Lingener Jung‘

14. Juni 2021

Straßennamen sind öffentlich sichtbare „Ehrungen“, Anerkennungen und Widmungen. Somit formen sie aktiv einen essentiellen Teil der kollektiven Erinnerungskultur. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns also die Frage stellen: An wen wollen wir mit einem Straßennamen erinnern und wen wollen wir „ehren“?“

Am vergangenen Donnerstag hat der Kulturausschuss des Lingener Stadtrates darüber debattiert, die bisherige, vom damaligen NS-Bürgermeister Plesse beschlossene Bernd-Rosemeyer-Straße neu in Fredy-Markreich-Straße zu benennen. Rosemeyer war ein großartiger Autorennfahrer, aber als einziger deutscher Renfahrer nach eigenem Bekunden bereits vor Hitlers sog. „Machtergreifung“ in SA und SS eingetreten. Als er bei dem Versuch starb, einen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen, war er SS-Hauptsturmführer, was neben dem „Lingener Jung'“-Atttribut auf den Schildern an der Lingener Rosemeyer-Straße allerdings verschwiegen wird und alsbald nachgetragen werden muss. Fredy Markreich (Foto) war damals ein beliebter Lingener, wegen Tapferkeit im 1. Weltkrieg ausgezeichnet, Mitglied der Kivelinge und anderer lokaler Vereine und er war jüdischen Glaubens. Daher musst er 1939 seinen Besitz in der Großen Straße verkaufen und aus Deutschland vor der drohenden Vernichtung fliehen.

Am Ende der ernsten und sachlichen Debatte sprachen sich am Donnerstag im Ausschuss  „Die BürgerNahen“, Bündnis’90/Die Grünen und die FDP für die Umbenennung in Fredy-Markreich-Straße aus, CDU und SPD waren dagegen und setzten mit 8:3 Stimmen statt dessen einen Auftrag an die Verwaltung durch, einen Kriterienkatalog zu erarbeiten, nach denen künftig in Lingen Straßen benannt werden. Kriterien sind immer gut. Aber ernsthaft: In der öffentlichen Debatte der letzten Wochen ist mehrfach betont worden, dass Rosemeyer ein „Lingener Jung'“ gewesen sei. Wenn dies ein Kriterium für eine Ehrung durch einen Straßennamen ist, kann sich tatsächlich jemand vorstellen, dass dieses Merkmal seine Mitgliedschaft in SA und SS und seinen Offiziersrang in eben der SS unbedeutend werden lassen könnte?

Alles erinnert mich an die aktuelle Diskussion im fränkischen Schweinfurt. Dort gibt es das Willy-Sachs-Stadion, das 1936  der damalige Alleininhaber der Schweinfurter Fichtel & Sachs AG Willy Sachs für eine Million Reichsmark der Stadt Schweinfurt stiftete. Sie ahnen es: Willy Sachs trat 1933 in die SS ein und war seit 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP. Er hatte schließlich den Rang eines SS-Obersturmbannführers (1943), gehörte dem „Freundeskreis Reichsführer SS“ (Heinrich Himmler) an und war auch sonst tief in den NS-Staat verstrickt. Deshalb hat sich eine Initiative gebildet, damit sich der Stasionname jetzt ändert.

Man braucht kein Prophet zu sein: Die Neubenennung wird sowohl in Schweinfurt als auch in Lingen erfolgen. Dass Willy Sachs ein großzügiger Mäzen und Bernd Rosemeyer ein sehr guter Autorennfahrer waren, führt nicht dazu, den Mantel der Liebe über ihre jeweilige Verstrickung in den NS-Staat legen zu können.  Nach einem SS-Mann benennen eben nur Nazis eine Straße.

Bei uns wird die notwendige Neubenennung auch kaum dazu führen, dass die jetzige Rosemeyer-Straße wieder den Namen Bahnhofstraße trägt, wie es die etwas geschichtslos wirkende SPD favorisiert; denn zweifellos wäre dies eine Missachtung des Juden Fredy Markreich, der 1939 gerade noch vor Kriegsausbruch aus Deutschland nach Afrika flüchten konnte, dann aber leider nur fünf Jahre später im afrikanischen Liberia „an einer Seuche“ starb, wie man es in den lokalen Veröffentlichungen nachlesen kann.

Angesichts dessen weiß ich, wie ich mich zu entscheiden habe.

Hier geht es zu meiner Rede
am vergangenen Donnerstag (10.06.) im Kulturausschuss unserer Stadt, in der ich meine Position formuliert habe.

Hier geht es dann zur
Online-Petition für die Neubenennung

 

25 Antworten zu “Lingener Jung‘”

  1. Paul Haverkamp, Lingen said

    „Unser Bernd“

    Viele Lingener haben wohl 1933 so gedacht:

    Wenn der bodenständige, volksnahe Lingener und Emsländer Rosemeyer die Entscheidung trifft, sich der SS anzudienen, kann diese Entscheidung zugunsten der Nazis doch auch nicht so schlimm sein. Wir Lingener unterstützen Rosemeyer und sehen über die vielen Kollateralschäden einer Diktatur hinweg. Wir kennen und vertrauen Rosemeyer, er ist für uns der Garant eines volksgenährten Gefühls von Rechtmäßigkeit und Rechtschaffenheit! Er ist unser „Sohn der Stadt Lingen“, unser „Bernd“ und ein Sohn einfacher Leute wird das gemeine Volk nie verraten.

