Schwein

31. Dezember 2019

Heute vor 100 Jahren schrieb der streng-konservative „Lingener Volksbote“:

“Am Sonntag vormittag ist vom Schlachthofe 1 Schwein (ca. 200 Pfd.) entlaufen. Wiederbringer, oder wer Mitteilungen über den Verbleib machen kann, erhält Belohnung. Die Schlachter-Innung.“

Schwein gehabt, darf man sagen und das im doppelten Sinne. Also mein Wunsch: Kommt gut ins neue Jahr und noch besser in 366 Tagen auch wieder raus.

Mann! Fedder!

30. Dezember 2019

Mann! Fedder! 64 ist kein Alter!

„Der beliebte norddeutsche Volksschauspieler Jan Fedder ist nach seiner langen und schweren Krankheit 2018 exklusiv in die Sendung von Reinhold Beckmann gekommen. Der Hamburger Jung ist auf dem Kiez aufgewachsen und kennt die rauen Seiten des Lebens.

Zum ersten Mal sprach Jan Fedder über seine schwere Krankheit und seinen Kampf gegen den Krebs: „Es war wohl das 14. Mal, dass ich ans Tor oben geklopft habe. Aber der liebe Gott hat gesagt, er will mich noch nicht. Dieses Mal war es jedoch wirklich knapp!“

Krebstherapie und Selbstmordgedanken
Der 63-Jährige musste wegen eines Mundhöhlen-Karzinoms 30 Bestrahlungen überstehen. „Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, weil ich überhaupt keine Kraft mehr hatte. Ich konnte nicht einmal mehr den Telefonhörer abnehmen.“ Zwischenzeitlich dachte er sogar über Selbstmord nach: „Wenn alles Scheiße ist, fragt man sich, wozu das alles noch und ob man das Leben beenden sollte.“

Doch Jan Fedder hat sich nicht aufgegeben, auch wegen seiner Frau: „Die Liebe zu meiner Marion hat mich am Leben gehalten.“ Nachdem der Schauspieler den Krebs besiegt und wieder Lebensmut geschöpft hatte, kam der nächste Nackenschlag. Er zog sich an beiden Beinen schwere Brüche zu. Infektionen erschwerten die Heilung: „Das Laufen geht gerade so, aber besser ist es mit dem Rollstuhl. Doch es gibt Schlimmeres. Ich lebe noch und das ist das Wichtigste!““

Schauspieler Jan Fedder ist am 30. Dezember 2019 verstorben.

für alle gratis

30. Dezember 2019

Bei den Etatberatungen zum Lingener Haushalt 2020 gab es abenteuerliche Aussagen. CDU-Ratsmitglied Günter Reppien meinte beispielsweise, die öffentlichen Lili-Busse seien besonders große Umweltverschmutzer.. Damit begründete er die CDU-Ablehnung des Antrags unserer BürgerNahen, den LiLi-Busverkehr werktags künftig halbstündlich und auch am Sonntag fahren zu lasse  Das lassen wir kopfschüttelnd mal so stehen.  

Andernorts ist man weniger ignorant aber dafür weiter, in Augsburg beispielsweise, wo ab 2020 jedenfalls im Stadtzentrum Busfahren kostenlos ist. Auch das Oberallgäu will zum 1. April 2020 ein Nahverkehrsticket einführen, das einheitlich für alle Bus- und Bahnlinien im Landkreis gilt und nur 100 Euro im Jahr kosten soll.  Oder eben in Luxemburg.

Die machen jetzt nämlich ernst mit der Verkehrswende: Ab März 2020 sollen Fahrten in Bus und Bahn landesweit und für alle gratis sein. Zahlen muss man nur noch in der ersten Klasse.

Den öffentlichen Personennahverkehr in Luxemburg kann man bald kostenlos nutzen. Ab dem 1. März braucht man für Busse und Bahnen keine Fahrkarten mehr. Fahrkartenschalter werden geschlossen, Kontrolleure bekommen neue Service-Aufgaben. „Das steht uns einfach gut zu Gesicht und trägt enorm zum Image und zur Attraktivität Luxemburgs bei“, sagt der liberale Premierminister Xavier Bettel zu der Neuerung. Nur die erste Klasse der Bahn bleibt kostenpflichtig.

