Kinderteller

21. März 2022

Die taz hat in ihrer aktuellen Wochenendausgabe über den berüchtigten Kinderteller geschrieben – diese Gerichtesammlung für die Jüngeren und Jüngsten, die es in unseren Gaststätten und Restaurants so gibt:

„Es stehen dort immer dieselben Gerichte drauf, die auch noch besonders infantile Namen tragen – Fischstäbchen mit Kartoffelbrei („Ariel­le, die Meerjungfrau“), Bratwürstchen mit Kartoffelbrei („Räuber Hotzenplotz“), paniertes Schweineschnitztel mit Pommes und Ketchup („Rudi Rüssel“), Hähnchennuggets mit Pommes („Tigerente“). Als wäre Essen nur ein Spiel. Geschmack, Einfallsreichtum, das Besondere, das einem Koch eigentlich Auftrag sein müsste, Ehre und Motivation? Hier nicht, im Gegenteil: Das Zeug, das massenhaft auf den Kindertellern deutscher Restaurants landet, muss möglichst fettig sein, paniert, frittiert, niedere Gelüste wecken, darf nichts wagen, muss konsensual sein. Hier geht es nur darum, die Kleinen schnell und pragmatisch satt zu bekommen.“

Schnell hat taz-Leser/in AUREGO per Mail geschrieben: