vorgestern

2. August 2019

„Für die private Steuererklärung gelten seit diesem Jahr neue Fristen. Warum ich das erwähne? Weil für viele Steuerzahler gestern der Stichtag war, um (mindestens) noch 25 Euro zu sparen.

Diese 25 Euro sind nämlich der Mindestbetrag, den das Finanzamt künftig für eine verspätete Steuererklärung in Rechnung stellt. Und zwar monatlich, mit Ablauf der normalen Abgabefrist. Diese Abgabefrist endet nun jeweils am 31. Juli jeden Jahres. Das Neue ist: Der Verspätungszuschlag von 25 Euro monatlich fällt auch dann an, selbst wenn der Steuerzahler am Ende eine Erstattung bekommt – was gerade bei vielen erklärungspflichtigen Gehaltsempfängern ja die Regel ist. 6 Monate Verspätung kosten also zum Beispiel auf jeden Fall 150 Euro, um die sich eine eventuelle Erstattung dann schmälert.

Außerdem sind die 25 Euro ein Mindestbetrag. Grundsätzlich gilt nämlich, dass der Verspätungszuschlag 0,25 % der festgestellten Steuerschuld beträgt – ebenfalls pro Monat. Wenn man einen Steuerberater beauftragt und das Finanzamt informiert, kann man sich übrigens erst mal zurücklehnen. In diesem Fall verlängert sich die Abgabefrist für die Steuerklärung 2018 auf den 28.02.2020.“

Falls also der mittwöchige Termin irgendwie aus dem Ruder gelaufen ist, beglückt man einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerverein, damit er helfen kann.

Dieser Beitrag stammt aus dem von mir so geschätzten Lawblog des Kollegen Vetters und  hat sehr schnell mehrere Dutzend Kommentare gefunden. Auch diesen hier, der mir besonders bedenkenswert ist:

2020 ist ein Schaltjahr, also würde zunächst der 29.02.2020 gelten.
Das ist aber ein Samstag, daher gilt der 02.03.2020.

Außerdem gilt die Frist vom 31. Juli nicht für jeden, sondern nur für die, die eine Steuererklärung abgeben müssen.
Wer bislang freiwillig eine abgegeben hat obwohl er oder sie nicht musste da die Kriterien nicht griffen, kann sich entspannt zurücklehnen.

(„Quelle“: LawBlog; Foto pixabay)