbruch in einem Wolfsburger Pflegeheim sind inzwischen zwölf Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das gab der Krisenstab der Stadt bekannt. 72 Bewohner des Heims seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Am Freitag hatte die Stadt berichtet, dass acht Menschen im Alter von 76 bis 100 Jahren am Coronavirus gestorben seien.

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann äußerte sich bestürzt über die hohe Zahl der Todesfälle. Diese Tragödie zeige die zerstörerische Kraft, die das Virus entfalten könne. Sie führe deutlich vor Augen, dass insbesondere Seniorinnen und Senioren geschützt werden müssten: „Auch vor dem Hintergrund der furchtbaren Ereignisse in Wolfsburg warne ich davor, vorschnell Debatten über eine Aufhebung der Kontaktverbote zu führen und falsche Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Krise zu wecken.“ (Quelle, 28.03.20)


Pepper hilft

Ein kleiner Roboter hilft Kunden eines Edeka-Marktes in Lindlar, untereinander auf Abstand zu bleiben und sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. „Pepper“, der eigentlich ein Pflegeroboter ist, steht seit Mittwoch im Kassenbereich der Filiale und schwört Einkaufende mit elektronischer Stimme auf die Schutzmaßnahmen ein. Außerdem wirbt er für Rücksichtnahme und Solidarität untereinander und rät mit kindlich-freundlichem „Gesichtsausdruck“ von Hamsterkäufen ab. [Quelle und mehr, 28.03.20]


Vor COVID19-Sammelklage gegen das Land Tirol (Österreich)

Rund 400 Skifahrer könnten sich einer Sammelklage gegen die Tiroler Behörden wegen einer zu späten Reaktion auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie anschließen. Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) teilte mit, bereits zwei Tage nach einem entsprechenden Aufruf hätten sich rund 400 Menschen gemeldet, mehr als 350 davon Deutsche.

Die meisten hätten in Ischgl und im Paznauntal Urlaub gemacht. Der Verband hatte  einen europaweiten Aufruf an mögliche Betroffene gestartet, die davon ausgehen, dass sie sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben.

Den Behörden in Tirol wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen eines Ausbruchs in dem beliebten Wintersportort Ischgl reagiert und damit der Ausbreitung in Europa und darüber hinaus Vorschub geleistet zu haben. Der VSV erklärte, er wolle über seine Website Zeugenaussagen sammeln. Diese sollten belegen, „dass die Schließung des Skiresorts aus kommerziellen Gründen hinausgezögert wurde“. (28.03.20) [mehr…]


NL: Veranstaltungsausfälle 

Die Stadt Hengelo (Overijssel) hat bis zum 1. Juni alle Feste und Zusammenkünfte untersagt. Also fallen dort aus:

Koningsdag
Geen kleedjesmarkt, Hengelo Sportstad en muziek op 27 april. Eerder vandaag schreven we al dat de Hengelose Oranje Vereniging met de voorbereidingen voor Koningsdag 2020 is gestopt. “Het is niet anders, veiligheid gaat voor alles”, reageert woordvoerder Eddon Janssen.
Oranjekermis
Nu gaat er niet alleen een streep door Koningsdag, maar ook door de 75ste Oranjekermis.
Halve Marathon
De 48ste editie van de Halve Marathon op zondag 5 april werd vorige week al afgelast.
Boekenmarkt Tuindorp
Ook een fijn evenement dat bij velen omcirkeld stond op de kalender : de boekenmarkt in Tuindorp. Die komt er later dit jaar ook niet, in 2021 is de volgende boekenmarkt.
Esreinmarkt
Op 19 april zou de Esreinmarkt zijn, zoals je vast weet een evenement dat duizenden mensen trekt. De organisatie kiest voor een verplaatsing van het evenement. ‘We zullen op zoek gaan naar een geschikte datum, hopende dat het dan allemaal voorbij is.’
BAM! Festival
nu en 2021
Bevrijdingsdag
Ook alle activiteiten in het kader van Bevrijdingsdag zijn afgelast. Geen Keep Them Rolling dus op 5 mei in de binnenstad. En er stonden tot en met mei meer activiteiten gepland rondom de herdenking en het vieren van 75 jaar bevrijding; van bevrijdingsconcert tot onthullen van Stolpersteine en films. Er gaat niets van door.
Reuring in de Stad
Ook door 150 jaar Reuring in de Stad gaat een streep. We kunnen op zaterdag 9 mei niet terug in de tijd en het historische leven herbeleven.
Wandel-4-DaagseJ
ammer, maar we moeten het dit jaar ook doen zonder de Wandel-4-Daagse. De uitleg is helder: ‘We verwachten niet dat als op 1 juni de regels versoepeld worden we een week later al met ruim 5000 lopers op pad kunnen.” In 2021 is daarom de volgende wandelvierdaagse.
FBK Games
De FBK Games stonden voor 1 juni op de evenementenkalender. Ja, er is goed gekeken of dit grootste Nederlandse atletiekfestijn op een andere datum kan worden gehouden, nog in 2020.  Dat lukt niet. We moeten wachten tot volgend jaar (zondag 6 juni 2021) voor we de (inter)nationale atletiektoppers weer in actie kunnen zien in Hengelo
Hengelose Wandel-4-Daagse
De organisatie van de Hengelose Wandel-4-daagse heeft besloten dat de editie van 2020 niet doorgaat. “We verwachten niet dat als op 1 juni de regels versoepeld worden, we een week later al met ruim 5000 lopers op pad kunnen.” Het evenement is ook niet op een later moment, pas volgend jaar is er weer een Wandel-4-Daagse in Hengelo.
Korenfestival Amusing
De organisatie heeft de 15e editie – op 6 juni – geannuleerd. “Hoe zeer het ons ook spijt, maar de gezondheid van alle deelnemers en bezoekers vinden wij belangrijker”, reageert de organisatie. Pas volgend jaar is er weer een Korenfestival.
Kunstmarkt Hasselo
ok Kunstmarkt Hasselo is door de coronacrisis afgelast. Het evenement stond gepland op 16 mei.
(Quelle, 28.03.20)


Jazzfest-Gronau

Nachzutragen ist noch die Absage aller Konzerte ud Veranstaltungen des traditionellen Jazzfestes Gronau: „…Aus diesem Grunde können die geplanten Konzerte des 32. Gronauer Jazzfestes vom 25.04. bis zum 03.05.2020 …nicht stattfinden.
Die Gesundheit unserer Besucher/innen, Mitarbeiter/innen und Künstler/innen hat oberste Priorität. Daher können wir die Entscheidung der Politik und Behörden selbstverständlich nachvollziehen.
Dennoch ist diese Nachricht umso bedauerlicher für all unsere Gäste, die sich seit Monaten auf die Konzerte und einzigartigen Momente gefreut haben.“ (Quelle, 28.03.20)


Museen, Kunsthallen und Galerien i Zeiten von Corona

Lässt sich Kunst wirklich digital begreifen? Oder ist es nicht gerade deshalb Kunst – weil man das Original erleben muss. Wegen der Coronakrise bauen viele Museen und Galerien momentan ihre digitalen Angebote aus. Jörg Heiser von der Berliner Universität der Künste findet die Online-Auftritte aber nur selten gelungen, sagte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur: Meistens, so Heiser, sei das „nichts anderes als eine Diashow“.

Jedenfalls sind Museen, Kunsthallen und Galerien wegen Corona geschlossen – wochen-, vielleicht sogar monatelang. Doch gleichzeitig bauen viele Einrichtungen gerade ihre digitalen Angebote aus: virtuelle Rundgänge durch die Sammlungen auf den Websites, Fotos und Videos auf Instagram oder Youtube. Funktioniert das? Vermitteln sich so andere Zugänge zu den Kunstwerken? Und machen die Angebote Spaß? Ist die digitale Vermittlung vergleichbar mit einem Museumsbesuch?

„Extrem skeptisch ist Jörg Heiser, Professor für Kunsttheorie, Kunstkritik und Interdisziplinarität an der Universität der Künste in Berlin: „Ich bin mir nicht sicher, ob das…“ [weiter beim DLFKultur, 28.03.20)]


COVID19-frei?

Ohne festgestellte Infektionsfälle ist im Emsland nur noch die Gemeinde Rhede im Nordkreis, in der Nachbarschaft die Inseln Juist und Baltrum sowie einige Gemeinden in den Landkreisen Aurich und Leer ebenso. Die Landkreise Wittmund und Jever veröffentlichen auf ihren Internetseiten keine genauen Zahlen. Menschen ohne Erstwohnsitz auf den Inseln ist es aber ohnehin aufgrund der Allgemeinverfügung des Landes Niedersachsen grundsätzlich untersagt, die weiteren Nordseeinseln Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge aufzusuchen oder sich dort aufzuhalten; „Beherbergungsbetriebe“ dürfen landesweit niemanden aufnehmen.

In den benachbarten Niederlanden sind bisher noch vier Nordseeinseln und die Gemeinde Oldambt nahe Winschoten ohne festgestellte Infektionen. Über Zugangsrestriktionen dort kann ich keine genauen Angaben machen.

Insgesamt gilt also: #Bleibtzuhaus (Stand: 28.03.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Samstag,  28.03.2020, 10 Uhr

Die Fallzahlen im Emsland steigen weiter, und sie steigen deutlich stärker. 136 (+ 22) Menschen in unserem Landkreis haben sich bislang infiziert (=41,8/100.000). Ein 57jähriger ist verstorben. 16 (+8) Persoen sind genesen, erstmals auch 2 in Lingen(Ems), wo aber gleichzeitig zwei Infektionen hinzu gekommen sind, so dass 22 infiziert waren und sind (40,4/100.000). Die höchste I-Rate besteht in Haselünne mit aktuell 25 Erkrankten (=152,6/100.000).

Aktuell befinden sich knapp 630 Personen im Emsland in Quarantäne.; das ist gegenüber gestern fast unverändert (-10). Weiterhin ist im Emsland ein Infizierter am CoViD-19-Virus verstorben.

In der Grafschaft Bentheim waren gestern 62 Personen infiziert und rd. 500 in Quarantäne (Quelle)

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2 1
 Samtgemeinde Freren 5 0
 Einheitsgemeinde Geeste 3 0
 Stadt Haren (Ems) 12 (+2) 0
 Stadt Haselünne 25 (+3) 2
 Samtgemeinde Herzlake 5 (+1) 0
 Samtgemeinde Lathen 4 0
 Samtgemeinde Lengerich 7 (+5) 0
 Stadt Lingen (Ems) 22 (+2) 2
 Stadt Meppen 9 (+2) 0
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 0
 Stadt Papenburg 19 7
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 4 (+1) 0
 Samtgemeinde Sögel 2 (+1) 0
 Samtgemeinde Spelle 2 0
 Einheitsgemeinde Twist 8 (+5) 1
 Samtgemeinde Werlte 2 2
 Gesamt 136 (+22) 16 (+8)
Todesfälle 1
Aktuelle Covid-19-Fälle  

119

(28.03.20)


Wolfsburg: Acht Coronavirus-Tote 

Nach acht Todesfällen in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat die Stadt Wolfsburg eine Pressekonferenz angekündigt. Der Zeitpunkt für den Pressetermin im Rathaus steht derzeit noch nicht fest. Die Stadt hatte am Freitag mitgeteilt, dass sechs Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 76 und 100 Jahren an den Folgen einer Infektion gestorben seien. Zuvor hatte es bereits zwei Todesfälle gegeben. 98 Menschen sind in Wolfsburg bisher positiv auf das Virus getestet worden.

Schwerpunkt der Corona-Infektionen in Wolfsburg war bislang ein Pflegeheim des Diakonischen Werks in Wolfsburg, wo sich bis Anfang der Woche mindestens sieben Menschen mit dem Virus infiziert hatten. Ob ein Zusammenhang mit den acht Todesfällen besteht, blieb zunächst unklar.

Um die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung bewältigen zu können, plant die Stadt Wolfsburg ein Behelfskrankenhaus für 200 Patienten.

In Ahlbeck auf Usedom ist jetzt wegen des Coronavirus ein Seniorenheim evakuiert worden. Mindestens sieben Menschen hatten sich dort mit dem CoVID-19-Virus angesteckt, wie NDR 1 Radio MV heuteg berichtete. (Quelle, 28.03.20)


Oldenzaal: Stadtrat Evelien Zinkweg wieder gesund

Stadtratsmitglied Evelien Zinkweg aus Oldenzaal ist wieder gesund. Die junge Frau hatte sich zusammen mit ihrem Ehemann bei einem Wintersporturlaub im österreichischen Ischgl infiziert. Inzwischen ist die Infektion vollständig überwunden, und sie hat ihre kommunale Tätigkeit wieder aufgenommen. Eines ist für sie glasklar: In Ischgl werden sie Evelien Zinkweg vorerst nicht mehr sehen. [mehr in der Tubantia (Enschede) allerdings in niederländischer Sprache und hinter einer paywall, 28.03.20]


 

Nicht nur der Buchladen, alle kleinen Läden in unserer Nachbarschaft. Kauft Gutscheine  bei den Einzelhändlern in unserer Stadt – jetzt. Das bringt Liquidität in ihre geschlossenen Kassen. Alle verkaufen auch Gutscheine, und die allermeisten liefern telefonische Bestellungen aus. Schneller als Amazon. Also: Ruft an.(28.03.20)


Griechenland fordert EU-Hilfe zur Verhinderung von Corona-Ausbruch in Flüchtlingslagern

Angesichts der Gefahr eines Coronavirus-Ausbruchs in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland drängt die Regierung in Athen auf Unterstützung durch die Europäische Union. Infektionen in den Lagern „könnten dramatische Folgen haben“, warnte Vize-Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos iin einer Telefonkonferenz mit Amtskollegen aus anderen EU-Staaten. „Es ist unbedingt nötig, so schnell wie möglich zu handeln, um dies zu verhindern.“ Athen benötige „dringend europäische Unterstützung, um diese Herausforderung zu meistern“, sagte Koumoutsakos. (Quelle ARD, 27.03.20)


Online Pferdeauktion 

Oldenburger Pferde sind in der ganzen Welt bekannt und beliebt. Deshalb ist es normalerweise ein Ereignis mit mehreren tausend Zuschauern und Bietern, wenn zweimal im Jahr die Spitzenpferde dieser Zucht auf einer Auktion im Pferdezentrum in Vechta unter den Hammer kommen. Wegen der Corona-Krise in diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen etwas überlegt und ihre Auktion mit allem drum und dran ins Internet verlegt. Auktionator Christoph Rowold rechnet trotz Corona-Krise mit vielen Interessierten. (Quelle NDR, 27.03.20)


Überblick

Rund 430.000 Infizierte in Deutschland, fast 300 Tote. In Norddeutschland sind mehr als 6.300 Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert. Das niedersächsische Gesundheitsministerium hat 449 neue laborbestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Damit beträgt die Gesamtzahl der Menschen, die in Niedersachsen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind 3.175; im Emsland noch 114, 8 Genesene und 1 Todesopfer; in Lingen sind 20 Infizierte festgestellt. (27.03.20)


Industrie entdeckt Stay home etc.


Brasilien: Indigene ziehen sich in Regenwälder zurück

Verschiedene Ureinwohner Brasiliens gehen zum Schutz vor der Corona-Pandemie freiwillig in die Isolation. Wie das Portal „G1“ berichtete, entschieden die Guajajara und die Awá Guajá, die im nördlichen Bundesstaat Maranhão auf eigenem Land leben, sich in den Regenwald zurückzuziehen. Nur Angehörige des Dorfes dürfen das Gebiet noch betreten. Selbst Indigenen anderer Dörfer und Mitarbeitern der Indigenenbehörde Funai ist dies untersagt.

Auch die Ashaninka im Westen Brasiliens hätten sich zu diesem Schritt entschlossen, sagte Yvonne Bangert von der Gesellschaft für Bedrohte Völker (GfbV). (Quelle GfbV, 27.03.20)


Kreuzfahrtschiff Zaandam unter Quarantäne

Auf dem Kreuzfahrtschiff Zaandam, das an der Küste von Panama unter Quarantäne liegt, sind vier Personen gestorben – ob an dem Virus ist offiziell noch unklar, allerdings sind zwei Menschen an Bord inzwischen positiv getestet worden. Mehr als 130 Menschen auf dem Schiff haben laut Angabe des Unternehmens „Holland America Line“ grippeähnliche Symptome. Das Schiff hatte am 7. März in Buenos Aires abgelegt und sollte ursprünglich am 21. März in Chile ankommen. Gesunde Gäste werden inzwischen von dem Schiff evakuiert. (Quelle, 27.03.20) Mehr…


Stability Of Coronavirus Genome Is Good News For Vaccine Development, Scientists Say

Over the last few days there have been several reports that suggest SARS-CoV-2, the virus that causes the COVID-19 disease, is not mutating significantly. By analyzing the genetic material of different samples of the virus, collected from varying locations throughout the outbreak, scientists are able to learn about how it spreads. News that the virus is slow to mutate is positive in terms of vaccine development, as it indicates that when one is created it could be effective for many years.

Two teams of infectious disease researchers in Italy  have independently analyzed local samples of the coronavirus and compared their genomes to that of the virus when sequenced in China two months ago. Their preliminary results suggest the rapidly spreading virus’ genome is stable with few genetic variations. „Our initial data show that this is a very stable RNA virus, with only five novel variants,” Professor Stefano Menzo, head of Virology at Ancona University Hospital, said in a statement. „Had we investigated other viruses we might have expected up to dozens of new mutations after so many infectious cycles in patients.“

(Quelle und weiter, 27.03.20)


USA Gesundheitssystem in New York City stößt an seine Grenzen

Allein in New York City gibt es mehr als 25 000 bestätigte COVID-19-Fälle und mehr als 400 Tote.  Die Krankenhäuser in New York City stoßen an ihre Grenzen, obwohl der Höhepunkt der Pandemie erst in einigen Wochen erwartet wird.Vor allem das Elmhurst Hospital Center im Stadtteil Queens ist überfüllt. Bürgermeister Bill de Blasio sagte, dass sich die Hälfte der 8,6 Millionen Einwohner der Stadt anstecken könnte. Bei der Behandlung ist der Mangel an Beatmungsgeräten ist frappierend, doch US-Präsident Trump findet die rettenden Geräte zu teuer und in der Zahl nicht notwendig.

(Quelle, 27.03.20)


📌 Sommer wohl ohne große Auswirkungen auf das COVID-19-Virus

Der Berliner Virologe Prof Dr. Christian Drosten nimmt an,  dass steigende Temperaturen in den kommenden Frühlings- und Sommermonaten kaum einen Einfluss auf die Verbreitung des Virus hätten. Er beruft sich dabei auf eine Modellstudie von US-Wissenschaftlern an der Harvard T.H. Chan School of Public Health. 

Epidemische Viren wie die Influenzaviren reagieren demnach empfindlich auf UV-Licht und Trockenheit. Außerdem bauen viele in der Bevölkerung während der Wintermonate eine Immunität gegen die Viren auf. Im Zusammenspiel trägt das dazu bei, dass sich die Influenzaviren bei wärmerem Wetter nicht so stark vermehren.

In der Modellstudie sahen sich die Wissenschaftler auch pandemische Viren an, die mit dem Coronavirus vergleichbar sind. Bei diesen Viren konnten sie lediglich eine kleine Verlangsamung in der Ausbreitung feststellen. Das liege auch daran, dass bisher nur wenige Menschen eine Immunität gegen das Virus aufgebaut hätten.

Laut Drosten müssen wir vielleicht davon ausgehen, „gesellschaftlich ein Jahr im Ausnahmezustand zu verbringen“, sagte der Virologe in einem Interview mit der ZEIT

Ein Jahr, indem vermutlich nicht alle Maßnahmen genauso weitergeführt werden müssten. Da würde justiert, einzelne Maßnahmen auch wieder zurückgefahren werden, vermutet Drosten. „Aber während der ersten Phase von jetzt bis zur Woche nach Ostern muss man wirklich konsequent handeln.“

(Quelle, 27.03.20)


Zahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der bekannten Infektionen in Deutschland für den Freitag mit 42.288 an, das sind 5780 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 55 auf 253.
Die Johns Hopkins-Universität (JHU) meldete am Freitagabend 49.344 Infizierte für Deutschland – und 304 Tote.  (27.03.20)


Europa

Weil Deutschland noch über freie Intensivbetten verfügt, sollen insgesamt 127 Corona-Patienten aus Frankreich und Italien aufgenommen werden. Die Angebote der Bundesländern addieren sich mittlerweile auf 73 Plätze für Schwerkranke aus Italien und 50 aus Frankreich. Beide Länder sind schwer von der Corona-Krise betroffen, die Kliniken sind überfüllt. (Quelle, 23.07.20)


Niedersachsen: Keine Schule mehr bis zum Sommer?

Niedersachsen stellt sich wegen der Corona-Pandemie schlimmstenfalls darauf ein, dass die Schulen bis zum Sommer geschlossen bleiben und damit bis September kein Unterricht mehr stattfindet. Dies sei die letzte Variante eines abgestuften Szenarios, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) in Hannover. Zunächst sei der Plan, dass die Schule am 20. April wieder starte, möglicherweise werde die Schließung noch um Tage oder Wochen verlängert, im äußersten Fall bis zu den Sommerferien. Eine Überlegung sei, beim Neustart der Schulen in Etappen vorzugehen, so Tonne. Demnach könnten zunächst die Abiturienten und Oberstufenschüler zurückkehren, dann die Schüler der Klassen fünf bis zehn und schließlich die Grundschüler. (Quelle, 27.03.20)


TUI-Kredit: 1,8 Milliarden Euro

Der Reisekonzern TUI soll im Kampf gegen den Einbruch seines Geschäfts wegen der Corona-Pandemie staatliche Hilfskredite über 1,8 Milliarden Euro bekommen. Man habe nach der Beantragung nun eine entsprechende Zusage der Bundesregierung erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Darlehen laufe über die Förderbank KfW, es müssten aber noch weitere Banken zustimmen. (Quelle und mehr, 27.03.20)


📌 Hamburg: UKE rechnet mit Impfstoff frühestens in zweiter Jahreshälfte

Trotz des für Mediziner hohen Entwicklungstempos rechnet die Virologin Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) frühestens in der zweiten Jahreshälfte mit einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. „Es sind sehr viele verschiedene Impfstoffansätze in der Entwicklung“, sagte die Leiterin der Infektiologie des UKE. Die schnellsten Impfstoffentwicklungen seien bereits an Menschen getestet worden. „Das hat es noch nie gegeben, dass von der Entwicklung eines Virus bis zur Impfung des ersten Menschen zur Sicherheitstestung nur mehrere Monate vergangen sind.“ Die bereits jetzt weit gediehenen Impfstoffe stünden aber frühestens in der zweiten Jahreshälfte breiter zur Verfügung. Addo betonte: „Impfstoffe sind Produkte, die wir Gesunden verabreichen, und wir müssen dafür sorgen, dass diese sicher sind.“ (Quelle: NDR, 27.03.20)


Niedersachsen: Abi-Prüfungen werden um drei Wochen verschoben

In Niedersachsen werden die Abitur-Prüfungen um drei Wochen nach hinten verschoben. Demnach werden die schriftlichen Abi-Prüfungen am 11. Mai beginnen und die mündlichen Prüfungen am 3. Juni. Sollte auch dieser neue Fahrplan nicht eingehalten werden können, dann würden die Prüfungen ersatzlos abgesagt werden. Das Abitur würde dann auf der Grundlage der zuletzt erbrachten Leistungen berechnet. (Quelle, 27.03.20)


Lingen(Ems): Bier-Tasting

Das zweite Online-Biertasting des Lingener Gastronom Markus Quadt sprengt alle Erwartungen. Mehr als 500 Teilnehmer*innen wollen am Samstagabend bei der Online Veranstaltung aus der Alten Posthalterei mitmachen. Mit Bier vor dem Fernsehen PC. Fast wie in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts… (27.03.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag,  27.03.2020, 10 Uhr

Die Fallzahlen steigen langsam und kontinuierlich weiter. 114 (+ 12) Menschen im Emsland haben sich bislang infiziert (=33,2/100.000). 8 (+3) sind genesen, ein 57jähriger ist verstorben. In Lingen ist ein Krankeitsfall hinzu gekommen, hier sind es jetzt 20 Infizierte (36,7/100.000). Die Quarantänezahlen im Emsland sinken, nämlich aktuell noch 640 und damit mehr als 100 weniger als am Donnerstag.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2 0
 Samtgemeinde Freren 5 (+1) 0
 Einheitsgemeinde Geeste 3 0
 Stadt Haren (Ems) 10 (+2) 0
 Stadt Haselünne 22 (+1) 0
 Samtgemeinde Herzlake 4 (+2) 0
 Samtgemeinde Lathen 4 (+1) 0
 Samtgemeinde Lengerich 2 (+2) 0
 Stadt Lingen (Ems) 20 (+1) 0
 Stadt Meppen 7 0
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 0
 Stadt Papenburg 19 6
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 3 0
 Samtgemeinde Sögel 1 (+1) 0
 Samtgemeinde Spelle 2 (+1) 0
 Einheitsgemeinde Twist 3 1
 Samtgemeinde Werlte 2 0
 Gesamt 114 8
Todesfälle 1
Aktuelle Covid-19-Fälle  

105

(27.03.20)


Allein

Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat der Gesundheit und dem Leben überragende Bedeutung zugemessen. Entsprechend müssten auch partiell irreversible Grundrechtseingriffe einer Vielzahl von Personen hingenommen werden.

Die Bayerische Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 24. März 2020 (GVBl S. 178, BayMBl Nr. 130) wird nicht durch einstweilige Anordnung außer Vollzug gesetzt, hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof (VerfGH) entschieden (Ent. v. 26.03.20 Az. Vf. 6-VII-20).

Der Präsident des Gerichtshofs, Peter Küspert, teilte mit, dass nicht von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit des Hauptantrags angegangen werden könne. Im nun entschiedenen Eilverfahren habe der Gerichtshof seine Entscheidung deshalb aufgrund einer Folgenabwägung getroffen.

Der Präsident des VerfGH, der in besonderen Eilfällen selbst entscheidet, erkannte in seiner Entscheidung sehr wohl, dass es zahlreiche unmittelbare und mittelbare Einschränkungen gebe, die – sollte die Popularklage im Hauptsacheverfahren erfolgreich sein – sodann zu Unrecht bestünden und zum Teil auch mit irreversibel tiefgreifenden Grundrechtseingriffen einher gingen. Demgegenüber überwögen jedoch die Gründe gegen das Außerkraftsetzen der angegriffenen Verordnung wegen „der überragenden Bedeutung von Leben und Gesundheit der möglicherweise Gefährdeten“ (Quelle und mehr, 27.03.20)


Keine Flüge mehr in Hannover und Bremen. Fast.

Die Einschränkungen wegen des Coronavirus haben zu einem massiven Einbruch im Flugverkehr in Hannover und Bremen geführt. In Hannover fallen am Wochenende fast alle ankommenden und abfliegenden Flüge aus. Am Bremer Flughafen rollen aktuell gar keine Flugzeuge mehr an.

Am Flughafen in Hannover-Langenhagen gilt für etwa 1.500 Mitarbeiter seit Mittwoch Kurzarbeit. Diese solle ein Jahr laufen, hieß es. Auch in Bremen ist der überwiegende Teil der 450 Flughafen-Mitarbeiter in Kurzarbeit. (27.03.20)


Längere Quarantäne für Risikogruppen?

Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, Franz Müntefering, hält es für möglich, dass ältere Menschen oder chronisch Kranke länger in Quarantäne gehalten werden als andere Gruppen der Gesellschaft. „Es kann durchaus berechtigt sein, dass die Öffnung der Gesellschaft mit unterschiedlichem Tempo geschieht, zum einen, um Wirtschaft und Bildungswesen schnell wieder in Gang zu setzen und die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu minimieren, aber auch um den Schutz verletzlicher Gruppen bestmöglich zu gewährleisten“, sagte der frühere SPD-Chef dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. (Quelle, 27.03.20)


Inside Hospital 

„An emergency room doctor in Elmhurst, Queens, gives a rare look inside a hospital at the center of the coronavirus pandemic. ‚We don’t have the tools that we need.’” (New York Times) (27.03.20)


Niedersachsen: Wann finden die Abitur-Prüfungen statt?

In Niedersachsen wird heute eine Entscheidung über den Zeitplan für die Abiturprüfungen erwartet. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) wird sich dazu um 14.30 Uhr auf einer Pressekonferenz in Hannover äußern. Vor zwei Tagen hatte er im Landtag angekündigt, bis Freitag zu entscheiden, ob die Termine wegen der Pandemie verschoben werden. Bisher ist der Start der schriftlichen Prüfungen für die insgesamt rund 16.000 angehenden Abiturientinnen und Abiturienten im Land für den 20. April geplant. Quelle: NDR,27.03.20)


📌 Bosch Medizintechnik mit Schnelltest

Mit dem in nur sechs Wochen entwickelten Schnelltest lässt sich bei Patienten eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in unter zweieinhalb Stunden – von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis – feststellen. Weiterer Vorteil des Schnelltests: Der Test kann direkt am Ort der klinischen Behandlung durchgeführt werden. Transportwege, die wertvolle Zeit kosten, entfallen. Patienten erhalten schnell Gewissheit über ihren Gesundheitszustand. Infizierte Personen können umgehend identifiziert und isoliert werden. Bei den aktuell eingesetzten Tests müssen Patienten in der Regel mit Wartezeiten von ein bis zwei Tagen rechnen. (Quelle, 27.03.20)


LiLi-Busse: Eingeschränkter Fahrplan – Keine Abendfahrten mehr

Die Stadt Lingen (Ems) und die Stadtverkehr Lingen GmbH teilen mit, dass die Lili-Busse vorerst weiter fahren. Damit ist die Mobilität für notwendige Angelegenheiten wie Arztbesuche etc. sichergestellt. Der Stundentakt und die Abfahrtszeiten montags bis samstags bleiben in den Morgenstunden zunächst unverändert.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Fahrgastzahlen und der behördlichen Beschränkungen ändert sich der Fahrplan aber in den Abendstunden, indem die letzte Abfahrt vom ZOB für alle Linien gegen 18:35 Uhr erfolgt (Montag bis Freitag). Samstags fahren die letzten Busse bereits gegen 15:35 Uhr vom ZOB ab. Diese Regelung gilt bis auf weiteres ab heute (Freitag, 27. März 2020). (Quelle, 27.03.20)


Corona-Virus in Deutschland

Inzwischen gibt es in Deutschland 44.821 Infizierte und 260 Verstorbene. In Norddeutschland sind insgesamt rund 5.500 Menschen mit dem COVID-19-Virus infiziert, davon meldete am Donnerstag allein Niedersachsen 413 neue Fälle. Insgesamt stieg die Zahl in unserem Bundesland auf 2.726, davon 96 (+8) im Emsland; in Lingen waren es unverändert 19 Erkrankte.

201 Corona-Patienten in Niedersachsen (5 im Emsland) haben nach Angaben der Ministerin die Erkrankung überstanden und gelten als gesund. (Quellen: NDR  und LK EL, 26.03.20)


Die Zahlen der Pandemie

Heute sind in Frankreich an einem einzigen  Tag mehr als 350 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Im Nachbarland gibt es demnach 25.233 COVID-19-Fälle und inzwischen 1.331 Tote. Unter den Todesopfern ist erstmals ein erkrankter Polizeibeamter.

In Großbritannien ist die Zahl der Todesopfer  um 115 auf insgesamt 578 gestiegen. Bei 11.658 Menschen wurde das Virus nachgewiesen, am Mittwoch waren es noch 9.529.

In Italien sind die Infektionszahlen wieder angestiegen. Insgesamt hatten sich bis Donnerstag 80.539 Menschen infiziert – 6.153 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg weiter stark: Bis Donnerstag waren es 8.165, 662 mehr als am Vortag. In den letzten Tagen waren die Neuinfektionen etwas niedriger gewesen, so dass die Hoffnung gewachsen war, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigten.