    Dieses Denken feiert offensichtlich in den Köpfen einiger Lingener auch heute noch eine Renaissance.

    Für die Lingener Rosemeyer-Verteidiger reicht es offensichtlich aus, wie ein Leserbriefschreiber am 2.6.2021 in der LT formulierte, „Sohn dieser Stadt“ gewesen zu sein. Ein „Sohn dieser Stadt“, aus einfachen Verhältnissen kommend und stets volksnah auftretend – eben unser Bernd – , eine solche Person kann und muss doch mit einer positiven Vita gewürdigt werden – und zwar sowohl durch die Beibehaltung des Straßennamens als auch durch ein neues Museum.

    Eine solche Denkart mit einem solchen Kriterium (Sohn unserer
    Stadt) wird von mir als geschichtsvergessen und antidemokratisch bezeichnet. Ein solches Verhalten, eine solche Denkart wird von lokalen und nationalen Vorurteilen gespeist und Vorurteile dürfen nie als Entscheidungskriterium zur Beurteilung einer Person herangezogen werden. Die Zugehörigkeit bzw. Abstammung aus einem bestimmten Ort oder von einer bestimmten Volksgruppe kann und darf doch niemals die ausschlaggebende Grundlage für die Wertschätzung einer Person oder eines Volkes sein. Das wird hoffentlich auch die von der CDU vorgeschlagene Kriterienkommission genauso sehen!

    Noch ein Wort zum Verhalten der CDU und SPD in der Kulturausschusssitzung der vergangenen Woche:
    Ich richte einen dringenden Appell an CDU und SPD, sich endlich den heutigen Notwendigkeiten geschichtlicher und gesellschaftspolitischer Art stellen!!!

    Nach meiner Ansicht hat die Studentenvertreterin es auf den Punkt gebracht: Es geht – vor allem auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Situation in vielen europ. Staaten – aber besonders auch vor dem Hintergrund in Deutschland (AfD) – darum, mit dieser Umbenennung einen Beitrag auf lokaler Ebene zur Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu leisten.

    Dass die Grünen, die Bürgernahen und die FDP gegen den Antrag der CDU stimmten, kann ich gut nachvollziehen.
    Die einzig klaren Stellungnahmen habe ich aus dem Munde der Vertreter der FDP, der Grünen und der Bürgernahen vernommen.

    Beschämend fand ich das Bild, das die CDU und die SPD bei mir hinterlassen haben. Die Argumente beider Parteien gegen eine Zustimmung zum FDP-Antrag fand ich in keiner Weise überzeugend.

    Die CDU brachte den Vorschlag, eine Kommission einzuberufen, um einen Kriterienkatalog zur Benennung bzw. Umbenennung von Straßennamen ins Leben zu rufen.

    Frage an die CDU:

    Wieso brauche ich in diesem ganz konkreten (!!!) Fall Rosemeyer einen Kriterienkatalog. Es ist doch eine blanke
    Selbstverständlichkeit, dass jeder Kriterienkatalog es verbieten muss, zu Ehren eines SS-Hauptsturmführers eine Straße zu benennen.

    Wichtig: Ich spreche von einer SS-Mitgliedschaft und nicht von einer NSDAP-Mitgliedschaft und ich spreche auch von einer Mitgliedschaft Rosemeyers in der SS und nicht beim NSKK! Die CDU will in diesem ganz konkreten Fall wohl nur Zeit gewinnen, um die Uneinigkeiten in der Partei für diesen konkreten Fall nicht der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen.

    Der Vorschlag der CDU mag ganz allgemein durchaus akzeptabel sein, doch in dem ganz konkreten vorliegenden Fall der Umbenennung der Bernd-Rosemeyer-Str. erblicke ich in dem Vorschlag, eine Kommission einzuberufen zur Erarbeitung eines Kriterienkataloges, keinen Sinn. Wer sich freiwillig aus rein egoistischen Karrieregründen und ohne Zwang der SS angedient hat, darf nicht als erinnerungswürdige Person gelten.

    Den Vorschlag der SPD finde ich um keinen Deut besser. Die vorgetragene Kompromisslinie der SPD, zwar die Namensnennung „Rosemeyerstr.“ nicht weiter zu akzeptieren und stattdessen zum alten Namen „Bahnhofstr.“ zurückzukehren, zeigt mir, dass die SPD die „Zeichen der Zeit“ nicht erkannt hat oder nicht erkennen will.

    Geht es doch in dem FDP-Antrag darum, ein deutliches Zeichen gegen Nationalismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu setzen und den Opfern des Holocaust einen ihnen nach achtzig Jahren längst überfälligen Platz in der Stadtmitte Lingens zu verschaffen. Dass eine Partei sich zu Recht rühmt, als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt zu haben, jedoch in dieser so wichtigen lokalen Lingener Frage, in der es auch um die Verteidigung von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geht, sich einer klaren Positionierung zu entziehen, finde ich demokratieschädlich. Hat die SPD vor dem Hintergrund der Gefahren unserer Demokratie in der Gegenwart durch die Zunahme rassistischer, antisemitischer und fremdenfeindlicher Kräfte den Satz von Otto Wels vom 23.3. 1933 vergessen: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“?

    Und die CDU? – Sie sollte sich daran erinnern, dass das damalige Zentrum dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt hat; ihr damaliger Vorsitzender Kaas, Verfechter einer autoritären nationalen Sammlungspolitik, setzte sich gegen die Minderheit um Heinrich Brünig und Adam Stegerwald durch; Kaas vertrat damals die Ansicht, dass ein Widerstand des Zentrums an der Herrschaft Hitlers als politischer Realität nichts ändern werde – eine Tragödie!

    Beide Parteien – also CDU und SPD – vereint die Angst vor den Wählern.

    Dass sie mit diesem Eiertanz möglicherweise jedoch diejenigen fördern, die nur auf ein solches Geschwurbel gewartet haben, nämlich die AfD, haben diese beiden Parteien wohl vergessen.

    Wir dürfen nicht den Personen das Feld überlassen, die die Zeit des Nationalsozialismus nur als eine „Vogelschisszeit“ innerhalb der deutschen Geschichte ansehen. Wir dürfen den Rosemeyer-Befürwortern nie die Chance eröffnen, eine Schlussstrich-Debatte zu präferieren; denn eine solche darf es niemals geben.

    Das Andienen der vielen „Rosemeyers“ und die in der breiten Öffentlichkeit daraus gezogenen Konsequenzen des Verharmlosens, Relativierens und Bagatellisierens sind und bleiben die Blaupause eines Mitläufer-Verhaltens, das Hanna Arendt zu Recht als die „Banalität des Bösen“ bezeichnet hat.

    Beide Parteien wollen Zeit gewinnen, um den Wählern im Hier und Heute (!!!) eine zerrissene Meinung einer jeweils zerrissenen Partei nicht präsentieren zu müssen – keine Sternstunde von Demokraten in einer Demokratie in der Sitzung des Lingener Kulturausschusses der letzten Woche!

    Paul Haverkamp, Lingen

  2. Falkenberg said

    Danke für den langen und guten Kommentar!

  3. Heinrich Liesen said

    Roko, es gibt wenigstens 8 Strassen in der BRD, die den Namen Bernd-Rosemeyer-Strasse tragen.Wenige Lingener sind dagegen.
    Das ist ihr gutes Recht. Die meisten Lingener sehen es anders. Auch ihr gutes Recht, Warten wir es doch einmal ab, da helfen auch die gebetsmühlenartigen Erklärungen von Herrn Haverkamp nicht wirklich weiter.

    Weiteres sicher 250 Strassen mit dem Namen Elly-Beinhorn-Strasse. Zuletzt Flughafen Berlin-Schönefeld und geplant Flughafen Münster.

    PS- wie Du sicher informiert bist, hatte mich Herr Dr. Frilling wegen der „Zerstörung eines Kulturdenkmals“ verklagt. Die Klage von der Staatsanwaltschaft wurde abgewiesen.
    „Schade“ , nach so vielen Streitereien immer noch kein Erfolg für Herrn Frilling.
    Irgendwann klappt es sicher. mfg Heinrich Liesen

    • hans1550 said

      Wie die Nazis Bernd Rosemeyer instrumentalisiert haben, um hinter seiner (von ebendiesen aufgebauten) Helden-Rennfahr-Aura verbrecherisch gegen politische Feinde und Minderheiten vorzugehen, so wird jetzt Elly Beinhorn instrumentalisiert, um den Namen von Bernd Rosemeyer reinzuwaschen?

      Das kann doch nicht Ernst gemeint sein?

      War Elly Beinhorn eigentlich jemals in Lingen? Gibt es einen Bezug? Oder ist es nicht tatsälich so, als müsste diese geplante Einrichtung auch ihren Namen tragen, um sich da etwas besser zu fühlen?

  4. Heinrich Liesen said

    Auf anonyme User antworte ich nicht, wie ist Ihr Name? Es schreibt sich ja so angenehm aus der 2. Reihe oder, Hans1550?
    Elly Beinhorn – Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.- Bevor sie solch einen Müll schreiben ist es immer besser, sich vorher im Detail zu informieren . in diesem Sinne. mfg Heinrich Liesen

    • hans1550 said

      Es schreibt sich anonym immer sehr gut und zwar immer dann, wenn, wie bei den Diskussionen rund um Bernd Rosemeyer zuletzt, die Herkunft des Schreibers und nicht die vorgebrachten Punkte, auf einmal wichtig ist.
      Da wird dann öffentlich in Leserbriefen in Frage gestellt, ob Studenten sich überhaupt äußern dürfen, sie wären ja nur zugezogen…

      Zurück zum Thema.

      Meine Frage war „War Elly Beinhorn eigentlich jemals in Lingen? Gibt es einen Bezug?“

      Die Antwort ist also: „Nein.“
      Aber sie hat ein Bundesverdienstkreuz, sogar eines erster Klasse. Danke für diese aufschlussreiche Antwort.

    • hans1550 said

      Die eindrucksvolle Karriere und das erfüllte Leben von Elly Beinhorn spricht also in der Tat für ein Museum. Allerdings eines, bei dem der bittere Beigeschmack eines (nur) weiblichen Beiwerks nicht im Vordergrund, bei dem die Leistungen Elly Beinhorn nicht im ständigen Schatten ihres Mannes stehen sollten.

      Schade, dass es so weit kommen muss.