Autofahrern soll damit der Umstieg auf Bus und Bahn schmackhaft gemacht werden. Der Plan der Regierung: weniger Verkehr auf der Straße. Durch Steuererhöhungen für Autopendler wird das Modell gegenfinanziert.

Und ich hätte das hier gerne auch.“

(Quellen: Ronny Kraak, Das KFMW; Süddeutsche; Foto: Flagge Luxemburger Löwe)

Andere Länder…

30. Dezember 2019

…anderes Recht. Im Nachbarland muss die Niederländische Erdölgesellschaft („Nederlandse Aardolie Maatschappij „), kurz NAM, jetzt Schmerzensgeld zahlen. Denn im niederländischen Friesland war es aufgrund von Erdgasbohrungen bereits häufiger zu Erdbebengekommen, die auch Privathäuser beschädigten. Lange wurde vor Gericht um die Frage gerungen, ob die NAM für diese Schäden aufkommen muss oder nicht. Jetzt hat der Gerichtshof der Stadt Leeuwarden ein Urteil gefällt, demzufolge Betroffenen Schadensersatz und darüber hinaus Schmerzensgeld zustehe.

Bereits 2017 hatte das Gericht in der Stadt Assen geurteilt, dass die NAM für Erdbebenschäden aufkommen müsse. Dieses Urteil wurde durch ein Urteil des Gerichts Leeuwarden nun teilweise bestätigt. Das teilte die Gruppe der Kläger in verschiedene Kategorien ein. Die erste Gruppe von ihnen – weit mehr als die Hälfte der Kläger in diesem Prozess – hat das Recht auf eine Schadensersatzzahlung durch die NAM. Ein Teil von ihnen hat darüber hinaus auch das Recht auf Schmerzensgeld und kann mit einem Schmerzensgeld von mindestens 2.500 Euro rechnen. Personen, deren Haus oder Wohnung jedoch keinen oder „nur einen“ Schaden aufweist, können vorerst nicht mit einer Zahlung rechnen. Sie bekommen jedoch noch die Gelegenheit, ihren Anspruch auf Schadensersatzzahlungen deutlich zu machen. 13 Kläger fallen ganz aus dem Rahmen und können laut Urteil des Gerichts nicht mit einer Entschädigung rechnen.

Die Urteile in Assen und Leeuwarden sind laut der niederländischen Tageszeitung NRC Handelsblad jedes für sich ganz besonders. Normalerweise kann nur dann Schmerzensgeld verlangt werden, wenn ein körperlicher oder physischer Schaden vorliegt. Im Falle des Gerichtsurteils von 2017 wurde jedoch auf eine Diagnose verzichtet. Die betroffenen Kläger mussten lediglich auf dem Gasfeld von Groningen wohnen. Daraufhin ging die NAM gegen dieses Urteil in Revision, da die Kläger ihre Schäden nicht ausreichend  genug bewiesen hätten und das Gericht die potentiell sehr unterschiedliche Situation der einzelnen Kläger über einen Kamm schere.

Das aktuelle Urteil von Leeuwarden vom gestrigen Dienstag sei laut Aussage von Rianka Rijnhout von der Universität Utrecht das erste, dass einer so großen Gruppe Schmerzensgeld zugesprochen habe. Der Gerichtshof nehme damit seine gesellschaftliche Pflicht wahr, was Regierung und NAM bisher versäumt hätten. Das neue Urteil ist jedoch nur ein Anfang: Mittlerweile haben 5.300 weitere Personen Klage beim Gericht Noord-Nederland eingereicht. Untersuchungen der Universität Groningen zeigen darüber hinaus, dass rund 83.000 Niederländer durch die Bohrungen der NAM und den hieraus resultierenden Erdbeben Schäden an ihren Häusern haben. Für sie ist das Urteil von Leeuwarden jetzt ein Präzedenzfall, an dem sich weitere Gerichtsverfahren orientieren können.

Der niederländische Wirtschaftsminister Eric Wiebels (VVD) hatte bereits vor einiger Zeit  angekündigt, die Erdgasförderung in dem Gebiet um Groningen im Jahr 2022 zu beenden. Damit wird das Problem laut dem NRC Handelsblad jedoch nicht gelöst: Täglich werden nämlich neue Schadensmeldungen eingereicht, als abgearbeitet werden können.


