Brachvogelprojekt

10. März 2021

Er ist ein Charaktervogel der Grafschaft Bentheim – der Brachvogel. Früher ein weit verbreiteter Brutvogel im Nordwestdeutschen Tiefland, schrumpft seine Zahl von Jahr zu Jahr. Die Grafschaft Bentheim ist daher ein wichtiger Lebensraum für die vom Aussterben bedrohten Schnepfenvögel und auch einige Landwirte setzen sich bereits mit großem Engagement für den Schutz der auf ihren Flächen lebenden Vögel ein. Im Rahmen eines Niedersächsischen Forschungsprojektes sollen nun Brachvögel mit Sendern ausgestattet werden, um die Lebensweise weiter zu erforschen und damit den Schutz der Tiere in ihrem Lebensraum zu verbessern.

Der Tierpark Nordhorn bemüht sich als regionales Arten- und Naturschutzzentrum mit verschiedenen Projektpartnern bereits seit vielen Jahren um die Rettung dieser interessanten Vögel. „Wir wollen und an dem Forschungsprojekt beteiligen und suchen nun konkret Unterstützer für die Erforschung der Lebensweise unserer Grafschafter Vögel,“ so Zootierärztin und Kuratorin Dr. Heike Weber. „Um mehr Vögel retten zu können, müssen wir mehr über ihr Verhalten lernen!“

Als regionales Arten- und Naturschutzzentrum ist der Tierpark Nordhorn Anlaufstelle für die Aufzucht von verwaisten Brachvogelgelegen. Über 120 junge Brachvögel wurden durch die Mitarbeiter des Tierparks in den letzten Jahren so bereits aufgezogen. Sobald sie alt genug sind, werden die Vögel beringt und in der Region ausgewildert. Ziel ist es nun einen Teil dieser Jungvögel mit Sendern ausstatten, um so zukünftig mehr über den Vogelzug und die Vogelbewegungen zu erfahren. Nur wenn man mehr über das Verhalten und die Ansprüche der Vögel weiß, können Maßnahmen zum besseren Schutz und langfristigen Überleben der Vögel entwickelt werden.

Hier setzt das aktuelle Forschungsprojekt an, denn mit den entsprechenden Sendern können die Vögel präzise verfolgt und so viele Erkenntnisse über die Lebensweise gewonnen werden. Neben den Jungvögeln im Tierpark werden weitere Vögel durch die verschiedenen Projektpartner des Forschungsvorhabens besendert, um so eine größere Anzahl an Tieren verfolgen zu können. Da dies in der Regel Altvögel sind, kann der Tierpark mit seiner Jungvogelaufzucht eine weitere wertvolle Untersuchungsgruppe beisteuern.

„Leider hat uns Corona einen großen Strich durch die Pläne gemacht! Ein halbes Jahr ohne Besuchereinnahmen schränkt unsere Möglichkeiten leider sehr ein,“ so Heike Weber. Rund 1.500 Euro kostet ein Sender, da er eine sehr spezielle Anfertigung ist, um die Vögel nicht zu stören. Ziel ist es mindestens fünf junge Brachvögel mit Sendern auszustatten, um verwertbare Ergebnisse zu erzielen.

„Alle Spenden sammeln wir eigentlich für unser große Zukunftsprojekt, den Neubau der Leopardenanlage!“ so Weber. „Da wir aber bald mit ersten Jungvögeln rechnen, die besendert werden sollen, suchen wir auch für dieses Projekt finanzielle Unterstützer! Eine Firma hat bereits die Kostenübernahme von zwei Sendern zugesagt,“ freut sich die Zootierärztin.

Auf der Webseite des Tierparks ist eine eigene Rubrik eingerichtet, in der regelmäßig unter www.tierpark-nordhorn.de/brachvogelschutzprojekt-tierpark-nordhorn/ über den Fortgang des Brachvogelprojektes berichtet werden soll.

Wer dieses Projekt mit einer Spende oder gar der Übernahme eines kompletten Senders unterstützen möchte, kann dies auf folgende Weise tun:

Spendenkonto.
KSK Nordhorn, IBAN: DE54 2675 0001 0000 3434 34, BIC: NOLADE21NOH oder direkt im Onlineshop des Tierparks unter https://shop.tierpark-nordhorn.de/Spende-Vogelsender/10317.

(Foto: Gunnar Ries CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported).

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