      Offenbar nur, weil Sie, sehr geehrter Herr Liesen, nicht wissen, wie Sie Ihr Geld und Ihre Zeit anders und sinnvoller anlegen könnten, um Lingen einen Dienst zu erweisen. Dabei gäbe es hunderte von unterstützenswerten Vereine, Einrichtungen und Initiativen.

      In einer Sache können Sie sich aber sicher sein: Nach Ihnen wird ganz sicher keine Straße benannt werden. Es wird auch keine Statue aufgestellt. Sie werden kein Verdienstorden erhalten.

      Schade, dass es so weit kommen muss, denn mit Ihrem Geld hätten Sie so viel gutes für die Menschen in Lingen tun und erreichen können.
      Stattdessen hinterlassen Sie eine Art vergifteten Wallfahrtsort für Menschen, die, wie Sie offenbar auch, in der Vergangenheit hängengeblieben sind.

  5. Günther Möller said

    Es ist erstaunlich,dass das Feuer wieder entfacht wird und die Hetze wieder losgeht und die „Hauptakteure“absolut nichts Neues, oder entspannendes dazutun, sonder den gleichen, durchgekauten Inhalt, den man schon vor einiger Zeit lesen konnte an gleicher Stelle nochmal zum“ Besten“geben, ist schon sehr arm.
    Sie, Roko oder wie genannt werden und offenbar auch ein Lingener Jung sind, sich nach anfänglicher Zustimmung für Bernd Rosemeyer um 180 Grad gedreht haben, ist für mich sehr enttäuschend. Dann die Vorwürfe an Ihren Widersacher und als Sieger hervorgegangen Ob Zeugen auch nicht gerade von Größe.
    Dann kommt neuerdings eine Recherche in der Republik dazu und man ist in Schweinfurt fündig geworden, – Superleistung-. Was wollen Sie denn damit bezwecken, dass die ganze Republik nicht nur nach Lingen schaut, oder was? Armselig ist das!
    Einen Nachtrag noch zu Herrn Liesen:
    Auch in Spelle gibt es eine Bernd-Rosemeyer-Strasse und die ist nicht von einem NS-Bürgermeister bestimmt worden, sondern durch einen demokratisch gewählten Rat.
    Hier gibt es nicht dieses Problem wie teilweise in Lingen hausgemacht.

  6. Heinrich Liesen said

    Herr Möller, denke Hansi 555 weiss nicht so richtig, wie er die Situation einordnen soll. Auch das ist Demokratie.

    • hans1550 said

      Es heißt „hans1550“, so viel Zeit muss sein.

      Die „Situation“ ist ja ziemlich eindeutig: Ein Mensch mit zu viel Geld und zu viel Zeit will einer Stadt ein „Geschenk“ machen, dass diese nicht will.

      Bei der „Pop-up-Galerie Tulpenmüller“ haben Sie ja gezeigt, wie man mit Geschenken umgeht, die nicht gewollt sind, denn diese wurde recht schnell entfernt.

      https://robertkoop.wordpress.com/2021/03/22/pop-up-galerie-tulpenmueller/

      Mit Kritik haben Sie es also offenbar nicht so?

      Zuletzt war es dann oft der Absender. Mal „nur zugezogen“, mal „zu anonym“, oder jetzt scheint der Absender verwirrt, weil er „nicht so richtig“ weiß, „wie er die Situation einordnen soll“. Aha.

      Ich frage mich, ob Sie tatsächlich niemanden in Ihrem Umfeld haben, der Sie bremst und auch einmal widerspricht? Sind Sie in dem Alter, in dem sich das einfach niemand mehr traut? Eine gefährliche Situation in der sich oft alte Männer wiederfinden.

      Jeden Tag gehen bis zu 150 „Kunden“ in unsere Lingener Tafel. Dort wäre Ihr vieles Geld und auch Ihre Zeit besser angelegt, als im Verteidigen des Andenkens eines Mitglieds von NS-Organisationen. Ich freue mich, wenn Sie demnächst einige Schichten an meiner Seite stehen. Die Tafel sucht ständig!

  7. Heinrich Liesen said

    Hansi 555 gefällt mir persönlich besser ,Schon bemerkenswert, dass sie Wert auf Ihren anonymen Namen legen. Besser wäre doch, wie bereits geschrieben, Ihr Vor – und Zunamen.

    Betr Tulpenmüller wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung usw- gestellt. Hansi 555, jeder hat ja seine Sicht der Dinge.

    An dieser Stelle möchte ich diese bemerkenswert intelligente Diskussion mit Ihnen, Herr ….. ….. beenden.

    Ihnen einen schönen Sonnentag.

    • hans1550 said

      Korrekt ist ja, dass Anzeigen „wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung usw“ gestellt wurden, weil *Sie* das so wollten. Nötig war es jedenfalls nicht und Anzeigen stellen sich auch nicht von selbst. Ohnehin, auf die Idee eine Kunstaktion anzuzeigen muss man auch erst einmal kommen. Noch klarer kann ein Fall von Kunstfreiheit nicht sein. Auch das werden Sie lernen. Ihr hochnotpeinlicher Umgang mit der Aktion zeigt aber vor allem eines, ihr gestörtes Verhältnis zu Kritik, besonders öffentlicher Kritik.

