2. Mai 1933

2. Mai 2018

Heute vor 85 Jahren:

“Im Frühjahr 1933 zerstörten die Nationalsozialisten, kaum an die Macht gekommen, die Mitbestimmung in den Betrieben und zerschlugen die Gewerkschaften. Die Gewerkschaften hatten Gewaltbereitschaft und Machtwillen der Nationalsozialisten unterschätzt. Am Ende stand die politische und organisatorische Vernichtung der deutschen Gewerkschaftsbewegung. Tausende Gewerkschaftsmitglieder wurden in Zuchthäuser und Konzentrationslager gesperrt, in die Emigration getrieben oder ermordet. Viele engagierten sich im Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime.

Die Gewerkschaften haben aus diesen Erfahrungen gelernt. Unveräußerliche Menschenrechte, eine unabhängige Einheitsgewerkschaft und Mitbestimmung gibt es nur in einer demokratischen Gesellschaft. Freiheit, Demokratie und Solidarität in Arbeitswelt und Gesellschaft zu stärken und gegen den Rechtsextremismus zu verteidigen — das ist das Vermächtnis von 1933.”

Hier ein Film für die politische Bildungsarbeit der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2013 bei youtube.

Mehr Infos beim DGB.

Kompakt

2. Mai 2018

Den 32. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl nahmen Umweltschützer in Lingen zum Anlass, mit einem „Schweigekreis“ an die weiterhin weltweit drohenden Gefahren durch die Nutzung der Atomkraft zu erinnern. „An Tschernobyl kann man sehen, wie die Menschen verheizt wurden. Vor 32 Jahren explodierte der Reaktor in der Ukraine und die radioaktive Wolke hat die Menschen vor Ort aber auch uns verstrahlt. Viel Tote, hunderttausende, viel Kranke und ein riesiges Gebiet, das unbewohnbar wurde“, so Gerd Otten vom Elternverein Restrisiko, einem Verein, der vor Jahren mit dem Umweltpreis der Stadt Lingen (ems) ausgezeichnet wurde und über lange Zeit die radioaktiven Belastungen von Nahrungsmitteln selbst gemessen hat.

Otten erläuterte, dass auch Menschen um Lingen herum weiterhin durch das AKW Lingen II mit dem Risiko leben, obwohl bekannt sei, dass der Atomstrom teuer ist und andere Energiearten den Strom mit viel weniger Risiko erzeugen können. Außerdem gebe es bislang immer noch kein Endlager. Ferner erinnerte Otten an die 600 000 Menschen, die in der nähren Abluftfahne der Atomkraftwerke Tihange und Doel wohnen. Bei einem Unfall würde die Wolke auch das Emsland treffen. Dort habe man 2012 festgestellt, dass der Reaktordruckbehälter in Doel viele tausend Risse hat.

Auf besonderen Unmut bei den Demonstranten stieß die Meldung, dass das Verfassungsgericht den AKW Betreibern zugestanden habe, dass sie für das Abschalten der Atomkraftwerke entschädigt werden [mehr…]. „Eine Option – so Wirtschaftsminister Peter Altmeier – bei den Verhandlungen mit EON und  RWE usw. ist die Verlängerung der Laufzeiten. Es ist schlimm, dass man eine erneute Laufzeitverlängerung überhaupt in Erwägung zieht“, so Gerd Otten. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch Musikerinnen aus Haren, die mit ihren Gitarren die Protestsongs begleiteten.

Am 9.6.2018 wird in Lingen eine Demonstration gegen den Betrieb des AKW’s und die Herstellung der Brennelemente  stattfinden.

 

(Text: Presseerklärung des Elternvereins Restrisiko Emsland; Ausriss: LT-Kompakt-Presseveröffentlichung vom 30.04. daraus)