Nach zwölf Tagen Corona-Ausnahmezustand in Spanien sind die Zahlen binnen 24 Stunden weiter drastisch gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, gibt es 8.500 Neuinfektionen und damit sind mehr als 56.000 Corona-Fälle  bekannt. 4000 Menschen starben bisher an Covid-19. Allein am Mittwoch seien 650 Tote gemeldet worden. Viele Krankenhäuser sind völlig überfordert.

Die Zahl der Coronavirus-Toten im US-Bundesstaat New York ist sprunghaft angestiegen. Die Zahl der Todesopfer wuchs binnen 24 Stunden um 100 auf 385, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag sagte. Demnach wurden inzwischen mehr als 37.000 Infektionen bestätigt. Am Vortag waren es noch rund 30.000. (26.03.20)


Zweitwohnungen: Gericht bestätigt Sperre

Hamburger Besitzer einer Zweitwohnung in St. Peter-Ording sind vor dem schleswig-holsteinischen Verwaltungsgericht mit ihrem Antrag gescheitert, trotz Verfügung des Kreises Nordfriesland zu ihrem Zweitwohnsitz zu reisen. Bei ihrer Entscheidung haben die Richter dem öffentlichen Interesse am Schutz vor der weiteren Corona-Verbreitung und der Sicherstellung der krankenhäuslichen Versorgung „ein überragendes Gewicht beigemessen“, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Am Montag hatten die Kommunen in Schleswig-Holstein Menschen mit Erstwohnsitz außerhalb der Kreise die Anreise und Nutzung ihrer Nebenwohnungen aus touristischen Gründen oder zu Freizeitzwecken untersagt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist diese Entscheidung nach Ansicht der Richter zumutbar und hinnehmbar. (Quelle, 26.03.20)

Mein Zusatz: Zweifelhaft

Ich halte diese Beschränkungen für greifbar verfassungswidrig. Warum nämlich müssen Menschen aufgrund einer rein melderechtlichen Zuordnung ihre Wohnung verlassen? Warum dürfen Angehörige sog. Risikogruppen -zB „Ü70“-Senior*innen- nicht in Wohnungen leben, die ihnen gehören, und müssen stattdessen in Hochrisikogebieten wie Hamburg, Berlin oder NRW -sagen wir „ausharren“ oder dahin ziehen?  

Meine Zweifel sehe ich durch diesen aktuellen Beitrag des Staatsrechtlers  Alexander Thiele, Privatdozent an der Georg-August-Universität Göttingen im „Verfassungsblog“ bekräftigt:

„Warum ein Nutzungsverbot vom Infektionsschutzrecht nicht gedeckt und unverhältnismäßig ist.
Auch wenn sich die Bundesländer mittlerweile auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt haben, finden sich im Kampf gegen das Coronavirus weiterhin regionale und kommunale Sonderregelungen. Das ist keineswegs per se zu kritisieren, wird vielmehr der auch dem Grundgesetz zugrunde liegenden föderalen Idee gerecht und ermöglicht es, die Maßnahmen auf die konkrete Situation vor Ort anzupassen. Insofern zeigt auch die medial vielfach verbreitete Kritik am „föderalen Flickenteppich“ vor allem eines: ein wenig ausgeprägtes Verständnis bundesstaatlicher Strukturen.

Gleichwohl bedeutet das natürlich nicht, dass sämtliche der ergriffenen Maßnahmen damit auch per se rechtmäßig wären. Selbstverständlich gelten die Vorgaben der Verfassung auch im Krisenfall und auf ihre Einhaltung gerade in solchen Zeiten zu pochen ist keine lässliche (oder gar nervige) Haarspalterei, sondern eine unbedingte Notwendigkeit. Schon weil die Exekutive hier über weitreichende Befugnisse verfügt, ist…“

[weiter im Verfassungsblog]
(Foto. PD Alexander Thiele via Linkedin, 26.03.20)


Zwei Milliarden Euro staatliche Hilfen für TUI?

Medienberichten zufolge erhält der weltgrößte Touristikkonzern TUI mit Sitz in Hannover  staatliche Hilfen in Milliardenhöhe. Es gehe um eine Unterstützung im Umfang von knapp zwei Milliarden Euro, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Unterdessen wies TUI Berichte zurück, dass die Betriebserlaubnis wegen der aktuellen Krise in Gefahr sei. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte sich für eine staatliche Unterstützung des hannoverschen Reisekonzerns ausgesprochen. TUI sei eigentlich „kerngesund“. (Quelle: NDR. 26.03.20)


Vatikan

Im Vatikan sorgen Berichte über einen Coronafall im Umfeld des Papstes für Aufregung. Nach Medienberichten ist in der Casa Santa Marta, der Residenz von Papst Franziskus, ein Geistlicher positiv auf den COVID-19-Erreger getestet worden. Der Vatikan bestätigte die Berichte auf Anfrage zunächst nicht. Schon Anfang März hatte es die Pressestelle des Kirchenstaates abgelehnt, Berichte über einen angeblichen Virus-Test des 83-jährigen Kirchenoberhaupts genauer zu kommentieren. (Quelle: 26.03.20)


Mangelhafte Testkids

Spanien hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie offenbar mangelhafte Testkits gekauft. Man habe die 9000 Stück inzwischen zurückgegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Die Vorwürfe der konservativen Opposition, die linke Regierung habe beim Kauf fahrlässig gehandelt, wies das Ministerium zurück. Das Material sei für den gesamten europäischen Raum zugelassen gewesen, hieß es.

Die Diagnosekits hatten nach Angaben von Ärzten und von Experten der konservativ regierten Region Madrid eine Genauigkeit von nur 30 Prozent. Als akzeptabel gelten 80 Prozent. Tests mit dem mangelhaften Material hätten deshalb leicht zu falschen Ergebnissen führen können. Die Regierung erklärte, man habe es nicht aus China sondern von einem spanischen Lieferanten bezogen. (26. März)


Waffenstillstand

Die ersten bewaffneten Gruppen sind dem UN-Aufruf zu einem weltweiten Waffenstillstand angesichts der Corona-Krise gefolgt. Die Vereinten Nationen begrüßten, dass die Aufforderung von UN-Generalsekretär António Guterres von einigen Rebellengruppen in Kamerun und auf den Philippinen gehört worden sei, erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Donnerstag.

Am Montag hatte Guterres zu einem „sofortigen weltweiten Waffenstillstand“ aufgerufen. Zivilisten in Konfliktgebieten müssten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden, sagte der Generalsekretär bei einer Rede im UN-Hauptquartier in New York. „Die Heftigkeit des Virus“ verdeutliche, wie „unsinnig“ Kriege seien. (26.10.20)


N-Bank online begrenzt wieder erreichbar

Die Antragsseite der landeseigenen NBank, auf der niedersächsische Unternehmen, Selbständige und Freiberufler Corona-Finanzhilfe beantragen können, ist eingeschränkt erreichbar. Wie die Förderbank am Donnerstagabend (26.03.20)auf ihrer Internetseite mitteilt, ist die maximale Anzahl der Nutzer begrenzt. Nach Freigabe des Portals am Mittwoch hatte es in kürzester Zeit Hunderttausende Aufrufe gegeben. Das hatte die Seite lahm gelegt. Zuvor hatte die Landesregierung im Schnellverfahren ein Milliardenhilfspaket für unter der Coronavirus-Pandemie leidende niedersächsische Unternehmen auf den Weg gebracht. (26.03.20


Lindenberg muss raus dem Atlantic

Nach 26 Jahren hat Panik-Rocker Udo Lindenberg das Hamburger -Hotel „Atlantic“ an der Alster. jetzt verlassen Der Musiker bewohnt dort einen Privatflügel, nahm aber auch den Service des Hotels in Anspruch. Damit ist jetzt vorerst Schluss: Lindenberg hat das (geschlossene) Hotel verlassen. Udo Lindenbergs Manager bestätigte den Auszug und sagte: „Udo befindet sich an einem geheimen Ort, um die Corona-Krise zu überstehen.“ Dort wolle der Rocker weiter malen. Aktuell beschäftige ihn das Coronavirus und das „Zuhause bleiben“ sehr. (Quelle, 26.03.20; Zeichnung: Udo Lindenberg via instagram)


Ostfriese muss raus aus Ostfriesland

Martin Busker ist gebürtiger Ostfriese. In der Gemeinde Krummhörn (Landkreis Aurich) kennt ihn fast jeder von Kindesbeinen an. Seinen Hauptwohnsitz hat er allerdings in Berlin. Jetzt muss der Mann die ostfriesische Gemeinde verlassen und wenn nicht, droht ihm eine Strafe. Denn seit Donnerstag dürfen sich an der niedersächsischen Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln keine Urlauber und auch keine Besitzer einer Zweitwohnung mehr aufhalten. Hintergrund ist, dass die Landkreise Aurich, Leer, Wittmund und Friesland eine starke Ausbreitung des Coronavirus verhindern wollen, denn auf eine Vielzahl von Touristen seien die Gesundheitsysteme nicht ausgelegt.

Ein ähnlicher Plan war vor einigen Tagen in Schleswig-Holstein gescheitert. Das Vorhaben gilt jedenfalls für Personen, die einen zweiten Wohnsitz angemeldet haben, als rechtlich ausgesprochen zweifelhaft. Quelle: NDR, 26.03.20)


Niederlande: Weitere Einschränkungen

Nach den heutigen Beschlüssen des niederländischen Kabinetts sind jetzt weitergehende Einschränkungen in Kraft, die bis zum 1. Juni (!) gelten, also mehr als zwei Monate.

  • Alle Zusammenkünfte, Events und Treffen sind ausnahmslos untersagt.
  • Gruppenbildung. Drei oder mehr Personen müssen mindestens anderthalb Meter Distanz halten, andernfalls können Geldstrafen verhängt werden. Für Familien und kleine Kinder, die miteinander spielen, gibt es Ausnahmen.

Zugleich hat das niederländische Königspaar wegen der Coronavirus-Krise den für Anfang Juni geplanten Staatsbesuch in Deutschland abgesagt. Der Besuch sei bis auf Weiteres verschoben worden, teilte der Hof am Donnerstag in Den Haag mit. König Willem-Alexander und seine Frau Máxima sollten vom 2. bis 4. Juni Berlin besuchen. (26.03.20)


Polizei warnt vor Fake-Shops in der Coronavirus-Krise

Besonders der Bedarf nach Hygienemitteln und medizinischen Produkten ist derzeit sehr hoch. Das nutzen Betrüger vermehrt aus, indem die Onlineshops namhafter Markenhersteller kopieren oder fantasievolle Online-Shops erfinden, in denen vor allem Hygieneartikel, Desinfektionsmittel oder auch Medikamente günstig angeboten werden. Allerdings können die Waren nur gegen Vorkasse bestellt werden – das Produkt kommt dann leider nie.

Wie erkennt man solche Fake-Shops:

    1. Die Ware wird ungewöhnlich günstig angeboten.
    2. Die Ware ist immer verfügbar.
    3. Das Impressum ist unvollständig, fehlt oder die Inhalte sind nicht korrekt (Gegenkontrolle mittels Suchmaschinen, Kartendienste, Handelsregister.de).
    4. Wichtige Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) fehlen oder sind fehlerhaft.
    5. Der Domainname (www-Adresse) unterscheidet sich vom echten Hersteller.
    6. Die Ware ist in der Regel nur gegen Vorkasse erhältlich.
    7. Gütesiegel sind lediglich als Bild hineinkopiert und nicht zurück verfolgbar oder überprüfbar.

Wer Opfer eines solchen Betruges geworden ist, kann seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Außerdem sollte die Polizei informiert werden und Strafanzeige gestellt werden. Das geht auch online. (26.03.20)


Norddeutschland nimmt Patienten aus Italien auf

Drei norddeutsche Länder wollen schwerkranke Corona-Patienten aus Italien aufnehmen: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Insgesamt geht es um etwa 26 Patienten. Eine Klinik in Hamburg will etwa zehn Erkrankte in die Hansestadt holen. Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bereit, sechs schwerkranke Covid 19-Patienten aus Italien aufzunehmen. Dafür kämen die Uni-Kliniken in Rostock und Greifswald sowie die Klinik in Schwerin infrage. „Bei allen Schwierigkeiten, die wir selbst haben, dürfen wir nicht vergessen, dass es anderen schlechter geht“, sagte Schwesig.

Auch Niedersachsen wird Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Vorläufig gehe es um zehn Patienten, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Im Moment verfüge Niedersachsen über 500 freie Intensivbetten. (26.03.20)


Kramp-Karrenbauer (CDU) will „die besondere Isolation von Risikogruppen“

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto lks) hat sich in einem Interview mit der „Welt“ zu möglichen Auswegen aus dem Corona-Shutdown geäußert. „Vieles deutet darauf hin, dass die besondere Isolation von Risikogruppen, flächendeckende Tests und auch das Sammeln, Nachverfolgen und Auswerten der Daten zu Risikogruppen, Infizierungen, Erkrankungen und Heilungen uns dabei helfen können, gangbare Wege zu finden, um schrittweise die Einschränkungen wieder aufzuheben“, sagte die CDU-Vorsitzende. (26.03.20; Foto: AKK  „9EkieraM1 – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC 3.0 )


Oldenzaal (NL): Zwei Altenheim-Bewohner an Corona verstorben

Am Dienstag sind im Pflege und Altenheim Mariahof im niederländischen Oldenzaal zwei über 80-jährige Bewohner infolge einer Corona-Infektion verstorben. Weitere fünf Senioren sind in Quarantäne, weil sie mit den beiden Verstorbenen in derselben Wohngruppe lebten. (26.03.20)


Rimini: 101jähriger genesen

In Italien ist ein 101-Jähriger im adriatischen Rimini nach einer Corona-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der Mann war 1919 geboren, als die Spanische Grippe in Europa wütete. Er habe harte Zeiten durchlebt mit Krieg, Schmerz und Hunger, aber auch Fortschritt und Wiederaufbau gesehen. Gestern sei er aus dem Hospital Infermi in Rimini in der Emilia-Romagna entlassen worden und zu seiner Familie zurückgekehrt. (26.03.20; Foto Rimini Piazza Cavour von Gabry1612 CC Attribution-Share Alike 4.0 International license. )


Thüringen hilft

Aus Thüringen wird sich in den kommenden Tagen ein Team aus Ärzten und Pflegekräften des Universitätsklinikums Jena auf den Weg in die Lombardei machen. Mit dem Team sollen auch vier Beatmungsgeräte auf die Reise nach Italien gehen, heißt es unter Berufung auf das Landesgesundheitsministerium. (Quelle 26.03.20)


Berentzen verkauft keinen Schnaps mehr in den Kneipen

Getränkehersteller Berentzen mit dem Stammsitz in Haselünne hat  seine bisherige Jahresprognose am Donnerstag zurückgenommen. Das liege vor allem an den massiven Problemen im Gastgewerbe, heißt es in einer ad-hoc-Meldung des börsennotierten Unternehmens. Das Gastronomiegeschäft mit Spirituosen und alkoholfreien Getränken sei fast vollständig zum Erliegen gekommen. (Quelle, 26.03.20)


KfW: Bisher fast 5 Millarden Euro an Krediten angefragt

Die Nachfrage nach Hilfsdarlehen der staatlichen Förderbank KfW ist nach wie vor sehr hoch. Alleine bei den Sparkassen seien bis zum Donnerstagmittag rund 200.000 Anfragen von Unternehmen und Selbstständigen eingegangen, erklärt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

Bei der KfW lagen Stand Mittwochabend 195 Anfragen für Corona-Sonderkredite im Volumen von insgesamt 4,8 Milliarden Euro vor. (26.03.20)


Niederlande 78 Tote in den letzten 24 Stunden

78 Corona-Tote innerhalb der letzten 24h beklagen die Niederlande. Insgesamt sind jetzt 434 Menschen im Nachbarland an der Seuche gestorben. Das melden die niederländischen Behörden. Insgesamt werden zurzeit 2151 Erkrankte (von 7431 Infizierten) in Krankenhäusern behandelt. (26.03.20)


📌 Corona-Genesene gesucht: Sie können helfen.

Die Medizinische Hochschule Hannover sucht Menschen, die eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden haben. Die Mediziner wollen ein neues Verfahren testen, um schwer erkrankte Corona-Patienten zu behandeln. Dazu sollen die bereits Genesenen eine Art Blutspende abgeben.

Die Mediziner wollen das entnommene Blutplasma Schwerkranken und Risiko-Patienten verabreichen. Die fremden Antikörper sollen in ihrem Körper an das Virus andocken und es dadurch unschädlich machen. Die ebenfalls im Plasma der Genesenen enthaltenen Immunzellen sollen helfen, die Verbreitung des Virus zu stoppen. Damit die Plasma-Therapie flächendeckend angewendet werden kann, müssen die Mediziner eine Studie anfertigen. Dazu rufen sie nun Corona-Genesene auf, sich unter der kostenlosen Telefonnummer (08 00) 532 53 25 oder via E-Mail an RKP-Spende(at)mh-hannover.de zu melden. Die Mediziner hoffen, mit ihrer Therapie die Zeit bis zur Entwicklung eines Impfstoffs überbrücken zu können. (Quelle, 26.03.20)


Hannover Messe fällt aus

Die Hannover Messe fällt in diesem Jahr aus. Wie die Deutsche Messe heute bekannt gegeben hat, darf die Industrieschau nicht ausgerichtet werden. Grund dafür sei die zunehmend kritische Lage wegen der Corona-Pandemie sowie eine Untersagungsverfügung der Region Hannover. Die Hannover Messe sollte ursprünglich Ende April stattfinden, wurde dann aber wegen der Corona-Pandemie zunächst auf Juli verschoben. Jetzt wrd sie wohl erst wieder in 2021 stattfinden.(Quelle; 26.03.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 26.03.2020, 10 Uhr

Die Zahl der Infizierten steigt, die Zahl der in häuslicher Quarantäne lebenden Verdachtsfälle sinkt: Aktuell, so der Landkreis Emsland sind aktuell 06 Personen (+8) erkrankt, davon weiterhin 19 aus Lingen. Binnen eines Tages ist in Haren die Zahl der Infizierten von 2 auf  8 gestiegen und weiterhin am stärksten betroffen ist die Stadt Haselünne mit inzwischen 21 Infizierten. Bezogen auf die Einwohnerzahl des Landkreises sind jetzt 29,5 COVID19-Infektionen auf 100.000 Einwohner festgestellt, in Lingen sind dies bei 54.500 Einwohnern 34,9.
Vier Personen sind genesen. Aktuell befinden sich knapp 750 Personen in häuslicher Quarantäne, das sind knapp 120 Betroffene weniger als gestern. Bisher ist eine an Covid-19 infizierte Person verstorben.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2 0
 Samtgemeinde Freren 4 (+1) 0
 Einheitsgemeinde Geeste 3 0
 Stadt Haren (Ems) 8 (+ 6) 0
 Stadt Haselünne 21 (+2) 0
 Samtgemeinde Herzlake 2 0
 Samtgemeinde Lathen 3 0
 Samtgemeinde Lengerich 0 0
 Stadt Lingen (Ems) 19 0
 Stadt Meppen 7 0
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 0
 Stadt Papenburg 19 3
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 3 0
 Samtgemeinde Sögel 0 0
 Samtgemeinde Spelle 1 0
 Einheitsgemeinde Twist 3 1
 Samtgemeinde Werlte 2 0
 Gesamt 102 (+8) 5 (+1)
Todesfälle 1
Aktuelle Covid-19-Fälle  

96

(26.03.20)


Quarantäne für Passagiere aus Drittstaaten

Auch in Deutschland sollen Passagiere aus Drittstaaten außerhalb der EU umgehend in eine 14-tägige Quarantäne gehen. Darüber soll bereits heute entschieden  werden.

Bisher müssen Ankommende aus sogenannten Krisenstaaten — wie Ägypten, Südkorea, Iran, Italien, Frankreich, Spanien und die USA — sogenannte „Aussteigerkarten“ mit ihren Zielorten ausfüllen. Die Verhängung von Quarantäne liegt allerdings in der alleinigen Zuständigkeit der Länder, letztlich der Gesundheitsämter vor Ort. Das Bundesgesundheitsministerium müsste deshalb mit den Ländern eine Einigung über bundesweit einheitliche Quarantäne-Auflagen erzielen.

Die Bundespolizei hat im Falle einer Quarantäne-Regelung bereits ihre Amtshilfe angeboten. In diesem Fall würden Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei die „Aussteigerkarten“ einsammeln und die Passagiere darüber informieren, dass sie in die Quarantäne gehen müssen. Unklar ist den Angaben zufolge noch, was mit den Menschen geschieht, die mit dem Zug oder dem Schiff nach Deutschland kommen. (26.03.20)


Bayern: Altenheim ohne Schutzausrüstung

Im Würzburger Seniorenheim Ehehaltenhaus und St. Nikolaus sind bereits zehn Menschen an einer Covid-19-Infektion gestorben. Sie waren alle über 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen.

32 Mitarbeiter des Heims wurden inzwischen positiv auf das Virus getestet, doch immer noch fehlt Schutzausrüstung.

In vielen anderen Pflegeheimen macht sich nun die Angst breit, dass sich das Virus ähnlich verheerend wie in Würzburg verbreiten könnte. [weiter bei der SZ, 26.03.20]


Zahlen

Die Zahl der nachweislich an einer Infektion gestorbenen Menschen ist auf über 20.000 gestiegen. Die WHO warnt davor, Schutzmaßnahmen zu früh aufzuheben. Die Zahl der bekannten Infektionen war bis Mittwochmittag (Ortszeit) auf mehr als 450.000 angestiegen, sagten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins. Bislang sind demnach etwa 20.500 Menschen an den Folgen der von dem Virus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19 gestorben. Die meisten Todesfälle waren demnach in Italien, Spanien und China zu verzeichnen.

Die Zahl der Corona-Infizierten ist in Norddeutschland auf fast 5.000 gestiegen. Niedersachsen meldete 2.313 bestätigte Corona-Fälle, davon 94 im Emsland (19 in Lingen); das sind 242 (+15 im LK EL und +4 in LIN) mehr als am Dienstag. In Hamburg wurden 213 Infizierte mehr als am Vortag verzeichnet, somit stieg die Gesamtzahl auf 1.450. In Schleswig-Holstein sind mittlerweile 609 Fälle registriert. Damit sind im nördlichsten Bundesland 65 Menschen mehr mit Covid-19 infiziert als einen Tag zuvor. Mecklenburg-Vorpommern meldete einen Anstieg um 26 Fälle auf insgesamt 245 Infizierte. (Quelle: NDR, 25.03.20)


Spanien: Gewaltsame Proteste gegen Verlegung

In Südspanien kam es beieinem Krankentransport zu massiven Protesten. Mehrere Krankenwagen, die insgesamt 28 Corona-Patienten fortgeschritteneren Alters transportierten, sollen in La Línea de la Concepción angegriffen worden sein. Das berichtete die spanische Polizei am Mittwoch.

Dutzende Menschen versuchten demnach zu verhindern, dass Infizierte und an COVID-19 erkrankte Rentner, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden.

Die protestierenden Personen hätten zudem versucht, die Krankenwagenkolonne mit einem quergestellten Fahrzeug und Barrikaden an einer Weiterfahrt zu hindern. In der Nacht zum Mittwoch protestierten erneut rund 50 Menschen, diesmal vor der Residenz. Sie setzten Müllcontainer in Brand und sprachen Drohungen aus. Sogar Sprengkörper sollen aus den Nachbarhäusern auf das Wohnheim geworfen worden sein. Infolgedessen nahm die Polizei zwei Männer fest.

Die betroffenen Rentner waren zuvor aus ihrem Wohnheim in der Gemeinde Alcalá del Valle evakuiert worden. Der Grund war die massive Ausbreitung des Virus im Heim. Drei Bewohner starben, zudem wurde mindestens die Hälfte der Mitarbeiter der Residenz positiv auf das Virus getestet. (25.03.20)


La France

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat angekündigt, unter anderem zwei Hubschrauberträger in die Nähe französischer Übersee-Gebiete entsandt werden, sagte Macron. 

Eines der Schiffe werde die Bevölkerung von Mayotte und Réunion im Indischen Ozean unterstützen. Ein weiterer Hubschrauberträger werde Anfang April in die Karibik entsandt, sagte Macron. Die neue Militäroperation diene ausschließlich „der Unterstützung der Bevölkerung und der Unterstützung des öffentlichen Dienstes“ angesichts der Pandemie. Zudem werde es Prämien und Überstundenbezahlung für Beschäftigte im Gesundheitswesen und Beamte geben.  „Das sind wir ihnen schuldig, das sind wir der Nation schuldig“. (25.03.20)


Finnland

Finnland verschärft die Restriktionen für die Region rund um die Hauptstadt Helsinki. Die Bewegungsfreiheit zwischen der südlichen Landschaft Uusimaa rund um Helsinki und dem Rest des Landes werde ab Freitag bis zum 19. April eingeschränkt. In der Zeit sei es verboten, nach Uusimaa hinein oder herauszufahren. Ausnahmen gebe es unter anderem für Fahrten zur Arbeit. In Uusimaa wohnen mehr als 30 Prozent aller Finninnen und Finnen.

Die geplante Schließung von Restaurants, Kneipen, Nachtclubs und Cafés für Kunden lasse sich dagegen bis zum Wochenende noch nicht umsetzen, sagte Marin.

Finnland war nach Frankreich und Deutschland das dritte EU-Land, in dem das Virus Sars-CoV-2 Ende Januar nachgewiesen worden war. Bis Mittwochnachmittag wurden 880 Infektionsfälle im Land nachgewiesen, darunter besonders viele in Uusimaa. Bisher gibt es landesweit drei Todesfälle aufgrund der Covid-19-Erkrankung. (25.03.20)


NRW entlässt Strafgefangene – vorübergehend

Mit der Begründung, Platz in den Haftanstalten zu brauchen, falls Strafgefangene an Corona erkranken, hat der NRW-Justizminister die „vorübergehende Entlassung von etwa 1.000 Gefangenen“ angekündigt. Von 16.000 Zellen würde man 1000 brauchen, für den Fall, dass Abteilungen unter Quarantäne gestellt werden müssten.

Die Gefangenen müssten allerdings ihre Haft nach der Coronakrise fortsetzen. Die Regelung betreffe einerseits Häftlinge, die eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßten, weil sie eine Geldforderung nicht bezahlen können wie etwa Schwarzfahrer. Andererseits jene Gefangenen, die nur eine Freiheitsstrafe unter 18 Monaten verbüßen müssten und ohnehin bis zum 31. Juli aus der Haft entlassen würden. Weshalb diese Gefangenen dann anschließend wieder den maximal viermonatigen Strafrest verbüßen müssen, muss man nicht verstehen. (Quelle, 25.03.20)


Twente: Pflegedienst-Mitarbeiter infiziert

Bei einem Mitarbeiter des Pflegedienstes Twente Care Centers (TZC) wurde am Mittwoch eine Corona-Infektion  diagnostiziert. In den letzten Tagen hatte der infizierte Mitarbeiter Kontakt zu mehreren Bewohnern und Mitarbeitern einer Wohngruppe in Losser, aber auch zu einigen Mitarbeitern im Pföegeheim De Waagh in Enschede.

Der infizierte Mitarbeiter befindet sich in häuslicher Quarantäne, und es geht ihm laut Aussage des TZC de Umständen entsprechend gut.  Die genaue Anzahl der Kunden und Mitarbeiter, di mit dem Mann Kontakt hatte, konnte der TZC-Sprecher nicht sagen. Keiner der Kunden und Mitarbeiter habe jedoch bislang Beschwerden. (25.10.20)


Probleme für die Zirkusse

Die Corona-Pandemie trifft die gesamte Veranstaltungsbranche mit voller Wucht, auch Zirkusbetriebe leiden unter Einnahmeausfällen. Und dort sind nicht nur Menschen, sondern auch Tiere betroffen. Im emsländischen Lathen ist der Zirkus Bossle mit 40 Tieren gestrandet und bittet um Hilfe jeglicher Art. In Itterbeck in der Grafschaft Bentheim muss der Zirkus Renz seine Winterpause unfreiwillig verlängern. Dort treffen zum Glück jetzt täglich Futterspenden ein.

Der Zirkus Renz macht es so wie seine sibirischen Steppenkamele – man stellt sich auf eine lange Durststrecke ein. Der Zirkus Renz…

[weiter beim NDR, 25.03.20]

Krankschreiben

Aufgrund der Coronavirus-Krise werden die Krankschreibungs-Regeln in Deutschland weiter gelockert. Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege oder Verdacht auf Corona nach telefonischer Rücksprache eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit für maximal bis zu 14 Tage ausgestellt bekommen. Die Regelung gilt vorerst bis zum 23. Juni, wie der Spitzenverband gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland mitteilte. (Quelle NDR, 25.03.20, Foto: Tim Reckmann https://www.flickr.com/photos/foto_db/ (CC BY 2.0)


Zwischenruf: Auch zweiter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ. (25.03.20)


Basketball-Bundesliga setzt Spielbetrieb weiter aus

Die Basketball-Bundesliga (BBL), in der fünf Nordclubs -u.a. aus Vechta und Oldenburg- spielen, hofft weiter auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, pausiert aber vorerst mindestens bis zum 30. April. Das gab die Liga nach einer Sitzung aller Clubs heute bekannt. „Es bleibt das erklärte Ziel, die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen“, hieß es in einer Liga-Mitteilung. (25.03.20)


Beachvolleyball-Turnier abgesagt

Eigentlich keine notwendige Nachricht: Das Major-Beachvolleyball-Turnier in Hamburg fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Das teilte der Veranstalter heute mit. Ursprünglich war das Turnier im Tennisstadion am Rothenbaum vom 19. bis 23. August geplant. Bitte beachten Sie das Datum: August 2020. Na, was sagt uns das? (25.03.20)


Doch Abi ’20!

Die Schulabschlussprüfungen in Deutschland sollen trotz Corona-Krise nach jetzigem Stand weiterhin stattfinden – wie vor genau 50 Jahren (da weiß ich, wovon die Rede ist). Darauf haben sich die Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz geeinigt. Über das weitere Vorgehen würden sich die Bundesländer eng in der Ministerkonferenz abstimmen. „Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist“, heißt es in dem KMK-Beschluss weiter.

Mehr… (25.03.20)


Bundesnetzagentur: Uhr tickt nicht

Auf die Ausnahmesituation durch Corona reagiert auch die Bundesnetzagentur. Da aufgrund der Unterbrechung von Lieferketten teilweise Anlagen nicht fristgerecht fertiggestellt werden, hat der Regulierer Hinweise zu den zu aktuellen und bevorstehendenAusschreibungsrunden für Erneuerbare- und KWK-Anlagen veröffentlicht. So werden etwa Zuschlagsentscheidungen zunächst nicht im Internet bekanntgegeben. Dadurch tickt weder die Uhr für Realisierungsfristen noch bei Fristen für Vertragsstrafen bei einer nicht pünktlichen Fertigstellung von Projekten. (25.03.20)


Kündigung eingeschränkt

Im Zivilrecht werden nach den heutigen Beschlüssen des Bundestags – zeitlich befristet bis zum 30.Juni 2020 –  neue Regeln eingeführt. Schuldner, die wegen der Covid-19-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, erhalten die Möglichkeit, die Leistung einstweilen zu verweigern oder einzustellen, ohne dass dies für sie nachteilige rechtliche Folgen hat. Für Verbraucher und Kleinstunternehmen soll so gewährleistet werden, dass sie insbesondere von Leistungen der Grundversorgung wie Strom, Gas und Telekommunikation nicht abgeschnitten werden.

