Lieber Herr Koop,

8. September 2021

Lieber Herr Koop,

wie Sie vielleicht bemerkt haben, hat die LT diesen Leserbrief nicht abgedruckt. Auf Rückfrage an Herrn Pertz hat dieser nicht reagiert. Wenn Sie Lust dazu haben, können Sie gern nachhaken. Ich finde, man darf der LT dies nicht durchgehen lassen. Zumal andere Mitstreiter/innen schon oft ähnliche Erfahrungen machen mussten.

Freundliche Grüße

Ihr

Christoph Frilling

Da kann geholfen werden. Gern: 

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte um Veröffentlichung folgenden Leserbriefs:

Der Name Rosemeyer-Straße ist inakzeptabel

Nicht nur in Lingen wird über die Umbenennung von Straßen debattiert, die den Namen eines Nationalsozialisten tragen. Diese Diskussionen sind begrüßenswert, sie beleben die politische Kultur und schärfen unsere Wachsamkeit gegenüber dem Neonazismus.

Einen „Fall“ möchte ich hervorheben: In Ingolstadt sollte auf Antrag mehrerer Parteien der Name Ewald Kluge aus dem Stadtbild verschwinden. Kluge galt seinerzeit als der beste Motorradrennfahrer der Welt, aber er war Mitglied des NSKK (Nationalsozialistisches Kraftfahrer Korps) und fuhr wohl auch zuweilen mit Hakenkreuzarmbinde.

Nun meldete sich ein Jürgen Ehrhard im Auftrag der „Freunde des Historischen Motorradrennsports Ewald Kluge Weixdorf e.V. Dresden“ zu Wort. Der Name Ewald-Kluge-Straße müsse bleiben, so Erhard, denn „ohne ein Minimum an geforderter politischer Anpassung (…) ging es für Spitzensportler im Dritten Reich einfach nicht“, argumentierte er in einem Leserbrief im „Donaukurier“ (Nr. 177, 2021).

Doch dann trifft er eine feine Unterscheidung: „Anders kann man die Benennung einer Straße in Lingen nach dem Auto-Rennfahrer Bernd Rosemeyer beurteilen.“  Dieser sei „ohne Druck“ der SS beigetreten und „brachte es dort bis zum Hauptsturmführer“. Dies hätte er nicht nötig gehabt, so Erhard weiter, denn eine Mitgliedschaft im NSKK wäre ausreichend gewesen.  „Dies unterscheidet ihn von Ewald Kluge.“

Ich persönlich teile diese Unterscheidung zwischen „Nazis-light“ – wie womöglich dem Motorradfahrer Ewald Kluge –  und  SS-Männern wie Rosemeyer nicht. Beide haben im Straßenbild einer deutschen Stadt nichts zu suchen. Bemerkenswert ist jedoch, dass selbst unter den Gegnern von Straßenumbenennungen wie den „Freunden des Historischen Motorradrennsports“ Einigkeit darüber besteht, dass speziell ein Bernd Rosemeyer als Namensgeber für eine Straße untragbar ist.

Christoph Frilling
Georgstraße 66
49809 Lingen

4 Antworten zu “Lieber Herr Koop,”

  1. Paul Haverkamp, Lingen said

    Die LT möchte das Thema wohl tabuisieren – vor allem vor dem Kommunalwahltermin.

    Es soll auf jeden Fall vermieden werden, dass die CDU noch tiefer in den Umfrageergebnissen abstürzt.

    Denn die Lingener CDU hat mit Ihrem Vorschlag der Einberufung einer Expertenkommission bei der Kulturausschusssitzung nur ein Ziel: Es sollte und musste unbedingt Zeit gewonnen werden, um bei der eigenen Wahl-Klientel keine Unruhe zu stiften.

    Wenn die CDU auch nur einen Hauch an „C“ in dieser Rosemeyer-Frage besäße, hätte sie dem Vorschlag von der FDP, den Grünen und den BN schon damals sofort zustimmen müssen.

    Doch die Wankelmütigkeit und Feigheit der CDU in der Rosemeyer-Frage wird ihr gewiss Ende nächster Woche beim Auszählen der Stimmen vor die Füße fallen, und zwar zu Recht.

    Wer bei der Umbenennung dieses Straßennamens nicht erkennt, dass die Zeit der Würdigung für einen SS-Hauptsturmführer definitiv – auch ohne Expertenkommission – abgelaufen ist, hat eben die „Zeichen der Zeit“ nicht verstanden.

    So einfach ist das – auch ohne Expertenkommission!!!!

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

    Paul Haverkamp, Lingen

  2. Günther Möller said

    Wie armselig ist das denn?
    „Lieber Onkel“ hilf mir bitte, die bösen Redakteure von der LT wollen meine abartigen Recherchen nicht veröffentlichen!
    Der Dr. Frilling schimpft sich glaube ich, Historiker!
    Wenn ich in der ganzen Republik unterwegs sein muß, um derartiges „Material“ zu finden, dann habe ich Zweifel.
    Warum gibt dieser Mann keine Ruhe, um das „Feuer“ wieder und wieder anzufachen?
    Denkt er auch an seinen Sohn, der sich als Kandidat der FDP für den Stadtrat bewirbt?
    Die Meinung über seinen Vater würde mich brennend interessieren.

    Schönen Abend allerseits.

  3. Hans Brinck said

    Gottlob gibt es bei der Redaktion der LT noch Redakteure, die den Leserbriefen des „stetigen Feueranzünders (siehe vorstehenden Kommentar)“ keine Beachtung schenken. Er sollte als Historiker lieber recherchieren, unter welchen Umständen der Rennfahrer Rosemeyer seinerzeit wirklich ohne Druck, also freiwillig, vom NSKK zur SS übergetreten ist.
    Über das Ergebnis bin ich sehr gespannt.

  4. Günther Möller said

    Ich glaube, da ist der Herr überfordert!!

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