(Eine Kampagne, mit der die spanische Hauptstadt Madrid ihre Bürger zu Einhaltung der Maskenpflicht aufruft, hat zu heftigen Diskussionen geführt. Das Video mit den Titel „Beschütze dich, beschütze uns!“ zeigt am Ende eine Feuerbestattung und warnt Maskenverweigerer: „Einäscherungsofen: 980 Grad. Es gibt Dinge, die mehr Hitze verursachen als eine Schutzmaske“. In den sozialen Netzwerken beklagten sich Nutzer, die Kampagne sei „pietätlos“. Einige Medien bezeichneten sie als „hart“ und „brutal“. Viele Menschen in Madrid beklagen sich darüber, dass das Tragen von Masken im Freien bei Temperaturen von über 35 Grad unangenehm sei.
Quelle: Tagesschau.de)

Zuschrift

7. August 2020

Da traf gestern bei mir eine Zuschrift zu den Verhältnissen in der Lingener Innenstadt in Coronazeiten ein, deren Bitte ich gern erfülle, indem ich sie einfach hier poste:

„Ich wünsche mir ein Blogpost darüber, wie _nur_  „Face to Face“-Ansprache in diesen Zeiten von Corona das absolut Falsche ist -und unabhängig davon schon immer war!- und wie die Stadt Lingen (Ems) beim Kommunizieren ihrer  Regeln für Fußgängerzone und Markt versagt hat.

Vielleicht weil das Stadtoberhaupt die Möglichkeit von Social Media schlicht nicht kennt, oder schlicht nicht verstanden hat? Ich denke da an das Gegenbeispiel Rheine, wo es doch Videos vom Bürgermeister auf Facebook gab.

Nun hat OB Krone keinen eigenen Social-Media-Kanal und über die Kanäle der Stadt Lingen (Ems) kam auch nichts dazu. Ein Ergebnis sind die besagten 500(!) Platzverweise am letzten Wochenende und auch wohl der Vandalismus in der Innenstadt; die Kivelingfigur am Emslandmuseum lässt grüßen.

Ob schon einmal jemand überlegt hat, wie viele Jüngere in der Stadt betroffen sind. Ich find’s einfach nur krass, wie man diese Menschen so gegen die Wand hat laufen lassen.

Das wird noch viel spannender, sollte es einen größeren Corona-Ausbruch geben und konsequentere, härtere Maßnahmen in und um Lingen notwendig werden. Was will der OB dann machen? Funkstreifenwagen mit Ansagen durch die Stadt fahren lassen?!“

Was mich allerdings genauso betroffen macht wie die in der Zuschrift beklagte Unfähigkeit zu guter, moderner Kommunikation: Wenn Bereitschafts- und andere Polizisten behaupten, man dürfe in der Lingener Innenstadt außerhalb konzessionierter Flächen keinen Alkohol trinken und dann auf dieser unwahren Grundlage Hunderte von Platzverweisen aussprechen, sagen sie schlicht die Unwahrheit. Ich frage mich, ob dies an diesem Wochenende so weitergehen wird und was außerhalb der Konferenzen im Rathaus eigentlich geschieht, um darauf gegründetes, rechtswidriges Handeln der Polizei zu beenden.