Verbotene Orte: Europas düstere Flüchtlingspolitik

8. Dezember 2022

Heute schon für unser Europa geschämt? Bitte:

Misshandelt und gefangen gehalten: Sicherheitskräfte halten laut Monitor an der EU-Außengrenze Bulgariens, Ungarns und Kroatiens Flüchtlinge an geheimen Orten fest – dann bringen sie sie illegal zurück über die Grenze. Videoaufnahmen zeigen Menschen eingesperrt in einer baufälligen Baracke, auf dem nackten Boden sitzend, umgeben von Abfall. Blanke Ziegelsteinwände, Metallgitter, das Dach ist undicht. Möbel gibt es keine, auch keine Toilette. Die Bilder entstanden im Rahmen einer gemeinsamen Recherche des ARD-Magazins Monitor mit Lighthouse Reports, „Spiegel“, „Sky News“, „Le Monde“, „Domani“, SRF und RFE/RL Bulgaria. Der vergitterte Verschlag befindet sich auf dem Gelände einer Station der bulgarischen Grenzpolizei. Die hier eingesperrten Menschen sind Flüchtlinge, etwa aus Syrien oder Afghanistan, die Schutz in der EU suchen.

Im Rahmen der europäischen Recherche-Kooperation gelang es erstmals, Aufnahmen von diesem und anderen geheimen Orten an der EU-Außengrenze zu machen, in denen Menschen offenbar misshandelt werden, ehe Grenzbeamte sie zurück aus der EU zwingen. Die Aufnahmen aus Bulgarien entstanden an insgesamt fünf verschiedenen Tagen. Die Tür der Baracke ist durchgehend bewacht, Journalisten konnten beobachten, wie die Menschen später in Autos gebracht und weggefahren werden. Flüchtlinge berichten, dass sie teilweise mehrere Tage lang ohne Wasser und Essen eingesperrt worden seien. Danach habe die bulgarische Polizei sie an die Grenze zurückgebracht und gezwungen, wieder in die Türkei zu gehen – ohne jede Chance, in der EU Asyl zu beantragen. Mehr…

Scham reicht übrigens nicht. Es sind Straftaten, die dort durch vorsätzlich Recht brechende Beamte geschehen. U

(Text Von Julia Regis und Shafagh Laghai, WDR)

2 Antworten zu “Verbotene Orte: Europas düstere Flüchtlingspolitik”

  1. Norman said

    Untragbare und Menschenverachtende Zustände!!! Das darf nicht sein und muss bestraft werden! Nur bin ich aber auch der Meinung, dass wir (Deutschland) eine nicht unerhebliche Mitschuld an diesen Zuständen haben. Durch eine Einwanderungspolitik, die Anreize setzt, durch Nichtarbeit mehr Geld zu verdienen als durch reguläre Arbeit in den Heimatländern, die die Einbürgerung im Eiltempo teilweise ohne Voraussetzungen ermöglicht usw. ist es nicht verwunderlich, dass sich diese Menschen skrupellosen Schleusern anvertrauen um mit viel Geld die Lebensbedrohlichen Überfahrten zu wagen. Das Länder an den EU Außengrenzen, die den Weg der Bundesregierung was Einwanderung angeht, nicht teilen oder mittragen wollen, völlig überfordert sind, ist verständlich. Das es dann zwangläufig zu solchen Menschenverachtenden Zuständen kommt ist fast klar aber nicht hinnehmbar!

  2. Günther Möller said

    Absolut gut beschrieben, welches unter Anderem auch die Ursache für die Zustände ist. Es wird immer wieder betont, Deutschland ist ein Einwanderungsland, aber für welche Menschen? Die USA würde ich als so ein Land bezeichnen, da ist man willkommen, aber nur zum Arbeiten, sonst gibt es kein Geld. In Deutschland gibt es fürs Nichtstun teilweise mehr Geld als fürs arbeiten. Ich verstehe immer noch nicht, dass Leute wie der CDU Vorsitzende Merz niedergemacht wird, der ausspricht, was der überwiegende Teil der Deutschen denkt!

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