IFEN

8. Juni 2022

Fest verwurzelt bei den Menschen: Beim „32. Internationalen Filmfest Emden-Norderney“ wird erstmals ein Preis für Umweltthemen vergeben.

Geschäftsführerin Nora Dreyer nennt es die „fünfte Jahreszeit in Emden“. Und tatsächlich: Zumindest in Norddeutschland ist kein anderes Filmfestival derart im Ort verwurzelt wie das „Internationale Filmfest Emden-Norderney“. Viele Läden in der Innenstadt dekorieren speziell zu diesem Anlass ihre Schaufenster, vor dem Rathaus sowie am alten Binnenhafen weht an allen Fahnenmasten die Festival-Flagge.

Es ist das Sommerfilmfestival in der Region, und so konnte es auch nur eine Notlösung sein, als es im Vorjahr wegen der Pandemie vom Juni auf den Oktober verschoben wurde: Diese Entscheidung war umstritten und ein Teil des Festivalteams, zu dem auch Mo­de­ra­to­r*in­nen gehörten, viele Jahre lang die bekanntesten Stimmen des Festivals, schied im Streit.

Umso mehr kann sich nun Nora Dreyer freuen, denn sie wurde erst im Jahr 2019 als neue Geschäftsführerin benannt, die 32. Ausgabe ist also das erste „normale“ Filmfestival unter ihrer Leitung. Sie kommt aus Emden aus der Branche: Die 32-Jährige hat jahrelang das örtliche Cinestar-Multiplexkino geleitet, die Hauptspielstätte des Festivals.

Das IFEN versteht sich als Publikumsfestival. So erklärt sich, dass es 2021 nicht als Hybridveranstaltung abgehalten wurde, sondern in Präsenz, wenn auch unter Pandemiebedingungen: „Es ist uns ganz wichtig, Verbindungen zwischen Filmemacher*innen, Gästen aus der Filmbranche und dem Publikum zu ermöglichen. Und das ist online unmöglich!“ Auch im „normalen“ Festivalbetrieb läuft hier aber deshalb vieles anders. Die Preise bei den Wettbewerben vergeben keine Jurys, sondern das Publikum. Es gibt…

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