Touché, Andre!

6. September 2021

Andre Schoo ist stresserprobt. Nicht nur weil er lange Jahre wegen seines strammen Linksausschusses in den Herrenmannschaften des Altenlingener Sportvereins ASV Leistungsstütze war. Vor allem ist er auch Intensiv- und Anästhesiepfleger im hiesigen Krankenhaus, erprobt als Pflegekraft von Corona-Erkrankten. Da muss man schon Nerven haben und behalten. Der Vater zweier Söhne ist schließlich auch seit 2016 Vertreter der Bürgernahen im Ortsrat Altenlingen. Das ist das Gremium, was vor rund einem Dutzend Jahren Applaus zur Abholzung des eigenen Altenlingener Waldes spendete und keine Einwände gegen den Kahlschlag hatte. Jetzt, im Kommunalwahlkampf 2021 singen die Holzhacker von damals zwar das hohe Lied des Naturschutzes und wollen aber, hinter vorhealtener Hand, vielleicht dann doch eine Straße durch den Forst schlagen, die sog. „Nordtangente“ – wenn man sie lässt. Und der Altenlingener Ortsbürgermeister plakatiert dazu den passenden Satz: „Nicht reden. Machen!

Andre Schoo hat darauf die richtige Antwort. In einem Brief von ihm und der klugen BN-Kandidatin Anne Reul an ihre Altenlingener Nachbarn schreiben beide diese persönliche Anmerkung:

„Der Ortsbürgermeiser wirbt mit „Nicht reden. Machen!“. Diese Art von Politik ist nicht unsere Sache. Sie erinnert an Zeiten, in denen im Altenlingener Forst einfach gemacht und abgeholzt wurde. Diese Zeiten wollen wir nicht zurück. Wir wollen“, heißt es in dem Brief an die Altenlingener Wählerinnen und Wähler weiter, „mit Ihnen reden, ergebnisoffen und fair, um so die beste Lösung zu finden. Das ist unser Weg.“

Touché, sagt man dazu.

Erst reden, dann machen

5. September 2021

Im Lingener Ortsteil Altenlingen wird gerade großflächig damit geworden, nicht zu reden sondern zu machen. Ortsratsmitglied Andre Schoo (BN) hat da eine ganz andere Meinung:

Raffis Übergabe

4. September 2021

Heute, am 4. September 2021 serviert Rafael Kurella, allseits bekannt als Raffi, Cocktails, Wein, Bier und anderes im Butchers in der Schlachterstraße. Das Besondere: Es ist Raffis letzte Samstagsschicht im Butchers. Die beste Lingener Bar lädt daher ein: „Kommt rum und stoßt auf ein (vorerst) letztes Gläschen und Pläuschchen an.“
Der Duisburger Rafael Kurella verlässt Lingen. Er glänzte bei Markus Quadts Corona-Biertasting-Übertragungen und streute zwischendrin einige unvergessene Gin-Verkostungen ein. Unvergessen seine Sockengeschichte: Raffi wurde während einer Übertragung auf das Thema Socken angesprochen. Also beschloss die Crew, Socken zu produzieren. „300 Paar haben wir davon verkauft, hat Markus Quadt errechnet.“
Jetzt also zieht Kult-Raffi nach Hamburg und wird dort ab Mitte September im The Chug Club feine Drinks servieren. Das Lokal in der Taubenstraße in St. Pauli kennen die Freunde des Butchers aus den digitalen Gin Tastings und vom hervorragenden Lupita Margarita, den man auch auf der Lingener Barkarte findet.
Also: Raffis letzte Schicht ist heute am 4. September. Ab 19h bis open end. Keine Reservierungen.

Räuberhände

3. September 2021

Mit „Räuberhände“ hat Regisseur Ilker Çatak den Erfolgsroman von Finn-Ole Heinrich verfilmt. Das Buch avancierte nach seiner Erstveröffentlichung 2007 zum Beststeller, gilt heute in vielen deutschen Schulen als Pflichtlektüre und wurde in seiner Bühnenfassung am Hamburger Thalia Theater bereits über 100 mal aufgeführt. Jetzt ist daraus ein gelungener Coming-of-Age-Film gedreht. Darin überzeugen nicht nur die Schauspieler, sondern auch große Themen werden angepackt. Das kann deutsches Kino. 