      Stattdessen geht es Ihnen bei Kritik erst einmal darum, die Menschen dahinter in Misskredit zu bringen. Nur so müssen Sie sich dann mit der eigentlichen Kritik inhaltlich nicht auseinandersetzen. Das ist durchschaubar und fügt sich nahtlos in das Gesamtbild ein. Bei einem anonymen Kritiker geht dieses „in Misskredit bringen“ aber nicht so einfach, deswegen setzt Ihnen so geäußerte Kritik offenbar so zu.

      Sie, sehr geehrter Herr Heinrich Liesen, Sie allein sind verantwortlich für diese erinnerungskulturelle Bankrotterklärung und für ein Geschichtsverständnis wie es zuletzt nur von ganz rechts außen („Mahnmal der Schande“, „Fliegenschiss“) zu lesen und hören war. Sie tun jedoch nichts, um diesem Geschmäckle entgegen zu wirken und auch das lässt tief blicken.

      Schade, dass es so weit kommen muss.

  8. Paul Haverkamp, Lingen said

    Rosemeyer darf niemals zu einem erinnerungswürden Vorbild hochstilisiert werden!

    hans1550 betont zu Recht, dass die Stadt Lingen kein Rosemeyer-Museum benötigt.

    Herr Liesen irrt, wenn er meint, er mache Lingen damit ein besonderes Geschenk, das im Nachhinein ihm vielleicht noch das Bundesverdienstkreuz einbringen würde.

    In Wirklichkeit ist sein „Geschenk“ ein vergiftetes Geschenk, ein Danaer-Geschenk; denn mit diesem Museum soll ein SS-Hauptsturmführer geehrt werden.

    Dass die SS eine Verbrecherinstitution schlimmster Art war, wird von den Museumsbefürwortern selbstverständlich ausgeblendet mit dem Argument, dass Rosemeyer selbstverständlich keinerlei politische Absichten mit seiner SS-Mitgliedschaft verfolgt hat, sondern nur „Benzin“ im Blut hatte.

    Dass eine solche Behauptung selbstverständlich eine dreiste Lüge ist, mit der die Lingener Bevölkerung ruhig gestellt und einer Geschichtsklitterung Vorschub geleistet werden soll, ist von vielen Lingenern immer wieder seit Jahren kritisch analysiert worden.
    Doch Liesen und seine Adlati versuchen immer wieder, dieses infame Spiel des Bagatellisierens und Relativierens den Lingenern aufzutischen. Sie werden damit jedoch keinen Erfolg haben – die Wahrheit lässt sich eben auf Dauer nicht verbiegen!

    Sehr einsetzen würde ich mich persönlich gern für ein Museum, das den Kritikern und Gegnern des NS-Regimes in Lingen ein Denkmal setzen bzw. ein Museum einrichten würde.

    Die Stadt Lingen benötigt ein Museum, und zwar zur Ehrung der Personen, die von den Nazis

    • strafversetzt, zwangspensioniert bzw. ihrer Ämter enthoben wurden

    • gedemütigt und gequält wurden – bis in den Tod

    • abgesetzt und verunglimpft wurden

    • sich nicht haben einschüchtern lassen und die sich schützend vor Jugendliche gestellt haben

    • sich nicht davon haben abbringen lassen, ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben, um Juden vor dem Massaker der SS zu bewahren.

    Die Stadt Lingen benötigt ein Museum, um das Verhalten all derjenigen zu würdigen,

    • die im Stillen, im Geheimen zu den von den Nazis in Lingen gedemütigten und ihrer Menschlichkeit beraubten Juden und allen anderen Verfolgten unter Gefährdung ihres eigenen Lebens gestanden und ihnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten geholfen haben

    • die nicht darauf bedacht waren, sich als Claqueure den Nazis zur Verfügung zu stellen, um sich auf diese Weise kurzfristige persönliche Vorteile zu verschaffen

    • die zu ihren christlichen Wurzeln und ihren Wertvorstellungen gestanden haben

    • denen die Bewahrung humaner Werte, Geradlinigkeit und Menschlichkeit wichtiger waren als die auf Menschenverachtung, Freiheitsberaubung, Entzug der Menschenwürde, Gewalt, Rassismus und Völkermord aufbauende Naziideologie

    Nein, wir benötigen kein Museum für einen SS-Hauptsturmführer,

    • der ohne politischen Zwang es vorzog, sich einem Verbrechersystem anzudienen, sowohl aus Überzeugung als auch mit dem Ziel, seine SS-Mitgliedschaft zu nutzen, mit sportlichen Erfolgen zu reüssieren und seinem unstillbaren Verlangen zur Mehrung seines Narzissmus immer wieder neue „Nahrung“ zu verschaffen

    • dem eine Mitgliedschaft im NSKK nicht reichte und vor der Machtübernahme im Januar 1933 bereits Ende 1932 eine Mitgliedschaft in die SS anstrebte oder dieselbe bereits vollzog

    • dem seine mit pathologischer Obsession verfolgten Ziele der Erlangung sportlicher Trophäen und internationaler Medienaufmerksamkeit wichtiger waren als sich einen kritischen Blick für die auch bis zu seinem Tode bereits unübersehbaren Gräueltaten des NS-Verbrechersystems – vor allem ausgeübt von „seiner“ SS – zu bewahren

    Ein Mensch mit einer solchen Biografie kann niemals ein erinnerungswürdiges Vorbild sein – vor allem nicht für die heutige junge Generation!

