Upload-Filtern

7. April 2019

Die Aktivisten von Netzpolitik.org haben Einblick in die Arbeit eines deutschen Löschzentrums bekommen, wo es nicht weniger stressig zugeht [als hier.]Der einzige Unterschied mag [hierzulande] neben der besseren Bezahlung die psychologische Betreuung sein, die zumindest tagsüber verfügbar sein soll. 1000 Leute müssen im Ruhrgebiet im Drei-Schichten-Betrieb bei der sinnigerweise CCC genannten Firma 600 Mal am Tag entscheiden, was geduldet oder gelöscht oder zur Firmenzentrale nach Dublin weitergeschickt wird. Die Beschreibung der Arbeit liest sich etwas anders als die journalistische Vorstellung von irgendeinem schwitzenden Sachbearbeiter mit Halbglatze, den die tageszeitung bei Facebook vermutet.

Doch wer weiß, was alles in der fünfseitigen „Protokollerklärung“ zu den Upload-Filtern nach Artikel 17 der EU-Reform stehen wird, die Justizministerin Katarina Barley zur Umsetzung in Auftrag gegeben hat. Hübsch schwammig heißt es da, man werde sich „von dem Ziel leiten lassen, ohne das Instrument ‚Upload-Filter’auszukommen.“

Vielleicht wird so die Einstellung von ein paar Tausend schwitzenden Sachbearbeitern mit Halbglatze protokollarisch vorgeschrieben, vielleicht wird es eine detaillierte Arbeitsanleitung sein, wie man einen Pelz wäscht, ohne sich nass zu machen. Für den Hinweis der Ministerin, dass nur „marktmächtige“ Firmen wie Facebook betroffen sind, gibt es schon jetzt Fleißpünktchen.

So sind sie bei der SPD, immer im Kampf gegen die großen Konzerne, Seite an Seite schreitend mit der Upload-Bürgerschaft.

(Aufüs dem heutigen, wie immer sehr lesenswerten WWWW-Beitrag von Hal Faber)

Jethro Tull

7. April 2019

Jethro Tull
Lingen (Ems) – EmslandArena
Mittwoch, 10 April ’19 – 20 Uhr
Kartej ab 59,20

Programmmacher Stefan Epping hat nach dem Hollies-Konzert vom diesem Samstag noch einen Retro-Knaller aus den 60er-70er-Jahre. Keine 30 Monate nach ihrem letzten Auftritt kommen Jethro Tull zurück in die EmslandArena.

Einzelne erinnern sich: „Es war der 2. Februar 1968 im weltberühmten Marquee Club in der Wardour Street, als Jethro Tull erstmals unter diesem Namen auftraten. Die Gruppe sollte zu einer der erfolgreichsten und beständigsten Bands ihrer Ära werden und mit über 60 Millionen verkauften Alben weltweit das kulturelle, kollektive Bewusstsein der Menschen erweitern.

Um dieses Goldene Jubiläum zu feiern, präsentiert Ian Anderson 50 Jahre Jethro Tull im Rahmen eine Welttournee.

Das Debut-Album, THIS WAS, wurde im selben Jahr veröffentlicht. Gründer, Frontmann und Flötist, Ian Anderson, wird mit Recht die Ehre zu teil, die Flöte als Hauptinstrument einzuführen.

Jethro Tull gehören zu den meistverkauften Progressive Rock Künstlern aller Zeiten und ihr unermesslich vielfältiges, musikalisches Spektrum umfasst Folk, Blues, Classic sowie Heavy Rock. Die Jubiliäumskonzerte werden einen breitgefächerten Materialmix aufweisen, von denen einige Stücke durch die Anfangszeit geprägt werden, bis hin zu den „heavy hitters“ der späteren Tull-Alben, This Was, Stand Up, Benefit, Aqualung, Thick As A Brick, Too Old To Rock And Roll: Too Young To Die, Songs From The Wood, Heavy Horses, Crest Of A Knave und sogar ein Hauch von TAAB2 von 2012.“

Anderson says:“I am not usually a birthday or anniversary kind of guy but, just for once, I won’t be a party-pooper either! I treasure the memories of the earlier years of Jethro Tull repertoire, associated as it is with the adventures of visiting so many countries for the first time to connect with new fans around the world. And this is a celebration of all the 33 band members who graced our ranks – musicians who brought their talents, skills and styles to bear on the performances live and in the studio. Join me and the current band for a nostalgic evening of varied music, representative of my everchanging songwriting as our careers progressed through the years.”

(Text PM EmslandArena)