Janik und Samu sind seit Kindheitstagen beste Freunde und stehen kurz vor dem Abitur. Danach geht es zusammen in die Türkei, wo Samu hofft, seinen biologischen Vater zu treffen.

Das ist der Plan und davon kann die beiden nichts abbringen, weder Janiks Freundin noch die Eltern. Kurz vor der Abfahrt wird die Freundschaft der beiden durch eine sexuelle Eskapade Janiks im Rausch ernsthaft belastet.

Die Verfilmung des Romans „Räuberhände“ überzeugt durch die beiden natürlichen, jungen Hauptdarsteller und das gesamte Schauspielerensemble. Die etwas komplexere Coming-of-Age Geschichte unter zwei besten Freunden unterhält durch lebensnahe Dialoge und eine sehr mobile, fließende Kamera von Judith Kaufmann.

DLF Kultur schreibt:

„Ein ebenso kraftvoller wie sinnlicher Film um zwei große Jungs, die sich von ihren Elternhäusern abkapseln, aber nicht sofort erwachsen werden möchten. Dabei schwingt auch eine dramatische Komponente um Samuels Mutter mit, die Alkoholikerin ist, ihren Sohn durchaus liebt, aber von ihm auch immer wieder auf Distanz gehalten wird.

Und so sieht man endlich einmal eine deutsche Produktion, die ebenso spielerisch wie ernsthaft Themen wie das Erwachsenwerden, Migration, soziale Kluft und die Lust auf das Leben mit allen Irrungen überzeugend in großartige Kinobilder verpackt.“

Der Film läuft seit Donnerstag in Münster und Oldenburg, aber ich habe wirklich keine Ahnung, wann der Streifen in ein Lingener Kino kommt. Vielleicht kann Tobi Mielke, Macher des Centralkinos, uns das verraten…

 

7. Lingener Bierkultur

3. September 2021

7. Lingener Bier Kultur
Das Festival im Emsland zu Brauhandwerk, Bier und Genuss
mit BrewDog (Berlin), Brauhaus Riegele (Augsburg), Emsländer Brauhaus (Lünne),
Hanscraft & Co. (Aschaffenburg), Kraft Bräu (Trier), Kehrwieder Kreativbrauerei (Hamburg), Lemke Berlin (Berlin), FrauGruber (Augsburg), Mashsee Brauerei (Hannover), Mein Sudhaus (Königswinter), Munich Brew Mafia (München),
Pinkus Müller (Münster), Superfreunde (Berlin), ÜberQuell (Hamburg),
Wildwuchs (Hamburg)

Lingen (Ems) –  Universitätsplatz
Freitag, 03. und Samstag, 04. September 2021 – jeweils 17 – 24 Uhr
Eintritt 10 Euro  (in bar)  Dafür gibt es das aktuelle LBK 2021 Glas und eine Dose des Festivals Biers (FrauGruber). „Haltet also eines der „3G“ und 10 Euro in bar bereit. Wir versuchen den Einlass so sicher und schnell als möglich zu organisieren.“

Unsere Küchenmannschaft der Alten Posthalterei und der Sieben werden Euch wieder mit Leckereien überraschen.

Musik an beiden Tagen: Die Bako-Brothers & Friends sorgen für bestes Festivalfeeling.

„Wir möchten keinerlei Diskussionen. Wir nehmen die aktuellen Situation erst und werden alle Auflagen ausnahmslos umsetzen: Am Eingang müsst Ihr nachweisen, dass ihr Geimpft, Genesen oder negativ Getestet (24 Std.) seid. Zusätzlich müsst Ihr Euch bei der Luca oder Corona App digital registrieren. Es wird keine Ausnahmen geben. Wer sich nicht an die Regeln hält wird gar nicht erst auf das Gelände gelassen bzw. wird sofort des Platzes verwiesen.

Es werden nur eine gewisse Anzahl an Gästen auf dem Platz erlaubt sein. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Es wird KEINE Reservierungen, Anmeldungen oder ähnliches geben. Also seid pünktlich und wartet lieb und rücksichtsvoll in der Schlange.
ACHTUNG: Es wird NICHT möglich sein am Anfang Karten zu besorgen und dann später wieder zu kommen! Wir wollen einen fairen Ablauf für alle.

