werbefrei

25. Januar 2018

Endlich! hab ich mir gedacht, als ich heute diese Veröffentlichung bei urbanshit gelesen habe. In ihr geht es (nur vordergründig) um Grenoble. Die französische Stadt hat nämlich 2014 als erste europäische Stadt ein Verbot der Außenwerbung erlassen. Die Werbefreiheit führt zu einem überraschend deutlich wahrnehmbaren Unterschied zu anderen Städten (mit Werbung) – die Qualität des öffentlichen Raumes ist an keiner Stelle durch Werbung:

Man muss hierzulande schon mit geschlossenen Augen durch die Stadt gegen, um nicht zu sehen, dass große Teil belebter und gut frequentierter öffentlicher Räume in Großstädten mit Plakaten und Werbebotschaften zugepflastert sind.

Die Initiative Berlin Werbefrei plant nun gegen großformatige Werbung im öffentlichen Raum vorzugehen und möchte ein neues Gesetz zur Regulierung von Werbung in öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Raum (AntiKommG) auf den Weg bringen.

„Wir stellen der stetigen Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes eine neue Regelung zum Umgang mit Aussenwerbung entgegen. Mit unserem Gesetzentwurf sollen zukünftig Plakate für Kultur, Sport und Gemeinnütziges im Vordergrund stehen. Produktwerbung bleibt weiterhin an der „Stätte der Leistung“ erlaubt, zum Beispiel an Läden, Gaststätten und Betrieben.“

Der Vorschlag der Initiative Berlin Werbefrei ist es dabei nicht, Werbung im öffentlichen Raum in Gänze zu verbieten, sondern Billboards und Großplakate aus dem Stadtraum zu verbannen. Werbung von Geschäften und Gaststädten, sowie für Kultur- und Sportangebote sollen weiterhin erlaubt sein. Zudem soll nach Meinung der Initiative Werbung aus Universitäten und Schulen ganz verschwinden.

Sollte es am Ende zum Beschluss des Gesetzes kommen, würde sich Berlin optisch ziemlich sicher an vielen Stellen stark verändern. Der Hauptstadt – und anderen Großstädten – würde es ganz sicher gut tun. Andere Städte, wie Sao Paulo in Brasilien, haben bereits ähnliche Gesetze erlassen.

Der geplante Volksentscheid kann seit dem 16. Januar Tagen unterzeichnet werden. Die Unterschriftenliste gibt es auf der Website der Initiative zum Download. Hier bei uns könte man die öffentliche Werbung abbauen und die „Werbeflut“ eindämmen, über den der kritische Twitteraccount Lingen_Fehler oft (und berechtigt) klagt.

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