Nicht in meinem Namen

11. November 2018

Gestern veröffentlichte Oberbürgermeister Dieter Krone in der Lingener Tagespost einen Nachruf auf den am vergangenen Montag verstorbenen, früheren Oberbürgermeister Bernhard Neuhaus. Wir lasen darin dasselbe, was Krone bereits am Vorabend bei der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht gesagt hatte. Danach, so Krone, hat sich der verstorbene Bernhard Neuhaus „für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden“ eingesetzt.

Was für ein Missgriff an Gedankenlosigkeit! Denn waren die von den Nazis gequälten, entrechteten, ermordeten Menschen jüdischen Glaubens, die in unserer Stadt und in Deutschland lebten, etwa keine Deutschen?

8 Antworten to “Nicht in meinem Namen”

  1. Möller said

    Sie scheinen, den OB nicht zu mögen.
    Was da zu lesen war, sieht man doch täglich in den Zeitungen.
    Das grenzt schon ein bisschen an „Erbsenzählerei“

  2. von Hanecken said

    Mensch Möller…. ist doch schlimm genug, dass Journalisten (und #Lingens #Oberbürgermeister) bis heute gedankenlos (und verantwortungslos) zwischen Deutschen und Juden unterscheiden. Dadurch wird’s nicht besser. Die in #Lingen verfolgten und ermordeten #Juden waren Deutsche ! Sprache konditioniert Gehirne! Merken und zukünftig beachten!

  3. Günther Möller said

    Mensch von Hanecken, oder wie Sie heißen.
    Zunächst einmal, von Ihnen brauche ich keine Belehrungen.
    Man könnte dem OB Antisemitismus vorwerfen, darauf solle die Diskussion offenbar hinauslaufen.
    Bestimmt hat er seine Bemerkung, mündlich oder schriftlich, nicht so gemeint.
    Also, was soll das kleinkarierte denken?

    • H.Ganike said

      Es „soll“ genau das, was Hanecken schreibt. Denn „Sprache konditioniert Gehirne“ oder Neudeutsch Framing ist ein mächtiges Werkzeug. Ob nun unabsichtlich oder fahrlässig, ist hierbei beides fatal. Oberbürgermeister Krone ist sicher kein Antisemit und auch das wird der Blogbetreiber ihm, nach meiner Auffassung, nicht vorhalten wollen, wohl aber das fehlende Auge für Details und das fehlende Fingerspitzengefühl.

  4. H Liesen said

    jetzt bringt Herr Ganike aber begriffliche Definitionen durcheinander.

  5. Kib said

    Meine Herren, warum ist von Ihnen niemand auf die Idee gekommen, den Nachruf des Blogbetreibers von Herrn Neuhaus ähnlich kritisch zu lesen? In selbigen ging es weniger um unseren ehemaliger Ersten Bürgermeister, sondern vielmehr um Eitelkeiten des RK, die darin gipfelten, dass Interna (ob wahr, oder jahrzehnte lang glorifiziert) rausgehauen wurden. Mich tröstet im Namen des Verstorbenen, dass der Kreis derer, über die RK sich berufen fühlt, Nachrufe zu schreiben, von Jahr zu Jahr abnimmt.

  6. Kib said

    Der Titel „Nicht in meinem Namen“ könnte also sehr gut von Herrn Neuhaus kommen….

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