Bund und Länder: Was wurde neu beschlossen?

Die Regierungschefs der Länder und der Bund stimmen sich regelmäßig über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise ab. Auch wenn sich Bund und Länder in vielen Punkten einig sind, kann es in einzelnen Bundesländern abweichende Regelungen geben. Was wurde neu beschlossen?

  • Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen werden bundesweit wieder zugelassen. Es gelten besondere Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.
  • Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können ebenfalls unter Auflagen wieder öffnen.
  • Spielplätze sollen unter Auflagen wieder öffnen. Die Eltern sollen dann überfüllte Anlagen meiden. Einen einheitlichen Zeitpunkt für die Öffnung gibt es nicht.

Bei den drei Punkten geht es auch um die Vereinheitlichung zwischen den Bundesländern. Im Föderalismus liegt die Entscheidungsbefugnis in diesen Bereichen bei den Bundesländern, so dass es regionale Unterschiede gibt.
Bundesweit bleiben die geltenden Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Leben vorerst weitgehend bestehen. Dafür wurde bereits ein Zeitraum bis mindestens zum 10. Mai genannt. Bund und Länder bekräftigten das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August. (Quelle und mehr Tagesschau; 30.04.20)


Weil (SPD) zeigt Weg aus den Lockerungen auf

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich zufrieden über die von Bund und Ländern geplanten Lockerungen der Corona-Regeln geäußert. Dies seien Ergebnisse, die sich sehen lassen könnten, sagte Weil am Donnerstagabend in der Landespressekonferenz. Bund und Länder hatten sich zuvor in einer knapp vierstündigen Schaltkonferenz darauf geeinigt, dass Spielplätze, Museen und andere Kultureinrichtungen sowie Zoos bundesweit bald wieder öffnen. In Niedersachsen sollen die Regelungen unter Auflagen laut Staatskanzlei ab Mittwoch, dem 6. Mai greifen. Dann trete die nächste Änderung der Corona-Verordnung in Kraft. Auch Gottesdienste dürfen dann wieder stattfinden – allerdings nur unter Einhaltung der geltenden strengen Hygiene- und Kontaktregeln. (Quelle und mehr: NDR, 30.04.20)


Zwischenschritt:
Tagesspiegel berichtet über Schaltkonferenz mit Kanzlerin Merkel

„Der Tonfall wird strenger. Angela Merkel spart zwar nicht mit Lob und Ermutigung. Viel erreicht worden sei in den letzten Wochen, sagt die Kanzlerin, dankt den Menschen, die sich an die Corona-Auflagen halten, und allen, die Konzepte für das Leben mit dem Virus erarbeiten. Aber die zentrale Botschaft des Zwischengipfels mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch ist ein deutlicher Dämpfer für alle, die auf rasche Lockerung setzen.

„Wir müssen vorsichtig auf die Gesamtlage blicken“, sagt Merkel. „Wir sind nicht stur, aber wir sind verantwortlich“, sagt Bayerns CSU-Regierungschef Markus Söder. Die Gefahren einer zweiten Welle, eines Rückschlags seien alles andere als gebannt. Wenn in einer Woche die nächsten Schritte beschlossen werden sollen, dann ist damit jetzt schon klar: Große Schritte werden das nicht.

Die Runde beschloss nur ein paar „kleinere, bereinigende Maßnahmen“, wie Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) formuliert. Die große Linie, die Merkel, Söder und Tschentscher verkünden, zielt aber nicht auf immer raschere Rückkehr zur gewohnten Normalität. Die große Linie folgt vielmehr exakt der Stellungnahme, mit der sich kurz vor dem Treffen alle vier großen deutschen Forschungsgesellschaften in die Corona-Debatte eingeschaltet hatten….“ (Quelle und mehr: Der Tagesspiegel, 30.04.20)


Deutschland:
Gemeinsame Stellungnahme der vier größten deutschen Forschungsorganisationen

Nach dem skizzierten Plan der vier größten deutschen Forschungsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft braucht es noch für einige Zeit weitgehende Beschränkungen. Danach könnte womöglich rasch zu einem Fast-Alltag übergegangen werden. Inhaltlich liefert das Paper zwar nicht viel Neues. Doch die Einstimmigkeit, mit der weite Teile der deutschen Spitzenforschung daraus sprechen, verleiht ihm zusätzliches Gewicht. Hier der Text.

Eine der grundsätzlichen Schlussfolgerungen der Wissenschaftler: Es sei sinnvoll, Kontaktbeschränkungen jetzt noch weiter durchzuhalten, um anschließend nachhaltiger lockern zu können. Andernfalls drohe eine neue Infektionswelle, die die bisherigen Erfolge zunichtemachen und viele Menschenleben gefährden könnte. Ziel müsse es sein, sagen die Forscherinnen und Forscher, Verständnis in der Bevölkerung zu stärken, dass diese Krise eine langfristige sei und sie noch viele Wochen und Monate anhalten dürfte. (Quelle: SZ, DIE ZEIT, Tagesschau, 30.04.20)


Britischer Corona-Held feiert 100. Geburtstag

Der durch seine Spenden-Sammelaktion für das Gesundheitspersonal in Großbritannien zum Corona-Helden gewordene Weltkriegsveteran Tom Moore hat unter großer öffentlicher Anteilnahme seinen 100. Geburtstag gefeiert. Zwei Jagdflugzeuge der Royal Air Force überflogen zu Ehren von „Captain Tom“ dessen Haus in der Grafschaft Bedfordshire nördlich von London. Der sichtlich bewegte Veteran winkte den Fliegern vom Garten aus zu. „Niemals, niemals in meinem Leben hätte ich so etwas erwartet“, sagte der Jubilar der BBC. Wenige Minuten später überschritt die Summe der auf Moores Spenden-Website gesammelten Gelder die Marke von 30 Millionen Pfund (33 Millionen Euro).

Zum Geburtstag wurde Moore zudem auf Anordnung des Königshauses zum Ehren-Oberst ernannt und mit einem Orden ausgezeichnet. Der frühere Hauptmann hatte sich nach einer Hüft-OP vorgenommen, bis zu seinem 100. Geburtstag 100-mal mit seinem Rollator seinen 25 Meter langen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern zu lassen. Die Aktion fand derart viel Zuspruch, dass Moore dem nationalen Gesundheitsdienst NHS nun einen Millionenbetrag überweisen kann. (Quelle: Tagesschau, 30.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 30.04.2020, 10 Uhr

In den letzten 24 Stunden sind im Emsland zu den bisherigen 19 Toten keine weiteren Corona-Opfer zu beklagen.  In demselben Zeitraum gab es dreiNeuinfektion in unserem Landkreis. Die Emsland-CoViD-19-Zahl beträgt jetzt also 392 (= +3). Das sind 120,6 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 313 (+2) geheilt. Aktuell befinden sich rund 200 Personen (-10) im Emsland in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert: 74 Personen sind bzw. waren infiziert, dies sind 135,98/100.000; 59 (+/- 0) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 9 8
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 11
 Samtgemeinde Freren 38 23
 Einheitsgemeinde Geeste 12 (+1) 10
 Stadt Haren (Ems) 29 23
 Stadt Haselünne 32 29
 Samtgemeinde Herzlake 10 10
 Samtgemeinde Lathen 4 4
 Samtgemeinde Lengerich 14 9
 Stadt Lingen (Ems) 74 59
 Stadt Meppen 59 (+2) 49
 Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
 Stadt Papenburg 27 25
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
 Einheitsgemeinde Salzbergen 13 10
 Samtgemeinde Sögel 2 2
 Samtgemeinde Spelle 14 12
 Einheitsgemeinde Twist 19 15
 Samtgemeinde Werlte 12 9
 Gesamt* 392 (+3) 313 (+2)
Todesfälle 19 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 60 (+1)

(30.04.20)


Südkorea: Erstmals keine einheimischen Fälle

In Südkorea wurden erstmals seit dem 29. Februar keine neuen einheimischen Corona-Fälle registriert. Die einzigen vier neu infizierten Personen, die registriert wurden, waren nach Angaben der koreanischen Seuchenschutzbehörde KCDC nach Südkorea eingereist. (Quelle: The Guardian, DW, 30.04.20)


Mozilla: Videokonferenz-Software getestet

Videokonferenzen haben durch die Kontaktbeschränkungen einen ungeahnten Aufschwung erlebt. Doch welche der Apps sind wirklich sicher? Schließlich häufen sich Berichte über Sicherheitslücken, vor allem Zoom wurde für schlechte Sicherheitsvorkehrungen kritisiert: Daten wurden an Facebook weitergegeben, Aufzeichnungen privater Video-Anrufe fanden sich frei verfügbar im Internet und es gab Klagen über das sog. „Zoombombing“.

Die hinter dem Browser Firefox stehende und auf Datenschutz bedachte Mozilla-Stiftung hat deshalb nun 15 der wichtigsten Video-Konferenz-Apps unter die Lupe genommen. Über die Ergebnisse dieser Sicherheitsanalyse informierte gerade die FAZ: 12 der 15 Apps erfüllen demnach die 5 Minimalstandards, die die Mozilla-Sicherheitsfachleute definiert haben: Sie verschlüsseln die Anrufe, sie stellen regelmäßig Sicherheits-Updates bereit, sie verlangen sichere Passwörter, sie haben eine Datenschutzrichtlinie, und sie betreiben ein Programm, um Sicherheitslücken schnell zu beheben.

Zoom, Apples Facetime, Skype von Microsoft und Messenger sowie Whatsapp von Facebook sind darunter. Doch drei Apps fallen durch. Sie erfüllen nicht alle fünf Kriterien: Houseparty, Discord und Doxy.me. (Mehr und Quelle FAZ, 30.04.20)


DIW-Chef: Ende des Neoliberalismus

Der Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Schocks zeigt nach Ansicht des Ökonomen Marcel Fratzscher die Stärke der Politik und die Gefahren reiner Marktgläubigkeit. Wenn sich Gesellschaften nur auf den freien Wettbewerb verließen, würden die Risiken derzeit überdeutlich, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Nachrichtenagentur dpa. „Ich würde schon sagen, dass die Corona-Krise so etwas wie der letzte Sargnagel für den Neoliberalismus ist.“

Hilfen für Arbeitnehmer, Unternehmen, Kliniken oder Schulen seien in der aktuellen Lage ohne Alternative. „Nun sehen wir: Der Staat ist die letzte Instanz, wenn es darauf ankommt“, sagte Fratzscher. „Der Markt kann in entscheidenden Bereichen nicht mehr allein funktionieren.“ Die Finanzkrise 2008/2009 habe dies angedeutet, ebenso die Migrations- und die Klimakrise. (Quelle: DPA, 30.04.20)


SPD stellt Bedingungen für staatliche Finanzhilfen

Die SPD-Fraktion im Bundestag fordert strengere Auflagen für Unternehmen, die in der Corona-Krise staatliche Finanzhilfen erhalten. Außerdem müsse der Staat bei Beteiligungen ein gewisses Mitspracherecht bekommen. Das geht aus einem Beschlusspapier der Fraktion hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Konkret will die Fraktion demnach, dass die Unternehmen keine Dividenden ausschütten oder Boni, Sonderzahlungen und andere Gratifikationen ausgeben dürfen – nicht nur, wenn sie direktes Staatsgeld bekommen, sondern auch bei staatlichen Garantien.

Wenn sich der Staat wesentlich beteilige, sollten Obergrenzen für die Vergütung von Chefetage und Angestellten festgelegt werden. Der Staat solle „angemessenen Einfluss für die Zeit der Maßnahmen im Unternehmen bekommen“. (Quelle: Tagesschau 30.04.20)


Videokonferenz zwischen Bund und Ländern

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät heute ab 14 Uhr erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Unter anderem soll es in der Videokonferenz um die Frage gehen, inwiefern bundesweit wieder Gottesdienste stattfinden können. Ein weiteres Thema der Besprechung dürfte die allmähliche Wiederaufnahme des Schulbetriebes sein. Weiterreichende Beschlüsse zu Lockerungen werden erst von der nächsten Gesprächsrunde am 6. Mai erwartet. (Quelle: NDR 30.04.20)


Aktuelle Zahlen in D

Die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts um 1478 auf 159.119 gestiegen. 6288 Menschen sind demnach an den Folgen des Virus gestorben. Das entspricht einem Anstieg von 173. (Quelle: Tagesschau, 30.04.20)


Baden-Württemberg, Niedersachsen und NRW wollen Gaststätten, Hotels und Tourimsus „hochfahren“

Tourismus, Hotels und Gaststätten sind von der Corona-Krise besonders betroffen. Nun haben drei Bundesländer einen Plan vorgelegt, um die Einschränkungen in der Branche wieder aufzuheben. Die erste Lockerungsstufe ist für Anfang Mai angedacht.

Tourismus und Gastgewerbe sollen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen schrittweise wieder hochgefahren werden. Die Wirtschafts- und Tourismusminister der drei Bundesländer haben am Mittwoch einen Drei-Stufen-Plan zur Aufhebung der coronabedingten Einschränkungen vorgelegt. Nach Angaben eines Sprechers des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums sollen die Lockerungen bereits ab Anfang Mai beginnen. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete, ist die erste Lockerungsstufe in Niedersachsen mit der Öffnung von Zoos und Freizeitparks für den 7. Mai ins Auge gefasst.

In der zweiten Phase folgten am 11. Mai Restaurants. Geöffnet werden soll „mit deutlich reduziertem Volumen“. Restaurants sollen daher nur begrenzt Plätze anbieten. Plätze gibt es nur auf Reservierung, und die Corona-Abstände sind einzuhalten. Die Service-Kräfte müssen Mundschutzmasken tragen.

Mit eingeschränkter Nutzung werden außerdem Ferienwohnungen und Hotels geöffnet und ab 25. Mai dann Übernachtungstourismus. Für Hotels, Pensionen und Jugendherbergen ist die Öffnung mit begrenzten Zahlen von Gästen vorgesehen.

In der dritten Phase sollen dann Theater, Konzerthäuser, Kinos öffnen und andere Kulturveranstaltungen wieder stattfinden. Auch Schwimmbäder dürfen dem Konzept zufolge dann wieder öffnen. Urlauber sollen wieder uneingeschränkt in Hotels und Pensionen übernachten dürfen. (Quellen BN, HAZ, DIE WELT, 30.04.20)


Bundesverfassungsgericht: Kein generelles Verbot von Gottesdiensten

Gottesdienste dürfen auch in der Corona-Krise nicht generell verboten werden. Im Einzelfall müsse es möglich bleiben, eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, entschied das Bundesverfassungsgericht am Mittwochabend.

Wieder verlangt also das Bundesverfassungsgericht, dass die Behörden genauer hinsehen. Es sei schon richtig, dass religiöse Zusammenkünfte in Corona-Zeiten gefährlicher sein könnten als etwa das Einkaufen. Denn – je nach Glaubensrichtung – würde da vielleicht viel gesungen und laut gesprochen, also das Virus unter Umständen eher verbreitet.

Aber mit Blick auf das wichtige Grundrecht der Glaubensfreiheit sei es nicht akzeptabel, dass in Niedersachsen religiöse Zusammenkünfte komplett verboten seien.

Den Antrag hatte ein Verein mit etwa 1300 Mitgliedern gestellt, der im Ramadan das Freitagsgebet in der Moschee abhalten wollte. Er hatte zunächst beim Oberverwaltungsgericht Niedersachsen gegen die Corona-Verordnung des Landes Klage eingelegt, die abgelehnt wurde. Der Antragsteller argumentierte, bei den Freitagsgebeten könnten die gleichen Schutzmaßnahmen eingehalten werden, die für Geschäfte gelten. Er hat Vorkehrungen wie Masken, markierte Plätze und einen Sicherheitsabstand angeboten.

Es müsse doch in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden möglich sein, Lösungen zu finden, teilten die Verfassungsrichter mit. Es sei nicht vertretbar, dass im Einzelfall nicht doch mal eine Ausnahme zugelassen würde.
(Quelle: Tagesschau, Süddeutsche, 30.04.20)


Bundeskabinett mit zahlreichen Maßnahmen gegen Corona

Das Bundeskabinett hat am Morgen eine Reihe von Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte das Paket auf einer Pressekonferenz vor und kündigte an, dass in Zukunft noch stärker auf das Virus getestet werden soll. „Wir wollen Corona-Infizierte künftig schneller finden und behandeln“, sagte Spahn. Dies sei wichtig, „um Infektionsketten zu durchbrechen“. Das gelte besonders für Pflegeheime, wo ein Ausbruch schwere Folgen habe. So soll in solchen Einrichtungen verstärkt auch ohne Symptome getestet werden.
Die 375 Gesundheitsämter in Deutschland bekommen eine Finanzspritze von 50 Millionen Euro, um die Verbreitung des Virus besser nachverfolgen und eindämmen zu können. Labore werden zudem dazu verpflichtet, nun auch negative Testergebnisse zu melden. Die Gesundheitsämter müssen auch übermitteln, wenn jemand genesen ist. Derzeit seien gut 157 000 Infektionsfälle in Deutschland gemeldet, davon 120 000 genesen, sagte Spahn. Akut infiziert seien etwa 37 000: „Seit dem 12.4. sinkt die Zahl der akut Infizierten Tag um Tag.“

In der Altenpflege wird es den Beschlüssen des Kabinetts zufolge wegen der außergewöhnlichen Belastung einen steuer- und sozialabgabenfreien Gehaltsbonus von bis zu 1500 Euro geben. Die Finanzierung soll weder den Eigenanteil der Pflegedürftigen noch die Beitragssätze erhöhen.

Befristet bis Ende des Jahres soll es eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes geben, so wie es ein Gesetzentwurf von Arbeitsminister Heil vorsieht. Das Geld soll – abhängig von der Dauer der Zwangspause – in zwei Stufen ab dem 4. und dem 7. Monat auf bis zu 80 Prozent und für Eltern bis zu 87 Prozent des Lohnausfalls steigen. [Kurzarbeitergeld-Rechner – Wie viel bleibt vom Gehalt?]

Für Bezieher von Arbeitslosengeld I, deren Anspruch zwischen Mai und Ende Dezember ausliefe, wird die Zahlung um drei Monate verlängert.

Die Pläne folgen auf milliardenschwere Hilfen, die bereits in den vergangenen Wochen beschlossen wurden. Die Zustimmung von Parlament und Bundesrat ist nicht notwendig, da der Bundestag Ende März eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ festgestellt hat. Dadurch wird dem Bund – insbesondere dem Gesundheitsministerium – vorübergehend die Kompetenz zur Abwehr von Gefahren eingeräumt. Das Ministerium kann deshalb eigenständig durch „Allgemeinverfügung oder durch Rechtsverordnung auch Maßnahmen beschließen, die die Grundrechte von Personen und Unternehmen einschränken“.

as Kabinett verlängerte auch die weltweite Reisewarnung bis zum 14. Juni. (Quelle: Süddeutsche, 29.04.20)


Ausfallhonorare für freischaffende Künstler*innen
Kein Engagement auf lange Sicht – für freischaffende Künstler und Künstlerinnen geht das an die Existenz. Wer für eine vom Bund unterstützte Institution arbeitet, kann nun aufatmen. Andere hoffen noch.

Freischaffende Künstler und Künstlerinnen in Deutschland erhalten Ausfallhonorare – falls sie für von der Bundesregierung geförderte Kulturinstitutionen arbeiten. Wenn Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie abgesagt würden, sollten bei Honoraren bis zu 1000 Euro 60 Prozent, bei höheren Gagen 40 Prozent gezahlt werden, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) im RBB-Inforadio,

Voraussetzung sei, dass der Vertrag mit einer vom Bund geförderten Kulturinstitution bis zum 15. März geschlossen wurde. Die Höchstgrenze liege bei 2500 Euro.

Für die von den Bundesländern und Kommunen geförderten Häuser gibt es bisher keine flächendeckende Lösung, also keine Regelung für Ausfallhonorare. Grütters plädierte dafür. Denn das Geld für die Gagen sei bereits zu 100 Prozent in deren Budgets vorgesehen. Ihr Argument:

„Deshalb wäre es überhaupt kein Problem, sie jetzt auch in Abschlägen mit 60 oder 40 Prozent an die arbeitslos gewordenen Solisten zu bezahlen, die nicht im festen Ensemble sind.“

Das Geld für Gagen sei bereits in den Budgets der Länder vorgesehen, sagt Kulturstaatsministerin Grütters. Deshalb könnten Ausfallhonorare kein Problem sein.

Darüber hinaus arbeitet die Kulturstaatsministerin mit dem Bundesfinanzminister an einem Strukturfonds für die Kultur. Über die Höhe wird noch verhandelt. Der Kulturrat hatte einen Notfallfonds von 500 Millionen Euro ins Spiel gebracht.

Freischaffende Künstler und Künstlerinnen haben als Solo-Selbstständige zunächst Anspruch auf Zuschüsse aus dem Corona-Soforthilfeprogramm der Länder und des Bundes. So wies Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) darauf hin, dass in seinem Bundesland freiberufliche Künstler im Schnitt bislang jeweils rund 4900 Euro aus dem Landesprogramm erhalten hätten, also gut 1600 Euro pro Monat.(Quelle: Tagesschau, 29.04.20)


Hannover: Protest der Reisebüromitarbeiter*innen

Aus Sorge um ihre Arbeitsplätze haben Mitarbeiter*innen von Reisebüros am Mittwoch vor dem Landtag in Hannover demonstriert. Im Rahmen der Aktion kamen rund 200 Beschäftigte vor dem Leineschloss zusammen.

Unter Einhaltung der Kontaktregeln stellten sie Koffer, Sonnenschirme und ein abgestürztes Flugzeug auf. Es sei Sinnbild für die aktuelle Situation in der Branche, sagte Mitorganisatorin Kerstin Jansen: „Wir sitzen in unseren Büros und wissen nicht, wie es weitergeht“, so die Betreiberin eines Reisebüros in Isernhagen (Region Hannover). Von der Politik erwarte sie neben finanzieller Unterstützung auch klare Aussagen darüber, wie lange die Reisebeschränkungen anhalten. Deutschlandweit gibt es keine Branche, die von der Corona-Krise härter getroffen ist als die Reisebüros. Sie haben rund 95 % ihrer Umsätze eingebüßt. (Quelle: NDR, 29.04.20)


Region: Korn- und Hansemarkt abgesagt – Altstadtfest Lingen wackelt

Der traditionelle Korn- und Hansemarkt in der emsländischen Hansestadt Haselünne ist am Mittwoch abgesagt worden. dies teilten die Organisatoren mit. Er soll jetzt vom 9. bis 11. September 2021 nachgeholt werden.

Offen ist noch, ob das 40. Altstadtfest Lingen stattfindet, das vom 18. bis 20. September ín der Lingener Stadtmitte stattfinden kann. Es sollte in diesem Jubiläumsjahr besondere Höhepunkte aufweisen. Unter anderem sollte der Kleinkunstpreis „Lingener Theo2 zum ersten mal seit Jahren wieder verliehen werden. Dazu war ein umfangreiches Kulturprogramm vorgesehen. (Quelle: BN, 29.04.20)


Niedersachsen: Fußball-Amateurvereine votieren für Saisonabbruch

Niedersachsens Fußballvereine haben sich mit Zweidrittel-Mehrheit für einen Abbruch der derzeit wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit 2019/20 ausgesprochen. Von den rund 2.600 Vereinen gaben 1649 ihre Stimme ab. Davon votierten nur 448 für den Vorschlag des NFV-Verbandsvorstandes, die Saison – soweit es die staatlichen Verfügungen zulassen – ab dem 15. August bis zum 1. September fortzusetzen. Aber 1.119 Klubs sprachen sich dagegen aus, 83 Klubs enthielten sich.

Die Ergebnisse waren Gegenstand einer telefonischen Verbandsvorstandssitzung am gestrigen Nachmittag. Dabei, so der NFV, habe sich gezeigt, dass bei den Vereinen ein sehr heterogenes Meinungsbild mit einer Vielzahl von Vorschlägen und Szenarien vorherrsche. „Diese werden wir jetzt sortieren, intensiv erörtern und zu einer überschaubaren Anzahl von konkreten Vorschlägen zusammenfassen“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath.

Offennar ist der NFV über das klare Votum irritiert. Der Verband werde sich weiterhin an den behördlichen Entscheidungen orientieren. „Wir müssen sehen, welche Anordnungen für Niedersachsen wirksam werden. Diese berücksichtigen wir natürlich bei unseren Überlegungen“, sagte NFV-Präsident Distelrath. Der NFV-Verbandsvorstand wird sich am nächsten Dienstag „zu einem erneuten Austausch treffen“, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. (Quelle: NFV, 29.04.20)


Wuhan: Forscher finden winzigste Corona-Marker in der Luft

Zusätzlich zu den wachsenden Beweisen, dass sich das neuartige Coronavirus in der Luft ausbreiten kann, haben Wissenschaftler in Tröpfchen genetische Marker des Virus in der Luft identifiziert, von denen viele einen Durchmesser von weniger als einem 0,00025 Zentimeter haben.

Das berichten jetzt hinesische Wissenschaftler, die in zwei Krankenhäusern in China winzige Tröpfchen mit den genetischen Markern des Virus aus der Luft nachweisen konnten.
Ihre Ergebnisse wurden am Montag in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.

Es ist nicht bekannt, ob das Virus in den von ihnen gesammelten Proben infektiös war, aber so kleine Tröpfchen, die durch Atmen und Sprechen ausgestoßen werden, können natürlich  von anderen eingeatmet werden.

„Diese werden mindestens zwei Stunden in der Luft schweben“, erklärte Linsey Marr, Professor für Bau- und Umweltingenieurwesen an der Virginia Tech, der nicht mit den Nature-Untersuchungen befasst  war. „Es deutet stark darauf hin, dass das Potenzial für eine Übertragung in der Luft besteht.“ (mehr und Quelle: NYT, 29.04.20)


Landkreis Emsland: Kein Maifeiertag wie jeder andere

Die üblichen Rituale wie der Tanz in den Mai oder die Bollerwagentour mit Freunden fallen am 30. April und am 1. Mai in diesem Jahr aus. Wegen der Coronapandemie sind jegliche Veranstaltungen untersagt.

„Ich möchte alle Emsländerinnen und Emsländer bitten, auch weiterhin geduldig zu sein, die Regeln zu befolgen und die sozialen Kontakte so gering wie möglich zu halten“, appelliert Landrat Marc-André Burgdorf darüber hinaus an die Bürgerinnen und Bürger. Die Infektionszahlen im Emsland folgten weiterhin einem positiven Trend und lägen mit 59 aktuell erkrankten Personen von insgesamt 389 bestätigten Covid-19-Fällen (Stand: heute, 29. April) erfreulich niedrig. „Das sollten wir nicht durch unangemessenes Verhalten gefährden“, sagt Burgdorf.

Auch wenn einige Lockerungen umgesetzt worden seien und Schulen und Geschäfte nach einer mehrwöchigen Pause zum Teil ihren Betrieb wieder aufgenommen hätten, sei immer noch Vorsicht geboten, erinnert der Landrat an die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. „Die Menschen im Emsland müssen sich auch weiter regelmäßig die Hände waschen, mindestens eineinhalb Meter Abstand halten und wo vorgesehen einen Nase-Mund-Schutz tragen“, sagt Burgdorf.

Erst in ein paar Wochen werde bilanziert werden können, ob die aktuellen Lockerungen Einfluss auf die Fallzahlen haben. „Das wiederum hat Auswirkungen auf das weitere Vorgehen von Bund und Land“, erläutert Burgdorf. Wichtig sei aber weiterhin das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Zahl der Neuansteckungen niedrig bleibe.

Die Polizei wird am Maifeiertag für die Einhaltung des Veranstaltungsverbots sorgen und im Emsland kontrollieren. Bei Verstößen kann für Bürgerinnen und Bürgern ein Bußgeld in Höhe von bis zu 400 Euro fällig werden. Veranstalter, Gastronomen u. a. müssen bei Zuwiderhandlung mit deutlich höheren Bußgeldern rechnen.  (Foto: pixabay; Quelle: LK EL, 29.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 29.04.2020, 10 Uhr

In den letzten 24 Stunden sind im Emsland zu den bisherigen 16 Toten keine weiteren Corona-Opfer zu beklagen.  In demselben Zeitraum gab es nur eine Neuinfektion in unserem Landkreis. Die Emsland-CoViD-19-Zahl beträgt jetzt also 389 (= +1). Das sind 119,7 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 311 (+6) geheilt. Aktuell befinden sich rund 210 Personen (+ 60) im Emsland in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind bzw. waren 74 Personen infiziert, dies sind 135,98/100.000; 59 (+1) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 9 8
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 10
 Samtgemeinde Freren 38 23
 Einheitsgemeinde Geeste 11 10
 Stadt Haren (Ems) 29 23
 Stadt Haselünne 32 28
 Samtgemeinde Herzlake 10 10
 Samtgemeinde Lathen 4 4
 Samtgemeinde Lengerich 14 9
 Stadt Lingen (Ems) 74 59 (+1)
 Stadt Meppen 57 49
 Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
 Stadt Papenburg 27 25
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
 Einheitsgemeinde Salzbergen 13 10
 Samtgemeinde Sögel 2 2
 Samtgemeinde Spelle 14 12
 Einheitsgemeinde Twist 19 (+1) 15
 Samtgemeinde Werlte 12 9
 Gesamt* 389 (+1) 311 (+7)
Todesfälle 19 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 59

(Quelle: DIE ZEIT, 29.04.20)


Baden-Württemberg: Hunderte Rumänen in Schlachthof infiziert

In einer Fleischfirma im baden-württembergischen Birkenfeld haben sich laut der Regierung in Bukarest Hunderte Rumänen mit dem Coronavirus infiziert. Einen ersten Verdachtsfall gab es offenbar schon Anfang April.

Mehr als 200 rumänische Arbeiter eines Schlachthofs im baden-württembergischen Birkenfeld haben sich nach Angaben der Regierung in Bukarest mit dem Coronavirus infiziert. Bei ihnen handle es sich nicht um Saisonarbeiter, sondern um Beschäftigte von Subunternehmen des deutschen Fleischbetriebs, teilte das Außenministerium mit. Insgesamt seien in dem Schlachthof 500 Rumänen beschäftigt. (Quelle: Der Spiegel, 29.04.20)


Bundesregierung will „weltweite Reisewarnung“ bis Ende Juni verlängern

Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung wegen der Coronavirus-Pandemie offenbar bis Mitte Juni verlängern. Das berichtet heute früh „Der Spiegel“ und beruft sich auf eine Beschlussvorlage der Regierung. Darin heiße es, die bisher gültige Reisewarnung gelte bis auf weiteres, mindestens aber bis Mitte Juni. Vor diesem Datum solle die Lage noch einmal neu bewertet werden, dazu wolle man sich vor allem mit den EU-Nachbarn eng abstimmen. Dem Bericht zufolge lässt das Papier offen, ob Urlaubsreisen während der Sommerferien möglich sein werden, die in manchen Bundesländern schon Ende Juni beginnen.

Update: Das Bundeskabinett hat dem Vorschlag heute zugestimmt und die Reisewarnung einstweilen bis zum 14. Juni verlängert.

Hinweis: Welche Möglichkeiten es 2020 hinsichtlich eines Urlaubs geben könnte, hat der DLF in diesem Beitrag zusammengestellt. (Quelle: DLF, 29.04.20)


Kawasaki-Syndrom bei Kindern in England, Spanien, Italien

In den drei, zu den am schwersten vom Coron-Virus betroffenen europäischen Ländern mehren sich Fälle von Kindern, die schwer krank in die Notaufnahmen kommen. Sie zeigen Symptome des so genannten Kawasaki-Syndroms. Ärzte befürchten einen Zusammenhang zum Coronavirus, obwohl CoVID-19-Tests meist negative Ergebnisse haben.

Britische Ärzte hatten sich mit einer Warnung an die Öffentlichkeit gewandt, laut der sich auf den Intensivstationen Fälle schwer erkrankter Kindern häuften – die jedoch nicht alle positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Die zu verschiedenen Altersgruppen gehörenden Kinder seien „extrem krank“ gewesen, berichtet die BBC unter Berufung auf eine Warnung des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS England). Es sei allerdings nicht klar, wie viele landesweit mit den entsprechenden Symptomen diagnostiziert worden seien. Man gehe von einer niedrigen Zahl aus. Laut der Boulevardzeitung „Daily Mail“ wird derzeit ein Zusammenhang mit dem Coronavirus vermutet, allerdings würden durch die negativ ausfallenden Tests Fragen aufgeworfen.

Ähnliche Beobachtungen melden Kinderärzte auch in Italien und Spanien [update!] und inzwischen auch im Columbia University Medical Center in New York, USA [(mehr und Quelle: DIE WELT, 29.04.20)


EU will Kreditvergabe erleichter

Die EU-Kommission will mit einer Reihe von Maßnahmen sicherstellen, dass Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise leichter an Kredite kommen. Dafür sollen Regeln vorübergehend gelockert werden, wie aus dem Bankenpaket hervorgeht, das Kommissionsvize Valdis Dombrovskis vorstellte.

Die vorgesehenen Kapitalentlastungen für die Banken sollen dafür sorgen, dass Kredite bis zu 450 Milliarden Euro ausgegeben werden können. Die Kommission betonte, dass die Banken den zusätzlichen Spielraum nicht für Dividenden- und Bonuszahlungen verwenden sollten. Die EU-Staaten und das EU-Parlament müssten bis Juni zustimmen, damit die Erleichterungen ihre volle Wirkung entwickeln. (Quelle: Tagesschau, 29.04.20)


Vorbild Braunschweig: Offener Garten für Familien in Kinder- und Jugendzentren

Um junge Familien zu entlasten, haben sich viele Braunschweiger Kinder- und Jugendzentren zu einer Öffnung ihrer Außenbereiche für Familien entschlossen. Viele dieser Einrichtungen verfügen über ein großes Außengelände, auf dem Kinder spielen können. Da die Nutzung öffentlicher Spielplätze momentan nicht möglich ist, soll das Angebot insbesondere Eltern mit kleinen Kindern zugutekommen.

Die Spielflächen werden nur nach Anmeldung für einen begrenzten Zeitraum vergeben. Um dieses Angebot zu nutzen, können sich Eltern an die jeweilige Einrichtung wenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter koordinieren vor Ort die Nutzungszeiten – selbstverständlich unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln.

Eine Liste der teilnehmenden Einrichtungen sowie die dazugehörigen Kontaktdaten sind unter Fragen & Antworten zu finden.
(Quelle: Stadt Braunschweig, 29.04.20)


New York Times:
Extraordinarily crazy and reckless 
Trump’s Response to Virus Reflects a Long Disregard for Science
The president’s Covid-19 response has extended the administration’s longstanding practice of undermining scientific expertise for political purposes.

At a March visit with doctors and researchers at the Centers for Disease Control and Prevention, the public health agency at the heart of the fight against the coronavirus, President Trump spoke words of praise for the scientific acumen in the building — particularly his own. “Every one of these doctors said, ‘How do you know so much about this?’ Maybe I have a natural ability,” Mr. Trump said.

It was a striking boast, even amid a grave health crisis in which Mr. Trump has repeatedly contradicted medical experts in favor of his own judgment. But a disregard for scientific advice has been a defining characteristic of Mr. Trump’s administration.

As the nation confronts one of its worst public health disasters in generations, a moment that demands a leader willing to marshal the full might of the American scientific establishment, the White House is occupied by a president whose administration, critics say, has diminished the conclusions of scientists in formulating policy, who personally harbors a suspicion of expert knowledge, and who often puts his political instincts ahead of the facts.

“Donald Trump is the most anti-science and anti-environment president we’ve ever had,” said Douglas Brinkley, a presidential historian at Rice University. The president’s actions, he said, have eroded one of the United States’s most enviable assets: the government’s deep scientific expertise, built over decades. “It’s extraordinarily crazy and reckless,” he said…. (…read on, my dear! Source: New York Times, 29.04.20)
(Photo: Gage Skidmore Creative-Commons 2.0“)


Zwischenruf: Palmer (Grüne) als Totmacher

Der den Grünen angehörende Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer sagte heute in einem  Interview im SAT1-Frühstücksfernsehen: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären, aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankung.“ Damit impliziert er, dass ausschließlich Menschen an Covid-19 sterben, deren Lebensuhr in sechs Monaten ohnehin abgelaufen wäre, was für einen Faktenfreund eine erstaunlich wenig faktenbasierte Aussage ist.

Er erweckt außerdem den Eindruck, dass die Verbote eigentlich schon immer überflüssig waren. Vor allem aber legt er nahe, dass man für alte und kranke Menschen keinen Aufwand betreiben müsse, nach dem Motto: Die sterben ja eh bald. Das ist ethisch gesehen einfach nur: völlig daneben.

Was, frage ich, machen die Grünen?

-.-.-.-.
Update:
Angesichts heftiger Kritik ruderte Herr Palmer am Abend -wie alle populistischen A…löcher dieser Welt – zurück. Er habe das nicht so gemeint: „Ich habe darauf hingewiesen, dass die Methode unseres Schutzes so schwere Wirtschaftsschäden auslöst, dass deswegen viele Kinder sterben müssen.“

Was für schäbige „Entschuldigung“, was für eine Zumutung, dieser Mensch.

(mit Material der Süddeutschen, 28.04.20)


Grevenbroich: Weil zwei Familien die Quarantäne verletzten…

Von den insgesamt 377 Bewohner eines Hochhauses in Grevenbroich (NRW), die in einer aufwendigen Aktion auf Corona getestet werden mussten, sind fünf infiziert. Der Massentest wurde für notwendig gehalten, weil sich zuvor infizierte Bewohner aus zwei Familien nicht an die Quarantäne gehalten hatten. Der gesamte Hochhauskomplex war abgeriegelt worden, niemand durfte das Gelände verlassen.

Bei den positiv Getesteten handele es sich um eine alleinstehende Person sowie vier weitere Infizierte aus drei Familien. Das Kreis-Gesundheitsamt empfehle der Stadt, die Betroffenen schnellstmöglich gemeinsam mit allen im Haushalt lebenden Personen für zunächst 14 Tage anderweitig unterzubringen. Die Stadt Grevenbroich (Wappen lks) erklärte, die Quarantäne für den gesamten Gebäudekomplex gelte erst einmal weiter. Zunächst müssten die näheren Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt werden. Vermutlich könne die Quarantäne aber im Laufe des Tages aufgehoben werden, sagte ein Stadtsprecher.

Bei einem Toten, der während der Aktion in einer Wohnung entdeckt worden war, handelt es sich um den 58 Jahre alten Wohnungsinhaber. Von einem Verbrechen gehen die Ermittler nicht aus: Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Die genaue Todesursache war zunächst weiter unklar. (Quelle: SZ, 28.04.20)


SPIEGEL: Deutschland nutzt Testkapazitäten nicht

Testen, Testen, Testen. Dieses Mantra gehört zur Coronakrise seit den ersten Tagen der Pandemie. Ob Weltgesundheitsorganisation, Virologen, Ökonomen oder Politiker, hier waren sie sich einig: Es müsse mehr getestet werden. Denn wer viel prüft, findet neue Fälle und Infektionsherde, kann infizierte Menschen frühzeitig behandeln, die Ausbreitung des Virus eindämmen.

Doch in Deutschland waren die Testzahlen zuletzt rückläufig. In der vorvergangenen Woche – neuere Daten liegen noch nicht vor – wurden laut dem Robert Koch-Institut (RKI) lediglich 323.449 Tests auf das Sars-CoV-2-Virus durchgeführt. Das sind fast 85.000 weniger als zwei Wochen zuvor. Selbst wenn man einen Stillstand am Ostermontag einrechnet, sinkt die Zahl pro Tag. Dabei sind die Testkapazitäten zum Nachweis von Infektionen so hoch wie nie zuvor: 818.426 Menschen könnten laut RKI theoretisch pro Woche getestet werden. Aber in der Praxis wird weniger als die Hälfte davon in Anspruch genommen… (weiter und Quelle: DER SPIEGEL, 28.04.20)


Blanke Bedenken

In Niedersachsen beteiligen sich Hausärzte angesichts der Coronavirus-Pandemie an einerungewöhnlichen Protestaktion. Unter dem Hashtag #blankebedenken machen sie auf den Mangel an Schutzbekleidung aufmerksam, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Im Internet posieren sie nur mit Mundschutz und Stethoskop bekleidet.

 

(Quelle NDR, 28.04.20)


Überblick

  • Spanien Mit 301 Todesfällen in den letzten 24 Stunden im Vergleich zu 331 gestern liegt die Zahl der Toten nun bei 23.822 von insgesamt 210.000 gemeldeten Fällen.
  • Italien Auch die Zahl der Todesfälle stieg um 382 auf 27.359 an; gestern, am Montag waren es nur 333 neue Todesopfer.. Seit Beginn der Pandemie haben sich 201.505 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl stieg innerhalb eines Tages um 2091, Tags zuvor lag der Anstieg bei 1739.  Akut erkrankt sich 105.205, 600 weniger als zu Wochenbeginn.
  • Großbritannien hat 586 neue Todesfälle durch Covid-19 verzeichnet, was die Gesamtzahl der Todesopfer in britischen Krankenhäusern auf 21.678 erhöht. 12.350 Einwohner sind positiv getestet.
    (28.04.20)

Kult-Marke Harley-Davidson: Gewinne sinken

Harles-Davidson verzeichnet aufgrund der globalen Corona-Pandemie einen Rückgang des Quartalsgewinns um 45%. Der US-Hersteller sagte, Covid-19 habe sein Geschäftsumfeld „dramatisch verändert“ und er müsse umfassende Kostensenkungen vornehmen.

Der Nettogewinn fiel in den ersten drei Monaten des Jahres von 128 Mio. USD im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 70 Mio. USD (63Mio. Euro). Das in Milwaukee ansässige Unternehmen gab bekannt, der weltweite Absatz im ersten Quartal sei um 18% auf 40.439 Motorräder gesunken ist.

Jochen Zeitz, amtierender Präsident und Geschäftsführer von Harley-Davidson, erklärte:

„Covid-19 hat unser Geschäftsumfeld dramatisch verändert und es ist wichtig, dass wir agil auf diese neue Realität reagieren. Wir haben festgestellt, dass wir wesentliche Änderungen am Unternehmen vornehmen müssen: an unseren Prioritäten, an unserem Betriebsmodell und an unserer Strategie, um aus dieser Krise heraus eine konsistentere Leistung zu erzielen.“

(Quelle The Guardian, 28.04.20)


„6 Mio Atemmasken in Kenia verschwunden“

Sie erinnern sich an die verschwundenen 6 Millionen Atemmasken auf dem Flughafen in Kenia., die für Deutschland bestimmt waren? Die sollten am 19. März hierzulande landen, verschwanden dann aber angeblich auf rätselhafte Weise auf einem Flughafen in Ostafrika – und sind bis heute nicht wiederaufgetaucht., Die Generalzolldirektion sei mit den Handel betraut gewesen, meldete der SPIEGEL. Doch das Rätsel um die Masken wurde jetzt offenbar  gelöst, weiß der Tagesspiegel.

Wie ein Sprecher der Generalzolldirektion dem Berliner Tagesspiegel nun bestätigte, haben mitnichten Kriminelle die sechs Millionen Masken geraubt. Die Antwort ist einfacher: Es hat diese Masken nie gegeben.

Eine Firma aus dem Frankfurter Raum, die keinerlei Erfahrung mit dem Transport medizinischer Güter vorweisen kann, hatte der Generalzolldirektion in Bonn sechs Millionen Masken angeboten. Von ihr stammt die Story, wonach die Masken in Kenia verschwunden sein sollen, auf einem nicht näher genannten Flughafen – und hoffte wohl, dass niemand die Geschichte nachprüfen könne. Offenbar wollte sich der untreue Anbieter seiner Vertragspflichten entledigen. Vielleicht hatte er die Masken auch, wenn er sie je besaß, zu einem höheren Preis woandershin verkauft.

„Ein klassisches Leergeschäft“, meint ein Insider. Allerdings könnte das im Fall der fiktiven Kenia-Masken ein juristisches Nachspiel haben. Denn der untreue Händler hat nach deutschem Recht die vereinbarten sechs Millionen Masken zu liefern – egal, wo er sie hernimmt.

Oder er müsste Schadenersatz zahlen. Und das könnte richtig wehtun. Vor allem, wenn die Bonner Generalzolldirektion anderswo Masken zu einem höheren Preis ersteht und die Frankfurter Firma zur Rechenschaft zieht. Der wortbrüchige Lieferant müsste dann die Differenz auf den Tisch legen.

Das kann ruinös werden; denn die Preise am Maskenmarkt steigen jeden Tag. Die Generalzolldirektion behält sich nun vor, gegen das Unternehmen juristisch vorzugehen, sagte ein Sprecher der Behörde (Quelle: Tagesspiegel, 28.04.20)


Saarland: Verfassungsgerichtshof kippt Beschränkungen

Im Saarland müssen die im Zuge der Corona-Pandemie verfügten Ausgangsbeschränkungen nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs gelockert werden. Es gebe „aktuell keine belastbaren Gründe für die uneingeschränkte Fortdauer der strengen saarländischen Regelung des Verbots des Verlassens der Wohnung“ mehr, so die Verfassungsrichter.

Begegnungen in Familien sowie das Verweilen im Freien unter Wahrung der notwendigen Abstände und Kontaktbeschränkungen sind demnach wieder möglich. Den Angaben nach gelte der Beschluss der Verfassungsrichter ab sofort.
Ein saarländischer Bürgers hatte Verfassungsbeschwerde eingelegt und eine einstweilige Anordnung gegen die Beschränkung beantragt. Er sah sich laut Gericht in seinem Grundrecht der Freiheit der Person verletzt. Seit 21. März durften die Saarländer ihre Wohnung wegen der Corona-Pandemie nur mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu gehören der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. (Beschl. v. 28.04.20 Aktz.  Lv 7/20; Quelle: Tagesschau, 28.04.20)


Deutsche Wirtschaft bricht stärker ein als erwartet

Die Aussichten auf einen glimpflichen Ausgang der Corona-Krise haben sich nach Einschätzung von Ökonomen verschlechtert. Der Einbruch wird sich auch auf dem Arbeitsmarkt deutlich niederschlagen.

Die Wirtschaftsleistung dürfte demnach während der Corona-Schließungen um 16 Prozent eingebrochen sein. Für das Ende März abgeschlossene erste Quartal dürfte sich der Rückgang auf 1,9 Prozent belaufen und für das zweite Quartal auf 12,2 Prozent. „Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um kalenderbereinigt 6,6 Prozent schrumpfen; berücksichtigt man die vergleichsweise vielen Arbeitstage, verringert sich der Rückgang auf 6,2 Prozent“, erklärt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Im Gespräch räumt er ein, dass somit auch die Prognose der fünf größten deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute von Anfang April, an der das Ifo-Institut beteiligt war, zu optimistisch war. Darin war man von einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung von 4,2 Prozent in diesem Jahr ausgegangen. Das wäre aufs Gesamtjahr gesehen noch etwas besser gewesen als der Einbruch im Finanzkrisenjahr 2009, als ein Minus von 5,7 Prozent zu Buche schlug. Die nun geschätzten 6,2 bis 6,6 Prozent würden dieses Jahr dann doch zu einem schlechteren Jahr machen.

Der Einbruch wird sich auch auf dem Arbeitsmarkt deutlich niederschlagen. Nach der monatlichen Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stark steigen. Zugleich dürfte die Beschäftigung deutlich zurückgehen. Das entsprechende Barometer des Instituts fiel auf den niedrigsten Wert seit seinem Bestehen – der Rückgang sei „beispiellos“.

Die offiziellen Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag. Ihr Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele hatte Ende März gesagt, er rechne damit, dass die Zahl der Arbeitslosen im April um 150.000 bis 200.000 Personen steigen werde. Nach Informationen der FAZ geht die Bundesanstalt intern inzwischen aber davon aus, dass es noch deutlich mehr sein könnten.
(Quelle FAZ, 28.04.20)


Göttinger Forscher entschlüsseln COVID-19-Kopierer

Wie verbreitet sich das Coronavirus im menschlichen Körper – und wie kann man die Verbreitung stoppen? Mit dieser wichtigen Frage haben sich Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen befasst. Sie wollen das Virus besser verstehen, um aus diesem Wissen abzuleiten, wie man es bekämpfen kann. Dafür haben sie sich die „Kopiermaschine“ des Virus vorgenommen.

Um sich im Körper zu vermehren, vervielfältigt der Erreger sein eigenes Erbgut. Dieses Erbgut besteht aus einem langen RNA-Strang. RNA steht für Ribonukleinsäure beziehungsweise die entsprechende englische Bezeichnung Ribonucleic Acid. Zuständig für die Vervielfältigung ist die Polymerase, sozusagen die virale Kopiermaschine. Den Göttinger Wissenschaftlern ist es nun gelungen, die räumliche Struktur der SARS-CoV-2-Polymerase zu entschlüsseln.

„Das Überraschendste für uns war, dass der Aufbau der Coronavirus-Kopiermaschine aus der Reihe fällt, denn sie unterscheidet sich von anderen Polymerase-Strukturen“, sagte Forscher Hauke HillenDie Corona-Polymerase binde zwar so an die RNA, wie es auch von anderen Virusarten bekannt sei, teilte das MPI mit. Doch diese Polymerase besitze ein weiteres Element, mit der sie sich an der RNA „festklammert“, bis sie das Erbgut kopiert hat. Das sei gerade für das Coronavirus wichtig, da sein Erbgut aus rund 30.000 Bausteinen bestehe und damit besonders lang sei – das Kopieren sei eine „echte Mammutaufgabe“.

Mit dem Wissen darüber, wie die Coronavirus-Polymerase arbeitet, wird nun durch die Göttinger die große Frage angegangen: Wie kann man die Vervielfältigung blockieren?

(Foto: Virenforscher – James Gathany CDC, public domain; Quelle NDR, 28.04.20)


Alphonso Davies: Corona in Flüchtlingslagern wäre eine Katastrophe

Alphonso Davies hat seine Wurzeln nicht vergessen. „Es wäre eine Katastrophe“, sagt der Star des FC Bayern München, sollte sich das Coronavirus in einem der vielen Flüchtlingscamps ausbreiten. Davies weiß, wovon er spricht: Der Sohn liberianischer Eltern kam in einem solchen Lager in Ghana zur Welt. Erst als Fünfjähriger zog er mit seiner Familie nach Kanada, wo sein Aufstieg zum umschwärmten Fußballstar begann.

Ermöglicht hatte ihm diesen Schritt damals das Flüchtlingshilfswerk der Uno (UNHCR)…Das UNHCR habe vor Jahren ihn unterstützt, jetzt sei es an der Zeit gewesen, etwas zurückzugeben. „Ich wollte dafür meine Reichweite nutzen.“ Und die ist beträchtlich. Davies trifft mit seiner unbekümmerten, sympathischen Art über Social Media den Nerv von Millionen. Er bringt die Fans mit seiner Imitation der Backstreet Boys zum Lachen, genau wie mit verzweifelten Versuchen, das Wort „Schiedsrichter“ unfallfrei auszusprechen.

(mehr und Quelle, FAZ, 28.04.20)


Gottesdienste – Niedersachsen noch nicht

In vielen Bundesländern werden Gottesdienste und religiöse Feiern  in Kirchen, Synagogen und Moscheen ab nächster Woche wieder erlaubt. Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein, Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg und das Saarland haben das beschlossen. Voraussetzung dafür ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. In Sachsen und Thüringen sind religiöse Feiern bereits wieder möglich.
Niedersachsen hat noch keine Regelung entwickelt. Die Rede ist davon, dass erst ab 11. Mai Gottesdienste möglich sein sollen, also eine Woche nach den genannten Bundesländern. (Quelle: DLF, 28.04.20)



RKI: Eindringlicher Appell

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Prof.Dr. Lothar Wieler, hat eindringlich an die Bevölkerung appelliert, sich weiter an die Corona-Beschränkungen zu halten. Anders als andere Länder habe Deutschland die Ausbreitung des Coronavirus bisher sehr erfolgreich in Schach halten können, sagte Wieler in Berlin. Diesen Erfolg wolle man verteidigen. Die Menschen sollten sich deshalb weiter an die Kontaktbeschränkungen halten, mindestens eineinhalb Meter Abstand voneinander halten und wenn möglich zuhause bleiben. (Quelle: DLF; 28.04.20)


UK: Schweigeminute für verstorbene Ärzte und Pfleger


Mit einer Schweigeminute haben Briten der etwa 100 Ärzte und Pfleger gedacht, die an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind.In Großbritannien mangelt es beim Kampf gegen die Pandemie an Schutzausrüstungen. Ärzte und Pfleger kritisieren, dass sie sich nicht ausreichend vor dem Coronavirus schützen könnten, da es an Masken und geeigneten Kitteln fehle. Die Regierung kündigte an, die Familien der an Covid-19 gestorbenen Ärzte und Pfleger mit je 60.000 Pfund (knapp 69.000 Euro) zu unterstützen. (Quelle: DIE ZEIT, 28.04.20)


Ägypten verlängert Ausnahmezustand um drei Monate

Ägypten hat den Ausnahmezustand um drei Monate verlängert. Der ägyptische PräsidentAbd al-Fattah as-S ordnete die Verlängerung des langjährigen Ausnahmezustands um drei Monate an. Abdel Fattah al-Sisi verwies auf gesundheitliche und sicherheitstechnische Bedenken, der der Polizei weitreichende Befugnisse zur Festnahme und Inhaftierung einräumt und verfassungsmäßige Rechte wie Rede- und Versammlungsfreiheit einschränkt. (Quelle: The Guardian, 28.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 28.04.2020, 10 Uhr

Das ist der bitterste Tag in der kurzen emsländischen Corona-Geschichte. In den letzten 24 Stunden sind drei Infizierte gestorben. Einzelheiten sind nicht bekannt.  In demselben Zeitraum gab es nur zwei Neuinfektionen  im Emsland. Die Emsland-CoViD-19-Zahl beträgt jetzt also 388 (= +2) gestiegen. Das sind  119,4 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 295 (+6) geheilt. Aktuell befinden sich nur noch rund 150 Personen (-140) im Emsland in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind bzw. waren 74 Personen infiziert, dies sind 135,98/100.000; 58 (+3) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 9 8
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 (+1) 10
 Samtgemeinde Freren 38 23
 Einheitsgemeinde Geeste 11 9
 Stadt Haren (Ems) 29 23
 Stadt Haselünne 32 28
 Samtgemeinde Herzlake 10 10
 Samtgemeinde Lathen 4 4
 Samtgemeinde Lengerich 14 8
 Stadt Lingen (Ems) 74 58
 Stadt Meppen 57 48
 Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
 Stadt Papenburg 27 24
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
 Einheitsgemeinde Salzbergen 13 10
 Samtgemeinde Sögel 2 2
 Samtgemeinde Spelle 14 (+1) 12
 Einheitsgemeinde Twist 18 14
 Samtgemeinde Werlte 12 8
 Gesamt* 388 (+2) 304 (+9)
Todesfälle 19 (+3)
Aktuelle Covid-19-Fälle 65 (-5)

(28.04.20)



(Quelle: DIE ZEIT, 28.04.20)


Lingen: Georgianer-Treffen auf 2021 verschoben

Das alle fünf Jahre stattfindende, traditionelle Georgianertreffen findet nicht am vorgesehenen Datum Ende August 2020 statt. Die dreitägige, alle fünf Jahre stattfindende  Veranstaltung -zu großen Teilen auf dem Lingener Marktplatz durchgeführt -aller Ehemaligen des ältesten Lingener Schule Gymnasium Georgianum (Schulwappen links) wurde wegen Corona abgesagt.

„Im Jahr 2020 ist alles anders. Wir haben uns alle sehr auf die bereits 17. Wiedersehensfeier gefreut. Schweren Herzens aber mit voller Überzeugung hat der Vorstand beschlossen, das Fest um ein Jahr zu verschieben.“ Es findet jetzt vom 27. bis 29. August 2021 statt. (Quelle: Georgianer, 28.04.20)


Corona: Tracing-App(le) und Australien und wir

In Australien haben innerhalb von zwölf Stunden 1,13 Millionen Menschen eine App zur Eindämmung des Coronavirus heruntergeladen. Die Software Covidsafe soll die Zurückverfolgung der Kontakte von Sars-CoV-2-Infizierten beschleunigen. Laut Regierung müssen mindestens zwei Fünftel der 26 Millionen Einwohner Australiens – also 10 Millionen Menschen – die App installieren, damit sie ihren Zweck erfüllt. Bislang hat der Kontinent 6.720 Infektionsfälle vermeldet.

Die „COVIDSafe“-App erkennt nach Angaben der Regierung mit Hilfe der Bluetooth-Technologie von Handys, ob sich ein Mensch im Abstand von bis zu 1,5 Metern zu einem Infizierten aufgehalten hat. Die verschlüsselten Daten werden dann an die staatlichen Gesundheitsbehörden weitergeleitet. Auf diese Weise sollen Infektionsketten schneller nachverfolgt werden können. Gespeichert werden die Daten auf einem zentralen Server in Australien.

Das Projekt, eine App zu entwickeln, mit der sich Infektionsketten nachvollziehen lassen, ist eine der großen Hoffnungen der Industriestaaten in der Coronakrise. Wegen eines Streits um Datenschutz kam es in Deutschland nicht voran. Ende letzter Woche hat die Bundesregierung eingelenkt und sagte eine dezentrale Speicherung auf den jeweiligen Mobilfunkgeräten zu. Damit macht sie auch den Weg frei, schnell die Smartphone-Schnittstellen von Apple und Google zu nutzen.

Insbesondere Apple, berichtet DIE WELT,  habe nämlich Nein zur zentralen Speicherung von Kontaktdaten gesagt. Warum, lässt sich anhand der australischen App erklären: Die funktioniert auf Apple-Geräten nur, wenn der Nutzer sie permanent geöffnet im Vordergrund lässt. Das jedoch ist wenig praktikabel. (Mehr hier... Quelle: DLF, 28.04.20)


UK: Prinz Philip (98) dankt

Vor fast drei Jahren hatte Prinz Philip angekündigt, sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen zu wollen. Nun hat der Ehemann von Königin Elizabeth II. sich aus dem Ruhestand mit einer seltenen Botschaft zu Wort gemeldet. Er wolle die „wichtige und dringende Arbeit“ würdigen, die von so vielen, etwa in Medizin und Wissenschaft, getan werde, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen, teilte der Herzog von Edinburgh mit. Anlass sei die Weltimpfwoche, die am Freitag beginnt.

Dass der 98-Jährige sich öffentlich äußert, wird als Zeichen gewertet, wie ernst die Royals die Krise nehmen. Prinz Philip hatte im August 2017 seinen letzten offiziellen Termin absolviert.

Er wolle „im Namen derer, die in Sicherheit und zu Hause bleiben“, auch allen danken, die in dieser Zeit die Infrastruktur am Laufen hielten, hieß es in der schriftlichen Mitteilung, die auf der Website des Königshauses veröffentlicht wurde. Ausdrücklich nannte er dabei Mitarbeiter von Post- und Lieferdiensten sowie Menschen, die in der Lebensmittelindustrie und bei der Müllabfuhr arbeiten. (mehr und Quelle: SPON, 28.04.20)


Faktencheck: Trump twittert


Türkei nimmt Kritiker fest

Die türkischen Behörden haben 402 Menschen festgenommen, weil sie sich im Internet zur Corona-Pandemie geäußert haben. Wie das türkische Innenministerium mitteilte, handle es sich dabei um Menschen, die „falsche und provozierende“ Internetbeinträge verfasst hätten. Die Beamte hätten insgesamt mehr als 6.000 Konten geprüft.

Das Innenministerium wirft den Verdächtigen vor, versucht zu haben, Panik zu schüren. In den Posts hätten sie unter anderem die türkische Regierung beschuldigt, nicht genug zur Eindämmung des Virusausbruchs getan oder über die tatsächliche Zahl der Infizierten und Toten gelogen zu haben. (Quelle: DIE ZEIT, 28.04.20)


#WEAREONE – Virtuelles Filmfestival auf Youtube

Nach der Musikbranche jetzt die Filmfestivals: Die Berlinale und 20 weitere Filmfestspiele haben ein virtuelles Festival angekündigt. Zusammen mit den Filmfestspielen von Cannes, Venedig und Toronto soll es ein kostenloses Onlinefilmfestival bei YouTube geben, wie das US-Filmfestival Tribeca mitteilte, das ebenfalls mit von der Partie ist.

Das Festival We Are One: A Global Film Festival findet demnach vom 29. Mai bis 7. Juni online statt. Gezeigt würden Spielfilme, Kurz- und Dokumentarfilme, Musik und virtuelle runde Tische – ein Mix aus alten und neuen Filmen.

Während des virtuellen Festivals können die Zuschauer und Zuschauerinnen auch spenden. Ein Teil des Erlöses soll nach Angaben der Organisatoren der Weltgesundheitsorganisation und Wohltätigkeitsorganisationen zugute kommen.

Die Corona-Pandemie hat Kulturveranstaltungen in aller Welt lahmgelegt. So fallen in Frankreich alle Kulturveranstaltungen aus, auch das berühmte Festival von Cannes. Über die Internationalen Filmfestspiele von Venedig, die eigentlich immer im September stattfinden, ist noch nicht entschieden. (Quelle: DIE ZEIT,, TV-Movie, 28.04.20)


US-Bundesstaat New York sagt Vorwahlen ab

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus ist die Vorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat New York abgesagt worden. Das entschied der Wahlvorstand des US-Bundesstaates am gestrigen Montag. Damit ist New York der erste US-Bundesstaat, der die demokratische Vorwahl ganz absagt. Zahlreiche andere Bundesstaaten hatten ihre Vorwahlen verschoben.

Die Wahl in New York hätte ursprünglich Ende April stattfinden sollen und war dann wegen der Corona-Pandemie zunächst auf den 23. Juni verschoben worden. Nach dem Rückzug des Senators Bernie Sanders ist der frühere Vizepräsident Joe Biden (Foto) der einzige verbliebene Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten.
(Foto: Joe Biden von Michael Stokes, Creative-Commons; Quelle: Tagesschau, 28.04.20)


US-Seuchenbehörde ändert CoVid-19-Symptom-Liste und informiert nicht

Das CDC, eine Art staatliches Gesundheitsamt der USA, hat bereits Mitte des Monats sechs mögliche, weitere Symptome des Coronavirus in ihre offizielle Diagnose-Liste aufgenommen. Dies spiegelt die große Variation und Unvorhersehbarkeit der Art und Weise wider, wie die Krankheit einzelne Patienten treffen kann.
Aufgrund entsprechender Beobachtungen von Ärzten, die Tausende von Patienten bei der Pandemie behandelten, änderte das CDC seine Website, um auch die folgenden Symptome als mögliche Indikatoren für Covid-19 zu nennen: Schüttelfrost, wiederholtes Schütteln mit Schüttelfrost (repeated shaking with chills), Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Geschmacks- oder Geruchsverlust. Zuvor waren in der CDC-Liste nur drei Symptome aufgeführt: Fieber, Husten und Atemnot.

Der C.D.C. kündigte die Änderung nicht öffentlich an, als es schon am 18. April die sechs neuen Symptome auf ihrer Website hinzufügte, und die Agentur antwortet auch nicht auf Fragen der Medien zur überarbeiteten Liste. (Quelle: NYT, 28.04.20)


Argentinien verbietet Flugticket-Verkauf

Argentinien hat den Verkauf von kommerziellen Flugtickets bis September verboten, eines der härtesten Reiseverbote der Welt. Während die Landesgrenzen seit März geschlossen sind, verbietet das neue Dekret den Verkauf und Kauf von kommerziellen Flügen von, nach und innerhalb Argentiniens.

Dies wird Fluggesellschaften und Flughäfen extrem stark belasten. In dem von der Nationalen Zivilluftfahrtbehörde erlassenen Dekret heißt es, es sei „vernünftig“, die Beschränkungen umzusetzen, ohne dies aber näher zu erläutern. (Quelle: The Guardian, 28.04.20)


USA: Mehr als 50.000 Tote und fast 1 Million Infizierte

In den USA sind inzwischen mehr als 50.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben, bwo laut einer Bilanz der New York Times mehr Infizierungen und Todesfälle bestätigt wurden als in jeder anderen Nation der Welt. Gleichzeitig steht die Gesamtzahl der bestätigten Fälle inzwischen bei fast einer Million. Sie erreichte mehr als 973.000.

Obwohl die Vereinigten Staaten weltweit die meisten Todesfälle verzeichnen, sind die Todesfälle pro Kopf nach wie vor niedriger als in vielen europäischen Ländern, insbesondere in Italien und Spanien. Die offizielle Todeszahlen haben 200.000 überschritten, wobei im vergangenen Monat mindestens 36.000 Menschen mehr gestorben sind als im offiziellen Zählungsbericht. Dies geht aus Überprüfungen der Sterblichkeitsdaten in 12 Ländern hervor.

(Quelle: NYT, 28.05.20)


Ölpreis erneut schwächer

Nach einer Stabilisierung zum Ende vergangener Woche haben die Ölpreise am Montag wieder nachgegeben. Der Grund: Die Lagerkapazitäten sind bald erschöpft.  Insbesondere die US-Notierung WTI sinkt kräftig. Vor einer Woche war die Notierung zeitweise in den Negativbereich gerutscht. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) 12,95 Dollar. Das waren mehr als 23 Prozent weniger als am Freitag.

Der Preis für die europäische Sorte Brent sank um 6,4 Prozent auf 20,06 Dollar. Marktbeobachter verwiesen auf die geringe Nachfrage nach Rohöl in führenden Industriestaaten. (Foto: s. unten; Quelle: Süddeutsche, 27.04.20)


New York City sperrt Straßen für Kfz-Verkehr

Wohin, wenn man die eigenen vier Wände nicht mehr sehen kann und der Park so überfüllt ist, das Abstand halten schwer wird? In New York können Bürgerinnen und Bürger zum Spazierengehen bald auf Straßen ausweichen. Der Bürgermeister Bill de Blasio der US-Stadt kündigte an, er wolle bis zu 160 Kilometer Straße für Autos und Lastwagen sperren lassen.

Zudem sollen Bürgersteige erweitert und Fahrradwege ausgebaut werden. So könnten Menschen einfacher Abstand zueinander halten. Die ersten 65 Kilometer Straßen sollen bereits in den kommenden vier Wochen gesperrt werden, die restlichen dann im Lauf des Sommers. Welche der Straßen New Yorks genau autofrei werden, müsse noch entschieden  werden. Die Straßen sollen so lange geschlossen bleiben, wie die Ausgangsbeschränkungen gelten. (Foto: Pixabay; Quelle: DIE ZEIT, 27.04.20)


Einige empfehlen Desinfektionsmittel zu spritzen, andere machen den Adjalou

Der Adjutant eines einflussreichen Königs in der Elfenbeinküste hat mitgeteilt, sein Monarch könne eine Prozession nackter Frauen anordnen, um das Coronavirus abzuwehren. Das  berichtete heute die französische Nachrichtenagentur AFP.

Amon N’Douffou V, der König von Sanwi im Südosten der Elfenbeinküste, hielt letzte Woche eine besondere Exorzismuszeremonie ab, um eine göttliche Intervention zum Schutz seiner 3 Millionen Untertanen vor der Epidemie zu erreichen.

