John Henry „Bonzo“ Bonham war Schlagzeuger der britischen Rockband Led Zeppelin. Er gilt bis heute als einer der einflussreichsten Rockschlagzeuger. Heute vor 70 Jahren wurde er in Redditch (GB) geboren.

In einer Umfrage des Musikmagazins Rolling Stone wurde Bonham 2011 von den Lesern zum „Besten Drummer aller Zeiten“ gewählt. Am 31. März 2016 veröffentlichte die Redaktion des Rolling Stone eine Liste der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten, auf der er ebenfalls den ersten Platz belegt.

John Bonham starb in der Nacht vom 24. auf den 25. September 1980, stark alkoholisiert, durch Ersticken am eigenen Erbrochenen im Haus von Jimmy Page, wo die Proben für die nächste Led-Zeppelin-Tour stattfinden sollten. Er wurde nur 32 Jahre alt.

Aufruf: „Im niedersächsischen Lingen wird das Atomkraftwerk Emsland das „neue“ AKW genannt. Dabei wird es am 20. Juni 30 Jahre alt! Dieser Atommeiler, einer der „jüngsten“ in Deutschland, hat eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2022. Das Risiko einer so langen Laufzeit können und dürfen wir nicht zulassen, weder in Lingen noch an anderen Standorten! Es gibt keine ’sichere Atomkraft‘, und je älter ein Reaktor wird, desto gefährlicher ist er. Allein durch Materialermüdung und Verschleiß steigt die Anzahl der Störfälle dramatisch an, auch im AKW Emsland. Gleichzeitig entsteht täglich Müll, der weder jetzt noch in Zukunft sicher gelagert werden kann. Die unflexiblen Atommeiler – ebenso wie alte Braunkohlemeiler – ‚verstopfen‘ außerdem die Netze und blockieren den Ausbau Erneuerbarer Energien. Wir fordern deshalb von der Bundesregierung, im Zuge der Atomgesetz-Novelle bis Ende Juni einen deutlich schnelleren Atomausstieg festzulegen.

Uranfabriken schließen!
Auch die Brennelementefabrik Lingen und die Urananreicherungsanlage Gronau müssen so schnell wir möglich stillgelegt werden. Es kann nicht sein, dass sich Deutschland zwar zum „Atomausstieg“ bekennt, aber durch Brennstoff-Lieferungen die weltweite Atomindustrie noch jahre- und jahrzehntelang stützt – indirekt sogar Atomwaffenprogramme wie das in den USA.

Uralt-Reaktoren in Grenznähe werden genauso aus Lingen versorgt wie z. B. Olkiluoto, ein AKW-Neubau in Finnland, der schon vor seiner Inbetriebnahme für Negativschlagzeilen sorgte. Dabei wäre eine Schließung der Uranfabriken per Bundestagsbeschluss ohne Weiteres möglich. Umweltministerin Schulze muss nun diese Gesetzesänderung auf den Weg bringen!

Uran-Exporte stoppen!
Dass marode Reaktoren in Tihange, Doel (Belgien) sowie Fessenheim und Cattenom (Frankreich) mit Brennelementen aus Lingen und Uran aus Gronau beliefert werden dürfen, ist ein fortwährender Skandal. Gerade hier hat die Umweltministerin Handlungsspielraum. Sie kann und muss die Ausfuhr von Brennstoffen an grenznahe Risikomeiler unterbinden – das haben renommierte Jurist*innen überzeugend dargelegt. Wir fordern Frau Schulze eindringlich auf, bestehende Genehmigungen für Brennstoff-Lieferungen zu widerrufen und neu beantragte zu verweigern.

Wir brauchen eine echte Energiewende – ökologisch und sozial gerecht! Weder Kohle, noch fossile Energien, noch Atomkraft haben darin einen Platz!

Geht mit uns zusammen für einen sofortigen und vollständigen Atomausstieg auf die Straße!“

Die Auftaktkundgebung beginnt um 13:00 Uhr vor dem Haupttor des AKW Emsland bei Lingen. Der anschließende Demozug führt über eine Strecke von ca. 2 km bis zur Brennelementefabrik. Dort findet die Abschlusskundgebung bis 15:30 Uhr statt.

Lingener KreuzKirchenKonzert
Fumito Nunoya und Peter Müller
Marimbaphon & Orgel

Lingen (Ems) – Kreuzkirche, Universitätsplatz
So 3. Juni 2018, 20 Uhr

Karten: 8 Euro, erm. 5 €

Fumito Nunoya aus Detmold spielt das Marimbaphon und Kantor Peter Müller spielt die Flentrop-Orgel.

Solingen

29. Mai 2018

Heute vor 25 Jahren zündeten vier Neonazis in Solingen das Wohnhaus der Familie Genç an.

Zu Protokoll

29. Mai 2018

Ich gebe meine Ablehnung eines neuen Bauvorhandens zu Protokoll:

Denn einmal mehr berichte ich zum Umgang unserer Stadt mit ihren Baudenkmalen. An der sog. Tanzgalerie soll nämlich ein Anbau entstehen, der mit dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäudekomplex der ehemaligen Güterabfertigung der Hannoverschen Eisenbahn nicht in Einklang zu bringen ist. Für mich ist es ein absolutes Rätsel, weshalb „der Denkmalschutz“ ein solches Bauwerk durchwinken kann, zumal es in das Baudenkmal hineingebaut wird (s. Planskizze).

Das Vorhaben hat übrigens  nichts und nichts und nichts mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Betreiberin der Tanzgalerie zu tun, den Redakteur Thomas Pertz in den Mittelpunkt seiner Zustimmung stellt. Es geht allein um unsere Kultur, genauer: um Baukultur und die Frage, wie wir Baudenkmäler erhalten und bewahren – oder eben nicht.  Die Lingener Untere Denkmalschutzbehörde macht seit Jahren und Jahrzehnten nicht selten das Gegenteil von Denkmalschutz. Dies stellt sich mir als Arbeitsverweigerung dar.

Wenn ich dann noch sehe, welches Gebäude in das Baudenkmal geradezu hineingedrückt wird, dann stockt mir der Atem. Es ist von seinen Proportionen, von den Fensteröffnungen und den an Starwars-Landeplätze erinnernden Dachausbauten bis hin zu den Kunststoffschindeln an der Südseite ein völlig (!) misslungenes (!) Werk. Gerade seine Planer, die Lingener Architekten von WBR Wolbeck sollten sich bitte fragen, was sie dem Stadtbild zumuten und was sie da dem erstaunten Publikum vorstellen. Diese Frage ist umso gebotener, als  das WBR-Büro selbst in einem Baudenkmal ist.

Man erkennt zwanglos, dass der Denkmalschutz in Lingen von allem davon abhängt, wem eine Immobilie gehört. Deshalb ist der Grundsatz so wichtig, dass Baudenkmale nicht von der öffentlichen Hand veräußert werden dürfen; bei der z Tanzgalerie nutz7ngsgeönderten Güterabfertigung wurde dagegen verstoßen. Unsere Stadt hat aber wie alle Gemeinden in Niedersachsen „die besondere Pflicht, die ihnen gehörenden und die von ihnen genutzten Kulturdenkmale zu pflegen und sie im Rahmen des Möglichen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ Deshalb darf die öffentliche Hand sie nicht privatisieren. Geschieht dies dennoch, haben wir in Lingen immer denselben Salat. Es wird spätestens nach 10, 15 Jahren umgebaut, die Zeitung bejubelt den Tatendrang der Investoren und alles wird genehmigt. Wie bei der Güterabfertigung.

Lieber Stadtbaurat Lothar Schreinemacher, es ist mir ausgesprochen rätselhaft, was da genehmigt wurde.

Denn in der Umgebung eines Baudenkmals dürfen Anlagen nicht errichtet werden, wenn dadurch das Erscheinungsbild des Baudenkmals beeinträchtigt wird. Zu dem Erscheinungsbild unserer historischen Güterabfertigungsgebäude zählen auch der vor dem Gebäude gelegenen An- und Abfahrbereich mit den Zufahrtsrampen. Sie werden zugebaut. Bauliche Anlagen in der Umgebung eines Baudenkmals sind aber so zu gestalten, daß keine solche Beeinträchtigung eintritt. Das neue Bauorhaben beachtet diese Gestaltungsanforderungen nicht  – nicht einmal die Bauflucht der historischen Güterabfertigung mit ihrem ersten und zweiten Bauabschnitt wird geschützt. Übrigens: Auch die dort geschaffenen „Studentenwohnungen“ direkt neben der lauten Bahnstrecke sind bauplanungsrechtlich zweifelhaft.

Noch eine Preisfrage zum Schluss: Derartige Planungen werden der Bevölkerung immer mit gaaaaanz viel Grün in den Planzeichnungen verkauft. So auch hier. Den Mitgliedern des Stadtrates wurde mit der Vorlage nämlich diese Gründarstellung übermittelt:

Für die Bevölkerung reichte dies offenbar nicht. Der für sie in der Lokalzeitung veröffentlichte Artikel enthielt flugs noch eine kleine Aufforstung. Siehst Du die Hecke, wo vier mal mehr Zypressen grünen? Guckst Du hier:

Was brauchen wir? Mehr genaues Hinschauen, mehr konsequenten Denkmalschutz ( auch wenn die Verantwortlichen selbst gern in der Tanzgalerie feiern!)  und einen Bebauungsplan für das Quartier zwischen Georg, Burg- und Rosemeyer-Straße, damit es nicht -wie an der alten Lingener Güterabfertigung- über die Krücke „Bauen im unbeplanten Innenbereich“ zu solch schlimmen Entwicklungen kommt.

 

(Bilder: Stadt Lingen, WBR)

kurze Hosen

29. Mai 2018

„Als Strafverteidiger ist man ja mitunter auch Styleberater. Insbesondere was den korrekten Auftritt des Mandanten in seiner Gerichtsverhandlung betrifft. Sofern es mir notwendig erscheint, weise ich schon darauf hin, dass es bislang in meiner bescheidenen Praxis noch niemanden geschadet hat, wenn er vor Gericht in korrekter Kleidung erscheint (ohne verkleidet zu wirken).

Nun weiß ich, dass sich meine Empfehlungen auch so auslegen lassen, dass kurze Hosen „korrekt“ sind. Oder wie es der Mandant in der Verhandlungspause formulierte: „Meine Kleidung ist doch nur der Witterung angepasst.“ Ich werde mich künftig also deutlicher ausdrücken müssen.

Hier für alle Fälle schon mal die Zusammenfassung: Vor Gericht sind kurze Hosen ebenso tabu wie das Käppi auf dem Kopf oder die Shisha im Handgepäck. Letzteres ist auch eine Geschichte, die ich bei Gelegenheit mal erzählen muss.“

Recht hat er, der Kollege Udo Vetter.

(Foto: Amtsgericht Lingen / © milanpaul)

Hallo an die Presse

28. Mai 2018

Ein bisschen Lingener Insiderei gefällig? Sehr gern: Bisweilen glänzt unsere Stadtverwaltung geradezu vor fehlendem Tatendrang. Zum Beispiel jetzt gerade wieder in Sachen kommunaler Verkehrsausschuss. Vor Wochenfrist schrieb Marc Riße, Vorsitzender dieses Gremiums, in die E-Mail-Runde unserer BürgerNahen:

„Moinsen!
Zum dritten Mal in Folge hat mich heute die Verwaltung dazu bewegen wollen, die nächste Verkehrsausschusssitzung abzusagen!

Begründung: “Wir haben keine Themen.” Wieder mal.  Zwei Fragen dazu:
1. Wie reagieren wir darauf?
2. Was haben wir für Anträge? Was habt ihr für Impulse? Bitte in Antragsform, nicht einfach „Da oder da ist es blöd”, das bringt uns nicht weiter.
Der Verwaltungsansprechpartner ist das “ganze” Wochenende am Arbeiten und erreichbar. Traurig genug, läuft wohl doch nicht alles tutti im Rathaus…
Bis Montag Abend bräuchte ich das Futter. Bis dahin ein frohes Pfingstwochenende!
Freundliche Grüße
Marc Riße“
Darauf gab es gleich mehrere pfingstliche Reaktionen innerhalb der BN. Meine zum Beispiel:

Moin,
erst einmal bist Du gefordert, und ich finde es richtig, dass Du Dir das nicht so einfach bieten lässt. denn wir alle wissen: Themen gibt es genug! 

Ich schlage folgende Punkte vor:

  1. Zwischenstandsbericht über das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten (Frage an die Verwaltung: Wer hat wen warum ausgewählt, warum wurde die Selbstverwaltung nicht informiert? Vorstellung des Instituts: Wie gehen die an die Sache heran? Wann ist mit Ergebnissen zu rechnen? Gibt es sogar schon welche?) Dazu sollte ein Vertreter des beauftragten Instituts vortragen.
  2. Projekt Meli. Wieso, weshalb warum? Erste Auswertungen. Bericht des Unternehmen! Mit Foto mit Dir vor dem Rathaus. Setz dich auf so’n Ding!
  3. Probleme mit dem Aufladen von E-Autos? Stimmt es, was in unserer Fraktionssitzung angesprochen wurde, dass das Stromnetz der Stadtwerke Probleme bekommt oder bekommen wird, wenn (mehrere) Kfz aufgeladen werden? Oder sind das „Fakenews„. Bericht der Stadtwerke (auch dazu, wie sie weiter ausbauen wollen)
  4. Verkehrssituation Emslandhallen/Arena
    Verbesserung, wenn mehrere Veranstaltungen gleichzeitig ablaufen. Abfluss dann nur über Darmer Hafenstraße, Alte Rheiner Straße, Verkehrslenkung mit eigenem Personal der Emslandhallen (Sachbericht durch Hallenchef F. Krebs)
  5. Öffnung der Burgstraße für den Radverkehr (jedenfalls bis  Baccumer Straße, dort würde ich dann eine Barriere einbauen, die von 10 bis 18 Uhr geschlossen ist und für Kfz im Notfall geöffnet werden kann. Dadurch sollen Radfahrer gezwungen werden, dort abzusteigen. Guck mal dieses Beispiel hier! Ich schick Dir auch noch als PN ein Beispiel-Foto aus Padua, das ich dort vor einem Monat geschossen habe. Mehr gern mündlich.
  6. Premiumradwege – Weiterer Ausbau. Sachstand (Problem: linke Seite Dortmund-Ems-Kanal, rechte Seite Dortmund-Ems-Kanal) Darmer Hafenstraße
  7. Radwege-Ausbau: Kauf des Grundstücks Meppener Straße/In den Sandbergen-Wilhelmshöhe, um den Fuß-/Radweg aufzuweiten (ist nicht-öffentlich!, Auftrag an die Verwaltung). 
  8. Aufbau von Rad-Abstellanlagen (mit Überdachung!) – Konzept
  9. Ausbau LiLi – Verbesserung des Tarifsystems. Wann gibt es eine Zeitkarte, wann wird es geändert? 
  10. Auftrag an Verwaltung: Vorprüfung zweiter Zugang zum Mittelbahnsteig – Machbarkeitsstudie

Das müsste mE auf die Schnelle erst einmal reichen. Wenn Du formulierte Anträge haben willst und das nicht selbst machst, bitte eine kurze Antwort. 

Gruß
R

Ich weiß nicht, ob sich -wie von mir vorgeschlagen- unser Verkehrsausschussvorsitzender Marc Riße auf einen Emco-Elektroroller setzen wird, aber an diesem Wochenende schrieb er:

„Hallo an die Presse,
unten stehend die Anträge, die ich zur nächsten Verkehrsausschusssitzung an die Verwaltung gesendet habe.
Die Verwaltung hat mich vorher zum dritten Mal in Folge (!) dazu bewegen wollen, die Sitzung abzusagen. Begründung: “Wir haben keine Themen.”
Dass wir in Lingen genug verkehrstechnische Themen haben, geht aus den Anträgen (Punkt 1 bis 7 aus der Mail unten und der Anlage) hervor.
In einem Telefonat zur Sitzungsvorbereitung mit unserem Ersten Stadtrat habe ich deutlich gemacht, dass ich als Bürgervertreter Wert darauf lege, dass interessierte Mitbürger sehen können, welche Themen in der Sitzung behandelt werden. Der Erste Stadtrat wollte das alles unter “Bericht der Verwaltung” abhandeln. Dem habe ich widersprochen.
Interessant dabei finde ich, wie es die Verwaltung nun geschafft hat, meine (unsere BN-) Impulse in eine Mitteilungsvorlage zu pressen. Die Sitzungsunterlagen stehen hier:
Falls der Link nicht lesbar ist, bitte ich um einen Hinweis. Ich bin mir sicher, dass es eine produktive Sitzung wird. Obwohl die Verwaltung seit fast einem Jahr keine Themen für den Verkehrsausschuss hat…

Freundliche Grüße
Marc Riße“

So!
Damit ist meine Leserschaft nachpfingstlich auf dem Laufenden. Habt eine schöne Woche!

ps Zum Foto von AlfieriRaffaelli: In Lingens Burgstraße soll kein oberitalienischer Alpensee, sondern eine dieser mobilen Straßensperren…

alle und mein Hund

28. Mai 2018

„Eine Woche der Belehrungen, Begrüßungen, Beleidigungen und Verwünschungen liegt hinter uns. Die DSGVO sorgte dafür, dass jede nur denkbare Reaktion auf den Datenspeicherwunsch irgendwelcher Firmen in der Inbox aufklatschte. Mal war ein ausdrückliches JA erwünscht, mal ein NEIN, wenn man nicht gelöscht werden wollte. Mal wurde großartig erklärt, man brauche GAR NIX zu tun, mal war ein Klick auf einer URL gefragt, die zu einem Button führte, der getätigt werden musste, und eine erneute Mail auslöste, die bestätigt werden musste. Mal wurde eine Organspendeerklärung verlangt, mal eine Zahlung per Paypal. Mal mit kumpelhaftem „Hallo Du“ in der Ansprache, mal barsch wie ein Schleifer beim Militär. Welchselbiges übrigens eine originelle Fax-Lösung präsentierte.

Die große Symphonie der Digitalisierung, von der Huawei in seiner Mail zum Thema schwärmte, erwies sich als echte Kakafonie. Das Absurditätenkabinett und die Ruhmeshalle der GDPR waren in Nullkommanichts gut gefüllt, noch ehe die übliche Bitkom-Klage zum Untergang der deutschen IT-Industrie eintrudelte. Passend zur Bandbreite der Reaktionsmöglichkeinten fiel natürlich die Meinung der Experten aus, vom Größten Anzunehmenden Unsinn vom Ende des Bloggens bis zum lauten Jubel über den Festtag des Datenschutzes war alles dabei. Nur wenige sahen in der neuen Verordnung nüchtern eine notwendige Zumutung. Jetzt warten alle und mein Hund auf diese sagenhaften Abmahnanwälte, die in fast jedem Artikel mitsamt ihrer Fantastilliarden erwähnt wurden. Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

 

Auf den Punkt gebracht von Fal Faber (WWWW) bei heise.de

In diesem Sommer kommt die größte archäologische Entdeckung des 20. Jahrhunderts nach Bremen: “Die Terrakottaarmee & das Vermächtnis des Ewigen Kaisers“. Die Schau gastiert seit dem vergangenen Wochenende und noch bis zum 19. August 2018 im BLG-Forum in der Überseestadt, Am Speicher XI. Sie vermittelt den Besuchern faszinierende Eindrücke aus dem geheimnisvollen Reich der Mitte.

Über 1 Million Besucher  hat die imposante und aufwendige Inszenierung in Europa bereits begeistert. Die Terrakottarmee des chinesischen Kaiser Chinas Qin Shi Huang Di wurde 1974 zufällig durch Bauern entdeckt.Inzwischen weiß man:  Die Fläche der Grabstätte ist so groß wie Manhattan, bislang ist nur ein kleiner Teil überhaupt ausgegraben worden. Mehr als 700.000 Arbeiter, so schätzen Wissenschaftler, sollen seit 221 vor Christus mit der Anlage der Begräbnisstätte beschäftigt gewesen sein. Der Kaiser selbst starb 210 vor Christus und wurde dann dort beigesetzt. Der eigentliche Grabhügel, in dem der Kaiser bestattet worden ist, wurde bislang nicht geöffnet.

Die Ausstellung zeigt auf 1400qm mit rund 250 Exponaten und Repliken die Geschichte und Fakten der weltbekannten Terrakottaarmee, den ersten Kaiser von China sowie der Qin Dynastie. Rund 150 originalgroße Terrakottafiguren präsentieren sich in beeindruckender Armeeformation. Darunter Infanteristen, Kavalleristen, Bogenschützen, Offiziere, Generäle sowie Pferde und Wagen in Lebensgröße.

