Erdölraffinerie im Museum

26. April 2022

Reihe Mittwochs im Museum:
Die Erdölraffinerie Lingen
Lingen (Ems) – Burgstraße 28b
Mittwoch, 27.4., 16:00 und 19:30 Uhr

[Anmeldung beim Heimatverein Lingen, Tel. 0591-62500 oder Email j.rickling(at)dg-email.de]

Die Direktoren Karl Ahrensmeier (2.v.r.) und Dietrich von Eynatten (3.v.r.) bei einer Lagebesprechung 1953

Nach zweijähriger Pause startet im April wieder die beliebte Vortragsreihe „Mittwochs im Museum“. Es geht in diesem Monat um den Aufbau der Erdölraffinerie Anfang der 50er-Jahre in Lingen. Hierzu ist im Jahr 2020 exklusives Bildmaterial aufgetaucht.

Fundamentarbeiten am Kesselhaus der Raffinerie

Es handelt sich um mehrere Fotoalben und Dokumente aus dem Nachlass des ersten Kaufmännischen Direktors der Raffinerie, Karl Ahrensmeier, die dem Museum von seiner Tochter übergeben wurde. Die umfangreiche Fotosammlung mit Aufnahmen verschiedener Profifotografen dokumentiert den Aufbau und den Betrieb der Anlage, aber auch den Alltag der Arbeiter im Werk und das Leben ihrer Familien in den neuen Wohngebieten im Norden der Stadt. Kaum zu glauben, wie sich das Wald- und Dünengelände in Holthausen in wenigen Jahren in eine riesige Industrieanlage verwandelte und ein ganzer Stadtteil neu entstand.

Das Pumpenhaus und das Fundament für den Houdry-Turm der Raffinerie 1952

Der Heimatverein hat für die Vortragsreihe ein Hygienekonzept mit verringerter Raumauslastung und 3G als Zugangsvoraussetzung entwickelt. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung und Registrierung beim Heimatverein unbedingt erforderlich (j.rickling(at)dg-email oder 0591-62500).

Eine Antwort zu “Erdölraffinerie im Museum”

  1. Ewald Kornol said

    Ewald Kornol Bremen, den 27.04.2022
    Das „Ölwerk“ im Emsland Museum
    Im letzten Jahr im Okt. habe ich das neue und erweiterte Emsland Museum besucht und mich mit der industrialisierung in meiner Heimatstadt beschäftigt. Ich hatte die Möglichkeit die alten und neuen Hallen meiner ehemaligen Ausbildungsstätte der Bundesbahn zu besuchen. Die Hallen waren schön restauriert, ein 100t Kran und das Modell von Herrn Drees mit den Bildern war noch in einer Ecke vorhanden, aber sollte das alles sein? Nun habe ich das Museum zu dem Thema besucht und war nur enttäuscht. Die über 125 jährige Geschichte der Eisenbahn, mit seiner Darstellung hat sich in den letzten Jahrzehnten hat sich nicht verändert! Aber die Landwirtschaft wird sehr gut gezeigt, auch die Vergangenheit mit dem Rennfahrer, aber die Geschichte von Eisenbahn bedarf einen neuen Platz, auch wenn ich glaube das der Leiter des Museums jede Nebeneingangstür eines Heuerhauses im gesamten Emsland kennt. Aber die Industriegeschichte in Lingen ist nicht mehr zu verschweigen. Alle politisch Verantwortlichen sind aufgerufen sich mit dem Thema aus einander zu setzen, insbesondere die Stadt. Hier gibt es nicht nur die Raffinerie, sondern noch viel mehr Industriebetriebe. Ich war kein Freund von H. Kohl, aber mit dem Satz: Aus der Geschichte lernen, hat er recht! An dem Beispiel des „Ölwerks“ kann man die verschiedenen Seiten der Arbeit sehr schön deutlich machen. Wie wohnten die Direktoren mit dem Tennisplatz und die Arbeiter in Heukampstannen! Das ist nur ein Aspekt und kann vielleicht ein Anstoß für eine Veränderung sein.

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