Angesichts mehr als 1.000 Fällen von Covid-19-Infektionen und 14 Todesfällen hat die Regierung der Elfenbeinküste traditionelle Herrscher gebeten, bei der Durchsetzung physischer Distanzierung und anderer Maßnahmen mitzuwirken. König Amon N’Douffou V, König von Krindjabo, der Hauptstadt des Sanwi-Königreichs im Südosten der Elfenbeinküste, und seine Persönlichkeiten bei einer Exorzismuszeremonie, um das Coronavirus aus dem Kontinent zu vertreiben. Nach der Zeremonie ergangene Woche wurde angekündigt, Monarch Amon könne weitere Maßnahmen ergreifen, um der Epidemie entgegenzuwirken.

Berater Ben Kottia: „In Afrika leben wir in zwei Welten – der sichtbaren und der unsichtbaren. Nur Könige haben durch ein Trankopfer die Macht, den Schutz der unsichtbaren Welt zu fordern. Der König kann Frauen, die dieses Geheimnis für sich behalten, befehlen, das „Adjalou“ durchzuführen – eine Prozession durch das Dorf, um die Menschen zu schützen.“

„Während des Adjalou sind diese Frauen nackt und wir sperren Männer und Kinder in ihre Häuser. Die Frauen errichten am Eingang der Dörfer Barrikaden, um zu verhindern, dass böse Geister eintreten und Leben fordern.“ Die Prozession werde bis zum Vortag geheim gehalten, bis der königliche Ansager durch das Dorf geht, um zu sagen, dass sie stattfinden wird.

Nachtrag: Die Franzosen prüfen gerade, ob Nikotinpflaster helfen

(Quelle: The Guardian, 27.04.20)


RKI: Ansteckungsrate auf 1,0 gestiegen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet in seinem täglichen Lagebericht eine leicht gestiegene Ansteckungsrate. Die so genannte Die Reproduktionszahl liegt demnach wieder bei 1,0 (Stand 27. April, 0 Uhr). Das bedeutet, dass statistisch gesehen ein Infizierter einen weiteren Menschen ansteckt. Ist die Zahl genau eins, wird die Zahl von Infizierten im Verlauf der Epidemie konstant bleiben. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit die Epidemie eingedämmt wird. Anfang März lag die Reproduktionszahl noch bei drei, am 8. April bei 1,3, in den vergangenen Tagen bei 0,9 – jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. (Quelle: Süddeutsche, 27.04.20)


Fußball: Dritte Liga will Saison fortsetzen

Die Vereine der dritten Fußball-Liga haben sich auf eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison geeinigt. Dies soll im Rahmen sog. Geisterspiele geschehen, also Spielen ohne Zuschauer

Während einer Videokonferenz stimmten am Montag zehn Vereine für diesen Weg (SpVgg Unterhaching, Ingolstadt, 1860 München, Eintr. Braunschweig, Bayern München II, Hansa Rostock, Würzburg, Uerdingen, Viktoria Köln und Chemnitz) und acht dagegen (MSV Duisburg, Waldhof Mannheim,Magdeburg, Halle, Zwickau, Münster, Sonnenhof Großaspach und Jena. Zwei Clubs enthielten sich, nämlich  neben dem 1. FC Kaiserlautern auch der SV Meppen. Beide wollten die Saison sicher Ende Juni beendet wissen. Sei dies garantiert, wären beide Vereine ebenso für Geisterspiele.

Ergänzung: Am Nachmittag hatte die Vorsitzende der Sportministerkonferenz, die Bremer Sportsenatorin Anja Stahmann, mitgeteilt, dass das Gremium eine Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga-Saison frühestens ab Mitte Mai für realistisch halte. Eine solche sei jedoch nur unter strengsten hygienischen und medizinischen Voraussetzungen und vor leeren Zuschauerrängen denkbar, sagte sie.
(Quellen: Kickers, NDR, 27.04.20)


Weltweit mehr als 3 Millionen Infizierte

Mehr als 3 Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind nach Angaben von Forschern der Johns Hopkins University seit ihrem ersten Auftreten in Wuhan, China, Ende letzten Jahres mit Covid-19 infiziert.Die weltweite Zahl der Todesopfer durch die durch das neue Virus verursachte Covid-19-Krankheit hatte gerade 200.000 überschritten.

Das mit Abstand am stärksten betroffene Land sind die USA, die allein mit 972.969 Fällen fast ein Drittel der weltweiten Gesamtzahl ausmachen, gefolgt von Spanien mit 229.422, Italien mit 199.414 und Frankreich mit 162.220.

Angesichts der weltweit sehr unterschiedlichen Testverfahren und der aufgeworfenen Fragen zur Wirksamkeit der Tests selbst ist es jedoch unmöglich, die tatsächliche Anzahl der Fälle zu beurteilen. (Quelle: The Guardian, 27.04.20)


Basketball-Bundesliga will Spielbetrieb mit zehn Clubs fortsetzen

Die Basketball-Bundesliga will ihre unterbrochene Saison fortsetzen – anders als die deutschen Top-Ligen im Handball und Eishockey. In einer Videoschalte verständigten sich zehn Clubs darauf, den Spielbetrieb trotz der Coronavirus-Pandemie wieder aufzunehmen – darunter sind drei Basketball-Vereine aus dem Norden. Für die Hamburg Towers ist die Saison hingegen beendet. Obwohl die Mannschaft Tabellenletzter ist, muss sie nicht absteigen. (Foto: Pixabay; Quelle: NDR, 27.04.20)


VW feiert Produktionsstart in Wolfsburg als „wichtiges Zeichen“

Mit der Wiederaufnahme der Autoproduktion in Wolfsburg hat Volkswagen in der Coronakrise die mehrwöchige Zwangspause in seinem Stammwerk beendet. Der weltgrößte Autokonzern, der bereits seit Anfang April die Fertigung in Komponenten- und Autowerken in Deutschland wieder anlaufen lässt, feierte die erste Schicht am Konzernsitz heute als symbolträchtigen Akt. „Die schrittweise Wiederaufnahme der Produktion ist für die Belegschaft, den Handel, die Zulieferer und die Wirtschaft insgesamt ein wichtiges Zeichen“, sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Manager der Hauptmarke VW, Ralf Brandstätter.

In Wolfsburg und an weiteren Standorten im In- und Ausland beginnt Volkswagen die Produktion zunächst nur mit einer Schicht. Die Fertigungskapazität im Werk Wolfsburg liegt nach Unternehmensangaben zu Beginn bei zehn bis 15 Prozent und in der kommenden Woche bei rund 40 Prozent des Vorkrisen-Niveaus. „Das gibt der Belegschaft, Lieferanten und Dienstleistern die Möglichkeit, sich langsam auf die neue Situation einzustellen“, erklärte der Konzern. Volkswagen rechne mit einer gesicherten Teileversorgung durch die Zulieferer. „Alle unsere Partner haben uns signalisiert, dass sie anlaufbereit sind.“ Zunächst arbeite die Marke Volkswagen bestehende Aufträge aus der Zeit vor der Krise ab. „Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass die Öffnung von Handelsbetrieben und Zulassungsstellen für eine gewisse Belebung der Auftragssituation sorgen wird“, erklärte der Autobauer.

Update: VW-Chef Herbert Diess hat am Abend in den tagesthemen ein „Konjunkturprogramm für die Autoindustrie“ gefordert. Das Auto sei in Deutschland die beste Möglichkeit, die Wirtschaft anzukurbeln. Zwar seien andere Branchen wie die Gastronomie oder der Tourismus derzeit vielleicht stärker betroffen. Das Auto habe aber einen größeren Effekt, so Diess.

(Quelle: NDR, 27.04.20)


Niedersachsen: OVG bestätigt Verkaufsverbot für große Geschäfte

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat das aufgrund der Corona-Pandemie geltende Verkaufsverbot für Geschäfte über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche – anders als ein Gericht in Bayern – grundsätzlich bestätigt. Die Flächenbeschränkung sei eine notwendige infektionsschutzrechtliche Maßnahme, entschied heute der 13. Senat, der einen Antrag auf eine einstweilige Außervollzugsetzung ablehnte.

Vier mittelständische Unternehmen, die in der Metropolregion Hannover in einem Gewerbegebiet gelegene Einrichtungshäuser mit Verkaufsflächen von 25.000 bis 60.000 Quadratmeter betreiben, hatten den Antrag gestellt. Aus Sicht des Gerichts verletzt das Verbot nicht den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz, auch wenn eine Ungleichbehandlung vorliege. Der Verordnungsgeber habe sachliche Gründe für die Ungleichbehandlung vorgebracht, die „derzeit noch als hinreichend“ anzusehen seien. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Foto: OVG Niedersachsen; Quelle: NDR, 27.04.20)


Bayern: Verkaufsverbot für große Geschäfte verfassungswidrig

Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Montag mitteilte, sehen die Richter in der Ungleichbehandlung von kleineren Läden einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht in dem Urteil indessen „keinen Angriff auf die Regelungen“, teilte er in einer ersten Reaktion mit. Stattdessen handle es sich um Präzisierungen. Als Beispiel nannte Söder den Umstand, dass das Gericht die Ausnahmeregel für Fahrrad- und Buchläden kritisiert habe. Diese dürfen ab heute – genau wie Autohäuser – auch mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche öffnen.

Unmittelbare praktische Folgen hat die Entscheidung de facto nicht. Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der Pandemie-Notlage „ausnahmsweise“ nicht außer Kraft, wie es in der Mitteilung hieß. Stattdessen beschränkte sich der 20. Senat darauf, die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz festzustellen.

Das Gericht entschied vorläufig über den Eilantrag eines Einzelhändlers mit Warenhäusern in Bayern, Berlin und Hamburg. Diese überschreiten teilweise die Grenze von 800 Quadratmetern. Ein umfassendes Urteil in der Sache steht noch aus. Ein Zeitpunkt dafür ist derzeit nicht absehbar (Beschl. v. 27.04.20, 20 NE 20.793, PM des Gerichts)

Söder verwies derweil darauf, dass das Kabinett diese Woche ohnehin besprechen wolle, „wie wir mit nächster Woche umgehen“. Zudem stellte Söder weitere Lockerungen für Geschäfte und die Gastronomie – möglicherweise ab Ende Mai – in Aussicht. Alle Perspektiven hingen aber vom Verlauf des weiteren Infektionsgeschehens ab. (Quelle: Tagesschau, 27.04.20)


📌Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 27.04.2020, 10 Uhr

Auch in den letzten 24 Stunden gab es lediglich eine Neuinfektion im Emsland. Die Emsland-CoViD-19-Zahl beträgt jetzt also 386 (= +1) gestiegen. Das sind fast unverändert 118,8 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 295 (+6) geheilt. Aktuell befinden sich immer rund 290 Personen (+40) im Emsland in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind bzw. waren 74 Personen infiziert, dies sind 135,98/100.000; 55 (+2) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 7
Einheitsgemeinde Emsbüren 16 9
Samtgemeinde Freren 38 22
Einheitsgemeinde Geeste 11 8
Stadt Haren (Ems) 29 23
Stadt Haselünne 32 28
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 14 8
Stadt Lingen (Ems) 74 55
Stadt Meppen 57 46
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 27 (+1) 24
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 10
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 12
Einheitsgemeinde Twist 18 14
Samtgemeinde Werlte 12 8
Gesamt* 386 (+1) 295 (+6)
Todesfälle 16 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle  

75 (-5)

(27.04.20)


Reiseabsage und dann Gutscheine?

Wird die Reise wegen Corona abgesagt, ist die Erstattung des gezahlten Preises fällig – eigentlich. Ob es stattdessen auch ein Gutschein sein darf, darüber haben Berlin und Brüssel unterschiedliche Vorstellungen

De von der Bundesregierung angestrebte verpflichtende Gutscheinlösung bei Reiseabsagen in der Coronakrise hat die EU-Kommission eine Absage erteilt, denn sie will eine Einschränkung der Verbraucherrechte nicht zulassen.

Der zuständige EU-Kommissar für Justiz und Verbraucherschutz, Didier Reynders, sagte deutschen Journalisten, er sei sich der Krise für den Tourismussektor in Europa bewusst. Doch Entscheidungen der Mitgliedstaaten müssten mit EU-Recht übereinstimmen. Danach hätten Verbraucher die Wahl, ob sie einen Gutschein akzeptieren oder eine Erstattung bevorzugen.

Zu Reynders Äußerungen hieß es iim zuständigen Berliner Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz nur: „Das Bundesministerium hat die erste Einschätzung der Kommission zu der vorgeschlagenen Gutscheinlösung zur Kenntnis genommen.“ Ein Ministeriumssprecher sagte dem Handelsblatt, die Bundesregierung werde sich auf europäischer Ebene weiter für eine europarechtskonforme Gutscheinlösung einsetzen, die auch die Interessen der Verbraucher angemessen berücksichtige. (Quelle: LTO, 27.04.20)


Wirtschaftsunternehmen: In Corona-Zeiten beim Klimaschutz nicht nachlassen

Mehr als 60 Unternehmen fordern von der Politik einen Fahrplan zur Klimaneutralität. Am Ende stehe die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft auf dem Spiel. „Wir appellieren an die Bundesregierung, wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Bewältigung der Corona- und der Klimakrise eng zu verzahnen“, heißt es in dem Aufruf, der dem Handelsblatt vorliegt. Bemerkenswert ist die Zusammensetzung der Gruppe. Die Unternehmen kommen aus allen Bereichen der Wirtschaft. Es finden sich darunter Dax-Konzerne, aber auch Mittelständler. Die vertretenen Branchen reichen von der Schwer- und Chemieindustrie über den Maschinen- und Fahrzeugbau bis hin zum Finanz-, Gebäude- und Mobilitätssektor. ThyssenKrupp, Salzgitter, Bayer, Covestro, E.ON, HeidelbergCement, Puma, Allianz und Deutsche Telekom zählen dazuDa der ursprünglich für Ende des Jahres geplante Weltklimagipfel in Glasgow wegen der Coronakrise ins nächste Jahr verschoben wurde, dürfte der Petersberger Klimadialog, der am Montag und Dienstag dieser Woche digital stattfindet, umso mehr Beachtung finden. Neben Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) wird auch die Bundeskanzlerin sprechen – und die Welt wird sehr genau hinhören.

Seitens der deutschen Wirtschaft bekommt die Kanzlerin eine klare Botschaft mit auf den Weg: Die Coronakrise darf die Politik nicht dazu verleiten, im Klimaschutz nachzulassen, so das Signal von mehr als 60 Unternehmen, die auf Initiative der „Stiftung 2 Grad“ einen gemeinsamen Appell verfasst haben. Sie wollen erreichen, dass der Neustart nach der Coronakrise konsequent dazu genutzt wird, die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu stellen. (Quellen:The Guardian, Handelsblatt, 27.04.20)


USA: Schock historischen Ausmaßes für die Wirtschaft

Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, geht in Folge der Coronavirus-Pandemie von einem „Schock historischen Ausmaßes“ für die US-Wirtschaft aus. Im Fernsehsender ABC sprach er von einer sehr ernsten Situation. „Wir werden uns mit einer Arbeitslosenquote befassen müssen, die wir während der Großen Depression gesehen haben“, fügte Hassett hinzu. Er erwarte eine Quote von 16 Prozent oder mehr für diesen Monat.

Seit Mitte März haben bereits 26,5 Millionen Amerikaner Arbeitslosengeld beantragt, die Corona-Beschränkungen haben Umsätze zahlreicher Unternehmen einbrechen lassen. Am Sonntag hatte die Seuchenkontrollbehörde CDC für die USA 928.619 Coronavirus-Infektionen gemeldet; die Zahl der Todesfälle erreichte knapp 52.500. (Quelle: Tagesschau, 27.04.20)


Kanzleramt will regionale Unterschiede

Keine breite Lockerung, aber stärkere regionale Unterschiede in der Corona-Bekämpfung – das ist der Kurs der Bundesregierung. Die Bundesregierung rechnet nicht mit einer breiten und einheitlichen Lockerung der Corona-Maßnahmen. Das geht aus einer Zwischenbilanz der bisherigen Beschränkungen von Kanzleramtsminister Helge Braun hervor, die am vergangenen Freitag an die Abgeordneten der Großen Koalition ging und aus der die Nachrichtenagentur dpa zitiert.

Demnach heißt es in dem Schreiben, bei der Überprüfung der Maßnahmen mit den Ländern „muss auch berücksichtigt werden, dass die Epidemie sich in Deutschland nicht gleichmäßig ausbreitet, sondern die Lage regional unterschiedlich sein kann“. Dies könne bedeuten, „dass Beschränkungen in bestimmten Regionen aufrechterhalten oder nach zwischenzeitlichen Lockerungen wieder verschärft werden müssen“, schreibt Braun weiter. Um eine Überlastung des Gesundheitssystems dauerhaft zu vermeiden, sei es für eine Aufhebung der Kontaktbeschränkungen „noch zu früh“. (Quelle: Tagesschau, 27.04.20)


Emsland: Intensivbetten-Status

Quelle: DIE ZEIT, 27.04.20)


Wie lange?

SARS-CoV-2 verbreitet sich per Tröpfcheninfektion direkt von Mensch zu Mensch oder über kontaminierte Oberflächen. Wie lange das Virus auf den Oberflächen überlebt, hängt dabei vom Material ab.

Um die Übertragung des neuartigen Coronavirus zu vermeiden, raten Experten zu ausreichend Abstand zu anderen Personen. Auch das Tragen von Gesichtsmasken kann das Risiko einer Verbreitung des Erregers eindämmen.

Das allein reicht aber nicht: Durch ungeschütztes Niesen, Husten oder über Berührung kann der Virus-Erreger SARS-CoV-2 auch auf Oberflächen gelangen. Durch den Kontakt mit dem Gegenstand kann sich eine weitere Person mit dem Virus infizieren. Forscher versuchen daher herauszufinden, wie lange der Erreger auf den Oberflächen überleben kann.

Die bisherigen Erkenntnisse dazu, wie lange das Virus auf unterschiedlichen Oberflächen und auch in der Luft gefährlich ist, erfahren Sie, wenn Sie hier klicken.


Belgien: Henri Kichka, einer der letzten Auschwitz-Überlebenden in Belgien, stirbt an Corona

(Quelle: BBC, 27.04.20)


Brad Pitt „It’s Saturday night“…

In der US-Comedy-Sendung „Saturday Night Live“ hat Hollywood-Schauspieler Brad Pitt die Aussagen von Präsident Donald Trump zum Coronavirus auf die Schippe genommen. Dafür trat er mit Perücke und verstellter Stimme als Anthony Fauci auf, dem obersten US-Experten für Infektionskrankheiten.

Unter anderem spielte Pitt auf Trumps Äußerung an, es könne „relativ bald“ einen Impfstoff geben. Wenn man aber beispielsweise einem Freund sage, man werde „relativ bald“ zu Besuch kommen und dann erst eineinhalb Jahre später erscheine – „na ja, dein Freund könnte dann relativ angefressen sein“.


Gates kritisiert Trump

Die USA haben weltweit mit Abstand die meisten Infektionen mit dem Coronavirus zu beklagen. Microsofrt-Gründer Bill Gates kritisiert nun den US-Präsidenten scharf – und lobt Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der US-Milliardär Bill Gates hat der US-Regierung schwere Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Krise vorgeworfen. „Gerade in den Vereinigten Staaten hatte das Testen nicht die nötige Priorität“, sagte der Mitgründer des Technologiekonzerns Microsoft der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Gates, der sich mit seiner Stiftung unter anderem im Kampf gegen das Coronavirus engagiert, bemängelte, dass die Regierung in Washington keine klaren Anweisungen bei der Frage der Lockerung von Restriktionen im öffentlichen Leben gebe. Er beklagte zudem, dass die USA sich heute weniger an der Entwicklung globaler Lösungsansätze rund um den Gesundheitsnotstand beteiligten, als dies früher der Fall gewesen sei.

Dagegen lobte er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die versuche, „eine Führungsfigur und eine klare Stimme“ in Deutschland zu sein, gleichzeitig aber auch mit Ländern wie Frankreich globale Anstrengungen forciere.

Übrigens: Gates steht seit Tagen im Mittelpunkt einer Desinformations-Kampagne deren Quelle die EU in Russland festgemacht hat. Mehr…

(Foto: Bill Gates, CC BY-ND 2.0, Quelle: t-online.de, 27.04.20)


Italien lockert

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat die ersten Lockerungen der strikten Corona-Auflagen angekündigt. Ab dem 4. Mai sollen Bürger wieder „mehr Bewegungsfreiheit“ erhalten. So soll ab dann wieder erlaubt sein, Sport im Freien zu treiben.

Unter bestimmten Regeln können sich Einwohner innerhalb ihrer Regionen ab dem 4. Mai wieder freier bewegen. In andere Regionen dürfen sie aber noch nicht reisen.

„Wir werden auch in den nächsten Monaten noch auf eine harte Probe gestellt“, mahnte Conte. In einem Interview mit der Zeitung „La Repubblica“ hatte der Regierungschef zuvor aber eingeräumt, dass der Lockdown nicht weiter verlängert werden könne, sonst drohten „zu heftige Schäden im wirtschaftlichen und sozialen Bereich“.

Darum sollen bereits ab der kommenden Woche erste Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, die auch Exportgüter produzieren, die Arbeit wieder aufnehmen dürfen.

Gastronomiebetriebe wie Bars oder Lokale sollen hingegen noch mehrere Wochen geschlossen bleiben. Die Schulen dürfen voraussichtlich erst im September den Unterricht wieder aufnehmen.

Italien zählt zu den EU-Ländern, die am härtesten von der Pandemie getroffen wurden. Seit dem 10. März gilt eine strenge Ausgangssperre. Mittlerweile gehen die Fallzahlen allmählich zurück. So meldeten die Behörden des Landes in den vergangenen 24 Stunden mit 260 Opfern die niedrigste Zahl an Corona-Toten seit sechs Wochen.
(Quelle: Tagesschau, 27.04.20)


Vietnam: Zero victims

While coronavirus has wreaked havoc in many countries, particularly in the West, Vietnam has practically managed to dodge Covid-19. Although the country is neighbouring China, which was the first epicentre of the outbreak, Vietnam has reported zero deaths from the virus.

After the first two cases were confirmed in Vietnam in late January, the Communist Party-led government cracked down on the problem immediately, and practically sealed the country off from the rest of the world, banning nearly all flights, both domestic and international, started a surveillance programme to monitor people’s homes and whether they were buying flu medication. Mass quarantines were imposed on people who were sent to camps and hotels with the help of the military.

To date, Vietnam has reported only 270 infections, and after no new cases had been reported for a week, Vietnamese goverment decided to lift the country’s social distancing restrictions on 23 April. (Quelle: The Guardian, 27.04.20)


Corona und Deutschland

Mehr als 5.800 positiv getestete Personen sind inzwischen in Deutschland gestorben – aber auch die Zahl der Infizierten steigt weiter an.

Bundesweit gibt es 156.513 bestätigte Infektionen (Stand: 26. April, 14.20 Uhr), wie die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität zeigen. 5.877 Menschen sind gestorben. Das sind 89 mehr als noch am Vortag. 109.800 Menschen gelten mittlerweile als genesen. (Quelle: t-online.de, 26.04.20)


Deutschland gibt 300 Mio Euro für humanitäre Hilfe

Das Auswärtige Amt stellt 300 Millionen Euro für internationale humanitäre Hilfe bereit, die durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie nötig wird. Zuvor hatten die Vereinten Nationen (UN) bekannt gegeben, dass für die zusätzlichen Hilfseinsätze in der Krise vorerst mindestens zwei Milliarden US-Dollar benötigt würden.

Das Geld soll unter anderem für Gesundheitshilfe oder die Versorgung mit Wasser und sanitären Anlagen zur Verfügung stehen. 40 Millionen Euro sollen an das Welternährungsprogramm WFP und 35 Millionen Euro an das UN-Hilfswerk UNHCR gehen. Auch humanitäre Nichtregierungsorganisationen sowie die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sollen finanziell unterstützt werden.

Bundesaußenminister Heiko Maas betonte, die Weltgemeinschaft könne die Pandemie nur gemeinsam dauerhaft besiegen. „Sonst drohen immer wieder neue Infektionswellen“, warnte Maas.

Das Auswärtige Amt teilte mit, dass die Corona-Pandemie vor allem in bestehenden humanitären Krisengebieten mit Flucht und Vertreibung ein großes Risiko sei, da die Gefahr der Ausbreitung durch Faktoren wie Unterernährung und das Leben in großer Enge und unter Stress erhöht werde. (Quelle Tagesschau, 26.ß4.20)


Überblick: Corona tötet weniger, aber weiter fürchterlich

In Italien und Frankreich ist die Zahl der neu gemeldeten Todesopfer auch in den letzten 24 Stunden erneut gesunken. 260 Todesfälle wurden laut der zuständigen Behörde in Rom gezählt. Das ist der niedrigste Tageswert seit dem 14. März. Am Vortag waren 415 Todesfälle registriert worden. Insgesamt sind 26.644 Menschen in Italien infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben.

In Frankreich sind innerhalb der letzten 24 Stunden 242 Menschen gestorben, wie die Behörden mitteilten. Einen Tag zuvor waren es noch 369 neue Todesfälle gewesen. Frankreich gehört neben den USA, Italien und Spanien zu den Ländern mit den meisten Coronavirus-Todesfällen. Insgesamt starben dort bislang 22.856 Menschen.

Auch im US-Bundesstaat New York sinkt die Zahl der Todesopfer. Erstmals in diesem Monat seien es weniger als 400 an einem Tag gewesen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Die am Sonntag gemeldete Zahl von 367 Opfern sei zwar „fürchterlich“, sagte Cuomo. Aber es sei weniger als die Hälfte der fast 800 Toten, die zum Höhepunkt der Pandemie in New York an einem einzigen Tag auftraten. Auch die Zahl der im Krankenhaus behandelten Coronavirus-Infizierten sei gesunken, ebenso die der Menschen am Beatmungsgerät.
(Bild Pixabay; Quelle. DIE ZEIT, 26.04.20)


Germany’s leading coronavirus expert Christian Drosten on Merkel’s leadership, the UK response and the ‘prevention paradox’.

Christian Drosten, who directs the Institute of Virology at the Charité Hospital in Berlin, was one of those who identified the Sars virus in 2003. As the head of the German public health institute’s reference lab on coronaviruses, he has become the government’s go-to expert on the related virus causing the current pandemic.

In an exclusive interview, Drosten admits he fears a second deadly wave of the virus. He explains why Angela Merkel has an advantage over other world leaders – and why the “prevention paradox” keeps him awake at night.

Q: Germany will start to lift its lockdown gradually from Monday. What happens next?
A:
At the moment, we are seeing half-empty ICUs in Germany. This is because we started diagnostics early and on a broad scale, and we stopped the epidemic – that is, we brought the reproduction number [a key measure of the spread of the virus] below 1. Now, what I call the “prevention paradox” has set in. People are claiming we over-reacted, there is political and economic pressure to return to normal. The federal plan is to lift lockdown slightly, but because the German states, or Länder, set their own rules, I fear we’re going to see a lot of creativity in the interpretation of that plan. I worry that the reproduction number will start to climb again, and we will have a second wave.

Q: If the lockdown were kept in place longer, could the disease be eradicated?
A:
There is a group of… (read on my dear… Source: The Guardian, 26.04.20)


Nach Corona-Irrfahrt: „Thor Heyerdahl“ wird begeistert in Kiel empfangen.

Familien lagen sich in den Armen, jede Menge Freudentränen flossen heute Mittag am Kieler Seefischmarkt: Die 34 Schüler und die Besatzung des Traditionsseglers „Thor Heyerdahl“ sind nach sechseinhalb Monaten auf See wieder zurück in der Landeshauptstadt. „Klassenzimmer unter Segeln“, hieß das Schulprojekt, an dem die Jugendlichen teilgenommen hatten.

Wegen der Corona-Krise durften sie allerdings 47 Tage nicht an Land gehen. Landgänge auf den Azoren, in Großbritannien und den Niederlanden fielen aus, teilweise wurden Liegeplätze außerhalb der Häfen zugeteilt. „Gestartet sind wir ganz normal und wir kommen jetzt zurück in eine andere Welt. Das hat uns schon schwer beschäftigt“, so der Kapitän. Er zeigte sich erleichtert darüber, dass Schüler und Besatzung nicht erneut für 14 Tage in Quarantäne müssen. „Das wurde von den Behörden Gott sei Dank akzeptiert, dass wir 47 Tage in einer Quarantänesituation waren.“ (Foto: CCVollwertBIT 2.5 generisch; Quelle: NDR, 26.04.20)


Wieder erste Gottesdienste unter freiem Himmel in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg haben einige Kirchen am Sonntag nach mehrwöchiger Zwangspause wieder vereinzelt Gottesdienste abgehalten. Nach den Lockerungsmaßnahmen der Landesregierung ließ sich zum Beispiel die Dassower Kirchgemeinde (Landkreis Nordwestmecklenburg) einen Gottesdienst genehmigen. Viele Einschränkungen wie ein Mindestabstand der Menschen gelten nach wie vor und müssen berücksichtigt werden. So kamen die Gläubigen unter freiem Himmel hinter der Kirche zusammen.

Anstelle von Orgelmusik erklangen Lieder begleitet von einem E-Piano. In Neukloster (Landkreises Nordwestmecklenburg) spielte ein Posaunenchor zum Open-Air-Gottesdienst. Andere Gemeinden hielten an der Internetübertragung von Gottesdiensten fest.

Update: Auch die Landesregierung von Sachsen-Anhalt will Gottesdienste unter Auflagen ab Anfang Mai wieder zulassen. Das gab Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bekannt.
Besetzte Autos stehen vor einer Kirche, Pastor predigt vor dem Eingang der Kirche. Foto: Christopher Niemann

Corona: Gottesdienste unter strengen Auflagen

In Mecklenburg haben einige evangelische Kirchen am Sonntag nach mehrwöchiger Zwangspause wieder vereinzelt Gottesdienste abgehalten. Kritik kommt vom katholischen Erzbistum Hamburg. mehr (Quelle: NDR, 26.04.20)


Niederlande: Nerze und Corona

Bei Nerzen auf Pelztierfarmen in Beek en Donk und Milheeze (NL) ist das neue Coronavirus festgestellt worden. Das Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass es von Mitarbeitern der zwei betroffenen Farmen in der Provinz Nord-Brabant auf die Tiere übertragen wurde. Die Mitarbeiter hatten den Angaben des Ministeriums zufolge leichtere Symptome einer Infektion. Die erkrankten Tiere litten unter Magen-Darm-Problemen und Atemnot.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat herausgefunden, dass Flughunde und Frettchen empfänglich für eine Sars-CoV-2-Infektion sind, Schweine und Hühner hingegen nicht. Auch Hunde gelten als wenig empfänglich für das Virus. Katzen schon eher, allerdings gelten sie bislang nicht als Überträger der Seuche. Aus New York sind Infektionen von Tigern und Löwen bekannt.

Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, wurden beide betroffenen Nerzfarmen in den Niederlanden in einem Radius von 400 Metern abgeriegelt. Zugleich wurde der Transport von Tieren sowie von Mist untersagt. In den Nerzfarmen werden bislang 7.500 sowie 13.000 Tiere gehalten. Landwirtschaftsministerin Carola Schouten ordnete zudem eine Meldepflicht für Nerzzüchter und Tierärzte bei Corona-Symptomen an. (Quelle: ANP, 26.ß4.20)


Afrika: Der Überblick

Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es 30.329 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Positive Testergebnisse auf das Virus wurden in allen Ländern außer Lesotho und den Komoren gemeldet, wie die afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention berichteten. 1.374 Menschen seien in Afrika nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, 9.106 bereits genesen. Die Staaten mit den meisten Covid-19-Erkrankungen sind Südafrika (4.361), Ägypten (4.319), Marokko (3.897) und Algerien (3.256).
(Quelle: Africa CDC, 26.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Sonntag, 26.04.2020, 10 Uhr

Nur eine Neuinfektion im Emsland und zwar im Hotspot Freren, wo das Pflegeheim in Thuine für die hohen Zahlen sorgt (368,9/100.000). Die Emsland-CoViD-19-Zahl beträgt jetzt also 385 (= +/-0) gestiegen. Das sind fast unverändert 118,5 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 289 (+6) geheilt. Aktuell befinden sich immer noch rund 250 Personen (-100) im Emsland in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind aktuell unverändert 74 Personen erkrankt, dies sind 135,98/100.000; 53 (+1) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 7
Einheitsgemeinde Emsbüren 16 9
Samtgemeinde Freren 38 (+1) 20
Einheitsgemeinde Geeste 11 8
Stadt Haren (Ems) 29 23
Stadt Haselünne 32 28
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 14 8
Stadt Lingen (Ems) 74 53 (+1)
Stadt Meppen 57 46
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 24
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 10
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 11
Einheitsgemeinde Twist 18 13
Samtgemeinde Werlte 12 8
Gesamt* 385 (+1) 289 (+6)
Todesfälle 16 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle  

80 (-5)


Überblick Europa

Aus den Niederlanden werden 36.729 Fälle und 4.304 Tote gemeldet, 102 Infizierte sind wieder gesund. Im benachbarten Belgien sind 44.293 Menschen infiziert, 6.679 starben und 10.122 sind genesen. In Luxemburg gibt es 3.695 registrierte Fälle. Es gibt bislang 85 Todesopfer, 3.007 sind wieder gesund.

In Frankreich sind 22.279 Menschen am Virus gestorben. Die Zahl der registrierten Infektionen liegt bei 159.952, von denen 44.271 wieder gesund sind. Monaco meldet 94 Infizierte, vier Menschen sind gestorben, 41 Menschen wieder gesund.

Bislang 15.071 Corona-Patienten sind in Österreich infiziert, 530 sind gestorben und 11.872 genesen. Die Schweiz nennt 28.677 Infizierte, 1.589 starben, 21.000 gelten als genesen. In Liechtenstein gibt es 81 Fälle, ein Mensch ist gestorben, 55 sind genesen.

Schweden registrierte bisher 17.567 Coronavirus-Infizierte, 2.152 Tote sowie 1.005 Genesene. In Norwegen sind 7.463 Personen infiziert, 199 gestorben und 32 genesen. Die Behörden in Dänemark bestätigen 8.408 bestätigte Fälle, 403 Tote und 5.715 Genesene. In Finnland sind 4.395 Menscen infiziert. Es gibt 177 Tote und 2.500 Genesene. In Island wurden 1.789 Infektionen bestätigt, es gibt bisher zehn Tote. 1.542 Personen sind lgenesen.

In Italien ist die Zahl der registrierten Corona-Toten auf mehr als 25.000 gestiegen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-University sind es 25.969, die Zahl der Genesenen liegt bei 60.498.

Im Vatikan gab es neun Infektionen, zwei Menschen sind wieder gesund. Auf Malta sind vier Menschen gestorben, 447 iwaren zw. sind infiziert. 223 gelten als wieder gesund. Im kleinen San Marino wurden 513 Infektionsfälle und 40 Tote registriert. Knapp 70 Menschen sind genesen.

In Spanien sind mittlerweile 219.764 Fälle positiv getestet. 22.524 Menschen sind gestorben, 92.355 gelten als genesen. Portugal bestätigt inzwischen 22.797 Fälle, 854 Tote und 1.228 Genesene. Im kleinen Andorra registrierten die Behörden 731 Infektionen, 40 Todesfälle und 344 Genesene.

Die Zahl der gemeldeten Infektionen liegt in Großbritannien bei 144.640. Die Zahl der Toten hat sich auf 19.567 erhöht, genesen sind erst 724; als Genesene werden jedoch nur Menschen gezählt, die aus dem Krankenhaus entlassen wurden, aber nicht diejenigen, die zu Hause gesund wurden. In Irland liegt die Zahl der bestätigten Fälle bei 18.184, mindestens 1.014 Menschen sind an Covid-19 gestorben, 9.233 gelten wieder als gesund.

Polen meldet 10.892 Infizierte, 494 Menschen starben bisher, 2.126 gelten als genesen. Tschechien meldet 7.273 Infektionen, 215 Tote und 2.389 Genesene gemeldet, die Slowakei 1.360 Infizierte, 17 Todesfälle und 355 Genesene. In Ungarn sind 2.443 Fälle registriert, 262 Menschen sind gestorben und 458 wieder gesund.

In Rumänien sind 10.417 Infektionen nachgewiesen, 567 Menschen starben an CoVID-19 und es gibt 2.817 Genesene. In Serbien sind es 6.630 Fälle und 125 Tote; 870 Patienten gelten als genesen. Kroatien zählt 2.009 Infizierte, 51 Todesfälle und 982 Genesene, Slowenien 1.373 Infizierte, 80 Tote und 211 Genesene. Nordmazedonien meldet 1.300 Infizierte, 56 Tote und 301 Genesene, in Bosnien und Herzegowina wurden 1.421 Infizierte registriert, und bisher gab es 55 Tote und 538 Genesene. In Montenegro sind es 319 Infektionen und sechs Todesfälle und 123 Genesene, im Kosovo 510 Infizierte, zwölf Tote und 93 Genesene.

In Griechenland sind 2.490 Infektionen bestätigt, 130 Patienten starben und 577 Menschen sind wieder gesund. In Albanien gibt es 678 Infizierte, 27 Todesfälle und 394 Genesene, in Bulgarien 1.234 Fälle, 54 Todesopfer und 197 Genesene.

Die Ukraine meldet 8.125 Fälle und 201 Tote sowie 782 Genesene, in Moldawien sind es 3.110 Infizierte und 84 Tote, es gibt 755 Genesene. Weißrussland meldet 8.773 Infizierte, 63 Tote und 1.120 Genesene. Georgien meldet 444 Infektionen, fünf Tote und 132 Genesene. Aserbaidschan hat 1.592 Infizierte, 21 Todesfälle und 1.013 Genesene. Armenien hat 1.596 Infizierte gemeldet, 27 Tote und 728 Genesene.

In Estland gibt es 1.605 registrierte Infizierte, 46 Tote und 206 Genesene, in Lettland 784 (12 Tote und 267 Genesene), in Litauen sind es 1.410 Infizierte, 41 Tote und 460 Genesene.

Russland nennt bisher offiziell 68.622 Fälle, 615 Todesfälle und 5.568 Genesene.

In der Türkei ist die offizielle Zahl der Infizierten auf 104.912 gestiegen. 2.600 Menschen starben, 21.737 Menschen gelten als genesen.

Der benachbarte Iran gehörte anfangs zu den weltweit am stärksten betroffenen Ländern und verzeichnet weiter steigende Zahlen. Inzwischen gibt es 88.194 bestätigte Fälle, 5.574 Menschen sind demnach gestorben, 66.599 Menschen wieder gesund.

(Grafik CC, de.wikipedia.org/wiki/Datei:Europe_relief_laea_location_map.jpg „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert; Quelle: JHU, DLF, 26.04.20)


Bundesregierung denkt bei Corona-Tracing-App um

Es ist ein radikaler Kurswechsel: Die Bundesregierung setzt bei der geplanten Corona-Tracing-App nun doch auf ein anderes Konzept. Für die bisherige Wahl war sie heftig angegriffen worden. Das meldete um Mitternacht die ARD.

Seit Tagen wird heftig über die geplante Corona-Tracing-App gestritten. Nach massiver Kritik ändert die Bundesregierung nun ihre Position, wie der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun, dem ARD-Hauptstadtstudio bestätigte.

Brauns Worte klingen technisch und unspektakulär, aber sie markieren einen deutlichen Kurswechsel: Man werde „eine dezentrale Architektur vorantreiben, die die Kontakte nur auf den Geräten speichert und damit Vertrauen schafft“. Das entscheidende Wort ist dabei dezentral, das noch entscheidendere: Vertrauen.

Der Unterschied ist greifbar: Beim dezentralen Modell schickt ein Nutzer im Falle einer Infektion nur seine eigenen IDs an den Server. Von dort können alle anderen App-User sie herunterladen. Die eigentliche Prüfung, ob es einen Kontakt gab, findet nur lokal auf dem Handy statt.

Beim zentralen Modell dagegen schickt die App eines Infizierten zusätzlich die Codes der Kontakte auf den Server. Dort liegt dann also auch ein Kontaktnetz. Das sind sensible Informationen, quasi „Geheimnisse“, die besonders geschützt werden müssen. (Quelle und mehr, Tagesschau, 26.ß4.20)


Sachsen-Anhalt: Ministerium legt Datenweitergabe nicht offen

Netzpolitik.org fragt: Hat Sachsen-Anhalt die Übermittlung von Coronalisten an die Polizei vertuscht? Das Landesinnenministerium hat nämlich offenbar doch Daten von Menschen, die unter Quarantäne standen, in einer Fahndungsdatenbank des Landeskriminalamts speichern lassen, darunter auch Kontaktpersonen von Erkrankten und Rückkehrer/innen aus sogenannten Risikogebieten. Zuvor hatte die Behörde auf Frage netzpolitik.org mitgeteilt, die Polizei habe keine Listen mit Coronavirus-Infizierten erhalten. Erst eine parlamentarische Anfrage der Oppositionspolitikerin Henriette Quade (Die Linke) brachte die Übermittlung ans Licht.

Danach schickten Gesundheitsämter spätestens ab dem 27. März entsprechende Datensätze von insgesamt 915 Menschen an die Polizei. Sie enthalten Namen und Adressen, wie es das Innenministerium vorschreibt, auch Angaben zur Nationalität der Betroffenen. Per E-Mail gehen sie damals an die Polizeiinspektionen vor Ort sowie direkt an das LKA, dem Innenministerium zufolge an ein „Funktionspostfach“… (mehr und Quelle: Netzpolitik.org, 26.04.20)


Wegen Corona: Werder muss Schulden machen

Die Corona-Krise hat Werder Bremenin finanzielle Schieflage gebracht. „Wir müssen Schulden aufnehmen“, gestand Clubboss Klaus Filbry am Freitag ein, betonte allerdings auch: „Wir sind unverschuldet und einzig aufgrund der Corona-Pandemie samt ihrer Folgen in diese Situation gelangt.“

Durch den Gehaltsverzicht in der Profiabteilung und die Kurzarbeit auf der Geschäftstellewurden zuletzt bereits die laufenden Kosten gesenkt. Gemeinsam mit den Banken sei es nun gelungen, die Liquidität bis in den Frühherbst abzusichern. Wie groß das Loch in der Kasse wird, entscheiden die kommenden Wochen. Noch immer ist nicht klar, ob und wann die Bundesliga fortgesetzt werden kann. Aus diesem Grund ist auch die letzte TV-Rate bisher nicht in voller Höhe an die Vereine gezahlt worden.

Die Kreditaufnahme stellt ein Novum dar – nie zuvor waren die Bremer Verantwortlichen seit der Ausgliederung der Profiabteilung im Jahr 2003 zu diesem Schritt gezwungen. „Wir sind in der Pflicht, den wirtschaftlichen Fortbestand von Werder zu sichern“, sagte Filbry, der mehrere Szenarien vorstellte. Im schlimmsten Fall rechnen die Hanseaten mit einem Verlust von 40 Mio Euro. (Quelle: NDR, 26.04.20)


Inseln im Norden: „Jetzt ist Schluss mit lustig.“

Es war Ende März, als die letzten Touristen die Ostfriesischen Inseln verlassen mussten. Seitdem sind die Insulaner wegen der Corona-Pandemie weitgehend unter sich. Bis zum Mittwoch, 6. Mai verbietet die Verordnung des Landes Niedersachsen noch Touristen, die Inseln zu betreten und an der Küste Urlaub zu machen. Dabei gelten die ostfriesischen Inseln zurzeit als coronafrei.

Nach dem verpassten Saisonstart und einem Monat ohne Besucher werden die Insulaner zunehmend unruhig. Die Angst vor dem Virus wird von der Angst um die eigene Existenz überlagert. Der Tourismusverband Niedersachsen hat eine schrittweise Lockerung ins Gespräch gebracht, womit er an der Nordseeküste auf Zustimmung stößt.

Noch vor gut einem Monat hatte Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) eindringlich an Touristen auf Wangerooge appelliert: „Jetzt ist Schluss mit lustig. Reisen Sie ab!“ Heute spricht Ambrosy, der auch Vorsitzender des Tourismusverbands ist, von einem Dilemma: „Was nützt es mir, wenn wir in eineinhalb Jahren erfolgreich das Virus bekämpft haben, aber ich habe hier nichts mehr an Strukturen, auf die ich bauen kann?“ Die wirtschaftliche Lage sei dramatisch und die Menschen in den Tourismusgebieten bräuchten eine Perspektive.
(mehr und Quelle: NDR, 26.04.20)


Landessportbund Niedersachsen:
Sportbetrieb ab 6. Mai bundesweit und einheitlich wieder aufnehmen

Der Landessportbund (LSB) Niedersachsen hat sich dafür ausgesprochen, den wegen des Coronavirus eingestellten Sportbetrieb ab dem 6. Mai bundesweit einheitlich wieder aufzunehmen. Der Wiedereinstieg solle nach verbindlichen Standards erfolgen, teilte das Präsidium nach einer Sitzung am Freitag mit. Die Mitgliedsvereine bräuchten und erwarteten klare sportartspezifische Übergangsregeln für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs und – wenn möglich – eines begrenzten Wettkampfbetriebs, hieß es in der Mitteilung. (Quelle: LSB, 26.04.20)


Donald Trump stays away from briefings amid fallout from disinfectant comments – Closed doors

After more than a month of near-daily White House coronavirus press briefings, Donald Trump stayed behind closed doors on Saturday after advisers reportedly warned the president that his appearances were hurting his campaign.

In recent weeks Trump has used the briefings to dole out unproven and debunked medical advice, suggesting that things like sunlight and an anti-malaria drug are cures to Covid-19, often causing his own medical experts to try to correct the record.

But on Friday Trump surprised observers by taking no questions and stalking out of the room after an unusually short briefing of just 22 minutes. Some took the move as an acknowledgement from Trump himself that he may have taken things too far when he said on Thursday that disinfectant could be used to cure Covid-19.

(read on, my dear, Quelle: The Guardian, 26.04.20)


Fußball-Drittligist SV Waldhof Mannheim fordert Saison-Abbruch

„Auch“ wegen eines Todesfalls im direkten Umfeld eines Spielers hat sich Drittligist SV Waldhof Mannheim gegen eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit ausgesprochen. Nach Informationen der lokalen Zeitung „Rheinpfalz“ (Samstag) ist der Vater eines Waldhof-Profis an Covid-19 gestorben. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine E-Mail von Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp, in welcher dieser den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und andere Drittliga-Clubs über den Todesfall informiert. „Nach Rücksprache mit dem Spieler kann ich bestätigen, dass es diese E-Mail gibt“, sagte Kompp dem Blatt.

Man sehe sich in der Pflicht, „alle Vereine und den DFB offiziell darüber zu informieren, dass wir am 30.03.2020 einen Corona-Todesfall im unmittelbaren Umfeld eines Spielers des SV Waldhof Mannheim hatten“, heißt es in der Mail des 37-Jährigen. „Dies ist der entscheidende Grund, warum wir beim SV Waldhof Mannheim bereits seit Beginn an, bereits vor der Entscheidung die Saison vorerst auszusetzen, für einen sofortigen Saisonabbruch argumentieren und die sofortige Prüfung des Saisonabbruchs verlangt haben.“
(Quelle: Süddeutsche, 26.04.20)


Corona und die Jobs im Gaza-Streifen

Eine unerwartete Folge der Covid-19-Pandemie ist, dass die Nähfabriken im Gazastreifen zum ersten Mal seit Jahren wieder voll ausgelastet sind.

Die Nachrichtenagentur AP berichtet, wie die Bekleidungshersteller in der palästinensischen Enklave Masken, Handschuhe und Schutzkleider herstellen, von denen nicht wenige für Israel bestimmt sind: Es ist ein seltener wirtschaftlicher Erfolg in dem schmalen Küstengebiet, das gleichermaßen von Israel und Ägypten blockiert ist, seit 2007 die militante Hamas die Macht im Streifen eroberte. Die Blockade und seither drei Kriege zwischen Hamas und Israel haben der lokalen Wirtschaft große Schäden zugefügt und zu einer Arbeitslosigkeit von rund 50% geführt.

Die unerwartete Gelegenheit zeigt aber auch, wie die Wirtschaft im Gazastreifen denjenigen ausgeliefert ist, die die Blockade durchsetzen, und wie schlecht die Löhne geworden sind. Arbeiter verdienen nur rund 8 Dollar pro Tag.

Corona ist in Gaza kaum verbreitet. Nur 17 Infektionsfälle wurden bsiher gezählt.
(Quelle: The Guardian, 26.04.20)


USA: Nervöse GOP

President Trump’s erratic handling of the coronavirus outbreak, the worsening economy and a cascade of ominous public and private polling have Republicans increasingly nervous that they are at risk of losing the presidency and the Senate if Mr. Trump does not put the nation on a radically improved course.

The scale of the G.O.P.’s challenge has crystallized in the last week. With 26 million Americans now having filed for unemployment benefits, Mr. Trump’s standing in states that he carried in 2016 looks increasingly wobbly: New surveys show him trailing significantly in battleground states like Michigan and Pennsylvania, and he is even narrowly behind in must-win Florida… (read on, New York Times, 26.04.20).


Italien feiert 75 Jahre Befreiung vom Faschismus
Trotz Corona-Krise hat Italien den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus gefeiert. In zahlreichen Städten sangen die Menschen aus ihren Fenstern und auf ihren Balkonen das Partisanenlied „Bella Ciao“. In der Hauptstadt Rom sprühten Jagdflieger die italienischen Nationalfarben in den Himmel.
Italien ist mit mehr als 26.300 Toten das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land Europas. Wegen der geltenden Ausgangssperre fanden in diesem Jahr keine öffentlichen Feierlichkeiten statt – stattdessen verlegten die Italiener diese – wie hier in einem Altenheim und in Bergamo – an Fenster, Balkone und anderswohin.

(Quellen: Twitter, FAZ, 25.04.20)


Nobelpreisträger und Klimaforscher John Houghton stirbt an Corona-Virus

Der Klimaforscher John Houghton ist am 15. April in Dolgellau, Wales am Corona-Virus gestorben. Er wurde 88 Jahre alt. Houghton war lange Jahre führend im Weltklimarat der Vereinten Nationen tätig. Seine Enkelin Hannah Malcolm teilte den Tod ihres Großvaters in einem Krankenhaus in einem Twitter-Thread mit.
Dr. Houghton war im Weltklimarat IPCC leitender Herausgeber der ersten drei Berichte der Organisation in den Jahren 1990, 1995 und 2001. Von bericht zu Bericht wurden die Beweise für die globale Erwärmung und die Rolle des Menschen dabei deutlicher. Dadurch wurden die Forderungen nach internationalen Maßnahmen immer dringlicher. Die Gruppe erhielt den Friedensnobelpreis 2007 gemeinsam mit Al Gore, dem ehemaligen Vizepräsidenten und Klimakämpfer. (Quelle New York Times, 25.04.20)


NYT: A Ramadan Like No Other: Images From Around the World

Sprawling banquets that convened crowds of relatives have shrunk to modest meals for immediate family. Imams who led prayers in packed mosques have been addressing the faithful over Zoom. And stay-at-home orders and social distancing guidelines have sapped the nighttime jubilance of cities with large Muslim populations, from Cairo to Jakarta to Dearborn, Mich.

For the world’s 1.8 billion Muslims, the holy month of Ramadan is a social and spiritual high point, a time to gather with friends and family, and to focus on fasting, prayer and scripture.

But the coronavirus pandemic is transforming this Ramadan across the world, clearing out mosques, canceling communal prayers and forcing families to replace physical gatherings with virtual meet-ups.

Ramadan, which most Muslims began observing on Friday or Saturday, is the month when Muslims believe God revealed the Quran to the Prophet Muhammad. Fasting from dawn to dusk for those who are able during this month is one of the five pillars of Islam.

But the coronavirus has added danger to many of the ways that Muslims have observed Ramadan for generations, forcing modifications.

Some… ( read on New York Times, 25.04.20)


Mehr als 200.000 Todesopfer weltweit

Nach Angaben von US-Forschern sind seit Beginn der Corona-Pandemie weltweit mehr als 200 000 Menschen nach einer Infektion gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete am Samstagnachmittag (Ortszeit) mehr als 2,8 Millionen nachgewiesene Infektionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete bis Samstag mehr als 2,7 Millionen bestätigte Infektionen sowie mehr als 187.800 Todesfälle.

Die meisten Todesfälle gab es in den USA (mehr als 52.700), wo die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ebenfalls am höchsten ist (mehr als 924.500). Vergleiche zwischen weiteren Ländern – insbesondere anhand absoluter Zahlen – erweisen sich allerdings sowohl mit Blick auf die Infizierten- als auch auf die Totenzahlen als schwierig. Nicht nur sind die Bevölkerungsstrukturen unterschiedlich. Die Staaten befinden sich auch in verschiedenen Stadien der Pandemie und unterscheiden sich in Hinblick auf die Zahl der durchgeführten Tests. Hinzu kommt die erwartete hohe Dunkelziffer.

Deutschlandweit gibt es bislang mehr als 5800 Todesopfer. Insgesamt haben sich nach Tagesspiegel-Informationen mehr als 155.000 Menschen sind mit dem Virus infiziert. (Quellen: Tagesspiegel, dpa, 25.04.20)


Faces of the dead – This is how they lived, and what was lost when they died.

No infectious disease in a century has exacted as swift and merciless a toll on the United States as covid-19. With no vaccine and no cure, the pandemic has killed people in every state. The necessary isolation it imposes has robbed the bereaved of proper goodbyes and the comfort of mourning rituals. Those remembered in this continually updating series represent but some of the tens of thousands who have died. Some were well-known, and many were unsung. All added their stories, from all walks of life, to the diversity of the American experience (weiter und Quelle: WAPO, 25.04.20).


Demonstration für Grundrechte

Auch in Stuttgart haben Hunderte Menschen gegen eine Einschränkung der Grundrechte demonstriert. Zwischen 350 und 500 Menschen haben sich laut Polizei und Stadt auf dem zentralen Schlossplatz versammelt. Bei der als überparteilich bezeichneten Demonstration forderte Initiator Michael Ballweg die Einhaltung der Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit.Die Demonstration fand bereits zum dritten Mal statt. Nach einem ersten Verbot der Stadt hatte die Initiative „Querdenken“ vor einer Woche trotzdem demonstrieren dürfen, weil das Bundesverfassungsgericht einem Eilantrag gegen das Verbot stattgegeben hat. (Quelle: DIE ZEIT, 25.04.20)


WHO warnt vor Genesenenpässen

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es bislang keine Belege dafür, dass genesene Covid-19-Patienten gegen eine zweite Coronavirus-Infektion immun sind. Die Annahme, dass Antikörper im Blut vor dem Virus schützen, sei noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

Die WHO warnt deshalb auch vor sogenannten Immunitätsnachweisen. Einige Regierungen hatten vorgeschlagen, Ex-Infizierten mit Corona-Antikörpern im Blut eine Art Pass auszustellen, damit sie beispielsweise früher zurück zur Arbeit können. (Quelle:WHO, 25.04.20)


Rettung für Lufthansa

Die Bundesregierung will sich in der kommenden Woche mit der Lufthansa beschäftigen. Die Fluggesellschaft kann sich aus eigener Kraft nicht mehr finanzieren. Zu teuer ist der Reisestopp durch die Corona-Krise.

Wie ist die Lufthansa in Zeiten von Corona zu retten? Am Donnerstag teilte der Konzern mit, er könne dies nicht mehr aus eigener Kraft. Nun soll es Anfang der kommenden Woche ein Spitzentreffen geben, bei dem über Staatshilfen gesprochen wird. Teilnehmen werden Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Verkehrsminister Andreas Scheuer und Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr.

Die Deutsche Presseagentur berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass das Rettungspaket für die Fluggesellschaft ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro haben soll. Umstritten sei aber noch, in welcher Form die Bundesregierung der Lufthansa hilft und wie viel Mitspracherecht die Politik bei einer vorübergehenden staatlichen Beteiligung haben soll. (Foto: TJDarmstadt CC BY 2.0, Quelle: Tagesschau, 25.04.20)



Pflegebeauftragter der Bundesregierung: Besuchsverbote lockern

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus fordert eine Lockerung von Besuchsverboten in Pflegeheimen. Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegereinrichtungen müssten vor dem Coronavirus geschützt werden, sagte er der Zeitung Die Welt, man dürfe sie aber nicht isolieren.

„Wir wissen, dass wir uns darauf einstellen müssen, über einen längeren Zeitraum mit dem Coronavirus umgehen zu müssen. Darauf müssen wir auch die Situation in den Pflegeeinrichtungen anpassen: pauschale, restriktive Besuchsverbote können dabei keine Lösung sein“, sagte Westerfellhaus. Er forderte Bundesländer, die entsprechende Regelungen getroffen hatten, zu Nachbesserungen auf. (Quelle: Die WELT, 25.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Samstag, 25.04.2020, 10 Uhr

Keine Neuinfizierten im Emsland. Die Zahl steht seit Freitag bei 384 (= +/-0) gestiegen. Das sind unverändert 118,2 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 283 (+13) geheilt. Aktuell befinden sich immer noch rund 350 Personen (+/- 0) im Emsland in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind aktuell 74 (+1) Personen erkrankt, dies sind 135,98/100.000; 52 (+3) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 7
Einheitsgemeinde Emsbüren 16 7
Samtgemeinde Freren 37 18
Einheitsgemeinde Geeste 11 8
Stadt Haren (Ems) 29 23
Stadt Haselünne 32 28
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 14 8
Stadt Lingen (Ems) 74 52
Stadt Meppen 57 46
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 24
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 10
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 11
Einheitsgemeinde Twist 18 13
Samtgemeinde Werlte 12 7
Gesamt* 384 (+/- 0) 283 (+13)
Todesfälle 16
Aktuelle Covid-19-Fälle  

85 (-13)

(25.04.20)


Grüne: Prämie für Kauf im lokalen Einzelhandel

Die Corona-Pandemie ist auch für den lokalen Einzelhandel eine Bedrohung. Damit es nicht zu einem Ladensterben kommt, möchten die Grünen Bürgerinnen und Bürgern zwar keine Abwrackprämie für Pkw schenken, aber 250-Euro-Einkaufsgutscheine. Die so genannten Kauf-vor-Ort-Gutscheine sollen „nur im stationären Handel, für stationäre Dienstleistungen oder in der Gastronomie“ eingelöst werden können, heißt es in einem Positionspapier der Grünen. Eine Einlösung im Online-Handel sei demnach nicht möglich. Auch Geschäften, die nicht vom Shutdown betroffen waren, wie etwa Lebensmittelläden und Drogerien, sind ausgeschlossen.

Sobald die gesundheitspolitische Lage es zulasse, sei ein zielgerichtetes Instrument nötig, um die Nachfrage im lokalen Handel anzukurbeln, heißt es in dem Papier. Es stammt von Fraktionschef Anton Hofreiter sowie den Abgeordneten Katharina Dröge, Oliver Krischer, Claudia Müller, Daniela Wagner. Der Gutschein solle ein Jahr gültig sein und nicht im Online-Handel verwendet werden dürfen. (Quelle: Spiegel, 25.04.20)


Europa und Corona: Deutschland vor der EU-Ratspräsidentschaft

Am 1. Juli übernimmt Deutschland erstmals seit 13 Jahren wieder die EU-Ratspräsidentschaft. Befürchtungen, dass in der Corona-Krise der Klimawandel von der Agenda der EU verdrängt werden könnte, trat Merkel in ihrem Podcast entgegen. Die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands werde wegen der Pandemie „anders ablaufen, als wir uns das vorgenommen hatten“, sagte die CDU-Politikerin. Klimafragen werde man „genauso auf der Tagesordnung haben wie die Gesundheitsfragen“. Man müsse sehen, dass man für die „wirtschaftliche Ertüchtigung Europas“ und den sozialen Zusammenhalt etwas tue, sagte die Kanzlerin, und „dass wir an die Zukunft denken – und das sind die Klima- und Umweltfragen“.


Wie Corona das Krankenhaus in Enschede für immer verändert.
Eine Reportage von Frank Timmers (Tubantia, Enschede)

„Wenn es wieder in Ordnung ist, werde ich Ihnen die Hand geben, um Ihnen für dieses Gespräch zu danken“, sage ich zum Abschied. „Ich denke, wir werden hier im Krankenhaus nie wieder die Hand geben“, sagt der Fahrer. Einsatz, der mir die Idee für diese Reportage gibt.

Unsere Krankenhäuser sind komplett auf den Kopf gestellt, um Platz für Patienten mit Korona zu schaffen. Und das geht weit über den Kauf von Zustellbetten für die Intensivstation und den Verzicht auf Akutpatienten hinaus. Es ist eine beispiellose Operation.

Mehr als eine Woche lang durfte ich im MST-Krankenhaus in Enschede erleben, wie das Virus überall den Stand der Dinge bestimmt und was es von den Menschen dort verlangt. Nicht nur von der Krankenschwester, sondern auch vom Reinigungspersonal, dem Techniker und dem Wachmann.

In sieben Abteilungen untersuchte ich die Auswirkungen der Korona und fragte nach dauerhaften Veränderungen. Ich erfahre, die Krise ist schwerwiegend und anstrengend, hat aber ihre beeindruckenden Seiten. Die Mitarbeiter sind erstaunt über die erreichte Schlagkraft. Wo ist bloß die Bürokratie geblieben?

Dann schreibe ich meine Erfahrungen auf und mache eine Liste mit Empfehlungen für das neue Krankenhaus. (weiter bei der Tubantia (in niederl. Sprache), 25.04.20)


Reuters: China wollte EU-Bericht zu Corona-Desinformation verhindern

China soll versucht haben, einen Bericht der Europäischen Union zu blockieren, wonach Peking Desinformationen über den Ausbruch des Coronavirus verbreitet habe. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Hinweis auf unabhängige Quellen und ihr vorliegende diplomatische Berichte.

Der EU-Bericht wurde schließlich veröffentlicht, wenn auch kurz vor Beginn des Wochenendes in Europa, und nachdem einige Kritik an der chinesischen Regierung entschärft worden sein soll.

Eine EU-Sprecherin sagte auf Fragen zu dem Vorgang: „Wir kommentieren niemals Inhalte oder angebliche Inhalte interner diplomatischer Kontakte und die Kommunikation mit unseren Partnern aus anderen Ländern.“ Ein anderer EU-Beamter sagte Reuters, der Bericht über die chinesische Desinformation sei „wie üblich veröffentlicht worden“; er bestritt, dass etwas darin verwässert worden sei.

Ursprünglich hätte der Bericht bereits am 21. April veröffentlicht werden sollen. Das habe sich jedoch verzögert, meldete heute der britische Guardian. Ein hochrangiger chinesischer Beamter habe in Peking gegenüber EU-Vertretern erklärt, wenn der Bericht unverändert veröffentlicht werde, sei dies für die Zusammenarbeit sehr schlecht. Die Veröffentlichung des Berichts werde Peking „sehr wütend“ machen.

Deshalb, so Reuters, habe sich die Veröffentlichung des Berichts verzögert. Ein Vergleich der internen Version des Berichts mit der am späten Freitagabend veröffentlichten endgültigen Version ergab inzwischen mehrere Unterschiede. (Quelle The Guardian, 25.04.20)


USA „under no circumstances“

In Maryland, so many callers flooded a health hotline with questions that the state’s Emergency Management Agency had to issue a warning that “under no circumstances” should any disinfectant be taken to treat the coronavirus. In Washington State, officials urged people not to consume laundry detergent capsules. Across the country on Friday, health professionals sounded the alarm.

Injecting bleach or highly concentrated rubbing alcohol “causes massive organ damage and the blood cells in the body to basically burst,” Dr. Diane P. Calello, the medical director of the New Jersey Poison Information and Education System, said in an interview. “It can definitely be a fatal event.”
Even the makers of Clorox and Lysol pleaded with Americans not to inject or ingest their products.

The frantic reaction was prompted by President Trump’s suggestion on Thursday at a White House briefing that an “injection inside” the human body with a disinfectant like bleach or isopropyl alcohol could help combat the virus.

“And then I see the disinfectant, where it knocks it out in a minute,” Mr. Trump said after a presentation from William N. Bryan, an acting under secretary for science at the Department of Homeland Security, detailed the virus’s possible susceptibility to bleach and alcohol.

“One minute,” the president said. “And is there a way we can do something like that, by injection inside or almost a cleaning? Because you see it gets in the lungs and it does a tremendous number on the lungs. So it would be interesting to check that.”

Mr. Trump’s remarks caused an immediate uproar, and the White House spent much of Friday trying to walk them back. “Leave it to the media to irresponsibly take President Trump out of context and run with negative headlines,” Kayleigh McEnany, the new White House press secretary, said in a statement criticizing the coverage of Thursday night’s briefing. But the president later undermined her argument by insisting that his question to Mr. Bryan in fact had been an elaborate prank that he had engineered to trick reporters.“I was asking a question sarcastically to reporters like you just to see what would happen,” Mr. Trump said on Friday to journalists gathered in the Oval Office. (Quelle: The New York Times, 25.04.20)


Corona und die gefährlichen Tränen
Wer an Corona erkrankt und mit starken Symptomen zu kämpfen hat, der wird vor Leid und Schmerz auch manchmal die ein oder andere Träne nicht zurückhalten können. Dies könnte jetzt aber zur nächsten Ansteckungsgefahr für Tröstende werden: Wie italienische Wissenschaftler erforscht haben, soll das Coronavirus nicht nur über Atemwege, sondern auch über Tränen übertragbar sein. Dort soll es sich auch vermehren können.

In einer neuen Studie des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten Spallanzani in Rom sammelt sich laut blick.ch das Virus in den Tränen, vermehrt sich dort und kann bis zu einem Monat darin nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis lieferte die Untersuchung des Augensekret einiger Covid-19-Patienten. Besonders gefährlich könnte es demnach für Augenärzte und Optiker werden, die mit der Tränenflüssigkeit von Patienten und Kunden leicht in Kontakt kommen. Die Ergebnisse der Studie wurden bereits an die Weltgesundheitsorganisation WHO weitergeleitet. (Foto: Pixabay; Quelle: Merkur, 25.04.20


Präsidentschaftswahl und Corona
Polen soll am 10. Mai einen neuen Präsidenten wählen. Jetzt aber hat auch der polnische Gesundheitsminister Lukasz Szumowski, von Beruf Kardiologe, am Freitag gesagt, dass angesichts der Coronavirus-Pandemie eine Verzögerung der Präsidentschaftswahlen im nächsten Monat bis 2022 „die einzig sichere Option“ sei.

„Eine Möglichkeit wäre, das ganze Problem zwei Jahre lang auf Eis zu legen und sich wirklich mit der Epidemie zu befassen. Ich denke, das ist die beste Option, und ich empfehle sie “, sagte Minister Szumowski gegenüber Polsat-TV.

Trotz des Drucks der Opposition, der medizinischen Mitarbeiter, der Mehrheit der Öffentlichkeit und sogar der Mitglieder und Verbündeten der regierenden konservativen Partei hat sich die polnische Regierung bislang geweigert, die Abstimmung am 10. Mai zu verschieben. (Quelle: The Guardian, 25.04.20)


Inflation und Corona

Führen die gigantischen Staatsausgaben in der Corona-Krise zu einem Inflationsschub? Ökonomen rechnen vorerst nicht damit, sondern eher im Gegenteil mit sinkenden Preisen. Dazu trage der Absturz der Ölpreise wesentlich bei, so die Einschätzung mehrerer Volkswirte.

„Angesichts der Schwere der aktuellen Rezession und vor dem Hintergrund des ausgesprochen starken Ölpreisverfalls sollte die Konsumentenpreisinflation im Jahresdurchschnitt 2020 deutlich niedriger ausfallen als im Vorjahr“, sagt Michael Menhart, Chefvolkswirt des weltgrößten Rückversicherers Munich Re. „Ich vermute, dass die Corona-Krise eher zu einer Deflation führen wird“, sagt Markus Demary, Senior Economist für Geldpolitik und Finanzmärkte am Institut der Deutschen Wirtschaft Köln.

„Kurzfristig dürfte die Covid-19 Krise eher deflationär wirken“, nimmt auch Katharina Utermöhl an, für Europa zuständiger Senior Economist der Allianz. Europas führender Versicherer erwartet für 2020 im Euroraum eine extrem niedrige Preissteigerung von 0,2 Prozent, für 2021 eine Inflationsrate von 1,6 Prozent. (ein Beitrag aus dem Live-Blog von DIE ZEIT, 25.04.20)


Walfang und Corona

Island verzichtet diesen Sommer schon zum zweiten Mal hintereinander auf den Walfang – auch wegen der Pandemie. Die walfleischverarbeitenden Firmen hätten Probleme, die Abstandsregeln zu erfüllen, sagte Kristjan Loftsson, Vorstandschef des Jagdunternehmens Hvalur, der Zeitung Morgunbladid. Ein weiterer Grund sind Absatzschwierigkeiten auf dem wichtigen japanischen Markt.

Das zweite Jagdunternehmen im Land, IP-Utgerd, kündigte an, deshalb in diesem Jahr endgültig zu schließen. Es lohne sich einfach nicht mehr, sagte Geschäftsführer Gunnar Bergmann Jonsson.

Zuletzt waren im Jahr 2018 vor Islands Küste 145 Finnwale und sechs Zwergwale gefangen worden. Der Inselstaat gehört neben Norwegen und Japan zu den wenigen Ländern, die kommerziellen Walfang betreiben. (Quelle: ZEIT, 25.04.20)


Leipzig: Italienischer Corona-Patient verstorben

Während am Mittwoch noch positive Nachrichten aus Chemnitz vermeldet wurden, als dort zwei schwer erkrankte Covid-19-Patienten aus Italien gesund aus dem Krankenhaus entlassen wurden, gibt‘s am Donnerstag traurige Neuigkeiten.

Im Herzzentrum Leipzig ist ein Covid-19-Patient aus Italien gestorben, nachdem er über einem Monat künstlich beatmet wurde. Wie die Klinik mitteilte, starb der 70-Jährige an einem Multiorganversagen.

„Wir sind traurig und enttäuscht“, sagte Gerhard Hindricks, Ärztlicher Direktor der Klinik: „Der Patient hatte zahlreiche Vorerkrankungen, wie Diabetes und eine arterielle Durchblutungsstörung. Auch eine Sekundärinfektion, die er aus Italien mitgebracht hat, machte seinem geschwächten Immunsystem zu schaffen.“

Bereits am Samstag war ein 31-jähriger Covid-19-Patient aus der Region Bergamo verstorben. Beide waren am 25. März zur Behandlung nach Leipzig geflogen worden. Insgesamt sind nun schon drei italienische Corona-Patienten im Leipziger Uniklinikum gestorben. (Quelle: Merkur, 25.04.20)


Gestern Abend: ORF-Interview mit Christian Drosten

(25.04.20)


Amazon: Prozessniederlage in Frankreich

Ein französisches Gericht hat die Berufung von Amazon gegen ein erstinstanzliches Urteil zurückgewiesen, das die Möglichkeiten von Amazon während der Pandemie einschränkt, und Gewerkschaften einen Sieg beschwerte, die die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens massiv kritisiert hatten.

Amazon muss die Lieferungen in Frankreich auf IT-Produkte, Gesundheitsprodukte, Lebensmittel und Tiernahrung beschränken, sagte das Berufungsgericht und bestätigte eine frühere Anordnung des Unternehmens, die Lieferungen zu kürzen, während es seine Gesundheitsprotokolle verbessert. (Quelle: The Guardian, Politico 24.04.20)


Brandenburg lockert stärker

Das Bundesland Brandenburg lockert die Corona-Beschränkungen stärker. Religiöse Veranstaltungen in Kirchen, Moschen und Synagogen mit mit zu 50 Teilnehmern sind demnächst in Brandenburg möglich. Ab Montag, 4. Mai sollen Veranstaltungen bis zu 50 Personen erlaubt sein, beschloss das Landeskabinett.. Demnach sind auf 50 Teilnehmer beschränkte Demonstrationen im Freien möglich. Dafür ist allerdings in jedem Einzelfall die Genehmigung der jeweils zuständigen Behörde notwendig.

Nach Angaben von Ministerpräsident Woidke werden ab 4. Mai auch wieder nichtreligiöse Bestattungen mit bis zu 50 Personen und Trauerfeiern im privaten, familiären Bereich mit bis zu 20 Personen ermöglicht. Auch die Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis sei möglich. Friseure sollen ebenfalls wieder am 4. Mai öffnen können. Außerdem führt Brandenburg ab 27. April eine Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr ein.

(Quelle: Süddeutsche, 24.04.20)


SZ-Interview mit Christian Drosten

Mit der Corona-Krise wurde der Virologe Christian Drosten zu einem Popstar der Wissenschaft. Eine befremdliche Erfahrung für ihn. Soeben hat Christian Drosten einen Sonderpreis für seine unermüdliche Kommunikation über das neue Coronavirus erhalten. Trotz vieler Interviews und Auftritte bleibt er seinen wissenschaftlichen Prinzipien treu.

SZ: Herr Drosten, Sie haben die Öffentlichkeit schon in früheren Epidemien über virologische Zusammenhänge informiert. Was ist in der aktuellen Krise anders?

Christian Drosten: Ich habe bald gemerkt, dass in dieser Krise viel Information verloren geht. Ich hatte über den Januar und Februar versucht, deutliche Warnungen auszusprechen – ohne Panik zu verbreiten. Aber aus den Interviews wurde viel herausgeschnitten. Mich hat das geärgert, ich habe da jeweils viel Zeit investiert. Irgendwann nahm das auch zeitlich überhand, ich habe jedes Interview sechsmal gegeben – und meine Frau war genervt, weil ich beim Frühstück immer wieder nach nebenan gehen musste, für Interviews. Auch da wurde verkürzt, der Kontext verändert.

Manchmal machen Verkürzungen die Dinge auch klarer. Müssen Sie sich ein dickeres Fell zulegen?

(Lacht) Ja, vielleicht ist es schon dicker geworden. Letzte Woche zum Beispiel gab es… (weiter im SZ-Interview von Kathrin Zinkant, 24.04.20)


Telemedizin soll Infizierten helfen

In einer Studie will das Klinikum rechts der Isar (München) herausfinden, ob die Zahl schwerer Krankheits-Verläufe und die Todesrate unter Corona-Infizierten gesenkt werden können, wenn sie rechtzeitig ins Krankenhaus und, wenn nötig, auf die Intensivstation kommen.

Durch Telemedizin soll bei Corona-infizierten Patienten rechtzeitig festgestellt werden, ob sich ihr Zustand so verschlechtert, dass intensivmedizinische Behandlung notwendig wird. Ein kleiner Stöpsel, der im Ohr angebracht wird, misst daher alle 15 Minuten die sogenannten Vitalfunktionen des Patienten, also die Körpertemperatur, die Atem- und die Herzfrequenz sowie die Sauerstoffsättigung im Blut, außerdem vier Mal täglich einen weiteren Parameter, der Auskunft über den Allgemeinzustand des Patienten gibt. Im Fall einer Verschlechterung des Zustands wird die Klinik rasch informiert. (Quelle: SZ, 24.04.20)


USA: „Kein Malaria-Mittel verschreiben!“

The US Food and Drug Administration has warned doctors against prescribing the malaria drug Donald Trump has been touting, citing reports of sometimes fatal heart side effects among patients.

From the Associated Press:

The warning comes as doctors at a New York hospital published a report that heart rhythm abnormalities developed in most of 84 coronavirus patients treated with hydroxychloroquine and the antibiotic azithromycin, a combo Trump has promoted. Both drugs are known to sometimes alter the heartbeat in dangerous ways, and their safety or ability to help people with COVID-19 is unknown.

The warning excludes in hospital and research studies. A National Institutes of Health experts panel earlier this week also recommended against taking that drug combo except in a formal study. (Quelle: The Guardian, 24.04.20)


Welche Rolle spielen Kinder bei der Ausbreitung des Corona-Virus?

Eine Studie, die am Montag im Universitätsklinikum Ulm (Foto lks, via pixabay) startet, soll Antworten auf die Frage liefern, wie häufig Kinder von COVID-19 betroffen sind und welche Rolle sie bei der Ausbreitung des Coronavirus spielen. Das Land Baden-Württemberg hat die Studie in Auftrag gegeben und trägt die Kosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Wie infektiös Kinder sind, ist unter anderem für die Debatte um die Wiederöffnung der Schulen in Deutschland relevant. Die Ergebnisse der Studie könnten der Politik dabei helfen, Hygiene-Regeln für den Schulbetrieb festzulegen. (Quelle: SZ, 24.04.20)


Air France bekommt 7 Milliarden Kredit

Air France erhält ein staatlich auf den weg gebrachtes Darlehenspaket in Höhe von 7 Mrd. EUR, um eine durch die Pandemie ausgelöste Geldkrise abzuwenden, hat der Finanzminister des Landes Le Maire am Abend angekündigt.

Frankreich wird 3 Mrd. EUR an direkten Darlehen und Garantien für weitere 4 Mrd. EUR an Bankkrediten an die Fluggesellschaftgeben, die Teil der Airline-Gruppe Air France-KLM ist, vergeben, sagte Le Maire.

„Die Flugzeuge von Air France sind am Boden, daher müssen wir Air France unterstützen“, sagte der Minister im Fernsehen und setzte hinzu, dass die Hilfe Bedingungen habe, durch die die Gruppe „die umweltfreundlichste Fluggesellschaft der Welt wird“.

Der französische Staat bereitet sich auch darauf vor, Kredite an den Automobilhersteller Renault in Höhe von rund 5 Mrd. EUR zu vergeben, sagte Le Maire.
(Foto: PixaBay, Quelle: Reuters, 24.04.20)


Spanien: Erstmals mehr Genesene als Kranke
Erstmals seit dem Ausbruch des Virus ist in Spanien die Zahl der Genesenen höher als die Zahl der Neuinfektionen. Die Behörden meldeten 2.796 bestätigte neue Infektionen, 3.105 Menschen seien wieder gesund. „Bei all der Anstrengung, die wir gemacht haben, fängt die Entwicklung der Epidemie offensichtlich an, dort zu sein, wo sie sein sollte“, sagte der Koordinator des spanischen Gesundheitsnotfallzentrums, Fernando Simón.
Die Zahl der Toten stieg um 367 auf insgesamt 22.524. Vertreter der 17 spanischen Regionen und die Zentralregierung wollten heute über Wege aus dem Lockdown beraten. (Quelle: DIE ZEIT, 24.04.20)


USA: Mehr als 50.000 Corona-Tote


In den USA sind inzwischen mehr als 50.000 Menschen mit Coronavirus gestorben.
Den Angaben der Johns-Hopkins Uni zufolge wurden in den Vereinigten Staaten bislang mehr als 870.000 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst. Die USA, ein Land mit 330 Millionen Einwohnern, sind gemessen an den absoluten Zahlen weltweit am stärksten von der Epidemie betroffen.

New York meldet unterdessen einen Rückgang der Zahlen. Am fünften Tag in Folge starben in dem Bundesstaat weniger als 500 Menschen. Mit 422 Todesopfern sank die Zahl sogar auf den tiefsten Wert seit drei Wochen. Das sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Insgesamt sind in New York mehr als 16.000 Menschen gestorben. Noch vor wenigen Tagen gab es täglich knapp 800 Opfer.
Cuomo warnte vor einer zweiten Infektionswelle, sollten die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen gelockert werden. Der Gouverneur ist vorsichtig, was die Wiedereröffnung von Gesellschaft und Wirtschaft angeht. Die Beschränkungen gelten nach heutigem Stand noch bis zum 15. Mai. (Quelle: The Guardian, Reuters; 24.04.20)


Hessen: Schulpflicht für Viertklässler ausgesetzt

Die Schulpflicht für Viertklässler in Hessen wird in der Corona-Pandemie einstweilen außer Vollzug gesetzt. Das entschied am Freitag der Hessische Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Kassel.

Damit gaben die Richter dem Eilantrag einer Schülerin aus Frankfurt Recht, die sich gegen eine Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie richtet. Die Anordnung in § 3 Abs. 1 Nr. 2a der Hessischen Corona-Verordnung, die für Schüler der vierten Jahrgangsstufe eine Präsenzpflicht ab dem 27. April bewirkt, verstoße gegen höherrangiges Recht, so das Gericht. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch bis zum 3. Mai weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt und in ihrem Grundrecht auf Gleichbehandlung verletzt. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Beschl. v. 24.04.2020, Az. 8 B 1097/20.N). (Quelle: LTO, 24.04.20)


OVG Niedersachsen: Weiterhin keine Gottesdienste

Gläubige müssen in Niedersachsen auch in nächster Zeit auf Gottesdiensteverzichten. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hat einen Eilantrag gegen die in der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen abgewiesen, und gleichzeitig auch weitere Anträge für die Öffnung von Zoos und Freizeitparks.

Zusammenkünfte in Kirchen, Synagogen und Moscheen bleiben mit dem gestern ergangenen Beschluss des 13. Senats weiter verboten. Der Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung sei derzeit dem Recht auf freie Religionsausübung übergeordnet, entschied das Gericht. Zur Begründung verwies das Gericht darauf, dass mildere Mittel – etwa bloße Zugangsbeschränkungen – in einem geschlossenen Raum nicht zur Verfügung stünden. Zudem blieben die individuelle Glaubensausübungsfreiheit und religiöse Versammlungen unter freiem Himmel möglich. Geklagt hatte ein Verein, der sich für die Rechte von Muslimen einsetzt (Az.: 13 MN 109/20). (Quelle: NDR, 24.04.20) (Foto: OVG Niedersachsen in Lüneburg, ©: Hier im Blog am 13.02.2014)


Sehr komplex – Schulen öffnen in Niedersachsen

In Niedersachsen kehren ab Montag die Abschlussklassen an die Schulen zurück. Alle Prüfungen sollen stattfinden, die Prüflinge durch die Rückkehr zum Präsenzunterricht die Möglichkeit erhalten, sich darauf vorzubereiten. Ab dem 4. Mai sollen schrittweise auch die anderen Klassen folgen. Laut Vorgabe des Kultusministeriums soll jeweils nur die Hälfte der Schüler am selben Tag in die Schule müssen. Mit diesem Verfahren soll auch Gedränge in Schulbussen und Bahnen verhindert werden. Laut NLT könne dies zwar für etwas mehr Platz sorgen – der Schüler-Transport in Corona- Zeiten bleibe aber sehr komplex, hieß es.
(Quelle und mehr: NDR; 24.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 24.04.2020, 10 Uhr

Leider ist in den vergangenen 24 Stunden ein weiterer Mensch im Emsland am Corona-Virus gestorben. Dabei wäre es sonst ein weiterer Tag in die richtige Richtung gewesen; denn zum ersten Mal ist die Zahl der akut Erkrankten auf unter 100 gefallen, wenn auch die Zahl aller Infizierten seit Beginn der Seuche auf jetzt 384 (= +5) gestiegen. Das sind 118,2 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 270 (+19) geheilt. Aktuell befinden sich noch rund 350 Personen (-50) im Emsland in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind aktuell 74 (+1) Personen erkrankt, dies sind 135,98/100.000; 49 (+3) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 7
Einheitsgemeinde Emsbüren 16 7
Samtgemeinde Freren 37 (+1) 17
Einheitsgemeinde Geeste 11 (+1) 5
Stadt Haren (Ems) 29 (+1) 22
Stadt Haselünne 32 27
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 14 (+1) 8
Stadt Lingen (Ems) 74 (+1) 49 (+3)
Stadt Meppen 57 45
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 24
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 8
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 10
Einheitsgemeinde Twist 18 13
Samtgemeinde Werlte 12 7
Gesamt* 384 (+5) 270 (+19)
Todesfälle 16 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle  

98 (-15)

Nachtrag – Belegung der Intensivbetten im Landkreis Emsland am 24.04.20:

  • 108 Intensivbetten gemeldet von 6 Standorten
  • 53f reie Betten (49 %)
  • 46 Patienten ohne Covid-19 in Intensiv­versorgung
  • 9 Covid-19-Patienten in Intensiv­versorgung

„Interessantes“ vom Großen Häuptling

Er läuft noch frei rum, und ich entschuldige mich hiermit bei allen deutschen Stammtischen.

US-Präsident Donald Trump hat mit eigenen Vorschlägen zum Kampf gegen Covid-19 für Aufsehen gesorgt. Bei einem Presse-Briefing im Weißen Haus schlug er gestern Abend (Ortszeit) vor zu prüfen, ob man Menschen direkt Desinfektionsmittel spritzen kann. Trump sagte , es wäre „interessant“, das herauszufinden.

De facto wäre eine solche Prozedur bloß lebensgefährlich. Unmittelbar vorher hatte bei der Pressekonferenz ein Regierungsexperte erklärt, dass Bleich- und Desinfektionsmittel den Erreger zum Beispiel auf trockenen metallischen Flächen wie einer Türklinke rasch abtöteten… (Quelle DIE ZEIT, NYT, 24.04.20)


Impfschutz? Sehr langer Weg.

Die Hoffnung ist groß, ein Covid-19-Impfstoff könne helfen, die Krise zu beenden und die Welt wieder in den alten „Normalzustand“ zurückzuversetzen. Entsprechend euphorisch wird jetzt über den Start der ersten klinischen Impfstoffstudiein Deutschland berichtet, der vierten weltweit nach Zählung der Weltgesundheitsorganisation. Diesen und den etwa 70 weiteren Impfstoffprojekten, die Forscher weltweit derzeit verfolgen, wünscht wohl jeder Erfolg.

Gesichert ist dieser aber – leider – keineswegs. Bislang gibt es gegen keines der Coronaviren, die als infektiös für Menschen bekannt sind, eine Vakzine. Weder gegen die recht harmlosen, nur Schnupfen auslösenden Varianten, noch gegen das in arabischen Staaten von Kamelen auf den Menschen übergesprungene Mers-Coronavirus oder das inzwischen verschwundene Sars-Virus, das 2002 vor allem China und benachbarte Länder betraf. (Mehr und Quelle: Tagesspiegel, 24.04.20)


China: Neue Zahlen der Nationalen Gesundheitskommission

In China nahm die Pandemie ihren Anfang. In Wuhan wurde das Virus erstmals entdeckt. Nun soll es den neunten Tag in Folge in Chinaoffiziellen Angaben zufolge keine neuen Todesopfer durch das Coronavirus gegeben haben. Es gebe auch nur sechs neue Infektionen. Das teilte zumindest die Nationale Gesundheitskommission mit. Bei zwei der Neuinfektionen handelt es sich den Angaben nach um importierte Fälle durch Reisende aus Übersee.

In Krankenhäusern werden noch 915 Fälle behandelt, von denen 57 als ernst gelten. 999 Menschen seien isoliert worden und werden entweder als Verdachtsfälle überwacht oder wurden positiv getestet ohne Symptome zu zeigen. Von den offiziellen insgesamt 82.804 Infizierten in China sind 4.632 gestorben. (Quelle: DiIE ZEIT, 24.04.20)


Emsland: Belegung der Intensivbetten

Hier die Zahlen der Grafschaft Bentheim

(Quelle: DIE ZEIT, 24.04.20)


Beten wieder erlaubt

In NRW sollen ab 1. Mai an von den verschiedenen Religionsgemeinschaften wieder Gottesdienste abgehalten werden dürfen. Das teilte die Landesregierung in einer Pressemitteilung mit.

Nach dem Erarbeiten entsprechender Sicherheits- und Abstandskonzepte sollen die Gottesdienst ab nächsten Freitag wieder möglich sein. „Jüdische Gemeinden haben auf die gemeinsame Feier des Pessachfestes verzichtet und Christen auf die großen Gottesdienste an den Hochfesten von Gründonnerstag bis Ostern. Die Muslime ihrerseits haben erklärt, den Auftakt zum Ramadan ohne gemeinsames Freitagsgebet zu feiern und den Ramadan mit seinen allabendlichen Begegnungen zum Fastenbrechen anders zu gestalten als in allen Jahren zuvor“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der den Gläubigen für ihr Verständnis dankte. Die Freiheit der Religionsausübung sein ein wichtiges Grundrecht unserer Verfassung, so der CDU-Politiker. (Quelle: Süddeutsche, 24.04.20)


Propaganda aus Russland

Alles Panikmache?“ – so lautet eine Folge der Sendung „Der fehlende Part“ von RT Deutsch, der deutschen online-Version des russischen Auslandsfernsehens RT. Sie ist mit 875.000 Abrufen der Hit des Sendersauf YouTube.

Darin gibt es ein Interview mit einem Mediziner unter dem Titel „Die Epidemie, die nie da war“. In alarmierendem Tonfall spricht die Moderatorin Jasmin Kosubek von „dystopischen Maßnahmen“ und kritisiert „bisher nie dagewesenen Einschränkungen der Grundrechte in Deutschland“ und anderen Ländern.

Im Film wird auch gezeigt, wie die Polizei in Frankreich handgreiflich gegen Passanten auf der Straße vorgeht. In Israel bekomme man „schnell die Handschellen“ angelegt, zwei Personen in Schutzanzügen fesseln einen auf den Boden gedrückten Bürger. Es geht weiter mit dem „Supergau für die deutsche Wirtschaft“ und dem „Tod der Restaurants“.

Diese Beispiele sind typisch für die Berichterstattung der russischen Staatsmedien in Deutschland, insbesondere von RT Deutsch und dem Nachrichtenportal Sputnik. Es wird suggeriert, dass die deutsche Regierung und die EU Krisen nicht bewältigen können. Und dass der Kollaps des Systems kurz bevorstehe.

Das war in der Flüchtlingskrise der Fall, im Fall Lisa – der angeblichen Entführung einer jungen Russlanddeutschen –, in der Brexit-Debatte. Die Corona-Pandemie wird nun ebenfalls genutzt, um mit tendenziöser und teils falscher Berichterstattung zu polarisieren.

Denn die russischen Staatsmedien in Deutschland haben eine Mission. Sie verstehen sich selbst als Waffe im Informationskrieg. Die Grundlagen dazu wurden von russischen Militärtheoretikern entworfen, als Ergänzung zu anderen Aktivitäten wie Cyberattacken und Spionage. Wie bei den „aktiven Maßnahmen“ zur Sowjetzeit soll der Gegner so beeinflusst werden, dass er seine Niederlage selbst herbeiführt.

(mehr und Quelle: Tagesspiegel, 24.04.20)


EU: Weitere 540 Milliarden

Die 27 Mitgliedsstaaten der EU haben ein Kreditpaket zur Unterstützung von Kurzarbeitern, Unternehmen und verschuldeten Staaten in der Corona-Krise gebilligt. Es hat ein Volumen von bis zu 540 Milliarden Euro. Die EU-Finanzminister hatten die Maßnahmen vor zwei Wochen ausgehandelt. Die Staats- und Regierungschefs sind sich auch einig darüber, einen sogenannten Wiederaufbau-Fonds ins Leben zu rufen. Dieser soll die Wirtschaft nach der Krise ankurbeln. Fragen zur Finanzierung des Fonds wurden vertagt. Kanzlerin Merkel bekräftigte nach der Videokonferenz den Willen der Bundesregierung, Ländern wie Italien oder Spanien zu helfen. Deutschland sei bereit, höhere Beiträge in den EU-Haushalt einzuzahlen, so Merkel. Gemeinsame Schulden lehnte sie erneut ab. (Quelle: ARD, 24.04.20)


Profifußball: Ball wird an „die Politik“ gespielt

In der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga bleibt der Spielbetrieb bis auf Weiteres ausgesetzt. Wie die Deutsche Fußball Liga mitteilte, stehen alle 36 Profi-Clubs aber bereit, sobald die Politik den Termin für den Neustart festlegt. Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Merkel wollen in einer Woche darüber sprechen. Ob dann eine Entscheidung fällt, ist aber noch nicht klar. Die Fußball Liga hat zudem beschlossen, die Vereine der 3. Liga und die Bundesliga der Frauen mit 7,5 Millionen Euro zu unterstützen.
Quelle: ARD, 24.04.20)


Maskenpflicht in Niedersachsen!

In Niedersachsen wird das Tragen einer Schutzmaske nun doch Pflicht, zunächst im Nahverkehr und im Einzelhandel. Die Regelung gilt ab dem kommenden Montag, wie Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch in Hannover sagte. Ausgenommen von der Maskenpflicht seien Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Menschen mit Erkrankungen, die das Tragen einer Maske nicht erlaubten. Konkret nannte Reimann Herz-Kreislauferkrankungen. Für die Mund-Nase-Bedeckung verlange die Landesregierung ausdrücklich keine professionelle Atemschutzmasken, diese seien medizinischem Personal vorbehalten, so die Ministerin. Zur Dauer der Maskenpflicht sagte Reimann, sie gehe davon aus, dass diese Verpflichtung über „viele Wochen und Monate“ anhalten werde. (Quelle: NDR, 24.04.20)


Überblick

  • Weitere 4,4 Millionen US-Bürger*innen haben sich arbeitslos gemeldet; zuvor waren es wegen der Corona-Krise bereits 26 Millionen. Weitere Millionen werden ihnen in den folgenden Wochen wohl folgen. Americans filed for unemployment.
  • The UK reported 616 more deaths in hospital from Covid-19, taking the total to 18,738, according to statistics published by the UK’s department for health and social care. Wednesday’s daily figure was 759.
  • Eine potentielle CoVID-19-Behandlung hat sich in einem klinischen Test als Flopp erwiesen, wie die Weltgesundheitsorganistion WHO mitteilte. Remdesivir war zuvor als Erfolg versprechend angesehen worden. Der Hersteller des Ebola-Medikaments hat am Abend die Berichte zurückgewiesen. Die Aktien der Pharmafirma drehten am Donnerstag ins Minus und fielen zeitweise um mehr als sechs Prozent.
  • The Muslim world is preparing for Ramadan under lockdown. This year mosques will remain closed for evening prayers and feasting will be confined to family homes during the month of fasting, which begins on Friday
  • Frankreich wird nächste Woche seine Exit-Pläne aus dem Lockdown vorstellen, sagte Präsident Emmanuel Macron heute. Restaurants, Bars und Cafés werden aber nicht bald wieder geöffnet. Vielmehr wird erwartet, dass die Reisebeschränkungen innerhalb des Landes noch eine Weile bestehen bleiben. Frankreich ist seit Mitte März im Lock-Down.
  • Greece is extending lockdown measures by a week, to 4 May. The country has been in lockdown since 22 March and has announced 2,408 confirmed cases and 121 deaths, with 55 people remaining in intensive care.
  • Indonesia hat alle Flugverbindungen innerhalb des Landes ebenso eingestellt wie die Schiffsverbindungen zwischen den zahreichen Inseln. Auf diese weise soll die Ausbreitung der Corons-Vorus gestoppt werden. Die Maßnahmen sollen bisAnfang Juni bestehen bleiben.
    (Quelle: The Guardian, 24.04.20)

Wegen Corona: Kamerun lässt Gefangene frei

Kamerun hat in seinen beiden größten Städten über 1.300 Strafgefangene freigelassen, um die Überbelegung in den Gefängnissen zu verringern und die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen.

Präsident Paul Biya unterzeichnete ein Amnestie-Dekret zur Freilassung von Gefangenen berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Der Justizminister des Landes sagte, dass 608 Gefangene in Doula, der Wirtschaftsmetropole, und weitere 700 in der Hauptstadt Jaunde freigelassen wurden.

Laut Angaben des Ministeriums werden zurzeit weitere Gefangene in anderen Teilen des Landes freigelassen.

Offiziell hat das westafrikanische Land 1.163 Coronavirus-Infektionen und 42 Todesfälle und ist damit nach Südafrika das am zweithäufigsten betroffene Land in Afrika südlich der Sahara. (Quelle: The Guardian, 23.04.20)


Lebanon with more infections

Four people in a Palestinian refugee camp in Lebanon have tested positive for the coronavirus, a health official said, bringing total cases in the settlement to five.

AFP reports that the residents of the Wavel camp in the eastern Bekaa Valley were tested after a member of their household, a Palestinian refugee from Syria, was admitted to the state-run Rafic Hariri hospital in Beirut earlier this week after developing Covid-19 symptoms.

Contact tracing and initial investigation by the health ministry “of the refugee patient who tested positive with Covid19 in Baalbek yesterday reveals four members of her immediate household affected,” Firas Abiad, the hospital’s head, wrote on Twitter.

Lebanon has officially announced 688 infections including 22 deaths from the virus across the country. (Quelle: The Guardian, 23.04.20)


Peru passes 20,000 coronavirus cases

Peru’s reported coronavirus cases have rapidly increased this week, reaching 20,914 on Thursday. The country has the second highest number of cases in South America after Brazil despite introducing tough lockdown measures.

The health ministry says it expects patient numbers to peak within days or in the following week, as hospitals strain to deal with the sharp rise in infections. Reuters reports cases of bodies being kept in hallways, masks being reused, and protests from medical workers concerned about their safety.

Peru has recorded 572 deaths, and the number of recorded coronavirus cases has doubled in the last nine days. (Quelle: The Guardian, 23.04.20)


Aurich testet

Knapp 9.600 Corona-Infizierte soll es in Niedersachsen laut Gesundheitsministerium geben. Doch die Zahlen sind oft ungenau. Vor allem nach Wochenenden und Feiertagen wie Ostern gibt es einen Verzug, weil Labore Proben nicht durchgehend untersuchen. Zudem geben die Zahlen laborbestätigte Fälle wieder – aber es wird nicht jede Bürgerin und jeder Bürger getestet. Der Landkreis Aurich (Wappen lks.) hat nun für sich einen Ansatz gefunden, um die Dunkelziffer auszuleuchten: eine Reihenuntersuchung. (mehr und Quelle: NDR, 23.04.20)


Keine Leichtathletik-EM

Die für Ende August 2020 in Paris geplanten Leichtathletik-Europameisterschaften fallen in diesem Jahr der Corona-Pandemie aus.

Wie der Kontinentalverband European Athletics am Donnerstagabend mitteilte, wurde die Entscheidung aufgrund „einer beispiellosen Gesundheitskrise“ getroffen. Die mit Corona-Krise verbundenen Risiken seien „noch lange nicht unter Kontrolle“. Deshalb habe die Gesundheit der Menschen und der Kampf gegen die Pandemie absolute Priorität. Ein möglicher neuer Termin für die EM steht noch nicht fest.

(Quelle: leichtathletik.de, 2.04.20)


Die Welt ist auf dem Weg zu einer „beispiellosen“ Rezession nach dem Krieg

Die Ratingagentur Fitch hat erklärt, die Welt steuere auf eine Rezession von „beispielloser Tiefe in der Nachkriegszeit“ zu, durch die das globale Bruttoinlandsprodukt 2020 um 3,9% fallen wird. „Dies ist doppelt so groß wie der von uns noch Anfang April erwartete Rückgang. Die globalen Wirtschaftsaussichten werden doppelt so schwerwiegend wie die Rezession von 2009 “, sagte Fitch’s Chefökonom.
(Quelle The Guardian,23.04.20)


Weltweit mehr als 180.000 Menschen an Corona gestorben

Die Zahl der Corona-Virus- Toten hat weltweit die Zahl von 180.000 Menschen überschritten. Insgesamt sind inzwischen weltweit 2,6 Millionen Menschen infiziert. In den USA sind mehr als 842,000 Menschen infiziert; 47.000 Menschen sind gestorben. (Quelle: Reuters, 23.04.20)


Tschechien: Gerichtsentscheidung erklärt Corona-Maßnahmen für rechtswidrig

Ein Gericht in Prag hat einen Großteil der Corona-Maßnahmen der tschechischen Regierung für rechtswidrig erklärt. Konkret handelt es sich um die Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung sowie die Schließung des Einzelhandels. Die Maßnahmen hätten als Notstandsgesetze verabschiedet werden müssen, nicht als außerordentliche Verordnungen des Gesundheitsministeriums, entschieden die Richter.

Die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis habe bis Montag Zeit, dies nachzuholen, sagte eine Sprecherin des Gerichts der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung, die landesweit gilt, werde dann erst rechtskräftig.

In Tschechien sind inzwischen 210 Menschen an der CoVID-19-Seuche gestorben. (Quelle: Tagesschau, 23.04.20)


Frauenfußball-EM in England auf Sommer 2022 verschoben

Die eigentlich für das nächste Jahr geplante Frauen-EM soll vom 6. bis zum 31. Juli 2022 stattfinden. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union hat den neuen Termin bereits beschlossen. England bleibt Gastgeber. Das Turnier war im Zuge der Verlegung der Herren-EM wegen der Corona-Krise in den Sommer 2021 zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Ursprünglich hätten die Frauen vom 7. Juli bis zum 1. August 2021 spielen sollen. (Quelle: Tagesschau, 23.04.20)


📌Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 23.04.2020, 10 Uhr

Kein weiterer Corona-Todesfall im Emsland . Die Gesamtzahl der Infizierten ist auf jetzt 379 (= +5) gestiegen. Das sind 116,6 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 251 (+17) geheilt, aber 15 von ihnen sind verstorben. Aktuell befinden sich noch rund 400 Personen (-50) im Emsland in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind aktuell 73 (+1) Personen erkrankt, dies sind 133,9/100.000; 46 von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 7
Einheitsgemeinde Emsbüren 16 6
Samtgemeinde Freren 36 (+2) 9
Einheitsgemeinde Geeste 10 5
Stadt Haren (Ems) 28 21
Stadt Haselünne 32 27
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 13 7
Stadt Lingen (Ems) 73 (+1) 46
Stadt Meppen 57 44
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 23
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 (+2) 8
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 10
Einheitsgemeinde Twist 18 10
Samtgemeinde Werlte 12 7
Gesamt* 379 (+5) 251 (+17)
Todesfälle 15
Aktuelle Covid-19-Fälle 113 (-12)

(23.04.20)



„Pata Pata“ with new lyrics

The world-famous song “Pata Pata”, a South African dance hit from 1967, is being re-released with new lyrics to spread information about coronavirus to vulnerable communities.

Meaning “touch touch” in the Xhosa language, “Pata Pata” was written by Grammy-winning singer Miriam Makeba who named it after a dance move popular in Johannesburg at the time:

Miriam Makeba – Pata Pata (Live 1967)

The new version sung by Beninese artist Angelique Kidjo includes lyrics such as, “We need to keep our hands clean so ‘no-Pata Pata’… Don’t touch your face, keep distance please and ‘no-Pata Pata’”:

It will be played on more than 15 radio stations across African countries on Thursday, said the UN Children’s Agency (UNICEF), which organized the release.
(Quelle: TheGuardian, 23.04.20)


Stellenabbau geplant

Fast ein Fünftel der deutschen Unternehmen planen dem ifo-Institut zufolge im Zuge der Krise einen Stellenabbau. 18 Prozent der Firmen wollten Mitarbeiter entlassen oder befristete Verträge nicht verlängern, teilt das Institut unter Berufung auf seine April-Umfrage mit. 46 Prozent der Unternehmen wollten Investitionen verschieben, fast 50 Prozent würden Kurzarbeit fahren. (Quelle: ARD, 23.04.20)


Mehr als 5.000 Tote und über 148.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts die Zahl der Infizierten um 2352 auf 148.046. Das Institut meldet 215 neue Todesfälle. Damit sind insgesamt 5094 Menschen an Covid-19 gestorben. (Quelle: ARD, 23.04.20)


Auch Travemünder Woche abgesagt

Auch die Travemünder Woche fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Nach Informationen der „Lübecker Nachrichten“ kann das vom 17. bis 26. Juli geplante Segel-Event nicht stattfinden. Auch eine zunächst in Erwägung gezogene Verlegung in den Oktober ist den Angaben zufolge vom Tisch. Im nächsten Jahr soll die Travemünder Woche vom 23. Juli bis 1. August stattfinden. (Quelle NDR, 23.04.20)


Dänemark und Polen: Keine Staatshilfe für Firmen aus Steueroasen

Dänemark und Polen stellen strenge Bedingungen, wenn es um Staatshilfen für Unternehmen in der Corona-Krise geht: Firmen mit Sitz in Steueroasen sollen keinen Cent sehen. Ein Vorbild für Deutschland?

Die Ansage an die Wirtschaft ist klar: Dänemark will in der Corona-Krise keinen strauchelnden Unternehmen helfen, die ihre Gewinne in Steueroasen geparkt und somit den Fiskus um Einnahmen geprellt haben.

Simon Kollerup, der dänische Minister für Wirtschaft, Industrie und Finanzen, erklärt auf Anfrage den Schritt: „Es ist ein vernünftiger Grundsatz, dass Sie die dänische Gesellschaft nicht an einem Tag um Hilfe bitten können, nur um der Gemeinschaft am nächsten Tag den Rücken zu kehren und ihr Geld an ein Land zu senden, das auf der Liste der Steueroasen der EU steht.“ Derzeit prüfe man, wie der Vorstoß umgesetzt und mit EU-Recht vereinbart werden könne. Ähnlich sehen die Regeln aus, die Polen bei der Zusage von Staatshilfen aufgestellt hat. (Weiter und quelle: Tagesschau, 23.04.20)


GroKo: Mehr Kurzarbeitergeld und weniger Umsatzsteuer

Die Spitzen von Union und SPD wollen das Kurzarbeitergeld für besonders von der Corona-Krise betroffene Arbeitnehmer anheben. Zudem soll der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie vorübergehend von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Darauf einigten sich die Spitzen der drei Parteien bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Abend in Berlin. Insgesamt beschloss der Koalitionsausschuss weitere Hilfen über 10 Milliarden Euro.

Wegen der schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind Hunderttausende Beschäftigte in Kurzarbeit. Nun soll das Kurzarbeitergeld für diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden, längstens bis 31. Dezember 2020.
(Quelle: Tagesschau, 23.04.20)


The European Union seems helpless, even complicit, as authoritarian-minded governments cite the pandemic to consolidate their power.

Authoritarian-minded leaders around the world have used the coronavirus emergency to consolidate power. In Europe, the governments of Poland and Hungary have done that and more. They have managed to turn the crisis into a windfall and punish their political opponents, too.

In a hasty effort to show that it was doing something to help during the virus crisis, the European Union repurposed 37 billion euros — about $40 billion — in structural aid funds, designed to help newer and poorer members, for virus aid. The result: Hungary and Poland each got considerably more money than virus-ravaged Italy or Spain. (Mehr und Quelle: NYT; 22.04.20)


Urlaub im Ausland: Aussichten sehr mau!

Internationaler Urlaub ist nach Ansicht von Außenminister Heiko Maas (SPD) auf absehbare Zeit nicht möglich. Es gebe „keinen einzigen Hinweis“, dass die Reisewarnung aufgehoben werden könnte. Maas sagt auch: Noch eine große Rückholaktion werde es nicht geben.

Nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen sah Heiko Maas keinen Anlass, die Reisewarnung zu lockern und internationale Urlaube wieder zu ermöglichen. „Wir haben alle eine Reisewarnung – weltweit – in die Welt gesetzt, und irgendwann werden wir uns damit auseinandersetzen müssen, wann man diese Reisewarnung zurücknehmen kann“, sagte er im ARD Extra zur Corona-Krise. „Es gibt allerdings im Moment keinen einzigen Hinweis, der darauf hindeutet, dass man das tun könnte in absehbarer Zeit.“

Der internationale Flugverkehr liege am Boden, die Grenzen seien dicht, es gebe Ausgangssperren. „Und solange das so bleibt, muss man auch davon ausgehen, dass die Reisewarnung, die wir haben, aufrechterhalten werden muss.“ (mehr und Quelle: Tagesschau, 22.04.20) (Foto: Heiko Maas, CC-Lizenz Connectedmorgenbriefing – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international)


Französische Corona-Patienten in Lübeck geheilt

Zwei weitere Covid-19-Patienten aus Frankreich sind aus dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) als geheilt entlassen worden. Der Mann und die Frau hätten am Mittwoch die Klinik verlassen können, teilte das UKSH mit. Das Klinikum hatte in Kiel und Lübeck insgesamt sechs beatmungspflichtige Corona-Patienten aus Frankreich übernommen. Einer dieser Patienten war bereits am Dienstag nach Hause zurückgekehrt. (Quelle: NDR, 22.04.20)


Greift das Corona-Virus auch Nervenzellen an?

Beeinträchtigung des Geruchssinns, Übelkeit und Verwirrtheitszustände – COVID-19 ist keine reine Lungenkrankheit. Die Symptome der aus dem Coronavirus resultierenden Krankheit sind vielfältig. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass das Virus auch Nervenzellen angreift.

Anfang April veröffentlichten Forschende aus Belgien die Ergebnisse einer europäischen multizentrischen Studie. Demnach stellen beide Beeinträchtigungen wichtige Symptome von COVID-19 dar, die oft bereits zu Beginn einer Infektion auftreten – und so die Möglichkeit einer frühen Diagnose bieten. Ganz im Gegensatz zu einem gewöhnlichen grippalen Infekt, der von Adenoviren ausgelöst wird.

Ungeklärt ist auch noch, ob das Virus einen Schlaganfall auslösen oder doch zumindest begünstigen kann. Der Verdacht besteht, seitdem Mediziner aus der chinesischen Stadt Wuhan eine Studie an 214 COVID-19-Patienten vorlegten. Im Fachmagazin JAMA Neurology schrieben sie, dass bei gut einem Drittel davon neurologische Symptome auftraten. Fünf Patienten erlitten einen Schlaganfall. (Mehr und Quelle, DLF, 22.04.20)


Hamburg: Verwaltungsgericht kippt Größen-Beschränkung für Einzelhandel

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat die vom Senat zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufrechterhaltene Schließung von Läden mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche für unzulässig erklärt. Damit ist ein wichtiger Bestandteil der Corona-Eindämmungsverordnung des Hamburger Senats vorerst ungültig.

Mit einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss habe das Gericht einem Eilantrag eines Sportgeschäfts in der Hamburger Innenstadt stattgegeben, teilte ein Sprecher mit. Der Senat habe aber bereits Beschwerde dagegen beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht eingereicht und beantragt, dass es bis zu einer Entscheidung bei der Regelung bleiben solle. (VG Hamburg, Beschl. v. 22.04.2020, Az. 3 E 1675/20; Quelle: NDR, 22.04.20)


Journalist aus Wuhan ist wieder da

Der chinesische Journalist Li Zehua (Foto lks) ist wieder aufgetaucht. Li Zehua (25) hatte seinen Job beim chinesischen Staatsfernsehen gekündigt, um als unabhängiger Journalist aus Wuhan zu berichten. Dann vor zwei Monaten war der Journalist verschwunden, nachdem er Videos aus Wuhan während des Ausbruchs der Corona-Seuche in der chinesischen Großstadt gepostet hatte. Er erklärte jetzt, gewaltsam von der Polizei festgenommen und in Quarantäne genommen gestellt zu sein.

Er war einer von nur drei chinesischen Journalisten, die aus Wuhan während der schlimmsten Wochen der Epidemie berichtet hatten. Zuletzt wurde er am 26. Februar gesehen, nachdem er ein Video gepostet hatte, in dem er von einem weißen SUV und einem stundenlang verfolgt wurde. Sein Bericht endete, als mehrere Agenten seine Wohnung betraten. (Quelle: The Guardian, 22.04.20)


Nobelpreisträger: USA handeln unter Präsident Trump wie Dritte-Welt-Land

In an interview with Guardian economics editor Larry Elliott, Stiglitz said millions of people were turning to food banks, turning up for work due to a lack of sick pay and dying because of health inequalities. Stiglitz said:

The numbers turning to food banks are just enormous and beyond the capacity of them to supply. It is like a third world country. The public social safety net is not working.

Stiglitz, a long-term critic of Trump, said 14% of the population were dependent on food stamps and predicted the social infrastructure could not cope with an unemployment rate that could hit 30% in the coming months.

We have a safety net that is inadequate. The inequality in the US is so large. This disease has targeted those with the poorest health. In the advanced world, the US is one of the countries with the poorest health overall and the greatest health inequality.

(Mehr und Quelle: The Guardian, 22.04.20)


Restaurantkrise: Lieferservice reicht nicht zum Überleben

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat angesichts der Coronavirus-Pandemie davor gewarnt, dass das Gastgewerbe die anhaltenden Schließungen nicht allein über alternative Geschäftsmodelle abfedern. Das sagte der Dehoga-Hauptgeschäftsführer Rainer Balke, der Deutschen Presse-Agentur. 28 Prozent der Mitglieder betrieben im März und April einen Außer-Haus-Verkauf – zahlreiche davon hätten dies auch schon vor der Krise getan. Bei Gastronomen, die nicht auf Lieferservices spezialisiert seien, dürften damit gerade einmal 10 bis 20 Prozent der sonstigen Umsätze mit Speisen erzielt werden, so Balke.

Rund ein Drittel der Betriebe befänden sich aktuell in einer akut existenzgefährdenden Situation, sagte Balke. „Viele schildern, dass trotz der Inanspruchnahme staatlicher Förderungen das Eigenkapital im Verlauf des März und April komplett aufgezehrt sein wird.“ Für Kooperationen mit Vermittlungsplattformen wie Lieferando zahlen Gastronomen zudem zum Teil zweistellige Provisionen. Deshalb müsse es aus Sicht Balkes bald Klarheit zu den Wiedereröffnungen geben. „Je länger die Krise mit Betriebsschließungen oder -beschränkungen andauert, desto schwieriger wird ein Wiedereinstieg“, sagte Balke. Die Bundesagentur für Arbeit stelle sich auf eine Insolvenzzunahme im Mai und Juni ein.

Frau schaut aus dem Fenster

Immer mehr Tourismusbetriebe in Existenznot

17.04.2020 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
Zahlreichen Tourismusbetrieben in Niedersachsen droht wegen der Corona-Krise die Insolvenz, besonders an der Nordseeküste und auf den Inseln. Sie fühlen sich im Stich gelassen. Video (02:30 min)

(Quelle: NDR, 22.04.20)


Niedersachsen führt Maskenpflicht ein

In Niedersachsen wird das Tragen einer Schutzmaske nun doch Pflicht, zunächst im Nahverkehr und im Einzelhandel. Die Regelung gilt ab dem kommenden Montag.


Erste Impfstofftests in Deutschland

Dutzende Forschergruppen suchen weltweit nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Einige wenige Wirkstoffe werden bereits in klinischen Studien getestet. Nun ist auch ein deutsches Unternehmen dabei.

Erstmals ist in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt worden. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhielt vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen. Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben.

Der von Biontech entwickelte Wirkstoff gehört in die Gruppe der genbasierten Impfstoffe. Diese enthalten genetische Informationen des Erregers. Im Körper werden daraus Proteine hergestellt, gegen die das Immunsystem Abwehrstoffe bildet. (mehr und Quelle: Tagesschau, 22.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 22.04.2020, 10 Uhr

Kein weiterer Corona-Todesfall l im Emsland auf 15 steigen. Die Gesamtzahl der Infizierten ist n auf jetzt 374 (= +3) gestiegen. Das sind 115,1 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 234 (+12) geheilt. Aktuell befinden sich nurmehr rund 450 Personen (-100) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen sind 72 (+1) Personen erkrankt, dies sind 132,1/100.000; 46 von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 7
Einheitsgemeinde Emsbüren 16 5
Samtgemeinde Freren 34 (+1) 6
Einheitsgemeinde Geeste 10 5
Stadt Haren (Ems) 28 19
Stadt Haselünne 32 27
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 13 7
Stadt Lingen (Ems) 72 (+1) 46
Stadt Meppen 57 (+1) 38
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 23
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 11 8
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 9
Einheitsgemeinde Twist 18 7
Samtgemeinde Werlte 12 6
Gesamt* 374 (+3) 234 (+12)
Todesfälle 15
Aktuelle Covid-19-Fälle 125 (-9)

Niederlande-Update

Auch die von den Corona-Infektionen har getroffenen Niederlande wollen die Corona-Beschränkungen lockern – allerdings äußerst vorsichtig. In den Schulen geht es mit den Jüngeren los. Für Musik- und Fußballfans sieht es dagegen schlecht aus.

Gleich zu Beginn seiner Pressekonferenz warnte der niederländische Ministerpräsident vor allzu hohen Erwartungen. Für eine weitreichende Lockerung der Corona-Maßnahmen, so Mark Rutte, sei es zu früh. Die aktuellen Zahlen gäben zwar Hoffnung, der Druck auf das Gesundheitssystem bleibe aber gigantisch groß.

„So sehr ich auch begreife, dass die Ungeduld wächst – wir wissen aber, dass eine schnelle Lockerung dazu führen könnte, dass das Virus sofort wieder die Chance bekommt, sich zu verbreiten. Und dann schwappt es in einer zweiten Welle über uns hinweg.“

(Mehr und Quelle, Tagesschau, 22.04.20)


Berlin-Marathon abgesagt

Der traditioellen Berlin-Marathon findet in diesem Jahr nicht statt. Denn das Land Berlin hat alle Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmer*innen bis zum 24. Oktober sind zur Eindämmung des Coronavirus abgesagt. Darunter fällt auch der seit Monaten ausverkaufte Berlin-Marathon mit seinen 44.000 Läuferinnen und Läufern aus der ganzen Welt.

„Wir wollten Planungssicherheit für die Organisatoren von Großveranstaltungen herstellen“, erklärte Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) im Anschluss an die Senatssitzung am Dienstag und erwähnte explizit auch den Marathon.

„Ich bin absolut überrascht“, reagierte Jürgen Lock, Geschäftsführer beim SCC, dem Verein, der den Berlin-Marathon seit 1974 organisiert. Die größte Laufveranstaltung Deutschlands sollte am 27. September stattfinden. (Quelle: TSP, 22.04.20)


Hungersnot biblischen Ausmaßes

Die Welt ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit einer weit verbreiteten Hungersnot „von biblischem Ausmaß“ konfrontiert, warnte der Chef des Welternährungsprogramms der UN am Dienstag. Es bleibe nur eine kurze Zeit, um zu handeln, bevor Hunderte von Millionen verhungern, erläuterte David Beasley, Exekutivdirektor der UN-Organisation.

Mehr als 30 Länder in den Entwicklungsländern könnten von einer weit verbreiteten Hungersnot betroffen sein, und in 10 dieser Länder sind bereits mehr als 1 Million Menschen am Rande des Hungers, sagte David Beasley.

„Wir reden nicht über Leute, die hungrig ins Bett gehen“, sagte er in einem Guardian- Interview. „Wir sprechen von extremen Bedingungen, Notfallstatus – Menschen, die buchstäblich an den Rand des Hungers marschieren. Wenn wir den Menschen kein Essen bringen, werden die Menschen sterben.“ (Quelle: The Guardian, 22.04.20)


Bayern und seine Starkbierfeste: Acht von zehn

Acht von zehn Landkreisen und kreisfreien Städten mit den bundesweit pro Kopf höchsten Covid-19-Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner liegen in Bayern (Staatswappen links). In allen acht fanden nach Recherchen des SPIEGEL noch im März Starkbierfeste statt – teils auch sehr große. Alle diese Landkreise liegen in Ostbayern. Der Spiegel fragt: Hat Ministerpräsident Söder nicht zügig genug reagiert?

Markus Söder und die Staatsregierung waren zuletzt gefeiert worden für ihr Krisenmanagement. Der bayerische Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann übt nun jedoch massive Kritik: „Die Söder-Regierung hätte die Starkbierfeste früher schließen müssen. Das war grob fahrlässig!“ Es handle sich um eine Tröpfcheninfektion. Verbote hätte man nicht allein den Kommunen überlassen dürfen. Natürlich sei nach Heinsberg klar gewesen, „welche fatalen Auswirkungen Massenveranstaltungen mit Alkohol haben können.“ Hartmann vermutet: „Die CSU wollte sich nicht unbeliebt machen. Gerade ihre Leute haben ja die Starkbierfeste für den Wahlkampf benutzt.“

(Quelle und mehr, 22.04.20)


Wo und ab wann gilt die Maskenpflicht?

Welches Bundesland führt eine Maskenpflicht ein – und ab wann und für welche Bereiche? Ein Überblick.

Baden-Württemberg: Eine Maske ist ab Montag, 27. April, verpflichtend. Sie gilt beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr.

Auch die Menschen in Bayern müssen ab kommendem Montag eine einfach Atemschutzmaske tragen, wenn sie einkaufen oder Bahn und Bus fahren.

Berlin führt ebenfalls eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein. Die Menschen in der Bundeshauptstadt müssen ab Montag, 27. April im öffentlichen Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, aber nicht beim Einkaufen. Dort sowie bei Kontakt mit Risikopersonen wird ein solcher Schutz aber „dringend empfohlen“.

Brandenburg plant derzeit keine Maskenpflicht. Ausnahme ist die Landeshauptstadt Potsdam: Hier gilt ab Montag, 27. April eine Maskenpflicht in Nahverkehr und Einzelhandel.

Bremen hat noch nicht entschieden.

Eine Maskenpflicht gilt in Hamburg ab kommendem Montag, 27.04. im Einzelhandel, im öffentlichen Nahverkehr und auf Wochenmärkten gelten.

Hessen schreibt einen Mund-Nase-Schutz in Läden und im Nahverkehr ab Montag, 27.04. vor. In der Stadt Hanau gilt bereits seit Anfang dieser Woche eine Maskenpflicht.

In Mecklenburg-Vorpommern gilt ab kommendem Montag 27. April, eine Maskenpflicht – allerdings nur im Nahverkehr. Einkaufen dürfen die Menschen ohne Mundschutz. Maskenpflicht in immer mehr Bundesländern und steigende Zahl der

Niedersachsen verzichtet weiter auf eine Maskenpflicht. Allerdings wird ein Mundschutz im öffentlichen Raum empfohlen. Dagegen gelten in den Städten Wolfsburg (seit Montag) und Braunschweig (ab Samstag) entsprechende Verpflichtungen.

Nordrhein-Westfalen lehnt eine Verpflichtung zum Tragen von Mundschutz ab. Einzelne Städte wie Münster oder Dorsten haben trotzdem eine Maskenpflicht ab Montag, 27. April beschlossen. Sie gilt z.B. in Münster in Läden, auf Märkten, in Bussen und öffentlichen Bereichen der städtischen Verwaltungsgebäude.

In Rheinland-Pfalz ist eine Maskenpflicht wahrschinlich, aber noch nicht beschlossen.

Im Saarland gilt bislang keine Maskenpflicht.

In Sachsen gilt bereits seit Montag diser Woche eine Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr.

Die Menschen in Sachsen-Anhalt müssen bereits ab Donnerstag einen Mund-Nasen-Schutz im Öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen tragen.

In Schleswig-Holstein gilt die Maskenpflicht voraussichtlich ab Mittwoch, 29. April, gelten. Sie soll sich auf den Einzelhandel, auf Märkte und den öffentlichen Nahverkehr beschränken.

In Thüringen wird der Gesichtsschutz ab Freitag, 24. April obligatorisch. In Thüringen hatte zuvor Jena als erste Stadt in Deutschland eine Maskenpflicht eingeführt. Auch im Kreis Nordhausen ist der Gesichtsschutz bereits vorgeschrieben.
(Quelle: Tagesschau, 22.04.20)


Niedersachsen: Abitur bleibt

Das niedersächsische Kultusministerium lehnt es ab, Prüfungen zum Abitur doch noch abzusagen. Der Schulleiterverband hatte dies mit Verweis auf die Gesundheitsrisiken gefordert. Die Prüfungen seien zwar anders als sonst, aber möglich, sagte ein Ministeriumssprecher zu NDR 1 Niedersachsen. Durch die um drei Wochen späteren Termine hätten die Schulen und Schüler genug Zeit, sich vorzubereiten. Es sei wichtig, den Schülern vollwertige Abschlüsse anzubieten, so der Sprecher. Zudem würde in anderen Bundesländern bereits das Abitur geschrieben. (Mehr und Quelle: NDR, 22.04.20)


Wochenmärkte dürfen kein Treffpunkt für soziale Kontakte sein

Aufmerksame Zeitgenossen konnten es auch in unserer Stadt Lingen schon feststellen: Auf den Wochenmärkten werden die Abstandsregeln zunehmend weniger beachtet: Dasselbe haben die örtlichen Verwaltungen auch in Osnabrück festgestellt.

Die Stadt Osnabrück warnt daher jetzt davor, dass sie möglicherweise die Wochenmärkte absagen muss. Grund dafür sind die nicht eingehaltenen Abstände auf den Märkten. Eine Stadtsprecherin wies darauf hin, dass der Markt während der Corona-Krise kein Treffpunkt für soziale Kontakte sein darf. Wie im Supermarkt müsse der Einkauf zügig erfolgen. Sollten die Abstände weiterhin nicht eingehalten werden, sehe sich die Stadt gezwungen, die Märkte zu schließen, so eine Sprecherin der Osnabrücker Stadtverwaltung. (Quelle: NDR, 22.04.20)


Corona-Löcher in den Kassen der Kommunen

Ob Großstädte wie Göttingen oder beschauliche Ferienorte wie Röbel an der Müritz – alle Kommunen im Norden haben das gleiche Problem: Während die meisten Kosten weiterlaufen oder sogar steigen, brechen die Einnahmen massiv ein. Städte und Dörfer finanzieren sich über Steuereinnahmen und Gebühren, über Pachteinnahmen und die Einkünfte städtischer Betriebe wie Verkehrsunternehmen. Doch die Wirtschaft steht in großen Teilen still. Der Deutsche Landkreistag schätzt, dass den Städten und Gemeinden bundesweit Steuern in Höhe von zwölf Milliarden Euro fehlen werden.

Weil Schwimmbäder und Theater geschlossen sind, städtische Parkplätze leer stehen und in Bussen und Bahnen viele Plätze frei bleiben, fällt auch das Geld aus dem Verkauf von Eintrittskarten oder Parktickets weg. Um wie viel Geld es genau geht, kann im Moment nur abgeschätzt werden. Zu viel ist momentan noch unklar: Wird es an der Müritz oder auf den Inseln noch eine kurze Feriensaison geben? Reichen die Lockerungen, damit Gewerbesteuern wieder fließen?

Um zumindest einen Eindruck zu bekommen, hat Panorama 3… [weiter dort; 21.04.20]


And the winner is…HSG Nordhorn-Lingen

Die Handball-Bundesliga (HBL) hat ihre Saison aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen. Deutscher Meister ist der THW Kiel. Dies legte die Liga am Dienstag (21.04.2020) nach einer Videokonferenz mit allen Klubs fest. Zuvor hatten die 36 Erst- und Zweitligisten auf schriftlichem Wege über eine Fortsetzung der Spielzeit abgestimmt. Dabei gab es laut HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann nur eine Gegenstimme.

„Die Rahmenbedingungen haben nichts anderes zugelassen und von daher war es heute einfach eine Entscheidung, die notwendig war“, sagte Bohmann im Sportschau-Gespräch. Dabei seien Gesundheit der Spieler, organisatorische Themen und wirtschaftliche Faktoren die Entscheidungsgrundlagen gewesen.

Auch Liga-Präsident Uwe Schwenker betonte, dass „ein Wiedereinstieg zu einem noch späteren Zeitpunkt nicht mehr machbar“ gewesen wäre, „da das Zeitfenster, das uns bis zum 30. Juni bleiben würde, zu klein wäre, um den Spielern auch nur annähernd die Chance zu geben, sich im Trainingsbetrieb auf den harten Wettbewerb vorzubereiten“. Der Abbruch sei daher zwar „sehr bitter, aber alternativlos“.

Mit der Entscheidung bleibt die HSG Nordhorn-Lingen als sicherer Absteiger aus der obersten Handballliga doch erstklassig. Denn Absteiger wird es nicht geben, Aufsteiger hingegen schon. Dies sind HSC 2000 Coburg und TUSEM Essen.

Die HBL startet also mit 20 Klubs in die neue Saison, in der es dann vier Absteiger geben wird. Da die größere Liga mehr Spieltage braucht, haben HBL und Deutscher Handball-Bund bereits beschlossen, dass es in der Saison 2020/21 keinen DHB-Pokal geben wird. (Quelle: Tagesschau, 21.04.20)


Hotspot: Cheltenham racing festival to go ahead in early March led to a rise

In the UK, public health experts are calling for an investigation into whether the decision to allow the Cheltenham racing festival to go ahead in early March led to a rise in cases locally, Dan Sabbagh, Steven Morris and Chris Cook write.

Mortality figures compiled by the Health Service Journalshow that Gloucestershire hospitals NHS trust, which covers Cheltenham, has recorded 125 deaths, roughly double that in two nearby trusts at Bristol (58 each), and those covering Swindon (67) and Bath (46).

The trust declined to comment on the data, while senior officials at Gloucestershire council said there were “many factors” that could have influenced the death totals and comparisons between trusts in the west of England were “not possible”.

But Prof John Ashton, a former director of public health for Cumbria, said the figures deserve to be properly investigated.

We know the festival went ahead and a lot of people will have attended and worked there. It’s important we learn about what the potential is for coronavirus transmission at public event

-.-.-.-.

IMHO: Ccheltenham seems to be like Ischgl o Atalanta Bergamo vs. Valenica
(Quelle: The Guardian, 21.04.20)


Bergamo Notaufnahme


Geen Eredivisie in Nederland

The Dutch government has confirmed that all licensed events have been banned until the 1st of September. It will now be impossible for the KNVB to finish the Dutch football season.

Dutch prime minister Mark Rutte held a press conference on Tuesday (April 21st) evening and announced that the banning of all licensed events had been extended to September 1st. They had previously been banned until June 1st.

This means it is almost certainly now impossible for the KNVB to finish the Eredivisie or Keueken Kampioen Divisie seasons. The games cannot be played without fans, as it will still require police to be present.

The mayors of major cities had already stated their intentions to stop any football being played again before September, but it has now been confirmed by the government.

The KNVB has confirmed that they intend to end the Eredivisie season after the government’s announcement on Tuesday. However, they will consult with UEFA before making the decision.

(Quelle: 22.04.20)


The president’s family business pays at least $3 million a year to the federal government for the lease on its D.C. hotel, which is all but empty because of the virus. The next monthly payment is coming due. (Quelle: NYTimes, 21.04.20)


Corona und der Ölpreis

(21.04.20)


Niedersachsen: 125 Neuerkrankungen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus ist in Niedersachsen auf 9.275 gestiegen. Das waren 125 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Den Angaben zufolge sind 331 an Covid-19 erkrankte Frauen und Männer gestorben. Nach einer Hochrechnung gelten rund 62 Prozent der gemeldeten Infizierten inzwischen als genesen. Derzeit werden 993 mit dem Virus infizierte Menschen in Kliniken behandelt, darunter ist ein Kind.
(Quelle: Niedersachsen.de, 21.04.20)


Niedersachsen: Auch Osnabrück führt Maskenpflicht ein

Nach Wolfsburg und Braunschweig hat in Niedersachsen auch die Stadt Osnabrück für bestimmte Orte eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken eingeführt. Die Regelung gilt von diesem Sonnabend an für alle städtischen Einrichtungen und im öffentlichen Nahverkehr. Auch im Einzelhandel, bei der Post und in Banken müssen Menschen Mund und Nase bedecken, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter untereinander nicht gewahrt werden kann.

Busfahren in Wilhelmshaven ist ab nächster Woche nur noch mit einer Mund-Nasen-Abdeckung erlaubt. So soll angesichts steigender Besucherzahlen des Stadtzentrums die Ansteckungsgefahr verringert werden. Einsteigen dürfe nur noch, wer eine medizinische Schutzmaske oder eine Stoff-Bedeckung trage – dies könne auch ein Schal oder Tuch sein.

In Niedersachsen gibt es landesweit noch keine Pflicht, Alltagsmasken zu tragen. (Quelle: NDR, 21.04.20)


Uni-Klinik Kiel: Corona-Patientin aus Frankreich geheilt entlassen

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat seine erste Covid-19-Patientin aus Frankreich geheilt nach Hause entlassen. Sie sei heute Mittag vom Campus Kiel auf ihre Heimreise nach Frankreich verabschiedet worden, so das Klinikum. Das UKSH hatte am 31. März sechs Intensivpatienten aus Frankreich übernommen, die beatmet werden mussten. Das Nachbarland war an Kapazitätsgrenzen bei der Behandlung solcher Intensivpatienten gestoßen. (Quelle: NDR S-H, 21.04.20)


Teilöffnung von Galerie Karstadt Kaufhof

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat in Niedersachsen und Bremen seit Dienstag vereinzelt wieder Filialen mit stark eingeschränkter Verkaufsfläche geöffnet. Unter anderem stünden die Standorte in Hannover, Braunschweig, Celle, Göttingen und Bremen den Kunden wieder zur Verfügung.

Das geht aus einer Übersicht des zur österreichischen Holding Signa gehörenden Unternehmens hervor. Insgesamt habe der Konzern knapp 50 seiner 170 Filialen wieder geöffnet, unter anderem auch in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Bund und Länder hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass in der Corona-Krise kleinere und mittlere Geschäfte auch jenseits des Lebensmittelhandels öffnen dürfen. Voraussetzung ist, dass ihre Verkaufsfläche 800 Quadratmeter nicht überschreitet. Viele Bundesländer hatten anschließend auch größeren Händlern die Möglichkeit zur Öffnung eingeräumt, wenn sie ihre Flächen entsprechend reduzieren.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte sich vergangene Woche in einem Eilverfahren an das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen gewandt, um die Schließung von Warenhäusern gerichtlich klären zu lassen. Eine Entscheidung steht noch aus. Die Oberverwaltungsgerichte in Berlin und in Greifswald hatten entsprechende Eilanträge zurückgewiesen.Quelle: t-online.de, 21.04.20)


Schützenfeste fallen aus – auch in Hannover, noch nicht in Darme

Jetzt ist es amtlich: Hannover wird in diesem Jahr kein Schützenfest erleben. 490 Mal ist es gefeiert worden, jetzt gibt es wegen Corona eine Pause. Es handelt sich um das größte Schützenfest weltweit. Die Veranstalter versprechen aber für 2021: Wir kommen wieder.

Das sagen auch die Schützenvereine in Lingen und Umgebung, wo meines Wissens nach mit Ausnahme des Schützenfestes in Darme alle Schützenfeste abgesagt sind. In Darme wird noch gezögert. (Quelle: HAZ, 21.04.20)


Billigflieger Norwegian Air insolvent in Schweden und Dänemark

Der Billigflieger Norwegian Air hat nach dem Geschäftseinbruch durch die Coronavirus-Pandemie Insolvenz für vier Tochterfirmen in Schweden und Dänemark angemeldet.

Die Fluggesellschaft habe keine andere Wahl, weil die beiden Länder keine staatliche Hilfe leisten wollten, erklärte Norwegian-Chef Jacob Schram am Montag. Zugleich kündigte die Airline Verträge zum Einsatz betriebsfremder Crews in Spanien, Großbritannien, Finnland, Schweden und den Vereinigten Staaten. Insgesamt sind damit die Jobs von rund 4700 Piloten und Flugbegleitern bedroht. Die in Norwegen, Frankreich und Italien beschäftigten 700 Piloten und 1300 Flugbegleiter von Norwegian seien nicht betroffen.

