125 Jahre Franz Radziwil

4. Juni 2020

Franz Radziwill
125 WERKE ZUM 125. GEBURTSTAG
Oldenburg (Oldbg) – Landesmuseum Oldenburg, Im Schloss
noch bis 23. August 2020
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Erstmals zeigt das Oldenburger Landesmuseum seinen gesamten, über fast 100 Jahre gewachsene Bestand an Werken des Künstlers Franz Radziwill gezeigt. Die aktuelle Ausstellung in der biografisch-chronologischen umfasst eindrucksvolle großformatige Gemälde, farbstarke Aquarelle, Künstlerpostkarten an Freunde und Sammler sowie präzise Zeichnungen eines hervorragenden Beobachters.

Der Maler aus Dangast ist bis heute für seinen magischen Realismus in Erinnerung.  Die Geschichte vom Magier, der das Zaubern verlernt, ist dabei nur ein Pfad durch Radziwills Lebenswerk. Die andere: Über lange Jahre drängend war, dass Radziwill ein Nazi war. Er ist früh und begeistert dabei, scheitert bald mit seinen kulturpolitischen Ambitionen und pendelt sich für die folgenden Jahrzehnte weitgehend ungestört in einem reichlich diffusen Opfer-Täter-Mitläufer-Status ein.

„Das größte Wunder ist die Wirklichkeit“, resümierte der Maler Franz Radziwill (1895–1983) am Ende seines Lebens sein Werk. Geboren in der Wesermarsch und aufgewachsen in Bremen kam Radziwill 1921 zum ersten Mal nach Dangast und wählte den Fischer- und Badeort am Jadebusen ab 1923 als Wohnort und Ausgangspunkt seines Schaffens. Hier entstand das Frühwerk des Malers in Anlehnung an die Brücke-Künstler, die den Ort schon 15 Jahre vorher für sich entdeckt hatten.

Über alle Wandlungen seines Stils hat das Landesmuseum Oldenburg das Werk Franz Radziwills begleitet, ausgestellt und gesammelt: Vom ersten bekannten Gemälde aus dem Jahr 1915 über die expressionistischen Anfänge und Hauptwerke des Magischen Realismus bis hin zu den Arbeiten des Künstlers, die während des ‚Dritten Reichs‘ in den Gauausstellungen präsentiert wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg näherte Radziwill sich dem Surrealismus an und nahm Motive der New Age-Bewegung in seine Bildwelten auf. Die letzten Werke entstanden, bevor der Künstler aufgrund eines Augenleidens 1972 die Malerei aufgeben musste.

Anlässlich des 125. Geburtstags des Künstlers widmet ihm das Landesmuseum Oldenburg, das seit seiner Gründung eng mit Radziwills Werk verbunden ist, eine umfassende Retrospektive.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Franz Radziwill-Gesellschaft entstanden, die aktuell im Atelierhaus des Künstlers in Dangast die Ausstellung „Franz Radziwill – Lichtspiele“ zeigt.
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Mit Museumsdirektor und Kurator Dr. Rainer Stamm kann man den Meister des Magischen Realismus, den Künstler Franz Radziwill, kennen lernen:

(Quellen: taz, NOZ, Landesmuseum Oldenburg)

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