Jackpot

23. Januar 2019

Jackpot für Rheine. Denn die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) hat am Montag mit der Nachbarstadt im nördlichen Westfalen über den Erwerb eines 121.000 qm großen Gewerbegrundstücks im neuerschlossenen Gewerbegebiet Holsterfeld nördlich der A 30 unterzeichnet. Beurkundet wurde das Vertragswerk bei dem Düsseldorfer Notar Edgar Küperkoch. „Geplant ist dort der Aufbau eines Lebensmittelproduktionsstandortes“, erläuterte anschließend Bürgermeister Peter Lüttmann (CDU) und setzte „großartig“ hinzu.

Das ist die Ansiedlung wohl auch. Die Stadt Rheine kann nämlich eine der größten Investitionen in der Geschichte und mehrere hundert neue Arbeitsplätze feiern. Zunächst werden es etwa 350, aber im Endausbau können deutlich mehr als 1000 neue Arbeitsplätze entstehen. Angesichts der Lage direkt östlich des Schnellrestaurants McDonalds dürfte die Ansiedlung auch positive Auswirkungen auf das südliche Emsland haben.

Lidl will, wie verschiedene Medien schon im vergangenen Jahr berichteten, künftg die Kaffeeröstung für seine Eigenmarken selbst in die Hand nehmen und so seine  Eigenproduktion ausbauen. Beispielsweise bei Backwaren und Eiscreme hat der Discounter damit schon begonnen und in Holsterfeld soll jetzt die Rösterei entstehen. Bisher wird u.a. die Lidl-Marke Bellarom  in der Kaffeerösterei Minges im oberfränkischen Breitengüßbach (Bayer) produziert, die daneben auch Netto, Norma und Feinkost Käfer mit Kaffee versorgt.

Baubeginn für die direkt an der Landesgrenze zu Niedersachsen entstehende Ansiedlung soll noch in diesem Jahr sein. Investiert werden nach heutigen Beträgen bis zu 1 Milliarde Euro, so Kenner der Szene. Zum Vergleich: Unsere Stadt Lingen hat an die Landmaschinenfabrik Krone zum Bau eines Test-Zentrums eine, sogar einen Hektar größere Fläche im Industriepark Lingen-Süd veräußert. Dort werden 15 Mio Euro investiert und es entstehen lediglich 25-30 Arbeitsplätze…

(Foto © Stadt Rheine oben: Stephan Franke (begleitendes Projektbüro), Peter Lüttmann (Bürgermeister Rheine), Notar Edgar Küperkoch, Jörg Aldenkott (Vorstand Schwarz Gruppe), unten: Mathias Krümpel (Stadtkämmerer) und Manfred Janssen (EWG-Geschäftsführer) bei der Vertragsunterzeichnung in Düsseldorf).

7 Antworten to “Jackpot”

  1. Pandasingen said

    Das darf und kann man nicht miteinander vergleichen. Lingen hat keinen direkten Autobahnanschluss und in Rheine kann die Logistik direkt an der A 30 in alle Richtungen gehen.

  2. Lingenfreund said

    Man muss es natürlich miteinander vergleichen. Lingen hat Kanal-, Eisenbahn- und den A31-Anschluss „in alle Richtungen“ in 8km Entfernung. Das wird doch zu recht immer wieder betont. Aber vielleicht hat Rheine die bessere Projektgesellschaft oder auch den klügeren OB…

    • Pandasingen said

      Ist in Rheine alles besser und die „Lingener“ haben den OB gewählt und leider den GUTEN „alten“ verjagt.

  3. Norman said

    @Lingenfreund: Komisch, dass wir bei den ganzen Besserwissern was den OB angeht, nur 2 Kandidaten auf das Amt des OB´s 2018 in Lingen hatten.

  4. Günther Möller said

    Rechts unten sitzend ist der Bürgermeister Lüttmann. Das nur zur Richtigstellung.
    Ich denke, es hat nicht am Bürgermeister gelegen, ob nun klug oder nicht. Da spielen doch andere Faktoren eine Rolle. Man muss nicht unbedingt klüger sein, wenn man einen Doktortitel vor seinem Namen hat.

  5. Matthis said

    Guter Schachzug und tolle Arbeit was die Nachbarn da geleistet haben. Muss man neidlos anerkennen.
    Bin gespannt was unsere Hochrisikoindustrie hier ablöst….
    Vielleicht gelingt es ja noch paar zukunftsträchtige Industriezweige nach Lingen zu locken. So schlecht ist der Standort nicht. Ne „Taskforce 2035″ wäre doch was ( oder vielleicht gibt es die ja)
    Man hört ja nie was. Aber eines ist klar. Ich denke nicht, dass der OB alleine da was bewirken kann. Aber einen runden Tisch als “ Think Tank“ könnte er initiieren ( wenn die CDU ihm nicht diktiert, wer teilnehmen darf und wer nicht). Wäre toll für Lingen, wenn es Mal nach Kompetenz und nicht nach Verwandtschaftsgrad ginge…..Zum Wohle aller, aber das wolle einige nicht. klingt blöd, ist aber so.

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