    Paul Haverkamp, Lingen

  9. Hans Brinck said

    Hier möchte ich doch an den Ausgangspunkt dieser Diskussion erinnern (CDU und SPD lehnen Strassenumbenennung ab) und dabei den Artikel 20 des Grundgesetzes der Bundesrepublik zitieren:

    „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
    Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.“
    Also müssen die Parteien dem Wählerwillen folgen und ihnen nicht diktatorisch ihre Meinung aufzwängen.

    Nun zu den Meinungen betr. Umbenennung der Bernd-Rosemeyer-Strasse:
    Die Parteien „Die BürgerNahen“, Bündnis’90/Die Grünen und die FDP sprechen sich für die Umbenennung in Fredy-Markreich-Straße aus, CDU und SPD sind dagegen.
    Ich kann der CDU und der SPD für diese demokratische Haltung nur mein uneingeschränktes Lob aussprechen. Sie haben den „Volkswillen der Lingener Bevölkerung für die Beibehaltung des Strassennamens des Lingener Jungen“ richtig gespürt. Um diesen Willen auch zu dokumentieren, schlage ich vor, bei der bevorstehenden Bundestagswahl ebenfalls über diese meiner Meinung nach unnötige Strassenumbenennung abzustimmen.
    Hier könnte man sich an der Schweiz ein Beispiel nehmen: Am vergangenen Sonntag wurden drei Vorlagen der Schweizer Regierung abgelehnt. Trotzdem die Parteien mehrheitlich für die Annahme dieser Gesetze votiert hatten (z.B. die CO2 Initiative) haben die Wähler alle bachab geschickt. Ein Beispiel der direkten Demokratie des Volkes und keine diktatorische Durchsetung von Parteiparolen!
    Übrigens: Wenn man in Lingen eine Strasse nach dem ehemaligen Bischof Berning (auch ein Lingener Junge) benannt hätte, müsste man sie dann heute auch umbenennen, weil er in führender Position in der katholischen Kirche war und seine Mitbrüder (Bischöfe und Priester) sich in verbrecherischer Weise an Kindern vergangen haben? Ich meine NEIN.
    Und diese Meinung vertrete ich auch bei der Diskussion über die Mitgliedschaft von Bernd Rosemeyer in der SS. Er war ein untadeliger und sehr erfolgreicher Rennfahrer und hatte mit den Verbrechen dieser Nazi-Organisation nichts, aber auch garnichts zu tun.
    Ich empfehle einigen Diskussionsteilnehmern, sich nicht hinter der Anonymität zu verstecken, sondern in ihren Beiträgen ihrem richtigen Namen nennen. Auch das gehört zu einem richtigen Demokraten, der in der BRD seine Meinung öffentlich vertreten kann, ohne befürchten zu müssen, verfolgt zu werden.

    • hans1550 said

      Mit Verlaub, haben Sie einer anderen Sitzung beigewohnt?
      Aus der Presse war zu vernehmen, dass alle Fraktionen im Rat der Stadt Lingen sehr wohl für eine Umbenennung sind.
      „Die BürgerNahen“, Bündnis’90/Die Grünen und die FDP sprechen sich für eine Umbenennung in Fredy-Markreich-Straße aus. Der SPD ist das Schicksal von Fredy Markreich egal, sie favorisiert daher „Bahnhofsstraße“ und die CDU möchte ebenfalls eine Umbenennung, dafür aber zunächst einen allgemeingültigen Kriterienkatalog, wie es ihn in vielen anderen Städten bereits gibt und am Ende des Tages selbstverständlich auch eine Umbenennung vorsehen wird.

      Ihre weiteren Äußerungen lassen mich verstehen, wie es um Ihr Verständnis unserer repräsentativen Demokratie steht.

      Eine Entscheidung die Ihnen nicht gefällt wird gleich zu einer „diktatorischen“ Entscheidung. Den „BürgerNahen“, Bündnis’90/Die Grünen und der FDP sprechen Sie gleich ab, überhaupt eine demokratische Haltung zu haben.

      Lokalpolitische Themen sind für Sie gleich ein Grund bei der bevorstehenden Bundestagswahl anders abzustimmen. Ich kann mir nur denken für wen Sie Ihre Stimme im Bund abgeben. Es sind diejenigen, die Ihre Haltung teilen.

      Die Katholische Kirche mit der SS, einer NS-Terrororganisation, welche für unzählbar viele Tote und Verfolgte verantwortlich, auf eine Stufe zu stellen ist zugleich geschmack-, wie ehr- und geschichtsverständnislos. Sie treten die Erinnerungskultur des ganzen Landes mit Füßen.

      Es passt in das Bild, was Sie hier schriftlich abgeben.

