Sichere Häfen: Flensburg, Kiel, Lübeck, Sylt

28. Februar 2019

In Lingen hatte die Ratsmehrheit, geführt von der einmal mehr einstimmig agierenden CDU,  bekanntlich den Seebrücke-Antrag abgelehnt. Doch ein stattlicher Initiativkreis bemüht sich, das zu ändern. Das nächst Treffen ist am kommenden Dienstag (5. März) abends in der Gastwirtchaft Klaas-Schaper in Laxten.

Andernorts ist man da wesentlich weiter.  Stefan Schmidt, ehem. Kapitän der Cap Anamur, und seit 2011 ehrenamtlicher Landesflüchtlings- und Zuwanderungsbeauftragter von Schleswig-Holstein, hat jetzt die Bereitschaft der Städte Flensburg, Kiel und Lübeck, sowie der Gemeinde Sylt, über die bestehenden gesetzlichen Verpflichtungen hinaus Schutzsuchende aufzunehmen und ihnen Unterkunft zu geben.

In einem ersten Schritt erklären sich Lübeck und Kiel bereit, jeweils 40 und in Flensburg eine noch nicht benannte Anzahl zusätzlicher auf keinen Schlüssel anzurechnende weitere Plätze zur Aufnahme von Geflüchteten zur Verfügung zu stellen. Auch die Gemeinde Sylt ist auf Anforderung hin grundsätzlich zur Aufnahme von geretteten Mittelmeerflüchtlingen bereit. Die Kommunen werden kurzfristig verfügbare Unterkünfte zur Verfügung stellen.

Der Presse gegenüber erklären die Bürger- und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (Kiel), Simone Lange (Flensburg) und Jan Lindenau (Lübeck) dazu: „Es kann und darf nicht sein, dass wir in Europa dabei zuschauen, wie täglich Menschen im Mittelmeer sterben oder die Einfahrt in sichere Häfen verweigert wird. Deshalb haben wir uns gemeinsam an die schleswig-holsteinische Landesregierung gewandt und unsere verbindliche Bereitschaft erklärt, zusätzlich auf keinen Verteilungsschlüssel anzurechnende Plätze zur Aufnahme von Geflüchteten zur Verfügung zu stellen.“

„Wenn mit Unterstützung der schleswig-holsteinischen Landesregierung von den vier Kommunen aus Seenot  gerettete Menschen in Schleswig-Holstein aufgenommen werden können, zeigt sich eine Handlungsbereitschaft und Handlungsfähigkeit, wie sie die europäische Flüchtlingspolitik leider vermissen lässt“, ergänzt Schmidt.

Die vollständige Presseerklärung finden Sie hier:

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