Text: Niederlande.net; Foto: Gasfelder in den Niederlanden; MJSmit (talk) Satellite_image_of_the_Netherlands_in_May_2000.jpg: created by NASA Satellite_image_of_the_Netherlands_in_May_2000.jpg  CC BY-SA 3.0

Oma

29. Dezember 2019

Große Satire-Aufregung an diesem Wochenende Ronny Kraak at im Kraftfuttermischwerk alles Notwendige dazu geschrieben;

„In der WDR-Redaktion hatte man sich wohl gedacht, dass man nach all dem besinnlichen Weihnachtsgedöns jetzt auch mal wieder was Kontroverses raushauen könnte und ließ den Kinderchor des Hauses eine textlich neuinterpretierte Version des Klassikers „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ singen. Der heißt dann „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“. Nachdem der WDR ein Video davon auf Facebook lud, implodierte nicht nur die rechte Filter-Bubble, nachdem sie die erste kollektiven Schnappatmung überstanden hatte. Auch „Rundfunkgebühren-Kritiker“ jammerten gemeinsam im Chor. Das Video, das zudem wohl auch als Satire gekennzeichnet wurde, kam also nicht bei allen so gut an, um das mal gelinde auszudrücken. Jene, die bspw. Dieter Nuhr „gute Satire“ anbeireden wollen, rasten hierbei völlig aus und sind schwer, sehr schwer empört. „Das hat mit Satire rein gar nichts mehr zu tun!!einself!!!“ und so.

Das ging soweit, dass der WDR sich dazu entschlossen hat, das Video wieder aus dem Netz zu nehmen. Dabei fand ich es ganz lustig. Der Text hat durchaus Potenzial.

„Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau.“ Weiter heißt es: „Meine Oma fährt mit ´nem SUV beim Arzt vor, überfährt dabei zwei Opis mit Rollator.“

Zum Thema Fleischkonsum sangen die Kinder: „Meine Oma brät sich jeden Tag ein Kotelett, ein Kotelett, ein Kotelett. Weil Discounterfleisch so gut wie gar nix kostet. Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau.“

In der folgenden Strophe wurde das Reiseverhalten angesprochen: „Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert, geläutert, geläutert. Stattdessen macht sie jetzt zehnmal im Jahr ‘ne Kreuzfahrt. Meine Oma ist doch keine Umweltsau.“

Da haben die sich ja was eingetreten. Und gebt euch nicht die Kommentare. Oder doch – es kommt dort, wie erwartet, die komplette Palette des Wutbürgertums zum Vorschein.“

(Crosspost von Das Kraftfuttermischwerk. Danke, Ronny Kraak!)

Autoluw

29. Dezember 2019

Schattenarmee

29. Dezember 2019

The London Quartet

29. Dezember 2019

The London Quartet
Silvesterkonzert
Lingen (Ems) – Theater an der Wilhelmshöhe, Willy-Brandt-Ring 44

Mi 31.12.2019  – 17 Uhr
noch Karten ab 27 €

Sie sind die „Royals des britischen A-Cappella-Gesangs“- die vier Herren des „London Quartet“, die Silvester um 17 Uhr im Theater an der Wilhelmshöhe den Jahresausklang feiern. Ihr Silvesterkonztert präsentiert Gesang, Charme und Comedy – eine Mischung, der man sich nicht entziehen kann: Von den Klassikern bis zum Pop, von Folk bis Jazz, von Madrigal bis Musical.

Seit vier Jahrzehnten steht „The London Quartet“ für klassischen Gesang und für den berühmten englischen Humor, der das Publikum dahinschmelzen lässt. Nach all diesen Jahren zeigen sich die Gentlemen Michael Steffan und Mark Fleming frisch, keck und mit dem sprichwörtlichen Schalk im Nacken wie Tenor Christopher O’Gorman und der neue Countertenor William Purefoy.

Am Silvesterabend zeigt „The London Quartet“ seine Show „Let us entertain you“ – das perfekte Programm, um das alte und neue Jahr gebührend zu würdigen. Begleitet werden die vier „extraordinary voices“ von Benjamin Costellos am Flügel.

36C3 zur Assange-Überwachung

28. Dezember 2019

In Leipzig hat am gestrigen Freitag die 36. Ausgabe des Chaos Communication Congresses – kurz 36C3 – begonnen. Schätzungsweise 17.000 Besucher werden auf dem Messegelände rund um die Uhr über IT-Sicherheit und gesellschaftliche Fragestellungen informiert und debattieren. Das Motto des 36C3 ist „Resource Exhaustion“ – einerseits eine Angriffsmethode, um Anwendungen zum Absturz zu zwingen, zum anderen auch eine Mahnung mit den eigenen Ressourcen sorgsam umzugehen.