Für Mietverhältnisse über Grundstücke oder über Räume soll das Recht der Vermieter zur Kündigung von Mietverhältnissen eingeschränkt werden. Im Hinblick auf Verbraucherdarlehensverträge soll eine gesetzliche Stundungsregelung und eine Vertragsanpassung nach Ablauf der Stundungsfrist eingeführt werden, mit der Möglichkeit für die Vertragsparteien, eine abweichende Vertragslösung zu finden. Dies flankiert ein  gesetzlicherKündigungsschutz flankiert werden. Sollte der Zeitraum bis Juni 2020 nicht ausreichen, soll der Bundesregierung die Möglichkeit eingeräumt werden, die vorgesehenen Befristungen im Wege einer Verordnung zu verlängern. (25.03.20)


Zahl der Infizierten steigt in Norddeutschland

Die Zahl der Corona-Infizierten ist in Norddeutschland auf mehr als 4.800 gestiegen. Niedersachsen meldete 2.313 bestätigte Corona-Fälle, 242 mehr als am Dienstag. In Hamburg wurden 213 Infizierte mehr als am Vortag verzeichnet, somit stieg die Gesamtzahl auf 1.450. In Schleswig-Holstein sind mittlerweile 609 Fälle registriert. Damit sind im nördlichsten Bundesland 65 Menschen mehr mit Covid-19 infiziert als einen Tag zuvor. Mecklenburg-Vorpommern meldete einen Anstieg um 26 Fälle auf insgesamt 245 Infizierte.


Insolvenz und Strafprozess 

** Im Bereich des Insolvenzrechts sollen die Insolvenzantragspflicht und die Zahlungsverbote bis zum 30. September 2020 ausgesetzt werden, es sei denn die Insolvenz beruht nicht auf den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie oder es besteht keine Aussicht auf die Beseitigung einer eingetretenen Zahlungsunfähigkeit. Zudem sollen Anreize geschaffen werden, den betroffenen Unternehmen neue Liquidität zuzuführen und die Geschäftsbeziehungen zu diesen aufrecht zu erhalten. Für einen dreimonatigen Übergangszeitraum wird auch das Recht der Gläubiger suspendiert, die Eröffnung von Insolvenzverfahren zu beantragen. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie die Regelung zum Eröffnungsgrund bei Gläubigerinsolvenzanträgen soll im Verordnungswege bis zum 31. März 2021 verlängert werden können.

Um die betroffenen Unternehmen verschiedener Rechtsformen in die Lage zu versetzen, auch bei weiterhin bestehenden Beschränkungen der Versammlungsmöglichkeiten erforderliche Beschlüsse zu fassen und handlungsfähig zu bleiben, werden vorübergehend substanzielle Erleichterungen für die Durchführung von Hauptversammlungen, Gesellschafterversammlungen, General- und Vertreterversammlungen der Genossenschaften sowie von Mitgliederversammlungen von Vereinen geschaffen.

** In das Einführungsgesetz zur Strafprozessordnung wird ein auf ein Jahr befristeter zusätzlicher Hemmungstatbestand für die Unterbrechungsfrist einer strafgerichtlichen Hauptverhandlung eingefügt.

Er soll es den Gerichten erlauben, die Hauptverhandlung für maximal drei Monate und zehn Tage zu unterbrechen, wenn diese aufgrund von Maßnahmen zur Vermeidung der Verbreitung der Covid-19-Pandemie nicht durchgeführt werden kann.

Die dargestellten Änderungen hat der Bundestag heute beschlossen. Die notwendige Zustimmung des Bundesrats gilt als Formsache. (Quelle 25.03.2020)


Landwirtschaft: Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen

Wegen der Corona-Krise können Erntehelfer und Saisonarbeiter aus Osteuropa nicht mehr nach Deutschland einreisen, um in der Landwirtschaft zur arbeiten. Die Regelung gelte bis auf weiteres, erklärte heute ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Es gebe gegenwärtig zahlreiche Überlegungen, wie der Ausfall der Arbeitskräfte kompensiert werden könne. Nach Angaben des Bauerverbandes sind in der deutschen Landwirtschaft jährlich rund 300.000 Saisonarbeitskräfte beschäftigt. Sie erden vor allem als Helfer bei der Spargl- und der Obsternte eingesetzt.

Schon vor dem Einreiseverbot war klar, dass vielen von ihnen in diesem Jahr nicht kommen würden. Verbände und das Bundeslandwirtschaftsministerium haben deshalb Internet-Plattformen aufgesetzt, um Betriebe und Freiwillige, die auf den Feldern arbeiten könnten, in Kontakt zu bringen.

Zudem hatte das Kabinett am Montag beschlossen, Regelungen für Saisonarbeitskräfte zu lockern, die bereits in Deutschland sind. So sollen sie etwa eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei ausüben können. Bisher ist dies für bis zu 70 Tage möglich.

(Quelle, 25.03.20; Foto Ausländische Erntehelfer bei der Spargelernte von AnRo0002 CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication.)


Hannovers Oberbürgermeister Onay mit Coronavirus infiziert

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay ist mit dem Coronavirus infizier. Das hat ein test ergeben. Am späten Montagabend seien bei dem Grünen-Politiker Krankheitssymptome aufgetreten, teilte die Stadtverwaltung heute mit. Er übe die Amtsgeschäfte nun in häuslicher Quarantäne aus.

Nach Vorschriften der Gesundheitsbehörden gilt die Quarantäne auch für Menschen, die seit dem vergangenen Sonnabend (21. März) in direktem persönlichem Kontakt mit dem Oberbürgermeister standen. Dies betreffe innerhalb der Verwaltung vor allem die Dezernentinnen und Dezernenten. Die Quarantäne läuft bis zum 6. April.


Twente: Vier Corona-Tote

Im benachbarten Twente, dem südöstlichsten Teil der niederländischen Provinz Overijssel sind bis Dienstag vier Menschen an der Corona-Infektion verstorben, der erste Stadtdichter der Stadt Hengelo Fred van de Ven. Er litt seit langem an einer Lungenkrankheit und starb 70jährig am Dienstagabend an den Folgen des COVID-19-Virus.

Der gebürtige Hengeloer kannte übrigens jeden Winkel seiner Stadt und zahllose Geschichten. Sein Vorbild war unter anderem Francois Villon. Van de Ven liebte es, Gedichte zu schreiben, die sowohl auf Niederländisch als auch im dem Plattdeutschen angenäherten Dialekt Twents gesungen werden konnten.  (Quelle und mehr... 25.03.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 25.03.2020, 10 Uhr

Die Zahl der Infizierten steigt, die Zahl der in häuslicher Quarantäne lebenden Verdachtsfälle sinkt: Aktuell, so der Landkreis Emsland sind aktuell 94 Personen (+15) erkrankt, davon jetzt 19 aus Lingen (+4!). Bezogen auf die Einwohnerzahl des Landkreises- sind jetzt 28,9 COVID19-Infektionen auf 100.000 Einwohner festgestellt, in Lingen sind dies bei 54.500 Einwohnern unverändert 34,9.
Fünf Personen sind genesen. Aktuell befinden sich knapp 700 Personen in häuslicher Quarantäne, das sind ewa 50 Betroffene weniger als gestern. Bisher ist eine an Covid-19 infizierte Person verstorben.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2 0
 Samtgemeinde Freren 3 (+1) 0
 Einheitsgemeinde Geeste 3 (+1) 0
 Stadt Haren (Ems) 2 0
 Stadt Haselünne 19 (+2) 0
 Samtgemeinde Herzlake 2 (+2) 0
 Samtgemeinde Lathen 3 (+1) 0
 Samtgemeinde Lengerich 0 0
 Stadt Lingen (Ems) 19 (+4) 0
 Stadt Meppen 7 0
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 0
 Stadt Papenburg 19 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 3 (+2) 0
 Samtgemeinde Sögel 0 0
 Samtgemeinde Spelle 1 0
 Einheitsgemeinde Twist 3 (+1) 1
 Samtgemeinde Werlte 2 0
 Gesamt 93 (+15)
4 (+1)
Todesfälle 1
Aktuelle Covid-19-Fälle  

88

(25.03.20)


Tägliche NDR-Lesestunde

Im Rahmen der NDR-Aktion „Live gelesen mit …“ liest heute Franziska Biermann aus ihrem Buch „Jacky Marrone“ direkt aus ihrem Wohnzimmer. Außerdem bietet sie einen „Ruckzuck-Zeichenkurs“ an. NDR und SWR streamen um 16 Uhr die Lesestunde auf http://www.ndr.de, auf dem Facebook-Kanal des NDR Fernsehens sowie über den YouTube-Kanal „SWR Kindernetz“. Zudem sendet das NDR Kinderradio Mikado Ausschnitte in seinem Sonderprogramm auf NDR Info Spezial. Zum Nachhören auch im SWR Kindernetz Podcast. (25.03.20)


Entscheidung über Schul-Abschlussprüfungen

Die Kultusminister der Länder wollen jetzt über das weitere Vorgehen bei den diesjährigen Schul-Abschlussprüfungen beraten. Für den Mittag eine Schaltkonferenz der Kultusminister geplant. Der Stand: Schleswig-Holstein will die Prüfungen ganz ausfallen lassen, andere Länder haben das Abitur und andere Abschlussprüfungen verschoben, in Hessen und Rheinland-Pfalz laufen Abiturprüfungen bereits, in Niedersachsen stehen sie direkt bevor. Hamburg wollte bislang an den Abiturprüfungen festhalten, wil das jetzt aber laut Schulsenator Ties Rabe (SPD) überdenken. (25.03.20)


Parkhäuser Lingen

Seit gestern, Dienstag, gelten für die Lingener Parkhäuser und Tiefgaragen geänderte Öffnungszeiten. Die Parkhäuser Lookentor, am Rathaus sowie die Parkplätze und Tiefgaragen Am Markt und Pferdemarkt schließen bereits um 18.30 Uhr.

Ausnahme bilden Parkplatz und Tiefgarage beim St. Bonifatius Krankenhaus sowie am Gesundheitszentrum Medicus Wesken. Hier bleibt es bei der Schließzeit um 19.30 Uhr (Medicus Wesken) bzw. 20.30 Uhr (Bonifatius-Hospital). (25.03.20)


Weltweit immer mehr COVID-19-Tote

Weltweit haben sich nach Angaben von Wissenschaftlern der US-Universität Johns Hopkins schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen starben den Forschern zufolge inzwischen an Covid-19. Schwerpunkt der Pandemie ist weiterhin Europa.

  • In den vergangenen 24 Stunden bis Dienstagabend sind in den benachbarten Niederlanden 63 weitere Corona-Tote zu beklagen. Insgesamt sind damit im Nachbarland an dem Virus inzwischen 276 Menschen gestorben. Von den 5.560 positiv Getesteten befinden und befanden sich 1.495 in stationärere Krankenhausbehandlung. 546 Patienten werden intensivmedizinisch betreut.
  • In Italien sind in den letzten 24 Stunden weitere 743 gestorben, insgesamt inzwischen 6.820.
  • In Frankreich steht die Zahl der Toten bei 1.100 (+240 binnen eines Tages).
  • Besonders dramatisch ist es in Spanien, wo bis heute Abend 2.800 Menschen an COVID-19 gstorben sind. Angesichts der Entwicklung soll die NATO bei der medizinischen Versorgung helfen. Madrid hat das Verteidgungsbündnis um 500.000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken und 450.000 Atemschutzmasken gebeten.Nach Behördenangaben sind inzwischen 5400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen positiv auf das Coronavirus getestet worden – fast 14 Prozent aller COVID-19-Fälle in dem Land.
    Die Zustände in manchen Senioreneinrichtungen sind fürchterlich. Armeeangehörige fanden bei der Desinfektion von Pflegeheimen verwahrloste Insassen, die zwischen Toten hausten, die möglicherweise an dem Virus gestorben waren.
  • Auch in Großbritannien ist die Zahl der Infizierten und Toten deutlich gestiegen. 8077 Infektionsfälle seien inzwischen bestätigt, teilt die Regierung mit. Am Montag seien es noch 6650 gewesen. Binnen eines Tages seien 87 Menschen gestorben, nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Damit liege die Gesamtzahl der Todesopfer aktuell bei 422.

In Afrika sind mittlerweile bis gestern Abend in 43 der 54 Länder Fälle des neuen Coronavirus aufgetaucht. Die Gesamtzahl der Infektionen steht bisher bei 2046, wie die afrikanischen Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention mitteilten. Am stärksten betroffen ist Südafrika, wo die Zahl der Fälle sich auf 554 erhöhte. Ab Freitag soll in dem Land eine Ausgangssperre gelten.

(Quellen: Tagesschau, Süddeutsche; 25.03.20)


Landtag in Niedersachsen prüft „virtuelle Plenarsitzung“

Der niedersächsische Landtag prüft in der Corona-Krise die Möglichkeiten, seine Plenarsitzungen künftig virtuell im Netz auszutragen. Aktuell sei dies noch nicht möglich, sagte Landtags-Präsidentin Gabriele Andretta (SPD). „Für eine virtuelle Landtagssitzung fehlt es aktuell an den technischen Möglichkeiten, zum Beispiel, um rechtssicher Abstimmungen durchzuführen“, sagte Andretta. Zudem seien verfassungsrechtliche Voraussetzungen nicht gegeben. Für die Zukunft wolle sie virtuelle Sitzungen nach einer verfassungsrechtlichen Anpassung aber nicht ausschließen, sagte Andretta. (Quelle: NDR, 25.03.20)


Niedersachsen: Abitur-Prüfung und Sommerferien trotz Corona

Abitur und Sommerferien- beides wird es laut Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) auch 2020 in Niedersachsen geben. Allerdings sei eine Verschiebung zu einem späteren Zeitpunkt nicht auszuschließen. In Niedersachsen bereite das Ministerium „Alternativszenarien für den Fall vor, dass aufgrund zukünftiger Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus neue Pläne umzusetzen sind“, sagte der Sprecher.

Angesichts der angekündigten Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Pandemie will Hamburg seine Haltung in dieser Frage neu überdenken. Auch Mecklnburg-Vorpommern lässt die Frage offen.

Aktuell geht Kultusminister Tonne auch davon aus, dass sich der Sommerferientermin nicht ändert.  (Quelle, 25.03.20)


Der Überblick am Dienstagabend in Kürze:

  • In Deutschland sind 133 Menschen gestorben, mehr als 27.400 infiziert, sagt das RKI.
  • In Norddeutschland gibt es mehr als 4.200 Menschen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt wurde.  In Niedersachsen sind 2071 Menschen erkrankt (RKI: 1.764), davon 74 im Emsland und 15 in Lingen.
  • In Niedersachsen sind inzwischen sieben Tote aufgrund des COVID-19 zu beklagen. Ein Verstorbener lebte im Emsland.
  • Hamburger Behörde meldet ersten Corona-Toten.
  • Schleswig-Holsteins Ministerin plant Absage der Abiturprüfungen.
  • Olympische Spiele in Tokio werden wegen Coronavirus um ein Jahr verschoben.
  • DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April.
  • Coronavirus-Podcast: Neue Folge mit Virologe Christian Drosten.

Keine Kfz-Zulassung mehr für Privatpersonen

Der Zugang zur Kfz-Zulassung in der Kreisverwaltung in Meppen und an den Standorten in Aschendorf und Lingen ist nur noch eingeschränkt möglich. Die Kfz-Zulassung kann nicht mehr durch Privatpersonen vorgenommen werden. Anmelder*innen müssen sich an einen Zulassungsdienst bzw. an eine Kfz-Werkstatt wenden, um die Zulassung eines Kfz zu veranlassen. Der Landkreis Emsland bittet hierfür um Verständnis.

Bislang konnten auch Privatpersonen nach Terminvergabe eine Kfz-Zulassung vornehmen. Dies ist nun nicht mehr möglich. „Bereits vergebene Termine behalten aber weiterhin ihre Gültigkeit“.

Zudem steht Bürgerinnen und Bürgern für die Neuzulassung, die Umschreibung, die Wiederzulassung und die Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen sowie die Änderung der Halterdaten das Online-Portal unter https://landkreis-emsland.govconnect.de/home zur Verfügung. (Quelle, 24.03.20)


Lingen und seine Großveranstaltungen

Wir in Lingen müssen dringend über die Maikirmes, das Kivelingsfest, das Lautfeuer-Festival, die Stadtmeisterschaft im Fußball und die August-Open-Air-Konzerte an der Emsland-Arena mit Hollywood Vampires (Alice Cooper Jonny Depp & Jose Perry) und Vincent Weiss sprechen. Können Sie in diesen Coronarzeiten stattfinden? (24.03.20)


Weiterer Corona-Fall im Hamburger Justizvollzug

In Hamburg ist erstmals ein Strafgefangener im geschlossenen Vollzug positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es handele sich um einen 34-jährigen Insassen der Sozialtherapeutischen Anstalt in Fuhlsbüttel, sagte Justizsenator Till Steffen (Grüne) am Dienstag. Der Mann habe lediglich leichte Symptome und sei in der Einrichtung isoliert worden. Derzeit werde geprüft, mit wem er Kontakt hatte.

Wegen der Corona-Krise müssen in Hamburg rund 50 verurteilte Straftäter ihre Haft vorerst nicht antreten. Die Ladung zum Haftantritt werde für drei Monate ausgesetzt, so Steffen.

Seitenblick:
New York City lässt in der Coronakrise rund 300 Gefangene frei. Dabei handelt es sich – so Bürgermeister Bill de Blasio – um Gefangene, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde. So soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus gehemmt werden. New York City ist in den USA mit Abstand am schwersten von der Krise betroffen. Mehr als 100 Menschen sind dort bereits gestorben. (Quelle NDR und tagesschau, 24.03.20)


Maredo insolvent

Die Steakhaus-Kette Maredo ist pleite, die Betreibergesellschaft hat beim AG Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen nennt einen heftigen Umsatzeinbruch aufgrund der Coronakrise als Auslöser.

Man habe „vorsorglich“ Insolvenzantrag beim Amtsgericht (AG) Düsseldorf gestellt, teilt Maredo mit. Letztlich seien die massiven Auswirkungen der Coronakrise der Auslöser für diesen Schritt gewesen: Seit 18. März seien die Restaurants geschlossen. Maredo erziele derzeit also keine Einnahmen, müsse aber Mieten und Gehälter weiterbezahlen.

Vergangene Woche hatte bereits die Restaurantkette Vapiano mitgeteilt, zahlungsunfähig zu sein. Das Unternehmen erhofft finanzielle Unterstützung aus Bundesmitteln, um eine Insolvenz abzuwenden. (24.03.20)


RKI-Stellenanzeige

Auf sehr großes Interesse ist eine Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert Koch-Institut (RKI) gestoßen. Zwischen Donnerstag und Montag hätten sich 11.000 Menschen als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. Das Amt hatte die Stelle für das RKI ausgeschrieben. Nun müssten aus der großen Menge an Bewerbungen die passendsten Kandidaten für die 525 Unterstützungsstellen ausgewählt werden.

Aufgabe der Unterstützer wird es sein, im kommenden halben Jahr als „Containment Scouts“ bei der telefonischen Befragung von Covid-19-Infizierten und deren Kontaktpersonen zu helfen. Dadurch spare das Robert Koch-Institut Ressourcen, die es im Kampf gegen das Virus dringend benötige. (24.0.20, Quelle: Tagesschau)


Niederlande will keine deutschen Touristen in der Küstenprovinz Zeeland

De Zeeuwse gemeenten roepen toeristen in Duitsland en Nederland op om nu weg te blijven uit de kustprovincie. Tijdens de coronacrisis kunnen de zorgvoorzieningen in Zeeland echt geen extra bezoekers behappen, is de boodschap.

,,Het in ongekend voor Zeeland om te adverteren om niet te komen. Maar het is ook een ongekende tijd waar we in terecht zijn gekomen’’, aldus burgemeester Rob van der Zwaag van Veere, namens de Veiligheidsregio Zeeland.

Zeeland heeft altijd veel Duitse vakantiegangers. ,,De toeristische sector is een van de belangrijkste economische pijlers van de Zeeuwse economie en heeft een enorme omvang’’, aldus Van der Zwaag die vragen kreeg van verhuurders van accommodaties. ,,Veel ondernemers spreken mij aan en zeggen: ‘Ik neem geen boekingen meer aan. Dat moeten anderen ook niet meer doen, doe er wat aan burgemeester!’.“

Maar burgemeesters kunnen de verhuurders nu nog niet verplichten om dicht te gaan. Er wordt wel een en ander voorbereid om toerisme te voorkomen. ,,Deze week willen we een besluit nemen’’, aldus Van der Zwaag. (Quelle: Tubantia, 24.03.20)


Bußgeldkatalog

NRW hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen erstellt und am Montag an die zuständigen Behörden geschickt.  Kla ist: verstöße werden (sehr) teuer. Bei Zusammenkünften in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen, die nicht direkt verwandt sind, werden demnach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig. Auch wer gegen ein Besuchsverbot – zum Beispiel in einem Altenheim oder Krankenhaus – verstößt, muss 200 Euro Bußgeld bezahlen. Diese Sätze gelten wohlgemerkt für einen Erstverstoß. In besonders schweren Fällen werden sie verdoppelt. Bei Wiederholungsfällen können bis zu 25.000 Euro Bußgeld verhängt werden. (Quelle, 24.03.20)


Lingener Wochenmarkt findet statt
Der Lingener Wochenmarkt findet weiterhin wie gewohnt mittwochs und samstags statt. Die Stände sind jedoch ab sofort großflächiger auf dem Marktplatz sowie in den angrenzenden Straßen Am Markt, Bauerntanzstraße und Lookenstraße verteilt. Durch diese Entzerrung besteht deutlich mehr Raum zwischen den Besuchern und den Marktbeschickern der einzelnen Stände, so dass die vorgegebenen Sicherheitsabstände von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden können.

Dadurch, dass aktuell nur noch Händler, die Lebensmittel verkaufen, auf dem Wochenmarkt zugelassen sind, steht zudem weiterer Platz für die Marktbeschicker zur Verfügung. Grundsätzlich sind Wochenmärkte bundesweit ausdrücklich als Ausnahme in den Spanien Allgemeinverfügungen aufgeführt und nicht von Schließungen betroffen. (Quelle, 24.03.20)


Spaniens Christian heißt Jesús:


Olympische Spiele: Ein Jahr später

Lange wurde die Entscheidung aufgeschoben, nun ist sie schlussendlich getroffen worden: Die Olympischen Spiele werden nicht wie geplant vom 24. Juli bis zum 9. August in Tokio stattfinden. 

Zum ersten Mal in der 124-jährigen Geschichte wird in Friedenszeiten die Austragung der Olympischen Sommerspiele verschoben. In einer Telefonkonferenz zwischen Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und Vertretern des IOC, unter ihnen Präsident Thomas Bach, wurde dies beschlossen. „Ich habe vorgeschlagen, die Spiele um ein Jahr zu verschieben, und Präsident Bach hat dem zu 100 Prozent zugestimmt“, sagte Abe Reportern in Tokio.

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul hat die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio als „richtig für alle Sportler“ bezeichnet. „Ich hoffe, dass wir alle 2021 die Spiele bekommen, die wir uns erträumen“ sagte der 22 Jahre alte deutsche „Sportler des Jahres“ von 2019 der Nachrichtenagentur dpa. Ähnlich äußerte sich Handball-Vizepräsident Bob Hanning, der der Nachrichtenagentur sid sagte: „Das ist eine gute Nachricht für den Sport und eine gute Nachricht für die Welt.“

(Quelle, 24.03.20)


Emsland beklagt erstes COVID-19-Todesopfer

Ein mit dem Covid-19-Virus infizierter Patient ist in der Nacht zu Dienstag, 24. März, im Landkreis Emsland verstorben. Der 57-jährige Mann hatte eine schwere Vorerkrankung. Landrat Marc-André Burgdorf zeigt sich tief betroffen von der Nachricht und drückt den Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Bisher haben sich 78 Personen im Landkreis Emsland mit dem Corona-Virus infiziert. Drei von ihnen sind inzwischen genesen. Derzeit befinden sich 867 Personen in Quarantäne. (Quelle, 24.03.20)


Kita Gebühren

Die Oberbürgermeisterkonferenz des Niedersächsischen Städtetages zu der auch Lingens OB Krone gehört, empfiehlt, auf die Gebühren für Krippen und Horte im April zu verzichten. Aufgrund der Corona-Pandemie haben Kindertagesstätten geschlossen. Für März gezahltes Geld soll hingegen nicht rückerstattet werden.

Städtetag-Referent Günter Schnieders nannte dies einen „unbürokratischen Weg.“ Sollten die Einrichtungen auch nach dem 18. April geschlossen blieben, müsste neu beraten werden. Lüneburgs Oberbürgermeister und Städtetagspräsident Ulrich Mädge (SPD) wies darauf hin, dass Eltern nun in einer schwierigen Situation seien. Das finanzielle Risiko wolle er mindern. (Quelle, 24.03.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 24.03.2020,10 Uhr

Nach Angaben des Landkreises Emsland befinden sich aktuell über 900 950 Personen in häuslicher Quarantäne. 78 Personen (+11) sind erkrankt, davon jetzt 15 aus Lingen (also wieder zwei Personen mehr als gestern und vorgestern). Bezogen auf die Einwohnerzahl des Landkreises- sind jetzt 24,0 COVID19-Infektionen auf 100.000 Einwohner festgestellt.
Unverändert sind drei Personen genesen. Aktuell befinden sich 867 Personen in häuslicher Quarantäne, das sind rund 80 Betroffene weniger als gestern.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2 0
 Samtgemeinde Freren 2 0
 Einheitsgemeinde Geeste 2 (+1) 0
 Stadt Haren (Ems) 2 (+1) 0
 Stadt Haselünne 16 (+3) 0
 Samtgemeinde Herzlake 0 0
 Samtgemeinde Lathen 2 0
 Samtgemeinde Lengerich 0 0
 Stadt Lingen (Ems) 15 (+2) 0
 Stadt Meppen 7 (+1) 0
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 0
 Stadt Papenburg 19 (+2) 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 1 (+1) 0
 Samtgemeinde Sögel 0 0
 Samtgemeinde Spelle 1 0
 Einheitsgemeinde Twist 2 0
 Samtgemeinde Werlte 2 0
  78 (+11) 3
Aktuelle Gesamtzahl

(Zahl der bestätigten Fälle
abzüglich der Genesenen)

 

75 

 

(24.03.20)


Streetartist Eme Freethinker aktuell im Berliner Mauerpark(via  Streetart in Germany), 24.03.20)


Niederlande: Deutsche Landräte & Co. warnen

Kommunalpolitiker aus NRW haben einen besseren Schutz vor einer Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus‘ Covid-19 aus den Niederlanden gefordert. Sie befürchten, dass die Grenze ein Einfallstor für Infektionen nach Deutschland bleibe, wenn sich die Maßnahmen diesseits und jenseits der Grenze zu stark unterscheiden.

Acht Landräte grenznaher Kreise sowie der Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Münster haben verlangt, dass die Grenze zu den Niederlanden im Notfall komplett geschlossen werde, um so mögliche Infektionsketten zu unterbinden. Da die Niederlande lange die Strategie verfolgt hätte, eine Herdenimmunität aufzubauen, bei der sich junge, gesunde und nicht gefährdete Personen mit dem neuartigen Corona-Virus anstecken, könnte der Enge Kontakt grenznaher Gemeinden die Gefahr von Neuinfektionen in Deutschland bergen. Davor warnten… [Fortsetzung bei Niederlande.Net, 24.03.20)

ps Inzwischen haben die Niederlande die Schutzmaßnahmen deutlich verschärft. „Geen lockdown, maar en intelligente lockdown.“ Das Versammlungsverbot hat keine Untergrenze mehr (bisher 100 Personen) und gilt einstweilen bis zum 1. Juni. oder wie es hier in Lingen heißt: „Kiveling, ick hör dir trappsen…“ (mehr…,24.03.20)


Jazzmusiker Manu Dibango stirbt nach Corona-Infektion

Die COVID19-Pandemie hat ein prominentes Todesopfer gefordert. Jazzmusiker Manu Dibango ist nach einer Coronar-Infektion in Paris gestorben.

(24.03.20)


Niederlande und Begien: Keine Abschlussprüfungen in 2020

Bereits vor einer Woche sind die landestypischen Abschlussprüfungen in den niederländischen Grundschulen weggefallen. Jetzt melden die niederländischen Medien dies:

Dit jaar geen eindexamens, files vanuit Nederland naar België. Het aantal besmettingen en dodelijke slachtoffers in Nederland als gevolg van het coronavirus blijft stijgen. Het kabinet heeft daarom nieuwe maatregelen aangekondigd. Onder meer alle samenkomsten worden tot 1 juni verboden. Ook zijn centrale eindexamens afgelast. Volg alle ontwikkelingen rond het virus in ons liveblog.

[Belgie:

In de afgelopen 24 uur zijn er opnieuw 34 mensen overleden aan het virus. Er zijn nu in totaal 4.269 bevestigde besmette gevallen in België.

Zestig mensen hebben het ziekenhuis kunnen verlaten. Momenteel zijn er 1.859 mensen nog opgenomen in het ziekenhuis.]

(Quelle, 24.03.20)


Flüchtlingsheime

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt derzeit in niedersächsischen Flüchtlingsunterkünften für erhöhte „Alarmbereitschaft“, informiert der NDR. Da die Geflüchteten zumeist auf engem Raum zusammenleben, wäre eine Infektion in einer Einrichtung fatal. Deshalb versuchen die Einrichtungen, die Geflüchteten für die Corona-Pandemie zu sensibilisieren. Nach Angaben der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen werden sie in verschiedenen Sprachen, mit Piktogrammen und im Gespräch über die aktuelle Lage informiert. Den Angaben zufolge ist in Niedersachsen bislang bei keinem Flüchtling oder Mitarbeiter einer Einrichtung eine Infektion nachgewiesen worden. (weiter und Quelle, 24.03.20)


ARD-„DeutschlandTrend“

Die große Mehrheit der Bundesbürger ist mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung einverstanden. Das ergab eine aktuelle Umfrage für den ARD-DeutschlandTrend. Danach sind drei Viertel der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden mit dem, was die Regierung zur Bekämpfung der Krankheit tut. Ein Viertel ist weniger oder gar nicht zufrieden. 55 Prozent der Befragten sorgen sich vor einer Ansteckung mit dem Virus. Anfang des Monats waren es 23 Prozent. 95 Prozent der Deutschen finden der Umfrage zufolge das Versammlungsverbot zur Corona-Prävention richtig. (NDR, 24.03.20)


Partnerstädte

Burton-upon-Trent
At Queen’s Hospital Burton, in Burton-upon-Trent, Staffordshire, a member of staff has tested positive for Covid-19 and is being treated at another hospital. The hospital said all staff members and patients who had close contact with the worker will be contacted.

Elbeuf-sur-Seine
Un nouveau décès lié au coronavirus a été enregistré aujourd’hui samedi en Normandie. Il s’agit d’une femme de 73 ans qui était hospitalisée depuis le 5 mars au centre hospitalier des Feugrais à Elbeuf (Seine-Maritime). Quatre patients, des hommes âgés, sont décédés dans cet établissement en une quinzaine de jours. (23.10.20)


Sex in Zeiten des Coronar-Virus

New York City veröffentlichte gerade einen Guide für sicheren Sex in Zeiten des Coronavirus. Was du beim Sex beachten solltest, um dich nicht mit dem Virus anzustecken. „Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge“, sagte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer TV-Anpsrache am vergangenen Mittwoch. Inzwischen haben zudem immer mehr Bundesländer Ausgangsbeschränkungen eingeführt. Alle sind angehalten, zu Hause zu bleiben – und müssen sich nun irgendwie in den eigenen vier Wänden beschäftigen. Nicht selten ist da Sex ein willkommener Zeitvertreib. Doch wie geht Sex zusammen mit Social Distancing? Darf ich in Zeiten von Covid-19 überhaupt Sex haben oder ist das viel zu riskant?
[weiter bei jetzt/SZ, 23.03.10]


Der Überblick am Montagabend in Kürze:

(Quelle: NDR, 23.03.20)


Erster Corona-Infizierter in Hamburger Gefängnis

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Glasmoor in Norderstedt ist die erste Covid-19-Infektion im Hamburger Strafvollzug aufgetreten. Der etwa 30 Jahre alte Gefangene befinde sich in seinem Haftraum in Quarantäne. Er zeige keine Symptome, sagte ein Sprecher der Justizbehörde, und bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe. In der JVA Glasmoor sind Gefangene überwiegend im offenen Vollzug untergebracht. In Verdachts- bzw. Krankheitsfällen greifen in den Hamburger Justizvollzugsanstalten Quarantänemaßnahmen, um andere Menschen, darunter Gefangene und Bedienstete, zu schützen.

