Guardians of Life

8. Februar 2020

Morgen werden in Los Angeles die Oscars verliehen. Für seine Darstellung als „Joker“ ist Joaquin Phoenix dabei für die beste Hauptrolle nominiert. Im Vorfeld des wichtigsten Filmpreises der Welt nutzen die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion und Amazon Watch die Prominenz des 45-jährigen Schauspielers für einen Werbefilm, der auf dramatische Weise auf die Folgen der Waldbrände im Amazonas-Regenwald und in Australien aufmerksam macht.

„Guardians of Life“ heißt der rund dreiminütige Kurzfilm und der komplett in der Notaufnahme spielt. In dramatischen Szenen versuchen Ärzte und OP-Personal einen Menschen zu retten. Doch es kommt zu Komplikationen, das Herz hört auf zu schlagen, die Wiederbelebungsversuche scheitern und schließlich finden sich die Ärzte mit dem Tod des Patienten ab – bis auf eine Protagonistin, die zu einem letzten Rettungsversuch ansetzt. Am Ende des Films entpuppt sich der Patient als Mutter Erde, der aufgrund seiner brennenden Lungen nicht mehr zu retten war – und die mutige Ärztin als indigene Frau dargestellt von Q’orianka Kilcher.

Neben dem Hollywoodstar spielen auch die Schauspieler Rosario Dawson, Matthew Modine und Oona Chaplin in „Guardians of Life“ mit. Entwickelt wurde der Film von Extinction Rebellion in Zusammenarbeit mit der Organisation Amazon Watch. Regie führte Shaun Monson, der für seine Tierrechtsdokumentation „Earthlings“ aus dem Jahr 2005 vielfach ausgezeichnet wurde. Der Clip soll laut Extinction Rebellion der Auftakt einer Reihe von zwölf Filmen sein, in denen allen bekannte Hollywood-Schauspieler mitwirken sollen.

ps Dass Äußerungen des Extinction Rebellion und damit die ganze NGO alles andere als unumstritten sind, weil, offen gesagt, führende Leute von ER ausgesprochen unerträglichen Sch… absondern, will ich hier ausdrücklich wiederholen und unterstreichen. Die Videobotschaft zur Klimakrise finde ich gleichwohl eindrucksvoll, auch wenn The Guardian kritisch kommentiert, der kurze Film mache konzeptionell keinen Sinn:

Phoenix is not the star. That is Kilcher, and she is a dramatic presence. But for this film to burden itself with such a messy and ineffective conceit in such a short film was a misstep.

(Quelle: horizont.net)

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