Norwegian hatte schon vor Ausbruch der Pandemie finanzielle Schwierigkeiten. Die Fluggesellschaft hatte bei rapidem Wachstum einen hohen Schuldenberg angehäuft. Wegen der Coronakrise ist ihr Flugverkehr weitgehend eingestellt. Nach einem Rettungsplan von Anfang April sollen Schulden im Milliardenhöhe in Eigenkapital umgewandelt werden, eine Kapitalerhöhung ist geplant. Der norwegische Staat soll mit Garantien beistehen. „Wir arbeiten rund um die Uhr, um durch diese Krise zu kommen“, ergänzte Schram. Norwegian habe das Ziel, so viele Kollegen wie möglich zurück an Bord zu bringen. (Quelle: Reuters ;21.04.20)


Wegen Coronavirus: Keine Wiesn vom 19.9. – 4.10.2020

Das größte Volksfest der Welt fällt aus: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 wird es dieses Jahr kein Oktoberfest geben. Diese „schwere Entscheidung“ verkündeten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz heute in der Staatskanzlei. Doch die Hoffnung auf die Wiesn 2021 bleibt. Statements, Hintergründe, Infos und Videos…
(Quelle: muenchen.de, 21.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 21.04.2020, 10 Uhr

Ein weiterer neuer Corona-Todesfall lässt die Zahl der COVID-19-Opfer im Emsland auf 15 steigen. Auch die Zahl der Infizierten ist nach dem Wochenende um ca 1,55 % auf jetzt 371 (= +5) gestiegen. Das sind 112,6 auf 100.000 Einwohner; von ihnen sind 222 (+22) geheilt. Aktuell befinden sich rund 550 Personen (-50) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Seit Freitag hat sich der Neuinfizierten auf 71 erhöht (= 130,3/100.000). 46 (+2) der Infizierten sind nicht mehr krank.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 6
Einheitsgemeinde Emsbüren 16 (+2) 4
Samtgemeinde Freren 33(+1) 5
Einheitsgemeinde Geeste 10 5
Stadt Haren (Ems) 28 18
Stadt Haselünne 32 25
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 13 (+1) 7
Stadt Lingen (Ems) 71 (+1) 46 (+2)
Stadt Meppen 56 34
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 23
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 11 8
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 9
Einheitsgemeinde Twist 18 7
Samtgemeinde Werlte 12 4
Gesamt* 371 (+5) 222 (+8)
Todesfälle 15 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle 134 (-3)

(21.04.20)




Viele Infizierte in US-Gefängnis

Das staatliche Marion Correctional Gefängnis in Ohio ist derzeit der größte Coronavirus-Infektionsherd in den USA. Beamten aus Ohio zufolge haben sichmindestens 1800 Insassen infiziert und somit mehr als zwei Drittel aller Gefängnisinsassen. Das berichtet die „New York Times“ und beruft sich auf eine eigens zusammengestellte Datenbank.

Bislang wurden keine Corona-Toten aus dem Gefängnis gemeldet, jedoch verstarb ein Mitarbeiter der Einrichtungen an den Folgen der Lungenkrankheit. Mehr als 100 Mitarbeiter wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Der erste Corona-Infizierte in dem Gefängnis wurde am 29. März bestätigt.

Dem Bericht zufolge bezieht sich einer von fünf bestätigten Virusfällen in Ohio inzwischen auf das Gefängnissystem. In Ohio wurden bis Sonntag insgesamt rund 2400 Inhaftierte positiv getestet. Der „New York Times“ zufolge verzeichnet der US-Bundesstaat Ohio mehr als 12.900 Corona-Fälle. (Quelle: NYT, 21.04.20)



Istanbul Death Toll Hints Turkey Is Hiding a Wider Coronavirus Calamity

„For weeks President Recep Tayyip Erdogan has presented Turkey’s performance in handling the coronavirus as one of the world’s most successful, as he maintained strict control over information about the outbreak.

The presidential palace rolled out a carefully orchestrated propaganda campaign, ensuring reports from hospitals, grave sites and mourning relatives remained virtually absent. Doctors who spoke out on social media were reprimanded, and 410 people were detained in March for “provocative and abusive” posts.

But data compiled by The New York Times from records of deaths in Istanbul indicate that Turkey is grappling with a far bigger calamity from the coronavirus than official figures and statements would suggest. The city recorded about 2,100 more deaths than expected from March 9 to April 12, based on weekly averages from the last two years, far more than officials reported for the whole of Turkey during that time.

While not all those deaths are necessarily directly attributable to the coronavirus, the numbers indicate a striking jump in fatalities that has coincided with the onset of the outbreak, a preliminary indicator that is being used by researchers to cut through the fog of the pandemic and assess its full toll in real time.

Even by the official count, confirmed cases in Turkey rose to more than 90,000 by Monday, lifting Turkey above China to become the seventh most affected country in the world. Deaths have reached 2,140.
(Mehr und Quelle: NYTimes, 21.04.20)


Diskussionen vor der Revision im AKW Emsland

Im Vorfeld der ab 8. Mai im Kernkraftwerk Emsland (KKE) in Lingen anstehenden, mehrwöchigen Revision hatte das Nieders. Umweltministerium den Grünen im Landtag mitgeteilt, die Bundesnetzagentur müsse entscheiden, ob die Atomkraftwerke systemrelevant sind. Davon hänge ab, ob die Revisionen angesichts der Corona-Gefährdung verschoben werde. Die Grünen hatten gefordert, die jährlichen Revisionen in den Atomkraftwerken Grohnde und Lingen vorerst auszusetzen, um Infektionsrisiken in den Atomanlagen zu vermeiden.

Die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte: „Wir halten es nach wie vor für falsch, die Revision auf Biegen und Brechen in der aktuellen Corona-Gefährdungslage durchzuführen. Das AKW Emsland liegt im Netzengpassgebiet, wo deswegen regelmäßig Windanlagen abgeschaltet werden müssen. Die Stromversorgung ist also sicher, daher sollte die Revision aus Infektionsschutzgründen dringend bis zum Abklingen der Corona-Pandemie verschoben werden und die AKW so lange abgeschaltet bleiben.“
(Foto: KKE von dendroaspis 2008 via flickr; Text: Quelle PM Bündnis’90/Die Grünen, 21.04.20)


Jugendherbergen fordern Hilfe

Angesichts hoher Einnahmeausfälle wegen der Corona-Krise bitten die 53 Jugendherbergen in Niedersachsen und Bremen erneut um Hilfe. Als gemeinnützige Einrichtungen seien sie mit Ausnahme des Kurzarbeitergeldes nicht durch Rettungsschirme von Bund und Ländern abgesichert, sagte der Geschäftsführer der Jugendherbergen im Nordwesten, Thorsten Richter. Durch den Leerstand seit Mitte März hätten die Häuser bereits jetzt bis zu den Sommerferien Einnahmeausfälle von mehr als 23 Millionen Euro zu verzeichnen.

Fast alle der rund 1.200 Beschäftigten seien in Kurzarbeit. Die Umsatzausfälle würden voraussichtlich in den kommenden Wochen noch steigen. Richtig dramatisch würde es, wenn die Kultusministerien der Länder das Verbot von Schulfahrten bis in den Herbst hinein verlängern würden, heißt es. Mittlerweile liefen aber Gespräche mit Sozial- und Wirtschaftsministerien in Hannover und Berlin. Konkrete Ergebnisse gebe es aber noch nicht.

In Lingen war eine Initiative der unabhängigen Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ (BN) nicht auf Zustimmung der Verwaltung gestoßen. Die BN hatte eine Initiative für die Jugendherberge im Stadtteil Laxten(Foto; © DJH) und die Begegnungsstätte „Baccumer Mühle“ angeregt. Für diese und weitere gemeinnützigen Begegnungsstätten zwischen Salzbergen und Papenburg solle sich OB Krone beim Landkreis Emsland stark machen. Der Verstoß war nicht erfolgreich. Die Rathausspitze verwies auf fehlende Zuständigkeiten der kommunalen Ebene. Hannover sei am Zuge.
(Foto Jugendherberge Lingen; Quellen: NDR, BN, 21.04.20)


Deutschland maskiert sich…

titelt der SPIEGEL. Inzwischen haben vier Bundesländer angekündigt, wegen des Coronavirus‘ eine teilweise Maskenpflicht einzuführen – nun doch auch Bayern, das eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr einführt, obwohl Ministerpräsident Markus Söder dies zunächst abgelehnt hatte. Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern hatten ähnliche Maßnahmen schon zuvor angekündigt. Ab Freitag wird auch Thüringen die Maskenpflicht einführen, um einen Flickenteppich im Bundesland zu vermeiden.

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte: „Bisher war ich selbst sehr skeptisch gegenüber einer Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung.“ Eine Maske könne nur ein zusätzlicher Schutz sein, von grundsätzlicher Bedeutung sei das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln. „Für wirklich problematisch halte ich aber einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen innerhalb Thüringens. Das schürt Verunsicherung in der Bevölkerung“, so Werner.

Deshalb solle das Tragen einer einfachen Mund-Nasenbedeckung ab Freitag im ganzen Bundesland beim Einkaufen und im Nahverkehr zur Pflicht werden. Zuvor hatten in Thüringen mehrere Kommunen eine Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes eingeführt.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte die Thüringer zuvor aufgerufen, zumindest in Bussen und Bahnen und beim Einkaufen eine Maske zu tragen. (Quelle: Handelsblatt, 20.04.20)


Merkel „weiter konsequent und diszipliniert sein“

Mit einem Durchhalteappell an die Bürger hat Kanzlerin Merkel weitere Disziplin bei der Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen angemahnt. Deutschland sei noch lange nicht über den Berg, warnte sie.

Ich vergleiche diese Pressekonferenz gerade mit dem, was uns Herr Trump jens des Atlantik täglich zumutet.

(Quelle: Tagesschau, 20.04.20)


US oil prices turned negative

US oil prices turned negative or the first time on record on Monday as North America’s oil producers run out of space to store an unprecedented oversupply of crude left by the coronavirus crisis.

The price of US crude oil collapsed from $18 a barrel to -$38 in a matter of hours, forcing oil producers to pay buyers to take the glut of crude which they cannot store, as rising stockpiles of crude threaten to overwhelm oil storage facilities.


Ölpreisentwicklung seit Ende 2019


(Foto: Ölpumpe Twist Michael Wilken gemeinfrei; Quellen New York Times, The Guardian, 20.04.20)


Mehr Kurzarbeitergeld stößt auf Widerstand von Konservativen
Bekommen Arbeitnehmer in Kurzarbeit bald mehr Geld? Die SPD will so verhindern, dass Beschäftigte in der Corona-Krise in finanzielle Nöte kommen.
Nach Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat sich auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Corona-Krise für eine rasche Anhebung des Kurzarbeitergeldes ausgesprochen. Sie appelliere an alle Beteiligten, sich jetzt schnell auf eine Erhöhung zu verständigen, sagte die SPD-Politikerin. „Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland warten dringend darauf.“
Dies wäre insbesondere für die Beschäftigten in der Tourismuswirtschaft und der Gastronomie ein wichtiges Signal. Während der Einzelhandel weitgehend wieder öffnen könne, sei das im Tourismussektor noch nicht möglich. Mecklenburg-Vorpommern sei das Tourismusland Nummer eins in Deutschland. „Gerade für uns wäre die Anhebung des Kurzarbeitergeldes ein wichtiger Schritt.“
Beim Koalitionspartner der SPD im Bund stößt die Forderung auf Widerstand. In der CDU/CSU gibt es Zweifel an der Finanzierbarkeit. Der haushaltspolitische Unionsfraktionssprecher Eckhardt Rehberg sieht eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes von 60 auf 80 Prozent „kritisch“. „Wer soll das bezahlen?“, fragte er in der „Passauer Neuen Presse“.
(Quelle: Tagesschau, 20.04.20)


Polen: Grenze bis 12. Juni grundsätzlich dicht

Die Grenze nach Polen bleibt voraussichtlich bis Mitte Juni geschlossen. Die Grenzschließung ist Teil der Maßnahmen der polnischen Regierung zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Bereits seit Mitte März ist die Einreise nach Polen für Menschen aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen nur an bewachten Grenzübergängen möglich. Die Polizei führt dort Kontrollen durch.

Bislang waren die Maßnahmen bis zum 3. Mai vorgesehen. Aber jetzt bleiben die Grenzen bis zum 12. Juni geschlossen. Nur aus dringenden oder unaufschiebbaren Gründen darf die Grenze passiert werden. Kleinere Grenzübergänge wie Blankensee oder Hintersee bleiben gesperrt und werden durch die Bundespolizei und die polnischen Beamten überwacht. (Quelle: NDR, 20.04.20)


Buchläden öffnen wieder

Für Buchhändler war es eine gute Nachricht: Sie dürfen nach vierwöchiger Corona-Schließung nun wieder aufmachen. Der Verkauf ist zwar mit einigen hygienischen Auflagen verbunden, aber es ist wieder möglich, persönlich ein Buch zu kaufen, statt nur online zu bestellen. Damit der Umsatz nicht völlig zusammenbricht, haben 90 Prozent der Buchhandlungen in den vergangenen vier Wochen online weiterverkauft. NDR Kultur war am Montagmorgen dabei, als eine kleine Buchhandlung in Bad Rothenfelde im Osnabrücker Land endlich wieder öffnen konnte. [weiter beim NDR,)
In Lingen schrieb die neun Mitarbeiter*innen der größten Buchhandlung „Bücher Holzberg“ gestern auf ihrer Facebookseite „Wir können es kaum erwarten.“

(Foto: Bucher Holzberg, Facebook; Quelle: NDR, BN; 20.04.20]


Maskenpflicht: Jetzt auch Braunschweig

Bislang sind Gesichtsmasken keine Pflicht in Niedersachsen – mit Ausnahme von Wolfsburg: Die Stadt schreibt seit Montag das Tragen von Masken im Hinblick auf die Corona-Krise vor. Und der große Nachbar zieht nach: Auch in Braunschweig gilt ab kommendem Sonnabend eine Maskenpflicht, berichtet die „Braunschweiger Zeitung“. Die Masken sollen zum Beispiel in Bussen, Bahnen oder Geschäften getragen werden. (Quelle NDR, 20.04.20)


Rolle rückwärts: Telefonische Krankschreibung weiter möglich

Krankschreiben wegen Erkältungen sind in der Corona-Krise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen („G-BA“), Josef Hecken, am Montag mit.

Ärzte könnten „im Vorgriff auf diese Entscheidung“ weiterhin aufgrund telefonischer Anamnese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen. (Quelle: RND, 20.04.20)


Lingen: Lange Schlangen bei Maskenausgabe

Lange Schlangen von Lingener*innen haben sich am Montag an den städtischen Ausgabestellen für Mund-Nase-Masken gebildet. Nach Vorschlag des Fraktionschef der BN-Wählervereinigung hatte die Stadt in der vergangenen Woche 140.000 Masken erworben, die ab heute zum Stückpreis von 1,50 € an die in Lingen gemeldeten Einwohner*innen verkauft werden. 25.000 sind inzwischen an die Partnerstädte in England, Frankreich, Polen, Spanien und Sachsen geschickt worden.

Jeweils zwei Stück des nicht-medizinischen, waschbaren Schutzes können von Berechtigten gekauft werden. Vor allen Ausgabestellen gab es Hunderte Käufer*innen, die geduldig und mit dem notwendigen Sicherheitsabstand warteten, bis sie an der Reihe waren. Ausgegeben werden die Masken an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet, an denen die tätigen städtischen Mitarbeiter durch Glas- und Kunststoffscheiben geschützt sind.

update: Im Laufe des Montagnachmittags normalisierte sich die Ausgabe an vielen Stellen. (Quelle: BN; 20.04.20)


Maskenpflicht in Münster

Ab kommenden Montag (27. April) besteht in Münster eine Maskenpflicht. Das bestätigte der Leiter der städtischen Krisenstabs am Mittag. Hintergrund für die Entscheidung des Münsteraner Krisenstabs sind die Öffnungen im Einzelhandel, die seit heute gelten und für eine Belebung der Innenstadt sorgen.

Die Maskenpflicht in Münster wird über eine Allgemeinverfügung der Stadt rechtswirksam. (Quelle: Stadt Münster, 20.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 20.04.2020, 10 Uhr

Keine weiteren Corona-Neuinfektionen im Emsland und auch kein neuer Todesfall. ( 366/14/214)Die Seuche stagniert, abgesehen von 22 Genesenen. CoVID-19 hat im Emsland weiterhin insgesamt 366 Menschen infiziert (= 112,6/100.000); von ihnen sind 214 (+22) geheilt. Aktuell befinden sich rund 600 Personen (-100) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Seit Freitag hat sich die Zahl der nachweisbar Infizierten, 70 (= 128,4/100.000), aber nicht geändert. 44 (+1) der Infizierten sind seit gestern nicht mehr krank.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 6
Einheitsgemeinde Emsbüren 14 4
Samtgemeinde Freren 32 5
Einheitsgemeinde Geeste 10 5
Stadt Haren (Ems) 28 16
Stadt Haselünne 32 25
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 12 7
Stadt Lingen (Ems) 70 44
Stadt Meppen 56 31
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 23
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 11 7
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 9
Einheitsgemeinde Twist 18 7
Samtgemeinde Werlte 12 4
Gesamt* 366 214 (+22)
Todesfälle 14
Aktuelle Covid-19-Fälle 138 (-22)

Bundeskartellamt sieht Amazon kritisch

Das Bundeskartellamt zeigt sich besorgt über die Zunahme der Marktmacht des Versandriesen Amazon im deutschen Online-Handel während der Corona-Pandemie. „Wir beobachten das Verhalten des Unternehmens sehr eng“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt gegenüber der Zeitung „Welt“. „Ausgelöst durch die Corona-Krise erhalten wir derzeit vermehrt Beschwerden von Händlern“, so der Behördenchef. Das habe das Amt zum Anlass genommen, Amazon zu einer Stellungnahme darüber aufzufordern, wie mit Lieferengpässen umgegangen werde und welche Lieferungen im Zweifel bevorzugt oder eben nachrangig behandelt würden. Das Bundeskartellamt hatte dem Online-Riesen bereits im vergangenen Jahr Erleichterungen für außenstehende Händler abgerungen. Auch die EU-Kommission prüft bereits seit Monaten mögliche Kartellverstöße der Online-Plattform im Umgang mit Händlern. (Quelle: Tagesschau, 20.04.20)


In Italien stieg die Zahl der Todesfälle durch Coronavirus sáuch am Sonntag: Weitere 433 Menschen starben, 49 weniger als am Samstag, was den Menschen ein wenig Hoffnung gibt. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg auf 23.660.

Die Infektionskurve scheint sich langsam abzuflachen. Die Zahl der Neuinfizierten stieg am Sonntag in 24 Stunden nur um 486, ein Rückgang von 323 im Vergleich zu Samstag. Die italienische Zivilschutzbehörde erklärte, dass auch die Anzahl der genutzten Intensivbetten weiter sinkt.

Bisher gab es in Italien 178.972 bestätigte Fälle von Coronavirus und 47.055 Überlebende.

(Quelle: The Guardian, 19.04.20)



Frankreich: Noch keine Entspannung

(Der Folgetweet 2/2 enthält nur die Zahl der aus den Hospitälern Entlassenen: 36.570 Personen)

(Quelle: The Guardian-Korrespondentin, 19.04.20)


Niedersachsen: Etwas Normalität in den Innenstädten

Ab Montag kehrt etwas Normalität in Niedersachsens Innenstädte zurück, denn dann dürfen zahlreiche Geschäfte wieder öffnen, nämlich alle Läden mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie auch Buch-, Fahrrad- und Kfz-Händler.

Auch größere Geschäfte können öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche entsprechend reduzieren. „Das werden alle in Anspruch nehmen, die es können“, erwartet Mark Alexander Krack vom Handelsverband Niedersachsen-Bremen. Das Gleiche gilt für Läden in Einkaufszentren. Hier muss allerdings der Besucherandrang und der Abstand der Menschen in den Gängen kontrolliert werden.

Wirtschaftsminister Althusmann (CDU) betonte, dass die Schritte der Lockerungen kontrolliert gegangen werden müssen, weil die Gesundheit aller nach wie vor an allererster Stelle stehe. „Im Einzelhandel haben wir gute Möglichkeiten, dieses unter den nötigen Hygiene- und Abstandsregelungen zu steuern“, sagte er. Diese Einschätzung teilen auch die Kommunen. „Die Öffnung der Läden sichert zudem die Arbeitsplätze und den Fortbestand der Unternehmen“, sagte Thorsten Bullerdiek vom niedersächsischen Städte- und Gemeindebund.

Die Gewerkschaft ver.di forderte, bei der Öffnung den Schutz der Beschäftigten vor das finanzielle Interesse zu stellen. Bei allem Verständnis für die wirtschaftlichen Belange müsse die Gesundheit der Mitarbeiter oberste Priorität haben, sagte ver.di-Handelsexpertin Sabine Gatz. Unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche sollten Geschäfte den Schutz durch Plexiglasscheiben und Kleidung sicherstellen. „Verantwortungsbewusste Inhaber sollten nur dann öffnen, wenn alle Gesundheitsschutzmaßnahmen eingehalten werden können“, so Gatz. Die Behörden in den Kommunen müssten die Einhaltung er Vorgaben zudem aktiv kontrollieren. (Quelle: NDR, 19.04.20)


Überblick:

  • In Deutschland 143.724 Infizierte, 4.538 Tote durch oder infolge von COVID-19. 88.000 von 143.724 Infizierten gelten als genesen.
  • In Norddeutschland gibt es inzwischen fast 17.000 bestätigte Corona-Fälle, davon rund 9.000 in Niedersachsen.
  • In Emsland stagnieren die Infektionszahlen. 364 sind infiziert, 196 davon genesen. 13 Menschen sind am Corona-Virus gestorben. In Lingen (Ems) stagnieren die Infizierungen bei 70, von denen 43 geheilt sind.
  • Die Krankenhäuser im Emsland haben etwa 2/3 ihrer Intensivbetten mit Beatmungsplätzen nicht belegt.

(Quelle: FAZ, 19.04.20)


Brasilien: Wenn ein Populist regiert

Im Konflikt um den richtigen Umgang mit dem neuartigen Coronavirus sind in Brasilien zahlreiche Regierungsanhänger auf die Straße gegangen und haben ein Eingreifen der Streitkräfte gefordert.

Die Proteste am Sonntag in der Hauptstadt Brasília richteten sich gegen die von mehreren Provinzgouverneuren verhängten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Krankheit. „Jeder in Brasilien muss verstehen, dass er sich dem Willen des brasilianischen Volkes zu unterwerfen hat“, rief der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro seinen Anhängern von der Ladefläche eines Geländewagens aus zu.

Der Ex-Militär hat das Coronavirus immer wieder als „leichte Grippe“ bezeichnet und sich gegen eine Einschränkung des öffentlichen Lebens ausgesprochen. Bolsonaro fürchtet vor allem, dass der Lockdown der brasilianischen Volkswirtschaft schaden könnte.

Proteste gegen Corona-Maßnahmen gab es am Wochenende auch in den USA, dort ebenfalls ermuntert durch den Präsidenten, Donald Trump.

In dem größten Land Lateinamerikas haben sich bislang 37.437 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert, 2388 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. In den Ballungszentren geraten die Krankenhäuser immer mehr an die Belastungsgrenze. (Quelle: DPA, 19.04.20)


Türkei: Zahlen steigen auch am 19. April

86.306 Infizierte, davon + 3.977 in den letzten 24 Stunden. Und vor allem 2.017 Tote.


Kitas: Weitere Kopflosigkeit in Hannover – Bund sucht rasche Lösung

Erneute Kritik an einer Corona-Entscheidung der GroKo-Landesregierung in Hannover: In Niedersachsen dürfen von Montag an auch Eltern die Kita-Notbetreuung in Anspruch nehmen, die etwa in der Energiebranche, in den Bereichen Ernährung und Hygiene oder im Verkehrswesen tätig sind. Bei niedersächsischen Kommunen stößt diese Entscheidung der Landesregierung auf Unverständnis. Man sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Die erzielten Erfolge im Kampf gegen die Pandemie könnten infrage gestellt werden.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert derweil eine rasche Lösung für Familien mit Kindern in der Corona-Krise. „Eine pauschale Aussage, die Kitas bleiben bis zum Sommer zu, führt bei vielen Familien zu noch mehr Stress und kann nicht die einzige Antwort sein“, sagte die SPD-Politikerin. Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Erzieher brauchten eine Perspektive – natürlich abgewogen vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens. Von Montag an will eine Arbeitsgruppe von Ländern, Bund und Experten Leitlinien erarbeiten, wie eine schrittweise Wiederöffnung der Kitas aussehen kann. (Quelle: NDR, 19.04.20)


Niedersachsen: 8.967 Infizierte

Niedersachsen meldet 104 bestätigte Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Damit ist die Gesamtzahl der Corona-Fälle im Land auf 8.967 gestiegen. 5.426 der Betroffenen gelten inzwischen als genesen, das entspricht 60,7 Prozent. In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 900 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt, davon 217 auf Intensivstationen. Die Zahl der Toten stieg um 3 auf 294. (Quelle NDR, 19.04.20)


Pflegeheim in Seevetal-Maschen evakuiert

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Seevetal-Maschen (Landkreis Harburg) sind 20 Bewohner in umliegende Krankenhäuser verlegt worden. Rettungswagen brachten die Betroffenen am Sonnabend in Kliniken nach Winsen und Buchholz. Insgesamt sollen 30 der insgesamt 47 Bewohner sowie 20 Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert sein. Die noch übrigen Erkrankten sollen in einer zweiten Evakuierungsaktion aus dem Heim geholt werden.

Zwei Männer in Schutzanzügen tragen einen Mann auf einer Liege in einen Krankenwagen.
Seevetal: Pflegeheim nach Corona-Ausbruch evakuiert

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim im Landkreis Harburg sind 20 Bewohner in umliegende Krankenhäuser verlegt worden. Auch zahlreiche Mitarbeiter sind infiziert. mehr
(Quelle: NDR, 19.04.20)


Neustart Luftverkehr: Mundschutz für alle

Mundschutz für alle, aber keine zwangsweise freien Mittelsitze – so will die Branche den Neustart angehen. Schon beim Online-Check-In und in Terminals soll sich für viele Wochen einiges ändern.

Für Corona-Zeiten ist die Einrichtung von Flugzeugen nicht gemacht. Vor allem in der Economy-Class gehört die Nähe zu Mitreisenden zum Fliegen dazu. Eng bestuhlte Kabinen wirken aber aus der Zeit gefallen, wenn Politiker und Virologen zum Abstandhalten mahnen. Die deutsche Luftfahrt will daher Passagiere zum Tragen von Schutzmasken bringen – zumindest für eine „Wiederaufnahmephase“. Das sieht ein Konzeptpapier zum Neustart des Flugverkehrs vor, das unter den Führungen deutscher Fluggesellschaften und Flughäfen abgestimmt ist und der F.A.Z. vorliegt. (weiter und mehr bei der FAZ, (mehr und Quelle, 19.04.20)


NRW: IKEA macht’s nicht

Trotz der Sondererlaubnis der Landes wird die Möbelkette Ikea ihre Filialen in Nordrhein-Westfalen am Montag noch nicht öffnen. Man wolle den nötigen Vorkehrungen für den Gesundheitsschutz gerecht werden und dies sei so kurzfristig nicht zu leisten, sagte eine Sprecherin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Natürlich wollen wir aber so schnell wie möglich wieder öffnen.“ Ob dies in der kommenden Woche geschehen könne, sei aber noch unklar. Die schwedische Kette betreibt im bevölkerungsreichsten Bundesland elf Möbelhäuser. (Quelle: HAZ, 19.04.20)


Laufen:
Von „Mar-at-home“ in Rom bis zum „Stay at home Marathon“ in Hannover

Während die Coronavirus-Krise weltweit die Laufveranstaltungen stoppt, sieht man zugleich in vielen Städten so viele Läufer auf den Straßen wie vielleicht nie zuvor. Läufer und Veranstalter kommen zudem auf ganz verschiedene Ideen, wie sie die ausfallenden Frühjahrs-Rennen zumindest ein bisschen ersetzen können – vom „Mar-at-home“ in Rom bis zum „Stay at home Marathon“ in Hannover.

Im Nordwesten Englands rannte ein Läufer 4.500 Mal durch sein Wohnzimmer und kam so auf die Marathondistanz von 42,195 Kilometern. Er sammelte auf diese Weise umgerechnet rund 2.300 Euro an Spendengeldern und benötigte nur rund viereinhalb Stunden. Knapp sieben Stunden war ein Franzose in Toulouse auf seinem sieben Meter langen Balkon unterwegs, bevor er die Marathondistanz geschafft hatte.

Nachdem der Rom-Marathon abgesagt worden war, rannte ein Läufer aus dem norditalienischen Bozen die klassische Distanz um sein Haus. Er war nach gut fünfeinhalb Stunden im „Ziel“. In Rom, wo die Menschen so gut wie gar nicht ihr Zuhause verlassen dürfen und wenn, dann nur in einem Radius von 200 Metern, absolvieren manche ein tägliches Training in der Wohnung. Ein Läufer berichtete, … [weiter bei Jörg Wenig auf leichtathletik.de, Foto pxhere.com CC0 Öffentliche Domäne; 19.04.20]


Landessportbund Niedersachsen fördert Online-Angebote der Vereine

Regelmäßige Bewegung schützt die Gesundheit, insbesondere auch das Immunsystem, beugt Erkrankungen vor, sorgt für psychischen Ausgleich und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Selten war diese Erkenntnis, auch ganz persönlich, deutlicher zu spüren als in der aktuellen durch Einschränkung der Bewegungsfreiheit geprägten Situation.

Jetzt, wo Schulen und Kitas ebenso wie Sporthallen und –plätze geschlossen sind, können auch die Sportvereine mit ihren Angeboten nicht mehr den gewohnten Ausgleich bieten – in dieser Situation wird besonders deutlich, welch wichtigen Beitrag sie für den Alltag und die Gesundheit der Menschen leisten.

Damit dies auch in den nächsten Wochen, vielleicht sogar Monaten, in veränderter Form, möglich ist, unterstützt der Landessportbund Niedersachsen die Sportvereine bei der Gestaltung und Bereitstellung von Sportangeboten über das Internet. Damit kann die häusliche Umgebung zum Bewegungsraum umfunktioniert und kurzfristig für freudvolle Bewegungserlebnisse genutzt werden. Zahlreiche gute Beispiele finden sich bereits im Netz.

Die für die Erstellung solcher Angebote erforderlichen Materialien sowie anfallende ÜL-Honorare können gefördert werden. (Quelle: LSB 19.04.20)


Weil es im emsländischen Freren -ohne Bahnhof- am Weg zu den Hünensteinen schon so aussieht, als hätten viele Ziffer 2 gelesen, aber nicht weiter nachgedacht: Das Papiertaschentuch darf nach Benutzung zwar sofort weggeworfen werden, ABER natürlich nur in einen Müll- oder Abfalleimer, nicht einfach so in die Landschaft…. (19.04.20)


Aktion Mensch und Lotto helfen

In Corona-Zeiten tun Ausschüttungen größerer, regelmäßiger Förderer gut: Die Aktion Mensch legt wegen der Coronakrise ein Soforthilfeprogramm in Höhe von 20 Millionen Euro auf.

Hintergrund ist die akute Notlage von Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation besonders durch die Pandemie bedroht sind: Dazu gehören Menschen mit Behinderung, deren Assistenzkräfte ausfallen, aber auch sozial schlechtergestellte Menschen, die durch die zunehmende Schließung von Tafeln oder anderen Einrichtungen nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden können. Förderung beantragen können freie gemeinnützige Vereine und Einrichtungen in Deutschland. Sie erhalten bis zu 50.000 Euro für Personal-, Honorar- und Sachkosten. Ambulante Assistenzdienste werden bei der Koordination und Organisation und bei der Gewinnung von Betreuungs- und Assistenzkräften unterstützt, Organisationen wie die Tafeln und Archen bei der Lebensmittelbeschaffung, dem Aufbau von Lieferdiensten sowie der Rekrutierung neuer Unterstützer und Helfer. Die Gelder können bei der Aktion Mensch ab sofort beantragt werden.

Durch die aktuelle Corona-Krise sind auch die Sportvereine, wie das ganze Land, zum Stillstand verpflichtet. Hier möchte auch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung helfen und hat deshalb den Notfallfonds „HILFE COVID-19“ geschaffen“, so Dr. Hans Ulrich Schneider vom Stiftungsvorstand.

Mit dem Notfallfonds soll Vereinen und Organisationen aus den Bereichen Sport und Integrationsarbeit geholfen werden, denen durch die COVID-19-Pandemie Kosten entstanden sind. Beispiele wären:

  • Absagen von eigenen Veranstaltungen und Projekten
  • Nicht gedeckte Vorbereitungskosten mangels Zuschauereinnahmen
  • Ausfallhonorare, Druckkosten, Materialien
  • Zusätzlich angefallene und unvorhergesehene Kosten von abgesagten Veranstaltungen Dritter; z.B. Rückreisekosten, erhöhte Meldegebühren

Die Stiftung wird jeden Fall einzeln prüfen und entscheiden. Vorgesehen sind einmalige Förderungen in Höhe von bis zu max. 500 Euro.
(Quellen: TSP, Lotto-Sport-Stiftung, 19.04.20)


Wuhan-Institut: US-Vorwürfe zurückgewiesen

Der Chef des Instituts für Virologie in der zentralchinesischen Stadt Wuhan hat amerikanische Vorwürfe zurückgewiesen, dass das neue Coronavirus aus seinem Labor stammen könnte. „Das Virus ist auf keinen Fall von uns gekommen“, sagte Yuan Zhiming in einem am Sonntag in chinesischen Medien verbreiteten Interview des Staatsfernsehens. „Wir wissen genau, welche Virus-Forschung in dem Institut vorgeht und wie mit Viren und Proben umgegangen wird“, sagte er. Auch habe sich niemand in seinem Labor mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert.

Es sei verständlich, dass sein Labor in Wuhan, dem Ursprungsort der Pandemie, bei den Leuten Assoziationen wecke. „Aber es ist schlimm, wenn einige versuchen, die Menschen in die Irre zu führen“, sagte Yuan Zhiming. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die in den USA kursierende These aufgegriffen, dass das Virus aus seinem Institut stammen könnte. Auch US-Geheimdienste neigen laut Medienberichten inzwischen zu der These. Dafür gebe es keine Beweise, sagte Yuan. „Es basiert völlig auf Spekulationen.“ (Quelle: SZ, 19.04.20)


Führt COVID-19-Virus zu Nierenkomplikationen?

Führt das COVID-19-Virus zu ernsten Nierenkomplikationen? Die New York Times berichtet:

„For weeks, U.S. government officials and hospital executives have warned of a looming shortage of ventilators as the coronavirus pandemic descended.

But now, doctors are sounding an alarm about an unexpected and perhaps overlooked crisis: a surge in Covid-19 patients with kidney failure that is leading to shortages of machines, supplies and staff required for emergency dialysis.

In recent weeks, doctors on the front lines in intensive care units in New York and other hard-hit cities have learned that the coronavirus isn’t only a respiratory disease that has led to a crushing demand for ventilators.

The disease is also shutting down some patients’ kidneys, posing yet another series of life-and-death calculations for doctors who must ferry a limited supply of specialized dialysis machines from one patient in kidney failure to the next. All the while fearing they may not be able to hook up everyone in time to save them.“ (Mehr und Quelle: New York Times, 19.04.20)


Coronavirus verbreitet sich auf französischem Flugzeugträger

Auf dem französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle hat es einen Coronavirusausbruch gegeben. 1081 der fast 2000 Besatzungsmitglieder seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, sagte der Stabschef der französischen Marine, Christophe Prazuck, der Sonntagszeitung Journal du Dimanche. Mehr als 500 zeigten Symptome. 24 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden, zwei liegen auf der Intensivstation. (Quelle: SZ, 19.04.20)


GEMA: Keine Pflicht für Lizenzgebühren

Die GEMA hat ihre Gesamtvertragspartner darüber informiert, dass für die Zeit, in der Musiknutzer im Zuge der Corona-Krise aufgrund behördlicher Anordnungen schließen müssen, keine Pflicht zur Zahlung von Lizenzgebühren besteht. Dies soll ausdrücklich auch „Jahresverträge“ betreffen, die Vereine mit der GEMA abgeschlossen haben.

Ferner hat die GEMA dem DOSB auf Nachfrage bestätigt, dass sie durch den Pauschalvertrag abgedeckte Musiknutzungen auch dann als abgegolten ansieht, wenn diese während der Zeit behördlich angeordneter Schließungen nicht unmittelbar in den Sportstätten, sondern „virtuell“ erfolgen (z.B. Anleitung durch die Übungsleiter via Internet-Homepage, o.ä.). (Quelle: DOSB, 19.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Sonntag, 19.04.2020, 10 Uhr

Ein weiterer Corona-Todesfall im Emsland lässt die Zahl der am Virus verstorbenen auf 14 steigen. Sonst nimmt die Zahl der Neuinfektionen kaum zu. In den letzten 24 Stunden gab es lediglich zwei aber 7 Genesene. CoVID-19 hat im Emsland jetzt insgesamt 366 Menschen infiziert (= 112,6/100.000); von ihnen sind 192 (+7) geheilt. Aktuell befinden sich rund 700 Personen (+50) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Seit vorgestern hat sich die Zahl der nachweisbar Infizierten, 70 (= 128,4/100.000), aber nicht geändert. 43 (+2) der Infizierten sind seit gestern nicht mehr krank.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 6
Einheitsgemeinde Emsbüren 14 3
Samtgemeinde Freren 32 (+1) 5
Einheitsgemeinde Geeste 10 5
Stadt Haren (Ems) 28 16
Stadt Haselünne 32 25
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 12 7
Stadt Lingen (Ems) 70 43
Stadt Meppen 55* 14
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 22
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 11 6
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 13 9
Einheitsgemeinde Twist 18 6
Samtgemeinde Werlte 12 4
Gesamt* 366 (+2) 192 (+7)
Todesfälle 14 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle 160 (-6)

Stephan Weil: Maskenpflicht kommt wohl

Die Einführung einer Pflicht zu Alltagsmasken dürfte auch in Niedersachsen nur eine Frage der Zeit sein. Das hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) noch einmal betont.

Susanne Stichler und Stephan Weil

03:15

Weil: Masken noch Mangelware, daher keine Pflicht

16.04.2020 16:00 Uhr
NDR Info
Ab dem 4. Mai sollen Schulen und einige Geschäfte den Betrieb schrittweise wieder aufnehmen können. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erläutert die Beschlüsse.Video (03:15 min)

„Ich bin überzeugt, dass Alltags-Schutzmasken bald zu unserem öffentlichen Leben gehören und etwa im öffentlichen Personennahverkehr auch zur Pflicht werden können, sobald sie ausreichend verfügbar sind“, sagte der Ministerpräsident der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Bis dahin könne man die Menschen nicht zum Tragen verpflichten. Aber: „Da es eine sehr große Nachfrage nach diesen Alltagsmasken gibt, wird sicherlich auch das Angebot stark ansteigen. Das wird kein Nischenprodukt bleiben, da bin ich ziemlich sicher.“ Schon am Mittwoch nach der Bund-Länder-Beratung über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise hatte Weil deutlich gemacht, dass die mangelnde Verfügbarkeit Grund dafür sei, dass Masken noch keine Pflicht werden. Wenn die Angebotslage sich verändert habe, werde man eine Pflicht sicherlich neu diskutieren, sagte Stephan Weil im NDR Fernsehen.

Die Stadt Lingen (Ems) hat inzwischen für ihre Bewohner*innen 115.000 Masken angeschafft, die ab morgen an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet zum Selbstkostenpreis von 1,50 Euro/Stück verkauft werden. Jede/r in Lingen mit Erst- oder Zweitwohnsitz Gemeldete kann zwei Masken käuflich erwerben. Weitere 25.000 Mundmasken schickt Lingen in die fünf Partnerstädte in England, Polen, Katalonien (Spanien), Frankreich und Sachsen.

Es handelt um waschbare, nicht-medizinische Masken, die von einem zu internationalen Automobilzulieferer erworben wurden, weil dieser zurzeit nicht für die Automobilwirtschaft produzieren kann. Den Einkaufstipp hatte der Betreiber dieser Webseite dem Lingener OB gegeben.
(Quelle: NDR, BN, 19.04.20)


Kanzleramtschef Strategie der Herdenimmunität ist untauglich für Deutschland

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hält die Strategie einer Herdenimmunität für untauglich im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland. „Um nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung in 18 Monaten zu immunisieren, müssten sich jeden Tag 73 000 Menschen mit Corona infizieren“, sagte Braun der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „So hohe Zahlen würde unser Gesundheitssystem nicht verkraften und könnten auch von den Gesundheitsämtern nicht nachverfolgt werden. Die Epidemie würde uns entgleiten.“

Mit „Herdenimmunität“ meinen Wissenschaftler die Immunität eines so großen Prozentsatzes der Bevölkerung nach einer Infektionswelle, dass die weitere Ausbreitung der Krankheit zum Erliegen kommt. Für Deutschland sei diese Strategie aber keine vorstellbare Option, so der Kanzleramtschef. Stattdessen gehe es darum, die Zahl der Neuinfektionen auf niedrigem Niveau zu halten. Schon wenn nur jeder zehnte Corona-Patient zwei weitere Menschen infiziere, „steigen die Infektionszahlen in einigen Monaten auf ein bedrohliches Niveau an“, warnte Braun. Das mache deutlich, wie diszipliniert Deutschland in der Öffnungsphase handeln müsse.

Auch die Strategie in Südkorea, das Virus nahezu ganz auszurotten und dann wieder zur Normalität überzugehen, sei in Deutschland aufgrund der geographischen Lage schwieriger umzusetzen. „Selbst wenn wir das Virus stark zurückdrängen, kommt es dann aus dem Ausland immer wieder zurück.“

Deshalb seien hierzulande auch bei niedrigen Neuinfektionszahlen die breiten Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln notwendig, so Braun. Er unterstrich: „Je niedriger die Infektionszahlen, desto besser gelingt uns die Kontaktnachverfolgung und damit die Unterbrechung der Infektionsketten.“ Deshalb werde gerade das Personal in den Gesundheitsämtern aufgestockt. Zudem arbeiteten Expertenteams unter Hochdruck an einer App, mit der nachverfolgt werden soll, mit wem Infizierte in den vergangenen 14 Tagen Kontakt hatten. (Quelle: SZ, 19.04.20)


Auch im Ramadan: Bitte zuhause bleiben

Keine Frage: Die Corona-Pandemie stellt viele Muslime ab dieser Woche vor eine besondere Herausforderung. Denn Donnerstag beginnt der Fastenmonat Ramadan, in dem Gläubige aufgerufen sind, unter anderem weniger zu essen und zu trinken, um dann am Abend gemeinsam das Fasten zu brechen. Doch wie verträgt sich letzteres mit den weiter geltenden Kontaktbeschränkungen? Fragen dazu hat die Seyran Ates Rechtsanwältin, Mitgründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin und früheres Mitglied der Deutschen Islamkonferenz, Seyran Ates, t-online.de beantwortet. [weiter…]

Saudi-Arabiens höchstes religiöses Gremium hat inzwischen eine Antwort gegeben und die Muslime weltweit aufgefordert, während des am 23. April beginnenden Ramadan zu Hause zu beten, wenn in ihrem Land eine Sperrung vorliegt. Der Wissenschaftsrat sagt in einer Erklärung, dass sich das Virus verbreiten kann, wenn Menschen Versammlungen abhalten.

Auch der niederländische Premierminister Mark Rutte hat kürzlich die niederländischen Muslime aufgefordert, während des Ramadan zu Hause zu fasten. Der Iftar, die Mahlzeit, die nachts das Fasten bricht, wird oft von vielen Menschen genossen. „Ich bitte alle Muslime in den Niederlanden, diese Tageszeit zu Hause mit der Familie zu verbringen“, sagte Rutte. „Es ist wirklich sehr wichtig. So schwierig es auch ist, halten Sie sich auch an die Vorschriften.“

Zuletzt hatten die christlichen Religionen weitestgehend auf die Feier des Osterfestes, die Juden auf die Feier des Pessach-Festes verzichtet – wegen Corona.

(Foto: Ramadan Laternen via pixabay; Quellen: t-online.de, Tubantia, 19.04.20)


Wallfahrt abgesagt

Die Wallfahrt von Osnabrück ins westfälische Telgte fällt in diesem Jahr aus. Wegen der Corona-Pandemie werde die Pilgertour nicht stattfinden, teilte das Bistum Osnabrück mit. Die Wallfahrt war für den 11. und 12. Juli geplant. Bund und Länder haben jedoch alle Großveranstaltungen bis Ende August untersagt. In vorigen Jahren hatten sich bis zu 9.000 Menschen an der Wallfahrt beteiligt. Sie ist nun zum ersten Mal in ihrer 168-jährigen Geschichte abgesagt worden. (Quelle: Bistum Os, 19.04.20)


Sparbetrieb am FMO

Die Terminalgebäude am Flughafen Münster-Osnabrück sind geschlossen, die verbleibenden Flüge werden am Tor 3b abgefertigt. Geschäftsflüge gibt es nur noch nach Stuttgart und Berlin, alle Lufthansa-Verbindungen sind gestrichen. Für die Mitarbeiter hat der FMO hat rückwirkend zum 1. März Kurzarbeit für alle Bereiche angemeldet. (Quelle: WDR, 19.04.20)


Maske wird in Wolfsburg zur Pflicht

Die Wolfsburger müssen ab Montag in Geschäften, öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, medizinischen Einrichtungen und in Bussen Masken tragen. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

Eine Frau mit Mundschutz kauft in einem Supermarkt Gemüse ein. © picture alliance Foto: Robert Michael

Ab Montag gilt in Wolfsburg Maskenpflicht

Als erste Stadt in Niedersachsen führt Wolfsburg ab Montag eine Maskenpflicht ein. Sie gilt unter anderem in Bussen, Arztpraxen und Läden. Abstand halten reiche nicht mehr, heißt es. mehr (Quelle: NDR, 19.04.20)


Frankreich – Italien aktuell

Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien hat sich erneut etwas verringert. Laut den Behörden starben binnen 24 Stunden 482 Personen an dem Virus, nach 575 am Freitag und 525 am Donnerstag. Insgesamt sind damit 23.227 Menschen den Virus-Folgen erlegen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt um 3491 auf 175.925.

In Frankreich sind inzwischen mehr als 19.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Corona-Toten in Krankenhäusern und Pflegeheimen habe sich binnen 24 Stunden um zusätzliche 642 Opfer auf 19.323 erhöht, teilten die französischen Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Krankenhauspatienten sank derweil weiter. 30.639 Infizierte wurden den Angaben zufolge am Samstag in den Kliniken behandelt, das waren 551 weniger als am Vortag. (Quelle: Tagesschau, 19.04.20)


Wieder zum Arzt

Für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden müssen Arbeitnehmer ab Montag wieder zum Arzt gehen. Eine wegen des Coronavirus eingeführte Ausnahmeregelung, dass dies auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt ging, wird nicht verlängert. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Freitag. Für die Beurteilung, ob man arbeitsunfähig ist und eine Krankschreibung erhält, ist wieder eine körperliche Untersuchung nötig.

Der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken erläuterte, die befristete Ausnahme habe angesichts der dynamischen Corona-Entwicklungen dazu gedient, Praxen zu entlasten und die Virus-Ausbreitung zu verringern. Diese Dynamik habe zwischenzeitlich aber durch strikte Abstands- und Hygieneregeln, die ebenfalls in Praxen beachtet werden, deutlich verlangsamt werden können. Die Behelfsregelung könne daher zum vorgesehenen Termin auslaufen. Dies entspreche auch den behutsamen Lockerungsschritten, die Bund und Länder beschlossen haben. Laut G-BA ist ein unmittelbares Arztgespräch vor allem bei Erkrankungen wichtig, die nur durch eine persönliche Untersuchung umfassend und präzise erkannt werden könnten.
Unabhängig davon sollten Patienten mit typischen Covid-19-Symptomen oder unklaren Symptomen der oberen Atemwege vorher in der Praxis anrufen und das Vorgehen besprechen.

Von den Praxisärzten kam Kritik: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung kritisierte einen „abrupten Stopp“ der Ausnahmeregelung, der weder für die Praxen noch für die Patienten gut sei. Man habe sich für eine Verlängerung bis 3. Mai eingesetzt, sei aber im Gremium überstimmt worden. Eine solche Verlängerung wäre auch deckungsgleich mit den staatlich beschlossenen Kontaktbeschränkungen gewesen. (Quelle: SZ, NDR, 10.0ß4.20)


New York: Etwas entspannt – Weitere 540 Tote

Im besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York hat sich die Lage in den Krankenhäusern etwas entspannt. Die Zahl der Covid-19-Patienten sei in den letzten drei Tagen kontinuierlich gesunken, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Das seien gute Nachrichten, erklärte der Demokrat, verwies aber zugleich auf eine weiterhin hohe Sterberate.

Am Vortag seien 540 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben und weitere 2000 Personen positiv getestet worden. Insgesamt sind in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern bereits mehr als 226.000 Menschen infiziert und mehr als 16.000 gestorben.

Cuomo betonte, es seien deutlich mehr Tests notwendig, bevor an eine Öffnung der Wirtschaft in New York zu denken sei. Es gebe weiterhin Engpässe bei den Testverfahren. Der Gouverneur verlangte zusätzliche Unterstützung aus Washington. Am Donnerstag hatte Cuomo die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen in New York bis Mitte Mai verlängert.
(Quelle Tagesspiegel, 19.04.20)


800 qm-Grenze willkürlich?

Eilanträge gegen die Verordnungen zur Schließung von Warenhäusern wegen der Corona-Krise haben Oberverwaltungsgerichte (OVG) in Berlin und Greifswald zurückgewiesen. Das OVG Berlin-Brandenburg nannte die Schließung mit Blick auf den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung verhältnismäßig. Unter anderem die angeschlagene Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof war in mehreren Bundesländern gerichtlich gegen die Schließung ihrer Filialen in der Corona-Krise vorgegangen. eine Entchidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen steht noch aus.

Aus Wirtschaftsverbänden kommt weiter Kritik. Das Kriterium von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche für Geschäfte, die wieder öffnen dürfen, sei willkürlich gewählt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbundes, Ludwig Veltmann, der dpa. Dies werde zu Wettbewerbsverzerrungen führen – beispielsweise bei sich überlappenden Sortimenten in nun wiedereröffneten Geschäften einerseits und weiterhin geschlossenen Geschäften andererseits. (Quelle SZ, 19.04.20)


Hamburger Strafgefangene bekommen Handys

Wegen der eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten in Corona-Zeiten dürfen manche Hamburger Häftlinge ausnahmsweise Mobiltelefone nutzen. In den Justizvollzugsanstalten sollen schrittweise insgesamt rund 470 Handys ausgegeben werden, teilte die Justizbehörde mit. Diese befristete technische Lösung solle dabei helfen, dass Gefangene weiterhin den sozialen Kontakt zu ihren Angehörigen halten können.

Gefangene in den Anstalten Billwerder und Fuhlsbüttel sowie in der Sozialtherapeutischen Anstalt könnten die Prepaid-Handys für jeweils 20 Euro erwerben. In der Untersuchungshaftanstalt und in der JVA Hahnöfersand würden keine Telefone ausgegeben. Die benötigten Sim-Karten inklusive Guthaben müssen von Angehörigen oder Bekannten an die Gefangenen geschickt oder in der jeweiligen Anstalt abgegeben werden, hieß es in der Mitteilung. Die Prepaid-Handys hätten keine Kamera und seien nicht internetfähig. Insgesamt sind in Hamburg etwa 2.000 Gefangene inhaftiert.

In Niedersachsen mit seinen etwa 5.000 Gefangenen ist zwar auch ein generelles Besuchsverbot eingeführt worden. Hier sind aber lediglich 38 Skype-Plätze eingerichtet worden. Anfang des Jahres waren es zwar nur 14. Bei 5.000 Gefangenen ist die jetzt erreichte Zahl aber völlig unzulänglich.

(Foto Gefängnis Fuhlsbüttel in Hamburg, von Gerhard Kemme in der Wikipedia auf Deutsch, geeinfrei; Quelle: NDR, 18.04.20)


7.043 Menschen in medizinischen Berufen infiziert – 11 Tote

Menschen in medizinischen Berufen. Nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland derzeit 7043 Personen in diesen Berufsgruppen infiziert.

Von den betroffenen Personen waren dem RKI zufolge die meisten Frauen – nämlich 72 Prozent. Der Altersmedian habe bei 42 Jahren gelegen. Vier Prozent der Betroffenen (diese Angabe war am Samstag nur für 6584 von ihnen gemacht worden) wurden in Krankenhäuser eingewiesen. Bislang sind dem RKI zufolge elf Covid-Todesfälle unter Personal in medizinischen Einrichtungen bekannt.

Der Anteil der Corona-Fälle in medizinischen Berufsgruppen ist dem RKI zufolge in den vergangenen Wochen gestiegen – von drei Prozent vor vier Wochen auf etwa sechs Prozent in der vergangenen Woche. Am 15. April, vor drei Tagen, lag die Zahl der Infizierten in den entsprechenden Berufsgruppen noch bei 6.058,sieben Menschen waren gestorben. (Quelle Tagesspiegel, 19.04.20)


Übersicht

  • Laut DPA sind bis Samstagabend mehr als 140.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: 137.800 Infektionen). Mindestens 4.288 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 4.089). Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 85.400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.
  • Die Ansteckungsrate beim Corona-Virus ist damit in Deutschland, nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI), erstmals seit zwei Tagen wieder angestiegen – allerdings auf niedrigem Niveau. Die sogenannte Reproduktionsrate werde auf 0,8 geschätzt, hieß es am Samstag
  • In Norddeutschland gibt es inzwischen mehr als 16.700 bestätigte Corona-Fälle.
  • In Niedersachsen sind davon aktuell 8.863 laborbestätigt, 181 mehr im Vergleich zu gestern. In den Kliniken werden derzeit 900 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt. 291 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben.
  • Im Emsland sind 364 Infektionsfälle nachgewiesen, 13 von ihnen sind gestorben. I Lingen sind 70 Menschen infiziert.

Kurzarbeitergeld wird wohl erhöht

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) rechnet mit einer Einigung auf eine befristete Anhebung des Kurzarbeitergelds. Über eine dafür notwendige Gesetzesänderung werde derzeit in der Bundesregierung beraten, sagte der SPD-Politiker am Samstag den Nachrichtensendern ntv und Welt.

Auch mit den Sozialpartnern gebe es Gespräche. „Ich setze darauf, dass wir da zu Ergebnissen kommen.“ Es gehe um die nächsten Monate. „Ich bin dafür, dass man zumindest für drei Monate, für den Zeitraum Mai, Juni und Juli, das Kurzarbeitergeld aufstockt.“

Das Kurzarbeitergeld sichere zwar in der Corona-Krise Arbeitsplätze, sagte der Minister. Es führe aber gleichzeitig zu Einbußen nicht nur bei Geringverdienern, sondern auch bei Fachkräften. Mit einer Aufstockung könne die Kaufkraft der Beschäftigten gesichert werden. „Das kurbelt auch die Wirtschaft an“, sagte Heil.(Quelle: ARD, 18.04.20)


Münsterland: Mehr als 100 Tote

Im benachbarten Münsterland sind nach aktuellem Stand (18.04.2020, 12.00 Uhr) insgesamt 3.436 Menschen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. 101 Menschen sind im Münsterland verstorben. 2.193 Menschen sind wieder gesund.

Dies sind die offiziellen Zahlen der Bezirksregierung Münster. Die aktuellen Zahlen im Einzelnen, in Klammern: die Zahl der am Vortag gemeldeten Infizierten.

(Quelle: WDR, 18.04.20)


Europa: Mehr als 100.000 Corona-Tote

In Europa sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich am Abend auf mindestens 100.501, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Das sind knapp zwei Drittel der weltweiten Corona-Todesfälle. Insgesamt wurden fast 1,14 Millionen Corona-Fälle in europäischen Ländern registriert. Europa ist der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit liegt die Zahl der bestätigen Corona-Infektionsfälle bei fast 2,3 Millionen. (Quelle: Tagesschau, 18.04.20)


Coronavirus- Alltag eine Pandemie

Das Coronavirus verändert unser Leben. Für Tage, Wochen, Monate. Aber es gibt Menschen, die jetzt an vorderster Front kämpfen und Entscheidungen treffen müssen, bei denen es um Leben und Tod geht: Ärztinnen, Pfleger, Politikerinnen, Forschende. Sie erzählen uns täglich ihre Geschichten aus dem Alltag einer Pandemie. Montags bis freitags, gegen 16 Uhr.

Abonnieren Sie den Podcast direkt hier über die Schaltflächen, als RSS-Feed, bei Apple Podcasts oder bei Spotify. Sie finden finden ihn aber auch auf den Podcast-Plattformen Ihrer Wahl, mit dem Suchbegriff „Coronavirus – Alltag einer Pandemie“ und natürlich in der Dlf Audiothek App.
(18.04.20)


Systemrelevant

Gute Nachrichten für Juristen in Nordrhein-Westfalen und Sachsen* Ab kommenden Donnerstag können sie ihre Kinder in die Notbetreuung geben. Anwälte und Notare sind als „systemrelevant“ eingestuft worden.

In Nordrhein-Westfalen gelten ab dem kommenden Donnerstag (23. April), in Sachsen sofort ab dem 18. April mehr Berufe als systemrelevant. So sollen neben Mitarbeitern von Wach- und Sicherheitsdiensten, Postdiensten und Beschäftigten der Textilindustrie dann auch Rechtsanwälte und Notare als systemrelevant gelten und damit ihre Kinder in eine Notbetreuung bringen können.

In Niedersachsen ist das für Anwälte anders. In der neuen, auf fünf Seiten aufgeblähten Verordnung sind zwar zahlreiche Berufe wie Mitarbeiter*innen der Energieversorgung (etwa Strom-, Gas-, Kraftstoffversorgung), Wasserversorgung (öffentliche Wasserversorgung, öffentliche Abwasserbeseitigung), Ernährung und Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel), Informationstechnik und Telekommunikation (insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze), Finanzen (Bargeldversorgung, Sozialtransfers), Transport und Verkehr (Logistik für die kritische Infrastruktur, ÖPNV), Entsorgung (Müllabfuhr) sowie Medien und Kultur, Risiko- und Krisenkommunikation einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse zuzurechnen – Advokaten aber nicht. Sie müssen ihre Kinder also weiter zuhause betreuen.

(Quelle LTO, 18.04.20)


Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Was soll im Notfall intensivmedizinisch mit mir passieren – und was nicht? Wie kann ich meinen Patientenwillen so verfassen, dass er für die Ärzte bindend ist? Diese Fragen sind nicht nur in Zeiten von COVID-19 von Bedeutung – doch jetzt besonders.

„Bei einer schwerwiegend verlaufenden COVID-19-Erkrankung geht es konkret um die Frage, ob man diese mit einer intensivmedizinischen Behandlung überleben kann“, sagt Prof. Dr. Alfred Simon, Geschäftsführer der Akademie für Ethik in der Medizin an der Georg-August-Universität Göttingen. Er beschäftigt sich seit langem mit der Selbstbestimmung am Lebensende.

Dazu gehört unter anderem die Patientenverfügung, in der festgehalten werden kann, welche lebenserhaltenden Therapien erfolgen sollen und welche nicht. „Ich könnte festlegen, dass die intensivmedizinische Behandlung unterbleiben soll, wenn die Überlebenschance von den Ärzten als sehr gering eingeschätzt wird. Dies gilt sowohl im Falle von Covid-19 als auch bei einer anderen Erkrankung“, erklärt Alfred Simon. Auch ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder ein Unfall könne das Leben in Minuten dramatisch verändern.

Der Medizinethiker rät, zusätzlich zur Patientenverfügung eine Vorsorgevollmacht aufzusetzen: „In der Vorsorgevollmacht legt man fest, wer den eigenen Willen gegenüber den Ärzten vertreten und stellvertretend in medizinische Maßnahmen einwilligen oder diese ablehnen darf.“ Bei beiden komme es unbedingt auf die richtige Formulierung an, damit sie auch bindend für die Ärzte sind…(Mehr und Quelle, 18.04.20)

Zusatz:
Damit Ihre Erklärungen im Zweifel auch wirksam sind, sollten Sie einen Notar aufsuchen. Durch einen Notar beurkundete Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten
sind bindend.

-.-.-.

Disclaimer: Der Betreiber dieser Webseite ist Notar mit dem Amtssitz in Lingen (Ems). Die Dienstleistungen aller Notare sind kostenpflichtig. Die Kosten sind durch einen Bundesgesetz verbindlich geregelt.


Verfassungsgericht kippt Demo-Verbot

Das Bundesverfassungsgericht hat einem Eilantrag gegen das Verbot einer Demonstration in Stuttgart an diesem Samstag stattgegeben. Die Stadt hatte dem Anmelder und dessen Anwalt nach deren Darstellung nicht einmal einen ablehnenden Bescheid geschickt. Ein Mitarbeiter habe am Telefon gesagt, über Versammlungen werde derzeit nicht entschieden, weil sich deren Verbot direkt aus der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg ergebe. Dieses Vorgehen verletze den Kläger in seinem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, entschieden die Karlsruher Richter. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Stuttgart den Antrag durch Beschluss vom 14. April 2020 abgelehnt. Die hiergegen gerichtete Beschwerde des Antragstellers wies der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg durch Beschluss vom 15. April 2020 zurück. Jetzt korrigierte das Verfassungsgericht am Freitag diese Entscheidungen.

Der Mann wollte am Nachmittag von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem zentralen Schlossplatz mit maximal 50 Leuten gegen die Einschränkung der Grundrechte in der Corona-Krise demonstrieren. Der Beschluss verpflichtet die Stadt Stuttgart, über die Anmeldung neu zu entscheiden. Treffe die Stadt keine Entscheidung, dürfe der Kläger die Demonstration wie angemeldet abhalten, hieß es. (Az. 1 BvQ 37/20) (Quelle: Stuttgarter Zeitung, 18.04.20)


„Entfesselter Rassismus in der Coronakrise!

„Zunächst fiel es ihr in der U-Bahnauf. Menschen, die sich nach dem Einsteigen zu ihr setzten oder direkt gegenüber, standen wieder auf, sobald sie bemerkten, wer da neben ihnen war. Wechselten den Wagen, stellten sich zur Not ins Fahrradabteil, bloß um ihr nicht nah sein zu müssen. Beim ersten Mal hielt sie es für Zufall. Nach dem fünften Mal nicht mehr.

Ein Freund, dem sie davon erzählte, meinte: „Na ja, die Leute fürchten sich halt. Das musst du verstehen.“ Und sie brauche nicht zu erwarten, dass Deutsche Asiaten irgendwie auseinanderhalten können. Sie sagt, das war nicht die Reaktion, die man sich von einem Freund erhofft.

Victoria Kure-Wu, 32, geboren in Bielefeld, wohnhaft in Berlin-Schöneberg, sagt auch, sie sei froh, dass sie inzwischen im Homeoffice arbeite. Dort könne sie zumindest niemand anpöbeln. Wagt sie sich doch vor die Tür, gehe sie „innerlich geduckt“ durch die Straßen. Angespannt… (Weiter im Tagesspiegel, 18.04.20)


Nachbarn Niederlande und Schweiz

Die Zahl der Corona-Toten ist in den letzten 24 Stunden in den benachbarten Niederlanden um 142 auf jetzt 3.601 gestiegen. Die Zahl der Infizierten stieg um zusätzliche 1.140 bestätigte Infektionen auf insgesamt 31.589 Menschen. Das bestätigten die neidrländischen gesundheitsbehörden.

In der Schweiz sind 1.111 Corona-Tote zu beklagen, wie deie national Gesundheitsbehörde bestätigte; tags zuvo waren es novh 1.059 gewesen. Die offiziell positiv auf COVID-19 getesteten erreichte mit einem Zuwachs von 326 Personen die Zahl von 27.404.
(Quelle: The Guardian, 18.04.20)


Gummihandschuhe sind unsinnig

Neben der Frage nach dem Tragen einer Maske wird vor allem in den sozialen Medien zurzeit heftig diskutiert, ob das Tragen von Gummihandschuhen sinnvoll sein kann. Manch ein Arzt wendet sich mit drastischen Worten an die Bürger und bezeichnet die, die sich für das Tragen von Gummihandschuhen entscheiden, als Virenschleudern. Woher diese Angriffe, wo Gummihandschuhe doch in medizinischen Betrieben zum Schutz der Mitarbeiter immer eingesetzt werden?

Peter Walger, Sprecher des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, sagt dazu: „Das Tragen von Gummihandschuhen beim Einkaufen ist unsinnig. Es dient weder dem Schutz vor der eigenen Ansteckung durch das Coronavirus, noch schützt es andere Personen vor der Weitergabe des Virus. Hände mit oder ohne Handschuhe können gleichermaßen durch Sekrete kontaminiert werden. Und die in den Sekreten vorhandenen Viren können gleichermaßen weitergereicht werden.“
(Foto: Werneuchen via wikipedia, Public Domain Quelle: FAZ, 18.04.20)


Heimathaus sagt More Moor Festival ab

Das für den Mai 2020 geplante „More (Moor) Festival“ am Heimathaus Twist ist abgesagt. Grund dafür ist die anhaltende Corona-Krise.

Wie das Heimathaus mitteilt, soll das Festival nun vom 14. bis zum 16. Mai 2021 stattfinden. Bereits gekaufte Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Die Karten können aber auch zurückgegeben werden. Dazu sollten sich Käufer an die Stelle wenden, bei der sie die Eintrittskarte erworben haben. (Quelle: Veranstalter, 18.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Samstag, 18.04.2020, 10 Uhr

Wenig Bewegung bei den aktuellen Corona-Zahlen in unserem Landkreis. Unverändert sind im Emsland 13 Corona-Tote zu beklagen. In den letzten 24 Stunden gab es lediglich vier Neuinfektionen sowie 13 Genesene. CoVID-19 hat im Emsland jetzt insgesamt 364 Menschen infiziert (= 112/100.000); von ihnen sind 185 (+11) geheilt, also erstmals mehr als 50%. Aktuell befinden sich rund 650 Personen (+20) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Seit gestern hat sich die Zahl der nachweisbar Infizierten, 70 (= 128,4/100.000), aber nicht geändert. 41 (+3) der Infizierten sind inzwischen nicht mehr erkrankt.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 6
Einheitsgemeinde Emsbüren 14 (+2) 3
Samtgemeinde Freren 31 (+1) 4
Einheitsgemeinde Geeste 10 5
Stadt Haren (Ems) 28 15
Stadt Haselünne 32 25
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 12 7
Stadt Lingen (Ems) 70 41 (+3)
Stadt Meppen 55 12
Samtgemeinde Nordhümmling 6 4
Stadt Papenburg 26 22
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 11 6
Samtgemeinde Sögel 2 1
Samtgemeinde Spelle 13 9
Einheitsgemeinde Twist 18 (+1) 6
Samtgemeinde Werlte 12 4
Gesamt* 364 (+4) 185 (+13)
Todesfälle 13
Aktuelle Covid-19-Fälle 166 (-9)

(18.04.20)


Wegen Corona: Faktisch kein Familiennachzug für Geflüchtete mehr

Geschlossene Botschaften, keine Termine: Der komplette Familiennachzug ist zum Erliegen gekommen. Zur ohnehin langen Trennung der Familien durch gesetzliche Einschränkungen und den Bürokratie-Dschungel bei Familiennachzug kommen erschwerend ad hoc-Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie hinzu.