Auch in der Abteilung Groß-Hesepe der JVA Lingen befindet sich seit Sonntag ein Gefangener in einem Haftraum in Quarantäne, weil der Verdacht einer COVID19-Infektion besteht. Das Ergebnis der Laboruntersuchung steht noch aus. [Update: Es liegt jetzt vor und ist negativ (24.03.20)]. Zuvor hatte sich ein Verdachtsfall aus der JVA Wolfenbüttel, Abteilung Braunschweig nicht bestätigt.

Ob es in Deutschland weitere Fälle gibt, ist nicht bekannt, weil einige Bundesländer dies nicht mitteilen, erläuterte überraschenderweise der bereits erwähnte Sprecher der Hamburger Justizbehörde. Häftlinge, auch Untersuchungsgefangene müssen hingegen längst erhebliche Einschränkungen in den Gefängnissen wegen der Coronar-Pandemie hinnehmen. So seien zur Verhinderung einer Infektion unter anderem sämtliche Frei- und Ausgänge gestrichen und Besuche massiv eingeschränkt worden. In den niedersächsischen Gefängnissen gibt es keinerlei Besuche mehr oder -um die Justizministerin nochmals zu zitieren– „Die Stärken des Rechts und unserer Rechtsprechung zeigen sich vor allem in Krisenzeiten. “ Übersetzt: Das System muss funktionieren, Menschen sind da offenbar eher hinderlich. (23.03.20, update 24.03.20) (Foto: JVA Lingen; © milanpaul via flickr)


Notare müssen ins Büro

Angesichts der faktischen Schließung der Gerichte – im Amtsgericht Lingen waren heute beispielsweise ganze fünf Mitarbeiter*innen anwesend- habe ich schon meine Zweifel, ob die reichlich huldvoll wirkenden Worte der niedersächsischen Justizministerin Havliza („Der Zugang zum Recht wird gewährleistet.„) mehr sind als das sprichwörtliche Pfeifen im dunklen Wald. Ganz anders bei den Notaren, über die die niedersächsische Justizministerin allerdings kein Wort verliert; denn die müssen ins Büro.

Denn Notare bleiben nämlich zur Offenhaltung ihrer Geschäftsstelle und zur Durchführung von Beurkundungen weiterhin verpflichtet, so das Dienstrecht. Der Amtsträger bleibt auch an das übliche Beurkundungsverfahren gebunden, und somit ist die Präsenz der Parteien weiterhin erforderlich. Die Möglichkeit der Durchführung von Beurkundungen per Video oder Telefon ist bisher nicht gestattet. Die Notarkammer Hamm (NRW) empfiehlt daher von Präsenzerleichterungen, wie z.B. Beurkundungen mit nur einem Vertragsteil vorbehaltlich Genehmigungen oder Einsatz eines Notariatsmitarbeiters als Vertreter verstärkt Gebrauch zu machen; dasselbe legen heute Fachautoren in der LTO dar.(23.03.20)


NOZ-Produkt Emsland Kurier mittwochs eingestellt

NOZ stellt die Mittwochsausgabe des kostenlosen Emsland Kurier ein. Sie erläutert keine Gründe mit sondern ergeht sich in einer Verlags- und Redaktionsmitteilung geradezu in staatstragender Emphase; dabei dürfte der merkliche Rückgang des Print-Anzeigengeschäfts die Ursache sein. Im Gegensatz zu den Online-Ausgaben der NOZ können die Printanzeigen auch nicht durch lukrative Auswertung der Kundenklicks auf Online-Anzeigen vermarktet werden. Die Aufgbe:

„Liebe Leserinnen, liebe Leser,
seit Jahrzehnten sind sie es gewohnt, zweimal in der Woche den Emsland Kurier kostenlos in ihrem Postkasten vorzufinden. die Coronar-Krise zwingt uns nun, die Produktion des El am Mittwoch bis auf weiteres auszusetzen. Wir haben uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen. Die Ausgabe am Sonntag erscheint wie gewohnt.

Wir informieren Sie dann über die aktuellen Entwicklungen und bieten Service und Hintergründe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in dieser Woche von der größten Herausforderung seit dem Ende des 2. Weltkrieges gesprochen. Die ganz Gesellschaft ist gefordert, die Coronar-Krise solidarisch zu meistern. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!
Emsland Kurier
Verlag und Redaktion“

(23.03.20)


Lingen: Nachts ohne Taxis

Ab sofort entbindet die Stadt Lingen (Ems), in Anlehnung an weitere Städte und Landkreise, die Taxiunternehmen von der Betriebspflicht für Nachtfahrten. Diese Regelung gilt zunächst befristet bis zum 30. Juni 2020. Aufgrund der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens ist insbesondere nachts keine Nachfrage nach Taxifahrten mehr gegeben. Zwischen 6 Uhr und 20 Uhr (!) bleibt die Betriebspflicht jedoch weiterhin bestehen, damit insbesondere chronisch Kranke mobil bleiben können.

(23.03.20)


Neue Ausweise zu erhalten, wird sehr schwierig

Im Zuge der Coronar-Pandemiebekämpfung hat die Stadt Lingen (Ems), die Sprechzeiten reduziert und darum gebeten, Behördenangelegenheiten, wenn möglich online zu erledigen oder zu verschieben. Sehr schwierig wird es, neue Ausweisdokumente zu erhalten. Angesichts der Ausweispflicht weist das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger ihrer Ausweispflicht auch durch den Besitz eines gültigen Reisepasses nachkommen können – beispielsweise, wenn der alte Personalausweis abgelaufen ist.

Deutschland hat zudem mit einigen, überwiegend west- und südeuropäischen Staaten vereinbart, dass deutsche Reisedokumente bis zu einem Jahr nach Ablauf der Gültigkeit grundsätzlich als Identitätsnachweis anerkannt werden sollten. Das gilt unter anderem in Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Schweiz und Slowenien. Nähere Einzelheiten können unter dem regelmäßig aktualisierten Link der Bundespolizei abgerufen werden.

Fertige Ausweise können nach Absprache mit dem Bürgerbüro abgeholt und im Notfall neu beantragt werden. Bitte melden Sie sich dafür beim Bürgerbüro der Stadt Lingen unter der Tel. 0591 9144-330 oder buergerbuero(at)lingen.de. (23.03.20)

Stephan Weil

In Niedersachsen werden die neuen Kontaktbeschränkungen angesichts der Corona-Epidemie nach Einschätzung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gut befolgt. „Es ist generell sehr ruhig in Niedersachsen, die allermeisten Menschen scheinen das zu befolgen“, sagte Weil am Montag. „Wie in den letzten Tagen auch, sind wir heute mit erhöhter Präsenz unterwegs“, sagte eine Sprecherin der Polizei Hannover. „Aber die Straßen sind deutlich leerer.“

In Norddeutschland sind derzeit 3.609 Corona-Fälle gemeldet. In Niedersachsen stieg die Zahl heute um 193 Fälle auf , in Schleswig-Holstein um 31, in Mecklenburg-Vorpommern um 34 und in Hamburg um 102. Bremen meldete heute zwei neue Erkrankungen. Das Robert Koch-Institut ist trotz wachsender Fallzahlen vorsichtig optimistisch, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus bundesweit leicht verlangsamt.

Zwischen den Zahlen der Landesministerien und denen des Robert Koch-Institut (RKI) bestehen aufgrund verschiedener Meldewege Unterschiede; zudem gibt es unterschiedliche Aktualisierungsrhythmen. Entsprechend meldet beispielsweise das RKI für Niedersachsen 1.483 Infektionsfälle, das Gesundheitsministerium aber 1.779. (Quelle NDR, 23.03.20)


Tägliche Sportstunde

Wenn Schulen und Sportvereine schließen und empfohlen wird, das Haus möglichst nicht mehr zu verlassen, haben viele Kinder fast keine Möglichkeit mehr sich zu bewegen. Daher hat ALBA Berlin die tägliche Sportstunde ins Leben gerufen – und zwar online. Hier zuhören bitte.  Hier mehr

Alba Berlin präsentiert die tägliche Sportstunde im Alba-Youtubekanal inzwischen für Kita-, Grundschul- und (neu:) für Oberstufenkinder.

ps Ziel ist, die digitale Sportstunde mit in die Post-Corona-Zeit (neues. optimistisches Wort!) zu nehmen und auch künftig eine tägliche Sportstunde mit den gut ausgebildeteten Jugendtrainern durchzuführen.
(Quelle Dlf, 23.03.20)


Meldestelle für freiwillige Corona-Helfer in Niedersachsen

Um einem Kollaps des Gesundheitssystems entgegenzuwirken, hat die Pflegekammer Niedersachsen eine Meldestelle für freiwillige Helferinnen und Helfer in der Corona-Krise eingerichtet. Wer eine entsprechende pflegefachliche Qualifikation vorweisen kann und etwa aus dem Pflegeberuf ausgeschieden ist, kann sich per E-Mail an corona@pflegekammer-nds.de wenden. „Das Gesundheitssystem wird in den nächsten Wochen und Monaten möglicherweise an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommen. Dann wird jede Hilfe gebraucht“, sagte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann.
(Quelle NDR, 23.03.20)


Niedersachsen: Desinfektionsmittel-Produktion wird ausgeweitet

Alle Unternehmen der chemischen Industrie, Kosmetik- und Parfümhersteller sowie vergleichbare Betriebe in Niedersachsen dürfen ab sofort auch Desinfektionsmittel herstellen. Bislang waren ausschließlich Apotheken und Pharmahersteller dazu befugt. „Die Lage ist ernst“, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD). „Wir brauchen alle verfügbaren Ressourcen, um den immensen Bedarf decken zu können.“

Der Hamburger Kosmetikkonzern Beiersdorf spendete am Montag der Feuerwehr Hamburg und dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 6.000 Liter Desinfektionsmittel. Wegen der durch die Coronakrise ausgelösten Knappheit hatte das Unternehmen in der vergangenen Woche angekündigt, die Produktion von Desinfektionslösung in hochzufahren. (Quelle NDR, 23.03.20)


Bands unterstützen

Die Coronakrise trifft die Musikbranche hart. Erst einmal gibt es keine Konzerte mehr. Für viele Musikerinnen und Musiker sind Konzerte die wichtigste Einnahmequelle. Eigentlich sind viele Bands zu dieser Zeit sonst auf Tour, bevor die Festivalsaison im Sommer beginnt. Dass alle Konzerte nun im Zuge der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus abgesagt wurden, kann für viele schnell existenzbedrohend sein. 

Aber ihr könnt eure Lieblingsmusiker und -musikerinnen auch anders unterstützen, so Dlf-Reporterin Anke van de Weyer. Etwa indem ihr ohne Ende Musik konsumiert. Das findet auch der Rapper Yassin. Er musste zwei Drittel seiner aktuellen Tour zusammen mit dem Rapper Audio 88 absagen.

Ihr könnt eure Lieblingskünstler und -künstlerinnen auch direkt anschreiben. Das klingt vielleicht komisch. Aber es hilft, sagt Yassin – nicht unbedingt finanziell, aber dafür moralisch, weil Musiker merken, dass sie weiterhin Fans haben.

Auch viele Bands werden aktiv, spielen Konzerte und streamen. Aber es geht auch noch kreativer: Der Indie-Musiker Jens Lekmann zum Beispiel bietet an, dass Fans bei ihm private Skype-Konzerte buchen können. Ihr könnt euch dann exklusiv von ihm per Skype euer Lieblingslied vorspielen lassen.

Die Musikerinnen und Musiker selbst stellen mittlerweile auch Forderungen. Zum Beispiel, dass Spotify die Ausschüttung für Streams verdreifacht. Wie viel Geld für die Streams genau fließt, verrät Spotify nicht. „Aber es wird vermutet, dass das ungefähr 0,003 Euro pro Stream sind“, sagt Anke van de Weyer. Das heißt, für 1000 Streams gibt es drei Euro – bei einer Verdreifachung gäbe es immerhin neun Euro.

Ihr könnt natürlich auch Merchandise kaufen, also Fanartikel wie Klamotten oder Accessoires. Viele Künstlerinnen und Künstler, die zurzeit unterwegs auf Tour sein wollten, haben dafür extra Merchandise produzieren lassen. Die verschiedenen Artikel wollten sie auf den Konzerten verkaufen, die nun abgesagt werden mussten.

(Quelle: DlfNova, 23.03.20)


#ELhältzusammen

Mehr als 300 Einreichungen gab es alleine am Wochenende über das Formular zur Aktion #ELhältzusammen der NOZ Medien. Hier die ersten Ergebnisse.

Ob Restaurants, die einen Lieferdienst anbieten oder Tanzschulen, die jetzt Online-Kurse veranstalten – die Bandbreite der lokalen Geschäfte ist riesig. Die Unternehmer mussten in der Corona-Krise kreativ werden und versuchen durch ein erweitertes Angebot sowohl ihren Kunden den gewohnten Service weiterhin so gut wie möglich zu bieten als auch ihre eigene Existenz zu sichern. Denn die meisten Dienstleister mussten ihre Türen in den letzten Tagen schließen.

Hier finden Sie die NOZ-Liste mit Restaurants und anderen Dienstleistern sowie den dazugehörigen Weg, wie Sie an die jeweiligen Produkte gelangen. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Interessenten können auch weiterhin Ihren Service eintragen. Klicken Sie hier, um die Liste einzusehen (Ansicht fürs Smartphone optimiert).


Ü70: Selbstquarantäne

In Berlin sind derzeit 1077 Fälle des neuartigen Coronavirus bestätigt (Stand 23.03.20, 0.00 Uhr), das meldete das Robert-Koch-Institut am Montagmorgen. Wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im Abgeordnetenhaus mitteilte, ist inzwischen ein zweiter Patient an dem Virus gestorben. Es handelt sich um einen 70-Jährigen.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci forderte am Montag im Abgeordnetenhaus, dass sich alle Berliner, die 70 Jähre und älter sind, in Selbstquarantäne begeben. „Abstand ist der sicherste Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Freundinnen, Freunde, Angehörige und Nachbarn sind jetzt gefragt, bei der Versorgung zu helfen und dabei streng auf den Abstand von 1,5 Metern zu achten. Soziale Kontakte sind auch mit Abstand möglich.“ (Quelle und mehr, 23.03.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 23.03.2020, 11 Uhr 15 Uhr

Nach Angaben des Landkreises Emsland befinden sich aktuell über 900 950 Personen in häuslicher Quarantäne. 67 Personen(+1) sind erkrankt, davon 13 aus Lingen (also zwei Personen mehr als gestern). Es sind -bezogen auf die Einwohnerzahl des Landkreises-  19,7 COVID19-Infektionen auf 100.000 Einwohner; der Landkreis Emsland hat aktuell 325.000 Einwohner*innen.
Neu ist, dass in der Aufzählung jetzt auch die Zahl der Genesenen angegeben wird: Es sind gegenwärtig drei vordem Erkrankte.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 2 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2 0
 Samtgemeinde Freren 2 0
 Einheitsgemeinde Geeste 1 0
 Stadt Haren (Ems) 1 0
 Stadt Haselünne 13 (+1) 0
 Samtgemeinde Herzlake 0 0
 Samtgemeinde Lathen 2 0
 Samtgemeinde Lengerich 0 0
 Stadt Lingen (Ems) 13 (+2) 0
 Stadt Meppen 6 0
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 0
 Stadt Papenburg 17 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 0 0
 Samtgemeinde Sögel 0 0
 Samtgemeinde Spelle 1 0
 Einheitsgemeinde Twist 2 0
 Samtgemeinde Werlte 2 0
  67 3
Aktuelle Gesamtzahl

(Zahl der bestätigten Fälle
abzüglich der Genesenen)

 

64

 

(23.03.20)


20 – 29jährige 

Aktuell die besten Informationen darüber, welche Bevölkerungsgruppe sich selbst (und andere) am häufigsten mit dem COVID19-Virus ansteckt, stammen aus Südkorea. Sie zeigen: 30 Prozent, also 2300 von allen 8100 Infektionen in dem Land betreffen 20- bis 29-Jährige – mehr als jede andere Altersgruppe. Zwar erkranken die Jungen bei weitem nicht so häufig wie ältere Menschen und in Südkorea starb nicht einer aus dieser Gruppe an COVID-19.

Doch offenbar tragen sie wesentlich zur Verbreitung des Virus bei – aufgrund ihrer häufigen sozialen Kontakte in Schulen, Unis, Arbeitsplätzen und Freizeitaktivitäten in Bars und Clubs. Sie könnten – ohne es zu wissen – die treibende Kraft der Pandemie sein… (weiter und Quelle, 23.03.20)


„Kontaktverbot“ in Kraft

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, werden Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern verständigt. Wörtlich heißt es: „Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.“

Das genannte Kontaktverbot gilt ab heute, Montag (23. März) – und für mindestens zwei Wochen. (Quelle, 23.03.20)


(23.03.20)


Verschwörungstheorien

Das Coronavirus bietet Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen ein optimales Betätigungsfeld, sagte der Konfliktforscher Andreas Zick im Deutschlandfunk (Dlf) . Man müsse davon ausgehen, dass die Szene die derzeitige Verunsicherung in der Coronakrise ausnutze und versuche ihre Ideologien zu verbreiten. In WhatsApp-Gruppen, im Internet oder Sozialen Medien würden zahlreiche Falschmeldungen oder bewusst gestreute Verschwörungstheorien verbreitet. Die rechte Szene sei da besonders aktiv.
[weiter beim Dlf, 23.03.20]

Unmöglichkeit

Auf Grund der strengen behördlichen Anweisungen in Zeiten der Coronakrise finden momentan so gut wie keine kulturellen oder sonstigen Veranstaltungen mehr statt. Fällt die einmalige Veranstaltung, zum Beispiel ein Konzert oder Theaterstück, aus, kann man vom Veranstalter den Ticketpreis zurückverlangen. Insoweit ist die Rechtslage klar.

Wie sieht es aber bei Mitgliedschaften mit Laufzeit aus, zum Beispiel im Fitnessstudio oder beim Kochkurs? Diese sind ja auch vom Shutdown betroffen, der sich wohl heute noch einmal verschärfen wird.

Juristisch gilt Folgendes: Pausiert die Mitgliedschaft notgedrungen, handelt sich auch ohne Verschulden des Anbieters um einen Fall der sogenannten „Unmöglichkeit“ (§ 275 BGB). Da Kunden und Kundinnen nicht für diese Unmöglichkeit verantwortlich sind, entfällt der Anspruch der Betreiber auf Zahlung (§ 326 BGB)…

[weiter im LawBlog, 23.03.20]


Keine Tulpen aus Amsterdam

Tausende Blumenhändler in Europa haben im Moment geschlossen – wegen des Coronavirus. Das trifft auch die Tulpenproduktion in den Niederlanden: Die Firmen vernichten täglich Millionen Blumen, die sie nicht verkaufen können.

Es ist Tulpensaison in den Niederlanden – doch wegen der Coronavirus-Pandemie und der dadurch weggebrochenen Nachfrage müssen die Produzenten derzeit jeden Tag Millionen Blumen vernichten. „Das ist wirklich das erste Mal, dass wir das tun“, sagte der Sprecher der Genossenschaft Royal Flora Holland, Michel van Schie, der Nachrichtenagentur AFP. Aber es sei die „einzige Lösung“.

Royal FloraHolland zufolge müssen voraussichtlich zwischen 70 und 80 Prozent der in den Niederlanden produzierten Blumen vernichtet werden. Die meisten Züchter tun dies laut van Schie in ihren Gärtnereien.

Am Standort der Genossenschaft in Naaldwijk türmten sich in den vergangenen Tagen dennoch bergeweise unverkaufte Tulpen, Rosen, Chrysanthemen und andere Blumen. Sie wurden per Bagger zu großen Halden zusammengetragen. (Quelle, 23.03.20)


Bundesligatraining und -spiele

Ungeachtet der sehr wahrscheinlich längeren Pause in der Fußball-Bundesliga will der VfL Wolfsburg am Montag wieder das Training aufnehmen. Wegen der Coronakrise unter strenger gesundheitlicher Kontrolle sind Übungseinheiten im Kraftraum in kleinen Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten geplant. Den Trainingsplatz sollen die Spieler vorerst nicht betreten. Bislang ist die für den kommenden Sonnabend (15.30 Uhr) geplante Partie bei Bayer Leverkusen noch nicht abgesagt. 

Renommierte Virologen rechnen angesichts der Coronavirus-Krise nicht mehr mit einem regulären Sportbetrieb mit Zuschauern in diesem Jahr. Er glaube „überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig“, sagte Professor Dr. Christian Drosten dem „stern“.

Schmidt-Chanasit: Fußball erst wieder nächstes Jahr

Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten“, so die Einschätzung von Drosten.

Virologe Professor Jonas Schmidt-Chanasit glaubt nicht, dass im Zuge der Corona-Pandemie in diesem Jahr im deutschen Profifußball noch gespielt werden kann. Video (02:08 min)

Zuvor hatte bereits der Hamburger Virologe Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut im Interview mit dem NDR Sportclub ein ähnliches Szenario gezeichnet.

Kekulé hält „Geisterspiele“ ab September für möglich

Auch Alexander Kekulé vom Institut für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale geht davon aus, dass es in diesem Jahr keine Fußballspiele mehr mit Zuschauern geben wird: „Großveranstaltungen, bei denen man 60.000 Menschen in einem Stadion zusammenbringt, die sehe ich tatsächlich in diesem Jahr auch nicht“, sagte er der ARD Sportschau. Aber ab dem Spätsommer seien Spiele ohne Zuschauer möglich.


Die Fluggesellschaft Emirates

stellt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab kommenden Mittwoch sämtliche Passagierflüge vorerst ein. Emirates könne den normalen Betrieb für Passagiere erst sicherstellen, wenn „Länder ihre Grenzen wieder öffnen und das Vertrauen ins Reisen zurückkehrt“, sagte Emirates-Chef Scheich Ahmed bin Said Al Maktum laut Mitteilung vom Sonntag.  (Quelle, 22.03.20)


Formel 1

Bisher sind alle Autorennen abgesagt. Offenbar kann auch in Baku nicht gefahren werden. Der Grand Prix soll eigentlich am 8. Juni stattfinden. Mehr…

(Quelle t-online.de 22.03.20)


Zehn Tipps von Berlins Quarantäne-Rekordhalter

Keiner in Berlin ist so lange in Quarantäne wie Albrecht P.: Seit 19 Tagen darf er seine Wohnung nicht verlassen. Hier schildert er seine Erfahrungen. Im Tagesspiegel gibt er 10 Tipps für die Zeit in Quarantäne… (Quelle, 22.03.20)


Update: Italien

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien ist um 651 auf 5476 gestiegen – damit ist der Anstieg nicht so rasant wie noch am Vortag ausgefallen. Am Samstag hatte der Zivilschutz die bisher größte Zahl von 793 Toten an nur einem Tag vermeldet. Es handele sich um weniger Fälle als in den vergangenen Tagen, man hoffe, dass sich das in den kommenden Tage fortsetze, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom. Er warnte aber vor voreiligen Schlüssen. „Wir dürfen in der Wachsamkeit nicht nachlassen.“

Bis Sonntag wurden insgesamt 59.138 Infizierte erfasst. Das sind rund 5.500 mehr als am Samstag. Die Steigerung war auch hier geringer als am Vortag. (22.03.20)


Merkel in Quarantäne

Nach der Ankündigung weitreichender Maßnahmen am Sonntagnachmittag zog sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in häusliche Quarantäne zurück. Sie war in der vergangenen Woche gegen Pneumokokken geimpft worden; bei dem impfenden Arzt wurde kurz danach eine COVID19-Infektion festgestellt.

Auch an der Sitzung des Bundeskabinetts am Montag wird Merkel nicht physisch teilnehmen. Die Bundeskanzlerin erfuhr nach ihrem Presseauftritt am Sonntagnachmittag, dass ein Arzt, der am Freitagnachmittag eine prophylaktische Pneumokokken-Impfung bei ihr vorgenommen hatte, mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das teilte Steffen Seibert, ein Sprecher der Bundesregierung, mit.

Daraufhin habe die Bundeskanzlerin entschieden, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben. Sie werde sich in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre. Auch aus der häuslichen Quarantäne werde die Bundeskanzlerin bis auf weiteres ihren Dienstgeschäften nachgehen.

(Foto: Angela Merkel Hände von Armin Linnartz AM Juli 2010 – 3zu4.jpg CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported 22.03.20)


Bill Gates 2015


Kivelingsfest 2020

Noch Zeit lassen wollen sich die Verantwortlichen der Kivelinge mit ihrer Entscheidung , ob das diesjährige Fest stattfindet oder wegen des Coronarvirus abgesagt wird.
Das schreibt Nils Deymann, der Kommandeur der Kivelinge, in einem Schreiben an die Kivelinge, die Marketenderinnen und die „Freunde des Kivelingsfestes“.
Man beobachte die Entwicklung „sehr genau“ und stehe „in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden“. Faschmeldungen und  Spekulationen hüfen in dieser Situation niemandem. „Wir bitten euch deshalb, sich nicht daran zu beteiligen.“
(22.03.20)

Überblick am Sonntagabend – das Wichtigste:

  • Bund und Länder haben ein Kontaktverbot für mehr als zwei Personen beschlossen.
  • Kanzlerin Merkel muss wegen Kontakt zu Corona-infiziertem Arzt in Quarantäne
  • In Norddeutschland gibt es bisher insgesamt 3.269 bestätigte Corona-Erkrankungen: 1.586 in Niedersachsen, 436 in Schleswig-Holstein, 187 in Mecklenburg-Vorpommern, 887 in Hamburg und 173 im Bundesland Bremen.
  • Erste Todesfälle in Niedersachsen: Vier Männer gestorben
  • Das Robert Koch-Institut wartet noch auf Nachmeldung von Corona-Fällen.

18 Uhr: „Ode an die Freude“ vom Balkon aus in ganz Deutschland

Die Corona-Pandemie trifft auch die Musikszene. Konzerte werden verschoben, Opern abgesagt. In Italien machen viele Musiker sich und anderen Mut mit Gesangseinlagen vom Balkon aus. Deutsche Künstler nehmen sich daran ein Beispiel und setzten heute Abend mit „Ode an die Freude“ ein Zeichen. Brian Lüken und Jennifer Schotter präsentierten ihr erstes Fensterkonzert mit dem Ode-Auftakt bei mir gegenüber in der Bauerntanzstraße. Online folgten dem gestreamten Konzert rund 20 Zuseher und -hörer; die Tonqualität war dabei nicht so prall. Insgesamt dauerte das Konzert knapp 30 Minuten Popsongs, so dass schließlich -allesamt in gehörigem Abstand- auch etwa 10 Spaziergänger den Klängen lauschten. (22.10.2020)


Kontaktverbot

Bei heutigen Telefonkonferenz haben die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel Treffen vom mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten, um die Ausbreitung des Coronarvirus einzudämmen. Ausgenommen sind  „Kernfamilien“, Lebenspartner, zwingende berufliche Gründe, der öffentliche Nahverkehr und Beerdigungen, wie aus einem Beschlusspapier von Bund und Ländern hervorgeht. Der Mindestabstand von (in Niedersachsen) 2 Metern zu anderen Personen soll auf jeden Fall eingehalten werden. Das Kontaktverbot gilt ab morgen und zunächst für zwei Wochen. Für Bayern und Hessen gelten weitere Einschränkungen. Außerdem wurde beschlossen:

  • Friseurläden, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons werden geschlossen.
  • Restaurants und Gaststätten werden unverzüglich geschlossen – wo dies noch nicht der Fall ist.

Bundestag

Zum ersten Mal in der Geschichte des Parlaments muss man sich Sorgen um dessen Arbeitsfähigkeit machen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

  • Einige Abgeordnete haben sich bereits mit dem Corona-Virus infiziert, andere sind in Quarantäne. Was passiert, wenn es noch mehr werden?
  • Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sorgt sich um die Arbeitsfähigkeit des Parlaments.
  • Die Abstimmung zur Schuldenbremse verschärft das Problem: Um die Notfallklausel in Kraft zu setzen, müssen mindestens 355 Abgeordnete anwesend sein und mit Ja stimmen.

Was soll passieren, wenn zu viele Abgeordnete an Corona erkranken, zur Sicherheit in Quarantäne gehen oder wegen der Ansteckungsgefahren nicht mehr nach Berlin fahren? In einem Brief an alle Abgeordneten hat der Bundestagspräsident deutlich macht, um was es geht: Neben „den notwendigen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz“ sei es jetzt „oberstes Gebot, die Handlungsfähigkeit des Verfassungsorgans zu erhalten“…

[weiter bei der SZ]

(22.03.20)


Ignoranten

in der Krise sind zahlreich. Auch jenseits des große Wassers: „Wenn ich Corona kriege, kriege ich Corona!“ Ob die Mutter dieses Menschen das auch so sieht?
Weiter im Bericht der New York Times
(22.03.20)

Emslandmuseum Lingen – Ausstellung online

Wegen des Corona-Virus bleibt das Emslandmuseum für Besucher und Veranstaltungen bis auf Weiteres  geschlossen. Alle angekündigten Veranstaltungen fallen aus. Dies betrifft alle Vorträge und Lesungen, Exkursionen und auch die Stadtführungen.
Die neue Ausstellung „Das Kriegsende im Raum Lingen 1945“ ist ab sofort auf dem neuen Museum-Blog im Internet einsehbar. Alle Ausstellungstafeln werden dort im Laufe der nächsten Tage eingestellt und können dann von zu Hause aus genutzt werden. Bisher sind Teil 1 und Teil 2 (von insgesamt 8 Beiträgen) veröffentlicht.
Museumsdirektor Andreas Eiynck: „Wir danken allen Zeitzeugen und allen Leihgebern, die Fotos, Dokumente und Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt haben.“
Auf dem neuen Blog gibt es fortlaufend auch weitere Informationen aus dem Emslandmuseum Lingen und von der Baustelle für den Erweiterungsbau des Museums.
Die Adresse im Internet lautet: www.emslandmuseum.de
(22.03.20)

3D-Drucker

Italienische Ingenieure haben in kürzester Zeit Ventile für Beatmungsmaschinen mit einem 3D-Drucker nachgebaut – und damit wahrscheinlich Leben gerettet. Der eigentliche Hersteller konnte die Teile nicht mehr liefern. Jetzt sollen noch mehr Krankenhäuser von der Technik profitieren.
[weiter bei DLF, 22.03.20]


Kartoffelkauf

Nudeln und Reis war gestern. Die Corona-Krise hat inzwischen die Nachfrage nach Kartoffeln deutlich steigen lassen. Das teilte das Landvolk unter Berufung auf Anbauer mit Hofladen oder anderen Formen der Direktvermarktung wie etwa Wochenmärkten mit. Auch in den Abpackbetrieben für den Einzelhandel sei dieser Trend zu beobachten. Eine besonders hohe Nachfrage gebe es bei Biokartoffeln, sagte die Sprecherin. Sie wies darauf hin, dass frische Kartoffeln aus der Ernte vom vergangenen Jahr nicht für eine längere Lagerung im Haushalt geeignet seien und deshalb zügig verbraucht werden sollten.