Die Exponate werden durch Raumtexte, Objekttexte und den Audioguide eingehend erklärt. Neben einem einführenden Kinofilm sind in den verschiedenen Bereichen Präsentationen von weiteren Kurzfilmen, animierten Grafiken und Landkarten sowie zahlreiches großformatiges Fotomaterial zu den Originalfiguren und den Fundsituationen zu sehen.

Unterstützung erfährt die Ausstellung durch den renommierten Chemiker und Terrakottaarmee-Experten Prof. Dr. Heinz Langhals: Das Ausstellen von Faksimile-Kopien der Terrakottakrieger ist eine gute und sinnvolle Lösung, dieses enorme kulturelle Erbe einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dabei die fragilen Originale zu schonen.“ Der Chemiker an der Uni München befasste sich in jahrelanger Forschungsarbeit mit der ausgesprochen schwierigen (Farb-)Erhaltung der Terrakottakrieger. Das Problem: Sobald die Kriegerfragmente ausgegraben werden, blättert die Farbe ab. „Wenn die Luftfeuchtigkeit auf unter 84 Prozent sinkt, kann man dabei zugucken, wie innerhalb von fünf Minuten die Farbe abfällt.“


Tickets und Preise

  • Erwachsene 15,00 €
  • Kinder 6–18 Jahre und Schüler 9,00 €
    gilt für alle Schüler von allgemeinbildenden Schulen
  • Ermäßigt* 12,00 €
  • Familien 40,00 €
    (für 4 Personen, max. 2 Erwachsene)
  • Schulklassen im Klassenverbund, pro Person 5,00 €
    (freier Eintritt für 2 Begleiter)
  • Gruppen ab 10 Personen, pro Person 12,00 €
  • Audio Guide 3,00 €

*Ermäßigung nur gegen Vorlage eines gültigen Ausweises: Studenten und Auszubildende bis 30 Jahre, BFD/FSJ/FÖJ, Senioren 65+, Arbeitslose und Sozialleistungsempfänger, behinderte Personen (Ausstellung ist rollstuhlgerecht)

Öffnungszeiten
Mittwoch – Sonntag, 10:00 – 18:00 Uhr
montags und dienstags geschlossen

Man sollte etwa zwei Stunden für den Besuch der Ausstellung einplanen.

Anfahrt (Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird emfohlen)

(Bilder © die Terrakottaarmee; Quellen PM und taz)

Hitzacker

26. Mai 2018

Kritisch greift die Onlineseite ÜBERMEDIEN die Berichterstattung in Deutschland zum „Grundstückssturm“ von Hitzacker auf, die seit einer Woche hierzulande diskutiert wird. Keine Frage, dass die Aktion politisch dumm und geradezu kindlich naiv war. Die öffentliche Berichterstattung und die Reaktion in der Politik sind es nicht minder. Lesen Sie selbst über die Neue Qualität der Faktenverdrehung:

„Seit gut einer Woche wird nun darüber diskutiert, was denn wirklich geschehen ist in Hitzacker, diesem kleinen Ort nahe Lüneburg, in dem sich vorigen Freitag linke Aktivisten vor dem Wohnhaus eines Polizisten versammelten, um gegen ihn zu demonstrieren. Wie sich alles abspielte, die Demo, die Festnahme danach, dazu gibt es zwei Versionen – und viele Falschmeldungen.

Die erste Version stammt von der Polizei in Lüneburg. Die hatte, noch in der Nacht auf Samstag, eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie gleich eine Bewertung des Vorfalls lieferte: Es sei „eine neue Qualität der Gewalt“ gegenüber der Polizei, klagte sie. „Rund 60 teils vermummte Personen“ hätten das Wohnhaus des Kollegen „heimgesucht“, von „lautstarker Stimmungsmache“ war die Rede und dass die Gruppe versucht habe, die Familie im Haus „einzuschüchtern“. Der Polizist selbst war nicht daheim, aber Frau und Kinder.

Am Ende der Pressemitteilung heißt es:

„Die Polizei…

[weiter hier]

(Ausriss: ÜBERMEDIEN)