3.500

13. Januar 2021

Gestern tagte der Lingener Verwaltungsausschuss. Ich habe in der Sitzung u.a. kritisiert, dass der Landkreis Emsland erst jetzt, 10 Monate nach Pandemiebeginn, ein Konzept für die Impfung der über 80-jährigen entwickelt, die nicht in einem Pflegeheim leben. Da sei es schwer, sachlich zu bleiben. Erwidert wurde, dass für den Betrieb der Impfzentren das Land zuständig sei. Hier warte man noch auf die erste Pfizer/Coronaimpfung.

Immerhin knapp 3.500 Lingener*innen zählen zu dieser Alterskategorie und  leben in den eigenen vier Wänden. In den neun Lingener „Seniorenheimen“ sind nur rund 700 Ältere und davon auch ein paar jüngere, wenn auch nicht junge Bewohner.

Mein Vorschlag, die 1. Kategorie der „frei wohnenden“ zu Impfenden Ü80 durch eine städtische „Hotline“ zu betreuen und auch die Taxifahrt zum Impfzentrum an der Lindenstraße zu organisieren, ist offenbar bereits von der Krone Verwaltung „angedacht worden“. Dafür gebe es erste Überlegungen im Rathaus, meinte der OB – allerdings nicht ohne sofort die Familienangehörigen der Alleinlebenden in die Pflicht zu nehmen. Die nämlich sollten sich um ihre nahen Angehörigen „jetzt auch wirklich einmal kümmern“.

Dieser Ausstieg aus der Verantwortung für die Senior*innen ist angesichts des völligen Versagens der Kreisverwaltung in Meppen schon sehr bemerkenswert. Überraschend ist der Spätstart für mich allerdings nicht. So ist öffentliche Verwaltung.

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