Ralf Borchert, Professor für Volkswirtschaftslehre und Destinationsmanagement in Heilbronn, schreibt heute:

„Am 7. April 2010, heute vor zehn Jahren, stand ich mit zwei Studentinnen auf dem Crailsheimer  Marktplatz mit einem Nummernschild. Wir waren sehr überrascht, dass die CR-Kennung auf dem Kennzeichen, die heute wieder absolut zum Stadtbild von Crailsheim in Hohenlohe gehört, von sehr vielen Besuchern des Marktplatzes interessiert und vor allem sehr erfreut wahrgenommen wurde.

Crailsheim war die erste von dann 211 noch folgenden Städten, in der wir die Bevölkerung nach dem Wunsch, die „alten“ Kennzeichen wiedereinzuführen befragten. Dieses so freundliche Erlebnis am 7. April 2010 (und die dann vielen folgenden) waren das zentrale Motiv, die Idee weiterzuverfolgen. Im Kern war und ist es einfach schön. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Die Welt ist zwar nicht wirklich besser geworden, aber es macht Freude. Das ist mit sehr vielen von Ihnen zusammen möglich geworden; es war ausnahmsweise einmal etwas nur Positives (wenn es auch als Untertext natürlich die auf die Kreisebenen projizierten Probleme bei der Durchsetzung gab; wo das passierte, da stimmte aber etwas anderes nicht).

Inzwischen sind 318 der knapp 400 möglichen Kennungen wiedereingeführt; demnächst folgen WG und SLG im Landkreis Ravensburg. Ich schätze, dass 4 Mio Fahrzeuge in Deutschland mit den reaktivierten Kennzeichen fahren. Das ist wunderbar so. In der Erinnerung an die Zeit vor zehn Jahren also: Danke!…

Herzliche Grüße ins schöne Deutschland – Ralf Bochert“

Ach ja, setze ich hinzu:
Der Kreistag des Landkreises Emsland (Slogan: „Willkommen bei den Machern“) hat unlängst die Wiedereinführung der alten Kennzeichen LIN, MEP und ASD abgelehnt. Zum zweiten Mal seit 2016. Es wird nicht das letzte Wort bleiben. 

 

Eine bemerkenswerte Youtube-Reihe Dr. Christian Eggersmann sagt, dass es sich hierbei nicht um einen Gesundheits-Podcast handelt. Der Arzt ist ärztlicher Direktor am Mathias-Spital in Rheine. Er führt seit dem 19. März ein Videotagebuch auf YouTube, in dem er vom Corona-Alltag erzählt. Er berichtet also darüber, wie es in „seinem“ Krankenhaus abläuft. Er hat inzwischen fast 1700 Abonnenten. Der Mann sagt: „Ich möchte […] ein Sprachrohr sein für die vielen, vielen Mitarbeiter, die sich im Moment unglaublich engagieren.“

Vielleicht klickt Ihr mal rein?