Die meisten deutschen Auslandsvertretungen für Familiennachzugsangelegenheitensind bis auf weiteres geschlossen: Es werden keine Termine für die Antragstellung mehr angeboten, keine angenommenen Anträge bearbeitet, Termine, die zwecks Antragstellung mit jahrelangem Vorlauf gebucht wurden, sind auf Eis gelegt.

Dabei überlegen Angehörig von iD eutschland als Schutzberechtigte anerkannten Geflüchteten oft nur unter schwierigsten Bedingungen, ohne jegliche Schutzmaßnahmen und ohne ärztliche Behandlung als intern Vertriebene in ihren Herkunftsländern oder in Flüchtlingslagern der Nachbarländer. (mehr und Quelle: Nieders. Flüchtlingsrat, 18.04.20)


Niedersachsen: Ausweitung der Kita- und Schulbetreuung

Die Notbetreuung in niedersächsischen Kindertageseinrichtungen und Schulen wird fortgesetzt und ausgeweitet. Insbesondere bei den Härtefällen soll es Erweiterungen geben mit Blick auf drohende Kindeswohlgefährdung, die Situation Alleinerziehender, die gemeinsame Betreuung von Geschwisterkindern sowie drohende Kündigung und erheblichen Verdienstausfall. Diese Neuerungen hat das Niedersächsische Kultusministerium heute kurzfristig den Kommunalen Spitzenverbänden, den örtlichen Trägern der Jugendhilfe und den Vertretern der Trägerverbände vorgestellt. Hintergrund ist die heute in Kraft getretene*Niedersächsische Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus“.

Zukünftig sollen zudem Kinder einer Erziehungsberechtigten bzw. eines Erziehungsberechtigten, die/der in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse tätig ist, aufgenommen werden können. So können u.a. die Bereiche Energieversorgung (etwa Strom-, Gas-, Kraftstoffversorgung), Wasserversorgung (öffentliche Wasserversorgung, öffentliche Abwasserbeseitigung), Ernährung und Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel), Informationstechnik und Tele-kommunikation (insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze), Finanzen (Bargeldversorgung, Sozialtransfers), Transport und Verkehr (Logistik für die kritische Infrastruktur, ÖPNV), Entsorgung (Müllabfuhr) sowie Medien und Kultur, Risiko- und Krisenkommunikation einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse zuzurechnen sein. Alle anderen Möglichkeiten einer Betreuung müssen aber vor der Möglichkeit der Inanspruchnahme ausgeschöpft worden sein. Diese Neuregelungen sollen im Verlaufe der kommenden Woche sukzessive vor Ort umgesetzt werden.

Nach wie vor bleiben der Gesundheitsschutz und die Begrenzung von Neuinfektionen das oberste Ziel. Der Bund und die Länder haben daher gemeinsam beschlossen, dass für Krippen, Kindergärten, Horte und den Bereich der Kindertagespflege vorerst weiterhin nur die Notbetreuung gilt. Bis wann diese Lage so bleibt, kann heute niemand seriös sagen. (Quelle: PM der Landesregierung, 18.04.20)
*Zusatz: Die Verordnung tritt nach ihrem § 13 am 20. April in Kraft. Die PM der Landesregierung vom heutigen Samstag spricht von Inkrafttreten „heute“: Das ist falsch.


Niedersachsen: Überarbeitung der Verordnung angekündigt

Die jüngste Corona-Verordnung des Landes ist jetzt von ehedem zwei auf nun komplette fünf Seiten angewachsen. Murks enthält sie trotzdem – wie ihre Vorgängerinnen. Sie soll deshalb schon bald „berichtigt“ werden.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wann genau Friseure wieder frisieren, schneiden und färben dürfen, hat eine Sprecherin der Staatskanzlei gestern Abend klargestellt: „Wenn alles gut geht, und das Infektionsgeschehen in den nächsten zwei Wochen nicht aus dem Ruder läuft, werden die Friseure am 4. Mai wieder öffnen – und nicht erst am 7. Mai wie irrtümlich angegeben.“

Dies werde „mit der nächsten Bearbeitung der Verordnung umgesetzt“, hieß es weiter. Die Friseure müssen allerdings Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen erfüllen. Zudem sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönliche Schutzausrüstungen tragen.

Andere Dienstleistungsbetriebe aus dem Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios bleiben übrigens weiter geschlossen. (Quelle: NDR, 18.04.20)


Mexiko: Bundesrichterentscheidung schützt Migranten

In Mexiko müssen Migranten und Geflüchtete aus Auffanglagern entlassen werden, die bei einer Infektion mit dem Coronavirus besonders gefährdet sind. Das ordnete Bundesrichter Jonathan Bass Herrera nach einem Bericht der Tageszeitung „El Universal“ am Freitag an. Vor allem: Menschen über 60 Jahre oder mit Vorerkrankungen sollen nach der richterlichen Entscheidung eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung und damit Zugang zu Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen bekommen. Über 40 zivilgesellschaftliche Organisationen hatten dies mit einer Klage eingefordert.

Das Gericht ordnete zudem an, dass die Behörden in den Migrantenlagern für eine effektive sanitäre Versorgung sorgen müssen, um der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorzubeugen. Zudem müssten Maßnahmen ergriffen werden, um mögliche Infizierte festzustellen. Besonderes Augenmerk solle jetzt darauf gelegt werden, unbegleitete Kinder und Jugendliche auf der Flucht vor Armut und Gewalt zu betreuen. Angesichts der schwierigen sanitären Situation und der Überfüllung der Lager gab es in letzter Zeit mehrere Aufstände. Ein Mensch kam dabei ums Leben.

Das mittelamerikanische Land hat inzwischen etwa 600 Corona-Tote und rund 12 mal so viel #Corona-Infizierte zu beklagen. (Quelle: El Universal, 18.04.20)


Zeit der Verschwörungstheoretiker

Nicht nur der COVID-19-Erreger breitet sich rund um den Globus aus, auch die Verschwörungstheorien darüber, woher das Virus stamme und wer wirklich dahinterstecke, machen die Runde. Viel schneller als das Virus selbst verbreiten sich diese Verschwörungsmythen über SARS-CoV-2. Denn in Krisenzeiten seien Menschen besonders anfällig für Irrationalität, sagt der Religionswissenschaftler Michael Blume im Deutschlandfunk.

Dass Virologen davon ausgehen, dass der Erreger nur durch Zufall vom Tier auf den Menschen übertragen wurde, diese Erklärung greift für Verschwörungstheoretiker zu kurz. Ihrer Meinung nach muss mehr dahinterstecken als nur der Zufall. (Mehr und Quelle:DLF, 18.04.20)


Unsicherheit vor der Freibadsaison

Vor der Freibadesaison herrscht allenthalben Unsicherheit. Die meisten Freibäder öffnen Anfang bis Mitte Mai. Obwohl völlig unklar ist, ob und wann sie öffnen dürften, laufen in vielen von ihnen die üblichen Vorbereitungen für den Saisonstart, auch in Lingen. In einigen Kommunen hat man hingegen bereits entschieden, auf die Öffnung 2020 ganz zu verzichten.

(Foto: Freibad Lingen © Wirtschaftsbetriebe Lingen GmbH)

Uwe Lübking, Sportverantwortlicher beim Städte- und Gemeindebund sagte: „Wenn man öffnen will, dann geht das nur unter sehr strengen Auflagen.“ Zum Beispiel brauche es entsprechende Hygienemaßnahmen und man müsste dafür sorgen, dass die Menschen genug Abstand zueinander halten. Auch Warteschlangen seien zu vermeiden. Als Pro-Argument für die Öffnung der Freibäder führte Lübking an, dass bei vielen Familien Urlaube ausfallen werden. Dementsprechend seien Aufenthaltspunkte vor Ort wie die Freibäder wichtig.

In unserer Region gibt es neben den Freibädern in Lingen, Haselünne, Meppen und Freren auch den Freizeitsee in Lohne. Wie an diesen Badestandorten verfahren wird ,ist offen und bislang in den kommunalen Gremien nicht beraten. (Quelle: FAZ, BN 18.04.20)


Niedersachsen: Wie sehen die Lockerungen aus?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten haben am Mittwoch erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. Die genaue Umsetzung der einzelnen Punkte ist nun Sache der Länder. Niedersachsen hat am 17. April dazu eine neue Verordnung erlassen. Der NDR hat die wichtigsten Antworten zusammengestellt…,“sofern sie bereits vorliegen“..

Weiter beim NDR (18.04.20)


Satelliten-Messungen der Europäischen Weltraumbehörde ESA belegen laut NDR einen deutlichen Rückgang der Stickoxide in Europa. Allein in Deutschland sind demnach die Werte im Vergleich zu 2019 um mehr als 30 Prozent gesunken. Die Daten hätten Bremer Wissenschaftler analysiert. Sie führen den Recherchen zufolge die Entwicklung auf die Corona-Pandemie zurück. So gebe es weniger Verkehr und die Industrie habe ihre Produktion heruntergefahren. Welchen Anteil die übrigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens an den neuen Messdaten hätten, könnten sie noch nicht sagen. Auch das Wetter habe Einfluss auf die Stickoxid-Belastung. (Quelle: NDR, 18.04.20)


Livestream: Global-Citizens mit Benefiz-Konzert gegen Coronavirus

Die Rolling Stones, Billie Eilish und Taylor Swift treten neben zahlreichen anderen internationalen Stars am Wochenende bei einer virtuellen Benefizshow auf, mit der Spenden für den Kampf gegen das Coronavirus gesammelt werden sollen.

Den Auftakt der Sondersendung „One World – Together At Home“ bildet am Samstagabend ein sechsstündiger Livestream (ab 20.00 Uhr MEZ) mit Auftritten zahlreicher Prominenter. Im Anschluss daran startet um 02.00 Uhr eine zweistündige Show, bei der auch Musiker wie The Rolling Stones, Paul McCartney, Pharrell Williams, Elton John, Taylor Swift und Stevie Wonder auftreten.

Die Konzerte sind per Livestream unter anderem auf Youtube, Twitter, Facebook und Instagram zu sehen. Organisiert wurde das Event von der Aktivisten-Bewegung Global Citizen. Mit der virtuellen Show will Global Citizen nach eigenen Angaben das Gesundheitspersonal im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützen. Gleichzeitig will Global Citizen auch Regierungen und Großspender dazu aufrufen, die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation in der Krise zu unterstützen.

(Quelle: Global Citizens, 17.04.20)


Gouverneur Cuomo kritisiert Präsident Trump

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kritisierte am Freitag massiv den amerikanischen Präsidenten, nachdem dieser ihn – offensichtlich Cuomos Pressekonferenz schauend – via Twitter zu mehr Handlungen und weniger Worten in der Corona-Krise aufgefordert hatte. Der Gouverneur des besonders hart von der Coronavirus-Epidemie betroffenen Bundesstaates New York hat das Krisenmanagement von Präsident Trump scharf kritisiert. Dieser schiebe den Bundesstaaten „den schwarzen Peter zu“ (engl. „passing the buck“), erklärte der Demokrat Cuomo am Freitag. „Die Bundesregierung hat drei Pakete verabschiedet, um dieser Krise zu begegnen“, sagte Cuomo. Von dem Geld hätten die Bundesstaaten „genau null, nichts, nada“ an unbegrenzter Hilfe erhalten.

Cuomo fragte rhetorisch, wie oft er sich noch für die Hilfe aus Washington in der Krise bedanken solle, dies sei schließlich Trumps Jobs gewesen. „Ich weiß nicht, was ich machen soll – einen Blumenstrauß schicken?“ (Quelle: FAZ, 17.04.20)


Masken aus China für Rinteln und Hannover

Wie lassen sich genügend Atemschutzmasken für die Corona-Krise beschaffen? Vor dieser schwierigen Frage stehen derzeit zahlreiche Kommunen. Dank freundschaftlicher Kontakte zu Städten in China haben Rinteln (Landkreis Schaumburg) und Hannover jetzt unverhofft Zehntausende Schutzmasken geschenkt bekommen. Rinteln erhielt 34.000 Masken von der Stadt Tongnan, Hannover 50.000 Stück aus Changde. Die Schutzmittel sollen unter anderem an Krankenhäuser, Rettungsdienste und Pflegeheime verteilt werden.

In Niedersachsen fehlt es weiterhin an Schutzkleidung gegen das Coronavirus. Kommt neue Ware an, entscheidet der Krisenstab, welche Einrichtung wie viel davon bekommt. Video (03:14 min)

In Hannover sind unterdessen 50.000 Schutzmasken aus Changde eingetroffen. Sie sind eine Spende an die Landeshauptstadt und den niedersächsischen Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Hannover und Changde pflegen seit zehn Jahren gute Beziehungen. Vor dem Hintergrund dieser Freundschaft hatte der Oberbürgermeister von Changde, Linjun Cao, in einem Schreiben an Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) die Unterstützung in Form von Schutzmaterial angeboten. (Quelle: NDR, 17.04.20)


Niedersachsen: Vorsichtige Lockerungen

Es gibt ein wenig Lockerung in den restriktiven Beschränkungen während der andauernden Corona-Pandemie: Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Krisenstabes, hat am Freitag die Details zur den bereits am Donnerstag von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) präsentierten Neuregelungen vorgestellt. Dabei ging es unter anderem um die Öffnungen von Geschäften, die maximal 800 Quadratmeter groß sind, um den wieder anlaufenden Präsenzunterricht in den Schulen und die Notbetreuungen, um eine vorsichtige Lockerung des Besuchsverbots in Heimen und Pflegeeinrichtungen sowie bei Versammlungen unter freiem Himmel. Die „Niedersächsische Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie“ bleibt allerdings bestehen.

Öffentliche Veranstaltungen bleiben bis 6. Mai erst einmal untersagt – Großveranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern sogar bis 31. August. Keine Änderungen gibt es ebenfalls im Bereich Gastronomie und bei Freizeiteinrichtungen. (Quelle und mehr: NDR, 17.04.20)


Schleswig-Holstein Musik-Festival 2020 abgesagt

Nach der Entscheidung der Kieler Landesregierung, bis Ende August Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern zu verbieten, haben die Veranstalter des Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) reagiert: Alle Konzerte sind abgesagt – dafür soll es ein Ersatz-Programm geben. Das geplante Eröffnungskonzert in der Musik- und Kongresshalle in Lübeck am 4. Juli und das Abschlusskonzert in der Sparkassenarena in Kiel am 30. August hätten aufgrund ihrer Größe ohnehin nicht stattfinden können, so SHMF-Intendant Christian Kuhnt. Das Schleswig-Holstein Musik Festival ist mit mehr als 200 Konzerten, 126 Spielstätten und einem Kartenkontingent von fast 200.000 Tickets Deutschlands größtes Klassik-Festival.

Neben den ursprünglich kalkulierten Zuschauerzahlen und finanziellen Gründen führt Kuhnt viele praktische Probleme, wie zum Beispiel Reisebeschränkungen für die internationalen Künstler und Orchester an. Deshalb würden auch alle anderen Konzerte abgesagt. Nach Angaben des Intendanten sollen alle Ticketinhaber ihr Geld zurückbekommen. Das SHMF ruft auf seiner Webseite aber dazu auf, auf eine Rückerstattung zu verzichten. Die dadurch erzielten Einnahmen würden Musikern des SHMF zugutekommen.

Die Veranstalter planen stattdessen, viele Musikveranstaltungen als Online-Übertragung oder auf anderen Wegen anzubieten und dafür spezielle Formate zu entwickeln. Kuhnt sagte NDR Schleswig-Holstein, dass dies unter dem Motto „Sommer der Möglichkeiten“ stattfinden soll. Details dazu will das SHMF in den kommenden Wochen bekannt geben.
(Quelle: NDR, 17.04.20)


Niedersächsische Fußballer machen 6 Monate Pause

Das wird die längste Sommerpause in der Geschichte des Amateurfußballs. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) plant, die Corona-Zwangspause bis zum 31. August auszubauen. Sie hatte überwiegend Anfang März begonnen. Am 1. September soll die laufende Spielzeit fortgeführt werden, sofern die 2600 Vereine in Niedersachsen zustimmen und die Behörden die Freigabe erteilen. Das ist das Ergebnis der Videokonferenz des Niedersächsischen Fußballbundes mit allen 42 Kreisvorständen. Mitte nächster Woche soll die endgültige Entscheidung getroffen werden.

Unterbrechen statt abbrechen – für den NFV die einzig diskutable Lösung. „Ein Abbruch bringt keine Vorteile. Ganz im Gegenteil: Es kämen weitere Haftungsfragestellungen auf“, sagt NFV-Präsident Günter Distelrath nach der rund zweistündigen Sitzung. Die Spielzeit, so seine Botschaft, soll von Oberliga abwärts in allen Männer-, Frauen und Jugendligen, wenn möglich, am 1. September fortgesetzt werden. Auch ein spätere Wiederbeginn sei möglich, auch wenn die Saison 2020/2021 dann komplett ausfiele.

Sollte ab September tatsächlich wieder der Fußball-Spielbetrieb beginnen, sind natürlich Vorbereitungsspiele unabdingbar. Dies eröffnet in Lingen (Ems) die Möglichkeit, die 37. Stadtmeisterschaften im August durchzuführen – also rund einen Monat später als bislang geplant. In jedem Fall müssten dabei die neuen Regeln des Landes Niedersachsen zu Großveranstaltungen eingehalten werden, die bis Ende August keine Veranstaltungen mit 1.000 und mehr Teilnehmer*innen („Großveranstaltungen“) zulassen. (Quelle: Sportbuzzer; 17.04.20)


Neues von jenseits des großen Wassers:

The US president, Donald Trump, has sent a series of incendiary tweets calling on states currently under stay-at-home orders to be liberated.

The tweets follow yesterday’s federal guidelines on reopening the economy, which acknowledged governors would make the ultimate decision on how and when to reopen their states.
IMHO: Incredibly stupid
(Quelle: NYT, 17.04.20)


Meyer Werft: Kurzarbeit ab Mai

Das Coronavirus hat dem Kreuzfahrtboom ein jähes Ende bereitet. Auch auf der Papenburger Meyer Werft sind die Auswirkungen dramatisch: Ab Mai sind die Beschäftigten für zwei Monate in Kurzarbeit, ohne dass der Arbeitgeber – wie vom Betriebsrat gefordert – den Lohn aufstockt. Das ist nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen das Ergebnis eines Schlichtungsgesprächs zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretern vor einer Einigungsstelle – nach Angaben des NDR des Arbeitsgerichts Oldenburg.
Im NDR-Fernsehen sprach sich der Betriebsratsvorsitzende Nico Bloem dafür aus, vor der Entlassung von Stamm-Belegschaftsmitgliedern, konsequent erst Fremd- und wervertragsarbeiter nicht weiter zu beschäftigen. (Foto: Leeres Hafenbecken der Meyer Werft, © Foto: Ra Boe / Wikipedia / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de; Quelle: NDR, 17.04.20)


Corona: Pollen-Allergiker nicht besonders gefährdet

Pollen-Allergiker sind in der Corona-Pandemie nach Expertenangaben nicht stärker gefährdet als andere Menschen. „Die Reaktion auf Pollen führt zu einer Überreaktion des Immunsystems, das Immunsystem ist nicht geschwächt“, erklärte Berthold Jany, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. Bisher zeigten vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, etwa durch Vorerkrankungen, schwere Verläufe der Covid-19-Krankheit. (Quelle: tagesschau, 17.04.20)


USA: 9,2 Millionen Arbeitslose ohne Krankenversicherung

Infolge des dramatischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit in den USA haben einer Studie zufolge innerhalb eines Monats Millionen Menschen ihre Krankenversicherung verloren. Weil fast die Hälfte der Arbeitnehmer in den USA über den Arbeitgeber krankenversichert seien, hätten bis zu 9,2 Millionen Menschen ihren Krankenversicherungsschutz verloren oder könnten sich die neuen Beiträge wohl nicht mehr leisten, hieß es in der Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik (EPI).

Der demokratische Senator Bernie Sanders schrieb angesichts der Schätzung auf Twitter, es sei „skandalös und nicht nachhaltig“, dass die Krankenversicherung in den USA immer noch vom Arbeitgeber abhänge. Sanders setzt sich seit langem für eine umfassende staatliche Krankenversicherung ein. Die USA sind das einzige entwickelte Industrieland ohne eine solche Option.

(Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Österreich: Airline-Staatshilfe nur bei Klimaschutz

Österreichs Umweltministerin Leonore Gewessler will mögliche Staatshilfen für die Fluggesellschaft Austrian Airlines an Klimaschutzvorgaben knüpfen. „Wenn wir mehrere hundert Millionen in die Hand nehmen, muss dieses Geld an Bedingungen geknüpft werden“, sagte die Grünen-Politikerin der Zeitung „Kurier“. Es handele sich um Steuergelder, und der Steuerzahler müsse etwas davon haben, wenn es dem Unternehmen wieder besser gehe. Bei möglichen Finanzhilfen für Austrian Airlines müsse es deshalb „darum gehen, Bedingungen zu setzen, wo Klimaschutz vorangetrieben werden kann“.

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat ihren Flugstopp wegen der Corona-Krise bis zum 17. Mai verlängert und um Staatshilfen gebeten. Laut Medienberichten belaufen sich die notwendigen Hilfen auf 500 bis 800 Millionen Euro. (Foto: (c) GLOBAL 2000 / Kasia M. Skrzypek via flickr; Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Portugal: Vergleichsweise gut durch die Krise

Auf der einen Seite der weite Atlantik. Auf der anderen Seite die Grenze zu jenem ländlichen Teil Spaniens, in dem es viele Kühe, Schweine und Schafe, aber wenig Menschen gibt. Portugal liegt eher abgelegen am südwestlichen Rand Europas. Doch die Randlage, unter der die Portugiesen wirtschaftlich ziemlich leiden, erweist sich in der Coronavirus-Krise als großer Vorteil. Denn auch die Krankheit Covid-19 hat es so etwas schwerer, bis nach Portugal vorzudringen und sich dort auszubreiten.

Die Zahlen sprechen für sich: Aus Spanien meldete die John Hopkins University am Donnerstagmittag mehr als 180.000 Infektionen, aus Portugal nur gut 18.000. Bei den Todesfällen ist der Unterschied noch größer: Spanien meldet 18.800 Opfer, Portugal nicht einmal 600. Zwar leben in Spanien mit 47,1 Millionen Bewohnern nahezu fünf Mal mehr Menschen als in Portugal.

Trotzdem sieht die Bilanz für Spaniens kleinen iberischen Bruder vergleichsweise gut aus. Nun hoffen die zehn Millionen Portugiesen, dass das so bleibt. Denn das Land mit seiner Hauptstadt Lissabon ist alles andere als gut für die Katastrophe gerüstet: Portugal gehört zu den ärmsten Staaten Westeuropas.

Das Gesundheitssystem hat wegen der horrenden Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren brutale Einschnitte verkraften müssen. Es mangelt an Material und Personal. Viele örtliche Gesundheitszentren wurden geschlossen. Tausende Ärzte und Pfleger wanderten mangels Perspektiven ins europäische Ausland ab – zum Beispiel nach Großbritannien.
(Quelle: Tagesspiegel, 17.04.20)


Gedankenaustausch Bundesregierung – Kirchen

Manche Geschäfte dürfen nächste Woche wieder öffnen, Gottesdienste sind aber weiter verboten. Aus Sicht der Kirchen muss darüber noch mal geredet werden. Heute treffen sich Vertreter der Religionen mit der Bundesregierung.

Wann und in welcher Form können Gottesdienste in Deutschland wieder stattfinden? Das Bundesinnenministerium berät darüber heute mit Religionsvertretern.

Staatssekretär Markus Kerber hat Repräsentanten der katholischen und evangelischen Kirche, des Zentralrats der Juden, der orthodoxen Kirche sowie des Koordinierungsrats der Muslime eingeladen. Bei dem Gedankenaustausch soll es auch darum gehen, wie Begräbnisse in Zeiten der Corona-Pandemie stattfinden sollen. (Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Zahlen aus der Grafschaft Bentheim: 10 Tote

In der Grafschaft Bentheim sind zu den bisher bekannten, offiziell bestätigten Coronafällen in den letzten 24 Stunden drei weitere hinzugekommen. Insgesamt wurden damit im Kreisgebiet 199 Fälle registriert. Aktuell gelten noch 80 Menschen als erkrankt, 109 sind wieder genesen. Zehn Menschen überlebten die Erkrankung nicht. In Quarantäne befinden sich aktuell 187 Menschen.

(Quelle: Ems-Vechte-Welle, 17.04.20)


Remdesivir das Heilmittel?

Ein Medikament des US-Pharmakonzerns Gilead Science zeigt laut einem Medienbericht Erfolg bei der Behandlung von Covid-19-Patienten. Laut einer Studie der Universitätsklinik Chicago führte das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Mittel Remdesivir zu einer schnellen Fiebersenkung und einem Rückgang der Symptome der Lungenkrankheit, so dass fast alle Patienten in weniger als einer Woche entlassen werden konnten.

Das geht aus einem am Donnerstagabend veröffentlichten Bericht der US-Onlineplattform für Medizinnachrichten, STAT, hervor. Dem Bericht zufolge könnte es sich bei dem Arzneimittel um das erste schon zugelassene Medikament gegen die Lungenkrankheit handeln.

Uodate vom 18.04.: Bei einem Versuch mit Menschenaffen hat eine Behandlung mit Remdesivir Erfolge erzielt.

(Quelle: Tagesspiegel, 17.04.20)


Werlte/Herzlake: Krone wieder ohne Kurzarbeit

Der Lkw-Auflieger-Hersteller Krone will am Montag einen zweiwöchigen Produktionsstopp in Werlte (Landkreis Emsland) beenden. In dieser Zeit waren den Angaben zufolge 900 der 1.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit beziehungsweise im Osterurlaub. Schon im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach Planensattelauflieger zurückgegangen – in Werlte waren deshalb rund 240 Leiharbeiter entlassen worden. Im Krone-Werk in Herzlake dagegen ist die Nachfrage nach Kühlsattelauflieger zum Transport für Lebensmittel wegen der Corona-Pandemie gestiegen. (Quelle: NDR, 17.04.20)


Verwaltungsgericht Hannover gestattet Demonstration unter Auflagen

Eine für Samstag geplante Demonstration für Freiheitsrechte kann wohl doch stattfinden. Das hat das Verwaltungsgericht Hannover entschieden. Zuvor hatte die Stadt Hildesheim den Protest mit Verweis auf die Corona-Regeln verboten. Bei kleineren Demonstrationen könnte aber durch entsprechende Auflagen der Gesundheitsschutz trotz der Corona-Pandemie eingehalten werden, so die Verwaltungsrichter – etwa durch eine Maskenpflicht oder Abstandsregeln. Die Stadt Hildesheim kann gegen den Entscheid nun noch vor das Oberverwaltungsgericht ziehen. (Quelle: NDR, 17.04.20)


Galeria Karstadt Kaufhof will auch öffnen – Antrag gegen das Land NRW

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat eine Klage gegen die Sonderregeln des Landes Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise eingereicht. Das Unternehmen wende sich in einem Eilverfahren gegen die Coronschutzverordnung. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes am Freitagmitgeteilt. Eine Entscheidung werde allerdings nicht mehr in dieser Woche erwartet, das Land hat nun Gelegenheit, dazu Stellung zu beziehen.

Von Montag an dürfen nur Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche unter Hygieneauflagen öffnen. Die Warenhäuser von Karstadt und Kaufhof sind deutlich größer, stehen aber natürlich auch im Wettbewerb mit kleineren Einzelhändlern, die wieder öffnen dürfen. Gleichzeitig hat das Land Nordrhein-Westfalen Sonderregelungen aufgestellt: So dürfen etwa Möbelhäuser wie Ikea und Babyfachmärkte öffnen. Das dürfte der Anhaltspunkt des Warenhauskonzerns sein, sich wegen Ungleichbehandlung vor Gericht zu wehren. Handelsketten und Verbände hatten schon kritisiert, dass durch die Sonderwege eine willkürliche Wettbewerbsverzerrung entstehe. (Quelle: DPA, 17.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 17.04.2020, 10 Uhr

Keine neuen Opfer, weiterhin sind im Emsland 13 Corona-Tote zu beklagen sind. Im gleich Zeitraum gab es 18 Neuinfektionen sowie 9 Genesene. CoVID-19 hat im Emsland jetzt insgesamt 360 Menschen infiziert (= 110,85/100.000); 172 (+9) von ihnen sind geheilt. Aktuell befinden sich rund 630 Personen (-20) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Heute früh betrug die Zahl der nachweisbar Infizierten 70 (= 128,4/100.000). 38 (+2) sind inzwischen nicht mehr erkrankt.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 6
Einheitsgemeinde Emsbüren 12 (+2) 3
Samtgemeinde Freren 30 (+2) 3
Einheitsgemeinde Geeste 10 4
Stadt Haren (Ems) 28 15
Stadt Haselünne 32 (+1) 24
Samtgemeinde Herzlake 10 9
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 12 (+2) 7
Stadt Lingen (Ems) 70 (+3) 38 (+2)
Stadt Meppen 55 (+2) 9
Samtgemeinde Nordhümmling 6 (+2) 4
Stadt Papenburg 26 22
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 11 (+1) 5
Samtgemeinde Sögel 2 1
Samtgemeinde Spelle 13 (+1) 7
Einheitsgemeinde Twist 17 (+2) 6
Samtgemeinde Werlte 12 4
Gesamt* 360 (+18) 172 (+9)
Todesfälle 13
Aktuelle Covid-19-Fälle 175 (+9)

Wuhan und New York City: Viel mehr Tote

Sowohl New York City als auch Wuhan haben die Zahl der bisher berichteten corona-Toten nach oben“ korrigiert. Die Behörden des chinesischen Wuhan, wo die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, meldeten, dass weitere 1290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sein – immerhin rund 50 % der bisherigen Zahlen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896 Tote. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden.

Gestern hatte bereits New York City seiner Statistik über die Todesopfer 3778 „wahrscheinliche” Covid-19-Tote hinzu – damit steigt die Gesamtzahl an Todesopfern in New York City auf mehr als 10.000. Die zusätzlichen Zahlen enthalten unter anderem Kranke, die in der Notaufnahme, daheim oder in einer Pflegeeinrichtung gestorben waren, aber nicht offiziell positiv auf das Virus getestet wurden. Die Annahme, dass die Toten unter Covid-19 litten, führen lokale Behörden Medienberichten zufolge auf ihre Symptome zurück. (Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Brasilien: Chloroquin-Studie nach zahlreichen Todesfällen abgebrochen

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist von dem Medikament Chloroquin als Mittel gegen das Coronavirus ähnlich überzeugt wie US-Präsident Trump. Bei der Erprobung an Corona-Patienten sind in Brasilien jetzt aber bei einer klinischen Studie elf Menschen gestorben.

Die vom Tropeninstitut in Manaus durchgeführte und staatlich finanzierte Studie testete den Einsatz des Malariamittels über mehrere Tage an insgesamt 81 Krankenhauspatienten. Dabei wurde einer Gruppe über zehn Tage zweimal täglich eine Dosis von 600 Milligramm verabreicht.

Diese Menge lag über den empfohlenen Mengen in anderen Studien. Die Ärzte in Manaus bemerkten bei den Patienten mit der hohen Dosierung nach wenigen Tagen erste Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelprobleme. Am sechsten Versuchstag starben elf Patienten, woraufhin die Studie sofort abgebrochen wurde.

Als erstes Land Südamerikas hatte Brasilien am Beginn der woche mehr als 1000 Todesfälle bestätigt. Der rechtspopulistische Präsident hatte sich trotzdem mehrfach gegen Ausgangssperren ausgesproche; er soll seinen Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta entlassen haben, der für einen restriktiveren Kurs eintrat. Das Virus hat längst die Favelas von Rio de Janeiro erreicht, wo gar Drogenbanden Ausgangssperren angeordnet haben. (Quelle: FAZ, NZZ, Ärzteblatt, 17.04.20)


Deutschland: Viele Pflegekräfte und Ärzte infiziert, große Meldelücken

Rund 6400 Ärzte und Pflegekräfte haben sich in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert, acht sind bereits gestorben. Nicht alle Fälle sind bisher erfasst – laut NDR, WDR und SZ gibt es zudem eine große Dunkelziffer in der Altenpflege.

Exakt 6395 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Arztpraxen sind in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert, acht von ihnen sind bereits verstorben. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht vom Donnerstag. Damit hat sich die Zahl der gemeldeten Infektionen in dieser Berufsgruppe innerhalb der letzten zwei Wochen beinahe verdreifacht.

Vor zwei Wochen hatte das RKI erstmals die Zahl von 2300 infizierten Klinikmitarbeitern bekannt gegeben, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass es eine Dunkelziffer gebe, weil manche Gesundheitsämter aus Kapazitätsgründen auf die Berufsgruppe bezogene Zahlen nicht weiterleiteten.

Eine von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) durchgeführte Abfrage unter allen rund 400 Gesundheitsämtern in Deutschland hatte große Meldelücken offenbart. Mehrere Gesundheitsämter gaben an, aufgrund von Arbeitsbelastung die Berufe der Erkrankten nicht zu erfassen oder nicht melden zu können, andere teilten mit, die Berufe generell nicht zu erfassen.

Ein zentrales Melderegister für infiziertes medizinisches Personal existiert in Deutschland nicht. (Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


USA: 9,2 Millionen Arbeitslose ohne Krankenversicherung

Infolge des dramatischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit in den USA haben einer Studie zufolge innerhalb eines Monats Millionen Menschen ihre Krankenversicherung verloren. Weil fast die Hälfte der Arbeitnehmer in den USA über den Arbeitgeber krankenversichert seien, hätten bis zu 9,2 Millionen Menschen ihren Krankenversicherungsschutz verloren oder könnten sich die neuen Beiträge wohl nicht mehr leisten, hieß es in der Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik (EPI).

Der demokratische Senator Bernie Sanders schrieb angesichts der Schätzung auf Twitter, es sei „skandalös und nicht nachhaltig“, dass die Krankenversicherung in den USA immer noch vom Arbeitgeber abhänge. Sanders setzt sich seit langem für eine umfassende staatliche Krankenversicherung ein. Die USA sind das einzige entwickelte Industrieland ohne eine solche Option.

(Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Österreich: Airline-Staatshilfe nur bei Klimaschutz

Österreichs Umweltministerin Leonore Gewessler will mögliche Staatshilfen für die Fluggesellschaft Austrian Airlines an Klimaschutzvorgaben knüpfen. „Wenn wir mehrere hundert Millionen in die Hand nehmen, muss dieses Geld an Bedingungen geknüpft werden“, sagte die Grünen-Politikerin der Zeitung „Kurier“. Es handele sich um Steuergelder, und der Steuerzahler müsse etwas davon haben, wenn es dem Unternehmen wieder besser gehe. Bei möglichen Finanzhilfen für Austrian Airlines müsse es deshalb „darum gehen, Bedingungen zu setzen, wo Klimaschutz vorangetrieben werden kann“.

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat ihren Flugstopp wegen der Corona-Krise bis zum 17. Mai verlängert und um Staatshilfen gebeten. Laut Medienberichten belaufen sich die notwendigen Hilfen auf 500 bis 800 Millionen Euro. (Foto: (c) GLOBAL 2000 / Kasia M. Skrzypek via flickr; Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Portugal: Vergleichsweise gut durch die Krise

Auf der einen Seite der weite Atlantik. Auf der anderen Seite die Grenze zu jenem ländlichen Teil Spaniens, in dem es viele Kühe, Schweine und Schafe, aber wenig Menschen gibt. Portugal liegt eher abgelegen am südwestlichen Rand Europas. Doch die Randlage, unter der die Portugiesen wirtschaftlich ziemlich leiden, erweist sich in der Coronavirus-Krise als großer Vorteil. Denn auch die Krankheit Covid-19 hat es so etwas schwerer, bis nach Portugal vorzudringen und sich dort auszubreiten.

Die Zahlen sprechen für sich: Aus Spanien meldete die John Hopkins University am Donnerstagmittag mehr als 180.000 Infektionen, aus Portugal nur gut 18.000. Bei den Todesfällen ist der Unterschied noch größer: Spanien meldet 18.800 Opfer, Portugal nicht einmal 600. Zwar leben in Spanien mit 47,1 Millionen Bewohnern nahezu fünf Mal mehr Menschen als in Portugal.

Trotzdem sieht die Bilanz für Spaniens kleinen iberischen Bruder vergleichsweise gut aus. Nun hoffen die zehn Millionen Portugiesen, dass das so bleibt. Denn das Land mit seiner Hauptstadt Lissabon ist alles andere als gut für die Katastrophe gerüstet: Portugal gehört zu den ärmsten Staaten Westeuropas.

Das Gesundheitssystem hat wegen der horrenden Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren brutale Einschnitte verkraften müssen. Es mangelt an Material und Personal. Viele örtliche Gesundheitszentren wurden geschlossen. Tausende Ärzte und Pfleger wanderten mangels Perspektiven ins europäische Ausland ab – zum Beispiel nach Großbritannien.
(Quelle: Tagesspiegel, 17.04.20)


Gedankenaustausch Bundesregierung – Kirchen

Manche Geschäfte dürfen nächste Woche wieder öffnen, Gottesdienste sind aber weiter verboten. Aus Sicht der Kirchen muss darüber noch mal geredet werden. Heute treffen sich Vertreter der Religionen mit der Bundesregierung.

Wann und in welcher Form können Gottesdienste in Deutschland wieder stattfinden? Das Bundesinnenministerium berät darüber heute mit Religionsvertretern.

Staatssekretär Markus Kerber hat Repräsentanten der katholischen und evangelischen Kirche, des Zentralrats der Juden, der orthodoxen Kirche sowie des Koordinierungsrats der Muslime eingeladen. Bei dem Gedankenaustausch soll es auch darum gehen, wie Begräbnisse in Zeiten der Corona-Pandemie stattfinden sollen. (Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Zahlen aus der Grafschaft Bentheim: 10 Tote

In der Grafschaft Bentheim sind zu den bisher bekannten, offiziell bestätigten Coronafällen in den letzten 24 Stunden drei weitere hinzugekommen. Insgesamt wurden damit im Kreisgebiet 199 Fälle registriert. Aktuell gelten noch 80 Menschen als erkrankt, 109 sind wieder genesen. Zehn Menschen überlebten die Erkrankung nicht. In Quarantäne befinden sich aktuell 187 Menschen.

(Quelle: Ems-Vechte-Welle, 17.04.20)


Remdesivir das Heilmittel?

Ein Medikament des US-Pharmakonzerns Gilead Science zeigt laut einem Medienbericht Erfolg bei der Behandlung von Covid-19-Patienten. Laut einer Studie der Universitätsklinik Chicago führte das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Mittel Remdesivir zu einer schnellen Fiebersenkung und einem Rückgang der Symptome der Lungenkrankheit, so dass fast alle Patienten in weniger als einer Woche entlassen werden konnten.

Das geht aus einem am Donnerstagabend veröffentlichten Bericht der US-Onlineplattform für Medizinnachrichten, STAT, hervor. Dem Bericht zufolge könnte es sich bei dem Arzneimittel um das erste schon zugelassene Medikament gegen die Lungenkrankheit handeln.

Uodate vom 18.04.: Bei einem Versuch mit Menschenaffen hat eine Behandlung mit Remdesivir Erfolge erzielt.

(Quelle: Tagesspiegel, 17.04.20)


Werlte/Herzlake: Krone wieder ohne Kurzarbeit

Der Lkw-Auflieger-Hersteller Krone will am Montag einen zweiwöchigen Produktionsstopp in Werlte (Landkreis Emsland) beenden. In dieser Zeit waren den Angaben zufolge 900 der 1.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit beziehungsweise im Osterurlaub. Schon im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach Planensattelauflieger zurückgegangen – in Werlte waren deshalb rund 240 Leiharbeiter entlassen worden. Im Krone-Werk in Herzlake dagegen ist die Nachfrage nach Kühlsattelauflieger zum Transport für Lebensmittel wegen der Corona-Pandemie gestiegen. (Quelle: NDR, 17.04.20)


Verwaltungsgericht Hannover gestattet Demonstration unter Auflagen

Eine für Samstag geplante Demonstration für Freiheitsrechte kann wohl doch stattfinden. Das hat das Verwaltungsgericht Hannover entschieden. Zuvor hatte die Stadt Hildesheim den Protest mit Verweis auf die Corona-Regeln verboten. Bei kleineren Demonstrationen könnte aber durch entsprechende Auflagen der Gesundheitsschutz trotz der Corona-Pandemie eingehalten werden, so die Verwaltungsrichter – etwa durch eine Maskenpflicht oder Abstandsregeln. Die Stadt Hildesheim kann gegen den Entscheid nun noch vor das Oberverwaltungsgericht ziehen. (Quelle: NDR, 17.04.20)


Galeria Karstadt Kaufhof will auch öffnen – Antrag gegen das Land NRW

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat eine Klage gegen die Sonderregeln des Landes Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise eingereicht. Das Unternehmen wende sich in einem Eilverfahren gegen die Coronschutzverordnung. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes am Freitagmitgeteilt. Eine Entscheidung werde allerdings nicht mehr in dieser Woche erwartet, das Land hat nun Gelegenheit, dazu Stellung zu beziehen.

Von Montag an dürfen nur Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche unter Hygieneauflagen öffnen. Die Warenhäuser von Karstadt und Kaufhof sind deutlich größer, stehen aber natürlich auch im Wettbewerb mit kleineren Einzelhändlern, die wieder öffnen dürfen. Gleichzeitig hat das Land Nordrhein-Westfalen Sonderregelungen aufgestellt: So dürfen etwa Möbelhäuser wie Ikea und Babyfachmärkte öffnen. Das dürfte der Anhaltspunkt des Warenhauskonzerns sein, sich wegen Ungleichbehandlung vor Gericht zu wehren. Handelsketten und Verbände hatten schon kritisiert, dass durch die Sonderwege eine willkürliche Wettbewerbsverzerrung entstehe. (Quelle: DPA, 17.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 17.04.2020, 10 Uhr

Keine neuen Opfer, weiterhin sind im Emsland 13 Corona-Tote zu beklagen sind. Im gleich Zeitraum gab es 18 Neuinfektionen sowie 9 Genesene. CoVID-19 hat im Emsland jetzt insgesamt 360 Menschen infiziert (= 110,85/100.000); 172 (+9) von ihnen sind geheilt. Aktuell befinden sich rund 630 Personen (-20) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Heute früh betrug die Zahl der nachweisbar Infizierten 70 (= 128,4/100.000). 38 (+2) sind inzwischen nicht mehr erkrankt.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 6
Einheitsgemeinde Emsbüren 12 (+2) 3
Samtgemeinde Freren 30 (+2) 3
Einheitsgemeinde Geeste 10 4
Stadt Haren (Ems) 28 15
Stadt Haselünne 32 (+1) 24
Samtgemeinde Herzlake 10 9
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 12 (+2) 7
Stadt Lingen (Ems) 70 (+3) 38 (+2)
Stadt Meppen 55 (+2) 9
Samtgemeinde Nordhümmling 6 (+2) 4
Stadt Papenburg 26 22
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 11 (+1) 5
Samtgemeinde Sögel 2 1
Samtgemeinde Spelle 13 (+1) 7
Einheitsgemeinde Twist 17 (+2) 6
Samtgemeinde Werlte 12 4
Gesamt* 360 (+18) 172 (+9)
Todesfälle 13
Aktuelle Covid-19-Fälle 175 (+9)

Wuhan und New York City: Viel mehr Tote

Sowohl New York City als auch Wuhan haben die Zahl der bisher berichteten corona-Toten nach oben“ korrigiert. Die Behörden des chinesischen Wuhan, wo die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, meldeten, dass weitere 1290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sein – immerhin rund 50 % der bisherigen Zahlen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896 Tote. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden.

Gestern hatte bereits New York City seiner Statistik über die Todesopfer 3778 „wahrscheinliche” Covid-19-Tote hinzu – damit steigt die Gesamtzahl an Todesopfern in New York City auf mehr als 10.000. Die zusätzlichen Zahlen enthalten unter anderem Kranke, die in der Notaufnahme, daheim oder in einer Pflegeeinrichtung gestorben waren, aber nicht offiziell positiv auf das Virus getestet wurden. Die Annahme, dass die Toten unter Covid-19 litten, führen lokale Behörden Medienberichten zufolge auf ihre Symptome zurück. (Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Brasilien: Chloroquin-Studie nach zahlreichen Todesfällen abgebrochen

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist von dem Medikament Chloroquin als Mittel gegen das Coronavirus ähnlich überzeugt wie US-Präsident Trump. Bei der Erprobung an Corona-Patienten sind in Brasilien jetzt aber bei einer klinischen Studie elf Menschen gestorben.

Die vom Tropeninstitut in Manaus durchgeführte und staatlich finanzierte Studie testete den Einsatz des Malariamittels über mehrere Tage an insgesamt 81 Krankenhauspatienten. Dabei wurde einer Gruppe über zehn Tage zweimal täglich eine Dosis von 600 Milligramm verabreicht.

Diese Menge lag über den empfohlenen Mengen in anderen Studien. Die Ärzte in Manaus bemerkten bei den Patienten mit der hohen Dosierung nach wenigen Tagen erste Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelprobleme. Am sechsten Versuchstag starben elf Patienten, woraufhin die Studie sofort abgebrochen wurde.

Als erstes Land Südamerikas hatte Brasilien am Beginn der woche mehr als 1000 Todesfälle bestätigt. Der rechtspopulistische Präsident hatte sich trotzdem mehrfach gegen Ausgangssperren ausgesproche; er soll seinen Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta entlassen haben, der für einen restriktiveren Kurs eintrat. Das Virus hat längst die Favelas von Rio de Janeiro erreicht, wo gar Drogenbanden Ausgangssperren angeordnet haben. (Quelle: FAZ, NZZ, Ärzteblatt, 17.04.20)


Deutschland: Viele Pflegekräfte und Ärzte infiziert, große Meldelücken

Rund 6400 Ärzte und Pflegekräfte haben sich in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert, acht sind bereits gestorben. Nicht alle Fälle sind bisher erfasst – laut NDR, WDR und SZ gibt es zudem eine große Dunkelziffer in der Altenpflege.

Exakt 6395 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Arztpraxen sind in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert, acht von ihnen sind bereits verstorben. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht vom Donnerstag. Damit hat sich die Zahl der gemeldeten Infektionen in dieser Berufsgruppe innerhalb der letzten zwei Wochen beinahe verdreifacht.

Vor zwei Wochen hatte das RKI erstmals die Zahl von 2300 infizierten Klinikmitarbeitern bekannt gegeben, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass es eine Dunkelziffer gebe, weil manche Gesundheitsämter aus Kapazitätsgründen auf die Berufsgruppe bezogene Zahlen nicht weiterleiteten.

Eine von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) durchgeführte Abfrage unter allen rund 400 Gesundheitsämtern in Deutschland hatte große Meldelücken offenbart. Mehrere Gesundheitsämter gaben an, aufgrund von Arbeitsbelastung die Berufe der Erkrankten nicht zu erfassen oder nicht melden zu können, andere teilten mit, die Berufe generell nicht zu erfassen.

Ein zentrales Melderegister für infiziertes medizinisches Personal existiert in Deutschland nicht. (Quelle: Tagesschau, 17.04.20)


Merkel stärkt WHO

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach der Kritik von US-Präsident Trump deutlich hinter die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation gestellt. In einer Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs betonte Merkel, dass die Corona-Pandemie nur mit einer starken internationalen Antwort besiegt werden könne. Hierfür sagte die Kanzlerin der WHO ihre volle Unterstützung zu, sagte Regierungssprecher Seibert.

Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell stellte sich klar hinter die UN-Organisation. US-Präsident Trump hatte die Zahlungen an die WHO gestern ausgesetzt und sie für die Vielzahl an Toten mitverantwortlich gemacht. (Quelle: ARD, 16.04.20)


Neue Coronaschutz-Regeln am Arbeitsplatz

Die Bundesregierung hat Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus in Betrieben beschlossen. Sie gelten von nun an in ganz Deutschland, in jedem Betrieb. „Auf diese Standards können sich alle verlassen und an diese Standards müssen sich alle halten“, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Donnerstag.

Bei der Arbeit muss wie im öffentlichen Raum ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen eingehalten werden – und zwar in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen. Dafür könnten Absperrungen oder Markierungen wie im Supermarkt angebracht werden. Wo das nicht möglich ist, sagte Heil, seien Trennscheiben zu installieren. Ist auch das nicht machbar, müssten die Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten und Kunden zur Verfügung stellen. „Wer in diesen besonderen Zeiten arbeitet, braucht besonderen Schutz“, sagte der SPD-Politiker. Medizinische Masken meint er damit explizit nicht. Diese sollen dem Personal in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen vorbehalten bleiben.

„Niemals krank zur Arbeit“, mahnte Heil. Wer Symptome wie Husten, leichtes Fieber oder Atemnot habe, solle den Arbeitsplatz verlassen oder – noch besser – gleich zu Hause bleiben und einen Arzt kontaktieren. (Mehr und Quelle: Tagesspiegel, 16.04.20)


Landkreis Osnabrück nimmt Flüchtlingskinder auf

Die ersten Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern sollen zunächst im Landkreis Osnabrück untergebracht werden. Wie die „NOZ“ berichtete, sollen 58 unbegleitete Kinder und Jugendliche im Alter bis 14 Jahre in einer Einrichtung im Landkreis untergebracht werden. Wo genau diese liegt, bleibe aus Schutzgründen geheim, hieß es. Die unbegleiteten Geflüchteten sollen am Sonnabend auf dem Flughafen Hannover landen und bleiben dann vorsorglich für 14 Tage in zentraler Corona-Quarantäne. Dort werden sie medizinisch und psychologisch betreut.
In der Stadt Lingen (Ems) existieren bisher keine Pläne, weitere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen. Das sagte der zuständige Dezernent Altmeppen während einer Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt am Mittwoch auf Frage des BN-Fraktionsvorsitzenden Koop. Dieser hatte auf die Ratsbeschlüsse der Stadt hingewiesen, sicherer Hafen zu sein und angeregt, dass auch Lingen seinen Beitrag zur Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge erbringe. (Quelle NDR, BN, 16.04.20)


Türkei: Infektionen steigen

In der Türkei lag die Zahl der Todesopfer am Mittwoch offiziell bei 1403, jene der auf Corona positiv getesteten Personen bei mehr als 65 000. Die türkische Ärztevereinigung TTB hält allerdings die offiziellen Todeszahlen für zu tief, weil die Regierung die Todesfälle nicht nach den Regeln der WHO deklariere.

Der türkische Staatspräsident Erdogan hat für das kommende Wochenende eine weitere Ausgangssperre in 31 Städten und Provinzen verkündet. Erdogans Ankündigung am vergangenen Montag kam frühzeitig, nachdem eine kurzfristig erlassenes Ausgangssperre am vergangenen Wochenende zu chaotischen Szenen geführt hatte.

Weiterhin gibt es keine landesweite Ausgangssperre. Allerdings gilt ein Ausgangsverbot für unter 20jährig, für über 65jährige und für chronisch Kranke. Mundschutz muss an belebten Orten wie Märkten oder in Geschäften getragen werden. (Quelle: Reuters, NZZ, 16.04.20)


Corona-Krise: Hunderttausende Kinder in Gefahr

Hunderttausende von Kindern könnten dieses Jahr als Folge von Corona-Krise und globaler Rezession sterben. Ausbleibende Einnahmen würden arme Familien zu Einsparungen im Bereich der Gesundheit und Nahrungsmittelversorgung zwingen. Dies sagte Uno-Generalsekretär António Guterres in einer am Donnerstag (16. 4.) veröffentlichten Botschaft.

Eine Gefahr würden auch die Schulschliessungen bergen, von denen laut Uno weltweit 1,5 Milliarden Kinder in 188 Ländern betroffen sind. Mehr als 300 Millionen von ihnen seien auf die Schule auch deshalb angewiesen, weil die Mahlzeiten dort für sie ein elementarer Bestandteil der Ernährung seien. Doch auch im Bildungsbereich könnten sich die Unterschiede zwischen starken und schwachen Regionen noch weiter ausprägen: «Einige Schulen bieten Fernunterricht an, dies steht jedoch nicht allen zur Verfügung. Kinder in Ländern mit langsamem und teurem Internet sind stark benachteiligt», so Guterres. (Foto UNHCR, CC BY-SA 2.0; Quelle NZZ, 16.04.20)


Massenunterkünfte für Flüchtlinge: „Man sieht tatenlos zu.“

Die Liste der großen Flüchtlingsunterkünfte, für die Quarantäne gilt, wird immer länger. Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat kritisiert das scharf. Während die Landesregierungen zum Schutz jedes einzelnen Bürgers deren Alltag reglementierten, werde hier einfach ein Zaun um einen Infektionsherd gezogen. „Flüchtlinge müssen auch die Chance haben, sich schützen zu können“, sagt er. Viele Asylbewerber fühlten sich unzureichend informiert und hätten Angst. Auch für sie müssten Bedingungen geschaffen werden, in denen Abstandsgebote eingehalten werden können. Das sei aber in den großen Unterkünften, in denen sich mehrere Personen ein Zimmer und noch mehr ein Bad teilen müssen, nicht machbar.

Günter Burkhardt, Geschäftsführer der Organisation „Pro Asyl“, appelliert an die Innenminister der Länder, sich von „ordnungspolitischen Denkkategorien der Vor-Corona-Zeit“ zu lösen. Andernfalls sei absehbar, dass es in den Massenunterkünften Hunderte Erkrankte, möglicherweise auch Tote gebe.

„Man sieht tatenlos zu, wie sich das Virus ausbreitet. Das ist fahrlässig.“ Die Flüchtlingsräte aller Bundesländer haben bereits vor vier Wochen gefordert, Flüchtlinge während der Pandemie in leer stehenden Ferienapartments und Hotels unterzubringen, allerdings vergeblich. (Quelle SZ, 16.04.20)


Russland: Keine Militärparade zum 75. Jahrestag des Weltkriegsendes

Russland hat seine Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über den Hitlerfaschismus am 9. Mai abgesagt. Dies erklärte Präsident Wladimir Putin am Donnerstag. Für Russland war die symbolträchtige Parade das wichtigste politische Ereignis in diesem Jahr. Die Corona-Risiken erlaubten keine Vorbereitung auf die Parade, sagte Putin. Sie solle aber noch in diesem Jahr stattfinden.

Putin sagte gleichzeitig auch alle Massenveranstaltungen zum Feiertag am 9. Mai ab. Zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Moskau waren Gäste aus vielen Ländern erwartet worden, darunter auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Geplant war die grösste Parade in der russischen Geschichte. (Quelle: NZZ, 16.04.20)


Weltweit mehr als 140.000 Opfer

Die weltweite Zahl der Todesopfer steigt und steigt. Laut Johns Hopkins University, die die Ausbreitung des Virus während der Pandemie verfolgt, hat die Gesamtzahl der Todesfälle durch Coronaviren weltweit mindestens 140.773 erreicht.

Die USA haben mit mehr als 33.000 die meisten Todesfälle, gefolgt von Italien mit 22.000 und Spanien mit mehr als 19.000 Opfern. Weltweit hat die Gesamtzahl der Coronavirus-Ifnfzierten mindestens 2.101.164 erreicht.

(Quelle: Reuters, 16.04.20)


Greece: relocation of migrants

Greece will move 2,380 of the most vulnerable asylum seekers from overcrowded camps on the Aegean Islands to less cramped facilities on the mainland to curb the risk of a coronavirus outbreak, the government said on Thursday.

The relocation of the migrants — notably those with chronic health problems and the elderly, along with their relatives — will begin immediately after Greek Orthodox Easter this weekend and is expected to take two weeks, the Migration Ministry said. Some will be moved to migrant centers on the mainland, while others will be kept at hotels and apartments.

“The aim of the measure is to further reduce the risk posed by the possible outbreak at a state reception facility,” the ministry said, referring to the Aegean Island camps that rights groups have long deplored as substandard and unsanitary.

There have been no reports of confirmed coronavirus infections in any of the island camps, which host around 40,000 of the nearly 100,000 migrants currently in Greece. Two reception facilities on the mainland have been quarantined after outbreaks there. (Quelle: New York Times, 16.04.20)


Niedersachsen: Behutsamer Start für Schulen

Es ist ein „schrittweises Wiederanfahren“, ein „Herantasten“, ein „sanfter Einstieg“: Die Wiedereröffnung der Schulen in Niedersachsen ist keine Rückkehr zur Normalität, wie man sie vor dem Coronavirus kannte. Das hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstag sehr deutlich gemacht. Nur ganz allmählich geht der Unterricht wieder los – und falls das Infektionsgeschehen es notwendig macht, können Schulen auch wieder geschlossen werden.
Am 27. April sollen zunächst die Abschlussklassenwieder in die Schule gehen. Alle Prüfungen sollen stattfinden, die Prüflinge durch die Rückkehr zum Präsenzunterricht die Möglichkeit erhalten, sich darauf vorzubereiten….(Quelle und mehr: NDR, 16.04.20)


Entschuldigung der Kommissionspräsidenten

Zu wenig getan, zu spät reagiert – nach Kritik am Handeln der EU in der Corona-Krise hat EU-Kommissionschefin von der Leyen Fehler eingeräumt. Vor allem bei Italien entschuldigte sie sich für fehlende Unterstützung.

Der EU steht erneut ein langer Tag mit Beratungen zur Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen bevor. Den Anfang machte das EU-Parlament in einer Sondersitzung.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nutzte den Auftakt der Sitzung, um auf Stärken und Schwächen der EU im bisherigen Umgang mit der Krise einzugehen. Einen Schwerpunkt setzte sie dabei auf Italien, das besonders hart von der Ausbreitung des Coronavirus getroffen worden ist. Gerade Italien hätte mehr geholfen werden müssen, räumte von der Leyen ein. Dafür entschuldige sich Europa als Ganzes und habe erkannt, dass man sich gegenseitig schützen müsse. (Quelle: Tagesschau, 16.04.20)


G7: Schuldenerlass für die ärmsten Länder

Die führenden Industriestaaten wollen die ärmsten Länder der Welt mit Schuldenerleichterungen unterstützen, damit diese die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie besser abfedern können. Die Staaten der G7-Gruppe seien unter bestimmten Bedingungen bereit, den Schuldendienst für die ärmeren Länder zeitlich begrenzt auszusetzen, hieß es am Dienstag inach einem Telefonat der G7-Finanzminister und Zentralbankchefs.

Voraussetzung sei die Beteiligung aller G20-Staaten, hieß es. Damit muss auch China zustimmen, das Kredite an viele Entwicklungsländer vergeben hat; das Land hat seine Zustimmung bereits signalisisert. Insgesamt sind 76 Länder betroffen, hauptsächlich in Afrika. Bei der Einigung geht es um rund 20 Milliarden US-Dollar. (Quelle: Reuters, 16.04.20)


Corona-Krise erreicht Meyer Werft

Die Meyer Werft in Papenburg steckt in der Corona-Krise. Und es ist – so sagt es Senior-Chef Bernard Meyer – die größte Krise, die er je erlebt habe.

Er hatte sich in einer Videobotschaft auf der Homepage der Werft an die Belegschaft und wohl auch an die Öffentlichkeit gewandt. Es drohten erhebliche Einschnitte für die Belegschaft, kündigte der Werft-Chef an. „Wir müssen in allen Bereichen über Kurzarbeit, aber auch über den Abbau von Arbeitsplätzen nachdenken. Es werden einfach nicht mehr so viele Kreuzfahrtschiffe gebraucht“, sagte Bernard Meyer. Daher werde die Werft die jährliche Produktion von drei auf zwei Schiffe reduzieren. In einer einfachen Zahl: 40 Prozent weniger Arbeit.

Leidtragende werden auch die zahlreichen Zulieferer in der Region sein. 4.000 weitere Vollzeitarbeitsplätze sind von der werft abhängig. (mehr und Quelle, NDR, 16.04.20; Foto Meyer Werft ohne Leiharbeiter via wikipedia Gerolsteiner91 CC))


Handball: Abstimmung über Saison-Abbruch

Die Entscheidung über einen Saison-Abbruch in der Handball-Bundesliga (HBL) entscheidet sich in einer Abstimmung unter allen Erst- und Zweitligisten. Das hat die HBL am Donnerstag in einer Telefonkonferenz beschlossen, wie Geschäftsführer Frank Bohmann mitteilte. Alle Bundesligisten sollen bis Anfang kommender Woche schriftlich ihr Votum abgeben. Für eine Entscheidung brauche es eine Zweidrittelmehrheit.

„Grundsätzlich sehe ich es als viel besser an, wenn es eine sportliche Entscheidung geben würde und tatsächlich zu Ende gespielt werden könnte, aber da müssen wir uns auch einfach den Wirklichkeiten stellen“, sagte Bohmann. Wie die Saison im Falle eines Abbruchs gewertet würde, sagte der HBL-Geschäftsführer nicht. Allerdings steht fest: Ob es dann Meister sowie Ab- und Aufsteiger gibt, entscheidet allein das HBL-Präsidium, die Vereine haben kein Mitspracherecht.

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Die Coronakrise trifft den Handballsport hart. Bricht die Liga auseinander? Martin Schwalb, Trainer der Rhein-Neckar Löwen, und Flensburgs Holger Glandorf mit Einschätzungen. Video (15:05 min)
(Foto: (Quelle; Foto Armin Kübelbeck http://galerie.best4sports.de CC BY-SA 3.0; Quelle: NDR, 16.04.20)


Frankreich: Erneut mehr als 750 Tote

Frankreich verzeichnete am Donnerstag 753 weitere Corona-Todesfälle. Insgesamt sind im Nachbarland jetzt 17.920 Menschen gestorben, nach den USA, Italien und Spanien ist das die vierthöchsten Zahl weltweit. Die Zahl der Todesopfer ist binnen eines Tages um 4,4% gestiegen, wobei sich die Steigerungsrate nach dem Anstieg in den beiden vorangegangenen Tagen wieder etwas verlangsamt hat.

Allerdings ist die Zahl der Menschen im Krankenhaus ist am zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Die Gesamtzahl der Menschen auf Intensivstationen sei zum achten Mal in Folge auf jetzt 6.248 gesunken – die tiefste Zahl seit dem Monatsersten. (Quelle Reuters, 16.04.20)


Kieler Woche: Festhalten am September-Plan

Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt arbeitet weiter an Plänen für eine Kieler Woche im September. „Ob und wie die Kieler Woche dann tatsächlich stattfindet, können wir angesichts der aktuellen Entwicklung noch nicht sagen“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Traditionell findet die Kieler Woche Ende Juni statt. Wegen der Corona-Auflagen hatte die Stadt das Fest aber bereits auf den September verschoben. Die Stadt wolle abwarten, welche Verschärfungen wirklich erlassen werden und wie Großveranstaltungen definiert werden, sagte Kämpfer. Die Stadt sei mit den Verantwortlichen der Segelregatten und vieler anderer Kieler-Woche-Veranstaltungen in Gesprächen. „Ich bin optimistisch, dass wir im September segeln können und auch vieles andere möglich sein wird“, so Kämpfer. (Quelle: NDR, 16.04.20)


Bremen: 49 neue Krankheitsfälle

Die Gesundheitsbehörden im Land Bremen meldeten 553 bestätigte Infektionsfälle (Stand heute 14 Uhr). Das bedeutet einen Anstieg von 49 Fällen innerhalb eines Tages. Genesene gab es demnach 286, 15 mehr als am Mittwoch. Die Zahl der Toten stieg von 21 auf 22. (Quelle: Radio Bremen, 16.04.20)


Corona wirkt sich auf Zeitungswesen aus

Die Corona-Krise trifft Hamburg auch als Medienstandort. Nach dem Aus für das „Heimat Echo“ gibt es nun auch Einschnitte beim „Hamburger Abendblatt“, der „Bergedorfer Zeitung“ und weiteren Blättern. Der Eigentümer der Blätter, die Funke Mediengruppe, kürzt offenbar Honorare freier Mitarbeiter und schränkt deren Beschäftigungsmöglichkeiten ein. Das geht aus einem Protestschreiben von Funke-Betriebsräten hervor, das dem NDR vorliegt. (Quelle, NDR, 16.04.20)


Italien mit eigenen Anleihen für „Kleinsparer“

„Das ist ein Hammer-Verkauf“, sagt ein Analyst zur jüngsten Anleihe-Platzierung Italiens. Das Euroland, dass zwei Billionen Euro Schulden plagen, stellt damit sogar eine Bestmarke auf. Das war aber fast schon absehbar.

Das hat bislang noch keine europäisches Land geschafft: Das schuldengeplagte Euroland Italien hat mit seiner Strategie, sich bei der Auktion von Staatsanleihen speziell an heimische Kleinanleger zu richten, einen großen Erfolg erzielt. Insgesamt hat das südeuropäische Land in anderthalb Tagen inflationsindexierte Papiere im Volumen von 22,3 Milliarden Euro emittiert und damit einen Rekord in Europa aufgestellt. Noch nie hat ein europäisches Land mit einer einzigen Staatsanleihe mehr Geld eingenommen.

Dabei profitierten die Italiener vor allem von dem derzeitigen Optimismus an den Finanzmärkten, der vor allem auf die mutmaßlich noch für einige Zeit anhaltende lockere US-Geldpolitik zurückzuführen ist.

Anleger konnten die vierjährigen, BTP Italia genannten Titel bereits ab einer Mindestanlagesumme von 1000 Euro zeichnen. Das Besondere an der Anleihe ist, dass sie mit einem Inflationsschutz versehen ist und ein reale Rendite von mindestens 2,15 Prozent bietet. Anleger, die die Papiere bis zur Endfälligkeit halten, bekommen zusätzlich eine Prämie von 0,4 Prozentpunkten. (Quelle: ntv, 16.04.20)


Italiens Corona-Rätsel – warum die Lombardei weiter leidet

Italien diskutiert über die Phase 2, die Öffnung. In der Lombardei wütet Covid-19 unterdessen weiter – vor allem hat daran wohl die regionale Politik schuld. Gleich nach Ostern hat Italien zwar angefangen, ganz sachte. Seit Dienstag dürfen ein paar Geschäfte wieder öffnen, Buchhandlungen, Schreibwaren- und Kinderbekleidungsgeschäfte, auch die Forstwirtschaft ist wieder in Gang. Doch die Pläne für …
(mehr und Quelle: Tagesspiegel, 16.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 16.04.2020, 10 Uhr

Ein weiteres Todesopfer in den letzten 24 Stunden führt dazu, dass im Emsland jetzt 13 Corona-Tote zu beklagen sind. Im gleich Zeitraum gab es 12 Neuinfektionen sowie 8 weitere Genesene. CoVID-19 hat jetzt 342 Menschen infiziert (= 106,5/100.000); 163 (+9) von ihnen sind geheilt. Aktuell befinden sich rund 650 Personen (-40) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Heute früh betrug die Zahl der nachweisbar Infizierten 67 (= 122,9/100.000). 36 (+2) sind inzwischen nicht mehr erkrankt.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 5
Einheitsgemeinde Emsbüren 10 (+1) 3
Samtgemeinde Freren 28 (+1) 3
Einheitsgemeinde Geeste 10 4
Stadt Haren (Ems) 28 (+1) 15
Stadt Haselünne 31 (+1) 23
Samtgemeinde Herzlake 10 8
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 10 7
Stadt Lingen (Ems) 67 (+3) 36
Stadt Meppen 53 (+2) 9
Samtgemeinde Nordhümmling 4 4
Stadt Papenburg 26 21
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 10 (+1) 5
Samtgemeinde Sögel 2 1
Samtgemeinde Spelle 12 (+1) 7
Einheitsgemeinde Twist 15 6
Samtgemeinde Werlte 12 (+1) 3
Gesamt* 342 (+12) 163 (+9)
Todesfälle 13 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle 166

„Weiter Geduld gefordert“

Nach heftiger Kritik aus Wirtschaft und Handel an der vorsichtigen Lockerung der Corona-Maßnahmen haben Vertreter der Regierung die Pläne verteidigt. Es sei weiter Geduld gefordert, so Kanzleramtsminister Braun.