Mit anderen Worten: Kein Hamsterstress, bitte! (Quelle: NDR, 22.03.20)


Check

Die Corona-Infektionen in Deutschland steigen schnell, aber es stehen nicht genug Teststellen bereit. Sie befürchten, sich mit dem Virus angesteckt zu haben? Dieser Check hilft Ihnen bei der Einschätzung. (22.03.20)

[weiter bei Spiegel-Online]


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Sonntag, 22.03.2020, 10 Uhr

Nach Angaben des Landkreises Emsland befinden sich aktuell (22.03.20, 10.00 Uhr ) über 750 Personen in häuslicher Quarantäne. 64 Personen(+1) sind erkrankt, davon 11 aus Lingen (also zwei Personen mehr als gestern). Es sind -bezogen auf die Einwohnerzahl des Landkreises-  19,4 COVID19-Infektionen auf 100.000 Einwohner; der Landkreis Emsland hat aktuell 325.000 Einwohner*innen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle
 Samtgemeinde Dörpen 2
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2
 Samtgemeinde Freren 2
 Einheitsgemeinde Geeste 1
 Stadt Haren (Ems) 1
 Stadt Haselünne 12 (+1)
 Samtgemeinde Herzlake 0
 Samtgemeinde Lathen 2
 Samtgemeinde Lengerich 0
 Stadt Lingen (Ems) 11
 Stadt Meppen 6
 Samtgemeinde Nordhümmling 3
 Stadt Papenburg 17
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 0
 Samtgemeinde Sögel 0
 Samtgemeinde Spelle 1
 Einheitsgemeinde Twist 2
 Samtgemeinde Werlte 2
Gesamtzahl 64 (+1)

(22.03.20)


Amtsgerichte praktisch geschlossen

Nachdem sie bereits in der letzten Woche nur noch drei Stunden täglich fü den Publikumsverkehr geöffnet waren, sind die Amtsgerichte Lingen, Meppen, Nordhorn und Papenburg ab Montag jetzt praktisch geschlossen. Es steht vormittags jeweils ab 9 Uhr nur für eine oder zwei Stunden ein Telefonservice zur Verfügung. Befristet ist dies einstweilen bis zum 20. April.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Landgerichts Osnabrück. (22.03.2020)


Phishing in Corona-Zeiten

Derzeit landen in vielen E-Mail-Postfächern fast täglich Nachrichten von Unternehmen, die etwa auf Einschränkungen ihrer Services, besondere Hygienemaßnahmen im Rahmen ihrer Produktion oder Rabatt-Aktionen à la „Gemütlich von Zuhause bestellen“ hinweisen. Da verwundert es nicht, dass Kriminelle ebenfalls auf diesen Zug aufspringen und viele Phishing-Kampagnen im Zeichen des Coronavirus starten.

Unter anderem kursieren gefälschte E-Mails von der World Health Organization (WHO) mit Malware im Anhang. Auch Hinweise auf Filialschließungen der Sparkasse, in denen zu Phishing-Zwecken Kundendaten abgefragt werden, sind unterwegs. In anderen Mails werden etwa Atemschutzmasken und ähnliche Artikel angepriesen, um Daten abzugreifen oder potenzielle Kunden in Fake-Shops zu lotsen.

Gewarnt wird vor den E-Mails bereits auf der Website der deutschen Verbraucherzentralen. Darin wird die (tatsächlich mancherorts erfolgte) die Schließung von Sparkassefilialen aufgegriffen. Kunden sollen dann ihre Daten auf einer in der E-Mail verlinkten Phishing-Site eingeben, von der aus diese bei den Kriminellen landen.

Dank des Sparkassen-Logos und der einwandfreien Rechtschreibung und Grammatik wirkt die E-Mail recht überzeugend; auch trifft sie mit Formulierungen wie „Prävention ist keine Hysterie, und Ignoranz ist auch kein Mut! Wir hoffen sehr auf Ihre Solidarität und Ihr Verständnis!“ genau den Ton, der derzeit auch in „normalen“ E-Mails von Sparkassen vorherrscht.

 [Alles bei heise.de; 22.03.20)]

Hinweis: Phishing-Mails erkennen und richtig handeln


Rheine

Rheines Bürgermeister Peter Lüttmann informiert täglich via Facebook. Heute Abend (21.03.20) gönnte er sich dann zu recht… ach, seht selbst!


Niedersachsen: Abitur noch nicht verschoben

Nach Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen hat am Samstag auch Berlin angekündigt, die diesjährigen Abiturtermine wegen der Corona-Krise zu verschieben. Wie Berlin sollen auch in Baden-Württemberg sämtliche zentralen Abschlussprüfungen später stattfinden, also neben dem Abitur auch Haupt- und Realschulprüfungen.

In Hamburg und Niedersachsen hieß es im Verlauf der Woche, die Abiturprüfung werde trotz Corona-Pandemie nicht verschoben. „Die Terminplanung ab dem 16. April wird beibehalten.“ Es werde aber Nachschreibetermine geben. Mehr… (21.03.20)


Twente: Polnische Arbeiter sind halsüberkopf nach Hause

Honderden Poolse arbeidsmigranten die in Twente werkzaam zijn, zijn in de afgelopen dagen halsoverkop naar hun thuisland gevlucht, na het nieuws over de sluiting van hun landsgrens. „Mensen waren in paniek, de helft heeft hun vertrek niet eens gemeld.”

Europrofessionals uit Denekamp heeft tussen de 500 en 600 arbeidsmigranten, hoofdzakelijk uit Polen, aan het werk in de regio. Zeker honderd mensen zijn direct naar Polen gegaan, toen afgelopen weekend duidelijk werd dat hun thuisland de grens zou sluiten. Die mogen hun eigen land wel in, maar worden aan de grens gecontroleerd op het virus. Het zorgt voor kilometers lange files. Eenmaal terug bij de familie zijn ze verplicht twee weken lang in thuisquarantaine te blijven.

Zo snel mogelijk weg

„Het is chaos”, zegt Marcel Veldhuis van het detacheringsbureau. „We hebben nauwelijks overzicht van hoeveel er nog zijn. Maandag waren er al honderd weg. De helft liet dat nog netjes weten, maar die andere helft niet. Voor hen was maar een ding belangrijk: zo snel mogelijk in Polen komen.” … [weiter in der Tubantia.nl] (21.03.20)


Das Coronavirus breitet sich weiter aus – auch im Norden wird dadurch das Leben massiv beeinflusst. Das Wichtigste im Überblick:

  • In Niedersachsen sind vier ältere Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Was jeweils den Tod verursacht hat, ist noch unklar.
  • In Norddeutschland gibt es insgesamt 2.927 bestätigte Corona-Erkrankungen: 1.452 in Niedersachsen (davon 63 im Emsland, davon 11 in Lingen), 383 in Schleswig-Holstein, 182 in Mecklenburg-Vorpommern, 768 in Hamburg und 142 im Bundesland Bremen.
  • Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Den Livedaten der Johns-Hopkins-Universität zufolge sind hierzulande inzwischen 21.828 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Freitag waren es noch 19.848 gewesen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen scheint sich damit aber leicht abzuschwächen: Von Donnerstag auf Freitag hatte es innerhalb eines Tages noch mehr als 4.500 neue Fälle gegeben.
    (21.03.20, 22.00Uhr)

an den Kopf

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat bei einem Besuch im Studio von NDR 1 Niedersachsen am Sonnabend noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, wie ernst die Corona-Krise ist. „Meine zentrale Botschaft ist, dass wir jetzt alle unsere persönlichen Kontakte auf ein Minimum reduzieren müssen“, sagte Weil, der zahlreiche Hörer-Fragen beantwortete. „Das ist die beste Chance, um die Situation in den Griff zu bekommen.“ Zunächst bis in die Woche nach Ostern solle mit den aktuellen Einschränkungen versucht werden, Infektionen so gut wie möglich zu vermeiden.

Er habe den Eindruck, die meisten Menschen hätten begriffen, was die Stunde geschlagen hat, sagte Weil. „Beim Verhalten von einigen Leuten fasst man sich allerdings schon an den Kopf.“

Mehr und Quelle (21.03.20, 20.00 Uhr)


Niedersachsen: Jetzt vier COVID19-Todesfälle

In Niedersachsen steigt die Zahl der Menschen, die an einer Corona-Infektion gestorben sind. Nach den ersten beiden Toten im Raum Hannover haben die Gesundheitsbehörden am Samstagabend zwei weitere Todesfälle aufgrund COVID-19 bekannt gegeben. Bei einem der Verstorbenen handelt es sich um einen 87 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Harburg. Er soll laut Behörde eine Vorerkrankung gehabt haben. Genauso wie ein 60-Jähriger, der im Raum Leer am Virus verstarb. (21.03.20)


Wissenschaftler fordern Shut-down

Wissenschaftler der Arbeitsgruppe der Nationalen Akademie Leopoldina haben wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus einen „deutschlandweit temporären Shutdown“ gefordert. In einem Schreiben empfehlen die Forscher, unter ihnen auch der Berliner Virologe Prof. Dr. Christian Drosten, einen Shutdown von zunächst drei Wochen. Das sei aus ihrer Sicht notwendig, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Nach Ablauf der Frist müsse „die Situation neu evaluiert werden“, heißt es in dem Schreiben. Weiter brauche es „bundeseinheitliche stringente Ausgangsbeschränkungen“. Allerdings sollen „notwendige und gesundheitserhaltende Aktivitäten weiterhin möglich bleiben.“ Die Menschen dürften also weiterhin Spaziergänge im engsten Kreis unternehmen, aber auch Ärzte aufsuchen, Einkäufe tätigen und zur Arbeit gehen.

Mehr und Wortlaut (21.03.2020)


Lingen liefert

Seit Dienstag liegt der Einzelhandel nicht nur in Lingen brach, nur noch Geschäfte mit Produkten des täglichen Bedarfs haben geöffnet. Viele Einzelhändler bieten ihren Kunden aber trotz geschlossener Ladentüren weiterhin ihre Produkte und Serviceleistungen an. “Denken Sie also gerne weiter an die Lingener Einzelhändler, bevor Sie Dinge irgendwo online bestellen”, appellieren Stefanie Neuhaus-Richter und Dirk Iserlohe als Vorsitzende des LWT e.V. an die Lingerinnen und Lingener. Viele Geschäfte haben sich beispielsweise bei Facebook mit ähnlichen Aufrufen bereits an ihre Kunden gewandt.

Die Lingener Einzelhändler sind durchaus bereit individuelle und kreative Lösungen zu finden und wollen trotz vieler geschlossener Geschäfte Ihren Service aufrechterhalten. So können beispielsweise bestellte Waren oder reparierte Geräte weiterhin den Weg vom Geschäft zum Kunden finden. “Wir achten ausdrücklich auch bei den Lieferungen darauf, die Infektionskette zu unterbrechen”, konkretisiert LWT-Geschäftsführer Jan Koormann das Angebot.

So sollen Kunden direkt mit dem Händler den jeweils besten Bezahl- und Lieferweg besprechen. Die eigentliche Lieferung soll dann kontaktlos erfolgen, indem das Paket an einem abgesprochenen Ort abgelegt wird. Die Bezahlung soll per Onlinebanking oder anderen Bezahldiensten wie Paypal erfolgen.

“Damit können wir den von Ladenschließungen bedrohten lokalen Einzelhändlern zur Seite stehen”, sagt Koormann. Schließlich müssten Mieten, Personal- und andere laufende Kosten weitergezahlt werden, da helfe jeder Euro Umsatz den Händlern weiter, so der LWT-Geschäftsführer abschließend. „Bitte machen Sie von diesem Angebot Gebrauch und unterstützen Sie den Handel vor Ort!“

Eine Liste der teilnehmenden Geschäfte ist auf der Facebookseite von LingenLiefert abrufbar.
⚠ Die Stadtratsfraktion „Die BürgerNahen“ wird beantragen, dass die Stadt Lingen (Ems) alle Auslieferkosten für „Lingen liefert“ übernimmt. (21.03.20)

Ethanol benötigt

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fahren die deutschen Hygiene- und Medizinartikelhersteller seit Wochen Sonderschichten, machen sich aber erhebliche Sorgen um ihre Versorgungslage. Nach Informationen der F.A.Z. gibt es erheblichen Streit um die Liefermengen des Inhaltsstoffs Ethanol. Dabei gibt es schon jetzt Engpässe, selbst in Krankenhausapotheken. Bekannt ist, dass Hersteller wie Sagrotan in Heidelberg oder Bode Chemie in Hamburg in Sonderschichten arbeiten, um ihre Desinfektionsprodukte lieferbar zu halten.

Doch aus der Branche ist zu hören, dass das Ethanol auszugehen droht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) liegt deshalb ein schriftlicher Hilferuf vor: Die Ethanolmengen, die von den entsprechenden Herstellern der chemischen Industrie derzeit gemäß der abgeschlossenen Verträge mit den dortigen Kunden noch vor allem der Spirituosenindustrie geliefert werden, sollen so schnell wie möglich zu den Herstellern von Schutz- und Desinfektionsprodukten umgeleitet werden. (Quelle und mehr 21.03.20)


Test innerhalb von 45 Minuten

In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb von 45 Minuten eine Infizierung mit neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die beschleunigte Zulassung markiere einen wichtigen Schritt, um die Verfügbarkeit und die Geschwindigkeit von Tests zu erhöhen, erklärte der Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA, Stephen Hahn, am Samstag.

Der Test soll dem Hersteller Cepheid zufolge eine mögliche Infektion mit COVID-19 innerhalb von 45 Minuten erkennen. In der FDA-Mitteilung hieß es, der Test ermögliche es, «innerhalb von Stunden» Ergebnisse zu bekommen. Cepheid will die Tests ab kommender Woche ausliefern.

So funktioniert der Test Cepheid zufolge: Bei einem Patienten wird mit einem Wattestäbchen eine Probe entnommen, zum Beispiel aus der Nase. Die Probe wird dann in eine spezielle Lösung des Herstellers gegeben und in eine kleine Kartusche transferiert – nicht unähnlich einer Druckerpatrone. Diese wird dann in einem bereits für die Prüfung auf andere Infektionen zugelassenen Diagnostik-Gerät analysiert. Weltweit gebe es bereits 23 000 der sogenannten GeneXpert Maschinen, fast 5000 davon in den USA, erklärte das Unternehmen. (Quelle, 21.03.20)


Hartz-IV ohne Vermögensprüfung

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will bei einem Hartz-IV-Antrag die Vermögensprüfung für ein halbes Jahr aussetzen. „Wir sorgen jetzt dafür, dass die aufwendige Vermögensprüfung für sechs Monate ab dem 1. April entfällt“, sagte Heil der „Bild am Sonntag“: „Außerdem kann jeder weiter in seiner Wohnung bleiben.“

Die Leistungen der Grundsicherung würden schnell und unbürokratisch gewährt. Das Bundesarbeitsministerium rechnet in der Coronakrise mit bis zu 1,2 Millionen zusätzlichen Beziehern der Grundsicherung. (21.03.20)


Nous sommes la France

Die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm wollen französische Coronavirus-Patienten aus dem benachbarten Elsass aufnehmen, die dringend auf Beatmung angewiesen sind. Darauf hätten sich die Häuser gemeinsam verständigt, teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium in Stuttgart mit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) habe den grenznahen französischen Krankenhäusern, die im Kampf gegen Corona an der Grenze ihrer Kapazitäten angelangt seien, diese Hilfe zugesagt. Inzwischen sind erste erkrankte Menschen eingeflogen worden. (21.03.20).


Regierungspläne für „kleine Firmen“

Kleine Firmen erhalten in der Corona-Krise Mittel von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro. Noch weit üppiger wird ein Rettungsfonds für Unternehmen insgesamt ausgestattet, das meldet t-online.de.

Die Soforthilfen  sollen bis zu 15.000 Euro betragen. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf des Finanz- und Wirtschaftsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte darüber das „Handelsblatt“ berichtete.

Der Gesetzentwurf soll kommenden Montag vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Noch in derselben Woche sollen die Mitglieder des Bundestages und des Bundesrats das Gesetz beschließen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte am Samstag in Berlin: „Wir lassen niemanden allein.“ Dem Entwurf zufolge soll es für Kleinunternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten geben – bis zu 15.000 Euro, wenn die Firma bis zu zehn Beschäftigten hat.

Drei Millionen Kleinstfirmen sollen profitieren

Das Ziel sei ein Zuschuss insbesondere zu laufenden Miet- und Pachtkosten. Zurückzahlen müssen die Empfänger das Geld also nicht. Sofern der Vermieter die Miete reduziert, kann ein nicht ausgeschöpfter Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Die Voraussetzung sollen dem Entwurf zufolge wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge der Coronavirus-Krise sein. Eine Existenzbedrohung oder ein Liquiditätsengpass sollen eidesstattlich versichert werden müssen. Der Bund will dafür bis zu 50 Milliarden Euro bereitstellen und rechnet damit, dass drei Millionen Selbstständige und Kleinstunternehmen von dem Geld profitieren können.

Die Mittel sollen durch die Länder verteilt werden. Mit dem Programm sollen die Länder Planungssicherheit bekommen – ein Nebeneinander von vielen verschiedenen Soforthilfen auf Ebene der Länder und des Bundes soll es nicht geben.

„Es darf keine Tabus geben“

Altmaier sagte: „Es darf und wird keine Solidaritätslücke geben.“ Die Soforthilfen für Soloselbstständige und Kleinstunternehmen müssten nicht zurückgezahlt werden. Daneben stünden Kredite zur Verfügung.

Weiter beraten wurde am Samstag über die genaue Ausgestaltung eines Rettungsfonds für Unternehmen. Er soll ein dreistelliges Milliardenvolumen haben.

„Wir werden einen Ausverkauf deutscher Wirtschafts- und Industrieinteressen verhindern“, sagte Altmeier. „Dabei darf es keine Tabus geben, denn auch die Realwirtschaft hat aktuell große Probleme.“ Auch vorübergehende staatliche Beteiligungen und Übernahmen seien hierbei zwei mögliche Instrumente. „Auch das bereiten wir in der Bundesregierung vor, um es Montag zügig zu verabschieden.“

Zur Finanzierung des Pakets bestätigte Finanzminister Olaf Scholz am Samstag, dass der Bundestag einen Nachtragshaushalt verabschieden werde. Das Volumen des Nachtragshaushalt beläuft sich demnach auf rund 150 Millionen Euro. (t-online.de; 21.03.20)


Bund: Unternehmens-Rettungsschirm umfasst 600 Milliarden Euro

Mehr als eine halbe Billion Euro will die Bundesregierung für Unternehmen bereitstellen. Das geht aus dem Gesetzesentwurf für den Corona-Rettungsschirm hervor. Mehr berichtet das Handelsblatt hier 

(21.03.20)

Erste Todesfälle in Niedersachsen

In Niedersachsen sind die ersten beiden Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte eine Sprecherin der Region Hannover am Sonnabend mit. Die beiden 70 und 84 Jahre alten Männer seien am Freitag in Krankenhäusern der Region gestorben. Ob bei den Männern auch andere Krankheitssymptome vorlagen und wie lange sie im Krankenhaus behandelt worden waren, ließ die Sprecherin offen. Weitere Informationen werde es am Sonnabend nicht geben.

Laut Angaben des Landesgesundheitsamtes Niedersachsen sind aktuell (21.03., 14 Uhr)  1.452 Infektionen mit Covid-19 im Labor bestätigt worden. Das sind 190 Fälle mehr als noch am Freitag.(Quelle, 21.03.20)


Norderney vor Touristenräumung mit Polizei

Der frühere Lingener Unternehmer August „Gustl“ Mainka fuhr immer „auf die Norderney“. Damit hätte er heute keine Freude. Denn die Insel will in der aktuellen Coronar-Krise alle Touristen los werden und zwar nachdrücklich spätestens morgen, Sonntag. Ab Montag wird kassiert. Der NDR informiert:

„Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind Touristen aufgefordert, den Landkreis Aurich, samt der Inseln Norderney, Juist und Baltrum bis spätestens Sonntag zu verlassen. Ein Großteil der Gäste auf Norderney hat das Gebot mittlerweile befolgt. Das sagte der parteilose Bürgermeister Frank Ulrichs am Sonnabend. „Wir haben wahrscheinlich noch einige Hundert Urlauber auf der Insel“, hieß es weiter. „Die eindringlichen Appelle haben offenbar geholfen.“

Dennoch bereitet sich die Polizei für Sonntag auf einen Groß-Einsatz auf der Insel vor. 26 Beamte vom Festland sollen die Inselpolizei bei der Räumung unterstützen. Die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln sind nicht für eine große Urlauberzahl ausgelegt. Trotz…“

[weiter hier] (21.03.20)


Basketballverein „im totalen Krisenmodus“

Basketball-Bundesligist Rasta Vechta steht wegen der Corona-Krise vor einer ungewissen Zukunft. Der Verein befinde sich „im totalen Krisenmodus“, sagte ein Vereinssprecher NDR 1 Niedersachsen. Der erste ausländische Spieler würde sich am Wochenende in seine Heimat verabschieden, für die Mitarbeiter sei Kurzarbeit angemeldet worden. Die Situation sei wirklich sehr ernst, sagte Clubchef Stefan Niemeyer. Jeder Cent müsse nun zweimal umgedreht werden. Rasta Vechta lag bis zur Unterbrechung der Saison auf Playoff-Kurs. Wie es mit der Basketball-Bundesliga weitergeht, soll frühestens nächste Woche entschieden werden.(Quelle, 21.03.20)


Tuning Treffen unterbunden

Die Polizei im Emsland hat am späten Freitagabend ein Treffen der Tuning Szene in Papenburg unterbunden. Trotz der geltenden Allgemeinverfügung des Landkreises Emsland, riefen bislang unbekannten Initiatoren zu einem sogenannten „Corona Midnight Meeting“ auf dem Combi-Parkplatz in Aschendorf auf.

Treffen dieser Art sind aktuell strengstens untersagt. Die Polizei im Emsland konnte mit Kräften der Bereitschaftspolizei verhindern, dass die Versammlung stattfand. Die Tuner wichen mit den etwa 60 Fahrzeugen auf unterschiedliche Treffpunkte im Papenburger Stadtgebiet aus. Aufgrund der starken Polizeipräsenz und der strikten Kontrollen, entfernten sich die Teilnehmer wenig später. Es wurden 25 Platzverweise ausgesprochen und etwa 20 Personalien festgestellt. (Quelle, 21.03.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am 21.03.2020, 10 Uhr

Nach Angaben des Landkreises Emsland befinden sich aktuell (21.03.20, 10.00 Uhr ) über 700 Personen in häuslicher Quarantäne. 63 Personen(+7) sind erkrankt, davon 11 aus Lingen (also zwei Personen mehr als gestern). Es sind -bezogen auf die Einwohnerzahl des Landkreises-  19,4 COVID19-Infektionen auf 100.000 Einwohner; der Landkreis Emsland hat aktuell 325.000 Einwohner*innen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle
 Samtgemeinde Dörpen 2
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2
 Samtgemeinde Freren 2
 Einheitsgemeinde Geeste 1
 Stadt Haren (Ems) 1
 Stadt Haselünne 11
 Samtgemeinde Herzlake 0
 Samtgemeinde Lathen 2 (+1)
 Samtgemeinde Lengerich 0
 Stadt Lingen (Ems) 11 (+2)
 Stadt Meppen 6 (+2)
 Samtgemeinde Nordhümmling 3 (+1)
 Stadt Papenburg 17
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 0
 Samtgemeinde Sögel 0
 Samtgemeinde Spelle 1
 Einheitsgemeinde Twist 2 (+1)
 Samtgemeinde Werlte 2
Gesamtzahl 63 (+7)

 


Keine Kündigungen

Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht ein gemeinsamer Gesetzentwurf des Justizministeriums und des Wirtschaftsministeriums vor.

Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtliche Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben.

Die Vorlage soll an diesem Montag im Bundeskabinett und am Mittwoch im Bundestag beschlossen werden.

(Quelle, 21.03.20)


Diese Nähanleitung

habe ich auf der Seite der Feuerwehr in Essen (Ruhr) gefunden. Wir wollen nicht hoffen, dass wir sie wirklich brauchen. Aber zu wissen, wie man ggf. einen „Behelfs-Mund-Nasenschutz“ auch nähen kann, schadet bestimmt nicht. Denn sebst ein solcher Behelfsschutz kann das Risiko der Virenübertragung merklich minimieren. (20.03.20)


Überblick:
In Norddeutschland gibt es insgesamt 2.535 bestätigte Corona-Erkrankungen: 1.262 in Niedersachsen (Heute früh im Emsland 56, davon in Lingen 9), 321 in Schleswig-Holstein, 167 in Mecklenburg-Vorpommern, 664 in Hamburg und 121 im Bundesland Bremen. (20.03.20)


In Corona-Zeiten: Erste Ditigale Bierprobe in Lingen

In Lingen findet am Samstagabend ab 18.30 Uhr die erste digitale Bierprobe statt. Gastronom Markus Quadt sagt: „Die Zeiten sind schwierig, aber unsere Mannschaft der Posthalterei, der Sieben und des Butchers werden nicht so leicht aufgeben. 💪🏻

Unsere Gesundheit steht trotz allen finanziellen Schwierigkeiten absolut an NUMMER EINS.
Und weil gutes Bier immer hilft, wird es nun was vollständig Neues geben!

Am Samstag um 18.30 wird es die erste DIGITALE BIERPROBE geben. 📺
Ihr sitzt zu Hause mit leckerem Bier von uns und wir übertragen Live bei Facebook die Verkostung. Ihr könnt dann gerne Fragen stellen.

Verkostet werden:
FrauGruber Craft Brewing Lingener Kellerbier
Überquell Original
Kehrwieder ÜberNormallNull
SUPERFREUNDE Butchers Pils
Beavertown Gamma Ray
Brauhaus Riegele Simco 3
Wittorfer Brauerei GbR Kladderadatsch
Samuel Smith’s Raspberry
Klosterbrauerei Neuzelle Mord und Todschlag
Inklusive Glas für: 24,90
Mit Holzkiste: 29,90

„Holt Euch jetzt das Paket in der Posthalterei ab. Gerne abgezähltes Geld im Umschlag oder ihr zahlt mit Karte vor Ort. Bittet achtet auf den Mindestabstand.
Falls jemand unter Quarantäne ist oder nicht mobil ist, versuchen wir Euch das Paket nach Hause zu bringen. Schreibt eine E-Mail an: togo@posthalterei-Lingen.de  „


„Zusammen gegen Corona – Ihre Engagement ist jetzt gefragt!“
Unterstützungspersonal Krisenmanagement (m/w/d) in der Funktion Containment Scout dringend gesucht!

Gemeinsam mit dem Bundesverwaltungsamt sucht das Robert Koch-Institut Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Containment Scouts) zur Unterstützung der Landesbehörden und Gesundheitsämter im Rahmen des COVID 19-Geschehens.

Bitte bewerben Sie sich schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 31.03.2020, mit Ihrem Lebenslauf, der Kopie Ihres Personalausweises und ggf. einer Studienbescheinigung über das Online-Bewerbungssystem des Bundesverwaltungsamtes unter:

https://bewerbung.dienstleistungszentrum.de/frontend/RKI-BVA-2020/index.html

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Weitere Informationen:


Daten und Datenverkehr: Streamingdienste senken Qualität

Die Corona-Krise sorgt für Rekorde beim Datenverkehr in Deutschland. Vieles davon ist auf vermehrten Konsum von Streaming-Angeboten wie Netflix, YouTube oder Sky zurückzuführen. Große Netzanbieter wie die Telekom beobachten die Situation genau.

Nachdem sich die EU-Kommision an die führenden Streamingdienst-Anbieter gewandt hatte, sich doch bitte etwas einfallen zu lassen, weil durch die bestehenden Ausgangssperren und Weisungen an die Bevölkerung, daheim zu bleiben, die Stabilität der europäischen Netze auf Dauer leiden könnte, reagierte Netflix gestern mit einer 30-tägigen Drosselung der Bitrate innerhalb der EU. Dabei soll die Qualität der Streams nur minimal beeinflusst werden, so Netflix. Durch die Maßnahme sei man aber in der Lage, den europäischen Netflix-Traffic um circa 25 Prozent senken zu können, was deutlich entlasten würde.

Auch YouTube regelt inzwischen die Standardauflösung nach unten. YouTube hatte gestern mitgeteilt, dass man mit Netflix gleichziehe: Wegen des Coronavirus und der damit verbundenen, höheren Zugriffsraten auf Streaming-Angebote, die in manchen Ländern die Internetinfrastruktur sehr fordern, reduziere man in der EU vorübergehend die Streaming-Qualität in der App.

Inzwischen justiert auch Amazon Prime Video in Europa nach (unten).

Apple sieht sich aktuell vor anderen Herausforderungen.  Das hat etwas mit dem (fehlenden) Nachschub neuer Geräte zu tun. Das Unternehmen limitiert daher die verfügbaren Stückzahlen beim Kauf von iPhones, dem iPad Pro, dem Mac Mini und des MacBook Air. Das kommt allerdings nur beim Kauf mehrerer Geräte zum Tragen.

(Quelle: Caschys Blog, 19./20.03.20)


Weitere Einschränkungen

Die Coronapandemie macht es notwendig, weitere Bestimmungen zum Schutz von Bürgerinnen und Bürgern zu erlassen. Das Land Niedersachsen geht in seinen Regelungen schließt Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse und Mensen für Gäste. Der Landkreis setzt diese neuen Maßnahmen für das Emsland mit einer Allgemeinverfügung um und erlässt darüber hinaus weitere Regelungen für Friseursalons.

Ab Sonntag, 22. März, sollen die neuen Bestimmungen gelten. Sie sehen vor, dass Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse und Mensen schließen. Es gelten aber Ausnahmen. Speisen und Getränke für den täglichen Bedarf dürfen nach telefonischer oder elektronischer Bestellung außer Haus verkauft werden. Gleiches gilt für die gastronomischen Lieferdienste. Dabei sind Auflagen zu beachten. Die bestellten Speisen und Getränke dürfen nicht im Umkreis von 50 m zu diesen Betrieben verzehrt werden, und aus hygienischen Gründen ist eine bargeldlose Bezahlung zu empfehlen.

Künftig sind auch Friseursalons geschlossen, denn hier kommt es regelmäßig zu enger körperlicher Nähe. Schließen müssen auch die Bau- und Gartenbaumärkte – mit der Ausnahme, dass sie weiterhin an Gewerbetreibende verkaufen dürfen. In den vergangenen Tagen hat sich gezeigt, dass sie als Publikumsmagneten zu viele Besucher anziehen. (Quelle, 20.03.20)


Niedersachsen weitet Notbetreuung für Kinder aus

Niedersachsen weitet die Notbetreuung für Kinder von Berufstätigen in der Daseinsvorsorge aus, um gerade an Kliniken die Kräfte im Kampf gegen die Corona-Epidemie zu stärken. Die Notbetreuung an Schulen soll daher auch über die Osterferien offen bleiben, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) in Hannover. Zudem sollen Kinder die Betreuung auch dann nutzen können, wenn lediglich ein Elternteil in der Daseinsvorsorge arbeitet. Bislang musste dies bei beiden Elternteilen der Fall sein. Die Notbetreuungen sind für Kinder von Eltern gedacht, die in Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge arbeiten, etwa in der Pflege, bei der Polizei oder Feuerwehr. (Quelle, 20.10.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen 20.03.2020, 10 Uhr

Nach Angaben des Landkreises Emsland befinden sich aktuell (20.03.20, 10.00 Uhr sowie 15.00 Uhr) über 700 Personen in häuslicher Quarantäne; gestern hieß es 1030. 56 Personen(+5) sind erkrankt, davon neun aus Lingen (also eine Person mehr als gestern ).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle
 Samtgemeinde Dörpen 2
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2
 Samtgemeinde Freren 2
 Einheitsgemeinde Geeste 1
 Stadt Haren (Ems) 1
 Stadt Haselünne 11 (+3)
 Samtgemeinde Herzlake 0
 Samtgemeinde Lathen 1
 Samtgemeinde Lengerich 0
 Stadt Lingen (Ems) 9 (+1)
 Stadt Meppen 4
 Samtgemeinde Nordhümmling 2
 Stadt Papenburg 17 (+1)
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 0
 Samtgemeinde Sögel 0
 Samtgemeinde Spelle 1
 Einheitsgemeinde Twist 1
 Samtgemeinde Werlte 2
Gesamtzahl 56 (+5)

 


ARD

Alles, was die öffentlich-rechtliche ARD auf ihren Fernsehkanälen, Radiowellen, in der Audio- und Mediathek zu Corona zu bieten hat, ist von nun an gebündelt auf der Webseite der ARD zu finden. Dazu gehören die Themenblöcke Bildung und Schule, Service und Recht sowie Aktuelles aus Deutschland und den einzelnen Bundesländern. Die Adresse lautet: https://1.ARD.de/rundumcorona.

