Der Urgeschmack von süß

9. Februar 2020

Der Urgeschmack von süß: Honig, Aber wie gesund ist Honig wirklich? Felix Olschewski hat darüber in seinem Blog einen mehr als informativem Gastbeitrag veröffentlicht. Ich lese dies:
An Honig scheiden sich die Geister: Was die Einen als hochgesundes Nahrungsmittel loben, läuft bei den Anderen als reine Zuckerbombe. Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Eines ist sicher: Honig ist allemal besser als Weißzucker – er hat einige Kalorien weniger, ist vielfältiger im Geschmack und Grundlage etlicher Hausmittel. Nur allzu viel sollte man von dem süßenden Tausendsassa nicht zu sich nehmen.

Süßer Geschmack – das war mal selten …

In der Natur beschränkt sich Süßes zumeist auf Spätsommer und Herbst, wenn die Früchte reifen und mit Fruchtzucker locken. Mensch und Tier empfinden diesen Geschmack als Sensation, denn er signalisiert schnelle Energie durch leicht verwertbare Kohlenhydrate. Daher ist es wenig verwunderlich, dass der Neandertaler in uns nach Süßem lechzt. Der Haken: Was früher eine seltene und begehrte Ausnahme in der Nahrungspalette war, steht uns heute in fast unbegrenzter Menge zur Verfügung. Das Angebot ist so groß, dass der Versuchung zu widerstehen schwerfällt.

… und Honig eine Rarität

Nirgendwo in der Natur kommt Zucker so konzentriert vor wie im Wintervorrat der Bienen. Wie der Mensch auf die aberwitzige Idee kam, sich trotz der wilden Gegenwehr an ihren Waben zu vergreifen wissen wir nicht. Dass das aber bereits in der Steinzeit so war, zeigen die Höhlenmalereien der spanischen Cueva de la Araña. Allzu oft werden sich unsere Vorfahren diese schmerzhaften Raubzüge nicht angetan haben. Auf die Idee, mit der Betreuung von Bienenvölkern leichteren Zugang zu der begehrten Spezialität zu erhalten kam man vor rund 7.000 Jahren in Anatolien. Ägypter, Griechen und Römer verfeinerten die Imkerei im Laufe der Jahrhunderte. Bis ins Mittelalter war Honig das einzige Süßungsmittel. Das änderte sich mit den ersten Zuckerrohrplantagen in der Karibik und der Verarbeitung der Zuckerrübe. Die daraus gewonnene Saccharose und andere Zuckerarten stehen heute in praktisch unbegrenzten Mengen zur Verfügung. Sie gelten als wichtigste Krankmacher unserer Zeit, denn Fettleibigkeit und Bewegungsmangel sind Hauptursachen für Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose und weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wären wir doch bloß beim Honig geblieben!

Honig ist Zucker pur – und mehr

Ernährungsphysiologisch betrachtet bedeutet Honig vor allem Zucker. Der Gehalt an Traubenzucker und Fruchtzucker liegt jeweils…

 

[weiter bei Urgeschmack, dem Blog von Felix Olschewski]

 


Foto: Honig von Hansjörg Scherzer Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

Hintertür

9. Februar 2020

In der Landeshauptstadt Hannover steigt der Semesterbeitrag an der Uni für Studenten auf stolze 429 Euro. Damit wird er zu einer Studiengebühr durch die Hintertür, obwohl die Studiengebühren – ein 90er Jahre Projekt der FDP -offiziell bgeschafft sind.

Asta und Studentenwerk verlangen daher mehr Unterstützung vom Land Niedersachsen angesichts dieses Semesterbeitrags, der ab dem kommenden Wintersemester in Hannover. zu zahlen ist Und der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) findet dafür dramatische Worte: „Willkommen am teuersten Studienort Deutschlands.“ Das gilt allerdings nur für die Gebühren – die Lebenshaltungskosten dürften anderswo höher sein.

Die Ursache ist der Anteil, der für das Studentenwerk anfällt. Der ist zwar deutlich kleiner als der Anteil, der allein für das Semesterticket fällig wird (221 Euro), aber er hat jetzt erstmals die psychologisch bittere 100 Euro Grenze übersprungen. Selbst im teuren München ist der niedriger.

Das Studentenwerk finanziert damit die Infrastruktur, vor allem Wohnheime und Mensen sowie Beratungs- und Betreuungseinrichtungen. Jetzt musste er in Hannover erneut um 20 Euro erhöht werden, auf 115 Euro….

[…weiter hier/taz]


Information: Gebühr und Beitrag
Vom Wintersemester 2006/2007 an mussten Studierende in Niedersachsen Studiengebühren zahlen. Sie waren ein Lieblingsprojekt der damaligen nieders. CDU/FDP-Regierung unter dem Ministerpräsidenten Christian Wulff. Seinerzeit betrugen sie 500 Euro pro Semester. Verwaltungskosten von bis zu 300 Euro kamen noch dazu. Die Leibniz-Universität Hannover war damals schon diejenige in Deutschland mit dem höchsten zu zahlenden Betrag.

Zum Wintersemester 2014/2015 wurden sie durch die rot-grüne Landesregierung unter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wieder abgeschafft. Niedersachsen gehörte damit zu den letzten Bundesländern, die die Studiengebühren wieder abschafften.

Semesterbeiträge werden an fast allen Hochschulen bundesweit in unterschiedlicher Höhe erhoben. Sie setzen sich in der Regel zusammen aus einem Beitrag für das Semesterticket, für die Verwaltungskosten der Universität selbst, für die Studentenwerke und die studentische Selbstverwaltung.


(ein Text der taz-Nord, mit ein paar persönlichen Zusätzen. Foto: Leibniz Universität Hannover, Audimax. von ChristianSchd Christian Schröder CC BY-SA 3.0)