Adriano Celentano

6. Januar 2018

Buon compleanno!

Heute wird Adriano Celentano 80 Jahre. Geboren am 06.01.1938 ist der italienische Sänger, Komponist, Schauspieler, Musik-, Film- und Fernsehproduzent sowie Fernsehmoderator einer der bekanntesten Künstler seines Landes..

Seit Ende der 1950er-Jahre verhalf ihm seine erfolgreiche Schauspiel- und Musikerkarriere zu großer Popularität in Europa, Lieder wie Azzurro (1968) waren auch international erfolgreich. Celentano gilt als besonders vielseitiger Entertainer, dessen Verdienst es ist, den amerikanischen Rock ’n’ Roll in Italien eingeführt zu haben.

Der Tagesspiegel, 05.01.2018:

Der zerknautschte Bacchus
(…)
Adriano Celentano ist 22 Jahre alt, als er in Federico Fellinis Jahrhundertfilm La dolce vita“ auftritt. Der in Mailand geborene Rebell, ein gelernter Uhrmacher mit Wurzeln in Apulien, hat es mit den Rocky Boys bereits zu lokalem Ruhm gebracht. Sein Gassenhauer „l tuo bacio è come un rock“ war ein erster Hit.

In „La dolce vita“ verkörpert er den Übermut und die Schlagfertigkeit eines Straßenjungen. Marcello Mastroianni schwebt mit Sonnenbrille und im eleganten Anzug durch den Film, Lex Barker ist betrunken, doch seine Pomadentolle sitzt wie angeklebt, nur Celentano hat sich nicht gekämmt. Er ist die zerknautschte Reinkarnation von Bacchus, dem antiken Gott aller Feiersüchtigen. Mit ihm geht die Party erst richtig los.
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NZZ, 05.01.2018:

Adriano Celentano wird 80 – eine Würdigung
(…)
«Seine Grösse zeigt sich darin, dass er es verstand, den Rock’n’Roll in etwas absolut Italienisches zu transformieren», sagt etwa Marco Mangiarotti. Italiens bekanntester und schärfster Musikkritiker spricht mit grösstem Respekt von Celentano: «Er ist ein echter Künstler, der bei allem, was er macht, so unglaublich glaubwürdig ist – und darum ist er auch so populär.»
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» Adriano Celentano – Entertainer und Volksheld | DLF-Kultur, 05.01.2018

 

OK… einen hab ich noch:

Gut…weil Ihr’s seid. Eine Zugabe:

Kammersinfonie Stuttgart

6. Januar 2018

Kammersinfonie Stuttgart
Christoph Soldan (Piano)
Lingen (Ems) – Kulturforum St. Michael, Langschmidtsweg 66a
Heute – 20 Uhr

Karten: 23 € (erm. 18 €)

Programm u.a.
Antonio Vivaldi „Die Vier Jahreszeiten“ 
Wolfgang Amadeus Mozart Klaverikonzert C-Dur, KV 415

Das Jahresprogramm des Kulturforum Lingen stellt heute die vor 40 Jahren gegründete Stuttgarter Kammerphilharmonie  und den Pianisten Christoph Soldan vor.

Bis heute folgt das Orchester seiner Gründungsidee und Aufgabe, „ein Podium für anspruchsvolles und eigenverantwortliches Orchesterspiel zu schaffen.“ Konzertmeister und musikalischer Leiter ist seit 2011 der Stuttgarter Geiger Daniel Rehfeldt. 

Christoph Soldan ist ein deutscher Pianist und Dirigent mit reger internationaler Konzerttätigkeit. Neben diversen Fernseh- und Rundfunkaufnahmen begibt er sich häufig auf längere Tourneen, 1989 sogar gemeinsam mit Leonhard Bernstein. Die Deutsche Presse beschreibt Christoph Soldan als eine Künstlerpersönlichkeit, die sich im Gegensatz zu einer rein technisch-virtuosen Ausrichtung mit der geistigen Dichte und der seelischen Dimension eines Kunstwerkes auseinandersetzt.

Dobrindts Idee

6. Januar 2018

Am Ende scheint Dobrindts Idee der „konservativen Revolution“ nichts anderes zu sein, als die Forderungen der Rechten in das politische Alltagsgeschäft hinein zu pflanzen. Tolle Revolution. Braucht kein Mensch. Gerade dann nicht, wenn man mal genauer auf die Definition schaut:

„Konservative Revolution“ ist in der heute verwendeten Form ein 1950 von Armin Mohler eingeführter und bis heute umstrittener Sammelbegriff für eine Gruppe ideologischer Strömungen und der sie tragenden Akteure, die sich im Kontext der Weimarer Republik entwickelten. Gemeinsam war diesen Akteuren, dass ihre Ideologien entschieden antiliberale, antidemokratische und antiegalitäre Züge trugen. Ihr Rechtskonservatismus unterschied sich vom traditionellen Konservatismusbegriff der Deutschen Zentrumspartei oder der Deutschnationalen Volkspartei grundlegend und manifestierte sich nicht in einer politischen Partei. Die Konservative Revolution wird in der Geschichtswissenschaft als Wegbereiter für den Nationalsozialismus behandelt. Heute greifen Vertreter der Neuen Rechten auf Ideologiemuster der Konservativen Revolution zurück.

Georg Restle schrieb daraufhin etwas an Dobrindt, das nochmal ganz kurz die letzten politischen Jahre reflektiert. Man fragt sich dabei, warum die Rechten in der CDUCSU jetzt so tun, als hätten nicht sie die letzten Jahrzehnte mitregiert und als wären sie gar nicht dabei gewesen- sei es mit Kanzlern wie Kohl und Merkel oder zu anderen Zeiten mit Blockade-Mehrheiten im Bundesrat.

Donnerstag Abend jeenfalls wurden Dobrindt und seine Idee der „konservativen Revolution“ von Marietta Slomka im „heute journal“ regelrecht gegrillt. Und man bekommt zwanglos den Eindruck, dass er das selber nicht mal gepeilt hat. Aber wen wundert das schon bei einem Konservativen, dem man das Wort „Revolution“ gleich zwei Mal erklären muss?

Chapeau, Frau Slomka! Denn wenn das die Revolution sein soll, dann bleib ich zu Hause.

(Quelle)