Oberster Franziskaner

18. Januar 2023

In Lützerath warf am Samstag ein Demonstrant in Mönchskutte einen Polizisten in den Matsch. Dafür wird er im Netz gefeiert. DIE ZEIT fragte, was der oberste deutsche Franziskaner davon hält.

Auf einmal taucht ein Mann in Mönchskutte auf. Er steht auf einem Acker in Lützerath, vor einer Reihe von Polizisten. Hält ein kleines Plakat in der Hand, wedelt damit, geht auf die Polizisten zu, schubst einen von ihnen in den Morast. Das Video im Netz wurde allein auf Twitter mehr als 10 Millionen Mal angeschaut. Der Klima-Mönch wird zum Symbol für den Protest. Wie finden das die Franziskaner, deren Kutte er trägt? Ein Gespräch mit Markus Fuhrmann, dem Obersten des Ordens.

ZEIT ONLINE: Bruder Markus, in einem Video aus Lützerath sieht man, wie die Polizisten reihenweise im Morast einsacken, während ein Mann in Mönchskutte über den Matsch tänzelt. Können Franziskaner über Schlamm schweben?

Markus Fuhrmann: Das könnte man wirklich meinen, wenn man es sieht. Mich erinnert die Szenerie an ein Bild, das bei uns in einer Seelsorge-Einrichtung in Köln hing. Darauf war unser Ordensgründer Franziskus zu sehen, wie er auf einem Seil tanzt. Der Pseudomönch in Lützerath ist viel unprofessioneller ausgestattet als die Polizisten, hat nur leichte Schuhe an und bewältigt gerade deshalb die Schlammmengen besser. Wie Franziskus auf dem Seil hat das etwas Einfaches und Freies.

ZEIT ONLINE: Im Netz…“

[weiter bei @zeitonline]


Ein ZEIT-Interview von  

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