Außerdem behandelt der Kongress die Einschränkungen der Freiheit, die mit staatlichen Maßnahmen einhergehen, wie etwa den verschärften Einsatz von Polizei-Datenbanken gegen Minderheiten oder das Vorgehen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange. Auf der anderen Seite beleuchten auch mehrere Vorträge, wie diese Freiheiten gezielt genutzt werden, um autoritäre Strukturen zu etablieren – etwa in der Alt-Right-Bewegung. Der CCC distanziert sich explizit von solchen Bestrebungen.

Der Vortrag des ehemaligen CCC-Sprechers Andy Müller-Maguhn über die Überwachung in der Londoner Botschaft von Ecuador, in die sich Wikieaks-Gründer Julian Assange geflüchtet hat, war heute ein erster Höhepunkt. Gezeigt wurden Überwachungsvideos aus den Botschaft-Kameras. Ecuador hatte die spanische Firma Undercover Global – kurz: UC Global – mit der Security der Botschaft beauftragt, und die hat sich dann nebenher von der CIA bezahlen lassen, um die Überwachungserkenntnisse zeitnah den Amerikanern zu übergeben. Sogar die zuständige Behördenleitung in Ecuador wurde bestochen, um einen Vorwand für das Nachrüsten von Wanzen zu erreichen. Das ist jedenfalls wohl der aktuelle Stand der Ermittlungen in dem Verfahren in Spanien, in dem aber bisher noch nicht mal Anklage erhoben wurde. David Morales, Chef von UC Global, hat aber das Geld der CIA wohl nicht mit seinen Mitarbeitern geteilt, woraufhin einige von ihnen spontan zu Whistleblowern wurden. Aus dieser Quelle stammen diese Aufnahmen jetzt offenbar.

Julian Assange hatte mit Abhörversuchen in der Botschaft gerechnet und daher im Konferenzraum einen Rauschgenerator installiert. Dessen Lautsprecher waren dann u.a. direkt neben dem Fenster montiert, woraufhin das CIA-Team im Haus gegenüber, die per Laser den Schall von den Fenstern abnehmen wollten, keine brauchbaren Aufnahmen bekamen. Diese beauftragten dann die spanische Security-Firma, nach geeigneten Plätzen für eine Innenverwanzung zu suchen und die Wanzen zu montieren. Am Ende haben die im Fuß des Feuerlöschers eine Aushöhlung mit einer Wanze angebracht.

Für die sensibleren Gespräche ist Julian Assange samt Anwalt dann zum Badezimmer gegangen und hat die Dusche laufen lassen. Daraufhin ließ die CIA eine Wanze hinter dem einzigen Schrank dort anbringen. Es war wohl einigermaßen erheiternd, die fluchenden Amis in den Anfragen an die Spanier zu lesen, weil sie nicht weiterkamen.

Lustig war das Ganze wahrlich nicht. Über die Wanze im Feuerlöscher belauschten die Amis nämlich ein Gespräch zwischen Julian Assange und der Geheimdienstchefin von Ecuador, die Julian Assange einen ecuadorianischen Pass beschafft und ihn zum Diplomaten ernannt hatte, und eine offizielle Abberufung in eine Botschaft in einem anderen Land planten. Am nächsten Morgen lag dann überraschend ein internationaler Haftbefehl der USA vor. Überwachen hat also ernsthafte Folgen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hatte einer von Assanges Anwälten schon im Spätsommer  des Jahres bestätigt, dass der Oberste Gerichtshof Spaniens sich mit dieser Sache befasse. Es laufe ein Strafverfahren, jedoch könne er nichts weiter dazu sagen, da es sich um einen Geheimprozess handele. Der Anwalt vermutete damals bereits, die geleakten Unterlagen stammten womöglich von Mitarbeitern des Unternehmens. Assange hatte nach ersten Hinweisen auf seine Überwachung kurz nach seiner Festnahme im April eine Beschwerde gegen das Unternehmen eingereicht, die zu diesem Gerichtsverfahren geführt hat.

