NDR Retro

27. Oktober 2020

Heute ist der UNESCO-Tag des audiovisuellen Erbes. Der öffentlich-rechtliche NDR hat sich dazu etwas Besonderes einfallen lassen Mit NDR Retro hat der Norddeutsche Rundfunk sein Fernseh-Archiv geöffnet und stellt zeit- und kulturhistorisch relevante Beiträge online zur Verfügung. Man liest von einer Archiv-Offensive zum audiovisuellen Welterbe-Tag.

Was hat den Norden in den 50ern und 60ern geprägt? Wie haben die Norddeutschen gelebt, was haben sie erlebt? Und vor allem: Wie sah das alles aus? Wir können selbst nachschauen:

Ab sofort stellen die ARD und das Deutsche Rundfunkarchiv schrittweise rund 40.000 zeitgeschichtlich relevante Videos ins Netz. Besonders berücksichtigt sind eigene NDR-Fernsehproduktionen aus dem Bereich der aktuellen und regionalen Berichterstattung für die Zeit vor 1966. Die Beiträge anderer ARD-Landesrundfunkanstalten können zentral über die ARD Mediathek abgerufen werden. Das Angebot des NDR finden Sie dort separat gebündelt im Channel NDR Retro.

Unter diesem Label  beteiligt sich der Norddeutsche Rundfunk an dem Gesamtprojekt mit einer vierstelligen Zahl an Sendungen und Beiträgen. Neben der aktuellen Berichterstattung der damaligen Sendereihen Nordschau und Berichte vom Tage laden unter der Rubrik „Norddeutsche Geschichte(n)“ eine Vielzahl interessanter Langformate dazu ein, in Alltag, Arbeit, Leben, und Gesellschaft der damaligen Zeit einzutauchen. Ergänzt wird das Angebot durch ausgewählte Sendungen und Beiträge aus den Bereichen Sport und Kultur.

Die Reihe „Diesseits und jenseits der Zonengrenze“ bietet spannende Einblicke in die deutsch-deutsche Teilung und den Kalten Krieg aus norddeutscher Sicht. Sie wurde von 1960 bis 1965 in Hannover produziert und berichtete unter anderem über das heutige Sendegebiet Mecklenburg-Vorpommern. Die Sendung bemühte sich – aus westlicher Sicht – um Objektivität und wollte damit auch DDR-Zuschauer ansprechen. Bei den Beiträgen handelt sich meist um kommentierte Mitschnitte aus dem DDR-Fernsehen. Der Sprecherton ist in vielen Fällen allerdings nicht mehr erhalten.

In einem ersten Schritt werden der Öffentlichkeit aus rechtlichen Gründen zunächst Videos mit dem Entstehungsdatum bis 31. Dezember 1965 zugänglich gemacht. Die Publikation von Audios aus diesem Zeitraum wird geprüft. Wegen der damals noch anderen technischen Voraussetzungen und Sendeabläufe steht ein Teil der Beiträge nur ohne Ton beziehungsweise ohne Sprecher-Ton zu Verfügung. Denn insbesondere in Nachrichten-Formaten wurde der Text häufig live in der Sendung eingesprochen – und dabei oftmals nicht mit aufgezeichnet.

Auch die Sehgewohnheiten und gesellschaftlichen Gepflogenheiten haben sich im Lauf der Jahrzehnte verändert: So mögen Einstellungen, Bildschnitte, Einschätzungen und auch die Sprache an einigen Stellen ungewohnt oder überholt erscheinen oder sogar irritieren – ermöglichen dadurch aber gleichzeitig einen originalgetreuen und lebendigen Blick auf das Leben in den 50er- und 60er-Jahren in Norddeutschland.

Quellen: NDR, UNESCO

Jerry Jeff Walker ist tot

27. Oktober 2020

Jerry Jeff Walker (* 16. März 1942 in Oneonta, New York, als Ronald Clyde Crosby; † 23. Oktober 2020 in Austin, Texas) ist am vergangenen Freitag gestorben, und ich habe erst jetzt davon erfahren. Walker war ein US-amerikanischer Singer/Songwriter. Walker schrieb eine der großartigsten Balladen der vergangenen 6ß0 Jahre: “Mr. Bojangles”. RIP.



(Quelle: zoom