nichts zu sagen

11. März 2019

Ich glaube, sie  wurde nicht veröffentlicht, die neue Leserzuschrift von Dr. Christoph Frilling an die  Lokalzeitung (oder hab ich’s überblättert?). Deshalb hier Frillings Gedanken zu dem Rosemeyermuseum-Beirat, der da „ab sofort“ gebildet wurde. Es ist kein Geheimnis, dass ich,  wie Frilling, dieser Einrichtung für den Rennfahrer Bernd Rosemeyer angesichts dessen freiwilliger Mitgliedschaft in der von Anbeginn an verbrecherischen SS nichts abgewinnen kann.

Ein Beirat, der nichts zu sagen hat

Dem …Artikel ist zu entnehmen, dass ein „Beirat“ [mehr, Paywall]  die Arbeit an der Gestaltung des umstrittenen Museums für den SS-Hauptsturmführer Bernd Rosemeyer aufnehmen soll. Dieses Gremium ist von Heinrich Liesen und dem von ihm beauftragten Ex-Professor Walter unter Ausschluss jeglicher demokratischer Grundsätze „berufen“ worden.  Der „Beirat“ hat eine – wie der Name schon sagt –  bloß beratende Funktion und keinerlei Entscheidungskompetenz. Als Propagandainstrument dient er  allein der Außendarstellung und Werbung für ein höchst fragwürdiges Projekt, das Lingen schon jetzt überregional ins Gerede gebracht hat.

Für eine scheindemokratische Fassade eines hauseigenen „Beirats“ mag sich nicht jeder so ohne weiteres hergeben. So ist es offenbar auch nicht gelungen, bestimmte Personalwünsche von Herrn Liesen zu realisieren.  Keine Zusage erhielten die Museumsbetreiber demnach von:

  • Dr. Andrea Kaltofen, die auch Mitglied des Beirats der Gedenkstätte Esterwegen ist (Liesen: „Es wäre gut, wenn sie für das Museum gewonnen werden könnte“),
  • Heiner Schüpp vom Kreisarchiv Emsland. Dieser Personalvorschlag war besonders pikant, weil Schüpp gleichzeitig Vorstandsmitglied beim Forum Juden-Christen ist, das sich bekanntlich klar gegen das Museum positioniert hat.
  • Ebenfalls gescheitert ist die Anwerbung des Stadtarchivs Lingen, des Emsland-Museums und der Heimatvereins, den Liesen gern „wg. des Auftrags der schulischen Bildung“ dabei gehabt hätte.

Übrig geblieben ist ein Rumpfkollegium von 4 Personen, von denen drei (!) in keinerlei Beziehung zu Lingen und zum Emsland stehen.

Wie letzten Endes dieses fragwürdige Gremium zusammengesetzt sein mag: Die Mitglieder müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie eine reine Alibi-Funktion wahrnehmen und dass letzten Endes nur einer bestimmt, was im Museum geschieht: Heinrich Liesen!
Dr. Christoph Frilling, M.A.“

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