Das Sicherheitsunternehmen UC Global und dessen Anwälte weisen die Anschuldigungen, über die zuerst die renommierte spanische Tageszeitung El Pais berichtet hatte, zurück und betonen, das Unternehmen UC Global habe „stets nur im Auftrag der Regierung von Ecuador“ gehandelt. Im Gespräch mit NDR und WDR räumte ein Anwalt der Überwachungsfirma zwar ein, dass das Unternehmen mit US-amerikanischen Nachrichtendiensten zusammenarbeite. Allerdings sei dies nicht bei der Überwachung der ecuadorianischen Botschaft in London der Fall gewesen. Auch seien von UC Global keinerlei Audioaufnahmen innerhalb der Botschaft angefertigt worden. Das Unternehmen wirft umgekehrt Mitarbeitern von Wikileaks vor, verdeckte Tonaufnahmen angefertigt und die Vorwürfe konstruiert zu haben (mehr…).

Wer den Weg nach Leipzig zum 36C3 nicht schafft, kann die 145 Vorträge, die es bis Sonntag alleine auf den fünf Hauptbühnen gibt, über das Streaming-Angebot verfolgen. Parallel können Interessierte in vielen deutschen und europäischen Städten die Übertragung mit Gleichgesinnten in den Hackerspaces vor Ort verfolgen.

ps Zu Assange: Er war am 11. April dieses Jahres nach sieben Jahren Asyl in der ecuadorianischen Botschaft von der Londoner Polizei gewaltsam festgenommen worden und verbüßt derzeit eine Haft von 50 Wochen wegen Verstoßes gegen seine Kautionsauflagen im Jahr 2012 ab; die Strafverbüßung erfolgt unter folterähnlichen Umständen, wie der Schweizer Völkerrechtsprofessor Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter für Folter, feststellte (mehr…). Anschließend dürfte Assange, nachdem die schwedische Justiz die Vorwürfe gegen den Journalisten nicht weiterverfolgt,  in die USA ausgeliefert werden. Das Land hat einen Auslieferungsantrag gestellt

(Quellen: Heise.de, Fefe,  NDR)

Wählen Sie den „Wissenschafts-Blog des Jahres 2019″!
Abstimmen kann man bis zum 1.1.2020, 24 Uhr. „Oft unterschätzt, doch wertvoller denn je: Blogs sind inzwischen ein unverzichtbares Instrument der Wissenschaftskommunikation – viel zu wenig genutzt von Instituten und Institutionen, aber eifrig betrieben von vielen höchst engagierten jungen Wissenschaftlern und Beobachtern des Wissenschaftsbetriebs. Die wenigsten davon sind Kommunikationsprofis – aber fast von jedem kann man etwas lernen.

Doch die Zahl der Blogs ist nahezu unendlich groß. Die Szene ist unübersichtlich und wird auch durch Suchmaschinen kaum transparenter. Wir wollen deshalb mit dieser Wahl zwei Dinge:

  • Erstens die besten und populärsten Wissenschaftsblogs herausstellen,
  • und zweitens interessante Beispiele zeigen, wie jeder Forscher, jedes Institut, jeder Verantwortliche seine Informationen in die Öffentlichkeit des Internets bringen, seine Perspektive darstellen kann.

Wir wählen daher hier wieder – zum neunten Mal ­– den „Wissenschafts-Blog des Jahres“, die Publikumswahl der populärsten Wissenschaft-Blogs. Wählen Sie aus, aus der ungeheuren Vielfalt, welcher Blog Ihnen am besten gefällt, welchen Sie für den besten halten, welcher vielleicht ohnehin schon seit Langem Ihr Favorit ist. Das Ergebnis ist der beliebteste Wissenschaftsblog des Jahres – er erhält als Auszeichnung den „Wissenschafts-Block“ in Gold.
Doch in der Vielfalt der Blogs gibt es nicht wenige, die eine ganz andere Sicht auf die Wissenschaft haben, als die etablierten Wissenschaften selbst. Sie betrachten die Strukturen der Wissenschaft, ihre Handlungen und ihre Ergebnisse kritisch, skeptisch oder lehnen sie sogar von vorherein ab. Aber sie erreichen ein großes Publikum und segeln unter dem Signum „Wissenschaft“. Für die gibt es eine eigene Wahl – zum Blogteufelchen des Jahres.

[mehr, weiter und zur Abstimmung hier]


Quelle: wissenschaftkommuniziert.wordpress.com