      • Hans Brinck said

        Grundsätzlich diskutiere ich nicht mit Personen, die sich hinter einem Pseudonym verstecken. Sie sind in meinen Augen zu feige, ihre Meinung in der Oeffentlichkeit zu äussern. Diese Feiglinge sind es nicht wert, von mir eine Antwort zu bekommen
        Deshalb hier nur noch eine Klarstellung zu meinem Vergleich zwischen der Mitgliedschaft Rosemeyers zur SS und Bischof Berning zur kath. Kirche. Hier waren beide Mitglieder einer Organisation/Kirche, die in ihren Reihen Verbrecher hatten, sie selbst sich aber untadelig Verhalten haben.
        Ich könnte die Vergleiche noch fortsetzen:
        Waren alle Soldaten des Heeres des 2. Weltkrieges Verbrecher, weil in Einzelfällen Kriegsverbrechen von ihnen begangen worden sind?
        Oder sind alle Mitglieder der SED in der früheren DDR Mittäter, weil das verbrecherische Regime den Befehl dazu gab, alle Flüchtlinge am Grenzübertritt zu hindern und sie auch dann evtl. zu erschiessen?
        Eine Mitgliedschaft zu einer Partei/Organisation berechtigt noch nicht – wie Sie es tun – einen untadeligen Menschen mit Verbrechern geichzusetzen.
        Im deutschen Rechtsstaat gilt die Unschuldsvermutung, solange dem Betreffenden eine Schuld nicht nachgewiesen worden ist. Das gilt auch für alle vorstehend von mir genannten Personengruppen, also auch für Bernd Rosemeyer.
        Deshalb bin ich für die Beibehaltung der „Bernd-Rosemeyer-Srasse“, um damit einen „erfolgreichen und untadeligen Rennfahrer – einen Lingener Jungen“, zu ehren.

        • hans1550 said

          Sehr geehrter Herr Hans Brinck,
          Sie haben es wieder getan! Daher tue ich es Ihnen gleich und wiederhole mich:
          Die Katholische Kirche mit der SS, einer NS-Terrororganisation, welche für unzählbar viele Tote und Verfolgte verantwortlich, auf eine Stufe zu stellen ist zugleich geschmack-, wie ehr- und geschichtsverständnislos. Sie treten die Erinnerungskultur des ganzen Landes mit Füßen.

          Die SS war nicht nur „irgendeine Organisation“ der Nazis. Sie war die federführende Terror-Organisation der Nazis. Die SS war es, die Konzentrationslager betrieben hat. Die SS war die Organisation, die Menschen in Viehwagen gezerrt und dorthin abtransportiert hat. Sie war die Organisation, die Oppositionelle und Andersdenkende verprügelt hat.

          Hören Sie auf damit! Sie haben gar nichts verstanden!

  10. Günther Möller said

    Es ist schwer, auf soviel hirnloses Zeug, welches ich mir leider im Urlaub ansehen musste, noch etwas zu sagen.
    Es ist geht nicht um den Inhalt, sondern um das wie.
    Wie können Menschen, oder ist das nicht der richtige Ausdruck, soviel Niederträchtigkeit und Menschenverachtung von sich geben, oder zu feige sind, sich zu stellen und mit ihrem richtigen Namen agieren?
    Dieser Anonyme scheint ja wohl bei der Lingener Tafel „tätig“ zu sein , es sieht so aus, dass diese Organisation Hilfskräfte sucht, weil er Herrn Liesen ein Angebot gemacht hat, dort mitzuarbeiten.
    Wäre das denn im Sinne von Frau Gräßner?
    Überhaupt, diese Beleidigungen gegen Ältere, z.B. Herrn Liesen und alle „Altvorderen“ wie es mal in einem Beitrag hieß, sind das Produkt Ihres Niveaus und machen einen nur noch fassungslos.
    Mir scheint, dieser Namenlose hatte früher mal eine andere Identität, inhaltlich gleich, hatte auch Angst, wenn er seinen wirklichen Namen nennen würde, berufliche Konsequenzen in Kauf nehmen zu müssen.
    Außerdem habe ich den Eindruck, dass jeder Beitrag von einer gewissen Person verfasst wird und nur der Name darunter echt oder unecht ist.
    Soviel Geist kann Hans 1550 nicht besitzen.
    Ich hatte nicht vor, jemanden persönlich zu beleidigen, habe aber gedacht 1 x darf ich auch etwas anders schreiben.

    Zum Abschluss fand ich einen Leserbrief, ausgerechnet in der Bild, nicht auf Lingen bezogen, sondern gegen gendern.
    Ich finde, es ist ein gutes Schlusswort und passend zu der Situation
    um Bernd Rosemeyer.

    „Man sollte nicht so geschichtslos und anmaßend sein und alte Namen einfach streichen. Tabula rasa machen ist gegen jeden Verstand. Es scheint nur Ausdruck von extremen Frust zu sein“.

    • hans1550 said

      Sehr geehrter Herr Günther Möller,

      zunächst ein Danke für die Bestätigung, dass ich mit Anonymität in dieser Diskussion alles richtig gemacht habe. Weder ist die Tafel eine Unternehmung von Edeltraut, noch hat sie jemals jemandem den Mund verboten. Was Sie hier implizieren reicht allein, um Ihre Haltung zur Meinungsfreiheit eindrucksvoll zu unterstreichen.

      „Niederträchtigkeit und Menschenverachtung“ schreiben Sie zu mir, wenn ich dieses Forum nutze, um darauf hinzuweisen, dass nach Heinrich Liesen in Zukunft ganz sicher keine Straße benannt werden wird. Und auch einen Verdienstorden wird er nie erhalten. Das festzuhalten ist übrigens keine Beleidigung, die Sie mir hier versuchen zu unterstellen.
      Verdienstorden gibt es in diesem Land noch immer für Menschen, die sich *für* die Gesellschaft einsetzen, nicht gegen sie! Edeltraut Graeßner ist eine würdige Trägerin. Hoffentlich trägt auch irgendwann auch eine Lingener Straße ihren Namen.

