Impfpflicht

29. Dezember 2021

Der Jurist sagt: „Mehr Moraldruck ist nicht besser“. Ein taz-Interview.

taz: Herr Heinig, Anfang 2022 soll der Bundestag über eine allgemeine Impfpflicht gegen Covid-19 abstimmen. Ist die Umsetzung schon Anfang März denkbar, so wie Bundeskanzler Olaf Scholz es sich vorstellt?
Hans Michael Heinig: Wir bräuchten ein klar definiertes Ziel, das wir nicht mit anderen Mitteln besser erreichen können. Dann wäre auch schon März denkbar. Bis dahin sollten aber noch alle Mobilisierungspotenziale für eine auf Freiwilligkeit setzende Impfkampagne genutzt werden. Warum war Bremen zum Beispiel erfolgreicher als andere Bundesländer? Direkte Ansprache, Terminvorschläge, mobile Impfteams, gezielt in die Milieus hineingehen, mit Leuten, die dort Einfluss haben.
Sie selbst haben im November ein Ultimatum vorgeschlagen: Wenn bis zu einem festgelegten Zeitpunkt nicht genug Menschen geimpft wären, würde die Impfpflicht greifen. Warum darf sie nur das letzte Mittel sein?
Sie ist ein nicht unerheblicher Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Das Grundgesetz sieht hier hohe…

[weiter bei der taz]

2021, tja – uff eben.

29. Dezember 2021

2021, tja – uff eben.

Mein Silvester-Menutipp

29. Dezember 2021

In diesen Tagen zwischen den Jahren sollte nicht nur Ärgerliches & Dummes im Blick sein, man darf auch… ach, lest selbst:

Es muss nicht immer der klassische, rotweinige Coq au vin sein, der manchmal eben schwerer im Magen liegt, als es gut tut. Da habe ich beim Stöbern hier das aktuelle NYT-Rezept gefunden – von mir „aus Gründen“ aufgestockt auf fünf Portionen  – rechtzeitig zum  Silvesterabend. Der Clou: Der Hauptgang ist in einer Stunde zubereitet, und es gibt genügend Zeit für Beilagen und Vorspeise.

Als Silvestermenu also dieses Mal „in Weißwein geschmortes Hühnchen mit Champignons und Lauch“: Crème fraîche und ausgefallene Champignons in eine Pfanne mit in Wein geschmortem Hühnchen geben. Das macht das Gericht besonders reichhaltig und speziell. Wenn es Hühnchen sein soll, passt dieses New-York-Times-Silvester-Rezept perfekt für ein festliches Abendessen. Es ist viel schicker als das Essen unter der Woche, und es ist nicht allzu schwierig- sogar ich bekomme es (wohl) hin. Aber, liebe Lesergemeinde, testet es vielleicht ein oder zwei Tage im Voraus, also heute (am Lingener Wochenmarkttag) oder morgen. Übrigens schmeckt das „Wine-braised Chicken with Mushrooms and Leeks“  tags darauf noch besser – wie alle Schmorgerichte.