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TERMIN & AUSSICHT
Wir wollen den „Kleinen“ eine Plattform bieten und auf Fernsehbiere an diesem Wochenende verzichten. Wir möchten unsere Plattform für gutes handwerklich gemachte Biere bewahren und ganz behutsam verbessern und Euch noch mehr Lebensfreude schenken. Kleine und mitelständische Brauereien kommen zu uns nach Lingen und wollen Euch mit Ihren Bieren begeistern.
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Wir wollen eine entspanntes Wochenende verbringen ohne harten Alkohol. Junggesellenabschiede sind deshalb NICHT erwünscht. Kommt gerne OHNE “Lustige Verkleidung” und “Bauchladen”.
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(Quelle: PM Alte Posthalterei)

Am Sonntag, 12. September, sind Kommunalwahlen in Lingen. Unsere BürgerNahen (BN) treten an, natürlich mit mir, Robert Koop.

Unser BN-Programm und unabhängige Kandidatinnen und Kandidaten findet man hier.

Hier geht es zu den Briefwahl-Informationen.

Am 12. September ✘✘✘ für „Die BürgerNahen“ – unsere unabhängige Wählergemeinschaft für Lingen.

ONYX PIANO DUO

31. August 2021

55. Hauskonzert in der Emsphilharmonie
ONYX PIANO DUO
Samstag, 4. September 2021 – 19 Uhr und 20.30 Uhr
bei Familie Löning, Lingen (Ems), Falkenstraße 17

Eintritt frei,
Spende in die aufgestellte Künstlersozialkanne erbeten

Marie-Thérèse Zahnlecker und Jonas Gleim sind das ONYX PIANO DUO. Es erwartet uns ein Abend mit Musik für Klavier vierhändig. Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Claude Debussy und Samuel Barber. Es finden wieder zwei einstündige Konzerte statt und zwar um 19 Uhr und um 20:30 Uhr. Eine Anmeldung ist dringend erforderlich.

Zum Duo:
„Erstaunlich ist ihre musikalische Übereinstimmung, das sind die perfekte Agogik, eine bruchlose Darstellung, eine vielsagende Klangrede. Bei Marie-Thérèse Zahnlecker und Jonas Gleim scheint die Musik aus einer kreativen Quelle zu kommen. Konflikte gibt es bei ihnen nur in der komponierten Musik, nicht in ihrer Interpretation.“ (Mainpost)
Das Onyx Piano Duo studierte in der Kammermusikklasse bei Prof. Denise Benda an der Hochschule für Musik Würzburg und gewann 2017 den Fischer-Flach-Wettbewerb für Kammermusik.

Über Marie-Thérèse Zahnlecker
Ein natürliches und unprätentiöses Spiel, in dessen Zentrum immer der musikalische Ausdruck steht, zeichnet Marie-Thérèse Zahnlecker aus.
Als Gewinnerin des Wolfgang Fischer und Maria Fischer-Flach Wettbewerbs, sowie Preisträgerin der Deutschen Stiftung Musikleben, der Bundesapothekerkammer, des Klassikpreises der Stadt Münster und des WDR konzertierte sie unter anderem in Hamburg, Karlsruhe und München. International gefragt gastierte sie unter anderem in St. Petersburg und Meran. Aufgewachsen im Süden Deutschlands gewann die junge Pianistin schon früh mehrere Bundespreise bei „Jugend musiziert“ sowohl solistisch wie auch als gefragte Kammermusikpartnerin. 2018 erhielt sie mit Christina Bernard, Saxofon, im Internationalen Wettbewerb für Verfemte Musik, Schwerin den 2.Preis.
Marie-Thérèse Zahnlecker spielte solistisch mit zahlreichen Orchestern wie der Badischen Philharmonie und dem Südwestdeutschen Kammerorchester, und brachte Klavierkonzerte von Mozart, Beethoven, Mendelssohn und Tschaikowsky zur Aufführung. Ihr Repertoire reicht von Bach bis in die zeitgenössische Moderne, im Mittelpunkt aber steht für sie die Beschäftigung mit Beethoven und Schumann.
Abseits der gängigen Repertoirepfade arbeitet sie regelmäßig mit dem Komponisten Henrik Ajax zusammen und spielte im Jahr 2015 die Uraufführung seines Stücks „Trialog“ für Klavier solo in München; ein Film zu diesem Stück wurde mit dem preisgekrönten Nachwuchsregisseur Anatol Schuster im selben Jahr gedreht.
Sie legte ihr Meisterklassendiplom bei Professor Bernd Glemser in Würzburg ab und erhielt wichtige musikalische Anregungen von weiteren bedeutenden Musikern wie Dmitri Bashkirov, Janina Fialkowska, Ragna Schirmer, Reto Bieri, Denise Benda, Markus Schirmer und Grigory Gruzman.