      „Niedertracht“ und „Menschenverachtung“ sind passende Begriffe, wenn Menschen ein Projekt gegen den ausdrücklichen Wunsch unserer demokratisch legitimierten Vertreter durchdrücken, nur weil sie die (finanziellen) Mittel dazu haben.
      Das viele Geld wäre bei der Lingener Tafel besser aufgehoben und genau das wäre auch in Edeltraut Graeßners Sinn.

      Angesichts dieser Punkte hinterlasse ich Sie also sehr gern „fassungslos“. In etwa so „fassungslos“, wie sie viele Andere hinterlassen, wenn Sie sich so naiv zu Bernd Rosemeyer äußern und jedwede Kritik einfach gänzlich ausblenden, als gäbe es da nichts?

  11. Günther Möller said

    Können Sie nicht lesen? Sie schreiben, ich hätte Ihre Anonymität in dieser „Diskussion“ bestätigt und gutgeheißen!
    Das stelle ich erst mal richtig, das habe ich nicht getan. Und das die Tafel keine Firma von Edeltraut (sehr vertraut) ist, weiß doch jeder. Ich kenne sie nicht, aber sie ist bestimmt eine intelligente Frau, im Gegensatz zu Ihnen.
    Ich möchte wissen, ob sie eine Schule besucht haben und was man Ihnen da und anderswo beigebracht hat, offenbar nicht viel. Bestimmt nicht die Grundwerte eines Menschen und einen respektvollen Umgang mit ihnen.
    Sie schaffen es ja nicht, einen Beitrag richtig zu lesen und zu kapieren.
    Sie wiederholen sich und steigern die Beleidigungen! Deshalb werde ich diese Stufe mit Ihnen auf das noch niedrigere Niveau nicht gehen, denn dafür ist mir die Zeit zu schade.

    Soviel Zeit muss sein.
    Ich wünsche Ihnen trotzdem persönliches Wohlergehen. Vielleicht kommt bei Ihnen die Einsicht und Sie stellen fest, wie viele ältere Mitbürger Sie mit Ihren reißerischen „Beiträgen“ beleidigt haben…..

    • hans1550 said

      Entschuldigen Sie, sehr geehrter Herr Günther Möller, ich musste etwas lachen, als ich Ihren jüngsten Beitrag las.

      Ich schrieb oben „(…) zunächst ein Danke für die Bestätigung, dass ich mit Anonymität in dieser Diskussion alles richtig gemacht habe“ und bezog mich darauf, dass Sie und einige andere sich an der kritikaüßernden Person abarbeiten und so verhindern Sie sich mit den dargelegten Punkten überhaupt auseinandersetzen zu müssen.

      Das können Sie aber („Kommen die Kritiker überhaupt aus Lingen, die sind ja nur zugezogen!“) nicht und verleitet Sie nun offenbar aus Hilflosigkeit dazu tatsächlich beleidigend zu werden: Nun habe ich „keine Schule besucht“, habe nichts gelernt, eine ehrenamtliche Tätigkeit wird indirekt durch Sie bedroht und lesen kann ich ohnehin nicht.

      Aus dem Inhaltlichen haben Sie sich, wie auch Herr Heinrich Liesen, bereits vor Jahren verabschiedet. Sie fallen noch immer auf die, zugegeben sehr nachhaltige, Nazi-Propagandamaschinerie herein. Dabei sind wir im Jahr 2021 erinnerungsgeschichtlich viel weiter. Sie aber nicht?

      Bernd Rosemeyer war vor allem deswegen ein „Strahlemann“, „Siegertyp“ und „Vorzeige-Deutscher“, weil die Nazis, allen voran sogar Adolf Hitler persönlich, das so wollten. Es gibt heroische Bilder, eine tolle Ehefrau, bahnbrechende Geschichten und Rekorde, weil diese in das von den Nazis auserkorene Narrativ passten.

      Gleichzeitig wurden zigtausende Demokraten und Mitglieder von Minderheiten gedemütigt, terrorisiert, deportiert und eingesperrt. Von den Nazis, von der SS.
      Ich frage mich: Sprechen Sie eigentlich auch darüber am Küchentisch? Oder sind Sie, so wirkt es, tatsächlich Teil der „Verdrängungsgeneration“, die sich nie mit der eigenen Geschichte auseinandergesetzt hat? Ob an Ihrem Küchentisch Sätze fallen, wie „es war ja auch nicht alles schlecht“?

      Ich hoffe nicht, aber ich kann es mir (leider) vorstellen.

  12. Heinrich Liesen said

    Herr Möller dass hoffe ich auch. Aber Hansi 55555 ist nicht zu bremsen., Hansi kann offensichtlich nicht anders. Lassen wir ihn schreiben, er ist wie er ist. Nachsicht ist hier angebracht.
    in diesem Sinne einen schönen Abend.

    • hans1550 said

      Ich nehme auch an, dass mich daher die SS-Freunde von Bernd Rosemeyer bereits 1933 frühzeitig aus dem Weg geschafft hätten. Vielleicht nach Dachau?
      Natürlich nur so lange bis ich „gebremst“ bin und „anders kann“.

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