flitsbezorgers

6. Juni 2022

In Städten wie Rotterdam oder Amsterdam, schreibt Thomas Kirchner in der Süddeutschen,  werden Fahrrad-Lieferdienste so ausgebremst wie wohl nirgendwo sonst in Europa. Es gibt sogar Boykottaufrufe – ausgerechnet in den fahrradverliebten Niederlanden. Gorillas, Getir, Flink und Zapp: Kurierdienste, die innerhalb von zehn Minuten per E-Bike nach Hause liefern, was das Herz begehrt, haben sich auch in den Niederlanden breitgemacht. Und passen sie da nicht besonders gut hin, in dieses fahrradverliebte Flachland, das sich noch dazu gerne als start-up nation präsentiert, offen für alles Neue, das der Kapitalismus so zu bieten hat?

In Wahrheit bekommen die flitsbezorgers (Blitzkuriere), wie sie genannt werden, ausgerechnet in den Niederlanden so viele Steine in den Weg gelegt wie wohl nirgendwo sonst in Europa. Den Anfang machte Amsterdam, das den Unternehmen schon im Januar untersagte, neue Verteilzentren in innerstädtischen Wohngebieten oder Einkaufsstraßen zu eröffnen. Anwohner hatten sich beschwert: über Lastwagen auf dem Trottoir, die ständig neue Ware brächten; über Kuriere, die den Verkehr störten mit ihren Elektro-Rennern oder abends vor dem Lager abhingen und Lärm machten. Manche fühlten sich eingeschüchtert von den schwarz gekleideten Fahrern, es kam zu Streitereien, rohe Eier flogen.

Rotterdam und andere Städte folgten schnell dem Amsterdamer Vorbild. Das gefährdet das Geschäftsmodell der Dienste, die die Lager schließlich dort brauchen, wo viele Menschen leben, nicht am Stadtrand. Nun gibt es allein in Amsterdam schon Dutzende davon, aber die Unternehmen wollen – oder müssen – eben expandieren. Anfang Mai…

[weiter bei der SZ]

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