Bundesverkehrtminister

17. März 2019

Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler hat im Bundesverkehrsministerium nachgefragt, wie oft sich Minister Scheuer (CSU) im ersten Jahr seiner Amtszeit mit Vertreter der deutschen Autoindustrie und von Umweltschutzverbänden getroffen hat. Die von Kindler auf Twitter veröffentlichte Antwort verblüfft. Wir erkennen: Der CSU-Mann ist ein Bundesverkehrtminister. Ein Lehrstück:

Man kann es auch satirisch auf den Punkt bringen

 

Nachtrag: Derweil versteht die SPD nicht ansatzweise, dass und warum sie für diese Art der Politik verantwortlich gemacht wird.

Eine Antwort to “Bundesverkehrtminister”

  1. Bernhard Schulte said

    Der Bundesverkehrsminister lehnt ein Tempolimit mit aller Entschiedenheit ab und beweist damit, wie nah er der Autoindustrie steht. Das stellt ihn auf eine Ebene mit Donald Trump in USA, der für seine Waffenlobby die gleiche (unsinnige) Entschiedenheit an den Tag legt.
    „Die freie Fahrt für freie Bürger“ wird von der Autolobby favorisiert als Anreiz dafür, auch in Zukunft übermotorisierte Fahrzeuge verkaufen zu können.
    Dass die Verkehrsdichte auf den Autobahnen es kaum noch zulässt, über mehrere Kilometer mal die volle Leistungsstärke eines Autos auszufahren, spielt offenbar keine Rolle. Andererseits muss man die Schnellfahrer als Hauptverursacher für stop and go – Verkehr sehen, was bei den Überlegungen total unberücksichtigt bleibt.
    Selbst wenn es wirklich so wäre, dass hohe Tempi kaum mehr CO² freisetzen würden, fällt dieser Schadstoff bei massenhaftem, kilometerlangem Stau um so höher an. Bei zähem stop and go – Verkehr wird das sogar noch mehr sein. Diese Störungen ließen sich fast immer vermeiden, wenn auf den Autobahnen, wie in allen anderen Ländern, eine Höchstgeschwindigkeit gelten würde. Diese Regelung brächte Ruhe in den Verkehrsfluss und der Autoverkehr könnte gleichmäßig fließen.
    Vorteile: Viel weniger Stau, weniger Stress, weniger Spritverbrauch
    weniger CO² Ausstoß, weniger Unfälle.
    Nachteil: Für die Autohersteller bestünde kein Grund mehr,
    600 PS-Autos zu bauen. Und die Verkehrserzieher hätten zunächst erheblich damit zu kämpfen, „dem freien Bürger die freie Fahrt abzugewöhnen.“

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