Noch Fragen, Leute?

24. Juni 2019

Ich find’s richtig toll, wie schnell und gründlich, ja geradezu umfassend unsere Lingener Rathausspitze auf meine Anfragen reagiert. Zum Beispiel heute. Da schrieb ich früh um 8.00 Uhr diese E-Mail an den Oberbürgermeister und an den Leiter des Eigenbetriebs Emslandhallen, zu denen auch die EmslandArena zählt:

Sehr geehrte Herren,

das uns nicht im Wortlaut weiter bekannte „Verkehrskonzept“ zu den og Veranstaltungen sieht vor, dass Taxis nicht zur EmslandArena fahren können. Nachdem wir u.a. aus Kreisen der Taxiunternehmer deshalb angesprochen wurden, bitten wir darum, diesen Punkt zu verbessern. Es scheint uns möglich zu sein, im Bereich Ende Alte Rheiner Straße/Zufahrt zum Fahrradparkplatz Emslandhalle einen Taxistand einzurichten. Von diesem Haltepunkt unterhalb der Kurt-Schumacher-Brücke sind es nur wenige Schritte zur EmslandArena. Vom zzt vorgesehenen Platz am Bahnhof sind es hingegen 15 Minuten zu Fuß, was angesichts der vorhergesagten Temperaturen für Ältere und Gehbehinderte problematisch sein könnte.

Dies veranlasst uns zu der weiteren Bitte, eine umfassende Versorgung der Konzertbesucher an zahlreichen Ausgabestellen mit kostenlosem Wasser sicherzustellen.

Mit freundlichen Grüßen
Die BürgerNahen – Fraktion im Rat der Stadt Lingen (Ems)
Robert Koop, Vors.

Was soll ich sagen: Keine zwei Stunden später traf von OB Krone diese Antwort ein:

Sehr geehrter Herr Koop,

ich nehme Bezug auf Ihre Mail.

Nach Rücksprache mit dem Team der Emslandhallen/-Arena sind die von Ihnen genannten Punkte seit letzter Woche in Bearbeitung.

Mit freundlichem Gruß

Dieter Krone, Oberbürgermeister

Noch Fragen, Leute?

A31

24. Juni 2019

A 31, Fahrtrichtung Emden, Ausfahrt Lingen: finde den Fehler…. oder Café Korten

Rodewalder Rüde

24. Juni 2019

Die Jagd auf einen Wolf in Niedersachsen mit dem nahezu literarischen Namen „Rodewalder Rüde“ läuft seit fünf Monaten, bislang ohne Erfolg. Das Tier streift durch ein rund 600 Quadratkilometer großes Gebiet im Landkreis Nienburg, in der Region Hannover und in dem Heidekreis. Und es ist offenbar schlauer als die, die es erlegen wollen. Die vom Rodewalder Rüden düpierte niedersächsische Landesverwaltung will die Abschussgenehmigung in dieser Woche aber wohl ein weiteres Mal verlängern.

Seit Erteilung der Abschussgenehmigung ist übrigens bislang nur ein Fall nachgewiesen, wo der Rodewalder Rüde ein Weidetier trotz ausreichenden Herdenschutzes gerissen hat. Die größte Zahl der Schadensfälle betrifft Weiden ohne ausreichenden Wolfschutz.

Und: Seit Erteilung der Abschussgenehmigung wurden im Territorium des Rodewalder Wolfs 26 Anträge zur Förderung von Herdenschutzmaßnahmen gestellt, berichtet der ehemalige Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne). Zwölf Anträge liegen noch in der Landesverwaltung, nur sieben der beantragten Maßnahmen konnten bislang umgesetzt und bezuschusst werden.

Folglich wollten die Grünen mit einer Anfrage im Landtag in Hannover wissen: „Was hat die Jagd auf den Rodewalder Rüden bislang gekostet? Und welche wirtschaftlichen Schäden hat der Rodewalder Rüde durch Risse von geschützten Weidetieren in den letzten Monaten verursacht?“ Die GroKo-Landesregierung verweigert jedoch die Antworten. Mit einer weiteren Nachfrage wollen die Grünen die Kosten offenlegen. Christian Meyer sagte dazu im Landtag:

„Die erfolglose Jagd nach dem Rodewalder Rüden kann nicht länger geheime Kommandosache von Umweltminister Lies bleiben. Wir fordern die Offenlegung aller Kosten, die die Wolfsjagd bislang verursacht hat. Schließlich werden hier Steuergelder eingesetzt.

Wenn Lies mit dieser unverhältnismäßigen Jagd den einen Wolf zwar nicht erwischt, aber dafür das übrige Wolfsmanagement des Landes völlig lahmlegt, hilft das keinem Tierhalter. Der Umweltminister sollte besser alle Kräfte in die Verbesserung des Herdenschutzes stecken anstatt monatelang erfolglos einem einzelnen Wolf hinterher zu jagen.

Viel wichtiger ist, die Weidetierhalter/innen zu unterstützen, die in wolfssichere Zäune und Herdenschutzhunde investieren wollen. Schaf- und Rinderhalter/innen müssen bislang wochenlang auf die Bewilligung ihrer Anträge warten, ihre Tiere sind derweil leichte Beute für das Wolfsrudel.

(Foto: Canis lupus, Wolf im Nationalpark Bayerischer Wald, Deutschland von Martin Mecnarowski (http://www.photomecan.eu/) – CC BY-SA 3.0)