Kanzleramtschef Helge Braun hat die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Lockerung der Corona-Maßnahmen verteidigt. „Wir haben uns das alle nicht leicht gemacht, weil wir natürlich spüren, dass jetzt Menschen gerne wieder auf die Straße wollen“, sagte der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. „Es wird immer wieder kleine Schritte geben. Aber wir können nicht mit einem Schlag alles öffnen, weil die Epidemie bleibt“, so Braun weiter. „Sehr, sehr kleine Schritte“ bei der Öffnung von Geschäften und Schulen seien notwendig, um das richtige Maß in der Bekämpfung des Coronavirus zu finden. (mehr und Quelle Tagesschau, 16.04.20)


Veranstalter FKP Scorpio sagt Festivals ab

Die Festivals Hurricane, Southside, Deichbrand, Elbjazz, Limestone, Highfield und M’era Luna sind wegen der Coronavirus-Krise abgesagt. Sie müssen ausfallen – aufgrund des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31. August. Das teilte Veranstalter FKP Scorpio am Mittwochabend mit. Ob Ticketinhaber ihr Geld zurückbekommen, blieb zunächst offen. „Unsere Gäste können sich sicher sein, dass wir sie schnellstmöglich und umfassend über weitere Schritte informieren werden“, hieß es. „Für viele Musikfans sind unsere Festivals lang herbeigesehnte Höhepunkte des Jahres, die in dieser noch nie da gewesenen Ausnahmesituation dennoch ganz klein scheinen“, erklärte der FKP-Scorpio-Geschäftsführer Stephan Thanscheidt. (Quelle: NDR, 16.04.20)

ps Natürlich ist auch Wacken abgesagt.


„Low-Cost“-Beatmungsgeräte werden entwickelt

Engineers in Colombia have developed a mechanical ventilator for Covid-19 patients that could cost as little as $2,000, in one of numerous crash projects around the world aimed at helping ease a global shortage of the devices, AP reports.

It’s one of the latest efforts around the world to produce pared down, emergency versions of full feature ventilators, which have become more expensive as governments try to outbid each other to purchase them.

According to New York governor Andrew Cuomo ventilators are currently selling for $50,000 each.

Here are a few others:

  • In Afghanistan, a female team of robotics experts announced last week they had created a Covid-19 ventilator made out of Toyota car parts that will cost $400.
  • In Argentina, the National University of Rosario says it has come up with a ventilator that has fewer than 20 components, and has shared its design online.
  • In Colombia, at least five universities have been working separately on their own ventilators and three of them have built prototypes that are already being tested to comply with standards set by national regulators. Ae ventilator produced by Sabana University has been tested successfully on a pig. It must still undergo further tests on animals and humans before it can go into production.

(Quelle: The Guardian, 16.04.20)<


Weitere Beratungen am 30. April

Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen am 30. April über weitere Lockerungen in der Corona-Krise beraten. Die Kindertagesstätten werden noch eine ganze Weile geschlossen bleiben. (Quelle: NDR, 16.04.20)


Niedersachsen Mehr als 53.000 Betriebe beantragen Kurzarbeit

Das Coronavirus und die Versuche, die Pandemie einzudämmen, haben Wirtschaft und Unternehmen in den vergangenen Wochen zu einer Vollbremsung gezwungen. Geschäfte dürfen nicht mehr öffnen, die Industrie lässt die Bänder stillstehen, Aufträge brechen weg. Tausende Betriebe in Niedersachsen haben daher für ihre Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet. Wie die Agentur für Arbeit Niedersachsen-Bremen mitteilte, haben bis Ostern in Niedersachsen 53.300 in Not geratene Betriebeihre Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, in Bremen sind es 6.500. (Quelle: NDR, 16.04.20)


Neues am Mittwoch

  • Ab Montag dürfen kleinere Geschäfte sowie Buch-, Fahrrad- und Autohändler öffnen
  • Ab 27. April läuft der Schulunterricht schrittweise wieder an
  • Die Regeln für Gastronomie und Hotellerie bleiben vorerst bestehen
  • Bis voraussichtlich Ende August gibt es keine Großveranstaltungen
  • Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte bleiben weiter verboten
  • Nicht medizinische Masken bei Einkauf und im ÖPNV werden dringend empfohlen

„Das war ein sehr konsequenter Kurs, aber er war auch erkennbar erfolgreich“, bilanzierte Ministerpräsident Weil den bisherigen Kampf gegen das Coronavirus.

Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse liegen vor: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz über die Beschlüsse von Bund und Ländern informiert. (Mehr beim NDR, 15.04.20)


Bad Segeberg: Keine Karl-May-Festspiele in 2020

Die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg haben die Spielzeit für den Sommer aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Das geplante Stück „Der Ölprinz“ wird auf das nächste Jahr verschoben, wie die Veranstalter mitteilten. „Uns blutet das Herz, aber in dieser dramatischen Situation hatten wir solch eine Anordnung der Behörden bereits erwartet“, äußerte sich Geschäftsführerin Ute Thienel dazu. Für das Stück waren zuvor bereits mehr als 70.000 Tickets verkauft worden, wie die Karl-May-Spiele weiter mitteilten. Diese könnten nun auf das nächste Jahr umgebucht oder gegen einen Gutschein eingetauscht werden, hieß es. (Quelle: NDR, 15.04.20)


Niederlande ohne Mundschutz-Empfehlung

Die Niederlande werden -im Gegensatz zu Belgien und Deutschland- keinen Mundschutz empfehlen. Gesundheitsminister Hugo de Jonge sagte am Abend auf einer Pressekonferenz, die breite Verwendung von Mundmasken sei „nicht wünschenswert und unnötig“. Belgien und Deutschland hatten im Laufe des Tages erklärt, dass sie die Verwendung von Mundmasken „dringend“ empfehlen. (Quelle: Tubantia, 15.04.20)


Summary of the latest news:

(Quelle: The Guardian, 15.04.20)


Oktoberfest auf der Kippe

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr. „Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt“, sagte er im Bayerischen Rundfunk. Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei.

In den kommenden beiden Wochen will er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber „sicher“ auf der Kippe. (Quelle: Tagesschau, 15.04.20)


Merkel PK am 15. April


Keine Großveranstaltungen in Deutschland bis Ende August

Konzerte, Volksfeste, Messen, Fußballspiele – sämtliche Großveranstaltungen sind in Deutschland bis Ende August aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Darauf haben sich die Regierungschefs der Länder mit Kanzlerin Merkel am Mittwoch geeinigt.

Die Absage aller Großveranstaltungen bis Ende August bedeutet auch das Ende für die große Open Air- Veranstaltungen im Emsland: Das Lautfeuer-Festival und die Open-Air-Pläne an der Emsland-Arena und das Open Air im Meppener Fußballstadion.

Es gibt in der Bundesligasiason kein Handballspiel der HSG Nordhorn-Lingen mehr und auch der SV Meppen tritt nicht mehr an – jedenfalls nicht vor Publikum.

Geld für Tickets, Anreise oder Hotelübernachtungen kann unter gewissen Umständen rückerstattet werden. Hier Hinweise dazu.

(Quelle Focus, BN, 15.04.20)


„Die Mundschutz-Masken kosten 1,50 Euro/Stück. Das ist der Preis, zu dem sie angeschafft wurden. Wir freuen uns sehr, dass jeweils 5.000 der Mundschtz-Masken in die Partnerstädte Lingens gehen werden: East Staffordshire (GB), Elbeuf-sur-Seine (F), Salt (E/Cat), Bielawa (PL) und das sächsische Marienberg, “ kommentiert die BN.
(Quelle: BN, 15.04.20)


„Es ist ein zerbrechlicher Zwischenerfolg“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach einer Beratung via Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten in Berlin bekanntgegeben, wie es mit den Regeln zur Eindämmung des Coronavirus weitergeht. Dabei bestätigte Merkel Meldungen, wonach es keine generelle Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit geben soll, Bund und Länder solche Masken jedoch für Bus und Bahn und beim Einkaufen „dringend“ empfehlen. Auch die generellen Kontakteinschränkungen sollen zunächst weiter bestehen bleiben.

Merkel dankte den Bürgerinnen und Bürgern, „die ihr Leben verändert haben, die verzichtet haben auf Kontakte, die sich einschränken – nicht, weil sie der Regierung etwa einen Gefallen tun, sondern, weil sie ihren Mitmenschen helfen sollen“, sagte die Kanzlerin. Das sei etwas „ganz, ganz Starkes und wichtiges, was Deutschland gerade bei aller Einschränkung erlebe.

„Das ist ein Zwischenerfolg. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich betone: es ist ein zerbrechlicher Zwischenerfolg“, sagte Merkel. Es gehe darum die Erfolge, die wir erreicht haben, nun zu sichern.
(Foto: Angela Merkel Hände von Armin Linnartz AM Juli 2010 – 3zu4.jpg CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported; Quelle: SZ, 15.04.20)


Was gelockert wird – und was nicht

Es sind erste kleine Schritte heraus aus den strikten Beschränkungen gegen die Corona-Pandemie, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben. Ein Überblick darüber, was wann wieder möglich ist und welche Auflagen vorerst weiter gelten.
Alle notwendigen Informationen hier
(15.04.20)


Deutsche Grenzkontrollen bleiben – mindestens noch (knapp) drei 3 Wochen

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen nach dem Willen des Bundesinnenministeriums für weitere 20 Tage gelten. Das bestätigte Ministeriumssprecher Björn Grünewälder bei der Bundespressekonferenz am Mittwochmittag. Über Einzelheiten will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) noch mit den Ministerpräsidenten sprechen.

Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. Seither werden die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz überwacht. An den Übergängen nach Belgien und in die Niederlande wird hingegen nicht kontrolliert. Allerdings wurde auch in diesen Abschnitten die Überwachung im 30-Kilometer-Grenzraum intensiviert. (Quelle: SZ, 15.04.20)


WHO: Two more weeks

Countries that ease restrictions imposed to fight the spread of the coronavirus should wait at least two weeks to evaluate the impact of such changes before easing again, the World Health Organization (WHO) said on Wednesday.

In its latest strategy update, the UN agency said the world stands at a “pivotal juncture” in the pandemic and that “speed, scale, and equity must be our guiding principles” when deciding what measures are necessary.

Every country should implement public health measures to maintain a sustainable state of low-level or no transmission and prepare its surge capacity to react rapidly to control any spread, the WHO said.

Some of the countries hardest hit by the virus are now considering lifting lockdowns and beginning the transition toward a resumption of normal life.

“To reduce the risk of new outbreaks, measures should be lifted in a phased, step-wise manner based on an assessment of the epidemiological risks and socioeconomic benefits of lifting restrictions on different workplaces, educational institutions, and social activities …” the WHO said.

“Ideally there would be a minimum of two weeks (corresponding to the incubation period of Covid-19) between each phase of the transition, to allow sufficient time to understand the risk of new outbreaks and to respond appropriately,” it added.

It warned that the “risk of reintroduction and resurgence of the disease will continue”. (Quelle: The Guardian, 15.04.20)


„Bis zum 3. Mai“ ?

Kanzlerin Merkel berät ab 14 Uhr mit den Bundesländern, wie es mit den Corona-Beschränkungen weitergeht. Am Vormittag sind erste Überlegungen durchgesickert: Die Kontaktbeschränkungen könnten bis mindestens 3. Mai bleiben, erste Geschäfte aber schon vorher öffnen.

Der Bund will den Ländern übereinstimmenden Medienberichten zufolge vorschlagen, die bestehenden Kontakt- und Reisebeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrechtzuerhalten. Das melden übereinstimmend die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters sowie die „Süddeutsche“ und die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise bzw. Insider.

Die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen soll demnach dazu dienen, zusätzliche Zeit beim weiteren Aufbau von Intensiv-Kapazitäten an den Krankenhäusern und bei der Steigerung von Testkapazitäten auf eine Corona-Infektion zu gewinnen. (Quelle: Tagesschau, 15.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 15.04.2020, 10 Uhr

Auch heute gibt es keine neuen Opfer im Emsland, weiterhin sind 12 Corona-Tote zu beklagen. Es gibt 13 Neuinfektionen und 8 weitere Genesene. CoVID-19 hat jetzt 330 Menschen infiziert (= 101,5/100.000); 146 von ihnen sind geheilt. Aktuell befinden sich rund 690 Personen (+20) im Emsland in Quarantäne.

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Heute früh betrug die Zahl der nachweisbar Infizierten 64 (= 117,4/100.000). 34 (+2) sind inzwischen nicht mehr erkankt, das sind weiterhin mehr als die Hälfte.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 (+1) 5
Einheitsgemeinde Emsbüren 9 (+1) 3
Samtgemeinde Freren 27 (+4) 3
Einheitsgemeinde Geeste 10 3
Stadt Haren (Ems) 27 15
Stadt Haselünne 30 22
Samtgemeinde Herzlake 10 8
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 10 7
Stadt Lingen (Ems) 64 (+4) 34 (+2)
Stadt Meppen 51 (+2) 8
Samtgemeinde Nordhümmling 4 4
Stadt Papenburg 26 20
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 9 5
Samtgemeinde Sögel 2 0
Samtgemeinde Spelle 11 5
Einheitsgemeinde Twist 15 6
Samtgemeinde Werlte 11 (+1) 3
Gesamt* 330 (+13) 154 (+8)
Todesfälle 12
Aktuelle Covid-19-Fälle 164 (+5)

Frankreich bremst Amazon

Deutsche Gewerkschaften dürften seit gestern ein bisschen neidisch nach Frankreich schielen. Dort hat die Gewerkschaftsgruppe Union Syndicale Solidaires erreicht, dass Amazon solange nur Lebensnotwendiges verschicken darf, bis der Corona-Schutz verbessert wurde.

Seit Mitte März demonstrieren Amazon-Mitarbeiter an den französischen Standorten Montélimar, Chalon sur Saône und Douai unter der Leitung der Gewerkschaftsgruppe Union Syndicale Solidaires gegen untragbare Arbeitsbedingungen an ihren Arbeitsstätten. In Zeiten der Corona-Pandemie kritisierten sie die Nichteinhaltung von Abstandsregeln, einen Mangel an Desinfektionsmitteln und eine nicht stattfindende Reinigung der Arbeitsbereiche. Jetzt wurden ihre Proteste erhört.

Ein Gericht im Pariser Vorort Nanterre erklärte, Amazon dürfe in Frankreich bis auf Weiteres nur noch Bestellungen von Lebensmitteln sowie Hygiene- und Medizinprodukten abwickeln. Alle anderen Bestellungen müssen ruhen, bis das Unternehmen seinen Verpflichtungen zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Angestellten in seinen Logistikzentren ausreichend erfüllt.

Amazon hat inzwischen erklärt, das Urteil anfechten zu wollen. (Quelle: Internetworld, The Guardian, 15.04.20)



Überblick

  • Die weltweiten Infektionszahlen erreichen die 2 Millionen-Grenze. In Deutschland sind 128.448 eschen infiziert; 3.213 von ihnen sind gestorben.
  • In Norddeutschland gibt es inzwischen 15.269 Infizierte. Hamburg verzeichnet heute 38 neue Corona-Fälle (gesamt: 3.925), in Schleswig-Holstein sind es 27 (gesamt: 2.162), in Niedersachsen 119 (gesamt: 8.070), in Mecklenburg-Vorpommern 6 (gesamt: 623) und in Bremen 8 (gesamt: 497)
  • In Niedersachsen sind 8.070 Menschen COVID-19-infiziert. Durch das lange Osterwochenende muss man von „Meldeverzerrungen“ ausgehen, sagt die Landesregierung.
  • Im Emsland sind 317 Menschen infiziert, 146 sind wieder gesund (Lingen: 60 / 32) . 12 Tote sind zu beklagen.

(14.04.20)


G7-Videokonferenz am 21. April

The US president, Donald Trump, will hold a video teleconference with G7 leaders on Thursday to coordinate national responses to the pandemic, the White House has said.

Trump, who is head of the G7 this year, had to cancel the group’s annual summit, which he had planned to hold at the presidential retreat of Camp David, Maryland, in June.

The Group of Seven nations include the United States, France, Britain, Italy, Canada, Japan and Germany, and all seven of them have been hit hard by the outbreak. (Quelle The Guardian, 15.04.20)


Landkreise an Landesgrenzen zu Hamburg und NRW mit höheren Infektionszahlen

In den niedersächsischen Landkreisen, die an der Landesgrenze zu den stärker vom Coronavirus betroffenen Ländern NRW und Hamburg liegen, sind die Infiziertenzahlen überdurchschnittlich hoch. Das betreffe den Landkreis Lüneburg mit seiner Nähe zu Hamburg ebenso wie den Landkreis Osnabrück am Übergang zu Nordrhein-Westfalen. Ein Grund dafür könnte an den Pendlern liegen.

In Niedersachsen insgesamt liege die Anzahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner aber unter dem Bundesdurchschnitt. Fast 4.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen waren am Dienstag als wieder gesund registriert, hieß es in der heutigen Landespressekonferenz. (Quelle: NDR, 14.04.20)


Söder bei Schulöffnungen skeptisch

Anders als einige Bundesländer lehnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine zeitnahe Öffnung der Schulen nach den Osterferien wegen der Corona-Pandemie ab. „Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen“, sagte der CSU-Chef am Dienstagabend im „heute-journal“ des ZDF.

Söder distanziert sich damit von der Ankündigung aus Nordrhein-Westfalen, schon nach dem Ende der Osterferien am 19. April die Schulen schrittweise öffnen zu wollen, und von einer Empfehlung der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen mit als Erstes wieder zu öffnen.

Skeptisch sehe er auch, dass Grundschulen als erstes geöffnet werden sollen. „Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung.“ „Man muss über Abschlussklassen reden, aber nicht zu schnell. Grundschulen sind meiner Meinung nach erst als Letztes dran, denn die Kleinen können sich nicht so an Hygiene-Konzepte halten“, betonte Söder. (Quelle: SZ, 14.04.20)


Frankreich: Mehr als 100.000 Infektionen und 15.000 Tote

In Frankreich ist die Zahl der bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen auf mehr als 100.000 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsdirektors Jerôme Salomon seien nun rund 103.500 Fälle registriert. Zudem seien mindestens 15.700 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Mit mehr als 760 neuen Todesfällen verzeichnete das Land die bislang höchste Zunahme innerhalb eines Tages. (Quelle: ARD, 14.04.20)


Aus Liebe

Panorama 3 berichtete heute Abend über zwei Norddeutsche, die in Corona-Zeiten einen radikalen Entschluss gefasst haben: Sie ziehen zu ihren Ehefrauen ins Altenheim, um das Besuchs-Verbot zu umgehen. Autorin Anne Ruprecht hat beide Ehemänner über Wochen begleitet. Was bewegt sie, was vermissen sie, was macht ihnen Angst? Und werden sie ihren Entschluss bereuen? Den 30-minütigen Film können Sie auf folgender Seite sehen. (Quelle: NDR, 14.04.20)

Günter Klein (l.) und Ingeburg Klein © NDR Foto: Screenshot

Panorama 3 Extra – Die Corona-Krise: Aus Liebe ins Seniorenheim

Über Jahrzente brachte sie nichts auseinander – und dann kam der Virus. Wir haben zwei Seniorenpaare im Altenheim und ihre Liebe in Zeiten des Coronavirus begleitet. mehr (Quelle: NDR, 14.04.20)


26 Akademiker, 13 Seiten Text

Am Gründonnerstag hat uns die Kanzlerin, als sie zu Disziplin an Ostern aufforderte, auf eine große Entscheidung vorbereitet: An diesem Mittwoch wolle sie, ihre Minister und die Regierungschefs der Länder mitteilen, wie es in der Corona-Krise weitergehen soll. Ob es zu Lockerungen kommt und wie weit diese gehen. Sie hat sich zuvor auch Rat erbeten. „Für mich wird eine sehr wichtige Studie die der Nationalen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina sein“, erklärte Merkel. Um auf einem „festen Grund“ bei den Entscheidungen zu stehen.

Den meisten Deutschen dürfte da erst aufgegangen sein, dass wir seit 2008 eine Nationale Akademie haben, die nicht zuletzt der Politikberatung dienen soll – finanziert vor allem von der Bundesregierung, also ihr auch verpflichtet. Eine Studie war das, was am Ostermontag dann von der Leopoldina aus Halle verschickt wurde, allerdings nicht.

Auf netto 13 Textseiten schrieben 26 Wissenschaftler auf, wie man die Krise nachhaltig überwinden könne. Sie nannten es Stellungnahme. Vieles hatte man in den vergangenen Tagen schon mal gehört oder gelesen. Der Erkenntnisgewinn war gering. Wie und wann der teilweise Shutdown der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens aufgehoben werden könne, dazu gab es nicht den erwarteten Fahrplan. (Quelle und mehr: Tagesspiegel, 14.04.20)


Nach der Kieler Woche auch die Hanse-Sail abgesagt

Die Rostocker Hanse Sail wird in diesem Jahr wegen der Corona-
Pandemie nicht stattfinden. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) sagte die 30. Auflage des Segel-Volksfestes nach einer Dringlichkeitssitzung des Hauptausschusses der Hansestadt am Dienstagnachmittag ab. Eigentlich sollte das Segel-Volksfest, zu dem bis zu eine Million Besucher strömen, vom 6. bis 9. August stattfinden. Madsen sprach von einer „bitteren Entscheidung“, die aber nicht überraschend komme. Er wolle keine Hanse Sail, die nur ein Schatten ihrer selbst sei, sondern ein leuchtendes Fest. Deshalb werde die Hanse Sail auf das Jahr 2021 verschoben. (Quelle und mehr, NDR 14.04.20)


Heute früh in einem Aufzug in Gießen: Ohne Worte


Adidas bekommt Milliardenkredit

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas braucht in der Coronakrise Milliardenkredite vom Staat. Die Bundesregierung habe einen Konsortialkredit über drei Milliarden Euro genehmigt, von denen die Förderbank KfW allein 2,4 Milliarden trage, teilte Adidas mit. Durch die weltweiten Ladenschließungen ist dem hochprofitablen Unternehmen der Umsatz weggebrochen. Im Gegenzug für den Staatskredit muss Adidas die Dividende streichen, solange der Kredit läuft.

Zuletzt hatte das Unternehmen für Empörung gesorgt, als es ankündigte, wegen der Corona-Krise Ladenmieten auszusetzen. Nach heftiger Kritik war Adidas allerdings zurückgerudert. (Quelle: Süddeutsche, 14.04.20)


COVID-19 und das Sterben in den Pflegeheimen

Etwa jeder zweite Todesfall durch das Coronavirus in fünf europäischen Ländern wird einer Studie zufolge aus einem Pflegeheim gemeldet. Das hat eine Forschergruppe der London School of Economics berechnet nDie Forschergruppe hat für ihre Untersuchung die offiziellen Daten von fünf Ländern ausgewertet: Italien, Spanien, Irland, Belgien und Frankreich. Demnach traten je nach Land zwischen 42 und 57 Prozent aller Todesfälle durch den neuartigen Erreger in Heimen auf.

Die Wissenschaftler sagten am Dienstag aber auch, dass ihre Studie nur bedingt aussagekräftig sei: Die einzelnen Länder zählten die Fälle auf verschiedene Weisen; auch die Definition von «Pflegeheim» unterscheide sich von Staat zu Staat. Dies könnte die Ergebnisse beeinflusst haben, erläutern die Experten. Dennoch dürfe das Ausmaß der Infektionen und Todesfälle in den Heimen nicht ignoriert werden.

Eindeutig ist die Lage demnach in Irland, da das Land zentral die Daten zu den Covid-19-Erkrankungen erfasst. Von den bis Samstag 6444 registrierten Patienten mit der Lungenerkrankung starben 288. 156 von ihnen – also 54 Prozent – waren Bewohner in Pflegeheimen. In Spanien kam das Team sogar auf 57 Prozent. Hier basierten die Zahlen jedoch auf Medienberichten zu den von Regionalregierungen veröffentlichten Statistiken. Belgien kam auf den einen Wert von 42 Prozent, Frankreich auf 45 und Italien auf 53 Prozent.

Kritiker bemängeln seit Wochen, dass in die Statistiken in Großbritannien bislang kaum Todesfälle in Heimen eingehen. Rosalind Altmann, Mitglied des britischen Oberhauses, sagte im BBC-Interview am Dienstag, sie sei ernsthaft besorgt. Bewohner in Pflegeheimen hätten ihr berichtet, das sie sich «wie Lämmer beim Schlachter» fühlten. Auch Senioren müssten angemessen behandelt werden.

Der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) ist chronisch unterfinanziert. Es fehlt im Kampf gegen die Pandemie an Klinikpersonal, Betten, Schutzausrüstungen und Tests. Ärzte müssen einer Richtlinie zufolge nach Überlebenschancen entscheiden, wer beispielsweise beatmet wird, falls die Kapazitäten nicht mehr ausreichen sollten. (Quelle: Apotheken-Umschau, 14.04.20)


Germany: Killing Some of The Animals

In Germany, local media are reporting that zoos are making contingency plans, including killing some of the animals, should the lockdown continue without a solution to their financial troubles.

Neumünster Zoo’s director has told Die Welt they have “listed the animals we will have to slaughter first” and said some may even have to be fed to others. But even such drastic plans would not be sufficient to solve the problem.

Verena Kaspari told the paper the step would be a last resort and “unpleasant”. She referred to the plight of the piscivorous animals and added: “If it comes to it, I’ll have to euthanise animals, rather than let them starve.” (Quelle The Guardian, Foto: Tierpark Neumünster, GNU; 14.04.20)


EU-Kommission empfiehlt, Müll von Corona-Patienten zu trennen

Vorsicht beim Umgang mit Müll von Corona-Patienten: Taschentücher, Atemmasken und ähnliche Wegwerfartikel sollten auch bei einer Behandlung zuhause getrennt gesammelt und in Mülltüten verschlossen werden. Das empfiehlt die EU-Kommission in ihren Leitlinien zur Entsorgung von Müll in der Corona-Krise.

Zwar sehe die EU-Gesundheitsbehörde ECDC keinen Hinweis auf ein Infektionsrisiko bei üblicher Entsorgung, heißt es darin. Dennoch würden spezielle Vorkehrungen empfohlen. So sollte im Zimmer eines Corona-Patienten zuhause ein eigener Abfallbehälter stehen. Schutzkleidung oder Handschuhe von Betreuern sollten getrennt davon ebenfalls im Zimmer des Patienten gesammelt werden. Sind die Tüten erst verschlossen, müssten sie aber nicht getrennt entsorgt werden. (Quelle Apotheken-Umschau, 14.04.20)


UN-Generalsekretär warnt vor „Epidemie der Desinformation“

Die Corona-Pandemie verursacht nach Ansicht der Vereinten Nationen eine „gefährliche Epidemie der Desinformation“. Obwohl derzeit ein Moment der „Wissenschaft und Solidarität“ sein sollte, gebe es viele Fehlinformationen, kritisierte UN-Generalsekretär Antonio Guterres in einer Video-Erklärung. „Lügen verbreiten sich im Netz, Verschwörungstheorien infizieren das Internet“ und „Hass geht viral, stigmatisiert und diffamiert Menschen und Gruppen“.

Die von ihm kritisierte Situation nannte er eine „Krankheit“, gegen die sich die Welt vereinen müsse. Der gemeinsame „Impfstoff“ sei Vertrauen – vor allem in die Wissenschaft. (Quelle: DPA 14.04.20)


UKE: Viele Infektionen auf Krebsstationen

Auf Krebs-Stationen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) mehren sich nach „Spiegel“-Informationen Sars-CoV-2-Infektionen. „Im Bereich der Onkologie sind in der vergangenen Woche rund 20 Patientinnen und Patienten sowie rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen Covid-19-positiv getestet worden“, räumte demnach die Pressestelle des Klinikums auf Nachfrage ein.

Laut „Spiegel“ gehen die Infektionen auf eine Reinigungskraft zurück, die Anfang vergangener Woche Bediensteten der Klinik wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes aufgefallen und daraufhin positiv getestet worden war.

Sofort seien auch alle Patienten der onkologischen Stationen auf das Virus getestet worden. Alle Infizierten seien „umgehend auf spezifische Covid-19-Stationen außerhalb des Zentrums für Onkologie verlegt“ worden „und dort isoliert untergebracht“. Weiter heißt es laut „Spiegel“: „Die Betreuung auf diesen Stationen erfolgt durch ausschließlich dort tätiges onkologisches Fachpersonal. Die onkologische Therapie dieser Patientinnen und Patienten kann so weiter fortgeführt werden.“ Quelle: Tagesschau/NDR, 14.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 14.04.2020, 10 Uhr

Keine neuen Toten im Emsland, weiterhin sind 12 Corona-Tote zu beklagen. Es gibt 8 Neuinfektionen , aber 16 neu Genesene. CoVID-19 hat jetzt 317 Menschen infiziert (= 97,5/100.000); 146 von ihnen sind geheilt. Aktuell befinden sich rund 670 Personen (+50) im Emsland in Quarantäne

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Heute früh betrug die Zahl der nachweisbar Infizierten 60 (= 110,1/100.000). 32 (+7), also mehr als die Hälfte von ihnen, sind inzwischen genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 8 5
Einheitsgemeinde Emsbüren 8 3
Samtgemeinde Freren 23 3
Einheitsgemeinde Geeste 10 4
Stadt Haren (Ems) 27 14
Stadt Haselünne 30 22
Samtgemeinde Herzlake 10 8
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 10 7
Stadt Lingen (Ems) 60 32
Stadt Meppen 49 8
Samtgemeinde Nordhümmling 4 3
Stadt Papenburg 26 16
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 9 5
Samtgemeinde Sögel 2 0
Samtgemeinde Spelle 11 5
Einheitsgemeinde Twist 15 6
Samtgemeinde Werlte 10 2
Gesamt* 317 (+11) 146 (+16)
Todesfälle 12
Aktuelle Covid-19-Fälle 159 (-8)

Studie zu Krisenmanagement: Deutschland steht gut da

In vielen Ländern bangen die Menschen während der Coronakrise um ihr Leben und ihre wirtschaftliche Existenz. Wer in Deutschland lebt, ist aber vergleichsweise gut aufgestellt. Die Bundesrepublik ist einem Ranking zufolge derzeit das sicherste und stabilste Land in Europa und sogar das zweitsicherste der Welt. Nur Israel managt die Krise besser, heißt es im Länder-Vergleich der Londoner Deep Knowledge Group (DKG), der dem SPIEGEL exklusiv vorliegt…. (mehr und Quelle, 14.04.20)


Verlage befürchten Einbußen bis zu 80 Prozent

Die Buchläden sind geschlossen und große Online-Versandhändler bestellen Bücher eher zurückhaltend oder gar nicht mehr – vielen Verlagen im Norden hat die Corona-Krise ihr Frühjahrsprogramm zerstört. Der Hamburger Landesverband der Branchenorganisation“ Börsenverein des deutschen Buchhandels“ geht von 40- bis 80-prozentigen Einbußen aus. Derzeit würden viele Bestellungen storniert, und es sei noch nicht klar wie viele Buchhandlungen, Zwischenbuchhändler und Versender vorzeitig und aus finanzieller Not zurückschicken müssten, sagte Mitgeschäftsführer Volker Petri der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Um sowohl Verlage als auch örtliche Buchhandlungen in der Krise zu unterstützen, hofft Petri auf Aufträge durch die Stadt. „Hier ist es wichtig, dass die öffentliche Hand in Form von Bibliotheken und Schulen ihre Erwerbungsetats aufstocken und vor allem die lokalen Buchhandlungen mit Aufträgen bedenkt.“ So lasse sich die Struktur im Buchhandel erhalten, ohne dass eine Alimentierung über Soforthilfen nötig wäre. Hamburg gilt als einer der wichtigsten Verlagsstandorte in Deutschland. (Quelle: NDR, 14.04.20)


Juristin in Psychiatrie

Die als „Coronoia“-Anwältin bekannt gewordene Heidelberger Juristin Beate B. ist in die Psychiatrie gebracht worden. Sie selbst sagt offenbar in einer Tondatei, sie fühle sich dort zumindest sicher.

Kurz nach einem von ihr angekündigten Rückzug aus der Öffentlichkeit ist die Heidelberger Rechtsanwältin in eine psychiatrische Einrichtung gebracht worden. Zuvor soll sie fremd- oder eigengefährdendes Verhalten gezeigt haben..

Sie war in den vergangenen Tagen mit einem Aufruf zu bundesweiten Demonstrationen und einem Eilantrag für die Aufhebung aller Corona-Schutzmaßnahmen bekannt geworden. Das Bundesverfassungsgericht hatte den Antrag aus diversen Gründen für unzulässig erklärt. (Quelle: t-online, 14.04.20)


USA im März: Keine Schießerei an Schulen


Italien will ESM-Gelder nicht

Die italienische Regierung hat angekündigt, 39 Milliarden Euro der EU-Hilfen zum Kampf gegen die Corona-Krise abzulehnen. Der Schritt folgt auf die Kritik der Fünf-Sterne-Bewegung – und einen hitzigen Koalitionsgipfel.

Die Mittel sind Teil des sogenannten Corona-Hilfspakets, das die EU-Finanzminister unmittelbar vor Ostern beschlossen hatten. Italiens stellvertretender Wirtschaftsminister Antonio Misiani stellte gestern klar: Sein Land werde aus dem Hilfspaket lediglich die Unterstützung beim Kurzarbeitergeld und die Darlehen der Europäischen Investitionsbank nutzen. (Quelle: Tagesschau, 14.04.20)


Überblick

Es verbreitet sich entlang der Straßen und Bahngleise. Es verbreitet sich über das, was uns zu Menschen macht: Nähe. Gespräche am Tisch, Sport im Team, Menschenansammlungen, zärtliche Berührungen. Das Coronavirus legt ein globales Netzwerk der Verbundenheit offen. Und es zeigt, wie verwundbar unsere Nähe uns macht.“ (Tagesspiegel)

  • Laut Johns Hopkins Universität (JHU) sind weltweit inzwischen mehr als 1,8 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Etwas mehr als 116 000 Menschen sind weltweit an dem Virus gestorben.
  • Das RKI meldet in Deutschland 123.016 erkrankte und 2.537 Todesfälle infolge CoVID-19. Die (aktuelleren) Zahlen der Johns-Hopkins-Universität betragen 129.207 bei 64.300 und 3.118 Toten.
  • Mehr als 15.000 Menschen sind bislang in Norddeutschland positiv auf das Coronavirus getestet, knapp 8.000 davon in Niedersachsen.
  • Im Emsland sind 309 Infektionen festgestellt, davon 59 in Lingen. Elf Menschen im Emsland sind inzwischen an CoVID-19 gestorben. (14.04.20)

Potsdam: Dramatische Zustände am Klinikum

Das Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam ist in schwerer See. 28 Menschen sind seit dem 26. März in Brandenburgs zweitgrößtem Krankenhaus nach Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 13 weitere Infizierte müssen derzeit auf der Intensivstation des Klinikums beatmet werden – und für die kommenden Wochen ist keine Entwarnung in Sicht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich viele von ihnen erst im Krankenhaus infiziert haben. (mehr und Quelle: Tagesspiegel, 14.04.20)


Coronafälle in insgesamt sechs emsländischen Pflegeeinrichtungen

Im Landkreis Emsland ist das Coronavirus inzwischen in sechs Pflegeinrichtungen diagnostiziert worden. Neben den Einrichtungen in Thuine, Meppen und Lingen sind nun drei weitere Einrichtungen im Landkreis Emsland hinzugekommen, in denen jeweils ein Mitarbeiter positiv getestet wurde. „Es werden nun prophylaktisch alle Bewohner und Mitarbeiter dieser Häuser durch unser Gesundheitsamt auf das Corona-Virus getestet, außerdem werden die Einrichtungen unter Quarantäne gestellt“, erläutert Landrat Marc-André Burgdorf das weitere Vorgehen.

Betroffen sind das PflegeWohnen „Auf dem Bült“ in Twist, das Curanum in Lingen sowie das Wohn- und Pflegezentrum „Am Park“ in Geeste-Dalum. Auch in diesen Einrichtungen erfolge der Kontakt zu den zu Pflegenden ab sofort ausschließlich unter Vollschutz, so der Landrat weiter. „Ohnehin hatten wir als Vorsichtsmaßnahme den Bedarf an Schutzmaterial in allen emsländischen Alten- und Pflegeheimen abgefragt und jedes Haus mit entsprechender Ausrüstung versorgt“, unterstreicht Burgdorf.

Für das Wohn- und Pflegezentrum „Am Park“ liegen die Testergebnisse bereits vor: Von 21 Bewohnern sind vier positiv getestet, 17 negativ. Von 31 Mitarbeitern wiederum ist lediglich ein Befund positiv, der Rest ist negativ. Bereits in der vergangenen Woche waren Coronafälle in der Fach-Pflegeeinrichtung St. Katharina in Thuine, dem „Haus Emsblick“ in Meppen und dem Stephanus-Haus in Lingen festgestellt worden. In Thuine sind bei zwei noch ausstehenden Laborergebnissen von den 52 Bewohnern 21 positiv getestet worden, bei den 70 Mitarbeitern sind vier Tests positiv, zwei Ergebnisse stehen noch aus. Im Haus Emsblick in Meppen sind alle 40 Bewohner getestet, 24 davon sind infiziert. Von den 44 Mitarbeitern sind 13 positiv getestet, 31 Befunde sind negativ. Im Stephanus-Haus in Lingen ist kein weiterer Corona-Fall aufgetreten. (Quelle: PM Landkreis Emsland, 14.04.20)


Corona im Münsterland mit hohen Opfer- und Infektionszahlen

Das sind die Corona-Zahlen im benachbarten Münsterland von Ostersonntag (12.04.2020, 10:20 Uhr); denn Ostermontag wurden keine aktuellen Zahlen veröffentlicht. Im Münsterland sind nach aktuellem Stand insgesamt 3.173 Menschen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. 66 Menschen sind im Münsterland verstorben. 1.649 Menschen sind wieder gesund. Zur Zeit beträgt die Verdopplungszeit des Virus im Regierungsbezirk Münster zwischen 14 und 15 Tagen.

Dies sind die offiziellen Zahlen der Bezirksregierung Münster. Die aktuellen Zahlen im Einzelnen, in Klammern: die Zahl der am Vortag gemeldeten Infizierten.

(Quelle: WDR; Grafik wikipedia commons CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported; 14.04.20)


Leopoldina mit Exit-Empfehlung – Helmholtz-Gemeinschaft rät ab

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat eine dritte Ad-hoc-Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden“.

Die nationale Wissenschaftsakademie schlägt vor, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bussen und Bahnen zur Pflicht zu machen. Weiter schreiben die Wissenschaftler – ein Kreis von 22 Männern und zwei Frauen-, das öffentliche Leben könne schrittweise wieder normalisiert werden, wenn sich die Zahl der Neuinfektionen „auf niedrigem Niveau“ stabilisieren sollte, notwendige klinische Reservekapazitäten aufgebaut seien und die Versorgung der anderen Patienten wieder regulär aufgenommen werden könne. Als Voraussetzung wird auch genannt, dass Hygieneregeln diszipliniert eingehalten werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte erklärt, dass ein Gutachten der Leopoldina eine wichtige Rolle bei der Entscheidung über erste Schritte zu einer Rückkehr zur Normalität spielen werde. Am kommenden Mittwoch sollen in einer Videokonferenz zischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten der Ländern erste Entscheidungen über mögliche Lockerungen gefällt werden.

„Jetzt ist die Zeit für Wachsamkeit. Jetzt ist die Zeit sehr, sehr vorsichtig zu sein“, warnte die WHO am Montag in Genf. Wer erste Schritte zurück zur Normalität gehe, müsse mehrere Bedingungen erfüllen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dazu gehöre nicht zuletzt die Fähigkeit, die Infizierten schnell identifizieren und isolieren zu können. Er warnte, dass sich das Coronavirus zwar schnell ausbreite, aber sehr langsam weiche.

Die Helmholtz-Gemeinschaft riet am Montag von einer möglichen Lockerung der Maßnahmen ab. Die Gemeinschaft besteht aus 19 unabhängigen naturwissenschaftlichtechnisch und biologischmedizinisch ausgerichteten Forschungszentren mit zusammen mehr als 40.000 Beschäftigten.

In einem Papier mahnen die Unterzeichner eindringlich, die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen aufrecht zu erhalten. Diese Maßnahmen hätten „eine hohe Aufmerksamkeit für das Problem und ein hohes Maß an Solidarität erzeugt.“ Sie empfehlen, die Infektionsrate erst soweit abzusenken, dass „die Epidemie dauerhaft kontrollierbar wird.“ Eine Unterbrechung der Maßnahmen berge das Risiko einer Wiederaufnahme. Dies „wäre der Bevölkerung wahrscheinlich schwerer zu vermitteln.

Mehr in der ZEIT

(Quelle: ARD, 13.04.20)


Italien:Mehr Todesfälle, aber weniger Infizierte in Italien

In Italien sind am Montag weniger Neuinfektionen registriert worden als am Vortag. Die Zivilschutzbehörde meldete 3153 neue Fälle, nach zuletzt 4092. Insgesamt sind damit in Italien knapp 160.000 Ansteckungen bekannt – nur die USA und Spanien haben mehr Fälle.
In Italien starben am Montag 566 Menschen. Das sind mehr als am Vortag, als 431 Todesfälle gemeldet wurden. Insgesamt sind der Krankheit nach offizieller Zählung in Italien bisher 20.465 Menschen erlegen. (13.04.20)


WHO: Zehn Mal tödlicher

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Coronavirus zehnmal tödlicher als das als „Schweinegrippe“ bekannte Virus H1N1, das 2009 zu einer Pandemie geführt hatte. Inzwischen lägen immer mehr Daten aus verschiedenen Ländern vor, weshalb es ein klareres Bild über die Auswirkungen des Virus gebe, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die gegen das Coronavirus verhängten Einschränkungen sollten daher nur „langsam“ gelockert werden. Dem WHO-Chef zufolge kann das neuartige Virus nur komplett gestoppt werden, wenn ein „sicherer und effizienter Impfstoff“ entwickelt wird.

Nach Angaben der WHO starben an der H1N1 weltweit 18.500 Menschen. Das angesehene Fachmagazin „The Lancet“ schätzte die Zahl der Todesfälle seinerzeit aber auf 151.700 bis 575.400.

(Quelle: ARD, 13.04.20)


Ootmarsum mit Osterfeuerchen

Kein Osterwald und kein Fliegen zu Ostern in Ootmarsum. Doch am Sonntagabend brannte in der Stadt, die für ihre alten Ostertraditionen bekannt ist, doch ein Osterfeuer. Eine sehr kleines und außerdem für den geschlossenen Kreis von nicht einmal 10 Poaskeerls (Osterkerle).

Ein kleines Osterfeuer gab es laut Tubantia auch in Overdinkel.

In Ootmarsum waren die Osterkerle zufrieden. Sie hatten ihre Verpflichtung erfüllt. So kann die Osterwiese (Poaskaamp) nächstes Jahr wieder für das Osterfeuer eingesetzt werden. „Und das wird ein besonderes Feuer“, erwartet sterkerl Jürgen kleine Schaars. Zuletzt war 1945 in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs das Osterfeuer ausgefallen. (Quelle: Tubantia, 13.04.20)


Frankreich: Macron verkündet Pause bis zum 11. Mai – Keine Tour de France

Anders als hierzulande denkt Frankreich nicht über Lockerungen der Corona-Maßnahmen nach: In einer Fernsehansprache verkündete Präsident Macron am Abend eine Verlängerung der Ausgangssperre und kündigte „eine neue Etappe“ erst ab 11. Mai an.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus bis zum 11. Mai verlängert. Es gebe Fortschritte, aber der Kampf gegen den Virus-Ausbruch sei noch nicht gewonnen, sagte er in einer Fernsehansprache. „Die Regeln müssen in den kommenden vier Wochen respektiert werden.“ Es war bereits das dritte Mal, dass sich der Präsident in der Corona-Krise in einer TV-Ansprache an das Volk wendet.

„Der 11. Mai wird der Beginn einer neuen Etappe sein“, sagte Macron. Ab dann sollen Schulen und Kindergärten schrittweise wieder öffnen. Restaurants, Cafés oder Hotels sollen aber vorerst geschlossen bleiben. Auch Senioren oder chronisch Kranke sollen dann weiterhin zu Hause bleiben. Ab dem 11. Mai solle es genug Kapazitäten geben, um alle Menschen mit Symptomen zu testen. Wer dann das Virus habe, solle in Quarantäne. Macron sprach sich auch für eine anonyme Anti-Corona-App auf freiwilliger Basis aus.

Macron kündigte auch an, dass bis Juli große Veranstaltungen verboten bleiben. Damit fallen die Tour de France und der Grand Prix von Frankreich aus. [Update: Nach neuen Planungen soll die Tour de France ab 29. August stattfinden; Quelle: SZ, 15.04.]

Frankreich ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Bis Montag zählte das Land fast 15.000 Todesfälle.
(Quelle Tagesschau, 13.04.20)


Niedersachsen: Schwere Zeiten für Tourisusbetriebe

Der Tourismusverband Niedersachsen hat zur Corona-Krise ein Sechs-Punkte-Sofortprogramm entwickelt. Das soll der angeschlagenen Tourismuswirtschaft im Harz, der Heide und am Meer helfen, die Ausfälle durch menschenleere Hotels, Restaurants und Ferienunterkünfte besser zu überstehen. Das Sechs-Punkte-Programm des Tourismusverbandes

  • Sonderhilfsprogramm Tourismus starten: Forderung nach finanziellen Soforthilfen in Form von nichtrückzahlbaren Zuschüssen auch für nicht-gewerbliche Unternehmer.
  • Jetzt erst recht – Offensivprogramm für Investitionen starten: Forderung nach einer Investitionsoffensive zur touristischen Infrastruktur und Erlebnisgestaltung sowie ein wirksames, zeitgemäßes Tourismusmarketing. Anpassung der Tourismusstrategie des Landes.
  • Tourismusförderrichtlinien des Landes anpassen: Forderung nach einer Bereitstellung von zinslosen Corona-Krediten und Absicherung, dass diese Maßnahme bei der Bonitätsprüfung von weiteren Kreditanträgen nicht angerechnet wird, Aufstockung der Eigenmittel durch das Land Niedersachsen sowie eine Korrektur der Projektzeiträume und Antragsfristen in den Richtlinien und Bewilligungsbescheiden.
  • Arbeits- und Fachkräfte im Tourismus sichern: Forderung nach schnellen und lösungsorientierten Maßnahmen, um die Erwerbstätigen im Tourismus effektiv zu unterstützen, beispielsweise durch eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes in Höhe von 80 Prozent des Regelgehalts.
  • Gesundheitsstandorte und Familien stärken: Forderungen nach Unterstützung für 31 Mutter-/Vater-Kind-Kurkliniken, die bislang nicht vom Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz und dem damit verbundenen Schutzschirm profitieren.
  • Wege nach der Krise – Exit-Strategie erarbeiten: Forderung nach einem Plan für eine stufenweise Lockerung der Regeln zu einem späteren Zeitpunkt, damit die Tourismuswirtschaft, der Einzelhandel und weitere stationäre Dienstleistungen unter der Einhaltung von Schutzmaßnahmen für die Gesundheit der Menschen wieder starten können.

Der Tourismusverband fordert in seinem Programm, dass Gemeinden und Finanzämter den touristischen Betrieben möglichst rasch mit gestundeten Steuern und Abgaben helfen. Bei Miete, Pacht, Krediten und Leasingraten sollten Hotels und Restaurants ihre Vertragspartner und Banken ansprechen, um die Fixkosten zu strecken. Auch der kleine Fischimbissbetreiber müsse durchrechnen, wie und wo er staatlichen Hilfen bekommt und diese auch beantragen. Am Ende stünden in Niedersachsen insgesamt 293.000 Arbeitsplätze im Tourismus auf dem Spiel, so Sonja Janßen vom Tourismusverband Nordsee. Das Land müsse daher wegen der Corona-Krise auch ein Sonderhilfsprogramm für den Tourismus starten. (Quelle: NDR, 13.04.20)


Polnische Lot kauft Ferienflieger Condor doch nicht

Der Verkauf des Ferienfliegers Condor an den Eigentümer der polnischen Fluggesellschaft Lot ist geplatzt. Eine Sprecherin der staatlichen PGL bestätigte den Rückzieher. PGL habe Condor darüber am Montag informiert. Der Schritt hatte sich angesichts der Coronakrise abgezeichnet.
Vor gut einer Woche hatte es geheißen, Lot brauche selbst Staatshilfe. Niemand von Unternehmensseitewollte sich zu der Absage aus Polen äußern; ebenso wenig das Bundeswirtschaftsministerium. PGL hatte im Januar für rund 300 Millionen Euro den Zuschlag für Condor bekommen, die mit der ehemaligen Muttergesellschaft Thomas Cook in Schieflage geraten war. Die deutsche Condor mit ihren rund 5.000 Beschäftigten war im Zusammenhang mit der Insolvenz ihrer Konzernmutter Thomas Cook in Schieflage geraten. Sie dürfte jetzt zeitweise verstaatlicht werden (Quelle: Tagesschau, 13.04.20)


Osnabrück: Friedensaktivisten erhalten Platzverweise

Rund 20 Friedensaktivisten haben in Osnabrück zu Ostern im Schlossgarten und am Dom Friedensversammlungen versucht, die dann von der Polizei aufgelöst wurde. Ein Sprecher der Osnabrücker Friedensinitiative kritisierte, dass eingeschritten sei, obwohl die Aktivisten auf ausreichend Abstand geachtet hätten. Die Personalien wurden festgestellt und es gab Platzverweise.

Ein Teilnehmer sagte später gegenüber der NOZ: „Wir haben gesagt, dass keine keine Versammlung ist, sondern ein Informationsaustausch darüber, wie wir sicher duch die Stadt gehen können. Die Polizei stufte einen 73jährigen als Versammlungsleiter ein. Gegen ihn wurde ein Strafvaerfahren nach dem Nieders. Versamlungsgesetz in Verbindung mit der Corona-Vrordnung des Landes eingeleitet. (Quelle: NOZ, 13.04.20)


Niedersachsen: Corona-Hilfen in Türkçe, english, русский, فارسی, عربي

Das Land Niedersachsen bietet mit Partnern einen Service zu allen Fragen rund um das Coronavirus in zwei Dutzend Sprachen.

Wie schütze ich mich? An wen wende ich mich, wenn ich Bedarfe anmelden möchte? Die Corona-Krise wirft viele Fragen auf – oft auch täglich neue. Damit alle Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen Zugang zu Informationen und Neuigkeiten bekommen, bietet das Land die Möglichkeit, alles Wichtige in unterschiedlichen Sprachen zu lesen.

Unter den folgenden Links finden Sie entsprechenden Informationen …

Die Sprachen-Plattform auf www.niedersachsen.de verweist zudem auf die Seiten des Vereins Ethno-Medizinisches Zentrum e.V.mit Informationen in 15 unterschiedlichen Sprachen und Dialekten.

Außerdem bietet der hannoversche Verein Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen telefonisch psychologische und psychosoziale Beratung auf Arabisch, Farsi, Französisch, Kurdi, Russisch, Spanisch, Deutsch und Englisch. (Quelle: NDR, 13.04.20)


Dannenberg: Infizierter Krankenpfleger arbeitet weiter

Ein Krankenpfleger an der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg (Landkreis Lüchow-Dannenberg) hat seine Corona-Symptome verschwiegen und zunächst noch einige Tage weitergearbeitet. Wie der Landkreis mitteilte, bemerkte der ärztliche Dienst der 100-Betten-Klinik am Karfreitag die Symptome des 34-Jährigen und ordnete sofort einen Test an, der positiv ausfiel.

Die Klinik geht davon aus, dass der Mann Kontakt zu 13 Krankenhausbeschäftigten hatte. Das Gesundheitsamt ordnete für alle Betroffenen Quarantäne an. Insgesamt 14 Patienten sollen von dem Krankenpfleger betreut worden sein. Bei ihnen werde grundsätzlich mit Schutzkleidung gearbeitet, hieß es von der Klinik. (Quelle NDR 1.04.20)


Weitere Corona-Tote in Wolfsburger Pflegeheim – Neuer Fall in S-H

Die Zahl der Corona-Opfer im Wolfsburger Hanns-Lilje-Pflegeheim ist weiter gestiegen. Eine 75-jährige Frau sowie ein 96-jähriger Mann sind nach Angaben der Stadt gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle in dem Haus auf 36. Zuletzt hatte die Stadt am Samstag den Tod eines 77 Jahre alten Mannes gemeldet, der in der diakonischen Einrichtung gelebt hat.

In einem Pflegeheim nahe Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) sind derweil 53 der 70 Bewohner und 19 der 60 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist über die Hälfte der in der einrichtung lebenden oder arbeitenden Menschen. Mit weiteren positiven Testergebnissen sei zu rechnen, sagte das Gesundheitsamt des Landkreises Stormarn. Die Einrichtung „Wohnpark Rohlfshagen“ steht seit Gründonnerstag unter Quarantäne, als die ersten zwei positiven Tests bekannt wurden. Die Bewohner und Bewohnerinnen seien überwiegend dement oder psychisch auffällig.

Bislang wiesen sie keine respiratorischen Symptome wie Atemnot auf, hieß es. Wegen der räumlichen Situation könnten die bislang negativ getesteten Bewohner allerdings nicht separiert werden. Das Personal solle vorerst weiterarbeiten, solange es keine Symptome aufweise. Die Bewohner seien schon durch die ausbleibenden Besuche belastet und sollten nicht zusätzlich durch einen Wechsel des vertrauten Personals verunsichert werden.

(Quelle: Tagesschau, 13.04.20)


DLF Kultur: Corona und Theater

In der Coronakrise liegt auch eine Chance für neue Theaterformate, meint Bert Zander. In Oberhausen inszeniert er gerade Camus'“Pest“: Jeder Darsteller produziert seinen Part zu Hause im Ministudio. Per Videoschnitt wird das Ganze dann zusammengefügt.

In Zeiten der vom Coronavirus erzwungenen Spielpause locken die Theater ihre Besucherinnen und Besucher vermehrt ins Netz. Landauf, landab wird gestreamt: Mitschnitte von älteren Erfolgsstücken und kleinen Perlen, von Publikumsrennern und Besonderheiten aus den Nebenspielstätten.

Doch es gibt immer wieder auch Zweifel an dieser Praxis. Manch einer wünscht sich stattdessen ein interaktives, ganz eigenes Onlinetheater, das nicht mit Liveaufführungen und auch nicht mit Filmen und Serien konkurrieren muss.

„Inszenierungen, die für den analogen Raum gemacht wurden, funktionieren nicht im digitalen Raum“, erläutert Regisseur Christopher Rüping im Theaterpodcast… Mehr beim DLF(13.04.20)


Hofladen geöffnet

Eine Landwirtin aus dem Landkreis Harburg darf in der Corona-Krise weiter Lebensmittel von einem Verkaufswagen auf ihrem Hof verkaufen. Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg entschieden.

Die Frau hatte das Gericht um Klärung gebeten, weil sie befürchtete, dass ihr der Verkauf untersagt werden könnte. Das Gericht wies den Antrag aus formalen Gründen zwar ab, weil weder der Landkreis noch die Heimatgemeinde der Klägerin ein Verbot erlassen hätten. Das Verwaltungsgericht stellte aber klar, dass ein solcher Verkaufswagen nicht anders zu bewerten sei als ein Stand auf einem Wochenmarkt. Der Direktverkauf auf dem Hof sei zulässig, sofern die Kunden den nötigen Abstand voneinander einhalten würden. (Quelle: NDR, 13.04.20)


Afrika: Zahlen steigen

Die Zahl offiziell bestätigter Coronavirus-Fälle in Afrika erreicht inzwischen15.000 so die letzten Statistiken des Africa Centres for Disease Control. Hier die offzielle Übersicht:



Meyer Werft: Firmenleitung und Betriebsrat streiten über Corona-Schutz

Der Umgang mit der Corona-Krise hat auf der Papenburger Meyer Werft einen Streit ausgelöst. Geschäftsführung und Betriebsrat sind sich uneins über die Reduzierung der Arbeit als Vorsichtsmaßnahme vor Ansteckungen. Der Konflikt soll vor einer Einigungsstelle des Arbeitsgerichts geklärt werden.

Die Werft hat die Arbeitsabläufe ihrer Stammbelegschaft von mehr als 3.000 Mitarbeitern in den vergangenen Wochen bereits stark verändert. Die Schichten wurden auf sechs Stunden ohne Pause verkürzt und das Gelände in getrennte Zonen aufgeteilt. Viele Mitarbeiter arbeiten zudem im Homeoffice. Dadurch sei die Zahl der Personen, die gleichzeitig auf der Werft sind, im Vergleich zum Februar auf ein Drittel reduziert worden, sagte der Sprecher.

Der Betriebsrat fordert jedoch, die Belegschaft zu teilen und wochenweise abwechselnd arbeiten zu lassen, damit sie sich nicht anstecken. Dies lehnt die Geschäftsführung nach Angaben von Personalchefin Anna Blumenberg ab. Die Werft werde dann schneller in Kurzarbeit geraten. Ende der Woche soll die Einigungsstelle des Arbeitsgerichts über den Streit entscheiden. (Quelle: NDR, 13.04.20, Foto Meyer Werft via wikipedia Gerolsteiner91 CC BY-SA 4.0.)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Ostermontag, 13.04.2020, 10 Uhr

Ostern ist ein weiterer Corona-Infizierter seiner Krankheit erlegen. Wir haben jetzt 12 Corona-Tote im Emsland zu beklagen. Die Neuinfektionen im Emsland sind mit +11 Fällen erneut stärker angestiegen als erhofft. Insgesamt hat CoVID-19 jetzt 309 Menschen infiziert (= 95,1/100.000); 130 von ihnen sind geheilt.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Geheilten nur schwach auf 130 (+2). Aktuell befinden sich unverändert rund 620 Personen (+45) im Emsland in Quarantäne

In Lingen (Ems) gibt es zahlenmäßig die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Heute früh betrug die Zahl der nachweisbar Infizierten 59 (= 108,3/100.000). 25 (+1) von ihnen sind inzwischen genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 8 4
Einheitsgemeinde Emsbüren 8 2
Samtgemeinde Freren 23 3
Einheitsgemeinde Geeste 10 (+2) 3
Stadt Haren (Ems) 26 (+2) 11
Stadt Haselünne 29 21
Samtgemeinde Herzlake 10 8
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 9 7
Stadt Lingen (Ems) 59 (+1) 25
Stadt Meppen 48 (+1) 8
Samtgemeinde Nordhümmling 4 3
Stadt Papenburg 26 15
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 9 5
Samtgemeinde Sögel 2 0
Samtgemeinde Spelle 11 4
Einheitsgemeinde Twist 14 (+4) 6
Samtgemeinde Werlte 8 (+1) 2
Gesamt* 309 (+11) 130 (+2)
Todesfälle 12 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle 167 (+8)

(13.04.20)


Stille an der niederländisch-deutschen Grenze

„Kaum was los“ an der Grenze: Am Sonnabend ist es ruhig am Übergang von Niedersachsen in die Niederlande. Einreisen ist trotz der Corona-Krise erlaubt, wenn auch nicht erwünscht. „Viele wissen es nicht oder sind sich unsicher“, sagte Ralf Gehling von der Bundespolizei Bad Bentheim NDR Niedersachsen. Fährt man in die „Hotspots“, etwa nach Enschede, wird der Unterschied zu Vor-Corona-Zeiten richtig deutlich. Sonnabends seien dort normalerweise rund 20.000 Deutsche, berichten Marktbeschicker. Jetzt ist niemand unterwegs – vielleicht noch 200 Niederländer, aber keine Deutschen….

Etwas anders sieht es überall dort aus, wo es wirklich nur ein Katzensprung über die Grenze ist – von Nordhorn nach Deenekamp etwa oder von Rütenbrock nach Ter Apel. Hier sind durchaus noch einige deutsche Autokennzeichen zu sehen. Bei dieser Nähe lohnt sich offenbar der Einkauf von Kaffee, Gemüse oder Spezialitäten, die es hierzulande nicht oder kaum gibt. Auch einige Läden wie Schuh- oder Bekleidungsgeschäfte haben teilweise noch geöffnet – auch das lockt die deutschen Nachbarn an. (mehr und Quelle NDR, 13.04.20)

update: Hier aus niederländischer Sicht die Entwicklung (via Tubanita.nl -Bezahlschranke- 13.04.20)


USA: „Leben hätte gerettet werden können!“

Kritik an seiner Corona-Politik? Für Präsident Trump sind das „Fake News„. Doch sein eigener Corona-Berater bestätigte nun einen Zeitungsbericht, der der US-Regierung vorwirft, zu spät auf die Pandemie reagiert zu haben.

Der seit AIDS-Zeiten national wie international anerkannte Immunologe Anthony Fauci, Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), hat bestätigt, dass die USA zu spät auf die Viruskrise reagierten. Es hätten Leben gerettet werden können, wenn öffentliche Einrichtungen früher geschlossen worden wären, sagte Fauci dem Sender CNN. Dagegen habe es aber anfangs großen Widerstand gegeben. Den Präsidenten nannte Fauci dabei nicht namentlich.

Ranghohe Berater des Präsidenten hatten Medienberichten zufolge bereits Ende Januar vor einer Coronavirus-Pandemie gewarnt, in deren Folge Hunderttausende Amerikaner ums Leben kommen könnten. Trump selbst beteuerte noch bis Anfang März öffentlich, das Virus sei für die USA kein Grund zur Sorge. (Quelle: SPON, Tagesschau, 13.04.20)


Mehrheit n Deutschland für Kontaktverbot und gegen Lockerung

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Lockerung des Kontaktverbots zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten 44 Prozent für eine Verlängerung der Maßnahmen über den 19. April hinaus, 12 Prozent sind sogar für eine Verschärfung. Nur 32 Prozent sind für eine Lockerung und 8 Prozent für eine Abschaffung der von Bund und Ländern beschlossenen Einschränkungen. 5 Prozent machten keine Angaben.

Am Mittwoch berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder, wie man nach dem 19. April verfahren will. (Quelle: ARD, 13.04.20)


China: More again

China reported 108 new virus cases, 98 of which were imported from overseas, its highest figure since early March. The country where the disease first emerged has largely brought its domestic outbreak under control, but it faces a fresh battle against imported infections, mostly Chinese nationals returning home.

Update:
China’s state broadcaster had reported earlier that 79 of the day’s imported cases were in the northeast province of Heilongjiang,
which shares a border with Russia.
(Quelle: The Guardian, 13./14.0404.20)


Mobilität Immer ein bisschen mehr

DER SPIEGEL meldet: „Gerade mal vier Wochen ist es her, als in Deutschland Schulen und Kitas geschlossen wurden. Kurz danach mussten auch Restaurants, Theater, Bars und viele Geschäfte dicht machen. Und die Politik verhängte weitgehende Ausgangsbeschränkungen – das alles, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Die Maßnahmen zeigten schnell Wirkung: Binnen einer Woche ging der Verkehr auf den Straßen um etwa 40 Prozent zurück. Um denselben Wert sank auch die Mobilität der Menschen insgesamt – egal ob zu Fuß, mit dem Auto oder einem anderen Verkehrsmittel.

Doch seit Ende März sind die Deutschen von Tag zu Tag immer ein bisschen mehr unterwegs. Dies zeigen Bewegungsprofile von Handybesitzern.

Wenn dabei jedoch die geltenden Kontaktsperren nicht mehr ernst genommen werden, droht ein Anstieg der Neuinfektionen. Dies zeigte auch eine Vorabsimulation des Infektionsgeschehens über die Osterfeiertage. Ihr Ergebnis: Zahlreiche Familienbesuche könnten die Ausbreitung der Pandemie in Deutschland erneut beschleunigen und die bislang erreichte Eindämmung zunichtemachen. (Mehr und Quelle, 13.04.20)


Handball-Bundesliga wohl vor Saisonende

Liga-Präsident Uwe Schwenker glaubt nicht mehr an ein Handball-Happy-End in der Corona-Krise. Am 20. April will die Handball-Bundesliga eine Entscheidung treffen. Gegen die Fortsetzung der Saison spreche auch eine erhöhte Verletzungsgefahr durch ein noch enger getaktetes Zeitfenster.

Die Handball-Bundesliga lotet gegenwärtig hinter den Kulissen weiter alle Möglichkeiten für eine Fortsetzung der bis zum 30. April ausgesetzten Saison aus, doch Liga-Präsident Uwe Schwenker glaubt nicht mehr an ein Happy End in der Corona-Krise. „Wir wissen nicht, unter welchen Voraussetzungen wir wieder einsteigen können. Da ist natürlich bei den Verantwortlichen die Hoffnung größer als der Glaube“, sagte Schwenker dem TV-Sender Sky Sport und betonte: „Ich persönlich halte es für eher unwahrscheinlich, dass wir die Saison zu Ende spielen.“

Sollte es zu dem von ihm erwarteten Abbruch der Saison kommen, gäbe es keine sportlichen Absteiger. Dann würde auch die auf den 27./28. Juni verschobene Pokal-Endrunde in Hamburg ausfallen und möglicherweise in der neuen Saison ausgetragen. Wie die Bundesliga-Spielzeit dann gewertet werden würde, ist noch offen. Diese Frage soll nach Ostern geklärt werden. Eindeutig profitieren von einem Saisonabbruch würde die HSG Nordhorn-Lingen, die dann auch in der kommenden Saison in der ersten Liga spielen könnte. (Quelle: HAZ, 13.04.20)


Sport und Bewegung in Zeiten von Corona: Seitlich versetzt

Wissenschaftler raten, beim Sport deutlich mehr als die ansonsten empfohlenen zwei Meter Abstand zu halten. Laufen und Radfahren bergen laut einer Studie der Universitäten im belgischen Leuven und dem niederländischen Eindhoven ein höheres Risiko, sich und andere mit dem Coronavirus anzustecken, als langsames Gehen oder Stehen. Beim Atmen, Husten oder Niesen sondern Menschen kleine Tröpfchen ab, die sich bei körperlichen Tätigkeiten oftmals weiter als zwei Meter verteilten, heißt es. Vor allem der Windschatten eines Läufers oder Radfahrers sei dazu geeignet, infektiöse Tröpfchen zu transportieren, die dann von dahinter befindlichen Personen eingeatmet werden könnten.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das seitlich versetzte Sporteln hinter einer anderen Person wesentlich besser ist, als sich direkt hinter ihr beziehungsweise in ihrem Windschatten aufzuhalten. Die Experten empfehlen Läufern und Radfahrern in gerader Linie einen Abstand von zehn Metern, Fußgängern immerhin fünf Meter. Allgemein sollte nicht zu Stoßzeiten Sport getrieben und darauf verzichtet werden, von vielen Menschen aufgesuchte Erholungsgebiete zu nutzen. (Quelle: SZ, 13.04.20)


Rockmusiker Neil Young mit „Shut It Down“ prophetisch?

