Jelle (3)

26. September 2022

5783

26. September 2022

Als gestern Abend die Sonne unterging, begann das jüdische Neujahrsfest Rosh haShana und damit das jüdische Jahr 5783. Das hebräische „Rosh haShana“ bedeutet wörtlich übersetzt „Kopf des Jahres“, womit der Beginn des Jahres gemeint ist. Das Neujahrsfest leitet die sogenannten zehn Bußtage ein, die im Festtag Jom Kippur – dem höchsten jüdischen Fest – gipfeln.

Das jüdische Rosh haShana findet immer 163 Tage nach dem ersten Tag des Pessach-Festes statt und da sich Pessach nach dem Mond richtet, hat das jüdische Neujahrsfest keinen festen Tag im Kalender.

Der Beginn des jüdischen neuen Jahres ist immer der erste Tag des Monats „Tischri“. Das kann irgendwann zwischen 5. September und 5. Oktober sein. Letztes Jahr ist der erste Tag des neuen Jahres auf den 7. September gefallen. In diesem Jahr liegt es knapp drei Wochen später am 26. September. Und da die jüdischen Feiertage immer am Vorabend des eigentlichen Festes beginnen, wurde eben schon gestern Abend auf das neue Jahr angestoßen. An Rosh haShana ist es Tradition, beim festlichen Essen ein Stück Apfel in Honig zu tauchen. Das neue Jahr soll schließlich „gut und süß“ sein. Man wünscht sich dann „Rosh ha-Shana tov“, also einen guten Rutsch ins neue Jahr (mehr…).

Aus Anlass der zehn Bußtage lädt das Lingener Forum Juden Christen am kommenden Mittwoch, 28. September, um 17 Uhr zu einer Führung über den Jüdischen Friedhof an der Weidestraße (Foto). Der Vorsitzende des Forums Simon Gähler und Vordtansmitglied Georg Wichmann führen über den Friedhof.


Foto: Jüdischer Friedhof an der Weidestraße in Lingen © Forum Juden Christen im Altkreis Lingen eV