Hanau. #SayTheirNames

19. Februar 2021

Heute jährt sich der rassistisch motivierte, rechte Terroranschlag von Hanau, bei dem neun Menschen getötet und etliche andere körperlich und seelisch schwer verletzt wurden. Um die Toten trauern wir, den Verletzten möchten wir helfen. Doch wie geht das?

Nun, wir kennen die Namen der Toten und nennen sie immer wieder, damit sie nicht vergessen werden: #SayTheirNames

Fatih Saraçoğlu, 34, • Ferhat Unvar, 22, • Gökhan Gültekin, 37 • Hamza Kurtović, 22, • Kaloyan Velkov, 33, • Mercedes Kierpacz, 35, • Said Nesar Hashemi, 21, • Sedat Gürbüz, 30, • Vili Viorel Păun, 23 •.

Wie schnell vergessen wird, erleben wir am Beispiel des Attentatsopfers von Wächtersbach Bilal M. vom Juli 2019 oder der Mordopfer von Halle Kevin und Jana vom 9. Oktober 2019.

Nur der Name des getöteten Regierungspräsidenten von Kassel Walter Lübcke, der am 1. Juni 2019 ebenfalls von Rechtsextremen ermordet wurde, ist uns vielleicht noch geläufig.

Aber wir können viel tun:

  • Uns an die Namen der Opfer erinnern, wie das auch der Aufruf „Say their names!“ fordert.
  • Wir können uns den Forderungen anschließen, dass die Umstände, aber vor allem die Vorgeschichten der Morde aufgeklärt werden, auch wenn die Täter von Hanau und Wächtersbach sich bereits selbst gerichtet haben.
  • Wir können wachsam sein und offen gegen Rassismus, Faschismus und Hass eintreten.

Mit einer Gedenkfeier in Hanau wird am Abend an die neun Todesopfer des rassistischen Anschlags erinnert werden. Geplant sind Reden von Vertretern der Hinterbliebenen sowie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Wegen der Corona-Pandemie können allerdings nur 50 geladene Gäste teilnehmen. In der südhessischen Stadt sind heute zudem Aktionen gegen Rassismus an Schulen sowie in Vereinen und Unternehmen geplant.

Gestern Abend hatten 3.000 Menschen mit einem Demonstrationszug durch Frankfurt am Main an die Toten erinnert. Auf Twitter wurden zahlreiche Einträge dazu gepostet. Fotos und Videos zeigten, wie die Menschen Bilder der neun Ermordeten durch die Straßen tragen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, forderten die Demonstranten unter anderem eine stärkere Auseinandersetzung mit Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland.

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