Bis auf Weiteres wird das Erste täglich und damit verlässlich nach den 20-Uhr-Nachrichten ein 45-minütiges „ARD extra“ mit vertiefenden Informationen, Erklärungen und Berichten senden. Da dies die Alltagsstrukturen einer Redaktion auf Dauer überfordert, beschlossen die Intendanten, dass sich die großen Anstalten reihum abwechseln, so dass wochenweise jeweils ein anderes Haus die redaktionelle Federführung übernimmt. (20.03.20)


Helft dem lokalen Einzelhandel

und den anderen Selbständigen, die jetzt vor Ort Eure Hilfe brauchen. Die Süddeutsche schreibt dazu:

  • In Corona-Zeiten wird nicht nur gehamstert – viele versuchen auch, Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu unterstützen.
  • Hilfreich kann es zum Beispiel sein, sein Buch online im heimischen Buchhandel zu bestellen. Oder kleine Läden mit dem Kauf von Gutscheinen zu unterstützen.

Wie in diesen Tagen verantwortungsvoll mit Dienstleistern, Verkäufern, Anbietern umgehen? Die Unklarheiten, die sich dabei ergeben, haben unterschiedliche Ebenen. Die eine lautet: Wie kann man die Menschen, die in Supermärkten oder beim Paketdienst trotz allem immer noch arbeiten müssen, vor dem Virus schützen und ihnen das Leben erleichtern? Und die andere: Was kann jeder einzelne Verbraucher tun, um die Geschäftsleute zu unterstützen, die gerade um ihre Existenz kämpfen?

Was der Verband deshalb von den Kommunen fordert, nämlich für später geplante Aufträge vorzuziehen, könnte er sich auch als Unterstützung von normalen Kunden vorstellen, sagt Ulrich: „Wenn man sich etwas ohnehin anschaffen wollte, warum nicht schon jetzt?“ Die SZ hat mehrere von den Corona-Folgen betroffene Menschen gefragt, wie Verbraucher ihnen gerade helfen können. Lest mal und kauft nicht nur in den großen Supermärkten oder bei US-Versandkonzernen sondern telefonisch oder Online bei Holzberg, Benner, Blanke Buch & Kunst, Antiquitäten-Schnieders, Antiquitäten Gels, Kathy’s Wohnart, Nottbeck und Biotex, geht in die Große Straße mit Vom Fass und der Woll- und Wäschetruhe, die bald schließen will. Kauft bei Unverpackt, und ordert bei Böckmann, Uschi Thünemann, Marianne VielmeyerNeuhaus und Hellmann hier und Hellmann da. Denkt bei Schuhen an Albers, Hilbers und Tendenza, an den Spiele-Max und Sports-World und Appelhans, einen der letzten Zeitschriften- und Lottoläden im Zentrum. (Sorry an alle anderen Lingener Einzelhändler, die ich hier nicht nenne!). Schreibt E-Mails an die Kaufleute oder ruft an, falls die Betriebe keinen Webshop haben. Alle sind so sie erreichbar, bringen die Ware oder nutzen „Lingen liefert„. Oder kauft Gutscheine. Das hilft unseren Lingener Betrieben!

Telefoniert gern auch mit den Gastwirten, bei denen Ihr sonst einkehrt, und fragt, ob sie Essen, Bier und Getränke zu Euch nach Hause liefern oder ihr es abholen könnt! Und bestellt. Es hilft.

Warum das Ganze? Lest in der Süddeutschen nach, warum…


Das Wichtigste vom Donnerstag:

  • Schleswig-Holstein: Minister Garg hält Ausgangssperre für denkbar.
  • Niedersachsens Polizei soll konsequent einschreiten, auch Polizei in MV kontrolliert ab sofort Corona-Schutzmaßnahmen.
  • Hamburg hilft Selbstständigen und Kleinunternehmern, auch die Kultur und der Sport wird unterstützt
  • In Norddeutschland gibt es offiziell insgesamt 1.962 bestätigte Corona-Erkrankungen: 981 in Niedersachsen (51 im Emsland, 8 in Lingen (Ems)), 253 in Schleswig-Holstein, 142 in Mecklenburg-Vorpommern, 506 in Hamburg und 80 im Bundesland Bremen.
  • In Niedersachsen ist damit die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 241 auf 981 Fälle gestiegen. In unserer Stadt Lingen (Ems) blieb sie bemerkenswerterweise stabil. Allein in der Region Hannover haben sich 238 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.  (19.07.20)

Quarantäne für Justizmitarbeiter

Rund 40 Bedienstete der JVA Lingen, Abteilung Groß Hesepe, sind inzwischen in häuslicher Quarantäne, nachdem sie mit einem Infizierten Beamten in Kontakt kamen. Unklar ist ob es auch Kontakte und Verdachtsfälle unter den Inhaftierten gibt. (20.03.20)


Corona-Krise: Niedersachsen passt Steuern an

Niedersachsen hat aufgrund der Corona-Krise mehrere Steuererleichterungen angekündigt. Zu den wichtigsten Möglichkeiten gehören die Senkung der Vorauszahlungen für die Einkommens- und Körperschaftssteuer, die Stundung fälliger von den Landesfinanzbehörden verwalteter Steuern sowie der Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge.

Mehr auf der Sonderseite des Nieders. Finanzministeriums

(19.03.20)


Hilfe

Der Coronavirus hat auch schlimme wirtschaftliche Folgen. Besonders hart trifft es viele freischaffende Künstler, deren Engagements ersatzlos gestrichen werden. Der Sänger David Erler plädiert für eine Lösung, die allen Bürgern helfen würde.

Dem Countertenor David Erler ergeht es zurzeit wie vielen anderen freischaffenden Künstlern: All seine geplanten Auftritte sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Doch wenn Erler nicht singt, verdient er kein Geld. Der Künstler hat nun eine Petition initiiert: Hilfen für Freiberufler und Künstler während des #Corona-Shutdowns“. Über 200.000 Unterstützer gibt es schon.

Erler denkt allerdings noch weiter. Für ihn ist der Augenblick gekommen, nicht nur finanzielle Hilfen für künstlerisch tätige Freiberufler auf den Weg zu bringen, sondern das von verschiedenen Seiten in den zurückliegenden Jahren immer wieder ins Spiel gebrachte bedingungslose Grundeinkommen für alle einzuführen – und sei es nur zeitlich befristet….

[weiter auf der Seite des DLF Kultur]


Corona Diary (Corona-Tagebuch)

ist ein aktuelles Projekt des Medienprojekt Wuppertal.

Während der Einschränkungen und den Veränderungen des Lebens aufgrund der Corona-Krise sollen viele junge Menschen aus… [weiter hier beim Medienprojekt Wuppertal via @iRobertsBlog] (19.03.20)


Niederländisch für Anfänger: #COVID19-poepen


Demcon-Beatmungsgeräte aus Twente: Produktion verdreifacht

Demcon Macawi in Enschede wil de productie van beademingsmodules in Enschede verdrievoudigen. Beademingsapparatuur is van levensbelang voor behandeling van coronapatiënten…. [weiter…]


Offizielle Fallzahlen 19.03.20, 12.00 Uhr

Nach Angaben des Landkreises Emsland befinden sich aktuell (19.03.20, 12.00 Uhr sowie 15.00 Uhr) über 1030 Personen in häuslicher Quarantäne; 51 Personen sind erkrankt, davon acht aus Lingen (also eine Person mehr als gestern und vorgestern).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle
 Samtgemeinde Dörpen 2 (+1)
 Einheitsgemeinde Emsbüren 2
 Samtgemeinde Freren 2 (+2)
 Einheitsgemeinde Geeste 1 (+1)
 Stadt Haren (Ems) 1 (+1)
 Stadt Haselünne 8 (+1)
 Samtgemeinde Herzlake 0
 Samtgemeinde Lathen 1
 Samtgemeinde Lengerich 0
 Stadt Lingen (Ems) 8 (+ 1)
 Stadt Meppen 4 (-)
 Samtgemeinde Nordhümmling 2
 Stadt Papenburg 16 (-)
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 0
 Samtgemeinde Sögel 0
 Samtgemeinde Spelle 1
 Einheitsgemeinde Twist 1
 Samtgemeinde Werlte 2 (+1)
Gesamtzahl 51 (+8)

Sportvereine können Kurzarbeit beantragen

Der Drittligist SV Meppen hat für seine Hauptamtlichen Beschäftigten Kurzarbeitergeld beantragt. Finanzvorstand Stefan Gette sagte gestern zur ARD-Sportschau, er habe den Antrag unterschrieben und an die Bundesagentur für Arbeit geschickt: „Wir haben alles von 100 auf Null gefahren und haben damit quasi jetzt keine Personalkosten. Es war meine Pflicht den Mitarbeitern gegenüber, jetzt schnell zu handeln. Wir hoffen, dass wir so über die Runden kommen, eine Insolvenz vermeiden und das Märchen aufrechterhalten können.“

Der SV Meppen ist aktuell Tabellenvierter der 3. Liga mit nur zwei Punkten Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz. Gette stellte den Antrag für sämtliche 87 Angestellte, darunter die Vertragsspielerinnen. Die Frauenmannschaft des SVM ist in der 2. Bundesliga ebenfalls Vierter bei zwei Punkten weniger als der Zweite, der in die Bundesliga aufsteigen würde.

Um von den Personalkosten weitgehend befreit zu sein, ist es nötig, sämtliche Angestellte von der Arbeit freizustellen. Die Drittligaprofis durften daher auch keine Trainingspläne von Trainer Christian Neidhart mit in den „Coronaschlaf“ bekommen, wie Gette sagte. Um die Post kümmere er sich nun als Ehrenamtler oder aber eine Auszubildende, „die wir ohnehin weiter bezahlen müssen“.

Angesichts des Stillstandes im Sportbereich sollten auch die Sportvereine im Emsland für ihr versicherungspflichtig beschäftigtes Personal prüfen, ob sie Kurzarbeit beantragen. Allerdings erhalten Arbeitnehmer kein Kurzarbeitergeld, wenn sie  versicherungsfrei beschäftigt sind. Keinen Anspruch  haben also

  • Arbeitnehmer, die das Lebensalter für den Anspruch auf Regelaltersrente vollendet haben,
  • Arbeitnehmer, denen eine Rente wegen voller Erwerbsminderung zuerkannt ist,
  • Arbeitnehmer in einer geringfügigen Beschäftigung; davon ausgenommen sind selbstverständlich die Kurzarbeiter selbst, soweit sie wegen des Arbeitsausfalls nur noch in geringfügigem Umfang beschäftigt sind, Bezieher von Krankengeld und auch Auszubildende – es sei denn, sie beenden ihre Ausbildung während der Kurzarbeit und werden vom Betrieb übernommen.
  • Arbeitnehmer, die während der Dauer einer Ausbildung an einer allgemeinbildenden Schule oder während ihres Studiums als ordentlich Studierende einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule eine Beschäftigung ausüben.(Quelle, Quelle 19.03.20)

Wartezeit

Wer sich testen lässt oder testen lassen muss, muss im Emsland gegenwärtig mit Wartezeiten von bis zu 72 Stunden rechnen, bis das Ergebnis ihm bekannt gegeben wird. Das, lieber Landrat, ist inakzeptabel und muss sofort abgestellt werden. Es müssen zusätzliche Labor-Kapazitäten her. (19.03.20)



Ausnahmesituation in Deutschland: „Wir reden hier von Monaten“
Das Coronavirus schafft eine Situation, in der viele Selbstverständlichkeiten ins Wanken geraten. Wie lang müssen Menschen in Deutschland mit den Einschränkungen leben? Und wie extrem werden diese noch? Weiter bei t-online.de

(18.03.20)


Niederlande vor dem Lockdown

De Nederlandse politie bereidt zich voor op een lockdown-scenario, zegt corona-coördinator Max Daniel van de Nationale Politie. Ons land sluit vanaf morgenmiddag 18.00 uur de grenzen voor burgers van buiten de Europese Unie. De maatregel geldt voor een periode van dertig dagen.

Luchtvaartmaatschappij Transavia annuleert vanaf aanstaande maandag alle passagiersvluchten. Wel worden nog Nederlanders opgehaald uit het buitenland.

De afgelopen 24 uur zijn er 15 mensen overleden in Nederland aan corona. Het totale dodental van het coronavirus stijgt daarmee tot 58 in Nederland. Volg alle ontwikkelingen in ons liveblog. Plus…
(Quelle: Tubantia, 18.03.20, 22.40)


TUI-Stillstand

Der Reiseveranstalter TUI aus Hannover hat den Großteil seiner Reiseaktivitäten ausgesetzt – darunter Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetriebe. Außerdem will TUI Deutschland für seine Mitarbeiter so schnell wie möglich Kurzarbeit einführen. Bis der Konzern seine normalen Abläufe wieder aufnehmen kann, will er zudem Staatsgarantien zur Unterstützung beantragen. Laut Umfragen der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall rechnet jeder zweite niedersächsische Betrieb in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) kündigte an, den betroffenen Unternehmen schnell und unbürokratisch helfen zu wollen. Immer mehr Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter inzwischen im Homeoffice arbeiten. (Quelle: NDR, 18.03.20)


In Norddeutschland gibt es insgesamt 1.525 bestätigte Corona-Erkrankungen: 740 in Niedersachsen (Emsland: 43; Lingen weiterhin 7), 196 in Schleswig-Holstein, 100 in Mecklenburg-Vorpommern, 414 in Hamburg und 75 im Bundesland Bremen.

Hier ist die aktualisierte Übersicht der Corona-Fälle im Landkreis Emsland (Stand 18.03.2020, 15 Uhr):

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle
 Samtgemeinde Dörpen  1
 Einheitsgemeinde Emsbüren  2
 Samtgemeinde Freren  0
 Einheitsgemeinde Geeste  0
 Stadt Haren (Ems)  0
 Stadt Haselünne  7
 Samtgemeinde Herzlake  0
 Samtgemeinde Lathen  1
 Samtgemeinde Lengerich  0
 Stadt Lingen (Ems)  7
 Stadt Meppen  4
 Samtgemeinde Nordhümmling  2
 Stadt Papenburg  16
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems)  0
 Einheitsgemeinde Salzbergen  0
 Samtgemeinde Sögel  0
 Samtgemeinde Spelle  1
 Einheitsgemeinde Twist  1
 Samtgemeinde Werlte  1
Gesamtzahl 43

 


Ratssitzung abgesagt

Lingen hat die für kommende Woche geplante Ratssitzung abgesagt. Statt dessen soll der Verwaltungsausschuss als Beschlussgremium häufiger tagen. Die nächste Sitzung des „VA“ ist in zwei Wochen.

Heute beschloss der VA einstimmig, die am 15. Mai fällig werdende Vierteljahreszahlung der Gewerbesteuer auf den 15. August zu verschieben und die fälligen Gewerbesteuern zinslos zu stunden. Dies bedeutet eine Liquiditätsspritze von 8 Mio Euro für die Lingener Betriebe. Nach einem Bericht des Oberbürgermeisters debattierte der VA 90 Minuten „in sehr offener Atmosphäre über Möglichkeiten und Schritte der Kommune“.

Bekannt wurde auch, dass in Lingen noch geheiratet wird. Es sind Hochzeiten zu dritt. Nur der Standesbeamte bzw. die Standesbeamtin und das Brautpaar nehmen an der Zeremonie teil.


Nottelefon für Kids?

Über die sozialen Medien wird die Stadt Lingen vor allem junge Lingener*innen darüber informieren, welche Möglichkeiten es auch in Corona-Zeiten bei häuslicher Gewalt für sie gibt. Dies sei notwendig, weil viele Menschen jetzt auf engem Raum zusammenlebten, was zu Spannungen in den Familien führen könne. Sofern notwendig, werde ein Nottelefon geschaltet. Die Vorsitzende des SKF, Irene Vehring, wies während einer Sitzung des städtischen Verwaltungsausschusses am Mittwoch auf die BISS-Initiative hin, die bei Quarantäne sowie fehlenden Freizeitmöglichkeiten und daraus resultierenden Spannnungen in der Familie besonders notwendig sei. Das Beratungsangebot werde auch in der Corona-Krisenzeit aufrecht erhalten. (18.03.20)


Tafel bleibt offen

Die Lingener Tafel bleibt geöffnet. Das sagte „Tafelchefin“ Edeltraut Graeßner, die auch Vorsitzender SPD-Stadtratsfraktion ist, während einer Sitzung des städtischen Verwaltungsausschusses am Mittwoch. Bei der Lingener Tafel seien viele ältere Menschen ehrenamtlich tätig, die nun ausfielen. Nach einem Aufruf in der „Lingener Tagespost“ hätten sich aber binnen weniger Stunden mehr als ein Dutzend neue Freiwillige gemeldet. (18.03.20)


Landkreis berät Unternehmen

Die emsländischen Unternehmen haben ab sofort die Möglichkeit, offene Fragen zu Kurzarbeit, Liquiditätshilfen und weiteren Themen zentral bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Emsland zu stellen.

Die Ansprechpartner stehen den Unternehmen mit Rat zur Seite und können Informationen zu Maßnahmen für Unternehmen und Selbstständige geben. „Die aktuelle Lage und die damit einhergehenden Maßnahmen treffen die deutsche Wirtschaft und wir als Landkreis möchten unsere emsländischen Unternehmerinnen und Unternehmer so gut es geht mit diesem Service unterstützen“, betont Landrat Marc-André Burgdorf.Für Fragen stehen ab sofort Martina Kruse (martina.kruse@emsland.de, Telefon 05931 44-4014), Nicole Bröker (Nicole.broeker@emsland.de, Telefon 05931 44-4015) und Bernd Otten (Bernhard.otten@emsland.de, Telefon 05931 44-4016) zur Verfügung. Auch Heidi Ricke und Mechthild Gerling von der Emsland GmbH stehen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung (heidi.ricke@emsland.de | mechthild.gerling@emsland.de, Telefon 05931 44-4017).

Ähnliches bereitet die Stadt Lingen (Ems) für die Lingener Betriebe vor. Insbesondere soll auch kleinen und Kleinstunternehmen („Soloselbständigen“) bei der Vermittlung von finanzieller Unterstützung geholfen werden. Anlaufstelle wird die Abteilung für Wirtschaftsförderung im Rathaus sein. „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht einstweilen im Mittelpunkt, wie heute der Vorsitzende der CDU-Mehrheitsfraktion in einer Sitzung des Verwaltungsausschuss am Mittwochnachmittag sagte. (18.03.20)


Neue „Erlasslage“

Betreiber von Beherbergungsstätten, Hotels, Campingplätzen, Wohnmobilplätzen und private sowie gewerbliche Vermieter von Ferienwohnungen, Ferienzimmern sowie Übernachtungs- und Schlafgelegenheiten ist es künftig untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen. Betroffen von dieser weiteren Regelung sind auch Kur- und Reha-Einrichtungen. Personen, die eine dieser Einrichtungen nutzen, müssen sofort, spätestens aber bis zum 25. März, ihre Rückreise antreten. Die neuen Regelungen und Nachsteuerungen wurden durch eine neue Erlasslage des Landes Niedersachsen notwendig.

Darüber hinaus gelten neue Bestimmungen für Gaststätten, Restaurants, Kantinen und Mensen: Sie dürfen nur noch dann öffnen, wenn die Tische, aber auch die Gäste einen Abstand von mindestens 2 m haben, nicht wie bislang 1,50 m. Diese und weitere Maßnahmen reduzieren den Kontakt von Menschen und tragen zum Schutz eines jeden einzelnen bei.

Zudem ist zur Eindämmung der Atemwegserkrankung Covid-19 die Beschränkung von sozialen Kontakten in Werkstätten und Tagesförderstätten für behinderte Menschen sowie in vergleichbaren Angeboten der Eingliederungshilfe per Verfügung geregelt worden. (Hier die Allgemeinverfügung des Landkreises Emsland!) Diese Einrichtungen dürfen nicht mehr betreten werden von Menschen, die in einer betreuten Unterkunft (besondere Wohnform, Wohnheim) leben. Dieses Betretungsverbot gilt auch für Personen, die bei Erziehungsberechtigten oder ihren Eltern wohnen und deren Betreuung sichergestellt ist. Menschen mit Behinderungen, die in Wohngruppen leben und sich selbst versorgen können oder eine Betreuung erhalten, sind von dieser Regelung ebenfalls betroffen.

Ausgenommen von diesem Betretungsverbot sind Menschen mit Behinderung, die eine Betreuung während des Tages benötigen und deren Betreuung nicht sichergestellt werden kann. Für diese Menschen wird eine Notbetreuung in kleinen Gruppen von maximal drei Personen vorgehalten.

Ebenfalls vom Betretungsverbot ausgenommen sind Betriebsbereiche von Werkstätten, die medizinische und/oder pflegerelevante Produkte herstellen oder in diesen Bereichen die Versorgung mit Speisen sicherstellen sowie Betriebsbereiche, die Leistungen und Unterstützungsarbeiten durchführen wie beispielsweise Wäschereien.

Die Träger von Werkstätten haben sicherzustellen, dass Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Alle Bestimmungen gelten vorerst bis zum 18. April und können ggfls. verlängert werden.
(Quelle, 18.03.2020)


Niedersachsen: Übernachtungen in Hotels, Pensionen, auf Campingplätzen und in privaten Unterkünften für touristische Gäste untersagt

Niedersachsen hat die Gesundheitsämter angewiesen, Übernachtungen in Hotels, Pensionen, auf Campingplätzen und in privaten Unterkünften für touristische Gäste zu untersagen. Das teilte Heiger Scholz, Leiter des Krisenstabs, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit. Das gelte auch für Kureinrichtungen. Zwei erste Busse seien deswegen schon abgewiesen worden. Bereits beherbergte Personen müssten bis morgen, aber spätestens bis zum 25. März diese Orte verlassen. „Wiederherstellungs-Rehas werden jedoch weitergeführt“, sagte Scholz weiter.  (18.03.20)


Corona-Fälle in Fachklinik Bad Bentheim:
Einstellung des Klinikbetriebes und Aufnahmestopp

10 Corona-Infizierte sind in der Fachklinik Bad Bentheim festgestellt worden. Nach Bekanntwerden weiterer Fälle von Infizierten hatte heute der Landkreis Grafschaft Bentheim  angeordnet, dass die stationär und ambulant behandelten Patienten aus der Fachklinik Bad Bentheim sofort aus dem Klinikbetrieb zu entlassen sind, soweit nicht medizinische oder pflegerische Aspekte dagegen sprechen. Außerdem wurde der Klinik mit sofortiger Wirkung untersagt, weitere Patienten aufzunehmen. Diese Anordnung gilt bis zum 19. April.

Weiter wurde die Klinik verpflichtet, die Patienten, bei denen die Infektion nachgewiesen ist, oder bei denen der Verdacht einer Infektion besteht, umgehend zu isolieren und alle weiteren Maßnahmen nach Infektionsschutzgesetz zu treffen.

„Das ist eine höchst unerfreuliche Entwicklung, die wir hier in der Fachklinik haben“, erklärte der Nordhorner Landrat Fietzek. „Leider lässt sich nicht ausschließen, dass es noch weitere positive Fälle dort gibt. Die Ergebnisse einiger Abstriche stehen noch aus.“ Unerfreulich sei diese Situation auch, weil die Fachklinik die Behörden erst spät informiert habe.

„Was Irritationen in Bezug auf die Zahl der aktuellen Fälle angeht: wir melden immer die Zahl der Fälle mit Wohnsitz im Landkreis. Positive Fälle in der Fachklinik mit anderem Wohnort gehören in die Statistik der dort zuständigen Gesundheitsämter“, erläuterte Landrat Fietzek. Nur so könne eine doppelte Erfassung vermieden werden.

(Quelle: Landkreis Grafschaft Bentheim, 18.03.20)


Der 65. Eurovision Song Contest in Rottderdam

im Mai ist abgesagt. Das hat die European Broadcasting Union (EBU) am Nachmittag bekannt gegeben.

In den letzten Wochen habe man viele alternative Optionen untersucht, um den Eurovision Song Contest zu ermöglichen. „Aufgrund der Unsicherheit, die durch die Verbreitung von COVID-19 in ganz Europa entsteht, und der von den Regierungen der teilnehmenden Rundfunkanstalten und der niederländischen Behörden auferlegten Beschränkungen hat die Europäische Rundfunkunion die schwierige Entscheidung getroffen, mit den Planungen für das Live-Event nicht fortzufahren. Die Gesundheit von Künstlern, Mitarbeitern, Fans und Besuchern sowie die Situation in den Niederlanden, Europa und der Welt stehen im Mittelpunkt dieser Entscheidung“, heißt es in der Erklärung vom Mittwochnachmittag.

(18.03.2020)


Hat die Coronar-Krise auch gute Seiten?

Immerhin bringt der Bildungskanal ARD-Alpha täglich von 9 – 12 Uhr Schul-TV, und der WDR zeigt ab heute täglich um 11:30 eine Sendung mit der Maus.

(18.03.20)


Niedersachsen: Zahl der Infektionen steigt auf mehr als 563

In Norddeutschland gibt es insgesamt mehr als 1.146 bestätigte Corona-Erkrankungen: Neben mehr als 563 in Niedersachsen, sind es 145 in Schleswig-Holstein, 69 in Mecklenburg-Vorpommern, 312 in Hamburg und 57 im Bundesland Bremen.

Nach Angaben des nieders. Landesgesundheitsministeriums sind 175 Fälle mehr registriert als am Montag. Am stärksten fiel der Anstieg demnach in Osnabrück aus, wo 46 neue Infektionen festgestellt wurden. In der Region Hannover wurde das Virus seit Montag bei 25 Menschen nachgewiesen. Im Landkreis Gifhorn kamen neun Fälle hinzu, in den Landkreisen Harburg und Stade jeweils sieben. Die Zahlen sind aber inzwischen längst höher:

Denn der Landkreis Emsland ist in der Landesstatistik mit 26 Infizierten enthalten. Tatsächlich sind es aber bereits 36 Erkrankte, also 10 mehr. Folglich werden auch deutlich mehr als die amtlich gelisteten 430 Personen in häuslicher Quaratäne sein.

Der Landkreis Emsland veröffentlicht seit Dienstag die Fallzahlen zu den bestätigten Coronaerkrankungen auf einer Übersicht im Internet. Die Zahlen werden nach Städten und Samtgemeinden aufgegliedert und übersichtlich dargestellt und sollen zweimal täglich aktualisiert werden, voraussichtlich jeweils gegen 10 Uhr und 15 Uhr. Sie sehen: In Lingen sind sieben COVID19-Fälle gelistet.

(Quelle: NDR, und LK Emsland 17.03.20)


Volkswagen & Co. stellen Produktion ein

VW wird die Fertigung in den deutschen Werken, darunter Emden, Hannover und Wolfsburg in Niedersachsen, wegen der Ausbreitung des Coronavirus einstellen. Am Donnerstag werden die Fabriken nach der Spätschicht für zunächst voraussichtlich zwei bis drei Wochen geschlossen. Experten gehen von einem längeren Zeitraum aus. Auch die deutschen Autofabriken von Audi, Daimler-Benz, Ford und Opel schließen. Die Beschäftigten sollen Kurzarbeitergeld erhalten.  (mehr… 17.03.20)


Keine Erntehelfer

Kurz vor Beginn der Spargelsaison befürchten die Landwirte in Niedersachsen einen Ausfall der Erntehelfer. Wegen der Corona-Krise und der geschlossenen Grenzen gelingt es den Betrieben derzeit nicht, Arbeitskräfte aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern zu bekommen. (mehr und Quelle, 17.03.20)


Hier finden Sie die aktuellen Allgemeinverfügungen des Landkreises Emsland in der Corona-Krise


Ar­beits­recht, Ho­me Of­fi­ce, Kurz­ar­bei­ter­geld – Was Be­schäf­tig­te wis­sen müs­sen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr durch das neue Corona-Virus (SARS-CoV-2) für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland jetzt als „hoch“ ein. Die Gefährdung variiert laut RKI von Region zu Region (Stand: 17.03.2020). Es handelt sich um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Der DGB beantwortet auf seiner Webseite die wichtigsten Fragen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Weiter…


Ab Mittwoch: Kreishäuser geschlossen

Die fortschreitende Verbreitung des Corona-Virus macht weitere Maßnahmen notwendig, „um den Dienstbetrieb in der Kreisverwaltung in Meppen und an den Standorten in Aschendorf und Lingen sicherstellen zu können“. Aus diesem Grund bleiben die Kreishäuser in Meppen, Aschendorf und Lingen ab Mittwoch (18. März) bis auf weiteres für den Publikumsverkehr weitestgehend geschlossen. Telefonisch oder per E-Mail sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung weiterhin zu erreichen.

Behördengänge von Bürgerinnen und Bürgern sind nur möglich, wenn dies zwingend notwendig und vorab ein Besuchstermin vereinbart worden ist. Ansprechpartner sind je nach Anliegen und Zuständigkeit unter diesem Link zu finden. Termine werden schriftlich oder per E-Mail bestätigt. Diese Bestätigung ist bei der Einlasskontrolle vorzuweisen.

Die Kfz-Zulassungsstellen bleiben bis auf weiteres samstags geschlossen. (Quelle, 17.03.20)


Abfall-Wertstoffhöfe geschlossen

Damit die Arbeitsfähigkeit auf den Zentraldeponien für die öffentliche Abfuhr (Daseinsvorsorge) erhalten bleibt und im Hinblick auf die Erlasslage des Landes Niedersachsen bleiben nach Mitteilung des Landkreises Emsland die 52 Wertstoffhöfe des Landkreises Emsland und die Zentraldeponie in Flechum ab Mittwoch, 18. März, zunächst bis einschließlich 18. April geschlossen.

„Im Rahmen der vorgesehenen Maßnahmen soll unser Personal so eingesetzt werden, dass die öffentliche Müllabfuhr möglichst stabil durchgeführt werden kann“, sagt der zuständige Dezernent Dirk Kopmeyer.

Die öffentliche Abfuhr (Mülltonnen und Sperrmüll) wird weiterhin stattfinden. Die Bürgerinnen und Bürger müssen die Müllbehälter am Vorabend des Abfuhrtages bereitstellen. Ausgegebene Berechtigungsscheine zur Abgabe von Sperrmüll bei den Deponien behalten ihre Gültigkeit und können zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst werden.

Die Deponiestandorte in Wesuwe, Lingen-Venneberg und Dörpen werden nur noch eingeschränkt montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet sein. Samstags bleiben die Standorte geschlossen. (17.03.20)


Besuchsstopp in JVA Groß-Hesepe

Die Außenabteilung Groß Hesepe der JVA Lingen hat einen Besuchsstopp erlassen. die rund 270 Gefangenen können weder von Angehörigen noch Anwälten Besuche erhalten, nachdem ein JVA-Bediensteter positiv auf COVID19 getestet wurde. Gut ein Dutzend weiterer Mitarbeiter der JVA befinden sich in häuslicher Quarantäne. Informationen, wonach auch drei „Strafgefangene aus Haus 2“ positiv getestet wurden, bestätigten sich bisher nicht. (17.03.20)


Niedersachsen:  Mit 4,4 Milliarden gegen die Corona-Krise

Niedersachsen plant ein umfassendes Maßnahmenpaket, das die Folgen der Corona-Pandemie abfedern soll. Es umfasst insgesamt 4,4 Milliarden Euro. 2,4 Milliarden Euro davon sind zusätzliche Mittel, die das Land in der Krise mobilisiert. Diese Zahlen hat das Kabinett in einem Nachtragshaushalt fixiert, wie Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Finanzminister Reinhold Hilbers (beide CDU) am Dienstag verkündeten. Dafür würden bestehende Landesbürgschaften von zwei auf drei Milliarden Euro erhöht, zudem stellt das Land 1,4 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen zur Verfügung. Am Freitag soll das Paket im Haushaltsauschuss besprochen und kommende Woche im Parlament beschlossen werden. (Quelle: NDR, 17.03.20)


Fußball

Der Niedersächsische Fußballverband hat den gesamten Spielbetrieb bis zum 19. April eingestellt. Eingestellt werden auch Lehr- und Ausbildungsveranstaltungen. Gleichzeitig traf das NFV-Präsidium die Entscheidung, dass ab sofort alle zentralen und dezentralen Maßnahmen der Lehrarbeit (Aus- Fort- Weiterbildung) und Talentförderung für den gleichen Zeitraum auszusetzen sind bzw. ausgesetzt werden. Aus diesem Grund ruht parallel auch der Betrieb der NFV-Sportschule in Barsinghausen.

