Heute Nachmittag

31. Januar 2021

Heute, an diesem nordwestlichen Winternachmittag habe ich vor dem Büro gedrückt, die samstägliche Süddeutsche in die Hand genommen und mir neben dem obligatorischen Becher Thiele-Tee so ein feines kleines Tortenstück mit einem Hauch von Kokosraspeln aus dem Aivilo-Café in der heimischen Burgstraße gegönnt (Danke -!!- für den Tipp, liebe Twitter-Timeline). So völlig anders als die klassisch-wuchtige emsländische Bäckertorte und so einzigartig köstlich (, wenn auch unverschämt teuer).

Dann las ich im SZ-Feuilleton, den „Lasst-und-nicht-allein“-Hilferuf von Holger Gertz an das Öffentlich-rechliche Fernsehen, der genau im Ziel ist (Zitat: „Was heißt Frohes Neues Jahr auf holländisch?“, leider hinter einer Bezahlschranke).

Ein bisschen habe ich mich über mich dann geärgert. Ich hatte nämlich übersehen, dass gestern der große Phil Collins 70 Jahre alt geworden ist. 1951 – guter Jahrgang, vielleicht etwas obergärig, wie ein früheres Nachrichtenmagazin es vor einigen Jahrzehnten formulierte. Vielleicht hätte ich gestern schon Aivilo-Torte, Thiele-Tee genießen und dann in der SZ lesen sollen? Nun denn, 70 Jahre Phil Collins, der mir manch schönen Mainstream-Konzertabend verschafft und vor allem dessen Saxofonist mal direkt neben meinem Sohn wohnte, naja fast direkt – oder war es der Bassist? Also, liebe Süddeutsche, da hat euer Alexander Gorkow schon einen geilen P.C.-Beitrag geschrieben: „Achtung, Lebensgefahr! (- doch leider auch hinter der Online-Bezahlschranke).

Zuletzt: Nicht alles Gute kostet. Dies hier, fast auf den Tag genau 40 Jahre alt, gibt’s für umme (von der Werbung mal abgesehen, die aber übersprungen werden kann).
Schönen Restsonntag in die Runde.

Mensch sein und stolz

31. Januar 2021

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Seit 25 Jahren ist dieser Tag in Deutschland Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, seit 2005 Internationaler Holocaust-Gedenktag der Vereinten Nationen.

Mit einer Gedenkstunde hat der Deutsche Bundestag am Mittwoch der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 76 Jahren gedacht. Als Rednerinnen waren zwei Jüdinnen eingeladen, die für zwei verschiedene Generationen sprachen: Die frühere Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch und die Politikerin und Publizistin Marina Weisband. Beide zogen in ihren Reden klare Verbindungen von damals in die heutige Zeit. Hier zum -dringenden- Nachhören die Ansprache von Marina Weisband

und diejenige von Charlotte Knobloch: