Igelstation ein Erfolg

5. November 2020

Herbst bedeutet Igelzeit, schreibt der NABU in einer Pressemitteilung und berichtet über den Erfolg seiner Igelstation in Meppen. Dort pflegt Rita Gölnitz kranke, verletzte, untergewichtige und mutterlose Igel so lange, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können. Dieses Jahr wurden allein mehr als 35 Jungtiere bei ihr abgegeben, gut 30 der Igelbabys konnten gerettet werden.

Igel sind Wildtiere und können in der Natur gut überleben: Im Laufe der Zeit sind aber neue Gefahren für die Igel dazu gekommen. Dazu gehören beispielsweise der Straßenverkehr, nachts fahrende Mähroboter und der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Aber auch Parasiten wie Igelflöhe und Krankheiten machen den Igeln zu schaffen.

Besonders häufig werden Jungtiere abgegeben. Ihre Igel-Mütter wurden in den meisten Fällen entweder überfahren oder sind zu krank und geschwächt. Einige der kleinen Igel haben bei der Aufnahme ein Gewicht von weniger als 100 Gramm. In diesem Jahr ist auffällig, dass fast ausschließlich männliche Igeljunge gefunden wurden, erklärte Rita Gölnitz.

Wenn die Nächte kälter werden, gehen die Tiere in den Winterschlaf. Um diese Zeit zu überstehen, sollten sie mindestens 500 g wiegen. Untergewichtigen Tieren kann man helfen, indem man ihnen Katzenfutter und Wasser anbietet.  Wichtig ist es, auf die Hygiene an der Futterstelle zu achten.

„Bei auffälligen Tieren nicht zögern und mich unter 05931-14530 kontaktieren“ wünscht sich Gölnitz. Außerdem sucht die leidenschaftliche Igelliebhaberin immer Menschen mit igelfreundlichen Gärten, die bereit sind, aufgepäppelte Tiere aufzunehmen. Dann müssen die Igel abends angefüttert werden, bis sie mit dem Winterschlaf beginnen. Ein igelfreundlicher Garten bedeutet, dass keine giftigen Chemikalien eingesetzt werden und Möglichkeiten zum Überwintern bestehen. „Niemand sieht es, wenn hinter den Büschen Laub- und Reisighaufen für den Igel liegen gelassen werden“, sagt Rita Gölnitz „Aber sie helfen den Igeln sehr“.


Foto: Igel in der Aufzuchtstation in Meppen. © Hanna Clara Wiegmann / NABU

 

Eine Antwort zu “Igelstation ein Erfolg”

  1. Moin lieber Herr Koop,

    Ihr Beitrag über den Erfolg der Igelstation in Meppen hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen.

    Das sind sich wirklich tolle Neuigkeiten. Selbst 1 gerettetes Igelbaby wäre schon ein Erfolg, denn jedes Ebene zählt. 30 ist aber natürlich doppelt schön. 🙂

    Ich habe kürzlich eine Anleitung geschrieben, wie man ein kleines Igelzuhause in seinem eigenen Garten ganz einfach selber bauen kann. Falls Sie den Artikel lesen möchten, hier der Link: https://www.garten.schule/wie-baut-man-ein-igelhaus/

    Ich bin selbst leidenschaftlicher Gärtner und liebe meinen kleinen, aber vielfältigen und wilden Garten. Ich schreibe auf dem Blog über alle möglichen Themen, die mich so beim Gärtnern beschäftigen. Unter anderem, wie man seinen Garten in ein Paradies für Insekten und andere kleine Wildtiere, wie die Igel, verwandeln kann!

    Vielleicht ist mein Artikel auch eine gute Ergänzung zu Ihrem Beitrag und es wert, verlinkt zu werden. Was denken Sie?

    Ich freue mich von Ihnen zu hören!

    Liebe Grüne Grüße und bleiben Sie gesund,
    Sebi

    Blogger auf garten.schule

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