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25. April 2018

Die beiden Dinge gehören ins Archiv Der obere Beitrag des langjährigen CDU-Kreisvorsitzenden Heinz Rolfes, MdL aD, ist genauso aktuell wie der untere von der Jungen Union.

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JU Lingen sieht in Dieter Krone eine falsche Besetzung
Lingen. Die Sozialdemokraten und Grünen in Lingen feiern schon seit Längerem ihren gemeinsamen Kandidaten Dieter Krone. Jung und dynamisch wirkt der 46-jährige Musiklehrer, doch die Junge Union (JU) im Stadtverband Lingen (Ems) sieht in ihm nicht die Person, die eine Stadtverwaltung führen kann.

„Mit viel programmatischer Übereinstimmung“ aber gleichzeitiger Unabhängigkeit wirbt Krone für seine Person. Unabhängig, heißt keine Bindungen eingehen, Beschlüsse nicht auf parteiprogrammatischen Grundlagen stützen, sondern im Einzelfall zwischen wiederstreitenden Interessen abwägen. Im Umkehrschluss bedeutet dies für die Jungunionisten einen zukünftigen „Zik-Zack-Kurs“ im Lingener Rathaus, zumal Krone immer wieder auf den großen überparteilichen Konsens verweist.

Auch wenn die CDU mit unpopulären Entscheidungen ihren Stand innerhalb der Bürgerschaft nicht unbedingt verbessert hat, war stets ein Gesamtkonzept für die Stadt Lingen (Ems) ersichtlich. Ausbau der Fachhochschule, Unterführung, Umbau des Bahnhofs, die Sanierung der Innenstadt sowie die Weiterentwicklung der Ortsteile sind Projekte die ineinander übergreifen und zu einem harmonischen Gesamtbild verschmelzen. Aufgrund der Fülle der Projekte wurden aber auch Fehler gemacht, doch das Ergebnis war am Ende immer stimmig.

Ein eigenes Programm vom Kandidaten von SPD und Grünen in Lingen ist nach Ansicht der jungen Christdemokraten nicht zu sehen. Man hört die typischen politischen Ansätze: Haushaltskonsolidierung, Integration des Bürgerwillens, Wirtschaftsstandort Lingen und ein wenig neu im politischen Terrain, der Öffentliche Nahverkehr. Der ÖPNV ist in Lingen durchaus verbesserbar, aber konkrete Vorschläge zur Verbesserung werden nicht thematisiert, vielmehr wird der Eindruck suggeriert, dass mit mehr Geld alles möglich ist. „Der ÖPNV muss nicht größer, sondern grundlegend neu strukturiert werden“, so der Tenor der JU’ler.

Auf seiner Homepage schreibt Krone zur Farbwahl „Blau“ seines Wahlplakates: „das von den Grafikern favorisierte Orange ist von der CDU und der BN bereits belegt; Grün und Rot sind durch die Grünen und die SPD abgedeckt.“ Für den JU-Stadtverbandsvorstand steht damit fest: „Es gibt nicht viel Übereinstimmungen mit den Grünen oder den Sozialdemokraten, vielmehr wirbt Krone für eine unstimmige und überheblich unnahbare Politik, der keiner folgen kann, da ein Grundsatzprogramm schlichtweg fehlt. Rot und Grün scheinen ihm suspekt zu sein, fraglich somit, wie er als erster Bürger der Stadt diese Farbkonzeption im Stadtrat bewertet“

Daraus erstellen die JU’ler die Prognose, dass Dieter Krone bei einer erfolgreichen Wahl, das Rathaus weder mit einem grünen noch mit einem roten Dirigentenstab regieren wird, sondern sein eigenes politisches und unausgegorenes Programm über die Parteigrenzen hinaus durchsetzen will. „Bewusst sollte Herrn Krone auch sein, dass er im Rathaus nicht mit Teenagern, sondern ehrenamtlichen Politikern zusammenarbeiten muss. Am 12. September werden die Lingener Bürger entscheiden, ob sie einem unabhängigen Musiklehrer folgen oder auf einen anderen Kandidaten der politischen Parteien setzen“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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Fast hätte ich das Datum der Presseerklärung der Jungen Union Lingen hinzuzusetzen vergessen: Sie erschien am 01.09.2010. Inhaltlich ist sie aber weiterhin hochaktuell, doch irgendwie habe ich die Hoffnung, dass OB Krone nach dem überzeugenden Wahlsieg vom vergangenen Sonntag und mit Blck darauf, in acht Jahren nicht wieder anzutreten -dann ist er 63-, sich jetzt emanzipiert und die Symbiose mit der CDU-Mehrheitsfraktion beendet. Ihm kann ja bis 2025 keiner mehr in die Parade fahren.