Über Jonas Gleim
„Jonas Gleim bringt alle Fähigkeiten mit, die ein Pianist braucht: brillante Technik mit einem perlenden Anschlag, der ihn auch in den schnellsten Passagen jeden Ton deutlich artikulieren lässt, und Sinn für die richtige Phrasierung.“ So beschreibt die RHEINPFALZ das Spiel des jungen Pianisten und lobt weiterhin „die Klarheit und Strukturiertheit seines Spiels, das für Stringenz und Straffheit steht, dabei stets elastisch bleibt.“
Jonas Gleim studierte an der HfM Würzburg bei Prof. Bernd Glemser, sowie in den Kammermusikklassen von Prof. Denise Benda und Prof. Reto Bieri.
Neben dem Klavier galt seine musikalische Leidenschaft schon früh auch dem Cellospiel, zuletzt als Schüler von Prof. Bernhard Schmidt, dem Cellisten des Mandelring-Quartetts.
Inzwischen kann er auf über 40 Wettbewerbspreise als Pianist und Cellist zurückblicken, darunter mehrere erste Preise des Wettbewerbs „Jugend Musiziert“ auf Bundesebene und ein Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben für Klavierbegleitung.
Besonders liegt Jonas Gleim die Kammermusik am Herzen: So gründete er mit Anna Wiedemann (Violine) und Jaromir Kostka (Cello) das Trio Condimento, welches unter anderem von „Yehudi Menuhin Live Music Now“ gefördert wird. Außerdem bildet er zusammen mit der Pianistin Marie-Thérèse Zahnlecker das Onyx Piano Duo. 2017 gewannen sie den Hauptpreis des Fischer-Flach Kammermusikwettbewerbs und konzertierten unter anderem beim Kissinger Winterzauber und beim Eröffnungskonzert des Karel-Kunc-Wettbewerbs. Solistisch trat er mit der Jungen Südwestdeutschen Philharmonie, der Kammerphilharmonie Mannheim und dem Kammerorchester Bad Dürkheim auf.
Jonas Gleim ist Bruno-Hermann-Preisträger der Pfälzischen Musikgesellschaft und wird von der Stiftung Concerto, von Yehudi Menuhin Live Music Now e.V., sowie durch ein Deutschlandstipendium gefördert. Wichtige musikalische Anregungen erhielt er u.a. von Prof. Grigory Gruzman, Prof. Josef Scherrer, Prof. Manfred Aust sowie kammermusikalisch von Prof. Wolfgang Redik, Eberhard Feltz, dem Cuarteto Casals sowie dem Mandelring-Quartett.

Baumbewässerungssäcke

30. August 2021

Im Bereich der Lingener Bahnunterführung für FußgängerInnen und Radfahrnde zwischen Kaiserstraße und Theo Lingen-Platz, in der Feldstraße und an anderen Plätzen unserer Stadt gibt es sie seit diesem Jahr und das ist gut so und es gibt sie einheitlich in emsländisch-olivgrün.

Diese Baumbewässerungssäcke haben übrigens eine wichtige Funktion. Sie sorgen dafür, dass die Stadtbäume immer genügend Wasser haben. Das Besondere daran: die Tree Bags können nicht nur bunte Street Art in jeden Stadtteil bringen, sondern auch von jedem und jeder mit Wasser gefüllt werden. In Essen (Ruhr) ist das alles noch viel feiner. dort haben der Energieanbieter  E WIE EINFACH gemeinsam mit den Gießkannenheld:innen das Projekt umgesetzt und zwar ganz ud gar nicht olivgrün.

In Essen sind auf diese Weise Art for Trees Urban Art und das Thema Baumbewässerung auf schöne Weise zusammen gebracht wurden. Verteilt über die ganze Stadt, gibt es in Essen seit kurzem 150 Baumbewässerungssäcke, die von Street Art Künstlern gestaltet wurden und die Stadtbäume im Sommer mit genügend Wasser versorgen.