Die Fußballvereine haben entsprechend den behördlichen Vorgaen auch den gesamten Trainingsbetrieb einzustellen.
Die UEFA hat die Fußball-EM um ein Jahr verschoben. Sie findetjetzt erst im Sommer 2021 statt. (Quelle, Quelle 17.03.20)


Flixbus stellt Betrieb ein
Der Fernbusanbieter Flixbus stellt den Betrieb wegen der Corona-Krise ab Mitternacht ein. Flixbus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020, 24 Uhr, aussetzen, teilte das Unternehmen mit. Das Unternehmen verbindet aktuell nach eigenen Angaben mehr als 2.500 Ziele in 32 Ländern und fährt auch fast alle größeren Städte im Norden an. Lingen allerdings nicht, dafür Meppen, Nordhorn und Haselünne, soweit ich weiß… (Quelle, 17.03.20)


Verband Deutscher Lokalzeitungen: Rückgänge „existenzbedrohend“
Der Verband Deutscher Lokalzeitungen bezeichnet die Rückgänge von Anzeigen und Beilagen im Lokalteil als teilweise „existenzbedrohend“ und fordert unbürokratische Finanzhilfen. „Die Menschen müssen über die Entwicklung der gesundheitlichen Lage vor Ort weiter auf dem Laufenden gehalten werden. Dies geschieht in erster Linie über die zu sichernden lokalen Tageszeitungen“, sagte VDL-Geschäftsführer Martin Wieske. (17.03.20)


Industrie- und Handelskammern sagen Prüfungen ab
Die Industrie- und Handelskammern sagen Prüfungen ab. Dies gilt ab sofort und vorerst bis zum 24. April, wie die Kammern mitteilten. Bei dringenden Engpässen, die etwa systemrelevante Unternehmen beträfen, könnte es Ausnahmen geben. Wann die Prüfungen nachgeholt werden könnten, sei noch offen.

Niedersachsen hat auch alle juristischen Staatsprüfungen (1. wie 2. Examen) abgesagt. (17.03.20)


Auswärtiges Amt: Weltweite Reisewarnung

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wird derzeit gewarnt, da mit starken und weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, und der weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch.

Zu den eingeführten vorübergehenden Grenzkontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark informiert das Bundesministerium des Auswärtigen auf seiner Internetseite.

Einige Länder haben Einreisesperren oder Sonderkontrollen für bestimmte Personengruppen oder Flüge aus bestimmten Regionen erlassen. Hiervon sind teilweise auch Reisende aus Deutschland betroffen. Reisen sollten sich daher vor Reiseantritt bei der Botschaft oder dem Konsulat Ihres Reiselandes in Deutschland informieren.

Reisende sollten auch die Reise- und Sicherheitshinweise konsultieren und sich in die Krisenvorsorgeliste eintragen. (17.03.20)


Ludwig-Windthorst-Haus unterbricht Veranstaltungsbetrieb

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch unmittelbar auf den Betrieb des Ludwig-Windthorst- Hauses aus.
Das LWH hat daher seinen Veranstaltungsbetrieb zunächst bis zum 19. April 2020 unterbrochen. Bildungsprogramm und Gasttagungen können nicht durchgeführt werden. Auch Rezeption und Ausstellungsbereich bleiben geschlossen. Informationen per Telefon 0591 61020 (Quelle, 17.03.30)


IKEA

Deutschland hat alle Filialen geschlossen. Liebe IKEA-Fans, ihr müsst ganz tapfer sein. (17.03.20)


In Norddeutschland gibt es heute insgesamt 882 bestätigte Corona-Erkrankungen: 391 in Niedersachsen (davon 31 im Emsland), 123 in Schleswig-Holstein, 51 in Mecklenburg-Vorpommern, 260 in Hamburg und 57 im Bundesland Bremen (16.03.20)


Corona: Niedersachsen schränkt öffentliches Leben stark ein

  • In Niedersachsen gelten ab Dienstag um 6 Uhr starke Einschränkungen
  • Veranstaltungen und Versammlungen sind verboten
  • Läden schließen – bis auf solche für den täglichen Bedarf
  • Sportanlagen und Spielplätze können nicht genutzt werden
  • Freizeiteinrichtungen, Clubs, Discos, Bordelle und ähnliches bleiben zu
  • Besuche in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen sind nur im Ausnahmefall erlaubt

Niedersachsen schränkt das öffentliche Leben drastisch ein, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Am Montag stellten Gesundheitsministerin Carola Reimann und Ministerpräsident Stephan Weil (beide SPD) einen umfassenden Maßnahmenkatalog vor. Ob dieser Wirkung zeige, werde man in etwa zwei Wochen sehen – die Menschen dürften nicht damit rechnen, dass die Infektionszahlen sofort zurückgehen, sagte Reimann. Der entsprechende Erlass greift ab Dienstag um 6 Uhr und gilt zunächst bis 18. April. Wie Reimann sagte, sind alle Veranstaltungen und Versammlungen untersagt – das betrifft zum Beispiel auch Osterfeuer. Sportanlagen, Fitnessstudios, Diskotheken, Clubs, Bordelle und ähnliches werden geschlossen. Spielplätze sollen gesperrt werden. Verboten werden auch Zusammenkünfte, etwa in Vereinen. „Wir setzen das gesellschaftliche Leben jetzt für einige Wochen weitgehend aus, um die Infektionsketten und die Dynamik des Geschehens zu brechen“, so Reimann. „Wir handeln konsequent, um die weitere Ausbreitung des Virus entscheidend zu verlangsamen.“ (16.03.20)


Niedersachsen: Nachtragshaushalt

Am Dienstag will die nieders. Landesregierung einen Nachtragshaushalt auf den Weg bringen, der voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag umfassen soll. Darin geht es unter anderem um die Beschaffung von Schutzmaterialien für die Gesundheitsversorgung. Die Bestände müssten aufgefüllt werden, sodass für einen ausreichend langen Zeitraum Schutzausrüstungen verfügbar sind, sagte Wirtschaftsminister Althusmann am Montag. Die niedersächsische Förderbank, die NBank, plane ein Liquiditätsprogramm für Selbstständige und Kleinunternehmer. Eventuell solle ein Teil des Nachtragshaushaltes für ein Zuschussprogramm für kleinere Betriebe genutzt werden. „Wir werden die notwendigen Mittel zunächst aus einem Sondervermögen herausnehmen, um diese dann auch schnell zur Verfügung stellen zu können“, erklärte der Minister. (16.03.20)


Kreisverwaltung

Der Besuch der Kreishäuser an der Ordeniederung sowie der Kreisverwaltungen an den Außenstellen in Lingen und Aschendorf durch Bürgerinnen und Bürger ist nur noch nach Terminvergabe durch die zuständigen Sachbearbeiter möglich. Hier finden Sie die Liste der Ansprechpartner für die Terminvergabe am Standort Meppen:

Dies gilt auch für die Kfz-Zulassungsstellen (Zulassung für Meppen, Lingen und Aschendorf), deren Terminvergaben zentral unter der Telefonnummer 05931/44-2145 sowie Führerschein-Termine, die unter 05931/44-1136 zu vereinbaren sind. (16.03.20)


Einrichtungen in Lingen geschlossen

Vor dem Versuch zur Coronavirus-Eindämmung schließen das Lingener Rathaus sowie alle städtischen Nebenstellen ab diesen Montag bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr. Auch alle bereits vereinbarten Termine sind von dieser Schließung eingeschlossen.  Ein Bürgertelefon der Stadt Lingen ist unter Tel. 0591 9144795 eingerichtet. Dieses ist ab sofort von 8.30 bis 18 Uhr erreichbar.

Von der Schließung ebenfalls betroffen sind alle öffentlichen Einrichtungen wie die Stadtbibliothek (Leihfristen werden verlängert), das Stadtarchiv, alle Sportstätten sowie Vereinsheime, alle Heimathäuser, das Kinder- und Jugendzentrum Alter Schlachthof, der Stadtteiltreff Stroot sowie der Kindertreff, der Bauhof, die Volkshochschule Lingen und das Emslandmuseum. Auch das Theaterpädagogische Zentrum (TPZ) sagt alle Kurse im Zeitraum bis zum 18. April 2020 ab.


In Emsbüren
sind das Rathaus, die beratung der Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren, alle Sportstätten, der iPunkt, die Dorfgemeinschaftshäuser. Rückfragen an die Gemeinde 05903 93050.

In Freren
ist das Rathaus bis auf weiteres für Besucher geschlossen.

In Lengerich
sind das LennieBad und alle Sporthallen im Bereich der Samtgemeinde Lengerich geschlossen. Ab Dienstag, den 17.03.2020 können im Rathaus bis auf weiteres Dienstleistungen, die ein persönlich Vorsprechen erfordern, nur noch in dringenden Angelegenheiten und nach telefonischer Voranmeldung (05904/9328-0) umgesetzt werden. Weitere Durchwahlen etc. finden sich auf www.lengerich-emsland.de. Die Postagentur bleibt bis auf Weiteres geöffnet. Aber es gilt die Bitte, nur in dringend notwendigen Fällen persönlich vorbeizukommen und: „Halten Sie bitte Abstand untereinander und beachten Sie die Hygieneregeln.“

In Salzbergen
bleibt das Rathaus bis auf weiteres geschlossen. Termin nur nach Vereinbarung. Telefonische Erreichbarkeit bleibt während der üblichen Dienstzeiten gewährleistet. Alle öffentlichen Einrichtungen, die Kirchen und Versammlungsstätten geschlossen. Mehr

In Spelle
sind ebenfalls das Rathaus sowie die Gemeindebüros in Schapen und Lünne, alle Sporthallen, die Schulsportfreianlage und die Schwimmhalle „Speller Welle“  geschlossen. Anrufe im Rathaus? D as Telefonverzeichnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden Sie auf www.spelle.de

(16.03.20)


Der Wochenmarkt

in Lingen findet weiterhin mittwochs und samstags statt. Jedenfalls vorerst. (16.03.20)


Linus zu

Ab Dienstag sind die Lingener Linus-Wasserwelten einschließlich Sauna geschlossen. (16.03.20)


Die Stadtwerke Lingen

haben heute Mittag ihr Kundenzentrum geschlossen.  Der Kontakt soll per Telefon oder E-Mail erfolgen.

Tel.: 0591 91200-120

E-Mail: kundenservice(at)stadtwerke-lingen.de


Schadstoffmobil fährt nicht mehr

Das mit der mobilen Schadstoffsammlung im Emsland beauftragte Entsorgungsunternehmen stellt zum Schutz seiner Mitarbeiter vor dem Coronavirus mit sofortiger Wirkung die bereits laufenden Sammlungen ein. Alle weiteren festgesetzten Termine bis zum 4. April entfallen damit.

Das Schadstoffmobil eines externen Unternehmens war im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) Landkreis Emsland seit vergangenem Montag (9. März) im Kreisgebiet unterwegs, um emslandweit kostenlos Sonderabfälle aus Privathaushalten in haushaltsüblichen Mengen anzunehmen. Das Unternehmen entschied vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie, die Frühjahrssammlung abzubrechen.

Weitere Informationen und umfassende Auskünfte zur sachgerechten Schadstoffentsorgung sind unter www.awb-emsland.de, in der Emsland-Kalender-App für Smartphones sowie telefonisch im AWB Kunden-Center unter 05931/44300 erhältlich. (Quelle 16.03.20)


Selbstverwaltung Stadt Lingen:
Alle Sitzungen der städtischen Fachausschüsse sowie alle Ortsratssitzungen werden bis auf weiteres abgesagt. Am dienstag tagen noch der Ältestenrat und der Verwaltungsausschuss, das nach dem Rat höchste und vor allem beschlussfassende städtische Gremium. es zieht aber in den Ratssitzungssaal um, weil dort die notwendigen räumlichen Abstände zwischen den Teilnehmern gewahrt sind.
(16.03.20)


Museen und Kunsthalle geschlossen

Alle Museen der Region sind geschlossen. Dazu zählen auch die Gedenkstätte esterwegen, das Moormuseum, die Museen in Lingen und Meppen und die Kunshalle in Lingen. Letztere ist bis zum 18. April geschlossen. (16.04.20)


Gerichte reduzieren

Zur Eindämmung des Coronavirus werden an den Gerichten der Region (Amtsgerichte Lingen, Meppen, Nordhorn und Papenburg) und dem Arbeitsgericht Lingen vorerst wohl nur noch dringende Fälle von Richterinnen und Richtern bearbeitet werden. Haftsachen und bereits länger andauernde Hauptverhandlungen stehen hier im Vordergrund, denn diese Verhandlungen dürfen nach der Strafprozessordnung nur begrenzt unterbrochen oder verschoben werden. Welche Verhandlungen genau verschoben werden, entscheiden demnach die jeweiligen Richter. Die Gelegenheiten, in denen Menschen aufeinandertreffen und einander anstecken können, werden vorübergehend minimiert“. Der Publikumsverkehr in den regionalen Gerichten ist auf drei Stunden vormittags (9 – 12 Uhr) beschränkt. In den Rechtsanwaltsbüros trudeln gerade ohne Ende Terminaufhebungen ein.

Mehr auch hier…

(16.03.20)


Shutdown

Der Bund und die Bundesländer haben heute gravierende Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Die Leitlinien sehen unter anderem die Schließung zahlreicher Geschäfte und Einrichtungen vor.

Für den Publikumsverkehr zu schließen sind
– Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
– Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen
– Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
– Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen
– alle weiteren, nicht an anderer Stelle dieses Papiers genannten Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center
Spielplätze.

Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesen bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet.

Von den Schließungen sind der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel ausgenommen.

Für diese Geschäfte soll das Verkaufsverbot an Sonntagen bis auf weiteres aufgehoben werden, hieß es weiter. Es werden allerdings strenge Auflagen zu Hygiene und Zutritt erlassen; gleichzeitig sollen Warteschlangen vermieden werden.

Restaurants und Speisegaststätten sollen generell nur noch zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr abends öffnen dürfen. (Quelle; 16.03.20)


Rückwirkend

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen. Um diesen entgegenzuwirken, treten die Neuregelungen für einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft. „Neben der Gesundheit der Menschen müssen wir auch ihre Arbeitsplätze schützen“, so Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. (Quelle, 16.03.20)



Emsland, im März 2020

Niederlande – Nederland gaat echt dicht
Die Zeitung Tubantia aus der benachbarten niederländischen Provinz Overijssel titelt gerade:

Voedselbank overladen met eten van horeca, rechtbank behandelt alleen nog urgente zaken [„Tafeln ersticken in Lebensmitteln aus Restaurants, Gerichte verhandeln nur noch dringende Fälle“]

Nederland gaat echt dicht, heeft het kabinet vanmiddag bekendgemaakt na overleg met alle betrokken partijen. Naast scholen en kinderopvang moet ook de horeca per direct dicht. Koninklijke Horeca Nederland (KHN) wil minimaal 5,1 miljard euro voor noodmaatregelen om horecaondernemers te ondersteunen. Ondertussen komt ook de rechtspraak tot stilstand: alleen de urgente zaken gaan voorlopig door. Volg alles in ons liveblog. LiveBlog (16.03.20, 0.20 Uhr


Inseln in Nord- und Ostsee für Touristen gesperrt

Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden ab Montag keine Touristen mehr auf die Inseln in Nord- und Ostsee lassen. Ob Borkum, Norderney und Spiekeroog, Sylt, Amrum, Föhr, Nordstrand und Fehmarn, Rügen, Usedom, Hiddensee oder Poel: Urlaub auf den norddeutschen Inseln ist ab Montag für unbestimmte Zeit nicht mehr möglich. Darauf verständigten sich die Regierungschefs der Küstenländer am Abend. Die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs soll aufrechterhalten werden.

Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen sind Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der norddeutschen Inseln haben oder zur Arbeit auf die Inseln müssen – oder von der Arbeit auf dem Festland zurückkehren. Die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt.

Grund für die Abriegelung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste.

Urlauber, die bereits auf einer der Inseln Quartier bezogen haben, sollen -so die Bitte- den Heimweg antreten.

(Quelle, 15.04.20)


Grafschafter Punktesystem

Landkreis Grafschaft Bentheim hat für Veranstaltungen ein Punktesystem geschaffen, das eine Beurteilung der Gefährdungsbeurteilung ermöglicht. Veranstalter sollen, berichtet die LT in ihrer Montagausgabe, so selbst herausfinden können, ob ihre Veranstaltung möglich ist oder abgesagt wird.

Für die Zahl der Teilnehmer, Lüftungsmöglichkeiten, Alter und Registrierung der Besucher gibt es jeweils Punkte. Bekommt eine Veranstaltung mehr als acht Punkte, könne das Event wegen des zi hohen Risikos nicht stattfinden.

Im Landkreis Emsland gibt es kein Punktesystem sondern lediglich einen Meldebogen, wonach der Landkreis dann entscheidet, ob  „eine Durchführung möglich ist“, sagt Anja Rohde, die Presssprecherin (!) des Landkreises. Klar ist: Alle Teilnehmer müssen registriert werden, damit im Verdachtsfall das Gesundheitsamt Kontakt mit den betroffenen Personen aufnehmen kann. Das gilt nicht nur für die Besucher, auch das Personal – ob Thekenkraft oder Security – muss erfasst werden. Sie fallen ebenfalls unter die 100er-Grenze…

Selbst das geht weniger besorgten Emsländer bisweilen zu weit:

Tja, nebenan in NRW ist man da schon viel weiter. Ich meine, etwa so weit wie bei uns am kommenden [jetzt Wochentag einsetzen]. Hier das sonntägliche Facebook-Posting des Rheiner Bürgermeisters Peter Lüttmann:


Offene Grenzen zu den Niederlanden und Belgien

Deutschland hält weiter seine Grenzen zu den Niederlanden und zu Belgien offen. Hingegen werden die Grenzen zu Frankreich, Österreich, der Schweiz, Dänemark und Luxemburg am Montag (16.03.2020) um 8.00 Uhr geschlossen. Ausnahme sind Pendler und det Warenverkehr.


NRW beschließt weitere Freizeitbeschränkungen

Die Landesregierung in NRW hat weitere Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Demnach müssten ab Montag (16.03.2020) alle Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen schließen. Dieselbe Regelung gebe es für Prostitutionsbetriebe. Ab Dienstag (17.03.2020) ist auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt. Das gleiche gilt für Zusammenkünfte in Sportvereinen. Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen.

Meine Meinung: Das wird sich auch umgehend auf die niedersächsischen Grenzkreise auswirken, also das Emsland und di Grafschaft Bentheim. Schwerlich können die Einrichtungen hier geöffnet bleiben, wenn sie 5 km entfernt geschlossen sind. (Quelle: WDR; 15.03.20)


Der Landkreis Emsland

Stand 15. März, 14.25 Uhr gibt es im Landkreis Emsland kreisweit 22 mit COVID-19 infizierte  Personen, mehr als doppelt so viele (!) wie gestern am 14.03… Und weitere Ergebnisse von Abstrichen stehen noch aus. Über 370 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. „Angesichts der weiter steigenden Zahl von bestätigten Erkrankungen, sind zunehmend präventive Regelungen notwendig“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf.

Und welche Regelungen sind das? „Die Kantine des Kreishauses in Meppen wird ab Montag, 16. März, bis auf weiteres für externe Besucher geschlossen bleiben. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung wird es Einschränkungen geben: Die Ausgabe eines warmen Mittagessens soll nicht mehr stattfinden, damit keine Ansammlungen von Menschen erfolgen.“

Der Landkreis zögert mit weiteren, notwendigen Einschränkungen des Freizeitbereichs, aber er beschränkt den Zugang zur Kreisverwaltung und bezeichnet dies als präventive Maßnahme. Da fällt es schwer, sachlich zu bleiben.  (Quelle 15.03.2020, 14.25 Uhr)


Trotz Corona: Ferienzentrum Schloss Dankern (Haren) startet kommenden Freitag in die Saison… 
(Quelle: NOZ, paywall)
Ich nenne das unverantwortlich.


Aktuelle Forschungsergebnisse

Coronaviren können sich bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben. Im Schnitt überleben sie zwischen vier und fünf Tagen, schreibt ein Forschungsteam aus Greifswald und Bochum im „Journal of Hospital Infection”. „Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit steigern ihre Lebensdauer noch”, sagte Günter Kampf vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Greifswald am Freitag.

Da es gegen Coronaviren keine spezifische Therapie gebe, sei die Vorbeugung gegen Ansteckungen wichtig. Wie alle Tröpfcheninfektionen verbreite sich das Virus auch über Hände und Oberflächen, die häufig angefasst werden. „Im Krankenhaus können das zum Beispiel Türklinken sein, aber auch Klingeln, Nachttische, Bettgestelle und andere Gegenstände im direkten Umfeld von Patienten”, erklärte Kampf.

Veröffentlichung vorgezogen

Gemeinsam mit dem Virologen Eike Steinmann von der Ruhr-Universität Bochum hatte Kampf für ein geplantes Fachbuch Erkenntnisse aus Studien über Coronaviren und deren Inaktivierung zusammengestellt. Aufgrund der aktuellen Lage veröffentlichten sie die wissenschaftlichen Fakten vorab.

Sie nehmen an, dass ihre Erkenntnisse über andere Coronaviren auf das neue Virus 2019-nCoV übertragbar sind. „Es wurden unterschiedliche Coronaviren untersucht, und die Ergebnisse waren alle ähnlich”, erklärte Steinmann.

Diese Infektionsmittel helfen

Zur Desinfektion empfehlen die Forscher Mittel auf der Basis von Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit. Wende man diese in richtiger Konzentration an, reduzierten sie die Zahl der infektiösen Coronaviren binnen einer Minute drastisch – von einer Million auf nur noch 100 krankmachende Partikel.

Würden Präparate auf anderer Wirkstoffbasis verwendet, sollten sie zumindest begrenzt gegen Viren wirken. „In der Regel genügt das, um die Gefahr einer Ansteckung deutlich zu reduzieren”, meinte Kampf. (Quelle)


Fußball-EM wird wohl verschoben

Nachdem das Fußballländerspiel Deutschland vs. Italien von der Stadt Nürnberg untersagt worden ist, melden verschiedene Medien, dass die Verschiebung der EM immer wahrscheinlicher werde. Am 12. Juni sollte sie mit einem Spiel in Rom beginnen. Doch inzwischen ist die Austragung der Fußball-Europameisterschaft äußerst ungewiss – die Verschiebung in den Sommer 2021 gilt als wahrscheinliche Option.

Die Europäische Fußball-Union hat für kommende Woche eine Krisensitzung einberufen, in der es auch um die EM gehen soll.

Am kommenden Dienstag (17. März) sollen Vertreter von allen 55 Mitgliedsverbänden in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen nach dem Ausbruch der Pandemie beraten, wie die UEFA am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Verband alle Europapokalspiele in der Champions League und in der Europa League ausgesetzt.

(Quelle und Quelle)


Überblick am 14. März 

In Deutschland sind mittlerweile mehr als 4400 Menschen mit dem Virus infiziert und in Baden-Württemberg (2), Bayern (1) und NRW (5) acht Menschen gestorben.

In ganz Norddeutschland gibt es bisher insgesamt 581 bestätigte Erkrankungen: 74 in Schleswig-Holstein, 45 in Mecklenburg-Vorpommern, 156 in Hamburg, 53 im Bundesland Bremen und -Stand heute- 253 in Niedersachsen – davon laut Mitteilung des Landesgesundheitsamtes in Hannover 23 neue, bestätigte Infektionsfälle: Allein fünf dieser neuen Fällen sind im Landkreis Emsland aufgetreten, in dem jetzt insgesamt 9 COVID19-Fälle bestätigt sind.

Aber: „Wir werden Zahlen erleben, wie wir sie uns momentan noch nicht vorstellen können, die unser Gesundheitssystem stark belasten werden“, sagte heute der Rostocker Medizinprofessor Emil Reisinger bei einem Treffen von Infektions-Experten und Mitgliedern der mecklenburg-vorpommerschen Landesregierung in Schwerin. (Quelle: NDR, Samstag 16.00 Uhr)

Mehr in der Süddeutschen (Sonntag 01.00 Uhr)


MP Weil fordert zur Nachbarschaftshilfe auf

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) appelliert an die Niedersachsen, sich in der gegenwärtigen Krise gegenseitig zu helfen. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sei Nachbarschaftshilfe in diesen Tagen wichtiger denn je: „Meine herzliche Bitte an alle Nachbarn: Schauen Sie, wer in Ihrer Umgebung genau jetzt Unterstützung gebrauchen kann“, teilte Weil am Sonntag über die sozialen Medien mit. Ältere Bürger sollten es vermeiden, in die Öffentlichkeit zu gehen, und sei es nur zum Einkaufen. Aber auch sie benötigten Lebensmittel. „Machen Sie mit bei der NachbarschaftsChallenge“, erklärte Weil. Diese ruft dazu auf, zur Risikogruppe gehörende Menschen – die also älter als 65 Jahre sind oder ein geschwächtes Immunsystem haben – zu unterstützen. (15.03.20)


Sportehrentag abgesagt

Die Stadt Lingen (Ems) hat inzwischen auch den Sportehrentag abgesagt, bei dem am kommenden Freitag, 20. März in der Halle IV die im vergangenen Jahr erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler aus der Stadt geehrt werden sollten. Es ist offen, wann die Ehrung nachgeholt wird. (14.03.20)


Corona-Krisentreffen der Gastwirte 

Die Gastwirte in Stadt Lingen (Ems) und Umland haben wegen der Coronakrise mit erheblichen Umsatzeinbrüchen von zurzeit  30% und mehr zu kämpfen. Lingens Gastronom Markus Quadt hat inzwischen die Initiative ergriffen und seine Berufskollegen für den kommenden Dienstag, 17.03., zu einem Krisentreffen eingeladen.
In immer mehr europäischen Ländern werden Gastwirtschaften, Restaurants und Bars geschlossen. (14.03.2ß)


Urlaubspläne ade!
Türkei, Dänemark, Polen, Norwegen, Tschechien stoppen Einreise 

Die Türkei hat Reisenden aus neun europäischen Ländern, darunter Deutschland,  die Einreise verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das erklärte das türkische Innenministerium am Samstag. Die Grenze sei für Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden geschlossen. Auch Menschen aus Drittländern, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen neun Ländern aufgehalten haben, dürften nicht mehr einreisen.

Dänemark hat am Samstag ab Mittags seine Grenze nach Deutschland und Schweden geschlossen. Ausländer dürfen nur bei besonderen Gründen ins Land. Die Schließung soll bis zum 13. April dauern und gilt auch für Flughäfen. Ausgenommen sind Lkw-Lieferungen wichtiger Güter wie etwa Medikamente und Lebensmittel. Die schleswig-holsteinische Polizei warnte angesichts der Schließung der Grenze zu Dänemark vor erheblichen Verkehrsbehinderungen.

COVID-19 führt auch in Frankreich zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen, in Einzelfällen auch Absperrungen. In Frankreich sind seit gestern alle Cafés, Geschäfte, Restauraunts und Kinos geschlossen. Die Schließungsanordnung smacht eine Ausnahme nur für die unbedingt notwendigen Geschäfte: „Märkte und Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Tankstellen, Banken, Zeitungs- und Tabakläden werden weiterhin geöffnet bleiben“, sagte Philippe. Kirchen bleiben geöffnet, aber religiöse Zeremonien und Versammlungen werden verschoben.

Besonders betroffen ist weiterhin die Region Grand-Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardennes). Die Französische Regierung hat darüber hinaus für einige Departements besondere Einstufungen vorgenommen, derzeit Aude, Calvados, Haute-Savoie, Haut-Rhin, Oise, Morbihan, Corse du Sud, Hérault. Zusätzlich sollen Bewegungen im Land auf das Notwendige beschränkt werden. Französische Schulen und Universitäten, Museen und Restaurants sind geschlossen, Schüler- und Klassenreisen aus und nach Frankreich finden derzeit nicht mehr statt.

Von nicht erforderlichen Reisen nach Italien wird derzeit unbedingt abgeraten.

Auf Anordnung der Regierung bleiben alle Einrichtungen in den Niederlanden geschlossen, die von mehr als 100 Personen besucht werden können. Die Regelung betrifft auch Museen und Sehenswürdigkeiten. Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern werden abgesagt. Die Einschränkungen gelten vorerst bis Ende März.

Norwegen  hat am Samstag, 14.03., weitreichende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkündet. Ab dem 16.03.2020, 8:00 Uhr, werden alle Flug- und Seehäfen für den kommerziellen Personenverkehr geschlossen und Grenzkontrollen auf dem Landweg eingeführt. Ein- und Ausreise mit Flugzeug und Schiff wird dann nicht mehr möglich sein! Die Einreise auf dem Landweg ist dann nur noch für Personen mit Wohnsitz in Norwegen möglich. Alle aus nicht-nordischen Ländern nach Norwegen Reisenden ohne Wohnsitz in Norwegen werden zurückgewiesen bzw. zu einer bis zu 14-tägigen Quarantäne verpflichtet, sofern sie nicht vorher ausreisen können. Reisende mit Symptomen kommen in Isolation und müssen die Quarantänezeit dort abwarten. Dabei können Reisenden zusätzliche Kosten entstehen.

Österreich hat wegen der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 verstärkte Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen, in Einzelfällen auch Einreisesperren verhängt. Die Einreise aus Italien wird nur noch gestattet, wenn ein ärztliches Gesundheitszeugnis vorgelegt werden kann, die Durchreise aus Italien ist nur noch möglich, wenn kein Zwischenstopp in Österreich eingelegt wird. Die italienisch-österreichische Grenze ist für Personen- und Warenverkehr hierzu weiterhin geöffnet. Der Zugverkehr von Italien nach Österreich wurde am Nachmittag des 10. März 2020 allerdings vorübergehend ausgesetzt. Informieren Sie sich über aktuelle Maßnahmen beim österreichischen Bundessozialministerium. Das Robert Koch-Institut hat das Bundesland Tirol zum Risikogebiet erklärt.

Polen hat zur Eindämmung der Corona-Infektionen drastische Einschränkungen des Personenverkehrs verordnet. Flug-, Bahn- und Schiffsverbindungen für den Personenverkehr nach Polen werden unterbrochen. Ab Sonntag, 15. März, 00.00 Uhr, ist die Einreise nach Polen an Grenzübergängen mit Deutschland, Litauen, der Tschechischen Republik und der Slowakei für Ausländer nur noch in Ausnahmefällen möglich. Zusätzlich werden befristet bis zum 24.03. wieder Grenzkontrollen eingeführt und zahlreiche Übergänge von Deutschland nach Polen ganz geschlossen.

In Portugal wurde  aufgrund der Verbreitung von Covid-19 der Alarmzustand bis zum 09.04.2020 ausgerufen. Bei der Einreise mit dem Flugzeug können bei Ankunft Temperaturmessungen und Umfragen an Bord der Flugzeuge durchgeführt werden. Die Regionalregierung der Insel Madeira hat ab Sonntag, den 15.03.2020, 00.00 Uhr Ortszeit, eine 14- tägige obligatorische Quarantäne für alle (!) ankommenden Fluggäste eingeführt, auch wenn diese keine Krankheitssymptome aufweisen. Auch bei Einreise mit dem Flugzeug auf die Azoren (jedoch nicht bei Flügen innerhalb der Autonomen Region der Azoren, also zwischen den Inseln) wurde eine 14- tägige Quarantäne für alle (!) von außerhalb der Autonomen Region ankommenden Fluggäste eingeführt, auch wenn diese keine Krankheitssymptome aufweisen. Der Verstoß gegen diese Quarantäneauflagen wird sowohl auf Madeira als auch auf den Azoren unter Strafe gestellt.
Portugiesische Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe gesperrt. Auf dem Festland Portugal selbst kann zwar angelegt werden, aber als Tourist nicht an Land gegangen werden. Auf den Azoren und auf Madeira sind die Häfen für Kreuzfahrtschiffe und Yachten zunächst bis zum 31.03.2020 komplett gesperrt.

