Damme

25. Februar 2020

Der Oldenburger Kunstverein liegt am Dammweg. Jetzt zeigt er eine Ausstellung mit dem Titel „Damme“. Wer sich im südlichen Niedersachsen auskennt wie die Fotografin Heidi Specker, um deren Ausstellung es sich handelt, der weiß, dass es sich bei Damme um eine bäuerliche Ortschaft handelt, mit nicht einmal 20.000 Einwohnern. Hier wurde Heidi Specker 1962 geboren und hier wuchs sie auch auf.

Weiß man dies aber nicht, ist man schnell versucht, das Geheimnis des Titels ergründen zu wollen. Schließlich geht es hier um Kunst. Handelt es sich um ein seltsames Wortspiel? Kommt Damme aus dem Französischen und wurde ein m hinzugefügt und ein Akzent amputiert? Oder geht der Titel vielleicht auf holländische Städtenamen zurück?
Es ist einigermaßen ernüchternd, stellt man dann fest, dass der Titel eben nur diese kleine Gemeinde bezeichnet und dass man ihn spricht, wie man ihn schreibt, mit Doppel-m und hinten einem e. Der Titel ist dann ganz einfach, er ist faktisch und operativ, ohne ästhetisch doppelten ­Boden. In ihrer Ausstellung…

[weiter bei der taz]


DIE AUSSTELLUNG
„Damme“ von Heidi Specker läuft noch bis 19. April im Oldenburger Kunstverein. Der Katalog, erschienen in der Buchandlung Walther König, kostet 24 Euro.

Geöffnet
Dienstag bis Freitag 14 – 18 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage 11 – 18 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt: 3 EUR/ ermäßigt 2 EUR/ Mitglieder frei/ AdKV-Mitglieder frei

Heidi Specker
DAMME
07.02.2020 – 19.04.2020

Die Ausstellung „Damme“ von Heidi Specker bietet vielschichtige Ansätze für Erkenntnisse: Bestandsaufnahme, Abgleich von Erinnerung und Gegenwart, allgemeine Lebenswirklichkeit, spezielles Lebensgefühl, und – je nach Erfahrungswelt des Betrachters – ein breit gefächertes Spektrum von Empfindungen. Zurück in Damme, wo sie aufgewachsen ist, entwickelt Heidi Specker, herausragende Fotografin der Gegenwart und Professorin für Fotografie in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, in 70 Fotografien ein eindrucksvolles Panorama von Ansichten und Einsichten in Situationen des Lebens. In der Tanzschule wird der Zeitgeist an den uniformen Beinkleidern sichtbar, aber auch zeitübergreifend Bewegung und das Aufeinandertreffen der Geschlechter in jungen Jahren. Ein Traktor belegt den großen Einfluss einer mittlerweile hoch technisierten Landwirtschaft in Südoldenburg. Wimpel und Masken verweisen auf eine noch heute in weiten Teilen der Republik sehr lebendige folkloristische Tradition, deren Symbolik keinesfalls auf das karnevaleske Damme beschränkt ist. Gleiches gilt für die Bilder von Mädchen in ihrem schulischen Umfeld, Portraits, von Verkehrssituationen, von Mauern, Gebäuden und aus der Natur. Unterstützt durch ein Band pflanzlicher Muster geht die ganze Bildserie über die Abbildung der Gegenstände hinaus und vermittelt das Erlebnis ihrer Wirkung. Die Verbindung von Erinnerung und Gegenwart eröffnet erweiterte Perspektiven aus der jeweiligen Situation auf die allgemeine Lebenserfahrung.
Die in dieser Ausstellung gezeigten Fotografien von Heidi Specker sind zeitgenössische Kunst in einem sehr wörtlichen, unmittelbaren Sinn.

Gefördert durch:
Kunstfonds Bonn, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Landessparkasse zu Oldenburg, Stadt Oldenburg, Oldenburgische Landschaft

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