»Es gibt keine Kleinen mehr«

17. Juni 2018

Während gerade im Lingener Emslandstadion der jahrzehntelang gehütete Rasen das Public-viewing-Zeitliche segnet (und -ich vermute- hinterher natürlich kein Rollrasen verlegt wird) will ich mich noch vor dem ersten Anstoß der bundesdeutschen Fußballer um diejenigen Leser kümmern, die nichts mit Fußball im Sinn haben. 

Die nächsten vier Wochen werden hart für diese Nicht-Fußballfans. Wie und mit welchen Fußballphrasen können sie sich aber trotzdem nicht blamieren und  trotzdem mitdisuktieren? Richtig! Es gibt da Schlüsselaussagen, die immer passen. Das etwas andere Fußball-Magazin  11Freunde hat die wesentlichsten von ihnen zusammengestellt:

»Turniermannschaft«

Du sitzt mit deinen fußballbegeisterten Freunden in einer Kneipe und zwangsläufig stellt jemand die Frage nach den WM-Favoriten. Gleich wird irgendjemand Deutschland erwähnen. Du wartest kurz die Gegenrede ab und lässt dann beiläufig das Wort »Turniermannschaft« fallen. Echte Könner ordern danach mit einem kurzen Handzeichen routiniert eine Runde Bier.

»Für mich einer der Geheimfavoriten«

Geht es in einer Diskussion gerade mal nicht um Frankreich, Brasilien, Deutschland, Spanien oder Argentinien (diese bezeichnet man nämlich als Favoriten), dann einfach mal einen Geheimfavoriten droppen. Das Land ist eigentlich egal. Blöd nur, dass man dazu eine kleine Begründung liefern sollte. Tipp: Einfach was mit Mentalität, Zusammenhalt und einem unterschätzten Premier-League-Spieler zusammendichten.

»In dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen«

Sollte jemand in deiner Umgebung einen Satz beginnen mit: »In Gruppe H hat ja…« grätscht du mit dieser Phrase in Kniehöhe dazwischen. Hierbei ist es völlig egal, welche Teams in dieser Gruppe sind, denn: »Die kochen auch nur mit Wasser.« Auch diese Phrase unbedingt verwenden. Immer.

»Es gibt keine Kleinen mehr«

Dringend zu empfehlen bei Außenseitersiegen. Spätestens seit dem Karriereende von Philipp Lahm immer passend.

»Hier gibt es keinen S…“

[weiter bei 11Freunde!]

 

ps Eigener Nachtrag:

„Das war eine andere deutsche Mannschaft“

 

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