re:publica XII

1. Mai 2018

Die 12. re:publica ist die re:publica 18. Oder andersrum. Daher jedenfalls der Hashtag #rp18. Die große Digitalkonferenz in Berlin ist weltweit eines der wichtigsten Festivals der digitalen Gesellschaft. Über 500 internationale Referenten aus über 40 Ländern tragen auf der Berliner re:publica ihre Sicht der Dinge zu verschiedenen aktuellen Themen aus den Bereichen Internet, Medien, Kultur, Politik, Technik sowie Wirtschaft und deren Wechselwirkung mit Individuen und der Gesellschaft. Die re:publica Berlin bringt Künstler und Künstlerinnen, Aktivisten, Geschäftsleute, Unternehmensvertreter und Menschen aus vielen anderen Lebens- und Schaffensbereichen zusammen.

Sie diskutieren von „Künstlicher Intelligenz“ über Blockchain und Smart Cities bis hin zu Fin Tech und Virtuelle Realität. Auch der Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica kommt zur Sprache, kündigte Mitgründer Markus Beckedahl an. Denn: „Es wird nicht das letzte Datenleck gewesen sein.“ Hier das Gesamtprogramm (pdf).

Die gemeinsame Eröffnungsrede von der re:publica und der Media Convention hält die Medienwissenschaftlerin und Sozialforscherin Dana Boyd. Die New Yorkerin will beleuchten, wie wir uns gegen eine von Algorithmen bestimmte Welt wehren können. Zu den weiteren Gästen der dreitägigen Veranstaltung zählen Physiker und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, Wikimedia-Direktorin Katherine Maher sowie die SPD-Minister Hubertus Heil und Katharina Barley. Die Autorinnen Sibylle Berg, Marc-Uwe Kling und Juli Zeh reden über «Digitale Selbstverteilung».

Journalist Richard Gutjahr berichtet über seinen Kampf gegen Verschwörungstheoretiker. Moderatorin Dunja Hayali und Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, sprechen über Journalismus im Netz. Bei der Media Convention stellt sich ZDF-Intendant Thomas Bellut der Frage, wie Journalismus in der digitalen Zukunft aussehen kann.

Ab morgen werden mehr als 9000 Besucher am Veranstaltungsort Station am Gleisdreieck kommen. Zu den hunderten Sprechern gehört übrigens auch US-Whistleblowerin Chelsea Manning, die vor einem Jahr aus der US-Militärhaft entlassen worden war. Sie werde «über ihr neues Leben als freier Mensch sprechen, über zivilen Ungehorsam, über radikale Politik und die Folgen von unkontrollierbarer Staatsmacht», teilten die Organisatoren mit. Erstmals gibt es am kommenden Samstag im Anschluss an die re:publica ein kostenloses Bürgerfest.

Mehr im Tagesspiegel-Pocast hier.

Wer nicht in Berlin sei  kann: Es gibt diverse Apps und auch eine, die die Veranstaltung au den heimischen Fernseher holt. Mehr…

Hier das re:publica Team – mit dabei (7. von lks) mein großartiger Wahlkampfmacher.