ARDRetro

31. Oktober 2022

ARD Retro startet jetzt auch mit 1.000 Audiodokumenten zur Zeit- und Kulturgeschichte vor 1966. Abgedeckt werden damit die Nachkriegsjahre, der Mauerbau, der Kalte Krieg und mehr. In der letzten Woche hatte man  sozusagen die Archive geöffnet, um den UNESCO-Welttag des Audiovisuellen Kulturerbes am 27. Oktober 2022 zu feiern.

Neben der ARD sind auch Deutschlandradio und das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) beteiligt. Die neuen Inhalte sind neben den bereits seit 2020 zugänglichen historischen Videos in der ARD Mediathek online verfügbar. Die zeit- und kulturgeschichtlich relevanten Beiträge sind frei zugänglich und zeitlich unbegrenzt in der ARD Audiothek verfügbar. Beginnen werden die Pilotpartner Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Saarländischer Rundfunk (SR), Südwestrundfunk (SWR), Deutschlandradio und Deutsches Rundfunkarchiv (DRA) mit zusammen rund 1.000 Audios. Die weiteren Rundfunkanstalten werden sich 2023 ebenfalls beteiligen, also dann, wenn das Radio in Deutschland seinen 100. Geburtstag feiert.

Die Tondokumente geben Einblicke in Themen, Denkweisen und Sprachstil der Zeitepoche vor 1966. Der rbb stellt zum Beispiel Interviews und Gespräche mit prominenten Persönlichkeiten zur Verfügung, darunter Otto Suhr, Willy Brandt, Erich Kästner, Thomas Mann oder auch Max Born sowie Otto Hahn. Wie die Videos in der ARD Mediathek können auch die Audios in der ARD Audiothek verlinkt und in eigene Webseiten eingebettet werden.  Aus Lingen und umzu ist leider nichts dabei, vielleicht weil NDR und WDR noch nichts verlinken. Im neueren Archiv findet sich allerdings der zwei Jahre alte MDR-Podcast „Von drüben und drüben“ von Doreen Jonas und Mario Köhne. Der lohnt allemal.

Im ARD-Videoarchiv gibt es mehr aus Lingen. Aus den 1960er Jahren finden sich ein paar -allerdings überwiegend stumme-  Filme über diedamals neue Krankenpflegeschule am „Bonifazius“-Hospital, die landwirtschaftliche Emslandschau, den Neubau der JVA in Damaschke oder das starengeplagte Keienvenn bei Salzbergen. Und mit flotter Marschmusik ein Filmbericht über das Kivelingsfest 1961, – mit grimmig blickenden Bürgersöhnen und dem lächelnden Polizeibeamten vor einem Schreckensteiner-Schild.

Klickt mal rein…

 


Quellen: Caschys Blog, ARD Mediathek