düsterer Ort

13. April 2022

Die „Baracke 35“ in Osnabrück war in der NS-Zeit erst Kaserne, dann Kriegsgefangenenlager. Sie wäre als Erinnerungsort geeignet. Aber die Stadt Osnabrück weiß nicht recht. Die taz berichtet:

„Es ist ein düsterer Ort. Der fahle Anstrich der Holzverschalung blättert ab, überzogen von Schmutz und Schimmel. Kabelenden ragen aus den Wänden. Lampenfassungen hängen verbogen von der Decke. Die Wände sind fleckig und voller Löcher. Putz bröckelt. Der Boden des langen Mittelgangs ist ein Wechsel von grauschlierigen Fliesen und zerschlissenem Teppich. Es knirscht unter den Füßen. Es riecht muffig. Staub schwebt in der Luft.

Es gibt Orte, an denen zu spüren ist: Hier ist Schlimmes geschehen. „Baracke 35“ ist ein solcher Ort. 1935 für die Wehrmacht gebaut, war sie ab Ende 1937 Teil der Infanterie-Ausbildungskaserne Osnabrück-Eversheide. 1940 wurde die Kaserne zum Kriegsgefangenenlager Oflag VIc. Bis zu 6.000 Offiziere waren hier untergebracht, hauptsächlich Serben aus Jugoslawien. Hinzu kamen politische Gefangene aus Frankreich und Holland, Russland, Polen und der Ukraine. Am Ende war das Lager rund 40 Baracken groß.

Željko Dragić geht von Raum zu Raum in der einstigen Wach- und heutigen „Antikriegsbaracke“. Er ist Historiker, befasst sich mit Erinnerungskultur, südosteuropäischer Geschichte. Dragić…“

[weiter bei der taz]

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