ZUBEREITUNG
1.
Hähnchen oder Hühnchen oder Stücke davon abwaschen und [Update: Nicht waschen, schreibt Mechthild, weil schau mal hier] mit Küchenpapier trocken tupfen. Rundum mit etwas Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Zwei Knoblauchzehen fein reiben oder durch eine Presse passieren oder hacken. Die Hälfte des geriebenen Knoblauchs für später beiseite legen. Mit dem Rest die Hühnchenteile einreiben. Legen Sie das Hühnchen erst einmal zur Seite, während Sie die anderen Zutaten zubereiten.
2.
In einem Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze einen Esslöffel Öl und einen Esslöffel Butter mischen. Wenn die Butter schmilzt, fügen Sie das Hühnchen (die Hühnchenteile) portionsweise hinzu und braten Sie es auf beiden Seiten 4 bis 6 Minuten pro Seite, bis es  gebräunt ist. Wenn die Pfanne austrocknet, nach Bedarf noch etwas Öl hinzufügen. Die Hühnchen dann auf einen Teller geben.
3.
Den restlichen Esslöffel Öl und die Butter in eine Pfanne geben. Sobald die Butter geschmolzen ist, fügen Sie die Pilze hinzu und kochen Sie ungestört, bis sie auf einer Seite gut gebräunt sind, 2 bis 3 Minuten, dann wenden und 1 weitere Minute kochen.
Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren den restlichen geriebenen oder in dünne Scheiben geschnittenen Knoblauch, den  Lauch und jeweils eine große Prise Salz und Pfeffer einrühren. 4.
Unter gelegentlichem Rühren kochen, bis der Lauch zart und goldbraun ist. Das dürfte etwa 7 Minuten dauern. Rosmarinzweige und den Weißwein in den Schmortopf geben und köcheln lassen, dabei die gebräunten Stücke auskratzen, bis sich die Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert hat (etwa 1 Minute).
5.
Jetzt das Hühnchen mit der Hautseite nach oben in die Pfanne legen und angesammelte Säfte vom Teller darüber gießen. Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe und kochen Sie alles zugedeckt, bis das Hühnchen durchgegart ist, also etwa 25 bis 35 Minuten.
6.
Jetzt kommt das gebratene Hühnchen auf eine Servierplatte und wird mit Folie abgedeckt oder wartet im Backofen bei geringer Hitze, um es warm zu halten. Die Rosmarinzweige aus dem Schmortopf fischen. Wenn die Sauce dünn aussieht, die Hitze auf mittlere bis hohe Stufe stellen und 2 bis 5 Minuten köcheln lassen, bis sie leicht eindickt. Den restlichen Knoblauch, Crème fraîche, Schnittlauch und Zitronenschale unterrühren. Sauce abschmecken und bei Bedarf mehr Salz hinzugeben. Die Sauce über das Hähnchen geben und mit Petersilie, mehr Zitronenschale und einem Klecks Crème fraîche nach Belieben garnieren und servieren.

ps
Vorneweg vielleicht ein gemischter oder ein Tomatensalat? Ich würde das geschmorte Hühnchen mit Kartoffel-Lauch-Plätzchen und gekochten Karotten servieren. Ist aber -wie alles – Geschmacksache. [Rezeptfreier Hinweis: Nur das Impfen ist keine Geschmacksache, sondern solidarisch und klug zugleich]

pps 
Zu all dem Guten gehört ein Riesling, Silvaner oder Sauvignon Blanc ins Glas (und derselbe vorher in den Topf), also ein Wein, der genug Reife oder Substanz hat, dass er neben der würzigen, knusprigen Haut oder dem angebratenen Fleisch besteht. Ein VDP-Ortswein wäre nicht schlecht. Wein Willenbrock hat die Auswahl, zB den hier.

Guten Appetit!


Zutatenliste:

1,8 kg  Brathuhn oder Stücke (gern auch mit Knochen)
Salz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
4 Knoblauchzehen
3 Esslöffel ital. Olivenöl extra Virgine – mehr nach Bedarf
3-4 Esslöffel Butter
2 ordentliche Becher dünn geschnittene, frische Champignons (oder auch Pilze wie King Oyster, junger Schwefelporling, Pfifferlinge oder Herbsttrompete oder eine Mischung von alledem, sofern man sie in Lingen kaufen kann…)
3  große Lauchstangen (5 Tassen), halbieren und in dünne Halbmonde schneiden (die weißen und hellgrünen Teile verwenden)
2 bis 3 Rosmarinzweige
1/2 Flasche trockener Weißwein (wer den nicht verträgt, darf wahlweise auch trockenen Rot- oder Roséwein probieren)
1 Becher Crème fraîche – mehr zum Servieren, wenn gewünscht
3 Esslöffel gehackter frischer Schnittlauch
1 Teelöffel fein geriebene, ungespritzte Zitronenschale – plus mehr zum Servieren
2/3 Tasse fein gehackte, frische Petersilie (Blätter und zarte Stängel)