Drei

9. Juli 2018

Drei Tage war ich mal nicht zuhause. Da brennt Hagedorn ein weiteres Mal großfeuermäßig, die Polizei sperrt alles, gibt nach Stunden frei und erklärt sofort, dass -schwarze Brandwolken hin oder her- natürlich „zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung bestanden“ hat. So weit, so gelogen. Denn natürlich besteht immer eine Gefährdung der Bevölkerung, wenn es so brennt, wie bei Hagedorn allerdings macht es sich besser, wenn man dies einfach verneint. Jedenfalls weiß ich jetzt, weshalb das Unternehmen Hagedorn gegen die Ausweisung eines Wohngebietes diesseits der Ems auf den Flächen des ehemaligen Gemüsehofes Reiners Einwände hat. Die Firma hat an diesem Standort keine Zukunft, kommentiert Wilfried Roggendorf in der LT. Deshalb wollte der ehemalige OB Pott die Firma Hagedorn auch aussiedeln. Übrigens sind beide Schepsdorfer.

Dann gab es in diesen Tagen noch drei Zuschriften, die auch interessant sind. Erstens:

Hallo Robert,
Gibt es zu, Allo-Pflegeheim neue Informationen?
Vielleicht über das Gespräch der Firmenleitung mit unserem OB?
Gruß
Brigitte

und:

Hallo Robert,
wer ist denn für den Bau des Radweges westlich am Kanal Richtung Hanekenfähr verantwortlich? Der Radweg ist eine einzige Katastrophe😩

Die vielen spitzen Steine sind ein wahrer Reifenkiller! Es muss unbedingt Abhilfe geschaffen werden. Unser meistfotografierte Oberbürgermeister hätte da eine ehrenvolle Aufgabe 👍

Viele Grüße
Hacki

und drittens:

Sehr geehrter Herr Koop,

im Rathaus soll ein absolut seriöses Angebot vorliegen, das Dreifache für den Grund und Boden zu zahlen, der an einen niederländischen Investor für den Bau eines Fachmarktzentrums bei BvL zu einem Spottpreis verkauft werden soll. Dort sollen dann 150 Wohnungen gebaut werden. Weißt Du mehr?

Mit freundlichen Grüßen
Heinz

Ja, Freunde, Dann wollen mir mal…

Schöne Woche!

ps Verantwortlich für den reifenkillenden Radweg ist das Wasser- und Schifffahrtsamt in Meppen (heißt die Behörde noch so?), das am Dortmund-Ems-Kanal zwischen ESV-Ruderheim und der Brücke zum Alten Hafeneinen völligen Kahlschlag plant. Den Technokraten fällt auch niemand in den Arm. Schon gar nicht der amtierende Amtsträger.

 

 

Eine Antwort to “Drei”

  1. kib said

    Die erneute Forderung nach einer Hagedorn-Umsiedlung im wrog-Artikel empfinde ich auch als sehr befremdlich. Allemal weil -im gleichen Atemzug/Artikel- die im vergangenen Jahr abgewandte Insolvenz erwähnt wurde. Kurzum wrog: Als Laie würde ich behaupten: Eine Umsiedlung auf die Grüne Wiese kostet ganz bestimmt Geld (und ist mit einem Verkauf eines dermaßen belasteten Grundstück -1990- an der NOH-Straße nicht zu bewältigen). Stadt, Gewerbeaufsicht und das Unternehmen Hagedorn (mit externen Beratern) werden aus diesem Vorfall sicherlich lernen und sollten hierzu Gelegenheit erhalten. PS: Es liegt produktionsspezifisch in der Natur der Sache, dass, wenn es bei Hagedorn brennt, es kein Feuerchen wird. Die letzten Großbrände -ohne belegbare, nennenswerte Folgen-waren Mitte der 1995 Jahre. Selbige jetzt heranzuziehen (und die seitdem unternommen Brandschutz-Maßnahmen nicht zu erwähnen) ist journalistischer Populismus oder als Wortspiel-Schmackerl :“Öl ins Feuer gießen“.

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