Leni

29. September 2021

„Apothekerin war Leni Johannsen von Beruf, ein Beruf, der zu ihr passte. Sich um andere Menschen kümmern, sie gesund machen auch an Verletzungen, die seelischer Natur waren, das tat Leni Johannsen nämlich auch ehrenamtlich in vorbildlicher Weise.“ Unter dem Titel „Lingenerin mit einem großen Herzen“ veröffentlichte die „Lingener Tagespost“ vor 13 Jahren einen Nachruf auf die Ehrenbürgermeisterin unserer Stadt.

Der Redakteur erinnerte: „Von 1981 bis 1986 war sie Zweite Bürgermeisterin und anschließend bis 1989 Erste Bürgermeisterin der Stadt. Mit ihrem Rücktritt als Erste Bürgermeisterin 1989 verließ sie die CDU und schloss sich der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) an. Zwischen 1991 und 1996 war Leni Johannsen auch im Kreistag aktiv. Im Juli 1997 wurde sie zur Ehrenbürgermeisterin der Stadt Lingen ernannt.“ 38 Ratsmitglieder stimmten übrigens am 30. Januar 1997 für diese Ehrung von Leni Johannsen, darunter die komplette CDU.

„Eng mit ihrem Namen verbunden ist die Verabschiedung des „Familienpolitischen Programms“ der Stadt Lingen, das sie als Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Familie auf den Weg brachte. Dass sich Lingen heute als Familienstadt mit Herz verstehen darf, hat sie in erster Linie Leni Johannsen zu verdanken. Wegen ihres herausragenden sozialen Engagements erhielt sie 1992 das Bundesverdienstkreuz.“

Nachdem bereits der Wunsch des vor einigen Monaten verstorbenen Holocaustüberlebenden Bernard Grünberg, die „Kita am Kiesbergwald“ nach seinem, von den Nazis ermordeten Neffen Nico de Jong am geschichtslosen Nein der CDU und ihrer Helfershelfer scheiterte, hat dieselbe Koalition gestern im Jugendhilfeausschuss der Stadt den zweiten Antrag der Lingener BürgerNahen abgelehnt, die zweite „Kita am Kiesbergwald“ nach der so verdienstvollen Leni Johannsen zu benennen. Der Noch-Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Björn Roth (CDU) begrüßte „das Konzept“ der „Kita am Kiesbergwald“ und den gleichen Namen der beiden Kitas. Margitta Hüsken (BN, Foto) entgegnete, dies sei wahrlich kein Grund, wenn bei der katholischen Kirche in Laxten das Gegenteil gelte: nämlich St. Josef und St. Ida auch mit gleichem Konzept und auch auf dem gleichen Grundstück – aber eben kirchlich.

Roth fiel dazu nichts Inhaltliches mehr ein. Peinlich dann das Abstimmungsverhalten: BN-Ratsfrau Margitta Hüsken stimmte für den Leni-Johannsen-Antrag, doch der sonstige Ausschuss lehnte ihn ab – auch alle fachkundigen Vertreter der Jugendverbände, alle CDU-Vertreter u.a. Uwe Hilling, Michael Adams, Björn Roth und Heinz Niehus, die beiden Sozialdemokraten Herbert Jäger und Martina Lippert, die in einem Monat aus dem Rat ausscheiden. FDP und Grüne waren in der Sitzung nicht vertreten.

Da fragt man sich: Was sind das eigentlich für Menschen, die die Erinnerung an eine anerkannte, verdiente Lingener Persönlichkeit so schroff verweigern?

 

Sascha Korf

29. September 2021

Sascha Korf
„…denn er weiß nicht, was er tut.“

Schüttorf – Jugend- und Kulturzentrum Komplex, Mauerstraße 56
Donnerstag, 7. Oktober – 20 Uhr
Karten: 23 Euro via www.gn-ticket.de.
Corona: 3G Regel.

inen Comedyabend mit „Deutschlands lustigstem Spontanitätsexperten“ kündigt das Schüttorfer Jugend- und Kulturzentrum Komplex an. Am Donnerstag, 7. Oktober, gastiert dort Sascha Korf. Nach seinem vorangegangenen Erfolgsprogramm „Aus der Hüfte, fertig, los!“ legt er nach mit „…denn er weiß nicht, was er tut.“ Der Vollblutcomedian und interaktive Kabarettist erzählt mit vollstem Körpereinsatz aus seinem Leben und ist dabei auf der Suche nach dem ultimativen Glück. Doch nicht nur für sich, sondern vor allem für sein Publikum!

In einer Ankündigung heißt es weiter: „Wild und rasant, aber immer sympathisch bindet Sascha Korf alle Menschen im Saal in seine Show mit ein. Die Zuschauer sind nach eigener Aussage das Herzstück des Abends. Aber Sascha wäre nicht der Tausendsassa, den man kennt, hätte er sich nicht auch selbst in die aberwitzigsten Situationen begeben, von denen es zu berichten gilt. Erleben Sie was passiert, wenn Sascha in einem Nobel-Restaurant den Kellner für einen Pantomimen hält, wenn er beim Waldbaden sämtliche heimischen Tiere in den Wahnsinn treibt oder wenn er zu einer Yogastunde geht und beim ,herabschauenden Hund‘ mit einer Taube kollidiert. Lachseminare, Eishotels oder Schwimmen mit Forellen: Der Turbolader der Comedy hat alles probiert, um sein Publikum davon zu berichten und um stellvertretend zu schauen, was davon wirklich glücklich macht. Getreu seinem Motto ,Alles ist möglich‘ findet Sascha Korf auf dem Grabbeltisch seiner Gedanken ein neues Ereignis. Seine Schnelligkeit, Energie und Sympathie sind der Motor der Show. Dazu kommen grandiose Situationskomik, pointierte Alltagsbetrachtungen und wilde Improvisationen. Und wie das Leben selbst, weiß niemand so genau, was passieren wird. Am wenigsten Sascha Korf selbst, ,… denn er weiß nicht, was er tut.‘“
(Quelle: PM)