Dabei können die Bewässerungssäcke jederzeit und von jedem ganz einfach mit Wasser gefüllt werden. So soll dafür gesorgt werden, dass die Bäume immer genügend Wasser haben, auch an den heißen Tagen des Jahres (die es in Zukunft natürlich wieder geben wird) und selbst dann, wenn der 100 Liter „Tank“ des Bewässerungssackes irgendwann leer ist. Denn dann kann man sich ganz einfach eine Gießkanne schnappen und das Wasser wieder auffüllen – ganz egal, ob der Baum vor der eigenen Haustür steht oder vor der Lieblingsbar. Die passenden Gießkannen wurden zum Projektstart vor ein paar Tagen direkt mit verteilt.

Wer jetzt denkt, dass die Bäume in den Städten diesen Sommer ja eigentlich genügend Wasser bekommen müssten – schließlich regnet es gefühlt fast jeden Tag –, der liegt leider nicht ganz richtig. Das meiste Regenwasser kommt bei den Bäumen nicht an. Anstelle in die Erde zu sickern, fließt das Wasser über die versiegelten Flächen aus Beton und Asphalt ab und landet direkt in der Kanalisation. Die Bäume gehen zum größten Teil leer aus und drohen, trotz Regens, zu vertrocknen. Durch die Baumbewässerungssäcke sickert das Wasser Tropfen für Topfen langsam in die Erde und kommt so bei den Wurzeln der Bäume auch wirklich an.

Die Idee, in Städten Baumbewässerung einzusetzen, gibt es schon länger und kommt inzwischen in vielen Städten und Kommunen zum Einsatz. Dabei waren die Wassersäcke in ihrem schnöden „Gartenplanen-Grün“ bisher aber eher immer ziemlich langweilig und eintönig. Genau hier setzt #artfortrees an und bringt nicht nur Kunst auf die Straße, sondern macht durch bunte und inhaltlich pointierte Street Art das wichtige Thema Baumbewässerung und Klimaschutz sichtbar.

Die vier Street Artists Bona_Berlin, Dave the Chimp, Straßenmaid und TAPE OVER haben acht verschiedene Artworks entworfen, die allesamt exklusiv für das Projekt entwickelt wurden und seit diesem August auf den Straßen von Essen zu sehen sind. Produziert und handgenäht wurden die Baumsäcke in Deutschland, nicht weit weg von Essen. Den künstlerischen Part des Projekts hat die Urbanshit Gallery übernommen.

Wer den QR-Code auf den Bewässerungssäcken scannt, erfährt mehr über das Projekt und darüber, wie man selbst ganz einfach Gießkannenheld:in werden kann. Das gemeinnützige Projekt Gießkannenheld:innen kümmert sich bereits länger in Essen um das Wohl der Stadtbäume. Mehrere hundert Essener haben sich seit dem Start dem Projekt bereits angeschlossen und sind zu Gießkannenheld:innen geworden. Und schöner Weise werden es täglich mehr. Ein Modell, dass durchaus auch in anderen Städten Fuß fassen könnte und sicherlich schnell Nachahmer anderswo im Land finden wird.

Dabei wäre es natürlich schön, wenn die Baumbewässerungssäcke auch in anderen Städten als bunte Street Art Kunstwerke auf die Straße kommen und nicht im langweiligen Gartenplanen-Grün, wie es klassische Tree Bags sonst immer sind.


#Artfortrees-
Bilder: Ganz Oben: RobertsBlog; Oben: Artwork von Dave the Chimp; Mitte : Artwork von TAPE OVER und Dave the Chimp; Unten: Artworks von TAPE OVER und Straßenmaid; Ganz unten: Artworls von Bona_Berlin

Bilder und Text von Urbanshit.de

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur im westfälischen Münster lädt am nächsten Samstag, 4. September, zur Langen Nacht der Museen ein. Zu diesem Anlass hat das Museum von 10 bis 24 Uhr geöffnet, ab 16 Uhr ist der Eintritt frei. Zur aktuellen Ausstellung „August und Elisabeth Macke. Der Maler und die Managerin“ erwartet die Besucher den ganzen Abend lang ein Programm aus verschiedenen Führungen und Veranstaltungen.

Als Teil des „Schauraums“, dem Fest der Museen und Galerien, können die Besucher bei Rundgängen und Aktionen die Kunst des Hauses sowie die Sonderausstellungen entdecken. Den gesamten Abend lang führen Themen-Touren durch die Sammlung. Alle 30 Minuten bietet das Haus einstündige Touren durch die Ausstellung „August und Elisabeth Macke. Der Maler und die Managerin“ an.