„When “Shut It Down” appeared on “Colorado,” the 2019 album Neil Young made with Crazy Horse, it was a stomp-and-drone reproach to climate change. A few months later, with economies worldwide partly shut down, Young’s words about “People trying to save this earth from an ugly death” register differently, especially tied to a video showing deserted landmarks worldwide and the efforts of medical workers, as well as Young and Crazy Horse in the studio (long before social distancing). The music is a slight remix of the album track, while events have shifted everything.“ Jon Pareles (Quelle: New York Times, 13.04.20)


New York City: Tödliche Zeiten in Altenheimen

Bereits mehr als die Hälfte aller New Yorker Alten- und Plegeheime haben Coronainfektionen gemeldet, schreibt die NYT. Insgesamt sind somit 4.360 Infektionen in den Heimen bekannt. 1500 Patienten seien bisher gestorben, schreibt die Zeitung. Das bedeutet, das derzeit jeder Dritte Infizierte in den Altenheimen stirbt. Die Quote sei sogar wohl noch höher, da in einigen Altenheimen die Testkapazitäten erschöpft seien. (Quelle NYT, 13.04.20)


Fußball: Spendenaktion der SGE

Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich für seine Dauerkarten-Inhaber eine besondere Aktion überlegt. Statt den Ticket-Betrag für die Geisterspiele nach der Corona-Pause zurückzufordern, können sie das Geld an wohltätige Organisationen spenden. Dafür wird die SGE eine alte Kampagne reaktivieren.

Mit den Spenden sollen in der Corona-Krise Bedürftige unterstützt werden. Dauerkartenbesitzer unter den Fans können den Betrag, den sie aufgrund der Geisterspiele zurückfordern könnten, an eine von fünf Organisationen spenden, die zusätzliche Einnahmen in der Zeit des Corona-Shutdowns gut gebrauchen können: Arche Frankfurt, das Deutsche Rote Kreuz Frankfurt, die Diakonie Hessen, die Frankfurter Tafel, oder das Uniklinikum Frankfurt. Das hat die Eintracht den Fans in einem Schreiben vom Sonntag angekündigt. (Quelle SPORTBUZZER, 13.04.20)


Überblick

  • Die Zahlen steigen weltweit – in Deutschland etwas langsamer als anderswo.
  • Die USA haben mit mehr als 20.000 Opfern in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie zu verzeichnen – und somit Italien überholt. Das geht aus Zahlen der amerikanischen Universität Johns Hopkins hervor.
  • Die Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts gehen iN Deutschland aktuell von 120.479 Fällen aus. Das entspreche einem Plus von 2.821 Infektionen im Vergleich zum Vortag. Insgesamt rechnet das RKI mit 2.673 Todesfällen
  • Rund 14.800 Menschen bislang in Norddeutschland positiv auf das Coronavirus getestet, davon 7.788 in Niedersachsen.
  • Im Emsland sind 11 Menschen an CoVID-19 gestprben. Den aktuell offziell bestätigten 298 Infektionen stehen inzwischen 118 geheilte Menschen gegenüber . In Lingen (Ems) stehen 58 Infizierten 24 Genesene gegenüber.

Niedersachen: Langsamerer Anstieg von Infektionen – 202 Tote

In Niedersachsen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen von gestern auf heute um 118 gestiegen. Die Behörden meldeten am Ostersonntag mittags 7.788 laborbestätigte Covid-19-Fälle seit Beginn der Ausbreitung im Land im vergangenen Monat. Unklar ist, inwieweit der langsamere Zuwachs auf ausbleibenden Laboruntersuchungen am Osterwochenende zurckzuführen ist.

Zwölf mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierte Patientinnen und Patienten starben (Stand: 10 Uhr) seit Samstag, so dass die Gesamtzahl den Angaben zufolge auf 202 Tote stieg. In den Klinken werden zurzeit 890 Patientinnen und Patienten behandelt, 224 von ihnen auf der Intensivstation.

Schätzungen zufolge sind knapp 3.600 Infizierte bereits wieder genesen, das entspricht 46 Prozent der bislang gemeldeten Fälle in Niedersachsen. (12.04.20)


Berlin hat einen Bürgermeister

Am 29. Januar, als eine Frau aus Charlottenburg als erster Berliner Verdachtsfall auf Covid-19 negativ getestet wurde, war Michael Müller fast schon erledigt. An jenem Tag verkündete der Regierende Bürgermeister und SPD-Landeschef seinen ratenweisen Rückzug aus der Landespolitik. Es war das Thema des Tages – und nicht das Virus aus der chinesischen Provinz, das rasend schnell über die Welt herfiel. Aber dann kam die Zeitenwende, die auch Berlin komplett verändern sollte.

Und Müller veränderte sich mit.

Aus dem schmalen, blassen Sozialdemokraten, dessen herabhängende Mundwinkel längst ein Markenzeichen sind, ist in diesen dramatischen Wochen kein charismatischer Volkstribun, aber doch ein passabler Krisenmanager geworden, den die Last des Regierungsamtes nicht mehr beugt. … (Weiter und Quelle, 12.04.20; Foto: Michael Müller vom Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0)


Potsdamer Einkaufsdemo

Menschenversammlungen sind in der Corona-Krise nicht erlaubt – das schließt grundsätzlich auch Demonstrationen aus. Dutzende haben aber ini Potsdam einen Weg gefunden, dennoch ein politisches Zeichen zu setzen: In einer „politischen Warteschlage“ vor einer Bäckerei in der Brandenburger Straße hielten sie Transparente hoch, die die EU zur Aufnahme gestrandeter Migranten auf Lesbos aufforderten.

(Quelle: Twitter, 12.04.20)


Frankreich: Mehr als 14.000 Menschen Covid-19 gestorben

Im Nachbarland sind inzwischen 14.393 Menschen am Corona-Virus gestorben. Zugleich zeigen die Regierungsmaßnahmen Wirkung.

Insgesamt sind seit Anfang März 14.393 Menschen in Krankenhäusern sowie Pflege- und Altersheimen am Corona-Vorus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntagabend mit. Frankreich zählt allein in den Alters- und Pflegeheimen mindestens 5140 Corona-Tote, das ist mehr als ein Drittel aller Todesfälle in dem Land. Den Behörden zufolge sind 24 Prozent der Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen jünger als 60 Jahre alt.

Am vierten Tag in Folge ist allerdings die Zahl der Menschen, die auf den Intensivstationen behandelt werden, leicht rückläufig. Es habe dort 220 Aufnahmen und 255 Entlassungen gegeben, es gebe also einen kleinen Rückgang von 35. Innerhalb von 24 Stunden sind in Krankenhäusern weitere 315 Menschen gestorben – das sind etwas weniger als am Karsamstag. ((Quelle: Tagesschau, 12.94.20)


„Music for Hope“Bocelli singt im Dom zu Mailand

Der Tenor Andrea Bocelli hat im leeren Mailänder Dom ein besonderes Osterkonzert gegeben. Der 61-Jährige sang am Sonntag unter anderem die Arie „Sancta Maria“ des italienischen Komponisten Pietro Mascagni. Begleitet wurde Bocelli von Emanuele Vianelli, dem Organisten der Kathedrale. Später sang Bocelli das englische Lied „Amazing Grace“ vor dem „Duomo“ mit Blick auf den Domplatz.
Der Auftritt wurde auf seinem Youtube-Kanal gestreamt. Mehr als zwei Millionen Zuschauer verfolgten dort den Auftritt live.
Der blinde italienische Sänger hatte sein etwa halbstündiges Event mit „Music For Hope“ (Musik zum Hoffen) betitelt. Sein Land ist von der Corona-Krise mit fast 20.000 Toten besonders betroffen. (Quelle: dpa, Tagesspiegel, 12.04.20)

Betrug bei Soforthilfe: Kriminelle kopieren Ministeriums-Website

Kriminelle haben die komplette Webseite des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums gefälscht, um damit offenbar Corona-Soforthilfen auf eigene Bankkonten umzuleiten. Das ergaben Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“. Vertreter des NRW-Innenministeriums und des Wirtschaftsministeriums bestätigen diesen Sachverhalt. Den Recherchen zufolge wurde am vergangenen Mittwoch die Fake-Seite wirtschaft-nrw.info angemeldet, auf der auch ein Antragsformular für Corona-Soforthilfen zu finden ist.

Die Polizei in NRW geht davon aus, dass damit die Daten von Antragsstellern abgegriffen werden sollen, um sie anschließend mit veränderten Kontoverbindungen auf der echten Antragsseite des Landes Nordrhein-Westfalen einzugeben. Die echte Seite war aufgrund früherer Betrugsversuche am vergangenen Donnerstag vorläufig abgeschaltet worden, sollte aber bald wieder an den Start gehen. Die gefälschte Seite ist den Recherchen zufolge eine exakte und vollständige Kopie der echten Webseite. D

er einzig sichtbare Unterschied ist, dass bei der Fälschung ein Antragsformular vorhanden und auszufüllen ist. Die Fake-Seite liegt auf einem Server in den USA, der Anmelder verbirgt sich hinter einem Anonymisierungsdienst in Panama. Ermittler im Cybercrime Competence Center der nordrhein-westfälischen Polizei versuchen nach einer Anfrage von NDR, WDR und „SZ“ seit heute Mittag, die falsche Seite offline nehmen zu lassen. Offenbar wollten Kriminelle für ihren Betrug die Osterfeiertage ausnutzen.

(Quelle: NDR, 12.04.20)


Vor deutscher EU-Ratspräsidentschaft

In der zweiten Jahreshälfte übernimmt Deutschland turnusmäßig die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union (EU) – und Außenminister Heiko Maas (SPD) umreißt nun die Pläne der Bundesregierung dafür. „Wir werden sie zu einer ,Corona-Präsidentschaft‘ machen, um Corona und seine Folgen zu überwinden“, schreibt Maas in einem Gastbeitrag für die Zeitung „Welt am Sonntag“. Es gelte, Lehren aus der Krise zu ziehen, zum Beispiel den EU-Katastrophenschutz und die gemeinsame Beschaffung und Produktion von lebenswichtigen Medizingütern zu verbessern.

„Sobald wir über den Berg sind, wird eine der ersten Aufgaben darin bestehen, die Beschränkungen für freies Reisen und den Binnenmarkt schrittweise und koordiniert zurückzuführen“, erklärte Maas. Dem Außenminister zufolge muss der EU-Haushalt für die nächsten sieben Jahre zu einem „Wiederbelebungsprogramm für Europa“ werden. „Also denken wir ihn neu und investieren jetzt massiv in die Zukunft – in Forschung, Klimaschutz, technologische Souveränität und krisenfeste Gesundheits- und Sozialsysteme.“

(Quelle WamS, 12.04.20)


NRW verabschiedet Epidemiegesetz – Kritiker des ersten Entwurfs zufrieden

Den ersten Aufschlag kritisierten sie scharf. Das jetzige Ergebnis des NRW-Epidemie-Gesetzes aber halten der Ex-Innenminister Gerhart Baum und der Kölner Rechtsanwalt Nikolaos Gazeas für beispielhaft. Zwei Bürgerrechtler über Grundrechte, Tracking-Apps und Exit-Strategien im Interview mit LTO.de:

„LTO: Am Donnerstag hat der Landtag in NRW das Epidemie-Gesetz nach heftiger Kritik entschärft, nun dürfte der Weg frei sein. Auch Sie beide hatten Teile der ursprünglichen Pläne von CDU und FDP scharf kritisiert. Sind Sie nun zufrieden?

Gerhart Baum: Das bin ich. Die geplante… “

[weiter bei LTO, 12.04.20]


Grundrechte: Demos in Hannover und Lüchow aufgelöst

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover und in Lüchow (Landkreis Lüchow-Dannenberg) hat die Polizei gestern nicht angemeldete Demonstrationen aufgelöst und mehrere Anzeigen gestellt. Etwa 30 bis 40 Personen hätten trotz des in der Corona-Krise geltenden Versammlungsverbots in Hannover unter anderem gegen die europäische Flüchtlingspolitik demonstriert, so die Polizei. Als Beamte die Versammlung auflösen wollten, wehrten sich einige Teilnehmer dagegen.

In Lüchow hatten insgesamt mehr als 50 Menschen in mehreren größeren Gruppen für ein besseres Gesundheitssystem demonstriert. Dabei hätten die Initiatoren ursprünglich dazu aufgefordert, dass sich ein bis zwei Personen an verschiedenen Orten in der Innenstadt zum Demonstrieren treffen sollten, wie die Polizei mitteilte.

Das Verwaltungsgericht Schwerin hat dagegen unter Auflagen je eine Demonstration für Montag und Dienstag gestattet, die der Oberbürgermeister der Stadt zuvor unter Hinweis auf die Corona-Verfügungen untersagt hatte. Die Beschlüsse sind aber den Angaben zufolge noch nicht rechtskräftig. (Quelle: NDR, 12.04.20)


Kommunen: Massentests Bedingung für Lockerung – „Bis Ende Mai“

Der Städte- und Gemeindebund hat flächendeckende Corona-Tests als Voraussetzung für eine Lockerung der Schutzmaßnahmen genannt. Dazu gehöre der Aufbau eines bundesweit einheitlichen Test- und Meldesystems, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Funke Mediengruppe. Zudem müssten die Testkapazitäten deutlich ausgebaut werden, damit 80 bis 100 Prozent der Kontaktpersonen von Infizierten innerhalb eines Tages gefunden und getestet werden könnten. Bis Ende Mai müssten die Tests von derzeit 60.000 auf 500.000 pro Tag hochgefahren werden, forderte Landsberg.

Er sprach sich ferner für ein „vorsorgliches Schutzmaskengebot“ in Geschäften, Behörden und dem öffentlichen Nahverkehr aus, sobald ausreichend Schutzmasken vorhanden seien. Damit rückte Landsberg von einer Äußerung Anfang des Monats ab, als er Mundmasken als „derzeit nicht sinnvoll“ bezeichnet hatte.

Vor der Wiedereröffnung von Schulen und Kitas solle es laut Landsberg Planspiele geben, um herauszufinden, ob es sinnvoll wäre, die Kinder „hälftig vor- und nachmittags oder auch hälftig im 14-Tage-Wechsel zu betreuen“. Landsberg warb zudem dafür, allen Genesenen Sonderregeln zu gewähren. (Quelle: ARD, 12.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Ostersonntag, 12.04.2020, 10 Uhr

Der gestrige starke Anstieg von Neuinfektionen ist zur Ruhe gekommen, fast möchte ich hinzusetzen, bis es zur nächsten Infektionswelle in einem Alten- und Pflegeheim kommt. Insgesamt sind jetzt zu Ostern 298 Menschen infiziert (= 91,7/100.000), 4 mehr als gestern. Zum Glück: Es gibt es keine neuen Sterbefälle. Wir haben 11 Corona-Tote im Emsland zu beklagen.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Geheilten auf 128 (+10). Aktuell befinden sich unverändert rund 575 Personen (+5) im Emsland in Quarantäne

In Lingen (Ems) gibt es die meisten COVID-19-Fälle im Emsland. Heute früh betrug die Zahl der nachweisbar Infizierten 58 (= 106,4/100.000). 24 (+5) von ihnen sind inzwischen genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 8 4
Einheitsgemeinde Emsbüren 8 2
Samtgemeinde Freren 23 3
Einheitsgemeinde Geeste 8 (+2) 3
Stadt Haren (Ems) 24 11
Stadt Haselünne 29 19
Samtgemeinde Herzlake 10 8
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 9 7
Stadt Lingen (Ems) 58 (+1) 24
Stadt Meppen 47 (+1) 8
Samtgemeinde Nordhümmling 4 3
Stadt Papenburg 26 16
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 9 5
Samtgemeinde Sögel 2 0
Samtgemeinde Spelle 11 4
Einheitsgemeinde Twist 10 6
Samtgemeinde Werlte 7 2
Gesamt* 298 (+ 4) 128 (+10)
Todesfälle 11
Aktuelle Covid-19-Fälle 159 (-6)

*Allgemeiner Hinweis: Es kann zu Verschiebungen von Fallzahlen zwischen den Kommunen aufgrund Adressänderungen kommen. Weiterhin können Testergebnisse im Einzelfall durch erneute anlassbezogene Überprüfungen korrigiert werden. Zudem kann ein Abgleich von Wohnorten und Meldedaten zu Verschiebungen in der kommunalen Zuordnung führen.
(12.04.20)


Belgien: 3346 Corona-Tote

Erstmals seit Tagen ist in Belgien die Zahl der Covid-19-Toten in Belgien nur leicht gestiegen. Am Freitag starben nach Angaben des Krisencenters 327 Personen – das waren zwei mehr als am Donnerstag.

Insgesamt sind in dem Land mit gut elf Millionen Einwohnern bisher 3346 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Quelle: ARD, 12.04.20)


Hilfe für Studierende

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat zusätzliche unbürokratische Finanzhilfen für Studierende angekündigt, die wegen der Corona-Krise ohne Arbeit und Einkünfte dastehen. „Studierende, die ihren Job verloren haben, sollen als Überbrückungshilfe ein zinsloses Darlehen beantragen können“, sagte die CDU-Politikerin. „Die Unterstützung für die betroffenen Studierenden muss unbürokratisch, schnell und wirksam sein.“ In einem Brief an ihre Ministerkollegen in den Ländern hatte sie diesen Vorstoß angekündigt. Karliczek sagte: „Mein Ziel ist es, dass kein Studierender aus finanziellen Gründen das Studium wegen der Corona-Pandemie aufgeben muss.“ Daher habe man die Bafög-Voraussetzungen im Rekordtempo angepasst. (Quelle: Tagesschau, 12.04.20)


Covid-19: Spätfolgen möglich

Bei der Lungenkrankheit Covid-19 ist es aus Expertensicht noch zu früh für gesicherte Aussagen über mögliche Spätfolgen. Bei heftigeren Verläufen, etwa mit schwerem Lungenversagen und langer Beatmungsdauer, seien aber durchaus Restsymptome wie ein vermindertes Lungenvolumen zu erwarten, sagte der Berliner Mediziner Sven Gläser. Bei Patienten mit leichteren Lungenentzündungen sei hingegen anzunehmen, dass sie keine relevanten Folgen befürchten müssen. Belastbare Studien zu dem Thema fehlen allerdings bisher.

Der Virologe Prof. Dr. Christian Drosten hatte kürzlich im NDR-Podcast gesagt, dass es Hinweise darauf gebe, „dass die Patienten in ihrem Allgemeinzustand lange brauchen, um sich zu erholen“. Mehr als einen Monat nach Krankenhausentlassung seien Patienten nach schweren Verläufen noch allgemein geschwächt. Auch die Lungenfunktion scheine nicht gut zu sein nach überstandener schwerer Infektion. (Quelle: Tagesschau, 12.04.20)


EU: Mit Urlaubsbuchungen warten

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rät wegen der Corona-Pandemie vorerst von der Buchung des Sommerurlaubs ab. „Ich rate dazu, mit solchen Plänen noch zu warten. Für Juli und August kann derzeit niemand verlässliche Vorhersagen machen“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Skeptisch äußerte sie sich zu dem Beschluss der Bundesregierung, wonach Kunden für Reisen, die sie wegen der Corona-Pandemie nicht antreten können, erst einmal nur einen Gutschein und nicht wie bisher eine Rückerstattung ihres Geldes erhalten sollen. „Europaweit haben die Menschen rein rechtlich die Wahl, ob sie das Geld oder einen Gutschein wollen“, sagte die Kommissionschefin. (Quelle: ARD, 12.04.20)


Kirchen zu Ostern Glockengeläut und mehr

Viele Kirchengruppen planen wegen der Corona-Krise und dem Verbot öffentlicher Gottesdienste besondere Aktionen zu Ostern. Unter anderem sollen heute am Ostersonntag um 12 Uhr deutschlandweit die Kirchenglocken läuten – und zwar von katholischen und von evangelischen Kirchtürmen. Vorher ist unter dem Motto #osternvombalkon ein „Auferstehungs-Flashmob“ geplant. Um 10.15 Uhr wollen Musiker den traditionellen Osterchoral „Christ ist erstanden“ anstimmen – von Balkonen, aus Fenstern oder einfach auf der Straße.

Kirchenglocke im Glockenstuhl (Montage) © imago/INSADCO

Kirchen feiern Ostern

Die Kirchen bleiben geschlossen, doch gefeiert wird trotzdem: Musiker wollen einen Osterchoral von Balkonen und Fenstern anstimmen und deutschlandweit läuten heute um 12 Uhr Kirchenglocken. mehr…
(Quelle: NDR, 12.04.20)


Corona-Regeln: Schwesig fordert Mundschutzpflicht

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig stellt Bedingungen für eine Lockerung der Corona-Regeln. In der „Bild am Sonntag“ fordert die SPD-Politikerin eine generelle Maskenpflicht. Man könne das öffentliche Leben nur mit zusätzlichen Maßnahmen schrittweise wieder hochfahren, so Schwesig. Dazu gehöre ein Mundschutz für alle. Baden-Württembergs Innenminister Strobl von der CDU machte flächendeckende Corona-Tests zur Bedingung für Lockerungen. Bund und Länder beraten am Mittwoch über das weitere Vorgehen. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen sollen in einer Woche auslaufen.

54% der Deutschen sind dafür, das Tragen von Schutzmasken zumindest an bestimmten Orten zur Pflicht zu machen. Das wurde am Ostersonntag bekannt. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa lehnen allerdings bisher auch 37 Prozent eine Schutzmaskenpflicht ab. In Deutschland gibt es eine Maskenpflicht bisher nur in der thüringischen Stadt Jena. Unter Experten ist nicht mehr umstritten, dass man mit einem Mundschutz andere vor der Übertragung des Virus schützen kann.
(Quelle: NDR, Tagesschau12.04.20, Foto: Pixabay)


SPD-Politiker Weil und Stegner fordern mehr Produktion in Deutschland

Die Corona-Krise führt nach Ansicht von Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil deutlich die Abhängigkeit von weit entfernten Produktionsstätten wie China vor Augen. „Wir werden umdenken und sicherstellen müssen, dass wir wichtige Industrieproduktionen zukünftig auch hier bei uns in Deutschland beziehungsweise in Europa vorhalten – dafür bedarf es kluger staatlicher Steuerung“, sagte der SPD-Politiker in Hannover der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Aus Sicht seines Parteikollegen Ralf Stegner sollten Deutsche Pharma-Unternehmen verpflichtet werden, Medikamente zu einem bestimmten Anteil in Deutschland herzustellen. „Das sollte eine Lehre aus der Corona-Krise sein“, sagte der Kieler SPD-Fraktionschef der dpa. Es dürfe nicht so weitergehen, dass Konzerne aus Gewinnstreben so viele Arzneien im Ausland produzieren lassen wie bisher. Das gelte auch für andere Dinge wie Schutzmasken, die in Krisenzeiten gebraucht werden. Es könne auch nicht sein, dass es private Krankenhäuser im Gewinninteresse ablehnen, nicht dringend erforderliche Operationen zu verschieben, sagte Stegner. (Quellen: dpa, NDR, 12.04.20)


Johnson dankt

Der britische Premierminister Boris Johnson hat den Mitarbeitern des Londoner Krankenhauses gedankt, nachdem er dort mehrere Tage auf der Intensivstation verbracht hatte. „Ich kann ihnen nicht genug danken. Ich verdanke ihnen mein Leben“, sagte er in einer knappen Mitteilung am späten Samstagabend. Johnson hatte zuvor nach Angaben der Downing Street „gute Fortschritte“ bei der Genesung von seiner Covid-19-Erkrankung gemacht.
Update: Johnson wurde am Sonntagmittag aus dem Krankenhaus entlassen. (Quelle: The Guardian, Foto EU2018BG Bulgarian PresidencyCC Attribution 2.0 Generic, 12.04.20)


Kretschmann: „Die meisten Menschen werden nach der Corona-Krise erstmal ärmer sein.“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwartet für die Zeit nach der Corona-Krise harte Verteilungskämpfe. „Machen wir uns nichts vor: Das wird eine harte Debatte geben, wer die Kosten für die Rettungspakte trägt“, sagte der Grünen-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Das Geld falle schließlich nicht vom Himmel. Letztlich werde die gesamte Bevölkerung dafür bezahlen: „Die meisten Menschen werden nach der Corona-Krise erstmal ärmer sein.“
Dies belegt auch eine erste Ufrage zum Thema in Deutschland. Nach der erhebung unter 7.000 Haushalten müssen 17 Prozent der Haushalte Einkommenseinbußen wegen der Corona-Krise hinnehmen.
Nach der Erhebung des Leibniz-Instituts sind Selbstständige mit 41 Prozent besonders betroffen, berichtete die „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vorab. Die Schere scheint sich nicht zwischen arm und reich zu öffnen, sondern zwischen angestellt und selbstständig“, sagte der Ökonom des Instituts, Andreas Hackethal, dem Blatt.
Ewa 45% der Deutschen hat der Umfrage zufolge das Konsumverhalten wegen der Krise verändert: 16 % hätten Anschaffungen über 250 Euro fallen gelassen. 28 Prozent hätten ihre Pläne verschoben, 54 Prozent aber auch keine Änderung an ihren Plänen vorgenommen.
(Quelle: dpa, Tagesspiegel, AFP 12.04.20); Foto Grüne NRW CC Attribution-Share Alike 2.0 Generic)


New Yorks Schulen öffnen erst wieder im September
In New York bleiben die staatlichen Schulen bis September geschlossen. In diesem Schuljahr würden sie nicht wiedereröffnet, kündigt Bürgermeister Bill de Blasio an.

In New York – einem Schwerpunkt der Coronavirus-Epidemie, sind die Schulen seit dem 16. März zu. Der Unterricht sollte ursprünglich am 20. April wieder aufgenommen werden. (Quelle: Reuters; 12.04.20)


Schweden: 10.000 Infizierte, 887 Tote

In Schweden sind mittlerweile mehr als 10.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Das geht aus am Samstagmittag veröffentlichten Zahlen der schwedischen Gesundheitsbehörde hervor. 887 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind in dem skandinavischen EU-Land demnach bislang gestorben, darunter mehr als 500 allein in der Region rund um die Hauptstadt Stockholm.

Damit hat Schweden in Skandinavien bisher die meisten Infektions- und Todesfälle zu verzeichnen – allerdings ist das Land gemessen an seiner Bevölkerungszahl von rund 10,3 Millionen Einwohner auch das mit Abstand größte der Region. Im Gegensatz zu den Nachbarländern verfolgt die schwedische Regierung eine weitaus freizügigere Strategie im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2:
Die Schweden dürfen weiter in Restaurants und Cafés gehen, auch Schulen und Kindergärten sind nach wie vor offen. Öffentliche Versammlungen sind erst ab mehr als 50 Personen untersagt. (Quelle Tagesspiegel, 12.04.20)


Maskenpflicht in Bulgarien
Die Bulgaren müssen ab Sonntag Mund und Nase in der Öffentlichkeit bedecken. Dies ordnete die Regierung in Sofia am Samstag eine Woche vor den orthodoxen Osterfeierlichkeiten an. Die Regelung zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie solle bis zum 26. April gelten. In Bulgarien sind die Kirchen im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern noch geöffnet. Allerdings hat die Regierung die Menschen aufgerufen, zu Hause zu beten.

Da Atemmasken wie in anderen Ländern Mangelware seien, werde es keine Bußgelder geben, sollten Menschen ohne eine Maske in der Öffentlichkeit angetroffen werden, erklärte Ministerpräsident Boiko Borissow. Allerdings würden sie angewiesen, Mund und Nase dann beispielsweise mit Schals zu bedecken. Bulgarien hatte als eines der ersten europäischen Länder am 13. März Ausgangsbeschränkungen erlassen.
Offiziellen Angaben zufolge wurden in Bulgarien bisher 661 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, 28 Menschen starben. Den Höhepunkt der Epidemie erwarten die Behörden Ende April. (Quelle: AFP, 12.04.20)


Überblick

  • Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Deutschland ist laut RKI auf 120.479 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 129 weitere Todesfälle gemeldet worden, teilt das Berliner Institut mit. Damit starben bislang 2673 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
  • In Norddeutschland wurden mehr als 14.500 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet
  • Von Freitag auf Samstag gab es bundesweit und auch im Norden einen geringeren Anstieg der Fallzahlen: Mecklenburg-Vorpommern meldet vier neue Infektionen, Schleswig-Holstein 37, Hamburg 97 und Niedersachsen 259
  • Im Emsland nahmen die Infektionen am Samstag um etwa 10% zu, von 264 auf aktuell 294; allerdings sind auch davon 118 genesen. Grund für die erheblich Steigerung sind CoVID-19-Infektionen in einem Pflegeheim in Thuine (Samtgemeinde Freren). In Lingen (Ems) sind 56 bestätigte Infektionen bestätigt, wovon ein Drittel genesen ist.

Fast 14.000 Tote in Frankreich

In Frankreich hat es laut aktuellen offiziellen Angaben bislang 13.832 Covid-19-Todesfälle gegeben. Fast 9000 dieser Menschen seien in Krankenhäusern gestorben. Insgesamt habe es bislang 93.790 bestätigte Fälle gegeben. Frankreich ist in Europa nach Spanien und Italien das Land mit den meisten Gesamt- und Todesfällen.

Die Region Grand Est ist am stärksten betroffen, wenn man die Zahl der Fälle in Bezug zur Bevölkerungszahl setzt. Sie liegt im Nordosten des Landes und grenzt unter anderem an das Saarland und an Baden-Württemberg. Die meisten Fälle gibt es in der Region Île-de-France, die Paris und Umgebung umfasst.

Gleichzeitig ist in Frankreich die Zahl der Covid-19-Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden, den dritten Tag in Folge rückläufig. Derzeit befänden sich 6883 Menschen auf der Intensivstation, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Samstagabend. Das sind 121 Menschen weniger als am Vortag.

Das berühmteste Radrennen der Welt – die Tour de France – soll übrigens verschoben werden. Das geht aus einer Email der Veranstalter hervor, die ein Journalist der Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Bislang ist das Rennen für den 27. Juni bis 19 Juli terminiert. Überlegt wird, die Tour später im Sommer starten zu lassen.

Seit Beginn der strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen Covid-19 ist übrigens die Zahl der Verkehrsunfälle in Frankreich deutlich gesunken. Im März gab es im Vergleich zum Vorjahr fast 40 Prozent weniger Verkehrstote im Land, teilte die französische Regierung am Samstag mit.

(Quelle: DPA, Reuters, 11.04.20)


Wochenmarktbesuch nur mit Mundschutz

Besucher und Händler des Wochenmarktes in Halle müssen von kommendem Dienstag an einen Mundschutz tragen. Das kündigte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) an. Wer gegen die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes verstoße, müsse mit einem Bußgeld rechnen.

Zuvor hätten Kontrollen der Behörden ergeben, dass der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Menschen beim Marktgeschehen in der Innenstadt nicht eingehalten wird, begründete Wiegand die Maßnahme. (Aquelle: NDR, 11.04.20)


Italien: Zahl der Infektionen und Todesfälle hat wieder zugenommen

In Italien sind wieder mehr Menschen an dem Coronavirus gestorben. Die Zahl stieg am Samstag um 619 auf insgesamt 19.468, wie die Zivilschutzbehörde mitteilt. Der Anstieg war mehr als die 510, die am Freitag gemeldet wurden. Auch die Zahl der registrierten Infektionen legte zu, um 4694 auf insgesamt 152.271 Fälle. Auch hier war am Freitag ein geringerer Anstieg um 3951 gemeldet worden. Als genesen wurden 32.534 Patienten angegeben.

In Italien hat die Polizei die Kontrollen der Ausgangsverbote wegen der Corona-Pandemie über Ostern verschärft. Allein am Karfreitag wurden landesweit mehr als 10.400 Anzeigen gegen Menschen verhängt, die gegen die Regeln verstießen, wie das Innenministerium in Rom am Samstag berichtete. Die verschiedenen Polizeibehörden hätten an dem Tag gut 300.000 Menschen kontrolliert.

Die Werte unterstreichen das Gewicht der Mahnungen von Experten aus den vergangenen Tagen, dass das Land die Viruswelle noch nicht überwunden habe. Auch Politiker hatten die 60 Millionen Bürger aufgefordert, unbedingt über Ostern zu Hause zu bleiben und die Ausgangsverbote zu beachten.

Die Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte das Maßnahmenpaket im Kampf gegen die Corona-Krise am Freitag um rund drei Wochen bis zu 3. Mai verlängert. Auch viele Unternehmen sind weiter geschlossen.

(Quelle Reuters, 11.04.20)


Bundesaußenminister Heiko Maas kritisiert Anfeindungen

Maas, der selbst aus dem Saarland stammt, reagierte damit auf einen Tweet der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), die von Anfeindungen und Attacken gegenüber französischen Staatsbürgern in deutschen Grenzregionen berichtet hatte.

(11.04.20)


Corona-Krise: Bundespräsident Steinmeier bittet um Solidarität und Geduld

In einer Fernsehansprache hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier versucht, den Menschen Mut während der Corona-Pandemie zu machen. Er bedankte sich dafür, wie gut die Bürger bislang mit der Krise umgehen würden. Er bat um Geduld und äußerte die Hoffnung, dass die guten Züge – wie Hilfsbereitschaft und Verständnis – auch nach Ende der Pandemie erhalten bleiben.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger an Ostern zu Geduld, Disziplin und Solidarität in der Corona-Krise gemahnt. Normalerweise hält er solche Ansprachen nur an Weihnachten. (11.04.20)


Great again

Die USA sind jetzt das Land mit den meisten Covid-19-Todesfällen weltweit. Die Johns-Hopkins-University zählte am Samstagnachmittag 18.860 Todesfälle in den USA, in Italien wird die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen aktuell mit 18.849 angegeben. (Quelle DPA, 1104.20)


Emsland meets Berlin

Am sonnigen Karfreitag haben viele Menschen in Niedersachsen und Bremen auf ihren Ausflügen gegen das Kontaktverbot verstoßen. Allein in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim erstattete die Polizei nach Mitteilung vom Samstag 80 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsverbot und die Kontaktbeschränkungen. Das meldete der Berliner Tagesspiegel. Zahlreiche Verstöße haben sich im Feriengebiet Gleesen zugetragen wo Zweitwohnungsbesitzer über Ostern in ihren Wohnungen leben.

Inzwischen sind zahlreiche Bundespolizisten auch im Nordwesten zusammengezogen worden. Sie sollen den Grenzverkehr zu den Niederlanden kontrollieren. Die Beamten sind von den inländischen Flughäfen abgezogen. 40 von ihnen haben Quartier im Lingener Hotel Hanekenfähr bezogen.
(Quelle: Tagesspiegel, BN, 11.04.20)


Moskau: Belastung der Hospitäler steigt

Der Kreml hat die enorme Zunahme von Corona-Patienten bestätigt. Sie beginne, die Moskauer Krankenhäuser stark zu belasten. Moskau ist wie andere Regionen seit fast zwei Wochen im „Lockdown“-Modus, doch die Krankenhäuser in der Hauptstadt werden immer noch mehr beansprucht.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtete, er habe Dutzende von Krankenwagen vor einem Krankenhaus für Corona-Patienten Schlange stehen sehen.

(Quelle. The Guardian, 11.04.20)


Wolfsburg: 34. Todesopfer in Pflegeheim

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Pflegeheim ist ein 77 Jahre alter Bewohner der Einrichtung gestorben. Damit liegt die Zahl der Todesfälle in dem Haus inzwischen bei schrecklichen 34.

(Quelle: NDR, 11.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Karsamstag, 11.04.2020, 10 Uhr

Seit gestern hat es einen starken, rund 10%igen Anstieg neuer Infektionen im Emsland gegeben. Insgesamt sind jetzt 294 Menschen infiziert, also 30 (!) mehr als gestern. Seit gestern ist auch ein weiterer Mensch in unserem Landkreis an Covid-19 gestorben. Der Landkreis hat jetzt 11 Corona-Tote zu beklagen.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Geheilten nur um 7 Personen auf jetzt 118. Allein in der Samtgemeinde Freren haben sich 16 Personen zusätzlich auf jetzt 23 infiziert; dies liegt am Thuiner Pfegeheim, in dem zwei Dutzend Patienten und Pflegekräfte an CoVID-19 erkrankt sind . Es fällt auf , dass in den Gemeinden und Städten die Infektionen nicht weiter steige, die zu Beginn der Epidemie die meisten Fälle zu beklagen hatten: Haselünne und Papenburg

Aktuell befinden sich unverändert rund 570 Personen im Emsland in Quarantäne

In Lingen (Ems) gibt es die meisten COVID-Fälle. Heute früh betrug die Zahl der nachweisbar Infizierten 57 (= 104,6/100.000). 19 (+6) von ihnen sind inzwischen genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 8 4
Einheitsgemeinde Emsbüren 8 (+3) 2
Samtgemeinde Freren 23 (+16) 2
Einheitsgemeinde Geeste 6 3
Stadt Haren (Ems) 24 9
Stadt Haselünne 29 19
Samtgemeinde Herzlake 10 8
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 9 (+1) 7
Stadt Lingen (Ems) 57 (+6) 19
Stadt Meppen 46 (+4) 8
Samtgemeinde Nordhümmling 4 3
Stadt Papenburg 26 15
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 9 5
Samtgemeinde Sögel 2 0
Samtgemeinde Spelle 11 3
Einheitsgemeinde Twist 10 6
Samtgemeinde Werlte 7 2
Gesamt* 294 (+30) 118 (+7)
Todesfälle 11 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle 165 (+22)

(11.04.20)


Spain: Death toll lower

The latest figures from Spain’s health ministry show that 510 people died between Friday and Saturday, the lowest single-day death toll since 23 March.

To date, the country has recorded a total of 161,852 cases of the coronavirus and 16,353 deaths. The growth rate in new cases stands at around 3% – down from a daily average of 12% at the end of March and 20% in mid-March. (Quelle: The Guardian, 11.03.20)


Corona kann neurologische Symptome auslösen

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sich nicht nur mit Fieber, Husten und Atembeschwerden äußern, sondern auch neurologische Symptome verursachen. Das ist das Ergebnis einer Studie chinesischer Wissenschaftler mit Patienten in Wuhan.
Wie die Mediziner im Fachblatt „JAMA Neurology“ berichten, zeigte ein gutes Drittel der von ihnen untersuchten 214 Patienten Anzeichen dafür, dass das Virus das Nervensystem geschädigt hatte. Zu den häufigsten Symptomen gehörten Schwindel und Kopfschmerzen sowie Riech- und Geschmacksstörungen. (Quelle: Tagesschau, 11.04.20)


New York: Massengräber auf Hart Island

Arbeiter heben Massengrab auf New Yorker Hart Island aus; dies zeigt ein akuelles Drohnenvideo. ist seit dem 19. Jahrhundert der Friedhof mittelloser New Yorker. Jetzt werden auch Opfer der Corona-Epidemie dort begraben – zumindest vorläufig.

(Quelle WaPo, 11.04.20)


Corona-Krise: Tausende Kreditstundungen beantragt

Tausende Verbraucher haben in der Corona-Krise den Aufschub von Zahlungen für Kredite beantragt. Allein die Sparkassen setzten bislang nach Angaben des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) Zins- und Tilgungsleistungen von 80.000 Kreditnehmern aus. Seit 1. April müssen Banken Verbrauchern, die wegen der Krise in Not geraten sind, die Zahlung von Zins, Tilgung oder Rückzahlung von Konsumenten- und Immobilienkrediten für drei Monate stunden. Die Sparkassen hatten bereits einige Tage vorher eine Kulanzregelung eingeführt.

Bei der Commerzbank wurde bisher 1,5 Prozent der Gesamtbestandes der Verbraucherkredite gestundet (Stichtag 6. April). Das Institut genehmige alle Anträge auf Stundungen, wenn diese aufgrund der Corona-Krise gestellt würden. Insgesamt rechnet das Geldhaus mit 10 bis 20 Prozent an Anträgen bezogen auf den gesamten Bestand der Verbraucherkredite.

Nach Einschätzung von Verbraucherschützern wird eine Stundung allein indes nicht reichen. „Auch Verbraucher benötigen ein finanzielles Hilfspaket, welches die Verluste, die ihnen durch die Corona-Pandemie entstanden sind, tatsächlich ausgleicht“, fordert der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in einer Stellungnahme. Andernfalls würden die finanziellen Probleme nach der Stundung wiederaufleben. (Quelle: ARD, 11.04.20)


Niedersachsen Wirtschaftsminister sieht Bedarf für weiteres Hilfspaket

Die Corona-Krise erfordert nach Ansicht von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ein weiteres Hilfspaket des Landes. „Derzeit gehe ich davon aus, dass wir einen weiteren Nachtragshaushalt vorlegen müssen.“ Die genaue Größenordnung dafür sei noch nicht erkennbar. „Bei über 160.000 Anträgen zu Soforthilfe- und Kreditprogrammen und rund 51.000 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld sehe ich noch erhebliche finanzielle Bedarfe auf uns zukommen.“ Es seien jetzt schon mehr als 320 Millionen Euro und rund 50.000 Zuschussanträge bewilligt worden, „aber wir haben noch Zehntausende Anträge vor uns.“ Bereits Ende März hatte Niedersachsens Landtag einstimmig ein 4,4 Milliarden Euro schweres Hilfspaket geschnürt. Mit dem Geld sollten vor allem die Wirtschaft und das Gesundheitswesen unterstützt werden. Jetzt stellte der Minister auch den Kommunen weitere Hilfe in Aussicht.

„Kitas, Bibliotheken, Schwimmbäder, Theater, Verkehrsbetriebe, Bäder, Zoos, Kultureinrichtungen, alle kämpfen mit Einnahmeausfällen. Wir sollten auch den Kommunen unter die Arme greifen“, sagte Althusmann und schlug dafür einen „kommunalen Stabilisierungspakt“ vor, um die finanziellen Folgen der Krise für Landkreise, Städte und Gemeinden zu erfassen und zu lindern. (Quelle: NDR, 11.04.20)


Deutschland: Die Zahlen des RKI

Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Deutschland ist dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge in den letzten 24 Stunden um 4.133 auf 117.658 gestiegen. Das sind etwas weniger als in den vergangenen Tagen, als es um die etwa 5.000 Neuinfektionen waren. Allerdings wurden zuletzt am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert gemeldet.

Die Zahl der Todesfälle wuchs um 171 auf 2.544. Zugleich legte die Zahl der genesenen Patienten binnen 24 Stunden um 3.530 auf 57.443 zu.
(Quelle: Tagesschau, 11.04.20)


Leo ist zwölf Jahre alt,

… wohnt in Berlin-Nikolassee und hat drei Geschwister. Über eine Woche lag er krank im Bett, seit fast drei Wochen darf die Familie das Haus nicht mehr verlassen – sie ist in häuslicher Isolation.

Leo, wie geht es Dir? Und wie kam es, dass Du nicht mehr raus darfst? Mein Vater wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Er hat… (weiter beim Tagesspiegel, 11.04.20)


Bundesverfassungsgercht: Gottesdienstverbot grundsätzlich ok

Laut Bundesverfassungsgericht ist das wegen der Corona-Krise erlassene Gottesdienstverbot rechtmäßig. Trotz des überaus schwerwiegenden Eingriffs in die Glaubensfreiheit habe der Schutz für Leib und Leben Vorrang vor diesem Grundrecht, so die Verfassungsrichter. Sie wiesen damit die Klage eines Katholiken gegen die in Hessen gültige Regelung zurück. Sie ist vergleichbar mit den Maßnahmen in anderen Bundesländern. Bei der Entscheidung des Gerichts sei vor allem die Befristung der Corona-Verordnung bis zum 19. April von Bedeutung gewesen. Das Gottesdienstverbot müsse bei jeder Verlängerung der Regeln streng darauf geprüft werden, ob eine Lockerung unter Auflagen möglich sei. (Quelle und mehr, 11.04.20, Foto. Roben im Verfassungsgericht)


New York: Deutlich mehr Tote tatsächlich als offiziell

Die aktuellen Zahlen aus New York sind schockierend. Gouverneur Andrew Cuomo teilte am Donnerstag mit, in den vergangenen 24 Stunden seien in dem US-Bundesstaaat 799 Personen am Coronvirus gestorben. Die Gesamtzahl der COVID-19-Opfer beläuft sich somit auf 7.065.

Wie die „New York Times“ berichtet, werden in diesen offiziellen Statistiken des Staates aber einige die Fälle der zuhause verstorbenen Personen nicht berücksichtigt. Diese liege in den ersten fünf Tages des April bereits bei 1.125 Menschen – achtmal soviel wie im selben Zeitraum des Vorjahres. (Quelle, NYT, 11.04.20)


Südkorea: Wieder infiziert

In Südkorea ist nach Angaben von Behörden bei 91 von einer Coronavirus-Infektion genesenen Menschen erneut die Krankheit Covid-19 ausgebrochen. Der Direktor des Koreanischen Zentrums für Krankheitsbekämpfung KCDC, Joeng Eun-kyeong, erklärte am Freitag, es sei eher wahrscheinlich, dass das Virus „reaktiviert“ worden sei, als dass es sich um Neuinfektionen handele.

Vergangenen Montag lag die Zahl der Menschen, bei denen nach überstandener Infektion das Virus erneut ausgebrochen ist, bei 51. (Quelle: Tagesspiegel, 11.04.20)


Italien verlängert Ausgangssperre um drei Wochen

Die italienische Regierung verlängert die strikten Ausgangsverbote um drei Wochen. Nach Angaben von Ministerpräsident Conte dürfen die Menschen bis zum 3. Mai ihre Wohnungen und Häuser weiterhin nur in Ausnahmefällen verlassen – dazu gehören die Wege zur Arbeit, zum Arzt oder um notwendige Einkäufe zu erledigen. Dafür dürfen in Italien ab Mitte April wieder einige Geschäfte öffnen, unter anderem Buchläden und Geschäfte für Kinderkleidung.
Italien gehört weltweit zu den am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffenen Staaten. Die Ansteckungswelle hatte sich zuletzt aber deutlich erlangsamt (Quelle Tagesschau, 11.04.20)


Berlin bittet´EU um Hilfe für Rettungsschif „Alan Kurdi“

Angesichts der Notlage auf dem privaten deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ im Mittelmeer hat die Bundesregierung die EU-Kommission um Hilfe gebeten. Nach Angaben eines Sprechers geht es dabei um die Frage, wo die knapp 150 Migranten an Bord an Land gehen können. Italien und Malta hatten demnach schon frühzeitig private Seenotrettungsorganisationen gewarnt, dass ihre Häfen für Flüchtlingsschiffe wegen der Corona-Krise geschlossen seien. (11.04.20)


Papst betet mit Texten von Strafgefangenen

In Erinnerung an das Leiden Jesu hat Papst Franziskus den traditionellen Kreuzweg gebetet. Wegen der Corona-Epidemie fand die Feier nicht im römischen Kolosseum, sondern auf dem nahezu menschenleeren Petersplatz statt. Die Texte für den diesjährigen Kreuzweg stammten von Insassen und Mitarbeitern einer Haftsanstalt in Padua. Anhand der Stationen des Kreuzwegs schildern die Autoren ihre persönlichen Erfahrungen mit Schuld und Leiden. Zuvor hatte Franziskus im fast leeren Petersdom den Gottesdienst am Karfreitag abgehalten.
(Foto: milanpaul via flickr; Quelle: NDR, 11.04.20)


Überblick

    • Weltweit sind bereits mehr als 100.000 Menschen an den Folgen der Corona-Pandemie gestorben. Das sagen die Daten der Jhns-Hopkins-Universität. Weltweit waren demnach bei mehr als 1,6 Millionen. Infektionsfälle nchgewiesen. In den USA wurden in absoluten Zahlen bislang die meisten Infektionen gemeldet, gefolgt von Spanien und Italien.
    • In Deutschland steigt inzwischen die Zahl Verstorbener rasch. Sie lag am Samstag bei 2.767 Opfern. 122.171 waren infiziert, von diesen aber mit 53.913 knapp die Hälfte bereits geheilt
    • In Niedersachsen stieg die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle auf 7.411 – 307 mehr im Vergleich zu gestern. In den Kliniken des Landes werden zurzeit 913 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt. Die Zahl der Genesenen liegt laut Landesregierung bei 2.920.
    • Im Emsland stieg die Zahl der Coronatoten von 6 auf 10. Die Zahl der Infizierte erhöhte sich auf insgesamt 264, (Lingen: 51) wovon allerdings inzwischen 111 Infizierte (Lingen: 19) geheilt sind.

NRW: Pflegeheim evakuiert

Ein Pflegeheim in St. Augustin bei Bonn ist am Freitag teilevakuiert worden, weil es nicht mehr genug Personal gab. Das Personal des Heims hat gesagt ‚Wir kriegen das nicht hin‘ – und dann haben wir uns gezwungen gesehen zu evakuieren“, sagte der zuständige Landrat weiter.

Laut WDR hat das Heim 70 Bewohner. 38 Pflegekräfte seien positiv auf das Corona-Virus getestet worden. (Quelle: WDR, 11.04.20)


LFC: Fußballlegende erkrankt

Liverpools Fußball-Legende Kenny Dalglish ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 69-Jährige zeige bisher keine Symptome, teilte der Klub von Teammanager Jürgen Klopp am Freitag mit. Der Test sei bei einem Aufenthalt im Krankenhaus als Routineuntersuchung vorgenommen worden, das Ergebnis sei „unerwartet“ ausgefallen.

Der Schotte Dalglish hatte sich schon vor dem Besuch im Krankenhaus in häusliche Quarantäne begeben. „Wir wünschen Sir Kenny alles Gute“, teilte Liverpool weiter mit. Dalglish war im Juni 2018 von Königin Elisabeth II. in den Ritterstand gehoben worden, seit 2017 ist eine Tribüne im Anfield-Stadion nach ihm benannt.
(Foto: Saw from Singapore ,CC Attribution-Share Alike 2.0 Generic license;.Quelle, 11.04.20)


Türkei: Panikkäufe

Die türkische Regierung hat wegen der Corona-Krise ein Ausgangsverbot in 31 Städten verhängt – darunter auch für Istanbul und Ankara. Sie gilt ab Mitternacht für zwei Tage, teilte das türkische Innenministerium mit. Bisher mussten bereits Personen unter 20 sowie Senioren zu Hause bleiben, das öffentliche Leben war bereits weitgehend eingeschränkt. Zur Arbeit konnten die Menschen bisher aber noch gehen.

Da Details zur Regelung zunächst unklar waren – und weil die Maßnahme erst knapp zwei Stunden vor Mitternacht verkündet wurde, setzten in Istanbul sofort Panikkäufe ein. In Supermärkten, vor Bäckereien und den typischen kleinen Nachbarschaftsläden bildeten sich sofort lange und oft dicht gedrängte Schlangen von Einkäufern. (Quelle, Tagesschau, 11.04.20)


Notare: Überragende Bedeutung

Die Coronakrise stellt auch die Notare vor Herausforderungen. Berufsrecht und Gesundheitsschutz müssen unter einen Hut gebracht werden. Das klappt mal mehr, mal weniger gut, trotz Tipps der Bundesnotarkammer.

Notare sind gezwungen, auch in Corona-Zeiten ihr Büro offenzuhalten. Um das Ansteckungsrisiko gering zu halten, empfiehlt die Notarkammer in besonderen Fällen, Beurkundungen oder Beglaubigungen notfalls im Freien vorzunehmen.

Viele Aufgaben der Notare bleiben auch und gerade unter Corona unerlässlich, ja sind sogar wichtiger denn je. Ältere oder schwerkranke Menschen seien „auf die kurzfristige Vorbereitung und Beurkundung von Testamenten oder anderen Verfügungen von Todes wegen sowie von Vorsorgevollmachten angewiesen“.

Auch gesellschaftsrechtliche Vorgänge wie Umstrukturierungen oder Anteilsverkäufe könnten vor allem in der Krise zum Schutz oder zur Erhaltung von Arbeitsplätzen eilbedürftig sein.

Um dafür zu sorgen, dass die notarielle Amtstätigkeit trotz der aktuellen Risikosituation bei der Verbreitung des Coronavirus aufrechterhalten werden kann, gibt die BNotK den Notaren konkrete Tipps, wie sie ihre Amtsgeschäfte einigermaßen sicher betreiben können. Die Schleswig-Holsteinische Notarkammer hat die Empfehlungen auf ihre Homepage gesetzt.

Quelle: LTO, 10.04.20)


Fusion Festival auf 2021 verschoben

Das „Fusion“-Festival wird in diesem Jahr nicht stattfinden. „Angesichts der Lage und der Aussichten, die wir jetzt sehen, können wir das Festival in diesem Jahr nicht durchführen“, schreiben die Organisatoren des jährlichen Musikfestivals auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz in Mecklenburg-Vorpommern auf der Webseite der Großveranstaltung. Die Mitteilung erhielten auch die Abonnenten des Festival-Newsletters versendet.

Die alternative „Fusion“ in der Mecklenburgischen Seenplatte, eines der größten Festivals in Norddeutschland, war vom 24. bis 28. Juni geplant. Es war bereitsv ausverkauft und die Veranstalter rechneten mit bis zu 70.000 Gästen auf dem Ex-Flugplatzgelände.

Nun herrscht Klarheit. Die Veranstalter:

„Angesichts der Lage und der Aussichten, die wir jetzt sehen, können wir das Festival in diesem Jahr nicht durchführen. Das ist bei aller Bitterkeit der Entscheidung vor allem der gemeinsamen Verantwortung geschuldet, die wir alle haben, damit die Covid 19 Pandemie eingedämmt werden kann.“

Die nächste Fusion soll vom 30. Juni bis 4 Juli 2021 stattfinden. Tickets sollen ihre Gültigkeit behalten, hieß es. (Quelle, Tagesspiegel, 10.04.20)


Genesen mit 99 Jahren

Albert Chambers, a 99-year-old second world war veteran, has been discharged from hospital after recovering from Covid-19.

Chambers, who will be 100 in July, was wounded in the war and spent three years in a prison camp. He praised the treatment he had received from the NHS, saying: “It couldn’t have been better.” (Quelle, The Guardian, 10.04.20)


TUI-E-Mail: Die Sehnsucht und 2021

Lieber Herr Koop,
viele von uns mussten in diesen Tagen lieb gewonnene Pläne für die nächste Zeit ändern, aber die Sehnsucht nach Wellen und Sand, nach unbeschwerter Zeit mit den Liebsten bleibt. Vielleicht können wir Sie hier zum Träumen einladen …

Schon jetzt können Sie sich für kommende Reisen bis Sommer 2021 inspirieren lassen und erhalten sogar einen Treuebonus von uns. Schauen Sie einfach durch unser Sommerangebot 2021, auch unsere beliebten Hotelmarken ROBINSON, TUI MAGIC LIFE, TUI BLUE und viele weitere sind bereits buchbar.

Wir wünschen schöne Ostern Ihnen und Ihren Lieben,
Ihr Team von TUI

PS: Möchten Sie einmal einen Blick hinter die Kulissen von TUI werfen? Wie der Krisenstab gearbeitet hat lesen Sie hier im Newsletter“ (10.04.20)


Großbritannien knapp 1000 Todesfälle in 24h

Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle innerhalb eines Tages durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mitteilte, stieg die Zahl der Toten bis Donnerstagabend um 980. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Tote erfasst.

Insgesamt starben in Großbritannien fast 8000 Menschen der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Mehr als 65.000 Menschen infizierten sich mit dem neuartigen Erreger. (Quelle: Tagesschau)


Lingen: Kommunale Gremien weiterhin im Corona-Modus

Die Selbstverwaltungsgremien der Stadt Lingen (Ems) sind weiterhin im Corona-Krisenmodus: Die in dieser Woche geplante Ratssitzung fällt aus. Statt dessen tagt am Mittwoch zum dritten Mal in vier Wochen der Verwaltungsausschuss.
Auf der Tagesordnung des nicht-öffentlich tagenden Beschlussgremiums stehen neben eines Sachstandberichts und einer Diskussion um Corona und seine Folgen, die Einstellung einer Ingenieurin und einer Juristin sowie mehrere Grundstücksangelegenheiten.
Im Vorfeld tagen die Stadtratsfraktionen in Videokonferenzen. Der Verwaltungsausschuss selbst trifft sich im Ratssitzungssaal, um zwischen den Mitgliedern die notwendigen räumlichen Abstände einhalten zu können. (Quelle: BN, 10.04.20)


Irland verlängert Ausgangssperre bis Anfang Mai

In Irland wird die Ausgangssperre bis zum 5. Mai verlängert. Die Maßnahme werde auf „Empfehlung von Experten“ beibehalten, so Regierungschef Leo Varadkar am Freitag. Die Beschränkungen zeigten Wirkung und müssten fortgesetzt werden, auch wenn es für die Iren „schwierig“ sei.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie war Ende März in Irland eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Die Iren dürfen seitdem nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Arbeiten, für Arztbesuche oder für Lebensmitteleinkäufe. Die Regelung galt zunächst bis zum 12. April. Die Schulen und Universitäten in dem Land sind bereits seit dem 12. März geschlossen. In Irland haben sich nach offiziellen Angaben fast 6600 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. 263 Infizierte starben. (Quelle: Tagesschau, 10.04.20)


Brasilien: Yanomani-Jugendlicher gestorben
Ein Jugendlicher vom indigenen Volk der Yanomami starb am Donnerstagabend in einem Krankenhaus in der brasilianischen Stadt Boa Vista, wie die „Folha de S. Paulo“ und andere brasilianische Medien berichteten. Der 15-Jährige war demnach positiv auf Covid-19 getestet worden und lag seit vergangenem Freitag auf der Intensivstation. Er ist der erste registrierte Tote in Zusammenhang mit Covid-19 aus einem Indigenen-Gebiet.
(Quelle: Tagesspiegel, 10.04.20)


Osnabrück: Theologe Herbert Brockschmidt stirbt an Virus

Im katholischen Bistum Osnabrück ist erstmals ein Geistlicher an einer Corona-Infektion gestorben. Wie das Bistum mitteilte, starb der frühere Osnabrücker Domkapitular Herbert Brockschmidt am Mittwochabend im Alter von 87 Jahren. Er war von 2005 bis 2008 Mitglied des Domkapitels und gehörte damit zur Leitung des Bistums Osnabrück. Er wurde 1958 im Osnabrücker Dom zum Priester geweiht. Insgesamt 28 Jahre war Brockschmidt Pfarrer auf Borkum und in der Zeit von 1983 bis 2002 zugleich auch Dechant des Dekanates Ostfriesland.
Stichwort „Domkapitel“: Zu den Aufgaben des Domkapitels zählt die Gottesdienstgestaltung an der Domkirche sowie die Unterstützung und Beratung des Bischofs in der Leitung des Bistums. Beim Tod oder der Versetzung des Bischofs ist das Domkapitel für die Leitung des Bistums zuständig, außerdem hat es in einem bestimmten Rahmen das Recht zur Wahl des neuen Bischofs. Dem Osnabrücker Domkapitel gehören derzeit acht Priester an. (Foto: privat, Quelle: KNA, 10.04.20)


Geisterspiele: Werder-Coach will jede Ansage akzeptieren

Werder-Coach Florian Kohfeldt rüstet sich für den Tag X, sollte die wegen der Corona-Epidemie unterbrochene Saison wirklich zu Ende gespielt werden. Dass die dann anstehenden Geisterspiele ein Nachteil für sein Team sein könnten, glaubt der 37-Jährige nicht. Vielmehr rechnet er mit einer neuen, für Werder besseren Situation: „Es würde eine kleine neue Saison beginnen. Mit einer sehr schlechten Ausgangslage für uns, aber keinesfalls mit einer aussichtslosen“, sagte Kohfeldt im neuen Podcast „Die NDR 2 Bundesligashow“.

Die Entscheidung, ob und wie Normalität auch im Fußball zurückkommen könne, überlasse er „den gewählten Volksvertretern und Experten“, die es auch ohne Zwischenrufe schon schwer genug hätten. Deshalb würde er jede Ansage „ohne zu murren“ akzeptieren. (Quelle: NDR, 10.04.20)


Terrible Situation for inmates

While vast numbers of countries have told citizens to stay home and practice social distancing, there is growing concern about the millions of prison inmates who remain stuck inside cramped and often squalid facilities, Rebecca Ratcliffe, the Guardian’s south east Asia correspondent, reports.

Footage taken inside a prison in Cambodia, released by Amnesty International, shows inmates lying side-by-side, in some cases with limbs stretched over another, because there is such little space.

Last month, the UN high commissioner for human rights Michelle Bachelet urged governments to reduce overcrowding, warning that the virus risks “rampaging through such institutions’ extremely vulnerable populations”.

Some countries have taken action, including Iran, Indonesia and India. In Cambodia, some prisons are thought to be up to 463% over capacity.

“These conditions were never acceptable. Today they are completely unconscionable,” said David Griffiths, director in the office of the secretary-general at Amnesty International.

(Quelle: The Guardian, 10.04.20)


Datenanalyse des NDR: Neuinfektionen sinken in 7 Bundesländern – Niedersachsen + 1,7%

In sieben der 16 Bundesländer sinken die Neuinfektionen mit Covid-19. Das ergibt eine Datenanalyse des NDRauf Basis von Fallzahlen des Robert Koch-Instituts bis zum 5. April. Damit könnte in Bremen und Hamburg schon eine neue Phase der Epidemie begonnen haben, in der die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus immer stärker zurückgedrängt wird. Niedersachsen könnte kurz davor stehen. Die Neuinfektionen wachsen hier nur noch schwach u 1,7%.

In anderen Teilen Deutschlands ist die Lage noch deutlich schwieriger: In Bayern stieg die Zahl der Neuinfektionen von der 13. auf die 14. Kalenderwoche noch um 25 Prozent. Im Saarland hat sie sich mehr als verdoppelt.

(Quelle: NDR, 10.04.20)


Bisher keine Hilfen für gemeinnützige Einrichtungen

Finanzhilfen in der Coronakrise gibt es für Unternehmen – aber nicht für gemeinnützige Einrichtungen wie Hospize oder Jugendherbergen. Ihnen droht das Aus, wenn nicht bald Hilfe kommt.

„Die Isolation bringt Familien mit chronisch kranken Kindern doppelt an die Grenze“, sagt Petra Moske. Dabei bräuchte es gerade jetzt in der Coronakrise besonders viel Zuwendung, Hilfe und Nestwärme. „Nestwärme“ – so heißt auch der Verein, den sie vor über 20 Jahren mit gegründet hat. 120 Mitarbeiter kümmern sich um schwerstkranke Kinder. „Nestwärme“ unterhält auch ein ambulantes Kinderhospiz und eine Inklusionskita. Beide bleiben geschlossen, und Hausbesuche des Pflegepersonals gestalten sich schwierig, weil Schutzkleidung fehlt.

Digital melden sie sich jetzt bei den Familien, lesen „Gute-Nacht-Geschichten“, halten Videosprechstunden ab und organisieren „Live Cooking Sessions“ und Praxisübungen zu Resilienz. Sie und ihre Kollegen sind im Dauereinsatz, rund um die Uhr. Gerade jetzt werden sie so dringend gebraucht.

Die Lingener Jugendherberge (Foto) und die Begegnungsstätte Baccumer Mühle sind zunächst bis zum 19.04.2020 geschlossen. Angesichts der stark steigenden Todeszahlen ist anzunehmen, dass die Schließung darüber hinaus andauert. (Quelle Tagesschau, BN, 10.04.20)


Österreich: Hohe Dunkelziffer an Infizierten?

Der Immunisierungsstatus in der Alpenrepublik ist offenbar längst nicht so hoch wie angenommen. Eine Studie mit 1.500 Tests zeigt, dass deutlich mehr Menschen in Österreich infiziert sind als bislang angenommen.

In Österreich sind laut einer Dunkelziffer-Studie deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als die offizielle Statistik ausweist.

Im Vergleich zu den Anfang April offiziell als infiziert ausgewiesenen rund 8.500 Menschen seien tatsächlich wohl etwa 28.500 Personen betroffen gewesen, teilte das Meinungsforschungsinstitut Sora am Freitag mit.

Das entspreche 0,33 Prozent der Bevölkerung. Die Schwankungsbreite sei allerdings erheblich: Es sei von einer Spanne zwischen 10.200 und 67.400 Infizierten auszugehen. (Quelle und mehr,10.04.20)


Niederlande: Hochschulen setzen auf Digitalisierung

Aufgrund der Coronakrise setzen die niederländischen Universitäten stark auf die Digitalisierung der Lehre. Bereits Ende März haben die Universitäten in Leiden ( Foto lks.) und Maastricht bekannt gegeben, dass sie Seminare und Vorlesungen bis September nur noch online anbieten werden. Auch Klausuren werden an vielen Unis in den Niederlanden online stattfinden. Das öffnet jedoch Tür und Tor für Täuschungsversuche. Von Seiten der Universitäten gibt es dafür eine Lösung, die jedoch stark in die Privatsphäre der Prüflinge eingreift.

Genau wie Grund- oder weiterführende Schulensind auch die Universitäten der Niederlande zurzeit wegen der Coronakrise geschlossen, um die Ausbreitung des Covid-19-Virus‘ so weit wie möglich zu verlangsamen. In Leiden und Maastricht stellen die universitären Einrichtungen ihre Lehrveranstaltung bis September auf „Online-Lehre“ um. Das soll in den kommenden Monaten der Leitfaden sein. Falls die Maßnahmen der Regierung zeitnah wieder gelockert werden, wollen diese beiden Universitäten unter Umständen auch wieder Praktika anbieten, bei denen die Studierenden vor Ort anwesend sein müssen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Laborpraktika für wissenschaftlich orientierte Studiengänge, wie Medizin oder Physik. (mehr und Quelle, 10.04.20; Foto C messier CC Attribution-Share Alike 4.0 International.)


Kirchenläuten in Corona-Zeiten

Die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in ganz Deutschland wollen mit einem „ökumenischen Glockenläuten“ ein Zeichen der Zuversicht in Zeiten der Corona-Pandemie setzen. Alle Kirchenglocken in Deutschland sollen am Ostersonntag um 12.00 Uhr, wie die Kirchen in Bonn und Hannover ankündigten.

„Das Glockenläuten am Osterfest drückt die Freude über die Botschaft von Ostern aus: Der Tod hat keine Macht über das Leben. Gerade in dieser dramatischen Zeit der Corona-Pandemie wollen wir als Christinnen und Christen mit dem Glockenläuten und der Freude über das Osterfest Hoffnung vermitteln“, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, äußerte sich dankbar für die „vielen Zeichen der Präsenz in den vergangenen Wochen“ – das Glockenläuten zu den Gottesdienstzeiten, die vielen digitalen Gottesdienstformate, das Balkonsingen oder Kerzen in den Fenstern. „Das sind Momente des Dankes an alle, die dem Leben dienen und in diesen Zeichen treu an der Seite der kranken und alten Menschen stehen“, so Bätzing. Jetzt riefen die Kirchen gemeinsam zum Läuten auf, um die Herzen der Menschen zu erreichen. (Foto: (Foto: Sturmglocke St. Patroklus in Soest (Westf), Foto von Andreasdziewior CC-BY-3.0; Quelle, 10.04.20)


Fußballer Toni Kroos wehrt sich gegen Kritik

Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat sich gegen den Vorwurf der unsolidarischen Haltung in der Coronakrise gewehrt. „Es ist möglich, dass das nicht korrekt übersetzt wurde oder dass es manche nicht verstehen wollen“, schrieb der Profi von Real Madrid am Donnerstag auf Twitter.