Spanien ist besonders betroffen. Das Coronavirus breitet sich sprunghaft aus. Bis Samstag infizierten sich mehr als 6300 Menschen dem Coronavirus; knapp 200 kamen bisher ums Leben. Das Land hat jetzt den Notstand ausgerufen und die Bewegungsfreiheit weitgehend eingeschränkt. Spanien -auch die Kanaren- steht fast vollständig unter Quarantäne gestellt. Bürger dürfen nur noch für die Arbeit oder den Einkauf in Apotheken und Lebensmittelläden nach draußen. Auch die Ehefrau von Premier Sánchez wurde positiv getestet. Der Premier sprach von „drastischen Maßnahmen“. Spanische Häfen werden für Kreuzfahrtschiffe gesperrt. Weiterhin sind Bildungs- und Kultureinrichtungen wie Museen etc. in ganz Spanien geschlossen. Alle spanischen Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe gesperrt.

Die Tschechische Republik hat am Donnerstag, 12.3. aufgrund der Ausbreitung der COVID-19 für zunächst 30 Tage den Ausnahmezustand verhängt mit Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie der Schließung aller öffentlicher Einrichtungen, Geschäften, außer u.a. für Lebensmittelläden, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Elektogeschäfte, Restaurants und Gaststätten sowie des Verbots von Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen. Der öffentliche Verkehr wird eingeschränkt.

Seit Samstag, dem 14. März 2020 0:00 Uhr gilt ein grundsätzliches Einreiseverbot aus Deutschland, ab Montag, dem 16. März 2020 0:00 Uhr ein generelles Einreiseverbot aus allen Ländern.

Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Fahrten ihrer 14 Schiffe umfassenden Flotte wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst bis Anfang April eingestellt würden. Demnach sollten alle Schiffe ihre Fahrten an geeigneten Standorten beenden, von denen die Passagiere nach Hause gebracht werden könnten.

Was Reisende jetzt wissen müssen (aus der Süddeutschen).

  • Gesundheitsminister Spahn fordert Rückkehrer aus Italien, der Schweiz und Österreich auf, zwei Wochen zu Hause zu bleiben, egal ob sie Symptome zeigen oder nicht.

Unsere Krankenhäuser

der Region haben neue Besuchsregelungen erlassen, die insbesondere Besuche deutlich einschränken. Es ist unglaublich, aber es gibt tatsächlich Krankenhäuser die online gar nicht informieren. Die Informationen erfolgen auch leider nur in deutscher Sprache; nur das Bonifatius-Hospital in Lingen informiert auch in englischer Sprache:

Raum Lingen (Ems):

Bonifatius-Hospital Lingen  (1 Besucher/Patient pro Tag; Information in englisch)
Hedon-Klinik Lingen (2 Besucher/Patient pro Tag)
Elisabeth-Krankenhaus Thuine:
„Wir möchten unsere Patient*innen und Mitarbeitenden vor Infektionen schützen und die Weiterverbreitung des Coronavirusreduzieren. Deshalb bitten wir Sie, bis auf Weiteres von Besuchen im Krankenhaus abzusehen. In medizinischen Ausnahmesituationen, die einen Besuch erforderlich machen, werden sich die Abteilungen mit den Angehörigen in Verbindung setzen.“

Raum Meppen

Vinzenz-Hospital Haselünne:
„Wir möchten unsere Patient*innen und Mitarbeitenden vor Infektionen schützen und die Weiterverbreitung des Coronavirusreduzieren. Deshalb bitten wir Sie, bis auf Weiteres von Besuchen im Krankenhaus abzusehen. In medizinischen Ausnahmesituationen, die einen Besuch erforderlich machen, werden sich die Abteilungen mit den Angehörigen in Verbindung setzen.“

Ludmillenstift Meppen: Keine Online-Information, also anrufen: Telefon: 05931 152-0

Raum Aschendorf-Hümmling:

Hümmling-Krankenhaus Sögel: Keine Online-Information, also anrufen: Telefon: 05952 209-0

Marien-Hospital Papenburg: (1 Besucher pro Tag)

angrenzende Bereiche:

Krankenhaus Ankum (Bersenbrück):
„Wir möchten unsere Patient*innen und Mitarbeitenden vor Infektionen schützen und die Weiterverbreitung des Coronavirusreduzieren. Deshalb bitten wir Sie, bis auf Weiteres von Besuchen im Krankenhaus abzusehen. In medizinischen Ausnahmesituationen, die einen Besuch erforderlich machen, werden sich die Abteilungen mit den Angehörigen in Verbindung setzen.“

Fachklinik Orthopädie Bad Bentheim (1 Besucher/Patient pro Tag)

Euregio-Klinik Nordhorn: Keine Online-Information, also anrufen. Telefon:
059 21-84-0.

Inzwischen (14.03.,13.00 Uhr) mit Pressemitteilung: Es werden ab sofort Besucher nur noch aus zwingend medizinischen und therapeutischen Gründen zugelassen.

Klinikum Rheine (1 Besucher/Patient pro Tag)
(Stand: 14.03., 6.00 Uhr)


Landkreis Emsland: Allgemeinverfügung 

für Reiserückkehrende aus Risikogebieten und besonders von der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 betroffenen Gebieten zur Beschränkung des Besuchs von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und stationären Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe


Sanitätsdienst

Die Bundeswehr sucht Reservisten aus dem Sanitätsdienst. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Die Reservisten sollen das Personal in den bundesweit fünf Bundeswehrkrankenhäusern verstärken, wie aus einem in dem Magazin „Die Reserve“ veröffentlichten Aufruf hervorgeht. Eines der Krankenhäuser steht in Westerstede (Landkreis Ammerland). Medizinisches Personal wird dringend gebraucht – das Land Niedersachsen hatte am Freitag Medizinstudierenden das Angebot gemacht, als Pflegehilfskräfte in Krankenhäusern zu arbeiten.

Die Universitäten starten wegen des Coronavirus erst später ins neue Semester. (Quelle NDR Niedersachsen, 13.03.20)


Lingen: Testzentrum eröffnet

In Lingen ist am Freitag das erste von insgesamt drei geplanten Corona-Testzentren im Landkreis Emsland eröffnet worden. Es befindet sich an der Langen Straße im Ortsteil Biene, ist also nur mit einem Kfz erreichbar. Gleichzeitig wurde im Landkreis der vierte Infektionsfall gemeldet. In Niedersachsen gibt es bislang 230 laborbestätigte Covid-19-Fälle.

Patienten, bei denen ein Abstrich nötig ist, werden von ihrem Hausarzt im Testzentrum angemeldet. Die Einrichtung wiederum kontaktiert dann den Patienten für einen Termin. Erst Mitte der nächsten Woche sollen im Emsland weitere zwei Testzentren in Betrieb gehen: in Papenburg ab Mittwoch, in Meppen gar erst ab Donnerstag.

Auch in COVID19-Krisenzeiten muss alles seine „gute Ordnung“ haben: Patienten ohne Überweisung können daher in den Testzentren nicht getestet werden. Menschen mit entsprechenden Symptomen sollen sich daher telefonisch mit ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 in Verbindung setzen. Der Arzt versucht dann am Telefon abzuklären, ob es sich um einen Verdachtsfall handelt.

Die Ärztekammer hat inzwischen alle Ärzte und Ärztinnen im Ruhestand angeschrieben, um die Testzentren mit erfahrenen Medizinern zu besetzen. (Quelle; und private Recherche, 13.03.20)


Kirchen im Bistum Osnabrück geschlossen

Das Bistum Osnabrück rät seinen Kirchengemeinden wegen des Coronavirus vom Besuch der Gottesdienste ab. Im Osnabrücker Dom würden die Gottesdienste an Sonntagen erst einmal ausgesetzt, sagte Bischof Franz-Josef Bode. Dieser Schritt sei aus Solidarität mit den vom Virus Betroffenen und besonders gefährdeten Personen notwendig. Die Regelung gibt zunächst bis zum Palmsonntag am 5. April. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Im Emsland gibt es bislang acht bestätigte Erkrankungen, in der Grafschaft Bentheim vier und in Stadt und Landkreis Osnabrück 31 Fälle. Schulen und Kitas in der Region Osnabrück beraten derzeit, wie sie die vom Land angeordnete Schließung der Einrichtungen wegen der Corona-Pandemie bis zu den Osterferien umsetzen können. (Quelle: NDR, 13.03.20)


Fußballruhe

Der Ball ruht in der Bundesliga nun doch schon an diesem Wochenende. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) reagierte am Freitagnachmittag auf die Corona-Krise und verlegte den kompletten 26. Spieltag in der Ersten und Zweiten Liga. „Angesichts der aktuellen Lage und des nicht absehbaren weiteren Verlaufs der Epidemie ist das eine konsequente, logische und die einzig richtige Entscheidung“, begrüßte Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom VfL Wolfsburg den Beschluss.

Ursprünglich waren für den Abend sowie am Sonnabend und Sonntag Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit angesetzt gewesen. Lediglich das Montagsspiel von Werder Bremen gegen Leverkusen und die Zweitligapartie zwischen Hannover 96, dessen Team in Quarantäne ist,  und Dynamo Dresden waren bereits abgesagt worden. Der Stopp des Spielbetriebs dauert wohl bis zum 2. April.

Bereits vor zwei Tagen hatte die 3. Fußball-Bundesliga wegen der Ausbreitung des Coronavirus den 28. und den 29. Spieltag der 3. Liga abgesagt. Der 28. Spieltag hätte an diesem Wochenende ausgetragen werden sollen. Am Dienstag und Mittwoch kommender Woche stand der 29. Spieltag auf dem Programm.

Auch in allen niedersächsischen Amateurklassen ruht das Leder zunächst bis zum 23. März, wie dies in diesem Blog gestern Abend angekündigt worden war. (Quellen: DFB, NFV). Es ist -Stand heute- davon auszugehen, dass der Spielbetrieb auch über den 23. März hinaus ruht.


Lingen schließt

Das Jugendzentrum Alter Schlachthof, der Kindertreff, der Stadtteiltreff Stroot und alle Ortsverwaltungen bleiben bis auf weiteres geschlossen. Hintergrund sind die aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.
Mit der Sperrung des LINUS-Bades dürfte in der kommenden Woche zu rechnen sein (Quelle)



Landkreis Emsland:
Allgemeinverfügung für Veranstaltungen von 100 – 999 TeilnehmerInnen
„Alle Teilnehmer registrieren“

Meppen. Landrat Marc-André Burgdorf begrüßt den Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zur Durchführung von Großveranstaltungen. „Er schafft nachvollziehbare Strukturen wie mit Großveranstaltungen über 1000 Personen umzugehen ist“, sagt er. Um diese Regelung auf Landkreisebene umzusetzen und Veranstaltungen unterschiedlicher Größen erfassen zu können, erlässt der Landkreis Emsland eine Allgemeinverfügung für Veranstaltungen und zwar auch solche von weniger als 1000 TeilnehmerInnen. [Was ist eine Allgemeinverfügung?]

„Die Verfügung hilft dabei, eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das Robert Koch Institut hat festgestellt, dass Massenveranstaltungen dazu beitragen können, das Virus schneller zu verbreiten. Ein Infektionsgeschehen in Verbindung mit einer Großveranstaltung würde das Gesundheitssystem an ihre Grenzen bringen. Das gilt es zu verhindern“, erläutert Burgdorf. Somit sind öffentliche und nichtöffentliche Großveranstaltungen mit 1000 Personen und mehr ab sofort untersagt.

Aber auch Veranstaltungen mit geringerer Personenzahl bergen grundsätzlich ein Risiko an Corona zu erkranken. Burgdorf appelliert daher an alle Veranstalter, ihrer Verantwortung nachzukommen: „Veranstalter sollten ernsthaft überdenken, ob eine Veranstaltung unbedingt stattfinden muss. Zahlreiche Veranstalter – auch von kommunaler Seite – haben bereits entschieden, ihre Veranstaltungen abzusagen bzw. zu verschieben. Für dieses Mitwirken danke ich herzlich“, sagt Burgdorf. Auch der Landkreis Emsland überprüft derzeit alle Termine, bei denen er als Veranstalter auftritt, und sagt sie ggfls. ab.

Sollte eine Veranstaltung bis zu 1000 Personen dennoch stattfinden, kann dies nur noch unter Auflagen geschehen. Dazu zählen eine angemessene Belüftung, um das Infektionsrisiko zu minimieren, genauso wie die Möglichkeiten der Händehygiene (ausreichend Toiletten mit Handwaschbecken, Seife, Einmalhandtücher).

Weiterhin ist der Veranstalter verpflichtet, die Teilnehmer zu registrieren, damit im Verdachtsfall das Gesundheitsamt des Landkreises Emsland Kontakt mit den betroffenen Personen aufnehmen kann.

Ferner soll der Veranstalter Personen mit akuten Erkältungsanzeichen von der Veranstaltung ausschließen sowie aktiv über die allgemeinen Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten sowie Husten- und Niesetikette informieren.

Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von über 100 Personen sind mit sofortiger Wirkung beim Landkreis Emsland, Fachbereich Gesundheit, schriftlich anzuzeigen. Dazu muss ein spezieller Meldebogen verwendet werden, der unter https://www.emsland.de/corona (Direktlink) eingestellt ist. Abgefragt werden auf dem Meldebogen u. a. die Zahl der Teilnehmer, die vorwiegende Altersgruppe, die Anzahl der sanitären Räume und die Zusammensetzung der Teilnehmer (überregional/regional).

Veranstaltungen ab dem 20. März sind mit einer Vorlauffrist von mindestens 72 Stunden schriftlich zu melden. Diese Kriterien gelten ausdrücklich für alle Veranstaltungen. „So auch für die in dieser Jahreszeit beliebten Boßelpartys, die wegen des Veranstaltungsformats in der Regel ein erhöhtes Infektionsrisiko bergen“, betont Burgdorf abschließend. (Quelle: PM Landkreis Emsland)


Emsland: Allgemeinverfügung

für Reiserückkehrende aus Risikogebieten und besonders von der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 betroffenen Gebieten zur Beschränkung des Besuchs von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und stationären Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Risikogebiete (Stand 11.03.2020) (Quelle)


Überblick über die Auswirkungen von COVID19 auf den nationalen und internationalen Sport
http://www.zdf.de/sport/corona-folgen-sportwelt-100.html (12.03.2020)


Niedersachsen: Fußball  in den Amateurklassen doch ausgesetzt

Am frühen Abend hat das NFV-Präsidium im Rahmen einer Telefonkonferenz entgegen früheren Festlegungen doch beschlossen, den gesamten Spielbetrieb von der Oberliga bis in die unterste Kreisklasse mit Wirkung von Freitag, 13. März einzustellen. Die Absage des Spielbetriebs betrifft alle Teams, also die Damen und Herren, die Juniorinnen und Junioren. Betroffen sind alle Spiele, neben den Pflichtspielen auch Spiele in der Halle, Freundschaftsspiele und Turniere.  Die Spielabsage ist einstweilen bis zum Montag, 23. März befristet, betrifft also zwei Wochenenden, und soll auf Bitte des DFB offiziell erst Freitagmorgen, 10 Uhr bekannt gegeben werden. Mitte der kommenden Woche will das Präsidium des NFV über weiterführende Maßnahmen beraten. (Quelle: privat)


Volleyball: 

Der Spielbetrieb der 2. Bundesliga mit den Team des FC Schüttorf 09 (M) und des SC Union Emlichheim (W) ist beendet. Nach Rücksprache mit allen Bundesligisten wurde am Abend auch ein sofortiges Ende der 1.Liga beschlossen (ZUR MITTEILUNG)
Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hatte schon zuvor beschlossen, den laufenden Spielbetrieb auch in den Dritten Ligen sowie den Regionalligen aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus (Covid-19) mit sofortiger Wirkung zu beenden. Darunter zählen auch alle Veranstaltungen der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ) und im Seniorenbereich. Für den Spielbetrieb im Hallen-Volleyball unterhalb der Regionalligen sowie im Beach-Volleyball, der im Zuständigkeitsbereich der Landesverbände liegt, wird eine sofortige Beendigung ebenfalls empfohlen. Darauf haben sich das DVV-Präsidium sowie der DVV-Vorstand am Donnerstagmittag verständigt. (Quelle)

Daraufhin hat der Nordwestdeutsche Volleyballverband NWVV den gesamte Spielbetrieb der Erwachsenen und der Jugend auf Verbandsebene und in den Untergliederungen eingestellt. „Es gilt für uns alle, zum Wohle unserer Vereine, Mannschaften und der Mitglieder, die Verbreitung des Coronavirus so schnell wie möglich zu verlangsamen”, erklärt Präsident Klaus-Dieter Vehling. Nicht zwingend notwendige Sichtungsveranstaltungen, Tagungen sowie Aus- und Fortbildungsveranstaltungen auf Verbandsebene setzt der Vorstand ebenso ab. Weiterhin wird empfohlen den Trainingsbetrieb ab sofort ruhen zu lassen. Von Anfragen an die Spielleitenden Stellen bittet der Vorstand abzusehen. (Quelle)


Auch Handball-Bundesliga setzt Spielbetrieb aus

Die Handball-Bundesliga (HBL) geht coronabedingt in eine Zwangspause – zunächst bis zum 23. April. Davon betroffen ist auch das HBL-Spiel am 9. April zwischen der HSG Nordhorn/Lingen und dem THW Kiel in der (ohnehin bereits durch den Erlass der Nds. Gesundheitsministerin gesperrten) Emsland-Arena.  (NDR, 18:06)


Überblick über die Auswirkungen von COVID19 auf den nationalen und internationalen Sport

(Quelle: ZDF, 12.03.2020)


Basketball-Bundesliga stoppt Spielbetrieb: Fünf Nordclubs betroffen

Die Basketball-Bundesliga (BBL) hat ihren Spielbetrieb bis auf Weiteres ausgesetzt. Mit den Baskets Oldenburg, SC Rasta Vechta, BG Göttingen, Löwen Braunschweig und Hamburg Towers spielen gleich fünf norddeutsche Clubs in der BBL. (Quelle)

Lingener Frage:
Wann folgen die Handballer? Die HBL berät am Montag, 16. März über ihr weiteres Verhalten. 


Fußball

Die Niedersächsischen Fußballer orientieren sich an der von der Gesundheitsministerin  vorgegebene 1000er-Grenze. Erst bei mehr Teilnehmern/Besuchern sollen die Partien abgesagt werden. Der NFV hat  heute beschlossen, das auf das „Shkake-Hands“ zum Beginn eines Spiels verzichtet werden soll, aber der Spielbetrieb in Niedersachsen grundsätzlich spielplangemäß unter Beachtung nachstehender Maßgaben weiter fortgesetzt wird.

  1. Die angesetzten Spiele, bei denen nicht mehr als 1.000 Teilnehmer/Zuschauer erwartet werden, werden gemäß der aktuellen Spielplanung durchgeführt. Sollte vor Ort die zuständige Gesundheitsbehörde jedoch die Durchführung von angesetzten Fußballspielen/Turnieren (unabhängig der Teilnehmer- und Zuschauerzahl) untersagen, ist dem selbstverständlich nachzukommen.
  2. Angesetzte Fußballspiele/Turniere, bei denen mehr als 1.000 Teilnehmer / Zuschauer erwartet werden, fallen unter die Untersagungsverfügung des Gesundheitsministeriums und finden unter Ausschluss der Zuschauer statt. Bei den etwaigen betroffenen Spielen stimmen sich die beteiligten Mitgliedsvereine mit der zuständigen spielleitenden Stelle ab, um dies zu gewährleisten.
  3. Sofern bei Spieler/innen der Mannschaften der Mitgliedsvereine nachweislich Corona-Erkrankungen und/oder Corona-Verdachtsfälle eintreten und ein Antreten der Mannschaft dadurch nicht möglich ist, verlegt die zuständige spielleitenden Stelle gebührenfrei das betroffene und angesetzte Fußballspiel nach Möglichkeit. Wir bitten die Mitgliedsvereine hierbei um ein faires und verantwortungsbewusstes Miteinander.
  4. Dort, wo gespielt werden kann, stellt der NFV als reine Vorsichtsmaßnahme seinen Mitgliedsvereinen, Schiedsrichtern und den weiteren am Spiel Beteiligten frei, auf das obligatorische „Shake-Hands“ vor und nach den Spielen zu verzichten. Dabei weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dieser Empfehlung um eine Maßnahme handelt, deren Relevanz die Gesundheitsexperten unterschiedlich bewerten; jedoch mag es Personen geben, die sich aktuell mit dem Handschlag nicht wohl fühlen. Das ist aus unserer Sicht natürlich zu akzeptieren.

Der Niedersächsische Fußballverband beobachtet weiterhin sehr aufmerksam die Corona-Infektionszahlen, die weiteren Entwicklungen und insbesondere behördliche Entscheidungen. Sollte sich die Situation verändern, werden wir erneut und über etwaige Änderungen rund um den Spielbetrieb informieren. (Quelle)


Niedersachsen: Ab Montag schulfrei 

Niedersachsens Schüler dürfen sich  angesichts der Ausbreitung des Coronavirus über längere Osterferien freuen. Wie das Politikjournal „Rundblick“ berichtet, hat der Krisenstab der Landesregierung beschlossen, Schülern und Lehrern wegen erhöhter Infektionsgefahr ab Montag frei zu geben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Laut Schulkalender beginnen die Osterferien regulär am 27. März. Ein Sprecher des Kultusministeriums bestätigte diese Meldung

Notfallpläne für Abiturprüfungen

Unterdessen gibt es auch Notfallpläne des niedersächsischen Kultusministeriums für die bevorstehenden Abiturprüfungen. Die Szenarien sind ausgerichtet auf den Ausfall einzelner Schüler, auf den Ausfall einzelner Schulen und auf den Ausfall aller Schulen, wie die Nordwestzeitung“ und die „LZ Landeszeitung Lüneburg“ berichtet. Je nach Szenario könnten auch Prüfungstermine verschoben werden, sagte ein Ministeriumssprecher. Regulär beginnt das schriftliche Abitur in Niedersachsen am 17. April. Die Schulen sollen über die Notfallpläne nach Angaben des Sprechers in Kürze informiert werden. (Text/Quelle NDR Niedersachsen, 12.03.20)

Offiziell wird die Schulschließung Freitagmorgen angekündigt. Uwe Fietzek, Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim, hat aber schon heute (12.03.), am späten Nachmittag, die Schließung bestätigt. Es sei ein entsprechendes Schreiben des Kultusministeriums eingetroffen.

Mittlerweile empfehlen auch führende Experten, Schulen zu schließen. Virologe Christian Drosten von der Charité in Berlin  stimmt zu, dass auch Schulschließungen in Kombination mit Veranstaltungsstopps die Ausbreitung des Virus stoppen könnte„Es nützt demnach sehr viel – vor allem dann, wenn man das mehr als vier Wochen durchhält“, sagt Drosten. Und eine Sache sei dabei besonders wichtig: „Je früher, desto besser.“ (Quelle, 12.03.20)

Ergänzung:
Die Internetseite des Kultusministeriums ist heute Nachmittag zusammengebrochen und war nicht erreichbar (12.03.20).

Bereits zuvor hatte sich der neu gebildete Kreiselternrat Emsland für eine „mutige Entscheidung“ ausgesprochen, also die Schulen zu schließen.

Update:

Der Landkreis Emsland hat inzwischen angeordnet, dass alle schulen und Kitas ab Montag geschlossen bleiben. Dies gilt auch für die Durchführung sonstiger schulischer sowie außerschulischer Veranstaltungen wie Sportveranstaltungen, Theateraufführungen, Vortragsveranstaltungen, Konzerte und vergleichbare Veranstaltungen. Die Maßnahme soll bis zum 18. April gelten. Ausnahme: Für Abiturientinnen und Abiturienten findet ab dem 15. April der Unterricht statt. Im Landkreis Emsland sind insgesamt 170 Kitas sowie 176 Schulen betroffen.

Landrat Marc-André Burgdorf: „Nach wie vor gilt es, Ruhe zu bewahren! Wir wollen, dass sich möglichst wenige anstecken. Der Verbreitungsweg über Schule und Kita muss unterbrochen werden, darum setzen wir den Landeserlass jetzt auf Emslandebene um. Diese Verfügung bedeutet Einschränkungen für jeden und erfordert insbesondere für viele Familien, sich neu zu organisieren. Angesichts der fortschreitenden Fallzahlen bei Erkrankungen mit dem Coronavirus auch im Emsland – von Montag mit einem Fall bis heute mit insgesamt 8 Fällen – ist es sicherlich für jeden nachvollziehbar, dass wir diese Strategie fahren müssen, um die Ausbreitung weiter zu begrenzen“. (Quelle)



Empfehlung: Konfirmation verschieben

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers empfiehlt ihren mehr als 1.200 Gemeinden die Konfirmationen zu verschieben. Weil die Konfirmations-Gottesdienste sehr gut besucht und alle Plätze in der Kirche belegt seien, sei das Infektionsrisiko dabei „signifikant erhöht“. Aus diesem Grund empfiehlt Deutschlands größte evangelische Landeskirche, die Konfirmationen auf den Sommer oder die Zeit nach den Sommerferien zu verlegen. Pastorinnen und Pastoren vor Ort sollten die Familien der Konfirmandinnen und Konfirmanden an dieser Entscheidung beteiligen und schnell Kontakt zu ihnen aufnehmen, so die Landeskirche. (Quelle 12.03.20)


Presseerklärung der Stadt Lingen (Ems) vom 12. März 2020, 14:30 Uhr

Aufgrund der aktuellen Entwicklung und zunehmenden Verbreitung des Corona-Virus werden alle Veranstaltungen im städtischen Theater an der Wilhelmshöhe bis auf weiteres abgesagt. Auch öffentliche Veranstaltungen in der Stadtbibliothek, im Theaterpädagogischen Zentrum, im Alten Schlachthof, in der Halle IV und des Emslandmuseums sind von der Absage betroffen. Zudem finden die U-16-Party des Kinder- und Jugendparlamentes im Joker, der Zukunftstag des Gleichstellungsbüros, der Sportehrentag und die Skifreizeit der Stadt Lingen nach Österreich sowie die Fahrt des Stadtjugendrings nach Brüssel nicht statt. Insbesondere für die Veranstaltungen im Theater werden möglichst Ersatztermine gesucht. Die Tickets behalten deshalb vorläufig ihre Gültigkeit. Theaterabonnenten werden gesondert informiert. Um eine Verbreitung des Virus möglichst einzudämmen, bittet die Stadt Lingen auch alle weiteren Veranstalter im Stadtgebiet eigene Veranstaltungen auf Grundlage der Empfehlung des Landkreises Emsland (Zahl der teilnehmenden Personen, Zielgruppe des Events und Einzugsgebiet der Besucher) kritisch zu prüfen.

Der Landkreis Emsland hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05931 4457-01/02 zu erreichen.


Eilantrag/E-Mail der Fraktion „Die BürgerNahen“ an den Oberbürgermeister vom 12.03.2020, 14:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die COVID19-Pandemie betrifft unsere Kommune viel stärker als bisher angenommen. Dies hat seine Ursache darin, dass es bis auf Weiteres keinen Impfschutz geben wird. Es kann offenbar -berichten die Medien- auch nicht darauf vertraut werden, dass die Ausbreitung des Virus mit steigenden Temperaturen im Sommer beendet wird. Mit dem notwendigen Verzicht auf’s Händeschütteln und der Prävention durch gründliches Händewaschen werden die COVID19-Probleme daher nicht bewältigt werden. Es steht vielmehr zu befürchten, dass das laufende Jahr auch in Lingen (Ems) ausgesprochen krisenhaft verlaufen wird.

Wir halten es deshalb für erforderlich, über die CVID19-Auswirkungen sowie mögliche und sinnvolle Handlungsmöglichkeiten, und -alternativen sowie Unterstützungsmöglichkeiten grundsätzlich zu beraten. Dazu sollte zunächst die kommende Sitzung des Verwaltungsausschuss genutzt werden. Wir beantragen daher, den Tagesordnungspunkt

Auswirkungen, mögliche Handlungsmöglichkeiten und -alternativen der COVID-19-Pandemie 

als Eilantrag auf die Tagesordnung der bevorstehenden VA-Sitzung am Dienstag, 18.03. 2020 zu nehmen.

Es sollten jedenfalls die wirtschaftlichen Folgen in unserer Stadt (Einzelhandel, Dienstleister und -Handwerksbetriebe, Produktionsbetriebe, Gastronomie-, Hotel- und Tourismusgewerbe), die Auswirkungen auf die Bildungs- und Sozialpolitik, die Kulturarbeit, die Heimat- und Brauchtumspflege, die Jugendarbeit, den Sport ebenso wie die zu erwartenden Folgen auf den städt. Haushalt, die kommunalen Beschäftigten und die Selbstverwaltungsgremien ebenso dargestellt und debattiert werden, wie die Auswirkungen der Krise auf die Lingener Alten- und Pflegeheime, und andere nach Ansicht der Verwaltung zu erörternde Punkte. Dazu wäre eine ausdrucksstarke Vorlage der Verwaltung hilfreich, die jedenfalls vor den Fraktionsberatungen am kommenden Montag (17.03.) vorliegen sollte.

Wir bitten auch um die Darstellung der bisher ergriffenen Maßnahmen durch die Stadt und -angesichts der Auswirkungen auf die Lingener Gesundheitseinrichtungen- durch eine/n kompetente/n Vertreter/in des Landkreises Emsland als zuständiger Behörde.

Mit freundlichen Grüßen

Die BürgerNahen – Stadtratsfraktion
Robert Koop, Vors.


Schreiben des Oberbürgermeisters vom 12.03., 12:41 Uhr an die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat 

„Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende,

bislang war beabsichtigt, dass die Vergabe des Kulturpreises am 26. März 2020 um 18:00 Uhr (nach der Ratssitzung) erfolgen wird. Der St. Bonifatius Chor, welcher unter anderem eine Ehrung erhält, hat bereits eine Rückmeldung zur Teilnehmerzahl gegeben, sodass bei dieser Veranstaltung mit über 100 Personen (inkl. Ratsmitglieder) gerechnet wird. Aufgrund der aktuellen Situation – insbesondere vor dem Hintergrund der Zielgruppe und der beengten Bestuhlung im Ratssitzungssaal – wird vorgeschlagen, die Preisverleihung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben

Zudem ist, wie im Verwaltungsausschuss vom 04. März 2020 mitgeteilt, am 02. April 2020 eine Gedenkfeier anlässlich der Feierlichkeiten und zur Würdigung des Jubiläums „75 Jahre Kriegsende bzw. Frieden“ vorgesehen. Bei dieser Veranstaltung werden ca. 125 Gäste erwartet. Auch hier wird vorgeschlagen, die Veranstaltung zunächst auf Mai 2020 zu verschieben.

Des Weiteren wird aktuell überlegt, die Grundsteinlegung für die Erweiterung des Emslandmuseums am 17. März 2020 abzusagen. Hierzu steht allerdings noch eine weitere Abstimmung mit dem Landkreis Emsland aus.

Vor dem Hintergrund, dass bei allen Veranstaltungen ein Imbiss gereicht wird und auch der Landkreis alle eigenen Veranstaltungen absagt, schlage ich diese Verfahrensweise vor.

Bei Bedenken bitte ich um kurzfristige Rückmeldung.

Mit freundlichem Gruß
Dieter Krone, Oberbürgermeister

[Die Fraktionsvorsitzenden der CDU, FDP, Grüne und der BürgerNahen haben dem Vorschlag inzwischen uneingeschränkt zugestimmt.]


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