Auch die Familienausstellung „August und das Zirkuspferd“ kann bei Erlebnisrundgängen von 18 bis 23.30 Uhr entdeckt werden. Alle 30 Minuten gibt es Epochen-Führungen durch die Sammlung des Museums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Zweimal findet im Laufe des Abends – um 20 und um 22 Uhr – eine halbstündige Impulstour zu Joseph Beuys „Multiples“ statt.

Fester Programmpunkt der Langen Nacht ist der Bücherflohmarkt, der von 16 bis 22 Uhr in der LWL-Schleuse an der Rothenburg aufgebaut wird. Darüber hinaus sind die Ateliers den ganzen Abend geöffnet und können selbstständig entdeckt werden.

Die Teilnahme an den Rundgängen kostet zwei Euro pro Person und muss vorab im Ticketshop des Museums gebucht werden. Informationen erfolgen unter Telefon 0251 5907201 oder an E-Mail besucherbuero(at)lwl.org sowie auf der Homepage des Museums.

Programm:

16 bis 22 Uhr: Bücherflohmarkt
18 bis 23 Uhr: Tour „August und Elisabeth Macke. Der Maler und die Managerin“
18 bis 23.30 Uhr: Erlebnisrundgang durch „August und das Zirkuspferd“
18 bis 23.30 Uhr: Offene Ateliers
18.15 bis 23.15 Uhr: Epochentour durch die Sammlung
20 Uhr und 22 Uhr: Tour zu Joseph Beuys „Multiples“

„Puppen und Schuhe“

27. August 2021

„Puppen und Schuhe“
Claus Richter aus Köln und Werner Uhling-Wessel aus Lingen (Ems).
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV
Sonntag, 29. August 2021
Ab 14 Uhr: Werner Uhling-Wessel tritt auf als Toni, der Schuhputzer
15 und 17 Uhr: Aufführung des Theaterstücks „Hund“ von Claus Richter
Eintritt: frei

 „Hund“, ein Theaterstück des Kölner Künstlers Claus Richter, parallel tritt der Lingener Künstler Werner Uhling-Wessel als „Schuhputzer Toni“ aus den 1920er Jahren in Erscheinung.

Am kommenden Sonntag  bietet die Kunsthalle Lingen unter dem Titel „Puppen und Schuhe“  auf ihrem Vorplatz einen Tag mit zwei Veranstaltungen, konzipiert und durchgeführt von den Künstlern Claus Richter aus Köln und Werner Uhling-Wessel aus Lingen.

Jeweils um 15 und um 17 Uhr führt Claus Richter das ca. 15-minütige Stück mit dem Titel „Hund“ vor dem Wasserturm an der Kunsthalle auf.  Gesellschaftliche Hierarchien und das mühsame Streben nach Selbstverwirklichung sind in Claus Richters Installationen, Puppenspielen und Bühneninszenierungen genauso Themen wie soziale Isolation und die Flucht in befreiende Fantasiewelten. In dem Stück kommen Puppenspiel, Musik und Szenische Inszenierung zusammen und reflektieren die Schwierigkeiten „etwas zu bewirken.“ Wie beflissen hat man sich in der plötzlich scheinbar „freien“ Zeit der Pandemie vorgenommen, alles besser zu machen, sich neu aufzustellen, eine neue Sprache zu lernen, endlich aufzuräumen, mehr Ruhe zu finden. Die Zeit zu nutzen. Viele dieser guten Vorsätze und Pläne sind wahrscheinlich versandet und haben einem schlechten Gewissen Platz gemacht. In einem szenischen Set wird Richter als Erzähler und Puppenspieler einen so kritischen wie liebevollen Blick auf unser aller Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühle werfen, um ihnen die bedrängende Kraft zu nehmen, ohne sie als Schwächen zu stigmatisieren.

Bereits um 14 Uhr startet der Künstler Werner Uhling-Wessel als Schuhputzer Toni und nimmt seine kleinen und großen Gäste während er ihm oder ihr die Schuhe putzt mit auf eine Reise in die 1920er Jahre. Toni unterhält auf glänzende Art und Weise und bietet eine unvergessliche und unterhaltsame Zeit, in der Corona keine Rolle spielte und die heute auch „Das Goldene Zeitalter“ genannt wird. Es entsteht eine erbauliche Kombination aus Glanz und Spaß, wenn Schuhputzer Toni auftritt.

(Quelle: PM)