Kroos war in seiner Wahlheimat Spanien schwer kritisiert worden, nachdem er sich im SWR-Podcast „Steil extra!“ zum Thema Gehaltskürzungen geäußert hatte.

„Grundsätzlich ist das eine Option. Je nachdem, wo man wie in damit helfen kann, sollte das für jeden eine Option sein, darüber nachzudenken“, hatte der 30-Jährige gesagt. Er finde es aber „eigentlich immer noch besser“, das volle Gehalt zu bekommen, „aber eben dann mit dem Gehalt vernünftige Sachen zu machen und links und rechts zu helfen“.

Ein Gehaltsverzicht sei „ja auch wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei das, glaube ich, hier (bei Real Madrid) eher nicht nötig ist.“

Die andere Seite sei, „was mache ich denn mit dem Geld, was ich bekomme? Da ist, glaube ich, schon jeder gefordert, auch da zu helfen, wo es jetzt nötig ist.“ (Quelle, web.de, 10.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Karfreitag, 10.04.2020, 10 Uhr

Seit gestern hat sich die Zahl der COVID-19-Todesfälle im Emsland um vier weitere Menschen aus dem Emsland auf nunmehr 10 erhöht. Wo die Verstorbenen lebten, teilt der Landkreis nicht mit.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Geheilten deutlich um 16 Personen auf jetzt 111. Die Infektions-Fallzahlen im Emsland sind durch 9 Neuinfektionen auf 264 Infizierte (81,2/100.000) gestiegen.

Aktuell befinden sich rund 570 Personen im Emsland in Quarantäne, ca. 40 weniger als gestern

In Lingen (Ems) beträgt die Zahl der nachweisbar Infizierten unverändert 51 (= 93,6/100.000). Bisher sind 19 (+6) von ihnen genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 8 (+1) 4
Einheitsgemeinde Emsbüren 5 2
Samtgemeinde Freren 7 2
Einheitsgemeinde Geeste 6 (+1) 3
Stadt Haren (Ems) 24 (+2) 8
Stadt Haselünne 29 18
Samtgemeinde Herzlake 10 8
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 8 4
Stadt Lingen (Ems) 51 19
Stadt Meppen 42 (+3) 8
Samtgemeinde Nordhümmling 4 3
Stadt Papenburg 26 15
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 9 3
Samtgemeinde Sögel 2 0
Samtgemeinde Spelle 11 3
Einheitsgemeinde Twist 10 6
Samtgemeinde Werlte 7 (+2) 2
Gesamt* 264 (+9) 111 (+16)
Todesfälle 10 (+4)
Aktuelle Covid-19-Fälle 143 (-11)

(10.04.20)


Notaufnahmen mit Rückgang von Fallzahlen

Der Rückgang von Patienten in den Notaufnahmen alarmiert Mediziner. So warnen beispielsweise Chefärzte des Nürnberger Klinikums davor, wegen der Corona-Pandemie dringend notwendige Behandlungen aufzuschieben. Die Folgen seien für viele Menschen wahrscheinlich gefährlicher als das geringe Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, teilte das Klinikum mit.
So seien in den vergangenen Wochen deutlich weniger Menschen mit einem leichten Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Notaufnahme gekommen. In die Kliniken kämen dafür vermehrt Patienten, bei denen die Beschwerden schon weiter fortgeschritten seien als üblich. (Quelle: Tagesschau, 10.04.20)


In Zeiten von COVID-19: Neugeborenes in Bangkok


Wimbledon: Nach Turnierabsage hohe Versicherungsleistung

Eine Woche, nachdem der The All England Club sein Tennisturniers in Wimbledon wegen des Corona-Virus das diesjährige Turnier abgesagt haben, werden weitere Details bekannt. Die Veranstalter hatten nach der SARS-Epedemie ihre Ausfall-Versicherung abgeschlossen, um bei einer künftige Pandemie gegen finanzielle Verluste gewappnet zu sein.

20 Jahre zahlten sie die Versicherungsprämie. Jetzt erwarten sie eine Versicherungsleistung von £114 Mio (= rd 130 Mio €). (Mehr und Quelle, 10.04.20)


Niedersachsen: Neue Verordnung

Wer ab heute nach Niedersachsen zurückkehrt und vorher länger als 48 Stunden im Ausland war, muss sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Claudia Schröder, die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs in Niedersachsen, hat am Donnerstag die überarbeitete Verordnung des Landes in Hannover vorgestellt. Danach müssen sich Rückkehrer aus dem Ausland in eine 14-tägige Quarantäne begeben und dies dem örtlichen Gesundheitsamt anzeigen. Besuch von Personen, die nicht dem Haushalt angehören, ist verboten. Die Verordnung tritt am Karfreitag in Kraft. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 150 und 10.000 Euro. Es gibt aber unzählige Ausnahmen… (Quelle und mehr: NDR, 10.04.20)


Leitfaden für Pferdebetriebe

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) ha einen Leitfaden für Pferdebetriebe in Niedersachsen veröffentlicht, der wesentliche Fragen in der Corona-Krise klärt.

Insgesamt gilt: Selbstverständlich sind die Versorgung und Bewegung der Pferde nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes sicherzustellen. Dabei ist aber der Infektionsschutz zu beachten, insbesondere der einzuhaltende Mindestabstand von Mensch zu Mensch von 1,5 Metern. Um eine tiergerechte Betreuung der Pferde zu gewährleisten, können dafür fachlich geeignete Personen die Betriebe betreten. Ihre Anzahl richtet sich nach Betriebsgröße bzw. nach der Anzahl der Pferde. Also eigentlich Selbstverständlichkeiten.

Der Leitfaden kann trotzdem auf der Homepage des „ML“ abgerufen werden unter https://www.ml.niedersachsen.de/download/154128 (Quelle: Niedersachsen.de, 10.04.20)


Euro-Finanzminister einigen sich

Nach mehreren Verhandlungsrunden und heftigem Streit gibt es nun doch ein Ergebnis: Die Euro-Finanzminister haben sich auf europäische Corona-Hilfen auf milliardenschwere Hilfen für gefährdete Staaten, Firmen und Jobs geeinigt. Dies teilten Teilnehmer auf Twitter mit. Der Kompromiss gelang erst nach zwei Verhandlungsrunden und heftigem Streit über die Bedingungen des Pakets im Umfang von rund 500 Milliarden Euro.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sprach von einem „großen Tag europäischer Solidarität“. Die Einigung zeige, dass die EU-Staaten gemeinsam handelten und „die Europäische Union funktioniert“.

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire sprach auf Twitter von einem exzellenten Kompromiss. 500 Milliarden Euro stünden sofort bereit. Auch ein neuer Fonds zur Wiederbelebung der Wirtschaft werde kommen. Europa habe sich entschieden und zeige, dass es der Krise gewachsen sei.

Es ging im Wesentlichen um drei Elemente: Vorsorgliche Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM von bis zu 240 Milliarden Euro, die besonders von der Pandemie betroffenen Staaten zugute kommen könnten; ein Garantiefonds für Unternehmenskredite der Europäischen Investitionsbank EIB, der 200 Milliarden Euro mobilisieren soll und das von der EU-Kommission vorgeschlagene Kurzarbeiter-Programm namens „Sure“ um Umfang von 100 Milliarden Euro.

Darüber hinaus wurde ein befristeter „Recovery Fund“ zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung vereinbart. Dieser soll die Solidarität der EU mit den in der Pandemie am meisten betroffenen Staaten zum Ausdruck bringen und den außerordentlich hohen Kosten der Krisenbewältigung Rechnung tragen. Details sollen aber erst geklärt werden, darunter die Finanzierungsquellen.

Einige Staaten wollen dafür Gemeinschaftsanleihen ausgeben, während andere – darunter Deutschland – solche Corona-Bonds ablehnen. Der Streit darüber wurde also letztlich vertagt. (Quelle: Tagesschau, 09.04.20)


Lingener Gabenzaun

Die Studentin Anja Engelhardthat den ersten Gabenzaun in Lingen geschaffen. Er steht nahe am Brunnenpark in der Stroot. Die Initiatorin schreibt auf Facebook in einem offenen Brief:

„Hallo ihr da draußen!
Ab sofort befindet sich an der Brunnenstraße (49809 Lingen Stroot) ein #gabenzaun für alle Menschen, die (insbesondere aufgrund der Corona-Krise) in Not geraten sind.
Lasst uns solidarisch sein und gemeinsam einander helfen!
Hierfür könnt ihr in einen Plastikbeutel (um den Inhalt vor Regen zu schützen) nicht leicht verderbliche Lebensmittel, Hygieneartikel, Tiernahrung oder Kleidung packen und diesen einfach direkt an den Zaun hängen.
Nehmt, was ihr braucht und gebt, was ihr selbst auch tendenziell nehmen wollen würdet.

Ich danke euch für eure Hilfe! – bei Fragen rund um das Projekt sowie bei einer aufkommenden Lust Initiative zu ergreifen und mich zu unterstützen, schreibt mich einfach direkt an.

P.s. Aktuell sind alle zehn Beutel aufgrund des Lingener #foodsharing gut bestückt, ein großes Danke an euch!“

(Quelle: FB; 09.04.20)


Bayern und Saarland bei Ausbreitungsberechnung weit hinten

Die Geschwindigkeit, mit der sich das Coronavirus ausbreitet, nimmt weiter ab, doch die Lage bleibt ernst. Eine am Donnerstag veröffentlichte Datenanalyse des NDR zeigt, wie entscheidend das eigene Verhalten ist.

In der Kalenderwoche 14 (ab 30. März) hat sich die Zeitspanne, in der sich die Zahl der Infizierten in Norddeutschland verdoppelt, erneut stark verlängert – auf jetzt mehr als zehn Tage. In der 13. Kalenderwoche (ab 23. März) hatten sich die Fallzahlen noch alle sechs Tage verdoppelt. Damit steht der Norden etwas besser da als Deutschland insgesamt. Dort beträgt die Verdopplungszeit knapp neun Tage.

Das ergibt eine Datenanalyse des NDR auf Basis von Fallzahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bis zum 5. April.

Damit zeigt sich immer deutlicher, dass die Schutzmaßnahmen und Kontakteinschränkungen der vergangenen Wochen greifen. Gleichzeitig gilt die Entwicklung aber weiterhin als kritisch für das Gesundheitssystem. Denn in der Mehrzahl der Bundesländer stiegen die Neuinfektionen weiter an. Erst wenn die Zahl der täglich neu Erkrankten konstant bleibt oder sinkt, und so ein ausreichend niedriges Niveau erreicht, ist das Risiko gebannt, dass das Gesundheitssystem unter der wachsenden Zahl schwerer Covid-19-Fälle zusammenbrechen könnte.

Der NDR berechnet die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus anhand der sogenannten Verdopplungszeit. Sie gibt an, wie wie lange es dauert, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppelt. Eine kleinere Verdopplungszeit bedeutet, dass die Fallzahlen der Erkrankten schneller wachsen. Eine größere Verdopplungszeit hingegen heißt, dass sich der Anstieg der Infizierten, und damit die Pandemie, verlangsamt. Die Verdopplungszeit im Norden liegt bei mehr als zehn Tagen. In den von den Medien als so entschlossen gelobten Bundesländern Bayern und im Saarland verdoppelt sich die Zahl der Erkrankten viel schneller, nämlich alle 7,2 Tage bzw. sogar 5,6 Tage. (Quelle: NDR 09.04.20)


Osteransprache: Weil als Mutmacher

Es wird ein denkwürdiges Osterfest in diesem Jahr in der Corona-Krise. Aus diesem Anlass hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erstmals vor Ostern in einer Ansprache an die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes zu wenden. Darin appelliert er eindringlich an die Vernunft, die Corona-Regeln einzuhalten und das Osterfest mit wenigen direkten sozialen Kontakten möglichst zu Hause zu verbringen. Stephan Weil macht dabei den Menschen im Land Mut, gemeinsam durch diese schwierige Zeit zu kommen.

Der Ministerpräsident ist aber auchgegen eine zu frühe Lockerung der Kontaktsperre. „Wir können das erst umsetzen, wenn die Zahlen deutlich besser sind als sie jetzt schon sind“, sagte Weil dem NDR in Niedersachsen. Die Landesregierung habe die Verpflichtung, die Bürger weiterhin zur Reduzierung ihrer sozialen Kontakte aufzurufen. Er wisse, wie hart die Einschnitte seien – vor allem für ältere und einsame Menschen oder für psychisch Kranke. Er habe aber den Eindruck, dass die Regeln wirkten, sagte Weil. Dies sei auch schon an den rückläufigen Zahlen der Neuinfektionen erkennbar. (Quelle: NDR, 09.04.20)


Einheimische dürfen reisen

Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns dürfen Ostern nun doch Tagesausflüge zu den Ostseeinseln, zur Küste und in die Seenplatte machen. Das OVG Greifswald kippte am Donnerstag überraschend in zwei Eilverfahren das von der Landesregierung verfügte Reiseverbot für die Bevölkerung, aber nur für die sog. „heimische“.

Wie das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstagabend mitteilte, wurde der umstrittene § 4a der Verordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt. Die Vorschrift war erst gestern (!) in die Verordnung eingefügt worden, um die verbotenen Reiseziele nicht allgeein zu benennen sondern zu präzisieren.

Von Karfreitag bis Ostermontag waren danach für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns (sagt man eigentlich Mecklenburg-Vorpommeraner?) Ausflüge zu den Ostseeinseln, zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, in Gemeinden direkt an der Ostsee und Boddengewässern sowie zu Tourismuszentren in der Mecklenburgischen Seenplatte verboten. Damit wollte die Regierung die Kontaktbeschränkungen insbesondere über die Feiertage erzwingen.

Für Touristen aus anderen Bundesländer gilt bereits seit Mitte März ein Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern – zumindest bis zum 19. April. Eingeschlossen ist ein Nutzungsverbot von Ferienwohnungen, die Auswärtigen als Zweitwohnsitz dienen. (Beschl. v. 09.04.2020, Az. 2 KM 268/20 OVG und 2 KM 281/20 OVG)) (Quelle: NDR, LTO, 09.04.20)


Dringend erforderlicher Termin

Bürger in der Bundeshauptstadt dürfen wegen des Coronavirus nur zum Anwalt, wenn sie einen „dringend erforderlichen“ Termin glaubhaft machen. Das ist in Ordnung, befand das OVG. Und stellte doch fest, was der klagende Anwalt hören wollte.

Die bloß bis zum 19. April befristete und allenfalls geringfügige Beeinträchtigung seiner Berufsfreiheit müsse der Anwalt angesichts der überragenden Bedeutung des Gesundheitsschutzes hinnehmen, befand das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg am Dienstag (Beschl. v. 08.04.2020, Az. OVG 11 S 20/20). Nachdem das OVG schon seinen Normenkontrollantrag gegen die Corona-Beschränkung in der Hauptstadt als unzulässig verworfen hatte, ist ein Berliner Migrationsrechtler dort nun auch mit seinem Eilantrag nach § 123 Verwaltungsgerichtsordnung in zweiter Instanz gescheitert.

Allerdings: Wie zuvor schon das VG wollte nun auch das OVG der Verordnung aber keine Verpflichtung entnehmen, den Grund für den Besuch kontrollierenden Beamten mitzuteilen. „Sollte ein Mandant des Antragstellers von der Polizei kontrolliert werden und die Dringlichkeit des Termins glaubhaft zu machen haben, hat er ohne Weiteres die Möglichkeit, sich diese mittels eines Anrufs der Polizei in der Kanzlei des Antragstellers bestätigen zu lassen“, führt der Senat wörtlich aus. „Hierzu bedarf es regelmäßig auch keiner Offenlegung der Einzelheiten des Sachverhalts, der Gegenstand der anwaltlichen Beratung oder Vertretung ist“. (Quelle und mehr…, 09.04.20)


Niederlande: 148 Todesfälle in 24/h, aber weniger Menschen im Krankenhaus

In den letzten 24 Stunden sind im Nachbarland 148 Menschen an dem Corona-Virus gestorben. Dies bringt die Gesamtzahl der Verstorbenen auf 2396.

237 Patienten wurden neu ins Krankenhaus eingeliefert. Die Gesamtzahl aller stationär Behandelten beträgt jetzt 7.972, doch die Zahl der Personen sinkt, die sich tatsächlich noch im Krankenhaus befinden. (Quelle: Tubantia, 09.04.20)


Deutschland: Gute Krankenhäuser aber zu wenig Personal

Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gibt es in Deutschland sechs Betten auf 1000 Einwohner. Damit verfüge Deutschland hinter Japan und Südkorea über die dritthöchste Bettendichte weltweit. Italien komme auf 2,6 Betten je 1000 Einwohner, Großbritannien auf 2,1. Auch was die Ausstattung mit Intensivbetten angeht, sei Deutschland in Europa Spitzenreiter. Zudem seien rund 20.000 Beatmungsgeräte verfügbar. In Frankreich etwa seien es nur 5000, erläutern die IW-Experten.

Zugleich konstatieren sie allerdings einen gravierenden Personalmangel. Mit 2,4 Klinikärzten je 1000 Einwohner liege Deutschland international lediglich im Mittelfeld. Die Schweiz etwa erreiche einen Wert von 3,2, Dänemark von 2,8. Als besorgniserregend beschreiben die Autoren das Fehlen von Pflegekräften. Auf 1000 Einwohner kämen nur 5,6 Pfleger*innen. In Norwegen seien es hingegen neun. (Quelle: Tagesschau, 09.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Gründonnerstag, 09.04.2020, 10 Uhr

Das Wichtigste zu Beginn: Seit gestern hat sch die Zahl der COVID-19-Todesfälle im Emsland nicht verändert. Weiter sind sechs Menschen an dem Corona-Virus verstorben.

Zwar sind 95 (+7) der bisher Infizierten genesen. Aber die Infektions-Fallzahlen im Emsland steigen weiter; seit gestern sind 11 Neuinfektionen hinzu gekommen, so dass die Zahk jetzt 255 Menschen (78,4/100.000) beträgt.

Aktuell befinden sich rund 620 Personen im Emsland in Quarantäne, 10 mehr als gestern

In Lingen (Ems) beträgt die Zahl der nachweisbar Infizierten 51; das sind 2 mehr als gestern (= 93,6/100.000). Bisher sind 13 von ihnen genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 7 3
Einheitsgemeinde Emsbüren 5 (+1) 2
Samtgemeinde Freren 7 (+2) 2
Einheitsgemeinde Geeste 5 2
Stadt Haren (Ems) 22 (+2) 8
Stadt Haselünne 29 18
Samtgemeinde Herzlake 10 6
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 8 2
Stadt Lingen (Ems) 51 (+2) 15
Stadt Meppen 39 (+3) 8
Samtgemeinde Nordhümmling 4 3
Stadt Papenburg 26 14
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 9 (+1) 2
Samtgemeinde Sögel 2 0
Samtgemeinde Spelle 11 2
Einheitsgemeinde Twist 10 3
Samtgemeinde Werlte 5 2
Gesamt* 255 (+11) 95 (+7)
Todesfälle 6
Aktuelle Covid-19-Fälle 154 (+4)

(09.04.20)


📌NRW stoppt Soforthilfezahlungen für Kleinstbetrieb und Soloselbständige

Nach Hinweisen auf einen Betrugsverdacht hat das Land Nordrhein-Westfalen die Zahlung der Corona-Soforthilfe für Soloselbstständige und Kleinstbetriebe vorerst gestoppt. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium teilte am Donnerstag mit, es sei bereits am Dienstag nach Hinweisen auf Fakewebseiten Strafanzeige wegen Betrugs erstattet worden. In Abstimmung mit dem Landeskriminalamt (LKA) sei am Mittwochabend der Stopp verfügt worden.

Update: Video der Tagesschau

Dringende Empfehlung: Für Online-Anträge nur die Ministeriumseiten nutzen!(mehr und Quelle: t-online.de, 09.04.20)


Ruder-WM fällt aus

Die für August 2020 geplanten Ruder-Weltmeisterschaften im slowenischen Bled wurden abgesagt. Sie würden auch nicht nachgeholt, teilte der Weltverband Fisa mit. Die WM in Bled sollte vom 16. bis 23. August 2020 stattfinden.

Stattdessen soll die WM im kommenden Jahr vom 1. bis 5. September an gleicher Stelle nachgeholt werden. Bereits zuvor waren die 3 für dieses Jahr geplanten Weltcuprennen abgesagt worden. Die Olympia-Qualifikation wurde ebenfalls auf kommendes Jahr verschoben. (Quelle: 09.04.20)


Basketball-EM ein Jahr verschoben

Die Basketball-EM der Männer mit der geplanten Endrunde in Berlin findet wegen der Olympia-Verlegung ein Jahr später statt. Das für September 2021 terminiere Turnier, soll jetzt zwischen dem 1. und 18. September 2022 ausgetragen werden. Eine Vorrunde ist in Köln geplant, weitere Gastgeber sind Georgien, Italien und Tschechien. (Quelle: 09.04.20)


Emsland: Drei Pflege-Einrichtungen konkret betroffen

Wegen auftretender Coronainfektionen in Alten- und Pflegeheimen führt der Landkreis Emsland „in den jeweils betroffenen Einrichtungen verstärkt Tests durch“. Insgesamt sind im Landkreis 27 Fälle nachgewiesen, bei denen Heimbewohner an COVID-19 erkrankt sind; in zehn Fällen sind Pfleger*innen infiziert.

Gegenwärtig sind drei Einrichtungen konkret betroffen: 24 Fälle im „Haus Emsblick“ in Meppen, drei Fälle in der Fach-Pflegeeinrichtung St. Katharina in Thuine sowie das Stephanus-Haus in Lingen. Dort sind von acht Bewohnern und zehn Mitarbeitern Abstriche genommen worden; doch die Abstrichergebnisse stehen noch aus.

Die Bewohner und das betroffene Personal in den drei genannten Heimen stehen unter Quarantäne. Alle Kontakte zu den Bewohnern erfolgen ausschließlich „unter Vollschutz“. Um diese Maßnahmen leisten zu können, wurden die betroffenen emsländischen Heime vom Landkreis Emsland mit ausreichend Schutzkleidung versorgt. Mit vollständigen Testergebnissen ist voraussichtlich erst nach Ostern zu rechnen.

Landrat Marc-André Burgdorf erklärte: „Die Testungen werden vorübergehend die Zahlen der infizierten Personen nach oben treiben. Das Vorgehen ermöglicht es uns aber, gerade für diese besonders gefährdete Gruppe frühzeitig die geeigneten Schutzmaßnahmen und Strategien zu ergreifen und so zu versuchen, das Ausbruchsgeschehen in den Einrichtungen in Schach zu halten“.

Ich finde, Ursache und Wirkung sollte der emsländische Landrat noch einmal durchdenken.
(Quelle: Ems-Vechte-Welle, 09.04.20


Vodafone mit Marketing-Aktion

Vodafone will jetzt „systemrelevanten“ Kunden 100 GB Freivolumen geben.

Für das zusätzliche Datenvolumen infrage kommen laut Vodafone Berufsgruppen wie zum Beispiel Ärzte, Pflegepersonal, Polizisten, Kassierende, Postboten, Lieferanten oder Feuerwehrkräfte.

Als ob bei irgendjemandem dieser Berufsgruppen die Arbeit davon abhängt, bei seinem privaten Handy mit Vodafone-SIM-Karte noch ein paar Bytes downloaden zu können. Das weiß natürlich auch Vodafone, daher sagen sie an, dass „stichprobenartig“ zu prüfen.

Die einzigen, die offenbar nicht in Quarantäne gegangen sind, sind die ganzen zugekosten Marketingabteilungen. (Quelle: Fefe, 09.04.20)


UN-Sicherheitsrat mit Videokonferenz über Corona-Krise

Der UN-Sicherheitsrat befasst sich heute (15.00 Uhr Ortszeit; 21.00 Uhr MESZ) erstmals mit der weltweiten Coronavirus-Krise. Die Videokonferenz des Gremiums wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Während der Sitzung soll UN-Generalsekretär António Guterres einen Bericht zum Coronavirus vortragen. Die 15 Mitgliedstaaten des mächtigsten UN-Gremiums halten wegen des Virus ihre Beratungen schon seit Wochen nur noch per Videoschalten ab. Die UN-Vollversammlung hatte bereits in der vergangenen Woche in einer Resolution für globale Solidarität im Kampf gegen die Pandemie plädiert. (Quelle: Tagesschau, 09.04.20)


DGB fordert mehr Kurzarbeitergeld

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine deutliche Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Ähnlich äußerten sich jetzt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft und die Grünen. Viele Angestellte landen mit ihrem derzeitigen Kurzarbeitergeld unterhalb der staatlichen Grundsicherung, wie aus DGB-Zahlen hervorgeht, aus denen die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. Betroffen sind demnach besonders Beschäftigte in den Dienstleistungsberufen, aber auch Kulturschaffende.

„Um halbwegs gut durchzukommen, sind mindestens 80 Prozent des normalen Verdienstes nötig“, sagte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Wenn Tausende zusätzlich Hartz IV beantragen müssten, „weil sie von dem krisenbedingten Mini-Einkommen einfach nicht leben können, dann zahlt das am Ende schließlich auch die Gemeinschaft.“

Gewerkschaftsforderung:Mehr Geld für Kurzarbeiter?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine deutliche Erhöhung des Kurzarbeitergeldes. | mehr

(Quelle/Foto ARD, 09.04.20)


Stadt Wolfsburg: Soforthilfe für Sport und Kultur

Die Stadt Wolfsburg will gemeinnützige Institutionen in der Corona-Krise stärken. Das berichtet Radio NDR 1 Niedersachsen. Seit Mittwochabend können daher Sportvereine, aber auch Kultur-Einrichtungen einen Antrag auf Soforthilfe stellen. Sie erhalten dann maximal bis zu 2.500 Euro. Nach Angaben der Verwaltung wird dafür eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt. Die Formulare sind über die Internetseite der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH abrufbar. (Quelle: NDR, 09.04.20)


Die Krise und Kunst-Apps

Galerien und Museen müssen derzeit auf Besucher verzichten. Nicht aber die Besucher auf die Kunst, denn die Coronapandemie setzt kreative digitale Ideen frei. Etwa Ausstellungen in Form eines Jump ’n’ Run-Games fürs Handy.

Die Coronapandemie bedeutet eine große Einschränkung für unseren Alltag und für das Kulturleben. Corona setzt aber auch viel kreative Energie frei, die bislang brachlag, um Kunst dennoch weiterhin intensiv erfahrbar zu machen – digital, via Tablet oder Smartphone.

Das zeigt sich gerade besonders deutlich im Bereich der Kunstmuseen und Galerien. „Dinge, die früher nicht möglich waren, werden plötzlich von großen Teams in Museen und Galerien umgesetzt“, sagt die „Monopol“-Kolumnistin Anika Meier.

Einer dieser Akteure sei die Berliner König Galerie: Seit Mitte März würden über den Instagram-Kanal @koeniggalerie Live Streams mit Künstler- und Kritikergesprächen und -rundgängen durch die Galerie gezeigt. [Hier geht’s zur König-App]
(Quelle: Deutschlandfunk Kultur, 09.04.20 – Beitrag hören)


Corona-Folgen: „Ich habe Angst um meine Existenz“

Während manche noch um ihre Jobs fürchten, wurden andere schon entlassen. Vier Betroffene erzählen, wann sie von der Kündigung erfahren haben und wie es jetzt weitergeht.

In den USA ist die Lage besonders schlimm: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind seit Mitte März auf etwa zehn Millionen in die Höhe geschnellt. Aber auch in Deutschland und in anderen EU-Staaten werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie immer deutlicher. Nach einer aktuellen Umfrage hat mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Sorge vor der Kündigung. Vier Betroffene, die ihre Jobs wegen der Corona-Krise verloren haben, und ihre Geschichten in der SZ (Quelle, 09.04.20).


GZSZ: Dreharbeiten unterbrochen

Das Coronavirus hat abermals die Dreharbeiten der „Daily Soap“ GZSZ getroffen: Am Set der Daily Soap gibt es einen Coronavirus-Fall. Die Produktion im Filmstudio Babelsberg liegt vorerst auf Eis.

Wie RTL berichtet, ist ein Mitarbeiter, der hinter den Kulissen von GZSZ tätig war, positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Eine Sprecherin der Produktionsfirma UFA Serial Drama bestätigte dem Sender nun, dass der Dreh der Daily Soap deswegen seit Mittwoch, den 8. April, pausiert und die Verantwortlichen zunächst die Anweisungen der Behörden abwarten wollen. (Quelle: Web.de; 09.04.20)


USA: New York trauert um seine Opfer

In New York werden die Flaggen in den kommenden Tagen auf halbmast gesetzt, um die Tausenden Opfer der Corona-Pandemie zu ehren. Derweil mehren sich die Hinweise auf eine hohe Dunkelziffer bei den Toten.

Der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene US-Bundesstaat New York hat mit 779 Toten an einem Tag so viele Opfer zu verzeichnen wie noch nie in der Krise. Damit liege die Zahl der Toten in dem 20-Millionen-Staat bei insgesamt 6.268, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei seiner täglichen Pressekonferenz. „Diese Zahl der Toten wird weiter ansteigen“, sagte er.

Cuomo ordnete an, die Flaggen im Bundesstaat auf halbmast zu hängen. Er verglich die Situation mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen in New York knapp 2.800 Menschen starben. Er hätte niemals gedacht, dass er noch einmal so eine große Katastrophe in seinem Leben sehen werde, sagte der Gouverneur. (Quelle: t-online.de, 09.04.20)


Masken herstellen!

Während immer mehr Corona-Infizierte sterben, diskutieren nicht wenige schon über ein Ende der Beschränkungen. Etwas früh, wie ich finde. Etwas sehr früh. Ich nehme an, dass wir erst einmal lernen werden, mit einem neuen b(09.04.20)ekleidungsstück zu leben: Der Mund-Nase-Maske. Man kann sie so herstellen …

(09.04.20)


Corona-Regeln: Akzeptanz nimmt ab

Die Deutschen halten sich an die Corona-Vorschriften – noch. Der Trend geht dahin, sich wieder öfter mit Freunden und Verwandten zu treffen, gleichzeitig nimmt die Akzeptanz in der Bevölkerung für harte Maßnahmen immer weiter ab. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie, die ein Forscherteam der Uni Mannheim seit dem 20. März durchführt.

Die Sozialwissenschaftlerin und Statistikerin Annelies Blom leitet die Studie, die Teil eines größeren Projekts des Sonderforschungsbereichs „Politische Ökonomie der Reformen“ ist. Bereits seit acht Jahren befragt Bloms Team dafür Menschen, die durch eine zufällige Stichprobe ausgewählt wurden – so sind Deutsche aus allen Bevölkerungsschichten vertreten.

„Diese Zufallsstichprobe ist unglaublich wertvoll“, sagt Blom. „In Deutschland sind wir die einzigen, die so schnell und häufig verlässliche Daten erheben können.“ Rund 3500 Personen befragen die Forscher nun seit dem 20. März zur Corona-Krise, in täglichen Gruppen von etwa 500 Personen. Jeden Tag präsentiert das Team die Ergebnisse der Befragung. (Quelle: Tagesspiegel, 09.04.20)


Zahl der Infektionen gestiegen – 2107 Tote

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 108.202 gestiegen – das sind 4974 mehr als gestern. Die Zahl der Toten nahm binnen 24 Stunden um 246 zu und liegt nun bei 2107.

Die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität registriert für Deutschland 113.296 Infektions- und 2.349 Todesfälle. (Warum sich die Zahlen unterscheiden…)


Verstärkte Kontrollen an der Grenze zu den Niederlanden

Die Niederlande gelten seit vergangener Woche als Corona-Risikogebiet, doch die Grenzübergänge sind nicht geschlossen. Trotzdem müssen Pendler seit gestern mit verstärkten Kontrollen der Bundespolizei rechnen. Sie stockt die Einsatzkräfte um mehr als 100 Beamte auf, um die Infektionsgefahr weiter einzudämmen, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

Der Grenzübergang in die Niederlande, Fahrtrichtung Niederlande. Eine Signaltafel weißt daraufhin Reisen möglichst zu vermeiden. © Hinrich Kuper Foto: Hinrich Kuper

Mehr Grenzkontrollen zu Niederlanden

Die Grenzübergänge zu den Niederlanden bleiben offen, die Bundespolizei kontrolliert aber verstärkt. Die Grenze passieren darf, wer einen triftigen Grund hat. mehr und Quelle: NDR, 09.04.20)


NDR-Ratgeber: Welche Zahlungen darf man stoppen?

Wegen der Corona-Krise bangen derzeit viele Menschen um ihre finanzielle Existenz. Da ihr Einkommen weggebrochen ist, können sie für wichtige Zahlungen wie etwa Miete, Telefon oder Versicherungen nicht mehr aufkommen. Darauf hat die Politik reagiert und zum ersten April ein Gesetz verabschiedet, das Betroffene berechtigt, bestimmte Zahlungen auszusetzen. Die Regelungen für Verbraucher im NDR-Überblick. (Quelle: NDR, 09.04.20)


Oxfam: „More than half a billion…“

More than half a billion more people could be pushed into poverty unless urgent action is taken to bail out poor countries affected by the economic fallout from the Covid-19 pandemic, Oxfamhas warned.

Ahead of three key international meetings next week, the charity said the impact of shutting down economies to prevent the virus spreading risked setting back the fight against poverty by a decade globally – and by 30 years in the hardest-pressed countries of sub-Saharan Africa, north Africa and the Middle East.

An Oxfam report published before virtual meetings of finance ministers of the G20 group of leading developed and developing nations, the International Monetary Fund and the World Bank, said by the time the pandemic was over half of the world’s population of 7.8 billion people could be living in poverty. (Quelle und mehr, 09.04.20)


Corona so far – 100 Days that changed the World – The Guardian

It started with a warning. It turned into a pandemic that has transformed life as we know it: A turbulent decade had reached its final day. It was New Year’s Eve 2019 and much of the world was preparing to celebrate.

The obituaries of the 2010s had dwelt on eruptions and waves that would shape the era ahead: Brexit, the Syrian civil war, refugee crises, social media proliferation, and nationalism roaring back to life. They were written too soon.

It was not until these last hours, before the toasts and countdowns had commenced, that the decade’s most consequential development of all broke the surface.

At 1.38pm on 31 December, a Chinese government website announced the detection of a “pneumonia of unknown cause” in the area surrounding the South China seafood wholesale market in Wuhan, an industrial city of 11 million people.

The outbreak… Read on, my Dear (Quelle und weiter, 09.04.20)


Überblick

  • Aus Niedersachsen wurden am Mittwoch 401 Neuinfektionen gemeldet, aus Schleswig-Holstein 95, aus Hamburg 153, aus Mecklenburg-Vorpommern 16. Damit sind in Norddeutschland bislang mehr als 13.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.
  • Im Landkreis Emsland haben Infektionen in Altenheimen für einen ungewöhnlich starken Anstieg von bestätigten Neuinfektionen gesorgt. Insgesamt sind 244 Infizierte festgestellt worden (+ 31). 88 (+11) sind geheilt. Sechs Menschen sind bisher gestorben.

Appell für Europa

Vor dem Hintergrund der Debatte, wie die EU die wirtschaftlichen Schäden durch die Corona-Pandemie auffangen soll, hat EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans in einem Beitrag für die Zeitung „de Volkskrant“ auf ein “ beispielloses Hilfspaket“ gepocht. Eine „soziale und wirtschaftliche Apokalypse“ dürfe in keinem EU-Land zugelassen werden. Er münzte damit vor allem auf die besonders von der Krise betroffenen südlichen EU-Staaten Italien und Spanien.

Auch der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte warnte gegenüber „Bild live“ vor einem Auseinanderbrechen der EU. Conte ist klarer Befürworter der Corona-Bonds, die Deutschland bislang klar ablehnt. „Deutschland hat keine Vorteile, wenn Europa in der Rezession versinkt. Unsere Volkswirtschaften sind auf eine schwere Probe gestellt“, sagte Conte. (Quelle: ARD, De Volkskrant, 08.04.20)


ARD-Reportage: Leben im Grenzgebiet

Seit Mitte März sind die Grenzen zu mehreren Nachbarstaaten Deutschlands dicht. Das hat mitunter skurrile Folgen – etwa dass der Postbote einen Riesen-Umweg machen muss oder man beim Spaziergang Gefahr läuft, illegal die Grenze zu überschreiten. Was in Zeiten von Corona plötzlich anders ist, zeigt die ARD-Reportage aus dem Zittauer Gebirge, den Bayerischen Alpen und dem Saarland.
(08.04.20)


Italienische Corona-Zahlen – Rettungsschiff sucht sicheren Hafen

In Italien sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 542 weitere Corona-Tote gemeldet worden. Gestern waren es noch 604 Todesopfer binnen eines Tages gewesen. Damit kamen in ganz Italien mittlerweile fast 17.700 Menschen durch das Virus ums Leben.

Die Zahl der neu registrierten Infektionen nahm seit gestern aber abermals zu. Mehr als 3830 weitere Ansteckungen wurden gemeldet. Gestern waren es knapp 3000 gewesen. Damit stieg die Zahl der Infektionen landesweit auf mehr als 139.420.

Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ von der deutschen Organisation „Sea Eye“ wartet bereits seit Anfang der Woche darauf, mit 150 geretteten Migranten an Bord, in einen Hafen einlaufen zu dürfen. Doch wegen der Corona-Krise macht Italien hat das Land seine Häfen als „unsafe“ deklariert.

(Quelle: ARD, 08.04.20)


Bundesverfassungsgericht stärkt Exekutive

Die Verbote in der Corona-Krise greifen bekanntlich in viele zentrale Grundrechte ein. Das Bundesverfassungsgericht setzt die Corona-Schutzmaßnahmen in Bayern in einem Eilverfahren trotzdem nicht außer Kraft.

Auch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat in den letzten Tagen das ein oder andere Eilverfahren anlässlich der Corona-Pandemie erreicht. Erfolgreich waren die Antragssteller in keinem Fall, weil sie an formalen Hindernissen oder der Subsidiarität scheiterten. Nun haben die Verfassungsrichter einen Eilantrag gegen die bayerische Ausgangbeschränkung abgelehnt, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Antrag ist aber der erste, der diese Hürden in der Zulässigkeit genommen hat (Beschl. v. 07.04.2020, Az. 1 BvR 755/20).

Dem Antragsteller ging es zu weit, keine Freunde mehr zu treffen, seine Eltern nicht mehr zu besuchen oder nicht mehr demonstrieren zu können – und er wandte sich ohne zuvor andere Gerichte einzuschalten, direkt an das BVerfG.

Warum war also dieser Antrag gegen die Ausgangsbeschränkung in Bayern zulässig? Das BVerfG erachtete es als „offensichtlich aussichtslos“ zunächst bei den Fachgerichten Rechtsschutz zu erlangen, weil diese bereits in anderen Verfahren den Erlass einstweiliger Anordnungen abgelehnt hätten. So kamen die Richter der 3. Kammer des Ersten Senats dazu, die Entscheidung auch inhaltlich zu begründen.

Im Eilverfahren bedeutet das… (weiter und Quelle: 08.04.20)


Lingen: Problematische Infektionen in Hedon-Klinik und Stephanushus

Am Mittwoch sind zwei besonders problematische COVID-19-Infektionen in Lingen beknnt gworden. Ein Patient in der Laxtener Hedon-Klinik positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Ein Pressesprecher erklärte, man habe den Mann sofort isoliert, bisher zeige er keine Krankheitssymptome. Ebenfalls wurde bekannt, dass eine Mitarbeiterin des zum Caritas-Verbund zählenden Stephanushauses positiv getestet wurde. Bisher zegte sich keine Symptome bei den Bewohner, mit denen die Mitarbeiterin Kotakt hatte. (Quelle, BN; 08.04.20)


Lufthansa verliert 1 Mio Euro … pro Stunde

Der Einbruch der Fluggastzahlen spiegelt sich drastisch in den Finanzen der Lufthansa wider: Konzernchef Carsten Spohr bezifferte die Verluste in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter der Fluggesellschaft: „In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve – Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat.“

Die Lufthansa verhandelt derzeit über mögliche Staatshilfen, um die Krise abzufedern. Die Airline befördert normalerweise täglich etwa 350.000 Fluggäste, derzeit sind es weniger als 3000. (oto: TJDarmstadt CC BY 2.0, Quelle: Tagesschau, 08.04.20)


Kein Übernachten in Wohnmobilen an der Küste

Weiterhin kein Übernachten an der Küste – auch nicht im Wohnmobil: Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat Eilanträge eines Wohnmobiltouristen aus dem Landkreis Leer gegen Parkverbote über Ostern an der niedersächsischen Küste abgelehnt und dami seinen rigorosen Kurs beibehalten.

Die Verbote gelten in den Landkreisen Aurich und Wittmund für Wohnmobile und Wohnwagen. Der Wunsch des Touristen auf freies Reisen und insbesondere Parken seines Wohnmobils sei nicht so schwer zu gewichten wie die Absicht der Landkreise, die Bürger vor einer weiteren Verbreitung des Coronaviruszu schützen und die medizinische Versorgung zu gewährleisten, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Der Antragsteller kann dagegen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.
(Foto: Wohnmobile am Meer (hier: Kroatien) – (picture alliance / Rolf Haid; Quelle, 08.04.20)


Toilettenpapier: Hamsterkäufe sind vorbei

Toilettenpapier wurde zum Symbol der Corona-Krise: Viele Menschen kauften es in rauen Mengen. Der Verkauf von Toilettenpapier ist in der vergangenen Woche aber drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise habe er unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Sie stützten sich auf eine Auswertung digital verfügbarer Kassendaten.

Es sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden als normal. Zum Vergleich: In der Woche davor lag die Verkaufsmenge noch rund 50 Prozent über dem Sechs-Monats-Durchschnitt. Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) liegt das daran, dass die Vorräte mittlerweile aufgefüllt sind. Die Hamsterkäufe sind mittlerweile vorbei. (Quelle: t-online.de, 08.04.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 08.04.2020, 10 Uhr

Ein schlimmer Tag für das Emsland in Corona-Zeiten. Das Bedeutsamste: Die COVID-19-Todesfälle im Emsland haben sich von 3 auf 6 verdoppelt.

Zwar sind 88 (+11) der bisher Infizierten genesen. Aber die Infektions-Fallzahlen im Emsland sind seit gestern mit +31 Fällen so stark gestiegen wie bisher noch an keinem Tag. 244 Menschen (75,1/100.000) haben sich an COVID-19 bisher infizier; das sind 31 mehr als am Vortag. Dies ist auf die zahlreichen Neu-Infektionen in einem Meppener Altenheim zurückzuführen, die in den letzten 24 Stunden bekannt wurden.

Aktuell befinden sich rund 610 Personen im Emsland in Quarantäne, 20 weniger als gestern

In Lingen (Ems) beträgt die Zahl der nachweisbar Infizierten 49; das sind 4 mehr als gestern (= 89,9/100.000). Bisher sind 13 von ihnen genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 7 3
Einheitsgemeinde Emsbüren 4 2
Samtgemeinde Freren 5 (+1) 1
Einheitsgemeinde Geeste 5 2
Stadt Haren (Ems) 20 (+4) 7
Stadt Haselünne 29 17
Samtgemeinde Herzlake 10 5
Samtgemeinde Lathen 4 3
Samtgemeinde Lengerich 8 (-1)* 2
Stadt Lingen (Ems) 49 (+4) 13
Stadt Meppen 36 (+19) 8
Samtgemeinde Nordhümmling 4 3
Stadt Papenburg 26 (+3) 13
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 8 2
Samtgemeinde Sögel 2 (+1) 0
Samtgemeinde Spelle 11 2
Einheitsgemeinde Twist 10 (+1) 3
Samtgemeinde Werlte 5 2
Gesamt* 244 (31) 88 (+11)
Todesfälle 6 (+3)
Aktuelle Covid-19-Fälle 150 (+17)

Bayern: Eine Art Maskenpflicht wahrscheinlich

Eine Maskenpflicht in Bayern wird zunehmend wahrscheinlich. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Dienstag nach der Kabinettssitzung eine entsprechende Regelung angekündigt – ohne sie zu konkretisieren. „Natürlich wird es am Ende eine Art der Maskenverpflichtung geben“, sagte er in der Video-Pressekonferenz. Überall dort, wo Lockerungen erlaubt würden, brauche es Auflagen, Abstand, Desinfektion – und Masken. Welche Bereiche das genau betreffen könnte und ab wann eine solche Verordnung gelten könnte, ließ die Staatskanzlei auch auf Nachfrage offen.

(Quelle: Süddeutsche, 08.04.20)


Japan: Avatar Roboter Graduation in Corona Times

A university in Japan has held a graduation ceremony for students using avatar robots remotely controlled by graduating students from their homes. The avatar robots, dubbed ‚Newme,‘ by developer ANA Holdings, were dressed in graduation caps and gowns for the ceremony, complete with tablets projecting the graduates‘ faces. Business Breakthrough (BBT) University in Tokyo said it hoped the approach could be used as a model for other schools wishing to avoid large gatherings amid the pandemic.

(Quelle: The Guardian, 08.04.20)


New York Times: Kostenfreier Zugang zu Corona-Nachrichten

„We are providing free access to the most important news and useful guidance on the coronavirus outbreak to help readers understand the pandemic. Log in or create an account to read all of the articles on this page.“ (Quelle NYT, 08.04.20)


Donald Trump: Tirade gegen Weltgesundheitsorganisation WHO

Donald Trump hunted for a new scapegoat on Tuesday in an increasingly frantic attempt to shift blame for thousands of American deaths from the coronavirus, accusing the World Health Organization (WHO) of having “called it wrong” and being “China-centric”.

The US president contradicted himself within minutes, first vowing to put “a very powerful hold” on his government’s funding of the WHO, then insisting such a freeze was only under consideration.

Trump’s early inaction has come under renewed scrutiny in the past day after a New York Times reportthat Peter Navarro, Trump’s trade adviser, warned in a memo in late January that the virus could put millions of Americans at risk and cost trillions of dollars. Susan Rice, a former national security adviser, told the Washington Postthat Trump’s missteps “cost tens of thousands of American lives”.

The president has repeatedly denied responsibilityand sought to blame China, the Obama administration and the media. On Tuesday, with the US death toll exceeding 12,000, he unleashed a tirade at the WHO, even though it raised the alarm in January, after which he made statements downplaying it and comparing it to the common flu… (Quelle und mehr: The Guardian, 08.04.20)


Hamburg: Bußgeldbescheid für Poletto

Die Hamburger Star-Köchin Cornelia Poletto soll ein 4.000 Euro-Bußgeld zahlen. Ihr Hamburger Restaurant ist wegen den Corona-Verordnungen zwar geschlossen, Speisen darf sie aber dennoch verkaufen – zum Mitnehmen. Einige Kunden aber setzten sich am vergangenen Samstag trotz Kontaktbegrenzungen in Gruppen vor Polettos Restaurant zusammen.

Beamte hätten eine Gruppe von knapp zwanzig Leuten auf den restauranteigenen Bänken vor Polettos Restaurant vorgefunden – mit Speisen und Getränken. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass daraufhin eine Anzeige aufgenommen wurde. Poletto sagte „Bild“: „Meine Mitarbeiter haben mir berichtet, dass es ein freundliches Gespräch zwischen Beamten und ihnen gegeben habe. Von einer Anzeige oder einem Bußgeld soll nicht die Rede gewesen sein.“

Die Sitzflächen habe sie inzwischen abgesperrt. Vorher sah sie darin keine Notwendigkeit, da sich die Gäste beim Niederlassen an den Abstand von mindestens 1,5 Meter gehalten hätten, so die Restaurantbesitzerin. (Foto privat, ehem. Außenansicht des Restaurants via tripadvisor, Quelle: t-online.de, 08.04.20)


USA: Countrysänger John Prine an Corona gestorben

Trauer um eine Countrylegende: Noch im Februar wurde John Prine bei den Grammys mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Nun ist der Sänger in einem Krankenhaus an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Der vielfach preisgekrönte Sänger und Songschreiber starb am Dienstag in einem Krankenhaus in Nashville (US-Staat Tennessee), wie seine Familie laut der Zeitschrift „Rolling Stone“ mitteilte. Prine wurde 73 Jahre alt. (Quelle: t-online.de, mehr… 08.04.20)


VfL Lingen sagt Citylauf ab

Aufgrund der Corona Pandemie hat der veranstaltende VfL Lingen den diesjährigen Citylauf Lingen abgesagt. Die 31. Auflage des Traditionslaufs war für den 17. Mai geplant. „Einen Ersatztermin wird es aus organisatorischen Gründen nicht geben“, teilte der Verein auf seiner Webseite mit.

Die Entscheidung sei am Montagabend auf einer virtuellen Vorstandsversammlung gefallen. „Wir bedauern diese Entscheidung, weil wir uns alle auf ein fröhliches Laufevent gefreut haben und bitten um Verständnis für diese Entscheidung.“ (Quelle, 08.04.20)


Elterngeld ohne Nachteile

In Deutschland sollen Eltern sollen wegen der Coronavirus-Krise keine Nachteile beim Elterngeld haben. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ist sich mit den Bundestagsfraktionen von Union und SPD einig, die Berechnungsgrundlage vorübergehend zu ändern, wie ihr Ministerium am Dienstag mitteilte. Wenn jemand wegen der Krise gerade weniger verdient, sollen die betroffenen Monate nun nicht mitgerechnet werden. (Quelle: ARD, 08.04.20)


Corona-Infektionen in Altenheim in Meppen

Zwölf Bewohner und acht Pflegekräfte sind in einem Altenheim der Bürgerhilfe in Meppen mit dem Corona-Virus infiziert. Eine infizierte 92jährige ist jetzt im Meppener Krankenhaus verstorben. Unklar sei dabei, ob dies auf die Infektion zurückzuführen sei, hieß es in der Meppener Tagespost. Eine weitere Bewohnerin wird stationär behandelt.

Nach Recherchen des ARD-Magazins „Fakt“ sind inzwischen bundesweit mindestens 331 Pflegeheime von Infektionsfällen mit dem Coronavirus betroffen. Das geht aus einer gestern gesendeten Umfrage des Magazins in den zuständigen Ministerien aller Bundesländer hervor. Bayern, das Saarland und Sachsen-Anhalt haben -so „Fakt“- allerdings keine Angaben gemacht (Quelle: MT, ARD 08.04.20)


Niedersachsen mit der nächsten Murks-Verordnung

mehr ( hier der Verordnungstext ohne Push-Link)
(Quelle: Twitter 08.04.20)


Überblick

  • Das Robert-Koch-Institut hatte – Stand Mitternacht – 99 225 gemeldete Fälle bundesweit angezeigt bekommen. Mittlerweile gebe es 1607 Todesfälle, 173 mehr als am Vortag. Nach einer Erhebung der SZ gibt es in Deutschland inzwischen mehr als 100 000 Infektionsfälle.

  • Erfreulich sei die Zahl der genesenen Patienten, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler: Der aktuelle Schätzwert belaufe sich auf 33 300.

  • Mehr als 12.300 Menschen in Norddeutschland bislang positiv auf Coronavirus getestet, 6.444 davon in Niedersachsen, das 111 Todesfälle zu beklagen hat. Die Zalen stammen vom RKI. Im Emsland sind aktuell noch 133 infiziert, 73 geheilt. Drei Menschen sind gestorben. Die Zahl der Infizierten in Lingen beträgt 45 Personen, von denen 11 als geheilt gelten.
    (07.04.20)


Keine Volksfeste im Norden – Pleitewelle?

Die Coronavirus-Pandemie hat auch den Auftakt der Volksfeste im Norden verhindert. Die Aussichten für die kommenden Monate sind ungewiss. „Für viele Betriebe ist das existenzgefährdend“, sagte Rudolf Robrahn, Vorsitzender des Schaustellerverbands Bremen, der Deutschen Presse-Agentur.

„Das sind keine Umsatzeinbußen. Das ist ein Totalausfall“, klagte Robrahn. Nach dem Winter hätten die Betriebe keine Rücklagen. Zwei oder drei Monate könne man überbrücken – „das war’s dann“. Die staatlichen Hilfen reichten nicht. Müller berichtete, dass seine Saisonarbeitskräfte kein Kurzarbeitergeld bekommen.

Auch in der Region an Ems und Vechte fallen bis auf weiteres alle Schützen- und Volksfeste aus. Auch die Kirmes-Veranstaltungen sind abgesagt oder stehen kurz davor. (Foto: Kirmes von CC ArchivRhedeWeitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international; Quelle: NDR, 07.04.20)


Abgrund

Verschwörungstheorien zu Corona schüren zunehmend Hass und gefährden Menschenleben. Ein Blick in den Abgrund.

Einige Heilpraktiker empfehlen, Bleichmittel zu trinken. Dann sei man gegen das Virus immun. Andere behaupten, es existiere überhaupt kein Virus: Alles sei inszeniert, um die Menschheit zu versklaven. Oder von einer Wirtschaftskrise abzulenken. Oder Angela Merkel zu verhaften.

Viele Verschwörungstheorien, die in diesen Tagen über Corona kursieren, sind so haarsträubend, dass man sich kaum vorstellen kann, irgendjemand könnte sie ernst nehmen. Tatsächlich werden sie zigtausendfach über die sozialen Netzwerke und per Messenger verbreitet. Von Esoterikern und Geschäftemachern, von religiösen Fanatikern und Rechtsextremen, aber auch von Menschen, die offenbar einfach verunsichert sind. Die Folgen sind sehr real. Nicht nur verleiten Verschwörungstheorien dazu, sinnvolle Sicherheitsmaßnahmen zu missachten, dadurch sich und andere zu gefährden. Sie können auch Hass auf Minderheiten schüren, die medizinische Versorgung gefährden, zu konkreten Gewalttaten anstiften. All dies ist in den vergangenen Tagen geschehen.
(Quelle und mehr: Der Tagesspiegel, 07.04.20)


Wenn zu Hause bleiben keine Option ist

Die Krise durch das Virus Covid-19 offenbart eine Grenze in Deutschland. Manche können reagieren, andere nicht. Es sind die Schwachen, die Corona schon jetzt härter trifft als den Durchschnitt. Für über 40.000 Menschen bundesweit ist „zu Hause bleiben“ keine Option. Das NDR Fernsehen zeigt ihre Situation:

Obdachlose © NDR Foto: Screenshot

Corona ganz unten
Panorama – die Reporter

Die Corona-Krise offenbart eine stillschweigende Grenze in Deutschland. Es sind die Schwachen, die das Virus schon jetzt härter trifft als den Durchschnitt. mehr

(Foto und Quelle: NDR, 07.04.20)


Aida-Cruises: Crews sitzen fest

Bis zu 8.000 Crewmitglieder der Rostocker Reederei Aida Cruises sitzen aktuell an Bord von insgesamt 14 Schiffen in aller Welt fest. Damit sind etwa halb so viele Mitarbeiter an Bord der Aida Schiffe, wie sonst bei Fahrten mit Urlaubern. Die Seeleute und Servicekräfte stammen aus rund 50 Ländern.

Wie ein Unternehmenssprecher in Rostock sagte, sei es nicht nur sehr kompliziert, die Crewmitglieder in den Häfen von Bord zu bekommen. Selbst wenn das gelänge, würden die weltweiten Reisebeschränkungen es verhindern, dass Mitarbeiter in ihre Heimatländer weiterreisen könnten. (Foto: Pixabay; Quelle NDR, 07.04.20)


Japan: Ausnahmezustand

Japans Premier Abe hat wegen der Corona Pandemie einen einmonatigen Ausnahmezustand verhängt. Gleichzeitig brachte die Regierung ein riesiges Konjunkturpaket auf den Weg.

Der Ausnahmezustand gilt bis zum 6. Mai für die Hauptstadt Tokio sowie sechs Präfekturen und soll zur Eindämmung des Coronavirus im Land beitragen. Nach Angaben Abes wird es aber keine Ausgangsbeschränkungen nach europäischem Vorbild geben. Den Verwaltungen der Präfekturen solle lediglich ermöglicht werden, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören Laden- und Restaurantschließungen ebenso wie Zwangspausen für Schulen. Den Menschen wird empfohlen, zu Hause zu bleiben. Allerdings wird es nicht möglich sein, Verstöße gegen die Regelungen mit Bußgeldern zu ahnden. (Quelle: SPON, 07.04.20)


Digital: Gedenkstätte KZ Esterwegen erinnert an Befreiung vor 75 Jahren

Die Gedenkstätte Esterwegen erinnert heute an die Befreiung der Konzentrationslager im Emsland vor 75 Jahren. Gedenkfeiern seien wegen der Corona-Pandemienicht möglich, erklärte die Leiterin der Gedenkstätte Andrea Kaltofen in Radio NDR1 Niedersachsen. Im Internet zeigt die Gedenkstätte jedoch historische Dokumente und Zeitzeugenberichte.

So fasst die Gedenkstätte Esterwegen auf ihrer Facebook-Seite die Ereignisse vom April 1945 zusammen und veröffentlicht unter anderem historische Dokumente wie Todesmeldungen und Zeitzeugenberichte. (Foto: GFDL CC BY-SA 3.0: Gedenkstätte Esterwegen, Quelle NDR, 07.04.20)


Deutsche EU-Präsidentschaft muss wohl neu geplant werden

Die Corona-Krise wirft die bisherige Planung für die bevorstehende, halbjährige deutsche EU-Ratspräsidentschaft wohl über den Haufen. „Die ersten Erfahrungen mit der neuen Realität zeigen: Unsere Präsidentschaft wird nicht mehr in der geplanten Art und Weise stattfinden können“, heißt es in einem vertraulich eingestuften Bericht des des deutschen EU-Botschafters in Brüsseln an das Kanzleramt und die Bundesministerien, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den zuerst der „Spiegel“ berichtete.

Dies betreffe die inhaltliche Vorbereitung, die Arbeitsweise wie auch die Planung von Veranstaltungen. „In den Mittelpunkt rücken fortan die Handlungsfähigkeit der europäischen Institutionen, Krisenmanagement, Exit und Wiederaufbau – womöglich die Aufrechterhaltung der EU-Integration an sich“, schreibt Clauß. „Hieran wird der Erfolg unserer Präsidentschaft gemessen werden.“
(Quelle Spiegel, 07.04.20)


Gottesdienst-Verbot gerechtfertigt

Das Berliner Verwaltungsgericht hält das Verbot von Gottesdiensten an Ostern wegen der Corona-Krise für rechtmäßig. Die Richter wiesen den Eilantrag des religiösen Instituts St. Philipp Neri und eines Gläubigen zurück. Die Regelung in der Berliner Corona-Verordnung bedeute zwar einen Eingriff in die Religionsfreiheit. Dieser sei jedoch gerechtfertigt durch „den Schutz von Leben und Gesundheit sowohl der Gottesdienstteilnehmer als auch der übrigen Bevölkerung“.

Der Kasseler Verwaltungsgerichtshof wies einen Eilantrag gegen das Gottesdienstverbot in Hessen ebenfalls ab. Dort hatte ein Mitglied der römisch-katholischen Kirche geklagt. (Quelle VerwG Berlin, 07.04.20)


Hoffnung auf Blutplasma

In Südkorea haben sich zwei ältere Patienten von ihrer schweren Lungenerkrankung erholt, nachdem sie mit dem Blutplasma geheilter Coronavirus-Patienten behandelt worden sind. Eine Plasma-Therapie könne zu einer alternativen Behandlung für schwerkranke Covid-19-Patienten werden, die nicht auf antivirale Medikamente ansprächen, sagte Choi Jun Yong, Arzt und Forscher am Severance Hospital in Seoul. Es seien jedoch umfassende klinische Tests notwendig, um die Wirksamkeit zu beweisen.

Bei einem der Patienten handelte es sich nach Angaben des Arztes um einen 71-jährigen Mann ohne Vorerkrankungen, dessen Zustand sich erst besserte, als er mit dem Plasma eines geheilten Patienten zwischen 20 und 30 Jahren und Steroiden behandelt worden sei. Er war zunächst mit Malaria-Medikamenten behandelt worden. Bei einer 67 Jahre alten Patientin schlugen erste Therapien ebenfalls nicht an, darunter Malaria- und HIV-Medikamente. (Foto: Blutplasma, via pixabay; Quelle: Tagesschau, 07.04.20)


Weltweit

Weltweit sind nach den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (Baltimore) zufolge bereits mehr als 80.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 stieg weltweit auf rund 1,4 Millionen, wie aus Daten der Universität hervorging. In Italien starben demnach mehr als 17.000 Corona-Infizierte, in Spanien rund 13.900, in den USA mehr als 12.000 und in Frankreich mehr als 10.000.

Unter den am stärksten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Ländern registrierte die Universität den höchsten Anteil an Corona-Toten relativ zur Bevölkerungszahl bislang in Spanien und Italien. In beiden Ländern starben etwa 27 Menschen pro 100.000 Einwohner an dem Virus. In Deutschland waren es dagegen rund 2,2 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in China rund 0,2. (Quelle: t-online.de, 07.04.20)


Kreis Steinfurt mit hoher Infektionsrate: 166,7/100.000

Der Nachbarkreis Steinfurt (NRW) weist längst eine sehr hohe Infektionsrate auf. Insgesamt waren heute 746 (gestern 702) Infektionen im Kreis Steinfurt mit dem Corona-Virus nachgewiesen (Stand: 7.4.2020, 10:00 Uhr); rund 1.400 Personen befinden sich in Quarantäne.

Aktuell befinden sich 479 Infizierte in der Isolierung. Aus der Quarantäne wurden rund 2.200 Menschen entlassen. insgesamt 12 Todesfälle nachweislich Infizierter gibt es jetzt im Kreis Steinfurt. Für den Kreis Steinfurt wurden bisher 245 gesundete gemeldet.Aus folgenden Kommunen sind heute betroffen :(in Klammern die Zahlen vom Vortag):Altenberge: 7 Menschen (6), Emsdetten: 83 (77), Greven: 30 (25), Hopsten: 9 (9), Hörstel: 13 (14), Horstmar: 4 (2), Ibbenbüren: 43 (41), Ladbergen: 3 (3), Laer: 6 (6), Lengerich: 47 (46), Lienen: 3 (3), Lotte: 13 (11), Metelen: 10 (10), Mettingen: 15 (14), Neuenkirchen: 3 (3), Nordwalde: 8 (8), Ochtrup: 16 (15), Recke: 26 (24), Rheine: 59 (55), Saerbeck: 10 (10), Steinfurt: 44 (38), Tecklenburg: 10 (9), Westerkappeln: 5 (5) und Wettringen: 12 (12)
(Quelle Wirin, 07.04.20)

Zahl: Infizierte in der Grafschaft Bentheim

Zu den bisherigen 137 Fällen Infizierter sind heute (Stand: 12 Uhr) fünfzehn neue Fälle hinzugekommen. Die Gesamtzahl liegt damit bei 152. Bisher sind drei Sterbefälle im Landkreis zu verzeichnen.

68 Infizierte sind geheilt. In häuslicher Absonderung bzw. Quarantäne befinden sich ca. 491 Personen.

(Quelle: LK Grafschaft Bentheim; 07.04.20))


Germanwings bleibt am Boden

Die Corona-Pandemie zwingt die Lufthansa zu drastischen Einschnitten. Das Unternehmen stellt den Betrieb der Tochterfirma Germanwings ein. Auch Flugzeuge anderer Teilgesellschaften sollen stillgelegt werden.

Mitten in der Corona-Krise schließt die Lufthansa den Flugbetrieb ihrer Kölner Tochter Germanwings. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen außerdem Flugzeuge anderer Teilgesellschaften stillgelegt werden. Bei nahezu allen Flugbetrieben des Konzerns sollen demnach Kapazitäten verringert und die Verwaltung verkleinert werden.

Bei der Kerngesellschaft Lufthansa sollen dauerhaft 18 Langstreckenflugzeuge und elf Mittelstreckenjets am Boden bleiben. Darunter sind sechs Maschinen des Typs Airbus A380, die ohnehin ab 2022 an den Hersteller Airbus zurückgehen sollten. Auch das Langstreckenangebot der Eurowings wird deutlich verkleinert, wie der Vorstand beschlossen hat.

Die Lufthansa Technik AG hat für rund 12.000 Beschäftigte in Deutschland Kurzarbeit bis Ende August vereinbart. Allein in Hamburg sind mehr als 8.000 Mitarbeiter betroffen.
(Foto Germanwings-Airbus, CCAttribution 2.0 Generic Aero Pixels; mehr… Quelle: t-online, NDR, 07.04.20)


Endlich: Flüchtlingskinder aus Griechenland kommen nach Ostern

Niedersachsen erwartet offenbar 50 unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln. Die Kinder und Jugendlichen werden in der nächsten Woche aus Griechenland ausgeflogen und für 14 Tage zentral in Quarantäne untergebracht werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich mit Vertretern der Fraktionen von Union und SPD im Bundestag verständigt, dem Kabinett am Mittwoch die Aufnahme vorzuschlagen. Die Landesregierung in Hannover hat laut DPA zugesagt haben, dass diese Kinder und Jugendlichen ihre Corona-Quarantäne in Niedersachsen verbringen können. Anschließend sollen sie auf mehrere Bundesländer verteilt werden.

Insgesamt sollen bis zu 1500 dieser unbegleiteten Flüchtlingskinder nach Deutschland kommen. (Quelle: NDR, 07.04.20)


Das aktuell leerstehende Marienhospital in Laer (NRW, Kreis Steinfurt)

soll als sogenannte „Überlauf-Einrichtung“ wieder in Betrieb genommen werden. Damit will der Kreis Steinfurt auf einen steigenden Bedarf an stationärer Versorgung vorbereitet sein. Die Gefahrenabwehr des Kreises Steinfurt bereitet die Einrichtung für den pflegerischen Betrieb von bis zu 200 Liege-Pflegeplätzen vor.

„Geplant ist, dass dort Menschen mit Fieber, das wahrscheinlich bedingt durch das Coronavirus auftritt, behandelt und versorgt werden können, wenn die Versorgung in regulären Krankenhäusern aus Kapazitätsgründen nicht mehr durchgehend möglich oder nach ärztlicher Einschätzung nicht erforderlich ist.“

Der Kreis Steinfurt appelliert auch hier an die Solidarität mit den Menschen im Kreis, für die eine Infektion schwer verlaufen würde.

Außerdem hat der Kreis Steinfurt ein Pflegelazarett in der LWL-Klinik in Lengerich eingerichtet. Dort stehen seit 10 Tagen zunächst 60 Betten für Pflegebedürftige zu Verfügung, die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind.

Absicht ist es, dort die pflegerische Versorgung von Menschen sicherzustellen, die sowohl von ihren Angehörigen als auch von professionellen ambulanten oder stationären Pflegediensten nicht mehr versorgt werden können.

(Foto ; © UKM, Quelle: wirin, 07.04.20)


8 Mio Masken

Ein Frachtflugzeug der Lufthansa hat acht Millionen Schutzmasken aus China nach Deutschland gebracht. Die Boeing 777F landete am Dienstagnachmittag in München, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Die Maschine war demnach am Montag in Shanghai gestartet und nach einem Zwischenstopp in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul weiter nach München geflogen. Die Masken waren in 4000 Kartons verpackt. Die Ladung hatte ein Gesamtgewicht von 26 Tonnen. (Quelle t-online.de, 07.04.20)


„Hygienische Sauerei“

Die Träger wollen sich gegen Keime und sogar das Coronavirus schützen. Doch ein Arzt warnt nun: Wer medizinische Handschuhe verwendet, riskiert eine „Kloake an den Händen“.

Seit die Corona-Krise sich verschärft hat, sieht man