Mathias Matze Wagner ist gestern im Alter von 71 Jahren gestorben. Beim Joggen im Altenlingener Forst. Ausgerechnet in dem Wald, den er so liebte und für den er sich eingesetzt hat, erlitt der Lingener Rocksänger einen tödlichen Herzinfarkt.

Es gab keinen einzigen Lingener Musiker wie Matze. Seine Stimme war unverwechselbar und ein großer Genuss für alle, die sie hörten. Auf der Bühne war er so unglaublich präsent, dass er sein Publikum stets mitriss. Matze war immer der Frontmann und prägte so die Rockkultur unserer Stadt wie kein anderer.

Mit 16 machte er als Leadsänger einige Jahre Rock’n Roll mit den Beat-Kings, die Songs der Beatles, Kinks und Stones coverten und in der ganzen Region erfolgreich waren. Auftritte in Norddeutschland, Westfalen und in Belgien und den Niederlanden folgten. 1980 war Matze Mitbegründer der Lingener Band „Clan“, die sich zwei Jahre später in Revoice umbenannte. Matze war -zusammen mit der unvergessenen Jane Skibicki- sofort das Markenzeichen der heutigen Kultband. Und engagierte sich: „Matze“ Wagner, das „Urgestein“ -wie ihn die Lingener Tagespost nannte, war seit den Anfängen des Christophorus-Werkes stets musikalischer Begleiter der Einrichtung. Er lebte Inklusion, als die meisten noch nicht wussten, was das ist. Mit seinen Bands spielte er in den Knästen der Region und viele Benefizkonzerte „für den guten Zweck“.

Seine Konzerte und Auftritte waren einzigartig. Mit fällt das Fiesta-Mayor-Konzert 1998 in Lingens katalanischen Partnerstadt Salz, als er mit Revoice morgens um 4.00 Uhr die Katalanen zum Abheben brachte.

Christoph Frilling schrieb gestern auf Facebook: „Vor seinem letzten Konzert traf ich ihn im Aldi. Es ginge ihm schlecht, sagte er. Auf meine Frage, was denn los sei, grinste er und sagte: „Lampenfieber, als wenn’s mein erster Auftritt vor Publikum wäre….“ Matze eben.

Wir dürfen sehr dankbar sein, dass wir Matze kannten und erleben durften.  Matze, Du wirst uns allen und Du wirst dieser Stadt so fehlen.

(Foto: Revoice)